Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lesemama:
Familiengeschichte
Porträt auf grüner Wandfarbe von Elisabeth Sandmann
Zum Buch:
England 1992
Gwen bekommt einen Anruf ihrer Tante Lily. Sie soll ihre Tante nach Berlin begleiten, dort treffen sie eine Freundin von Lily und gemeinsam wollen sie nach Polen, das alte Gutshaus, Lilys Elternhaus, nochmal sehen. Bei der Vorbereitung zur Reise bekommt Gwen eine Kiste mit Notizbüchern von Ella, einer Freundin der Familie, die für Gwens früh verstorbene Mutter wie eine Mama war.
Eine Familiengeschichte wird ausgegraben die voller Geheimnisse steckt.
Meine Meinung:
Ich war sehr neugierig auf das Buch, es erinnerte mich entfernt an "Junge Frau, am Fenster stehend..." und war doch ganz anders. Den Anfang fand ich noch ein wenig verwirrend und anstrengend, da sehr viele Namen fielen und ich hätte mir gewünscht Ellas Notizen und Erinnerungen wären besser ersichtlich gewesen, durch einen Schriftwechsel oder auch durch extra Kapitel. Ich wusste auch lange nicht wessen Geschichte jetzt eigentlich erzählt wurde. Die von Ella, die nicht verwandt war und trotzdem eine so wichtige Rolle spielte, oder die von Gwens Familie, ihrer Großmutter, ihres Großvaters. Jeder hatte irgendwelche Geheimnisse, die nach und nach an Tageslicht kamen. Mir hat es gefallen, ich mag Familiengeschichten mit Geheimnissen und ich mag es, wenn es auf verschiedenen Zeitebenen spielt. Für mich war es schöne Unterhaltung die sich sehr gut lesen ließ.
Rezensionen von nuean:
Leckere Rezepte
Hundert Klassiker von Steffen Henssler
Ich sehe gern Sendungen mit Steffen Henssler und seine Bücher reizen mich schon seit langem. Als Fan von schneller, leckerer Küche musste ich dieses Buch haben und ich wurde nicht enttäuscht.
Es geht los mit einem kurzen knackigen Vorwort, danach folgt das Inhaltsverzeichnis und eine Seite voller Tipps und Tricks, die ich sehr interessant fand.
Die Klassiker-Rezepte reichen von Fleisch, Fisch und Pasta über Kartoffeln, Salate, Suppen und Desserts. Das Design gefällt mir richtig gut, es macht richtig Spaß in diesem Buch zu blättern. Die Bilder zu den Rezepten sind sehr gut gelungen und mir ist schon beim Anschauen das Wasser im Mund zusammengelaufen. Die Rezepte selbst sind kurz und knackig ohne extravagante Zutaten. Von Rouladen über Schnitzel bis hin zu Tiramisu ist alles dabei, was mein Herz begehrt. Dieses Buch wird fester Bestandteil meiner Kochroutine.
Rezensionen von drachenzahn:
Wundersame Geschichten aus dem Wunderwald
Dachs Naseweiß Phantastische Geschichten aus dem Wunderlichen Wald von Christian Wunderlich
Bei „Dachs Naseweiß“ handelt es sich eine Sammlung an kurzweiligen Tiergeschichten, die alle im Wunderlichen Wald spielen und lose miteinander zusammenhängen. Das Buch eignet sich für Kinder ab vier Jahren zum Vorlesen. Sie sollten aber schon etwas Aufmerksamkeitsvermögen mitbringen, da die einzelnen Geschichten teilweise bis zu 15 Seiten umspannen.
Jede Story besitzt einen kleinen Spannungsbogen, der aber immer gleich wieder aufgelöst wird, sodass es nie zu aufregend oder gruselig wird.
Die Charaktere Dachs Naseweiß, Ilge Igel, Dachsima, Hase Schlappi, das Wildschwein Francois und viele andere wachsen einem schnell ans Herz. Sie plagen sich mit Alltagssorgen und -problemen, sodass sich die Kinder gut mit ihnen identifizieren können und sich selbst wiedererkennen können. So müssen die Tiere lernen ihre Angst zu überwinden, den Wert des Gewinnens und der Träume kennenzulernen oder mit Streit und Kummer umzugehen. Das Hauptthema ist jedoch die Freundschaft und wie man gemeinsam alles schaffen kann. Die Tiere sind füreinander da und lassen niemandem mit seinen Nöten allein.
Die Tiere sind sehr unterschiedlich in ihren Eigenschaften. Zwar werden sie teilweise eindimensional dargestellt, aber für Kinder ab vier Jahren besitzen sie so einen hohen Wiedererkennungswert. Schön ist auch, dass jeder mit seinen Stärken und Schwächen akzeptiert wird. Außerdem wird das Wildschwein Francois sogar ein wenig divers präsentiert, da er ein Tutu trägt und sich für Ballett sowie die Schauspielerei begeistert.
Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob es für kleine Kinder nicht beängstigend ist, dass der Papa von Dachs Naseweiß unter mysteriösen Umständen verschwunden ist und nicht einmal bekannt ist, ob er überhaupt noch lebt. Das Thema wird in beinahe allen Geschichten kurz angerissen. Es steht jedoch nie im Fokus, sodass man eventuell bei sensiblen Kindern die entsprechenden Stellen einfach auslassen kann. Ich finde es zudem etwas seltsam, dass Dachsima in einem Kapitel unbedingt ihren Freund zum Weinen bringen möchte.
Im Buch befinden sich immer wieder kleine und große Zeichnungen, die das Geschehen auflockern. Da es sich um ein Buch für Vorschüler handelt, wäre es aber schön gewesen, wenn tatsächlich jede Doppelseite illustriert gewesen wäre.
Insgesamt ist Christian Wunderlich mit „Dachs Naseweiß“ dennoch eine schöne Anthologie gelungen, deren liebenswerte Charaktere und Geschichten den Kindern sicher Freude bereiten wird. Sie bietet des Weiteren viele Gesprächsanlässe darüber, wie man mit bestimmten Sorgen und Schwierigkeiten im Leben umgehen kann. Insofern kann ich das Buch guten Gewissens für Vorschüler empfehlen.
Rezensionen von Claudia R:
vielschichtig ...
Und das Findelkind erschien dem Zyklopen, der in Ketten schlief von Fred Kondjyaro
Klappentext / Inhalt:
Das alte Europa ist im Jahr ’41 erodiert: Teilautonome Provinzen sind den Ruinen ethnisch-nationalistischer Kämpfe entstiegen, dem grausamen Wettbewerb um versiegende Lebensräume und Ressourcen. Verriegelte Grenzen, paranoides Sicherheitsdenken, endlose Ströme flüchtender Menschen, Ballungszentren und Konfusion prägen die Landkarte.
Eine namenlose Stadt versinkt derweil im aufrührerischen Chaos einer Revolte gegen den Beschluss der Regierungspartei, dass der sogenannte Zyklop, ein als Schandfleck verrufenes Stadtviertel, mit einem Sicherheitskäfig umzäunt wird.
Inmitten der verkommenen Wirrnis aus Tarnanzügen, Molotowcocktails, einer faschistischen Regierungspartei und ihren Nagelköpfen, Polizeigewalt und Straßenschlachten verirren sich unzählige Lebens- und Konfliktlinien. Etwa eine pyromanische Anarchistin, Evolet, die im Zwiespalt von Sprengstoff und Pazifismus gefangen ist; militante Revoluzzer und visionäre Untergrundkollektive, die sich in alten ideologischen Konflikten verheddern; ein junger Schelm, Arman, dessen Wut auf die Obrigkeiten in subversiven Aktionismus mündet; sein Kumpel Naim, ein hochintelligenter Irrlichternder, der um einen tragisch verstorbenen Freund trauert, einen Entzug durchmacht und die Härte der Psychiatriegötter zu spüren bekommt; Schmalspurganoven und genialische Hacker, die an ihren eigenen Werken basteln; eine einsame Mutter, Louise, die sich von ihrer Geschichte befreit und in gemeinnütziger Arbeit aufgeht; friedfertige Schrebergärtner und kriminelle Barbesitzer, die ihre kleinen Welten vor der Zerstörung schützen wollen; eine Nymphe, Valeska, die sich von ihren Freunden Arman und Naim distanziert und sich in konsumistischem Hedonismus und Schönheit verliert; der Sozialarbeiter Jacob, der sich die Sorgenberge randständiger Menschen anhört; und schließlich ein abgehalfterter Inspektor, Kujan, der (mordende) Geister jagt.
Dieser episch-experimentelle Roman erzählt in ausfransenden Fragmenten und Episoden von einer Handvoll Menschen, die ihrer ‘Freiheit’ beraubt und vor existenzielle Fragen gestellt werden. Ihre Geschichten handeln von Perspektivlosigkeit und Sinnsuche, Exzess und Degeneration, Zerstörung und Kreativität, Agonie und Fantasie – und vom Widerstand, der Risse ins Gewebe einer perfiden Realität ritzt.
Cover:
Das Cover einfach und doch stark. Es spielt allein mit der Schrift und der Größe einzelner Wörter. Interessant gemacht und wenn auch einfach, so schaut man dennoch hin.
Meinung:
Vielschichtig, nachdenklich und facettenreich beeindruckt dieses Werk, durch verschiedene Perspektiven und Gedankengänge. Anfangs etwas irritierend kommt man nach und nach mehr in die Handlungen und Episoden hinein. Zwar werden kleine Absätze und Abschnitte gemacht, aber für mich waren diese nicht immer sehr deutlich. Es gibt keine kurzen Kapitel, wie ich es von vielen Büchern gewohnt sind, sondern kleine Symbole am Ende eines Abschnittes und vieles geht in sich über oder wird dann anders beleuchtet. Das macht es einerseits spannend und interessant und andrerseits etwas wirr.
Inhaltlich möchte ich hier nicht allzu viel verraten, wer es tiefgründiger und anspruchsvoller mag, ist hier genau richtig. Kein seichter leichter Roman für Nebenbei, sondern schon etwas zum Nachdenken und Hinterfragen.
Der Schreibstil ist gut, wortgewandt, angenehm und durchaus auch etwas anspruchsvoller. Kleine Fußnoten gehen teils noch etwas mehr ins Detail oder vertiefen es.
Strukturell war es anfangs nichts meins, konnte mich aber mehr und mehr abholen. Die Episoden sind vielschichtig und facettenreich und man kann einiges für sich entdecken. Themen wie Sinnsuche, Selbstfindung, Kreativität und Fantasie spielen hier sehr viel mit rein und so kann man für sich einiges rausziehen und kommt durchaus ins Grübeln. Eine Geschichte, die lebendig ist und bewegt vor allem auf psychische Art und Weise. Auch die Kreativität und Fantasie kommt nicht zu kurz, aber auch Soziales und Tiefgründiges spielen mit rein.
Verschiedene Eindrücke die hier auf den Leser einströmen und es dadurch interessant machen. Ich fand diese Vielfalt und Vielschichtigkeit sehr spannend. Zwar musste ich mich zeitweise auch stark konzentrieren, aber alles in allem fand ich es sehr interessant.
Fazit:
Vielschichtig, ergreifend und kreativ, kein leichter Roman, aber umfassend.
Rezensionen von S.:
Spannender Thriller
Der Mentor von Svenja Diel
Fallanalytikerin Nora Winter und der Heidelberger Kommissar Jakob Krohn müssen bei der Aufklärung einer brutalen Mordserie zusammenarbeiten. Beides sind Alpha-Tiere und haben sehr unterschiedliche Vorstellungen über die Vorgehensweise. Svenja Diehl hat erreicht, dass Nora sehr schnell sehr unsympathisch wirkt.
Erste Spuren ergeben Unglaubliches.
Die Ermittler geben ihr Bestes und gehen vielen Ansätzen nach. Trotz persönlicher Schwierigkeiten arbeiten sie zielstrebig und engagiert. Auch externe Hilfe wird herangezogen. Geheimnisvolles wird enthüllt. Soll wirklich eine bizarre Loge wiederbelebt werden? Die Motivation bleibt ein wenig nebulös.
All das ist packend erzählt, besonders prickelnd sind die Einblendungen Beteiligter.
Geschickt wird der Spannungsbogen gehalten, zieht sich durch den ganzen Thriller.
4 Sterne!
Rezensionen von I.weilharter@ais-jugend.at:
Was Frauen bewirken können...
Die Formel der Hoffnung von Lynn Cullen
Der Roman lässt uns auf eindrucksvolle Weise eintauchen in die Welt des Kampfes um einen Impfstoff, der die Poliopandemie in der Mitte des letzten Jahrhunderts zum Eindämmen bringen sollte.
Die fiktionale, auf dokumentarischen Material basierende Story handelt von Dominanz und Machtstreben, von Intrigen und Konkurrenzdruck, welche aufgrund der patriaralisch geprägten Gesellschaft ausschließlich über die männliche Seite repräsentiert war und auch davon, wie wenig Anerkennung Frauen in der medizinischen Forschung erfahren durften.
Die Darstellung der Figur der Dorothy Horstmann lässt uns erahnen, wie schwierig damals der Zugang für Frauen in die männlich dominierte Welt der Medizin war, als in der Gesellschaft die weibliche Rolle mit Reproduktion und Haushaltsführung verbunden wurde und darüber hinaus Frauen wenig bis nichts mitzureden hatten.
Durch Dr. Horstmanns sozial motivierte Leidenschaft und Besessenheit, an der Entwicklung eines lebensrettenden Impfstoffs gegen Poliomyelitis mitzuwirken, gelang ihr nicht nur die erfolgreiche Teilhabe zum Sieg über das Virus, sie leistete durch ihr Wirken und ihre Popularität auch einen emanzipatorischen Beitrag zur Akzeptanz von Frauen in wissenschaftlichen Berufen.
Historisch interessant, spektakulär und packend geschrieben, kann dieser Roman durchaus weiter empfohlen werden.
Rezensionen von PMelittaM:
Ein gelungener Abschlussband
Market of Monsters von Rebecca Schaeffer
Kovits „Ziehvater“ Henry hatte noch vor seinem Tod Videos von Kovit in verfänglichen Situationen an die INHUB, die internationale Polizei für nicht menschliche Wesen, weitergegeben, wodurch Kovit auf der Liste der gefährlichen Unnatürlichen gelandet ist. Das bedeutet nichts anderes, als dass er nun vogelfrei ist, und jeder ihn töten darf.
Kovit und Nita versuchen dennoch ihre (Rache)Pläne durchzuziehen, und reisen mit Fabricio nach Buenos Aires.
Der Abschlussband der Trilogie zieht noch einmal alle Gewaltregister. Die Triggerwarnung, die sich aus Spoilergründen am Ende des Buches befindet, aber direkt zu Beginn erwähnt wird, gibt es nicht umsonst. Alleine dadurch ist die gesamte Trilogie nicht für jeden etwas, auch, weil sowohl Kovit als auch Nita teils heftige Gewalt ausüben. Das hat natürlich seine Hintergründe, aber dennoch fällt es auch schwer, den beiden Sympathien entgegenzubringen. Dennoch kommt es auch immer wieder vor, dass man mit ihnen bangt und hofft. So wollte ich auf keinen Fall, dass Jagd auf Kovit gemacht oder er gar getötet wurde, und war auf Nitas Seite, wenn es um ihre Beziehung zu ihrer Mutter ging, die hier sogar noch auf ein neues Level gehoben wird.
Von Anfang an ist die Trilogie vor allem eines: Sehr spannend. Auch hier ist das wieder der Fall, auch wenn man durchaus froh ist, dass es nun zu einem Abschluss kommt. Und einen Abschluss gibt es, einen, mit dem ich zufrieden bin.
Der dritte Band dieser spannenden, aber auch sehr blutigen Trilogie schafft einen gelungenen Abschluss. Man sollte ihn aber nicht lesen ohne die Vorgängerbände zu kennen.
Rezensionen von Claudia R:
Freundschaft
Heldenhörnchen und Drachenfreund von Annika Scheffel
Klappentext / Inhalt:
Eine Geschichte über zwei ungleiche beste Freunde, die nichts auf der Welt trennen kann.
Was könnte besser sein, als ein Held zu sein? Gar nichts! Nur: Wie wird man eigentlich ein Held? Das weiß das Eichhörnchen nicht so recht. Die anderen Tiere auf der Waldlichtung sagen sogar, dass das Eichhörnchen so einiges nicht weiß.
Aber das macht nichts. Oder? Doch dann hat das Eichhörnchen die Chance, sich zu beweisen. In einer dunklen Höhle ist ein waschechter Drache aufgewacht. Die verängstigten Waldbewohner sind sich einig: Der Drache muss weg! Weit weg. Bis ans Ende der Welt weit weg. Und das Eichhörnchen soll ihn dort hinführen. Eine abenteuerliche Reise beginnt, auf der das Eichhörnchen lernt, dass es tatsächlich doch etwas Besseres gibt, als ein Held zu sein …
Cover:
Das Cover ist wunderschön gezeichnet und gestaltet. Es gibt eine Vertrautheit zwischen dem Eichhörnchen und dem Drachen wieder, welche sehr stark und innig wirkt. Optisch und farblich ist das Cover sehr schön umgesetzt.
Meinung:
Eine sehr niedliche und liebevolle Geschichte über Freundschaft und Selbstvertrauen. Das kleine Eichhörnchen möchte gern ein Held sein, um endlich auch von den andren wirklich wahrgenommen zu werden. Da entdeckt es einen Drachen in einer Höhle, aber Eule entscheidet, dass der Drache weg muss und somit begibt sich Bo, das Eichhörnchen mit dem Drachen auf spannende Abenteuer.
Doch zu viel möchte ich hier noch nicht verraten, um nicht zu Spoilern und halte mich daher mit weiteren Details dazu bedeckt.
Der Schreibstil ist angenehm und gut lesbar. Man kann der Geschichte gut folgen, auch wenn einige Metaphern für die Jüngsten vielleicht noch etwas schwierig sind, aber im Großen und Ganzen für Kinder ab 6 Jahren gut verständlich. Die Schriftgröße ist gut gewählt und auch die Kapitellänge angenehm. Man kommt schnell in die Charaktere und Handlungen hinein. Besonders die Entwicklungen der Charaktere haben mir gut gefallen. Eine sehr niedliche Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt und Selbstvertrauen.
Die Gestaltung der Kapitel und Seiten ist sehr schön und niedlich umgesetzt. Die Kapitelanfänge sind deutlich erkennbar. Die vielen bunten Illustrationen sind sehr passend zur Geschichte gewählt und setzen diese gut um. Auch die farbliche Gestaltung und der Zeichenstil spricht an. Liebevolle Zeichnungen, die das Gelesene gut umsetzten, mir hat dies sehr gut gefallen.
Manche kleinere Längen könnten vermieden werden, daher wird ein wenig an Spannung heraus genommen und auch anfangs braucht es ein wenig um in Fahrt zu kommen.
Alles in allem aber eine niedliche und liebevoll gestaltete Geschichte.
Fazit:
Eine sehr niedliche und liebevolle Geschichte über Freundschaft und Selbstvertrauen.
Rezensionen von Ele:
Wie es früher war
Die Welt war voller Fragen von Herbert Dutzler
Die Welt war voller Fragen, Roman von Herbert Dutzler, EBook erschienen im Haymon Verlag.
Siegfried ist ein aufgeweckter Junge, interessiert sich für die Wissenschaft ist gut in Deutsch und liest gerne. Vieles was in den 60er Jahren nicht für Kinderohren und Kinderaugen geeignet schien, entgeht seinem wachen Verstand nicht, er beobachtet die Erwachsenen seiner Umgebung ganz genau, und so fragt er danach – ohne Argwohn und böse Gedanken einfach nur weil er es wissen will, und so kommt der Junge in Schwierigkeiten, nicht nur in der Schule.
Eine Zeitreise in die 60er Jahre, nach Österreich.
Das Buch besteht aus 15 Kapitel die Kapitelüberschriften weisen auf den Inhalt hin.
Beim Ausräumen seines Elternhauses trifft der erwachsene Siegfried auf Stücke seiner Kindheit, darauf blickt er in Erinnerungen zurück. Die Rückerinnerungen sind aus der Sicht des Protagonisten in der Ich-Form geschrieben, deshalb ist es dem Leser möglich ganz nah auch an den Gedanken des jungen Siggis „dran“ zu sein. Sehr bildhaft erzählt, ich konnte mich z.B, in sein Elternhaus prima hineinversetzen, ganz besonders ansprechend auch das Zeitkolorit, viele Dinge z.B. das Anheizen des Badezimmerofens zum samstäglichen Bad, über diverse Sendungen im Fernsehen, bis hin zu den ersten Ausfahrten mit Papas erstem Wagen, zeigen mir ganz deutlich, dass Siggi nur ein paar Jahre älter als ich sein kann. Eine Kindheit, ohne Sicherheitsbindung an den Skiern und ohne Computerspiele, mit einem Buch zu Weihnachten, welches am 2. Feiertag schon ausgelesen war. Es ein Rückblick voller Nostalgie, Emotionen und Gemütlichkeit. Ich hab mich bei der Lektüre so wohl gefühlt und in die gute alte Zeit versetzt, sogar meine Oma hat so ähnliche Gerichte gekocht, natürlich auf ihrem Holzofen. Auch an die Szenen der Übertragung der Mondlandung kann ich mich noch gut erinnern, nur ist bei uns die gesamte Familie vor dem Fernseher gesessen, drei Generationen, aber keiner hat diese wichtigen Schritte verschlafen.
Mir haben aber auch die Szenen gefallen, die die Anfänge der moderne Zeit beschreiben, die Mutter will auch ohne die Zustimmung des Vaters arbeiten, die ersten langen Haare bei Männern, Miniröcke und die Beatles. Sehr gut nachvollziehbar und real beschrieben. Immer wieder habe ich vor Situationskomik geschmunzelt, oder vor mich hin gelächelt. Der Siegfried ist einfach zum Liebhaben. Deshalb ist er auch meine Lieblingsfigur im Buch. Alle Figuren sind hervorragend charakterisiert und richtig „echt“.
Erst nach der Lektüre habe ich erfahren, dass es auch ein weiteres Buch über die Familie Niedermayr gibt. „Die Welt war eine Murmel“, das will ich unbedingt auch lesen.
Wer in den 60ern geboren und aufgewachsen ist, wird an diesem Buch Freude haben, die anderen können darin entdecken wie es damals war. Von mir 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Rezensionen von Streiflicht:
Erschreckend real
Die Villa von Leon Sachs
Ich hatte nur einmal kurz die Inhaltsangabe von diesem Buch gelesen, da war mir klar, dass ich es komplett lesen muss. Leider kannte ich das Vorgängerbuch "Der Zirkel" nicht, aber ich war so neugierig, dass mir das erstmal egal war. Und ich denke, man kann dieses Buch auch sehr gut lesen, ohne das erste Buch aus der Reihe um Johanna Böhm und Rasmus Falk zu lesen.
Ich bin immer noch begeistert und habe mir inzwischen auch schon Der Zirkel besorgt, weil ich auch dieses Buch unbedingt noch lesen möchte. Ich hoffe, dass Teil 3 dann bald herauskommt und ich weiterlesen kann - ich bin doch zu neugierig, wie es mit diesen wirklich spannenden Figuren weitergeht. Ich mag Protagonisten mit Ecken und Kanten und hier bin ich mehr als fündig geworden. Sie sind alle detailreich und interessant beschrieben und ergänzen sich in ihrer Verschiedenheit ganz wunderbar. Auch der Fall als solcher ist wirklich packend, aber die Figuren waren für mich das, was das Buch so mega macht.
Der Fall in diesem Thriller ist ebenfalls toll und wirklich interessant. Man kann sich leider sehr gut vorstellen, dass vieles davon wirklich real passiert und gerade das macht das Buch noch mehr zu einem Pageturner. Man fiebert regelrecht mit und hofft so sehr auf ein gutes Ende. Wird es das geben? Selbst lesen, ihr werdet es nicht bereuen!











