Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Danislesestube:
Schatten der Magie
Schatten der Magie von Catherine Snow
Und wieder fällt es mir schwer irgendwo anzufangen, deshalb werde ich diesmal ganz klassisch am Anfang beginnen und mich langsam mit zum bitteren Ende durchhangeln.
Wir lernen als Erstes Conrad Locksmith kennen. Ein Erfinder, der mittels seiner Gerätschaften Magische fängt, um sie anschließend zu foltern.
Was danach folgt, entscheidet er nach Lust und Laune. Diesem Gesellen begegnet man lieber nicht im Dunkeln. Anhand der ersten Szenen konnte ich mir ein gutes Bild über diesen Charakter machen. Glücklicherweise kann er nicht nur mit seiner Grausamkeit punkten. Weitere Charakterzüge und kommende Ereignisse runden das Gesamtbild gut ab.
Nach dem eindrucksvollen Einstieg lernen wir die Mitglieder der Gruppe kennen, die im Auftrag der Regentin auf der Suche nach einer friedlichen Lösung zwischen den Menschen und den Magischen sind. Bane, Cassandra, Sosanna, Leo und Dakota begeben sich auf eine spannende Reise voller Abenteuer, grausamer Menschen, mit einem Hauch Liebe und Verrat. Die Handlung wird zwar meistens aus der Sicht von Dakota erzählt, immerhin ist er aufgrund seines Gedächtnisverlustes ein guter Kandidat für einen Protagonisten, dennoch bekommen seine Mitstreiter immer wieder eine Absätze und Kapitel spendiert, in denen diese glänzen dürfen. Das Schöne ist, dass nicht nur unser quasi Hauptcharakter eine spannende Vergangenheit zu haben scheint. Auch die anderen können mit einigen spannenden Details punkten.
Das ist auch unser nächstes Stichwort. Cat hat es auch diesmal geschafft eine Handlung zu schreiben, die nur so vor Details und Einfallsreichtum strotzt. Hier möchte ich positiv anmerken, dass sich ihr Schreibstil seit Akademie im Niemals merkbar verbessert hat. Es wirkt alles etwas runder und durchdachter. Außerdem hat sie darauf verzichtet zu sehr dem Zeitgeist zu entsprechen. Soll heißen es wurde nicht auf Zwang ein queerer Charakter, eine tragische Vergangenheit oder ähnliches eingebaut, um mit der Masse mitschwimmen zu können. Dadurch liest sich das Gesamtwerk schön rund und man wird nie aus dem Lesefluss gerissen.
Anders als sonst hat die Autorin hier darauf verzichtet, sich zu sehr mit Erklärungen zu den von ihr erschaffenen Wesen aufzuhalten. Hier hat sie ihren Fokus ganz klar auf eine spannende Handlung gelegt. Somit werden die Leser nicht mit Wissen erschlagen, welches sie nur wenige Male brauchen. Es wurde auch nicht viel Neues erfunden. Viel mehr hat sich Catherine an bereits bestehenden Dingen orientiert und nach ihrem Geschmack verändert. Das meine ich durchaus positiv. Vor allem ist es ihr gelungen, mein liebstes Wesen perfekt in Szene zu setzen: Gestaltwandler. Dakota ist ab sofort mein Lieblingscharakter.
Zudem wurde, nach meinem Empfinden, viel Wert darauf gelegt, nicht zu viel über das arkane Portal zu verraten. Gleiches gilt für die Auftraggeberin der Gruppe. Wer ist die Regentin? Kann die Tante auch etwas anderes als seltsam zu grinsen? Ihre Leibwächter sind ebenso geheimnisvoll wie sie. Erst gegen Ende wird klar welche Rolle erstere spielt.
Ein weiteres Stichwort. Letzteres ist nicht vorhersehbar. Auch wenn man glaubt zu wissen, was am Ende passiert, wird man komplett daneben liegen. Die Wendung kann man fast nicht kommen sehen.
Wie sieht es mit Kritik aus? Das Buch wird ja wohl nicht schon wieder ein Volltreffer gewesen sein. Oder?
Auch wenn ich mir vorgenommen habe etwas kritischer zu sein und mehr auf Details zu achten, fällt es mir schwer hier irgendetwas zu finden, was mich gestört hat. Ich versuche es trotzdem.
Als Erstes würde mir da Cassandra einfallen. Ein Kind auf gefährliche Missionen mitzunehmen, welche nicht einmal kämpfen kann, ist es etwas komisch. Warum folgt der Schneeleopard ihr überallhin, anstatt sie in einem Happs zu verschlingen? Warum hat das „Einhorn“ eine menschliche Gestalt? Ist die tierische Form nicht praktischer? Sie sieht ohnehin nicht wie ein Mensch aus. An der Tarnung kann es nicht liegen. Warum wurde ausgerechnet Dakota Teil der Gruppe? Ist er nicht ein Sicherheitsrisiko, wenn er sich an nichts aus seiner Vergangenheit erinnern kann? Er könnte auch ein Feind sein.
Ich könnte ewig so weiter machen. Es würde nichts an einem Fazit ändern. Erstens, weil das reine Erbsenzählerei ist und weil die positiven Seiten dafür zu sehr überwiegen.
Auf der besagten Seite haben wir spannende Charaktere, eine mitreißende Handlung, eine detaillierte Umgebung, eine kleine Liebesgeschichte, einen flüssigen und schönen Schreibstil und ein Ende, welches es in sich hat.
Cat ist auch hier wieder ein gutes Buch gelungen. ????
Rezensionen von Marie aus E.:
Wie nach Hause kommen
Der Cocktailmörderclub von Colleen Cambridge
Ich habe mich so gefreut, als Band zwei der Reihe um die taffe Haushälterin von Agatha Christie erschien.
Und es war dann tatsächlich schon wie nach Hause kommen gleich beim Lesen der ersten Kapitel.
Phyllida ist wie gewohnt voll in ihrem Element und die Atmosphäre im Buch erinnert total an die Agatha Christie Romane.
Reiche, versnobte Oberschicht trifft sich zu gediegenen Anlässen und gönnt sich das eine und andere Gläschen Champagner oder andere Drinks. Bis dann ein Mord geschieht .
Klassisch gibt es dann aber natürlich auch noch die Bediensteten, das ist der Chauffeur Bradford, die Hausmädchen und die schimpfende Köchin. Neben der Hausdame als Hauptperson natürlich. Agatha Christie ist hier nur eine sehr untergeordnete Randfigur.
Die Hauptfiguren sind alle bereits aus dem ersten Band bekannt und auch wenn der Kriminalfall in sich abgeschlossen ist, empfehle ich dringend, die Reihenfolge einzuhalten. Das persönliche Drumherum hatte im ersten Band mehr Raum und ist für mich ein großer Bestandteil des Vergnügens.
Ein klein wenig langatmig fand ich es zwischendrin diesmal schon, Band zwei erreichte für mich nicht ganz die Spitzenklasse des Vorgängers. Aber das ist jammern auf hohem Niveau. Insgesamt war es wieder sehr vergnüglich und ein richtiger Lesegenuss und wieder ein fünf Sterne Buch.
Wer Agatha Christie, Cosy Crime, klassische Whodunit-Architektur und liebenswerte und ein wenig schräge Charaktere mag, die auch ein Beziehungsgeflecht mitbringen, der sollte hier zuschlagen.
Rezensionen von Anno:
Indische Gerichte mit Rind?
Easy Indien von Alex Wahi
Ich liebe indisches Essen, nur fehlt mir für dessen Zubereitung oft die Zeit. Klar, dass mich da dieses Buch sofort ansprach. Und tatsächlich enthält es einfache Gerichte querbeet durch die Indische Küche. Doch interessanterweise enthält es neben Anleitungen zum Mischen indischer Gewürze, Rezepte für Streetfood, Beilagen, Drinks und Sweets, vegetarischen und veganen Speisen auch im Kapitel Fleisch und Fisch sogar welche mit Rind.
Was mich ja vermuten lässt dass die enthaltenen Rezeptideen dann doch für den europäischen Gaumen abgewandelt wurden und diese nicht den ursprünglichen Gerichten entsprechen. Zumal der Autor und Fernsehkoch Alex Wahi in Deutschland tätig ist und hier auch die erste und einzige indische Kochschule Deutschlands betreibt.
Dadurch und auch da der, in der Buchbeschreibung angepriesene Mango-Lassi im Buch nicht zu finden ist, den ich sehr gerne mal nach einem Originalrezept zubereitet hätte, gibt es von mir in der Bewertung leider einen Stern Abzug.
Rezensionen von Lesendundspielenddurchsleben :
nicht zum Fürchten
Was wollen die Gespenster? von Frau Mintipaz
Die meisten Gespensterbücher, die ich kenne, sind für etwas ältere Kinder. Dieses Buch richtet sich hingegen an jüngeres Publikum, ich würde sagen an Kindergartenkinder. Mein Sohn mit 4 hat das Buch mit mir gelesen und konnte ihm gut folgen. Der Text ist kurz und prägnant. Die gereimten Texte machen es auch jüngeren Kindern leicht, dem Text zu folgen.
Die Bilder sind harmlos gezeichnet und es gab keinen einzigen Moment, wo man sich vor den drei Gespenstern gruseln müsste. Auch gab es grad anfangs ein paar interaktive Elemente, man sollte anklopfen und konnte auch alle Schlossbewohner zählen usw.
Für etwas ältere Kinder gab es auch auf der letzten Doppelseite einige Informationen, die das Leben damals beschreiben und dem Leben heute gegenüberstellen. Dabei sind interessante Fakten eingebaut. Meine Kinder waren etwa erstaunt, dass Prinzen damals rosa trugen.
Insgesamt ein sehr gelungenes Herbstbuch für jüngere Kinder.
Rezensionen von Anno:
Einen Tag extra
Der Achte Tag von Dianne K. Salerni
Stell dir vor du wachst auf und plötzlich ist alles anders. Der Himmel erscheint seltsam rosa, elektrische Geräte funktionieren nicht mehr und von den Menschen fehlt jede Spur. Und du fragst dich: ist dies der Weltuntergang? Wurden schon alle evakuiert und wurdest du vergessen? Was würdest du tun?
Und dann tags darauf ist unerklärlicherweise alles wie es immer war.
Der gestrige Tag scheint nicht existiert zu haben. War alles nur ein sehr realer Traum? Nein, denn du hast den achten Tag erlebt.
Aber dieser Tag ist nicht nur ein Tag, der der dir zusätzliche Zeit verschafft, nein, er birgt auch mystische Geheimnisse.
Was für ein Abenteuer! Auch wenn ich nicht mehr zur Zielgruppe der Jugendlichen gehöre, hat mich dieses Buch gepackt. Ein Weglegen war kaum möglich und las ich nicht spann mein Hirn die Geschichte weiter und ich fragte mich, wie es wohl wäre.
Ja, dieses Buch bietet tolle Unterhaltung und besitzt einem mystischen Teil, der mir sehr gut gefiel und der sich perfekt durchdacht in unsere Zeit einfügt. Auch jetzt nach Beendigung des Buches bin ich noch ganz gegangen von der Amalie des achten Tages. Ich würde ihn ja zu gern mal selbst erleben.
Unbedingt lesen!
Rezensionen von LeserinLu :
Facetten von Ehrgeiz
Ehrgeiz von Andrea Stift-Laube
Andrea Stift-Taubes Sachbuch "Ehrgeiz" fesselt von Anfang an mit einer locker-flockigen Einführung, die geschickt durch Anekdoten und Reflexionen über den Ehrgeiz einleitet. Während ich mir eine detailliertere Definition gewünscht hätte, war es gerade diese Offenheit, die mich dazu brachte, über die Verbindung zwischen Selbstoptimierung und Ehrgeiz nachzudenken.
Der zweite Teil des Buches beeindruckt durch tiefergehende Betrachtungen, insbesondere in Bezug auf Ehrgeiz, Altruismus und Paternalismus. Die Autorin schafft es, diese komplexen Themen miteinander zu verknüpfen und regte mich an, meine eigene berufliche Motivation zu reflektieren. Die Auseinandersetzung mit destruktivem und konstruktivem Ehrgeiz anhand von verschiedenen Anekdoten war differenziert, obwohl der Übergang zwischen beiden Aspekten vielleicht bewusst fließend gestaltet wurde.
Der Vergleich mit dem Tierreich führte zu interessanten Überlegungen, auch wenn er für mich nicht in allen Facetten vollständig durchdacht schien. Dennoch regte er dazu an, Parallelen zu meinem eigenen Verhalten zu ziehen. Das versöhnliche Ende des Essays rundet das Buch ab, auch wenn eine klarere Abgrenzung zwischen Selbstoptimierung und Ehrgeiz hier wünschenswert gewesen wäre. Insgesamt bietet "Ehrgeiz" eine vielschichtige und anregende Betrachtung dieses faszinierenden Themas. Richtig gut wurde es für mich immer dann, wenn die Autorin noch weitere Literatur einbezog.
Rezensionen von Anno:
Good Inside
Good Inside - Das Gute sehen von Becky Kennedy
Good inside. Wirklich? Als Anhängerin der gewaltfreien Kommunikation und bedürfnisorientierter Erziehung auf Augenhöhe stehe ich dem Stil des Buches eher skeptisch gegenüber. Zwar wird darauf hingewiesen, dass das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern von emotionaler Verbundenheit geprägt sein und die Gefühle von Kindern ernst genommen werden sollten, doch ist in den Beispielen und Ratschlägen dennoch ein klares Machtgefälle hin zum Kind spürbar.
Und auch im Ton der Autorin gegenüber dem Leser ist dies zu spüren. Zwar merkt sie mehrfach an, dass auch Fehlverhalten menschlich ist und jederzeit eine Aufarbeitung möglich sei, doch nimmt sie dabei auch klar die Stellung der Fachfrau und Wissenschaftlerin ein und grenzt sich selbst vom Leser ab. Was zur Folge hatte, dass ich mich eher bevormundet gefühlt habe als gesehen und verstanden. Und ich frage mich wieviel Wert ich Tipps einer Autorin beimessen möchte, die selbst auf andere Erwachsene herunter sieht und teils sogar auf übergriffigen Art ihre Methode zu übermitteln versucht.
Mögen die wissenschaftlichen Grundlagen im Buch auch ihre Gültigkeit besitzen war es dadurch jedoch schwer die Ratschläge der Autorin anzunehmen. Auf detailliert umschriebenen Beispiele aus ihrem Berufsalltag folgten mögliche Reaktionen, sowie der von Dr. Becky Kennedy empfohlenen Methode und deren Erläuterung. Wobei man in Art und Ton hier deutlich den wissenschaftlichen Ansatz heraushört und wenig Empathie verspürt. Zudem behandelt es Themen und Situation, die wohl eher auf Erstlingseltern mit wenig Erfahrung abzielt.
Manche der typischen Konflikte mit Kindern wurden dafür im Buch zur Veranschaulichung auch in für Erwachsene vertraute und verständliche Bilder erklärt. Mir selbst aber haben diese Tipps und Ratschläge wenig geholfen und auch bahnbrechende Entdeckungen im Bereich Erziehung konnte ich im Buch nicht finden. Für Eltern, die sich eine Beziehung zum Kind wünschen und lernen möchten es anzunehmen und zu sehen mag es für den Einstieg ganz nützlich sein. Wer sich jedoch ernsthaft für eine bedürfnis- und bindungsorientierte Erziehung interessiert wird in diesem Buch nicht glücklich werden.
Rezensionen von Petra Sch.:
eine Kleinstadt sucht einen Kater
Wo ist Valentin? von Kai Hensel
Die Lehrerin Katja Fontane lebt mit ihrem Herzenskater Valentin in Aschersburg. Sie und Valentin haben wirklich eine sehr enge Beziehung.
Als Katzenmama fand ich natürlich ganz schlimm, dass Valentin verschwunden ist. Und niemand ihn gesehen hat.
Gleich zu Beginn kommt man sofort gut in dem Ort an, ich mochte die typischen Kleinstadt-Probleme.
Jeder hat irgendwas, an dem er zu kiefeln hat.
Der ruhige Schreibstil, die melancholische Grundstimmung und der langsame Spannungsaufbau lassen den Leser die Geschichte lebendiger erleben.
Mir gefiel, dass man abwechselnd aus Sicht von Katja und der Schülerin Ricky liest. Beide sind auf ihre Art starke Persönlichkeiten, haben aber auch ihre weiche Seiten.
Doch welche Geheimnisse hat Katja? Warum lügt sie über Valentin? Und was hat Rickys Freund Friedrich herausgefunden? Man macht sich beim Lesen unendlich viele Gedanken und bekommt immer nur kleine Häppchen serviert.
Auch die Zeichnung der anderen Charaktere mit Ecken und Kanten und des Kleinstadtlebens, auch die Atmosphäre im Gymnasium, war lebendig und authentisch. Anhand der Lehrer, aber auch der Schüler und Einwohner wurde ein breites Gesellschaftsspektrum gezeichnet, mit feinen gesellschaftskritischen Zwischentönen, die zum Nachdenken anregen.
Mit der Zeit verkommt Katja leider irgendwie zur Nebenfigur, während sich die Story zu einem Krimi aufbaut. Zu Beginn verwickelte Fäden lösen sich, Figuren ändern sich, der Showdown war leider etwas überzogen; aber insgesamt konnte das Buch überzeugen.
Für meinen Geschmack hätte die Geschichte nur etwas mehr von Valentin vertragen können.
Fazit:
Ein unterhaltsamer Roman mit einer melancholischen Grundstimmung und indirekter Gesellschaftskritik, dessen Spannung sich langsam aufbaut und zu einem Krimi wird - jedoch mit etwas zu wenig von Valentin.
Rezensionen von LeserinLu :
Einführung in weiße Fragilität
Weiße Tränen von Kathrin Schrocke
"Weiße Tränen" von Kathrin Schrocke ist ein fesselndes Jugendbuch, das die Geschichte von Lenni und Serkan erzählt, die beste Freunde sind, bis der neue Mitschüler Benjamin auftaucht. Benjamin ist der einzige Schwarze Schüler am Gymnasium und stellt bald nicht nur die Theater-AG auf die Probe, sondern kritisiert auch einen beliebten Lehrer und prangert Rassismus offen an.
Lenni muss sich bald entscheiden, ob er im Happyland bleibt und seinen besten Freund verliert oder, ob er das Happyland verlässt und anfängt, seine Privilegien zu hinterfragen. Um Jugendlichen deutlich zu machen, wie verbreitet Alltagsrassismus ist und wie unerträglich das Nichtstun und die Ignoranz vieler Weißer ist, ist der Roman deshalb sehr gut geeignet. Ich kann ihn dazu auf jeden Fall sehr empfehlen!
Einen Stern Abzug gibt es, weil mir teilweise der Schreibstil und die Beschreibung einiger Charaktere nicht gefallen haben. Die Erzählerin bemüht sich um einen authentischen jugendlichen Sprachstil, wobei das nicht immer gelingt. Richtig gut wird der Roman immer dann, wenn sich die Autorin ans Prinzip „Show, don‘t tell“ hält und die Charaktere komplex gezeichnet werden, neue Seiten an ihnen sichtbar werden oder, wenn es überraschende Wendungen gibt. Auch dies gelingt nicht immer, aber gerade in der zweiten Hälfte des Romans immer konsequenter. Ich hätte mir insgesamt mehr Mut zu Intersektionalität gewünscht, die Kategorien Klasse und soziales Geschlecht kommen nur am Rande vor bzw. werden teilweise ausgeblendet, auch wenn die Geschichte eigentlich Chancen dafür geboten hätte - teilweise kommen die Charaktere, an denen dies hätte gezeigt werden können, aber nur kurz oder nur einmal vor. Ich freue mich also auf eine Fortsetzung der Geschichte, da ich davon überzeugt bin, dass die Autorin hier noch nicht alles auserzählt hat :)
Rezensionen von Tara:
Ein spannender Adventskalender zum Rätsen und Knobeln
Codename: Nussknacker. Ein Escape Room Adventskalender von Eva Eich
"Codename: Nussknacker" ist ein Gamebuch-Adventskalender für Kinder ab neun Jahren von der Autorin Eva Eich.
Weihnachten steht vor der Tür und die Geschwister Flynn und Leonie - genannt Erbse – müssen zu ihrer wenig weihnachtsliebenden Tante Lydia, da ihre Mutter im Krankenhaus ist. Von weihnachtlicher Stimmung ist in ihrem Häuschen nichts zu spüren, stattdessen scheint sie etwas zu verbergen.
Eine mysteriöse Nachricht schickt die Geschwister in ein gefährliches Abenteuer und dieses gilt es für die Leser gemeinsam mit Flynn und Erbse bestehen.
Für uns war dies nicht der erste Gamebuch Adventskalender und wir waren gespannt, welche Herausforderungen in diesem Jahr auf uns warten würden.
Um sich gemeinsam mit Flynn und Erbse an die bevorstehenden Herausforderung heranzuwagen, benötigt man eine Schere, da die einzelnen Seiten aufgetrennt werden müssen.
Die einzelnen Rätsel sind abwechslungsreich und kniffelig, aber nicht unlösbar. Sollte man einmal so gar keine Idee haben, gibt es hin und wieder auch eine kleine Hilfe, die verkehrt herum am unteren Rand der Seite abgedruckt ist. Aber mit ein wenig Zeit und Ruhe, kann man alle Rätsel ohne diese lösen.
Die Rätsel und die Illustrationen passen thematisch gut in Adventszeit. So stimmen die Zeichnungen von der Illustratorin Toni Hamm so richtig schön auf Weihnachten ein und passen auch farblich perfekt in die Vorweihnachtszeit.
Uns haben die 24 Rätsel und die Geschichte um diese wieder großen Spaß gemacht und ich kann diesen etwas anderen Adventskalender nur empfehlen. Er ist ein schönes gemeinsames Adventsritual, mit dem man ein wenig länger beschäftigt ist als mit den herkömmlichen Adventskalendern, bei denen nur ein Türchen zu öffnen ist.











