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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von LeserinLu :

Facetten von Ehrgeiz

Ehrgeiz von Andrea Stift-Laube

Andrea Stift-Taubes Sachbuch "Ehrgeiz" fesselt von Anfang an mit einer locker-flockigen Einführung, die geschickt durch Anekdoten und Reflexionen über den Ehrgeiz einleitet. Während ich mir eine detailliertere Definition gewünscht hätte, war es gerade diese Offenheit, die mich dazu brachte, über die Verbindung zwischen Selbstoptimierung und Ehrgeiz nachzudenken.

Der zweite Teil des Buches beeindruckt durch tiefergehende Betrachtungen, insbesondere in Bezug auf Ehrgeiz, Altruismus und Paternalismus. Die Autorin schafft es, diese komplexen Themen miteinander zu verknüpfen und regte mich an, meine eigene berufliche Motivation zu reflektieren. Die Auseinandersetzung mit destruktivem und konstruktivem Ehrgeiz anhand von verschiedenen Anekdoten war differenziert, obwohl der Übergang zwischen beiden Aspekten vielleicht bewusst fließend gestaltet wurde.

Der Vergleich mit dem Tierreich führte zu interessanten Überlegungen, auch wenn er für mich nicht in allen Facetten vollständig durchdacht schien. Dennoch regte er dazu an, Parallelen zu meinem eigenen Verhalten zu ziehen. Das versöhnliche Ende des Essays rundet das Buch ab, auch wenn eine klarere Abgrenzung zwischen Selbstoptimierung und Ehrgeiz hier wünschenswert gewesen wäre. Insgesamt bietet "Ehrgeiz" eine vielschichtige und anregende Betrachtung dieses faszinierenden Themas. Richtig gut wurde es für mich immer dann, wenn die Autorin noch weitere Literatur einbezog.

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Rezensionen von Anno:

Good Inside

Good Inside - Das Gute sehen von Becky Kennedy

Good inside. Wirklich? Als Anhängerin der gewaltfreien Kommunikation und bedürfnisorientierter Erziehung auf Augenhöhe stehe ich dem Stil des Buches eher skeptisch gegenüber. Zwar wird darauf hingewiesen, dass das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern von emotionaler Verbundenheit geprägt sein und die Gefühle von Kindern ernst genommen werden sollten, doch ist in den Beispielen und Ratschlägen dennoch ein klares Machtgefälle hin zum Kind spürbar.

Und auch im Ton der Autorin gegenüber dem Leser ist dies zu spüren. Zwar merkt sie mehrfach an, dass auch Fehlverhalten menschlich ist und jederzeit eine Aufarbeitung möglich sei, doch nimmt sie dabei auch klar die Stellung der Fachfrau und Wissenschaftlerin ein und grenzt sich selbst vom Leser ab. Was zur Folge hatte, dass ich mich eher bevormundet gefühlt habe als gesehen und verstanden. Und ich frage mich wieviel Wert ich Tipps einer Autorin beimessen möchte, die selbst auf andere Erwachsene herunter sieht und teils sogar auf übergriffigen Art ihre Methode zu übermitteln versucht.

Mögen die wissenschaftlichen Grundlagen im Buch auch ihre Gültigkeit besitzen war es dadurch jedoch schwer die Ratschläge der Autorin anzunehmen. Auf detailliert umschriebenen Beispiele aus ihrem Berufsalltag folgten mögliche Reaktionen, sowie der von Dr. Becky Kennedy empfohlenen Methode und deren Erläuterung. Wobei man in Art und Ton hier deutlich den wissenschaftlichen Ansatz heraushört und wenig Empathie verspürt. Zudem behandelt es Themen und Situation, die wohl eher auf Erstlingseltern mit wenig Erfahrung abzielt.

Manche der typischen Konflikte mit Kindern wurden dafür im Buch zur Veranschaulichung auch in für Erwachsene vertraute und verständliche Bilder erklärt. Mir selbst aber haben diese Tipps und Ratschläge wenig geholfen und auch bahnbrechende Entdeckungen im Bereich Erziehung konnte ich im Buch nicht finden. Für Eltern, die sich eine Beziehung zum Kind wünschen und lernen möchten es anzunehmen und zu sehen mag es für den Einstieg ganz nützlich sein. Wer sich jedoch ernsthaft für eine bedürfnis- und bindungsorientierte Erziehung interessiert wird in diesem Buch nicht glücklich werden.

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Rezensionen von Petra Sch.:

eine Kleinstadt sucht einen Kater

Wo ist Valentin? von Kai Hensel

Die Lehrerin Katja Fontane lebt mit ihrem Herzenskater Valentin in Aschersburg. Sie und Valentin haben wirklich eine sehr enge Beziehung.
Als Katzenmama fand ich natürlich ganz schlimm, dass Valentin verschwunden ist. Und niemand ihn gesehen hat.
Gleich zu Beginn kommt man sofort gut in dem Ort an, ich mochte die typischen Kleinstadt-Probleme.

Jeder hat irgendwas, an dem er zu kiefeln hat.
Der ruhige Schreibstil, die melancholische Grundstimmung und der langsame Spannungsaufbau lassen den Leser die Geschichte lebendiger erleben.

Mir gefiel, dass man abwechselnd aus Sicht von Katja und der Schülerin Ricky liest. Beide sind auf ihre Art starke Persönlichkeiten, haben aber auch ihre weiche Seiten.
Doch welche Geheimnisse hat Katja? Warum lügt sie über Valentin? Und was hat Rickys Freund Friedrich herausgefunden? Man macht sich beim Lesen unendlich viele Gedanken und bekommt immer nur kleine Häppchen serviert.

Auch die Zeichnung der anderen Charaktere mit Ecken und Kanten und des Kleinstadtlebens, auch die Atmosphäre im Gymnasium, war lebendig und authentisch. Anhand der Lehrer, aber auch der Schüler und Einwohner wurde ein breites Gesellschaftsspektrum gezeichnet, mit feinen gesellschaftskritischen Zwischentönen, die zum Nachdenken anregen.
Mit der Zeit verkommt Katja leider irgendwie zur Nebenfigur, während sich die Story zu einem Krimi aufbaut. Zu Beginn verwickelte Fäden lösen sich, Figuren ändern sich, der Showdown war leider etwas überzogen; aber insgesamt konnte das Buch überzeugen.
Für meinen Geschmack hätte die Geschichte nur etwas mehr von Valentin vertragen können.


Fazit:
Ein unterhaltsamer Roman mit einer melancholischen Grundstimmung und indirekter Gesellschaftskritik, dessen Spannung sich langsam aufbaut und zu einem Krimi wird - jedoch mit etwas zu wenig von Valentin.

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Rezensionen von LeserinLu :

Einführung in weiße Fragilität

Weiße Tränen von Kathrin Schrocke

"Weiße Tränen" von Kathrin Schrocke ist ein fesselndes Jugendbuch, das die Geschichte von Lenni und Serkan erzählt, die beste Freunde sind, bis der neue Mitschüler Benjamin auftaucht. Benjamin ist der einzige Schwarze Schüler am Gymnasium und stellt bald nicht nur die Theater-AG auf die Probe, sondern kritisiert auch einen beliebten Lehrer und prangert Rassismus offen an.

Lenni muss sich bald entscheiden, ob er im Happyland bleibt und seinen besten Freund verliert oder, ob er das Happyland verlässt und anfängt, seine Privilegien zu hinterfragen. Um Jugendlichen deutlich zu machen, wie verbreitet Alltagsrassismus ist und wie unerträglich das Nichtstun und die Ignoranz vieler Weißer ist, ist der Roman deshalb sehr gut geeignet. Ich kann ihn dazu auf jeden Fall sehr empfehlen!

Einen Stern Abzug gibt es, weil mir teilweise der Schreibstil und die Beschreibung einiger Charaktere nicht gefallen haben. Die Erzählerin bemüht sich um einen authentischen jugendlichen Sprachstil, wobei das nicht immer gelingt. Richtig gut wird der Roman immer dann, wenn sich die Autorin ans Prinzip „Show, don‘t tell“ hält und die Charaktere komplex gezeichnet werden, neue Seiten an ihnen sichtbar werden oder, wenn es überraschende Wendungen gibt. Auch dies gelingt nicht immer, aber gerade in der zweiten Hälfte des Romans immer konsequenter. Ich hätte mir insgesamt mehr Mut zu Intersektionalität gewünscht, die Kategorien Klasse und soziales Geschlecht kommen nur am Rande vor bzw. werden teilweise ausgeblendet, auch wenn die Geschichte eigentlich Chancen dafür geboten hätte - teilweise kommen die Charaktere, an denen dies hätte gezeigt werden können, aber nur kurz oder nur einmal vor. Ich freue mich also auf eine Fortsetzung der Geschichte, da ich davon überzeugt bin, dass die Autorin hier noch nicht alles auserzählt hat :)

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Rezensionen von Tara:

Ein spannender Adventskalender zum Rätsen und Knobeln

Codename: Nussknacker. Ein Escape Room Adventskalender von Eva Eich

"Codename: Nussknacker" ist ein Gamebuch-Adventskalender für Kinder ab neun Jahren von der Autorin Eva Eich.
Weihnachten steht vor der Tür und die Geschwister Flynn und Leonie - genannt Erbse – müssen zu ihrer wenig weihnachtsliebenden Tante Lydia, da ihre Mutter im Krankenhaus ist. Von weihnachtlicher Stimmung ist in ihrem Häuschen nichts zu spüren, stattdessen scheint sie etwas zu verbergen.

Eine mysteriöse Nachricht schickt die Geschwister in ein gefährliches Abenteuer und dieses gilt es für die Leser gemeinsam mit Flynn und Erbse bestehen.
Für uns war dies nicht der erste Gamebuch Adventskalender und wir waren gespannt, welche Herausforderungen in diesem Jahr auf uns warten würden.
Um sich gemeinsam mit Flynn und Erbse an die bevorstehenden Herausforderung heranzuwagen, benötigt man eine Schere, da die einzelnen Seiten aufgetrennt werden müssen.
Die einzelnen Rätsel sind abwechslungsreich und kniffelig, aber nicht unlösbar. Sollte man einmal so gar keine Idee haben, gibt es hin und wieder auch eine kleine Hilfe, die verkehrt herum am unteren Rand der Seite abgedruckt ist. Aber mit ein wenig Zeit und Ruhe, kann man alle Rätsel ohne diese lösen.
Die Rätsel und die Illustrationen passen thematisch gut in Adventszeit. So stimmen die Zeichnungen von der Illustratorin Toni Hamm so richtig schön auf Weihnachten ein und passen auch farblich perfekt in die Vorweihnachtszeit.
Uns haben die 24 Rätsel und die Geschichte um diese wieder großen Spaß gemacht und ich kann diesen etwas anderen Adventskalender nur empfehlen. Er ist ein schönes gemeinsames Adventsritual, mit dem man ein wenig länger beschäftigt ist als mit den herkömmlichen Adventskalendern, bei denen nur ein Türchen zu öffnen ist.

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Rezensionen von PMelittaM:

Es bleibt spannend

Der Siegelarmreif von Marlene von Hagen

Nach dem die Arbeiter:innen der Mine befreit wurden, und der Erbe des Siegelarmreifs zum Träger wurde, gibt es neue Hoffnung unter den Rebellen, doch ein Zusammenstoß mit der tristorischen Armee zeigt, dass man nicht nur noch viel zu schwach ist, zwei der Rebellenführer landen auch in den Händen der Feinde.

Und das beeinflusst viel mehr, als zunächst gedacht.

Der zweite Band setzt direkt am ersten an und wartet mit manch Unerwartetem auf. Die Entwicklung manch eines Charakters hat mich überrascht, was aber nicht bedeutet, dass sie unlogisch ist. Weiterhin stehen die sieben Protagonist:innen und die beiden Antagonist:innen des ersten Bandes im Mittelpunkt, wobei mancher in den Hintergrund rückt, was der Geschichte geschuldet ist.

Marlene von Hagen erzählt wieder bildhaft und packend aus verschiedenen Perspektiven, alle Hauptcharaktere außer einem werden dabei bedacht. Bei den beiden, die dem Feind in die Hände fallen, gibt es die umfassendsten Entwicklungen, aber nicht nur sie müssen das eine oder andere verkraften. Es gibt aber nicht nur negatives, so findet Norells Hyppogrypha Stysforia zu ihrem Herrn zurück und wir Leser:innen erfahren ein bisschen mehr über diese interessanten Tiere.

Auf General Kreyns Entwicklung war ich sehr gespannt, ich hatte bereits in Band 1 den Eindruck, als stecke mehr hinter ihm, und wurde nicht enttäuscht, allerdings überrascht von der Richtung der Entwicklung. Noch ist diese nicht abgeschlossen, es bleibt also spannend.

Meine sonstigen Einschätzungen haben sich gefestigt, ich bin aber auch in froher Erwartung weiterer Überraschungen, auch, weil es hier einige Andeutungen der Fänngerinnen gibt. Fänngerinnen sind mit den Nornen der nordischen Mythologie vergleichbar, und spielten bereits im Vorgängerband eine Rolle. Das Ende kam in meinen Augen viel zu schnell, und jetzt heißt es warten auf den Abschlussband der Trilogie. Ich denke, die Autorin wird noch die eine oder andere Überraschung in petto haben.

„Der Träger“ ist ein spannender zweiter Band, der mit mancher Überraschung aufwartet und mich ungeduldig auf den nächsten Band warten lässt. Band 1 sollte man unbedingt zuerst gelesen haben.

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Rezensionen von Tara:

Spannend

Die gute Schwester von Sarah Bonner


Das ist mein erstes Buch der Autorin gewesen und es wird ganz klar nicht mein letztes gewesen sein. Das Cover finde ich sehr gut gelungen, es spiegelt für mich die Atmosphäre des Buches wieder. Der Schreibstil hat mir auch sehr gut gefallen und war sehr flüssig zu lesen. Auch der Wechsel zwischen den Perspektiven hat mir gut gefallen.

Das Buch war für mich eine Achterbahnfahrt der Gefühle und die Geschichte hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen und ich konnte das Buch gar nicht erst weglegen. Die Geschichte, die von den Zwillingsschwestern Megan und Leah handelt, vereint eine gute Mischung aus Geheimnissen, Familiendrama, Manipulation gepaart mit ein paar unerwarteten Twists. Spannend fande ich zudem über die Beziehung zwischen Megan und ihrem ziemlich manipulativen Ehemann Chris zu lesen. Für alle Thriller-Liebhaber eine klare Leseempfehlung.

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Rezensionen von Daggy:

Verzwickte Ermittlungen, große Spannung

Die Zwillingsfalle von Horst Eckert

Ela ist bei der Mordkommission und ihr Chef möchte sie gerne zur Chefin machen, wenn er die Karriereleiter weiter aufsteigt. Wir erfahren von vielen Intrigen innerhalb der Polizei und besonders gegen Frau, die man Hühner nennt. Leo ist beim SEK und dort der erste Mann, doch dann bekommt er ein gesundheitliches Problem, dass ihn seinen Job nicht mehr vollwertig ausführen lässt und der zu einem schlimmen Fehler führt.

Zander und Arnie sind zusammen unterwegs und nebenher haben sie einige unsaubere Geschäfte laufen. Unterschiedliche Delikte passieren und man fragt sich, was sie miteinander zu tun haben als sechs Personen in einem Fitnessstudio brutal erschossen werden. Noch ist der Fall völlig unklar und durch die unterschiedlichen Strukturen dauert es auch, bis es zu einer Lösung führt.
Durch die unterschiedlichen Erzählstränge ist es trotz der guten Lesbarkeit am Anfang schwierig die vielen Menschen unterzubringen.
Der Krimi der in den 1990 er Jahren in Düsseldorf spielt, ist spannend geschrieben und hat eine erstaunliche Lösung. Familien- und Eheprobleme, aber auch wirtschaftliche Aspekt und das Mitein- bzw. Gegeneinander bei der Polizei spielen Rollen in diesem Buch.

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Rezensionen von Tara:

30 biografische Geschichten spannend erzählt

Boulevard der Helden von Michael Köhlmeier

„Boulevard der Helden“ ist ein interessantes und abwechslungsreiches Buch des in Österreich lebenden Autors Michael Köhlmeier. Er hat Germanistik, Politologie, Mathematik und Philosophie studiert und ebenso abwechslungsreich wie seine Studiengänge ist auch dieses Buch.

30 berühmte Persönlichkeiten aus ganz unterschiedlichen Bereichen bekommen hier ihren Auftritt.

Thematisch ist so ziemlich alles dabei: Sport, Film, Wissenschaft, Musik, Medizin, Trickbetrüger, Nobelpreisträger, Künstler, Biologen, Hochstapler….

Es sind Geschichten, die staunen lassen. Einige haben mich beeindruckt, andere haben mich schmunzeln lassen und ich musste mir immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass es sich um Fakten handelt.

Die Geschichten sind kurz und gehaltvoll. Die Persönlichkeiten werden kurz umrissen, bevor der Autor auf ihre Besonderheiten zu sprechen kommt. Natürlich ließe sich über jede/jeden von ihnen ein Vielfaches mehr erzählen, aber hier gibt es die eine ganz besondere Story, die mich auch ein wenig neugierig auf diese Ikonen unserer Zeit gemacht haben.

Michael Köhlmeiers Schreibstil liest sich dabei so angenehm, dass es einfach Spaß macht in das Leben und die unglaublichen Situationen einzutauchen und diese mitzuerleben.

Das Buch ist definitiv nicht nur für Buchliebhaber und Vielleser, sondern für jeden etwas. Jede Geschichte ist etwas Besonderes und steht für sich. Deswegen ist es auch ein tolles Geschenk für weltoffene und vielseitig interessierte Menschen, die sich nicht für dicke Bücher begeistern. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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Rezensionen von La Calavera Catrina:

Achtung, Suchtgefahr!

Abscheulichkeiten von Udo Fröhlich

Bitterböse, verstörend makaber und erschreckend fies. Uwe Fröhlichs einundzwanzig abwechslungsreiche Kurzgeschichten entführen in Horrorszenarien des Alltagsdramas - schön verpackt, in einer hochwertigen Leinenausgabe mit farblich passendem Lesebändchen.

Da ist die unbeholfene Karla, die in »Morbides Treffen« auf ihrer Laufrunde eine schreckliche Entdeckung macht; da ist Jan, der sich in »Hai« nach einem Traumata wieder unter Menschen traut; Eva, die in »See« ihre tägliche Schwimmrunde mit mörderischer Motivation auffrischt; oder Georg, der sich in »Mund zu« über die Radfahrerinnen brüskiert, die keinen Helm tragen, und dem, trotz seines Pflichtbewusstseins, ein böses Schicksal ereilt.

Mit durchschnittlich fünf bis dreizehn Seiten lassen sich die Short Stories zu vielen Gelegenheiten weglesen und meistens bleibt es nicht bei einer. »Blindgänger« ist mit nur vier Seiten mein Favorit - kompakt, böse, gezielt schwarzhumorig und unerwartet schockierend. »Asche zu Asche« könnte der Prolog eines ganzen Romans sein und generell gefällt mir die Absurdität der makaberen Geschichten und ihre fantasieanregende Ideenvielfalt. Ob im erholsamen Wald, im Museum oder auf dem Friedhof, das Unfassbare passiert überall, und es geht nie gut aus.

Höllisch gut und perfekt, für den gepflegten Horror Zwischendurch und alle, die es kurz und knackig mögen.

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