Kunden em pfehlungen
Rezensionen von PMelittaM:
Sehr lesenswert
Das Ei aus Obsidian von Matthias Lange
Der Gnom Vill gehört zu einer Gruppe Drachenjäger, doch für ihren neuen Auftrag sollen sie keinen Drachen töten, sondern nur finden, ein rosafarbener Drache wurde nämlich gesehen und die Wissenschaftlerin Ginger Flass möchte diesen gerne beobachten. Leider ist der Auftrag gefährlicher, als er sich anhört.
„Das Ei aus Obsidian“ ist der zweite Spinoff-Roman der Drachenreiter-Reihe des Autors. Ich habe alle bisher veröffentlichten Romane gelesen, und freue, wieder in diese Welt eintauchen zu können. Matthias Lange gelingt es immer wieder, interessante Charaktere zu erstellen, neben dem rosafarbenen Drachen, der im Laufe des Romans noch eine größere Rolle spielt, mochte ich den Gnoll Konz sehr gerne, der sich auf einer Heldenreise befindet, und große Möglichkeiten sieht, wenn er sich Vill und seinen Gefährten anschließt. Auch Vill ist ein sympathischer Charakter, trotz seines Berufes, der hier noch einiges dazulernen muss.
Der Antagonist ist ebenfalls ein interessanter Charakter, der einige Rätsel mitbringt. Weniger mochte ich einen weiteren Charakter der Gegenseite, der einfach nur ein widerlicher Mensch ist und mich mehr als einmal frösteln ließ.
Matthias Lange weiß auch zu überraschen. Längst nicht alles ist so, wie zunächst vermutet, aber das macht den Roman nur noch spannender als er schon ist. Das Ei spielt, man kann es sich schon denken, eine zentrale Rolle, aber auch hier darf man sich überraschen lassen. Neben spannenden Abschnitten gibt es auch sehr berührende und auch humorvolle, immer passend, nie aufgesetzt wirkend.
Ich hoffe sehr, einige der Charaktere in weiteren Geschichten wiederzutreffen.
Matthias Lange konnte mich wieder überzeugen, mehr noch, dieser Roman ist meiner Meinung nach sein bisher bester, ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt, es gibt gelungene Charaktere, eine spannende Geschichte und viele Emotionen. Gerne empfehle ich ihn Genrefans weiter.
Rezensionen von Nele33:
spannendes Setting
The Institution von Helen Fields
Nach langer Zeit habe ich mal wieder ein Buch der Autorin Helen Fields gelesen und es hat mich wirklich gepackt.
Connie arbeitet als Profilerin und wird undercover zu einem mehr als gruseligen Fall geschickt. Das Verbrechen hat sich in der Parry Institution, einerAnstalt für Serienverbrecher und Mörder ereignet.
Einer Krankenschwester der heftgsten Abteilung der Einrichtung wurde ihr Baby herausgechnitten und sie verblutete unter schlimmsten Schmerzen.
Es ist für alle unvorstellbar wie dies möglich war-schnell steht fest, ein Mitarbeiter muss eingeweiht sein: doch wer?
Die Entführer des Babys stellen eine Lösegeldforderung und die Zeit läuft Connie und ihrem Kollegen davon.
Mich konnte der Thriller in jeglicher Hinsicht überzeugen. Die Beschreibung der Einrichtung, die im Nirgendwo liegt und die Mitarbeiter quasi dort leben müssen während ihrer Dienstzeit ist bedrückend und ein wenig gruselig. Dieses alte Gemäuer scheint zu Leben und Gescchichten zu erzählen.
Die einzelnen Kapitel sind gut gegliefert und die Verbechen der Insassen bekommen viel Raum im Buch. Connie als Protagonistin und ihre Gedanken sind sehr gut getroffen und haben mich in ihren Bann gezogen.
Helen Field hat einen spannenden Psychothriller veröffentlicht, der durch sein ungewöhnliches Setting noch mal extra punktet.
Rezensionen von liesmal:
Hat meine Erwartungen nicht erfüllt
Aufs Meer hinaus von Cecilie Enger
Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts war die Rolle der Frau noch ganz klar definiert. Doch heiraten, Kinder bekommen und nur für die Familie da zu sein, das war für Hanna undenkbar. Sie hatte ihre eigenen Vorstellungen vom Leben. Berthas Lebensplan stand nicht ganz so deutlich fest.
Die Buchbeschreibung verrät schon eine ganze Menge, so zum Beispiel, dass die beiden Frauen zu Reederinnen werden.
Auch von ihrer Liebe zueinander ist hier bereits die Rede.
Der Schreibstil gefällt mir und ich habe mich auch gut in die damalige Zeit hineinversetzen können. Leider hat das Buch mich trotzdem nicht abholen können, weil es kaum Überraschungen bereithielt. Meistens plätscherte die Handlung so vor sich hin und es kam (selbst bei Gefahren) kaum Spannung auf. Von einem der Protagonisten und seinem Leben hatte ich mir etwas mehr versprochen, das war Peder. Doch leider löste auch das bei mir kaum Emotionen aus.
Schade, aber von mir nur 3 von 5 Sternen.
Rezensionen von marsu:
Mutige Frauen
Die Postbotin von Elke Schneefuß
Berlin, 1919, der Erste Weltkrieg ist seit November beendet, die Novemberrevolution auch, die erste Republik in Deutschland steckt noch in den Kinderschuhen. Überall herrscht Not und Elend, die Zukunft ist ungewiss.
Regine arbeitet als Postbotin und das sehr gerne. Bereits ihr Vater hat diese Arbeit ausgeführt, aber jetzt droht ein Ende der Tätigkeit für die Frauen, denn die Männer sollen wieder diese Arbeit übernehmen.
Aber was soll aus den Frauen werden, die auf die Arbeit angewiesen sind? Viele sind Kriegswitwen und müssen alleine für sich und ihre Kinder den Lebensunterhalt verdienen. Da muss man doch etwas unternehmen. Regine wird eher in die Rolle gedrängt und nimmt Kontakt zur Gewerkschaft auf.
Evi arbeitet als Telefonistin und trauert ihrer Beziehung zu ihrem Vorgesetzten hinterher, hofft immer noch, ihren Bruder wieder zu finden und versucht die Eskapaden ihrer Mutter auszugleichen.
Ein gutes Bild der beginnenden Weimarer Republik mit ganz unterschiedlichen Frauenschicksalen wird hier gezeichnet. Wir begleiten Evi und Regine in ihrem Alltag und bei ihren Hoffnungen und Ängsten.
Ich habe mich hier gut unterhalten gefühlt und hoffe, es wird eine Fortsetzung geben, denn diese Geschichte ist definitiv noch nicht zu Ende erzählt.
Rezensionen von cosmea:
Die Wahrheit muss ans Licht kommen
Die sieben Monde des Maali Almeida von Shehan Karunatilaka
Im Mittelpunkt von Shehan Karunatilakas 2022 mit dem Booker Prize ausgezeichnetem Roman “Die sieben Monde des Maali Almeida“ steht der gleichnamige Kriegsfotograf und leidenschaftliche Glückspieler, der eines Tages im Jahr 1990 als Toter in einer chaotischen Zwischenwelt aufwacht, wo die Toten Schlange stehen, um sich registrieren zu lassen.
Maali Almeida bleiben sieben Monde, d.h. sieben Tage, um herauszufinden, wer ihn getötet hat und warum. Danach gehen die Seelen ins Licht ein und vergessen die Vergangenheit. Maali hatte Feinde, nicht nur, weil er eine Beziehung mit Dilan Dharmendran, dem Sohn eines tamilischen Ministers hatte, sondern auch weil seine Fotos Zeugnis ablegen von grausamen Verbrechen, teilweise verübt oder geduldet von hochgestellten Persönlichkeiten. Maali Almeida will nicht nur den Mord an ihm selbst aufklären, sondern auch seine versteckten Fotos und Negative retten, damit die Wahrheit über die Bürgerkriege der 80er Jahre in Sri Lanka ans Licht kommen. Die aus Maalis Perspektive, aber in der zweiten Person erzählte Geschichte zeigt, wie Tamilen und Singhalesen und etliche politische Gruppierungen einander erbarmungslos bekämpfen, wie von der Regierung finanzierte Todesschwadronen ganze Dörfer auslöschen und was die in Gefängnissen und anderen Einrichtungen Inhaftierten erleiden. Auch die Einmischungen anderer Staaten, z.B. Indien oder USA kommen wiederholt zur Sprache. Der Autor erspart dem Leser keine grässlichen Details, beschreibt immer wieder das Aussehen der massenhaft herumliegenden Leichen, die spezielle Müllmänner im Krematorium verbrennen. Karunatilaka hat offensichtlich dasselbe Anliegen wie sein Protagonist: die Wahrheit muss ans Licht kommen. Wir dürfen angesichts solcher Verbrechen weder schweigen noch resignieren, müssen kämpfen, sonst ist keine Veränderung möglich.
Ich fand den ungewöhnlichen, sehr umfangreichen Roman schwer zu lesen – nicht nur, weil mir die Vorkenntnisse über die Geschichte Sri Lankas fehlen, sondern auch wegen der ungeheuren Personenvielfalt und der chaotischen Handlungselemente aus Vergangenheit und Gegenwart, in denen Geister, Dämonen und Teufel eine ebenso wichtige Rolle spielen wie die Lebenden. Gestört hat mich auch die Qualität der Übersetzung mit ihren zahlreichen grotesken Wortneuschöpfungen. Insgesamt bin ich etwas enttäuscht.
Rezensionen von rewareni:
Wie alles begann
Perchtoldsdorfer Todesrausch von Christian Schleifer
Eigentlich wollte die Charlotte nur in Ruhe in Schladming mit ihrer Schwester Flora ihren Urlaub verbringen, doch schneller als gedacht, landet sie Mitten in mysteriöse Mordfälle. Da sie von jeher ihre Nase überall rein stecken muss, ist es für sie selbstverständlich, dass sie der unfähig erscheinenden Polizei unter die Arme greift, sehr zum Leidwesen des unsympathischen Kommissar Keiffer, der am Liebsten alles unter den Teppich kehren würde, damit keine unnötige Aufmerksamkeit entsteht.
Dass sie bei ihren ,,Ermittlungen“ auch noch nebenbei ihre große Liebe Andrea kennen lernt ist ein angenehmer Nebeneffekt.
In dem Roman ,,Perchtoldsdorfer Todesrausch“ taucht man als Leser in die Vergangenheit ein, wo man nach drei vorherigen Bänden endlich erfährt, warum Charlotte ihren Dienst bei der Polizei quittiert hat, wie sie ihre Lebenspartnerin Andrea kennenlernt und warum sie sich schlussendlich dazu entscheidet, das Weingut ihrer Eltern zu übernehmen.
Der Autor Christian Schleifer hat wieder einmal einen humorvollen und teils auch etwas überzogenen Krimi rund um Charlotte und ihrer kleinen Schwester Flora geschrieben.
Manche Szenen gleiten dabei schon etwas ins Unglaubwürdige ab, was man aber schon aus den vorherigen Bänden gewohnt ist.
Wer die Reihe nicht kennt wird sicher erstaunt sein, dass vor jedem Namen der Artikel steht und man somit von der Charlotte liest oder der Joe mit der Charlotte flirtet.
Die Geschichte beginnt etwas langatmig, wo man erst im Laufe mehr an Spannung bekommt. Dass dabei oftmals Alkohol getrunken wird und auch recht deftig dabei geflucht wird, sollte auch erwähnt werden.
Es es eine recht wilde Geschichte, wo man viel an Action und auch Klamauk präsentiert bekommt.
Der Krimi hat mir insgesamt nicht so gut gefallen wie die vorherigen, aber wenigstens ist jetzt einmal das ganze Rätsel rund um Charlotte geklärt was sie früher gemacht hat, denn so hat man in drei Bänden immer nur Andeutungen davon bekommen und somit hat sich der Kreis jetzt wunderbar geschlossen.
Rezensionen von B.B:
Fabelhaftes Buch
Perchtoldsdorfer Todesrausch von Christian Schleifer
Zählt nicht die Tage, um das Buch zu bestellen – jetzt ist es an der Zeit, über die Eitelkeit zu schmuntzeln.
Ein künstlerisches Meisterwerk eines noch unbekannten Talents!
Rezensionen von Inge Hintermann:
Einfach nur top
Liebe Angst, halt doch mal die Klappe! von Klara Hanstein
Rezensionen von booklover3:
Ein spannender Fantasy-Krimi
Der Spurenfinder von Marc-Uwe Kling; Johanna Kling; Luise Kling
Der Spurenfinder von Marc-Uwe Kling ist ein fantastischer Roman in einem ebenso schönen Schreibstil, wie man es von dem Autor erwartet. Die Geschichte ist sehr schlüssig, spannend und auch hormonvoll geschrieben. Das Buch war auf keinen Fall vorhersehbar und man konnte die ganze Zeit über miträtseln, wer worin verstrickt gewesen ist.
Der Schreibstil ist unglaublich sympathisch und regt dazu an das Buch nicht mehr aus der Hand legen zu wollen, weil man wissen möchte wie es weiter geht. Die Charaktere sind auch sehr sympathisch und liebevoll umgesetzt worden. Besonders haben mir die Protagonisten gefallen aber auch alle anderen fantasievollen Charaktere. Ebenfalls gibt es in dem Buch viele fantasievolle Wesen und auch Süßigkeiten, die mich sehr fasziniert haben. Auch den Bezug zu den göttlichen Sagen fand ich sehr angenehm und interessant. Auch die Illustrationen in dem Buch sind wunderschön und verdeutlichen so manchen Gegenstand oder Wesen, welches vorkommt.
Ich kann das Buch auf jeden Fall jedem empfehlen, der den Schreibstil von Marc-Uwe Kling liebt und auch denen die seine früheren Werke sehr gerne gelesen haben. Außerdem auch für alle die Fantasy und Krimis Fans.
Abschließend kann ich sagen, dass ich das Buch auf jeden Fall nochmal lesen würde, weil es einfach so wundervoll geschrieben ist. Eine sehr spannende und lesenswerte Geschichte.
Rezensionen von Katharina Grassmugg:
Ein tolles Buch
Marschlande von Jarka Kubsova
Jarka Kubsova widmet sich in ihrem jüngsten Roman einer erschreckenden, wahren Geschichte.
Britta, die mit ihrer Familie in die vier und marschlande gezogen ist findet immer wieder Hinweise auf eine Frau namens Abelke Bleken.
Dieser Name geht Britta nicht mehr aus dem Kopf und sie beschließt herauszufinden was mit dieser Frau geschehen ist.
Wie kam es dazu, dass sie sogut wie nie von dieser Frau gehört hat der man vor Jahrhunderten ein großes Unrecht antat und die aus der Stadtgeschichte verschwunden zu sein scheint.
Britta macht sich auf die Suche nach Spuren von Abelke um ihre Geschichte zu erforschen. Doch damit das diese Forschung auch ihr ganzes Leben und ihre Sicht auf einige Dinge verändern wird hat sie nicht gerechnet.
Von Abelke Bleken, die es wirklich in den Marschlanden gab, hatte ich bisher noch nie etwas gehört. 1583 wurde sie als Hexe verurteilt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Sie ist die einzige Frau in Hamburg von der eine Aussage in einem Hexenprozess existiert.
Dieser Roman widmet sich der dunklen Zeit der Hexenverfolgung auf sehr interessante Weise und ich wollte das Buch schon sehr bald nicht mehr aus der Hand geben. Der Stil gefällt mir gut, die Handlung war extrem spannend da mich Hexenverfolgung generell schon länger interessiert, waren doch diese vermeintlichen Hexen oft mächtige, intelligente und gebildete Frauen die für Kirche und Obrigkeit eine gewisse Intelektuelle Bedrohung darstellten. Ein wirklich gelungener Roman.










