Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Anno:
Gut Ding will Weile
Fermentieren - Twist your Taste! von Nadine Schünemann
Der erste Eindruck: freundlich, hell und einladend. Die Gestaltung und die Fotografien im Buch sind toll! Beschäftigt man sich dann näher mit dem Buch, wird rasch klar, dass es auch sehr durchdacht ist. Es kommt mit einem sehr ausführlichen Grundlagenteil daher, der die einzelnen Fermentationsmöglichkeiten sehr genau erklärt.
Die entsprechenden Anleitungen für eingelegtes Obst und Gemüse, Kombucha, Kefir, Kimchi und co, sind aber erst später im Buch zu finden. Auf ihnen bauen dann die eigentlichen Rezept auf. Das heißt, möchte man letztere umsetzen, muss erst das entsprechende Ferment vorrätig sein. Und das setzt gute Planung voraus.
Wie realistisch es für einen normalen Haushalt ist, mit allen nötigen Fermenten eingedeckt zu sein, weiß ich nicht. Ich jedenfalls fange erst einmal klein an, was mich zum jetzigen Zeitpunkt in der Rezeptauswahl vielleicht noch einschränkt, mir aber auch genug Möglichkeiten bietet mich irgendwann und in meinem Tempo weiterzuentwickeln.
Eines fehlt mir als Mutter bei dieser grandiosen Auswahl an lecker und erstaunlich alltagstauglich klingenden Rezepten und Anleitungen jedoch: die Information darüber in wieweit die jeweiligen Fermente auch für Kinder geeignet sind. Kombucha z.B. ist meines Wissens ja leicht alkoholisch.
Rezensionen von Anno:
Einfach faszinierend!
Ozeane von Hélène Druvert
Vorsicht! Einmal auf diese Sachbuch-Reihe gestoßen, kommt man von ihr nur schwer wieder los. Denn diese Bücher sind anders- GUT anders!- und eine wahre Augenweide, was sie für Kinder bereits auf den ersten Blick sehr ansprechend macht.
Die durchdachten, manchmal mehrschichtig angelegten Seiten und Scherenschnitte sind aber auch toll! Und an jedem, ja wirklich jedem Band, das wir besitzen, hängt unser Herz.
‚Ozeane‘ bildet da keine Ausnahme:
Auch dieses Band besitzt das bereits bewährte, großformatige Auftreten und scheut sich nicht vor Farben und Effekten. Diese werden jedoch durchdacht eingesetzt und ganz bewusst dazu genutzt, um Sachverhalte darzustellen. So können, zum Beispiel die einzelnen Schichten des Meeres voneinander getrennt betrachtet, ins Innere eines schwarzen Rauchers geblickt und auch die Tiefe des Meeres sehr gut dargestellt werden. Auf diese Weise werden die Informationen für Kinder viel zugänglicher und ganz nebenbei lockert es die Lektüre auch noch schön auf.
Inhaltlich ist das Buch aber genauso abwechslungsreich. Neben der Geschichte des Meeres und physikalischen Vorgängen wie Strömungen, Gezeiten und der Entstehung von Wellen, werde auch die Unterwasserwelt, sowie besondere Phänomene und Kreaturen näher betrachtet. Selbst der Umweltschutz fand gegen Ende noch Einzug ins Buch.
Die Texte sind präzise und kurz gehalten, wirken dadurch aber keineswegs unpersönlich, sondern informativ, interessant und auf die Altersgruppe abgestimmt. Hin und wieder werden Fachbegriffe genannt, die vielleicht etwas herausfordernd sein könnten, die Seriosität des Buchs jedoch auch unterstreichen.
Ganz besonders beeindruckt hat uns persönlich, dass im Buch der Aufbau einer Gorgonie erklärt wurde. Aber auch die Riesenkalmare, die noch immer kaum erforscht sind und die unterseeischen Schlote fand mein Kind ungemein faszinierend. Verständlicherweise, denn auf ein solches Wissen stößt man in Kinderbüchern sonst ja eher selten!
Rezensionen von Der blaue Mond:
ein Pageturner
REM von Annika Strauss
Ich bin ehrlich gesagt normalerweise kein großer Fan von Horror, aber die Kombi der Autoren hat mich neugierig gemacht. Nun, man wird definitiv nicht enttäuscht. Ein regelrechter Pageturner, ich hatte das Werk in kürzester Zeit regelrecht verschlungen. Die Idee dahinter fand ich stimmig und auch die Verbindung mit der aktuellen Zeit in der wir leben.
An manchen Stellen musste ich an den Film Matrix denken, aber sonst werde ich hier nichts spoilern.
Es gibt viele Kapitel (82 auf rund 300 Seiten), die für zusätzliche Spannung und Dynamik sorgen. Der Schreibstil ist irgendwie realistisch, man nimmt die Story ab und die Gruselmomente sind hervorragend eingebaut. Als Film könnte ich es vermutlich nicht anschauen, aber lesen geht gut. Natürlich dürfen gewisse Twists im Plot nicht fehlen. Ich finde die neue Kombi aus Horror und Thriller sehr gelungen und werde mit Sicherheit auch das nächste Buch davon verschlingen.
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Testleser MATTHIAS, Tyrolia-Filiale Innsbruck (9 Jahre, Brixlegg)
Ich, Captain Hook, und die verfluchte Schatzinsel - Wilde Piraten erzählen von Frank Schwieger
Testleser MATTHIAS, Tyrolia-Filiale Innsbruck (9 Jahre, Brixlegg)
In diesem Buch geht es um den Piraten-Kapitän Herbert Hook, der einen großen Schatz auf einer einsamen Insel sucht. Die reiche Engländerin Binka Babington hilft ihm dabei. Das Buch hat mir gut gefallen, weil es darum geht, dass die unterschiedlichsten Menschen zusammenarbeiten können und gemeinsam etwas erreichen können.
Es dauert ein bisschen, bis man sich an die etwas ungewöhnliche Schreibweise des Autors gewöhnt. Dann ist das Buch aber gut zu lesen. Es fehlt an Spannungsmomenten.
Rezensionen von Anno:
Überall kleine Menschen
So geht Technik! von John Farndon; Rob Beattie
Wir sind von so viel Technik umgeben und vieles davon nehmen wir einfach als gegeben hin. Als etwas, mit dem man sich nicht näher befasst. Und fragt dann ein Kind, das diese Betriebsblindheit nicht besitzt und die Welt noch ungefiltert und voller Neugier sieht nach, merken wir schnell, wie wenig wir doch von unserem Umfeld wissen.
Wie funktioniert ein Handy, Rauchmelder, Kühlschrank oder Mikrowelle? Oder wie kommt es überhaupt, dass wir Strom, Gas oder Wasser haben? Und was geschieht mit unserem Müll?
Dieses Buch erklärt all das und noch vieles mehr- in einfachen Worten, vielen einzelnen Stationen und tollen Bildern, die auf den ersten Blick vielleicht manchmal unruhig wirken, aber sooo viel Details abbilden, dass man lange an ihnen hängen bleibt, betrachtet und staunt. Ich habe das Buch gemeinsam mit meinem Kind gelesen und war selbst nicht minder beeindruckt. Ein Buch wie dieses hatte ich noch nie in Händen. Es erweitert Horizonte und ist auch künstlerisch ein Meisterwerk. Allein die vielen kleinen Menschenfiguren darin! Da wird einem einmal mehr bewusst, wie großartig Technik doch ist.
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Testleserin RAPHAELA, Tyrolia-Filiale Innsbruck (9 Jahre, Innsbruck)
Fing von David Walliams
Testleserin RAPHAELA, Tyrolia-Filiale Innsbruck (9 Jahre, Innsbruck)
In diesem Buch geht es um Familie Milde: Fam. Milde hat diese Mitspieler: Mr. Milde, Mrs. Milde und Myrtle und dann noch ein FING…
Myrtle war eine sehr anstrengende Tochter bzw. auch eine sehr anstrengende Nachbarin.
Sie war schon mit 1,2,3,4,5,6,7und 8 nervig heute, wo sie 9 Jahre alt war, war sie das noch immer.
Jeden Tag hatte sie einen anderen Wunsch: „WWWAAAHH Ich will´n Teddybär …“
Immer und immer hatte sie einen anderen Wunsch. Aber sehr oft schrie sie: „WWWAAAHH Ich will´n FING.“
Jeden Tag, wenn sie das sagte fragten sich die Eltern: „Was ist ein FING?“ Die Eltern von Myrtle waren wirklich arm.
Doch was ein FING ist, das findet ihr heraus indem ihr das Buch lest. Ich wünsche euch viel Spaß und Vergnügen.
Vielleicht habt ihr jetzt auch Mitleid?
Mir hat dieses Buch nicht so gut gefallen. Der Ausdruck der Wörter war irgendwie komisch und das Buch ein bisschen wie ein Comic aufgebaut.
Rezensionen von Anno:
Faszinierende Dunkelheit
Nachts am Teich von Sophia Kimmig
Wunderschön, dieses Buch. Was muss das für ein Erlebnis für die kleine Mara gewesen sein, mit ihrem Opa die Dämmerung und die Nacht am Teich zu erleben. Man wäre am liebsten selbst dabei; oder noch besser, hätte Kind und Kegel gepackt und ein ähnliches Abenteuer erlebt.
Die Geschichte in diesem Buch ist so ruhig wie eindrucksvoll.
Maras Opa zeigt ihr die Spuren und Tiere am Teich und die Besonderheiten der Nacht. Und Mara fragt sich ob sie die Tiere des Tages und die der Nacht wohl kennen?
Ich fand es ganz wunderbar mitzuerleben wie Mara diese besondere Nacht mit ihrem Opa erlebt. Meine Kinder lieben selbst die Natur und man hat deutlicher gemerkt, wie der Funke während des Lesens auf sie übersprang. Die Bilder im Buch sind recht dunkel gehalten und vom Stil her etwas verschwommen- man erkennt es bereits am Cover- und nicht immer zeigt sich sofort was sich in ihnen verbirgt. Und auch das beeindruckte mich hier ungemein. Denn je länger man die Bilder betrachtet, desto mehr entdeckt man. Eben so, als würde man selbst in die Nacht hinein lauschen. Man holt sich mit diesem Buch tatsächlich etwas die Nacht ins Haus!
Angst bereitet es nicht, nein es weckt die Neugier. Und wer vom Vorlesen allein noch nicht genug hat, findet im Anhang sogar noch Suchaufträge.
Rezensionen von Anna625:
Nichts passiert
Melken von Sanna Samuelsson
Nach der Trennung von ihrer Freundin steigt Ellen in ihr kaputtes Auto und fährt raus aufs Land in das kleine Örtchen, in dem sie als Kind gelebt hat. Sie betritt ihr Elternhaus und verbringt dort Tag um Tag - obwohl das Haus längst nicht mehr ihrer Familie gehört. Da die neuen Besitzer jedoch gerade in Urlaub sind und sie selbst einst so viele Jahre hier verbracht hat, sieht Ellen sich im Recht.
Dann taucht Max auf, ihr Nachbar aus Kindertagen, und Ellen denkt zurück an damals, als ihrer Familie noch ein Milchbetrieb gehörte und sie und Max die einzigen beiden richtigen Bauernkinder in ihrer Klasse waren.
Ohne wirklichen Faden folgen wir Ellen, deren Gedanken mal hierhin, mal dorthin schweifen. Sie blieb mir als Protagonistin fremd; zwar scheint ihr Wunsch nach einer Heimkehr auf den ersten Blick nachvollziehbar, dann aber irgendwie auch wieder nicht, wenn immer offensichtlicher wird, dass sie dieses Anders-Sein als Kind eigentlich stets als Last empfunden hat - die matschigen Schuhe, der weite Schulweg, der ständige Mist-Geruch, der sie auf all ihren Schritten begleitet hat. Noch unverständlicher blieb mir ihr Handeln - einfach in ein "fremdes" Haus eindringen und sich dort einrichten, die Kleidung der ihr völlig unbekannten Besitzer tragen? Ihren Kühlschrank leeressen, ihr Sofa vollkrümeln? Ich weiß ja nicht.
Hinzu kommt, dass am Ende des kurzen Romans eigentlich nichts passiert ist. Man wartet vergeblich auf irgendeinen Twist, irgendeine Erkenntnis, doch am Ende verläuft sich die Geschichte einfach.
Rezensionen von Anno:
Erneut hervorragend
Noch mehr Almbackbuch-Rezepte von Lutz Geißler
Nachdem ich vom ‚großen‘ Almbackbuch schon so begeistert war, musste ich dessen Nachfolger oder besser, die Ergänzung unbedingt auch haben. Und ich wurde auch davon nicht enttäuscht. Das Format des Buchs ist das selbe. Optisch reihen sich die beiden also gut nebeneinander ein. Aber auch der Inhalt setzt sich im Grunde nahtlos fort und vervollständigt das große Werk ganz wunderbar.
Auf Grundlagen zur Brotherstellung und weiter Geschichten von der Kalchkendlalm wurde nun aber zu Gunsten von 44 neuen Rezepten verzichtet. Ich hab eigentlich recht gern über die Alm und die Mitwirkenden gelesen, kann aber die Entscheidung dagegen natürlich verstehen. Dieses Buch ist deutlich handlicher, aber im Preis auch erschwinglicher, doch genauso hochwertig in der Optik. Die altbewährten wunderbaren Fotografien sind auch hier wieder zu finden, genauso wie die ausgeklügelte Darstellung der Rezepte samt Infoleiste und Planungsbeispiel. Und wieder darf man sich auch auf eine Mischung aus Broten, Kleingebäck und Feingebäck freuen. Es wird mit Lauge gearbeitet und Blätterteig hergestellt, aber auch rustikale Brote kommen nicht zu kurz. Die Teige werden lang geführt, enthalten nun aber immer wieder etwas speziellere Zutaten (Kartoffel, Banane, Bier/Biertreber oder auch Saaten und Kräuter). Und der Norden hält auch mehr und mehr Einzug (Hamburger Franzbrötchen, Kaneelbrötchen), was einen schönen Querschnitt durch die Brotbackkunst ergibt. Selbst ein sehr leckeres Fladenbrotrezept findet sich darunter, ein veganes Brezenrezept und Bienenstich. Das Bierbrot hätte ich auch sehr gern gebacken, aber hier fehlte mir leider der Zugang zum besagten Treber. Generell aber bin ich wieder sehr begeistert von den Rezepten. Seit ich diese beiden Almbücher besitze, konnte ich meine Fähigkeiten und mein Repertoire deutlich ausbauen.
Rezensionen von Eternal-Hope:
Vielschichtige und differenzierte Betrachtung eines aktuellen Phänomens
Bullshit mit Blümchenkleid von Barbara Haas
Barbara Haas ist eine österreichische Journalistin und Podcasterin. In diesem Buch widmet sie sich einem spannenden Phänomen des aktuellen Zeitgeistes: den sogenannten "Tradwives": reichweitenstarken Influencerinnen, überwiegend aus dem englischsprachigen Raum, die inszeniert durch aufwendig produzierte Bilder und Videos das inszenieren und propagieren, was sie als traditionelles Hausfrauenleben verkaufen.
Dabei gelingt es der Autorin sehr gut, mit dem schönen Schein aufzuräumen: hinter dem hübsch inszenierten Social-Media-Auftritt steckt hochprofessionelle Arbeit und meist ein Unterstützungsteam. Mit einem tatsächlichen Leben ausschließlich als Hausfrau und Mutter hat das wenig zu tun, somit wird scheinheilig für etwas geworben, das man selbst so nicht lebt.
In den verschiedenen Kapiteln zeigt die Autorin klug und sorgfältig recherchiert die Hintergründe der Tradwives-Bewegung auf: sie zeigt anhand geschichtlicher Entwicklungen, dass die nur auf Haushalt und Kindererziehung fokussierte Frau menschheitsgeschichtlich insgesamt betrachtet immer ein Randphänomen gewesen ist und beschreibt die christlich-konservativ und meist politisch dem rechten Spektrum zugehörigen Hintergrundmilieus der Bewegung.
Auch die Geschichten einzelner erfolgreicher Influencerinnen in diesem Bereich, kritisch betrachtet, sind Thema des Buches, genauso wie jene von Frauen, die aus dem Milieu ausgestiegen sind und darüber berichtet haben. Sehr gut gefallen hat mir, dass auch darauf eingegangen wird, welche problematischen gesellschaftlichen Tendenzen - etwa der unrealistisch überhöhte Anspruch an Frauen, in absolut allen Lebensbereichen glänzen zu müssen - dazu beitragen können, dass die Tradwives von manchen jungen Frauen als durchaus attraktives Ausstiegsszenario angesehen werden.
Eine besondere Bereicherung in dem kurzen, aber inhaltsvollen, Büchlein ist auch das Interview mit der Mutter der Autorin, die sie ironisch "Tradwife 1.0" nennt, da sie in der Landwirtschaft gearbeitet und daneben eine große Kinderschar groß gezogen hat. Die kluge und lebenserfahrene ältere Frau hat einen pragmatisch-nüchternen Blick auf das Zeitgeistphänomen.
Insgesamt ist der Autorin mit diesem Buch eine unterhaltsame und zugleich lehrreiche Aufarbeitung eines aktuellen Social-Media-Trends und seiner Schattenseiten gelungen. Ich kann das Werk allen, die sich dafür interessieren, sehr empfehlen: es liest sich schnell und leicht, und dabei lernt man so einiges Neues und bekommt interessante neue Denkanstöße, auch dafür, wie wir eine für alle, aber insbesondere für Frauen, attraktive Gesellschaftsvision gestalten könnten, in der es solche Ausstiegssehnsüchte nicht mehr braucht.











