Kunden em pfehlungen
Rezensionen von PMelittaM:
Der neunte Band spielt nicht nur in Deutschland, sondern führt auch in die USA
Transatlantik von Volker Kutscher
Berlin 1937: In einer Garage wird die Leiche des SS-Mannes Klaus von Rekowski gefunden. Andreas Lange, der Gereon Raths Platz bei der Mordkommission übernommen hat, ermittelt. Der Tote war durch Auspuffgase erstickt, Suizid wird schnell ausgeschlossen.
Charlie Rath lebt nun als Witwe, arbeitet weiterhin in Wilhelm Böhms Detektei und ist wieder zu ihrer Freundin Greta Overbeck in die Spenerstraße gezogen.
Als Greta längere Zeit nicht nach Hause kommt, und eines Tages zur Polizei vorgeladen wird, muss sich Charlie Sorgen um die Freundin machen, denn ihr Lippenstift wurde bei Rekowskis Leiche gefunden, und Greta kannte den Toten. Charlie fängt eigene Ermittlungen an.
Außerdem muss sie sich auch Sorgen um Fritz Thormann, ihr ehemaliges Pflegekind, machen. Fritz und seine Freundin Hannah wurden nach den Ereignissen im Briefroman „Mitte“ in eine psychiatrische Heilanstalt eingewiesen. Charlie, die Jura studiert hatte, strengt ein Gerichtsverfahren an, doch das Ergebnis ihrer Bemühungen hatte sie sich anders vorgestellt.
Derweil ist Gereon Rath in Wiesbaden untergetaucht und trifft eine alte Bekannte. Sein Weg führt ihn an Bord des Zeppelins „Hindenburg“, der auf dem Weg nach Lakehurst ist.
Einen weiteren alten Bekannten trifft man in den USA an, und der hat noch ein Hühnchen mit Gereon zu rupfen und weiterhin Beziehungen nach Deutschland. Natürlich trifft man auch weitere ehemalige Kollegen Gereons, die nun mit Andreas Lange arbeiten, und selbstverständlich hat auch Ernst Gennat seinen Auftritt. Reinhold Gräf spielt auch hier wieder eine Rolle, welche, darauf darf man gespannt sein.
Wie es sich für die Reihe gehört, gibt es auch hier eine Mordermittlung, die in Zeiten des nationalsozialistischen Deutschlands ihre eigenen Schwierigkeiten hat. Dass nicht mehr Gereon Rath der Mordermittler ist, ist gewöhnungsbedürftig, mir hat aber Andreas Lange auch gut gefallen. Am Ende sind die Kreise, die die Ermittlung zieht, unerwartet groß.
Schließlich sind die meisten Erzählstränge aufgelöst, Sorgen mache ich mir vor allem um Fritz, der Junge, oder sollte man mittlerweile der junge Mann sagen, wird hier ganz schön gebeutelt. Fritz ist nun schon seit einigen Bänden ein wichtiger Charakter der Reihe, ich hoffe, für ihn endet alles gut. Offenbar soll die Reihe mit dem nächsten Band enden, ich bin schon sehr gespannt, und hoffe für die Charaktere, die ich mag, endet alles gut..
Ich bin vom ersten Band an ein Fan der Reihe, dieser neunte Band hat mir aber ein bisschen weniger gut gefallen wie die meisten Vorgänger. Vielleicht liegt das an der stark veränderten Situation, in der sich die Protagonist:innen befinden, vielleicht auch an der etwas überzogenen Rolle, die Charlie hier spielt, genau kann ich es nicht sagen. Dennoch ist auch dieser Band spannend und lesenswert und vor allem Fritz' Schicksal hat mich sehr berührt. Insgesamt kann ich die Reihe um Gereon Rath weiterhin sehr empfehlen.
Rezensionen von Bücherfreundin:
Beeindruckendes Meisterwerk
Demon Copperhead von Barbara Kingsolver
In "Demon Copperhead" erzählt die amerikanische Autorin Barbara Kingsolver die Geschichte "David Copperfield" von Charles Dickens neu. Das ist ihr so meisterhaft gelungen, dass sie dafür im letzten Jahr mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde.
Demon Copperhead, der eigentlich Damon Fields heißt, kommt in einem armen Bezirk in Appalachia zur Welt.
Seine Mutter ist 18 Jahre alt und drogensüchtig, sein Vater starb bereits vor seiner Geburt. Die kleine Familie lebt in einem gemieteten Wohnwagen auf dem Grundstück der Familie Peggot, deren Enkel Maggot Demon ein enger Freund werden wird. Als die Mutter ihren Freund Stoner heiratet, ist Demon zunehmend dessen Gewalttätigkeiten ausgesetzt. Als er 10 Jahre alt ist, wird er auf einer Farm untergebracht, auf der er das Vieh hüten und bei der Tabakernte helfen muss. Ein Jahr später stirbt seine Mutter an einer Überdosis Oxycontin. Da Stoner kein Interesse an Demon hat, wird dieser bei Pflegefamilien untergebracht.
Demon erzäht uns seine mitreißende Geschichte von der Kindheit bis ins frühe Erwachsenenalter mit schonungsloser Offenheit in der Ich-Form. Wir erleben den kleinen Jungen, der nach dem Tod der Mutter in den Pflegefamilien ein trostloses Leben führt, oft Hunger hat und in der Schule die Reste seiner Mitschüler isst. Nachdem er sich Jahre später aufmacht, um seine Großmutter väterlicherseits zu suchen, scheinen sích seine Lebensumstände endlich zu verbessern.
Die zentralen Themen des Buches sind die Armut, in die viele Kinder hineingeboren werden, und Drogenabhängigkeit mit ihren daraus resultierenden Problemen. Es geht auch um das Schmerzmittel Oxycontin, einem Opiod, das Ende der 1990er Jahre in den Vereinigten Staaten im Rahmen der Opiodkrise bekannt wurde. Die Autorin beschreibt nicht nur sehr detailliert, was Oxycontin mit den Menschen macht, sie setzt sich in diesem Zusammenhang auch kritisch mit der Skrupellosigkeit vieler Ärzte auseinander. Der Roman ist keine leichte Kost, er behandelt auch Themen wie Vernachlässigung von Kindern, Pflegefamilien, Grausamkeit und schmerzliche Verluste.
Demon ist ein fesselnder Charakter, der von seinem Überlebenswillen durch die harte Realität geführt wird. Seine Geschichte. die deutlich mehr Tiefen als Höhen hat, ist meisterhaft in kraftvoller Sprache erzählt und geht unter die Haut. Sie hat mich erschüttert und zutiefst bewegt. Das hoffnungsvolle Ende bildet einen gelungenen Abschluss dieses großartigen Romans.
Absolute Leseempfehlung für dieses beeindruckende Meisterwerk!
Rezensionen von Das Echo vom Alpenrand:
Wer heilt hat recht
Arthrose endlich heilen von Wolfgang Feil; Tobias Homburg
Dass Arthrose, von den Medizinern gerne als unheilbar abgehakt, durchaus heilbar, und mit einigen einfachen Verhaltensregeln selbst in den Griff zu bekommen ist, klingt fast zu schön um wahr zu sein. Dennoch scheint es möglich, mithilfe der revolutionären Strategie nach Dr. Wolfgang Feil und Tobias Homburg, die weltweit verbreitete Knorpelregeneration erfolgreich in den Griff zu bekommen.
Basierend auf vier klar definierten Bausteinen, werden zunächst die Zusammenhänge und Wechselwirkungen, verständlich und leicht nachvollziehbar, dargestellt. Mit den darauffolgenden Tipps zur Umsetzung wird erklärt, wie man das neu erworbene Wissen in die Praxis umsetzen und in den Alltag einbauen kann. Mit beispielhaften Rezepten, vielen Listen und einfachen Körperübungen bekommt man eine Anleitung, die, wenn man den zahlreich eingestreuten Erfahrungsberichten Glauben schenkt, nach konsequenter Befolgung, absoluten Erfolg verspricht. Warum man trotzdem noch die empfohlenen Nahrungsergänzungsmittel der angepriesenen Eigenmarke nehmen soll, ist daher unverständlich und nicht nachvollziehbar.
FAZIT
Ein grafisch sehr ansprechend aufgemachter Ratgeber, mit vielen interessanten Ansatzpunkten, die jeder Betroffene für sich selbst ausprobieren und umsetzen kann.
Rezensionen von gelesengelauschtgemacht:
Magischer Auftaktband
Lila Leuchtfeuer - Geh nicht nach Nimmeruh! Lila Leuchtfeuer von Tijan Sila; Lena Schneider
Das Buch "Lila Leuchtfeuer - Geh nicht nach Nimmeruh!" von Tijan Sila mit und Lena Schneider erscheint am 7.2.2024 im BELTZ & Gelberg Verlag und ist ab einem Alter von 9 Jahren empfohlen.
Lila ist magische Mechanikerin in Ausbildung in der Werkstatt ihres Vaters. Sie lernt gerade, wie man Gegenstände repariert.
Die Handlung spielt sich in einer alternativen Welt ab, in die zu Beginn des Buches eingeführt wird. Als der Vater auf Dienstreise ist, verlangt eine der mächtigsten Hexen des Reiches von Lila, ihr Fortbewegungsmittel zu reparieren. Natürlich bleibt der wertvolle Gegenstand nur unter Bewachung des Hexenknechts zurück. Das Problem ist schnell gefunden, aber schwer zu lösen, weshalb es zu einer abenteuerlichen Reise durch weite Teile des magischen Reiches kommt. Mit dabei ist auch der magische (und lebendige) Hammer.
Meine Meinung:
Der Zeichenstil des Covers hat mich gar nicht angesprochen - weshalb ich in der Buchhandlung sicher nicht nach dem Buch gegriffen hätte. Die schwarz/weißen Illustrationen im Buch sind zwar im gleichen Stil, ergänzen aber die Handlung und machen vieles dadurch leichter vorstellbar, weshalb ich mich von denen sehr wohl angesprochen gefühlt habe.
Die Welt ist vielschichtig und vor allem die Namen haben es mir teilweise schwer gemacht, der Handlung zu folgen. Da Kinder aber weniger voreingenommen sind als Erwachsene glaube ich, dass das bei der Zielgruppe gut ankommen wird.
Die Handlung nimmt schnell Fahrt auf und die Handlungsdichte bleibt bis zur letzten Seite bestehen. Es wird im Laufe des Buches klar, dass es sich um den Auftaktband einer Buchreihe handelt wird, und es noch mehr magische Abenteuer für Lila und ihre Freunde geben wird.
Jedoch trifft man nicht nur auf bereits bekannte Wesen, auch ansonsten unbelebte Natur scheint, zumindest teilweise, in dieser Welt ein Eigenleben zu führen, was ich sehr ansprechend gefunden habe.
Der lebendige Hammer erinnert mich zu sehr an "Meister Mannys Werkzeugkiste", weshalb ich die Idee nicht innovativ finde und auch ansonsten habe ich zu dieser Begleitung keinen Zugang gefunden.
Lila ist eine tolle Heldin, die mutig und selbstbewusst auftritt - und in so manche Schwierigkeit gerät. Damit ist sie auf jeden Fall ein super Rollenvorbild für Mädchen - gerade für jene, die sich für naturwissenschaftliche Berufe interessieren könnten.
Besonders gut gefallen haben mir die magischen Mischungen des Bösewichts dieses Buches und es hat mir gefallen, dass die Handlungsmotive aufgeklärt werden und die Geschichte in sich abgeschlossen ist.
Fazit: ein gelungener Auftaktroman mit einer tollen Heldin, wo man sofort darauf Lust bekommt, weitere Abenteuer mit ihr zu bestehen.
Rezensionen von gelesengelauschtgemacht:
Großes Versprechen
Arthrose endlich heilen von Tobias Homburg; Wolfgang Feil
Arthrose entsteht aus verschiedensten Gründen - und so gehörte ich auch zu jenen Menschen, die eine beginnende Verschleißerscheinung bei manchen Gelenken haben - jedoch derzeit (noch) ohne Beschwerden. Da ich selbst Fachwissen im Bereich Naturwissenschaften habe, hat mich das Buch gleich doppelt interessiert - und ich bedanke mich für das E-Book als Rezensionsexemplar.
Wie schon auf dem Cover angekündigt, geht es darum, diese Erkrankung durch Ernährung und Bewegung in den Griff zu bekommen. Vor allem dem Baustein Ernährung wird viel Raum gegeben, was für mich auch sehr interessant war, da auf die verschiedenen Nährstoffe und ihre biologische Funktion fundiert eingegangen wurde.
Es wurde gezeigt, welche Prozesse zu Entzündungen führen, und was die Voraussetzung ist, dass sich der Knorpel langsam (da er über keine eigenen Blutgefäße verfügt) aber doch regenerieren kann. Und dass dass Fortschreiten der Erkrankung in den meiste Fällen auf einen (nicht ausreichenden Wandel des) falschen Lebensstil(s) zurückzuführen ist.
Es wird natürlich NICHT in Abrede gestellt, dass vor allem eine Gewichtsreduktion zu einer Besserung der Beschwerden führt - vor allem bei Personen, die über dem Normalgewicht liegen. Als Dauer für die Regeneration wird etwa ein Jahr veranschlagt, was, meiner Meinung nach, ein überschaubarer Zeitraum ist.
Abzüge gibt es von mir auf jeden Fall dafür, dass nicht ausreichend auf vegane Alternativen eingegangen wird - vor allem im Bereich Collagen habe ich sehr lange recherchiert, wie das im Bereich der veganen Ernährung als Baustein ausreichend zugeführt werden kann. Denn bei der Verdauung wird ja so wie so in die Bestandteile zerlegt und neu zusammengebaut. Falls sich ohne "fertiges" Collagen keine Besserung zeigen sollte, hole ich mir das noch als Single-Ersatzprodukt.
Bei der Nahrungsergänzung (die Hersteller des optimierten Produkts gehören zur Familie von Dr. Feil) bin ich zwiegespalten. Einerseits ist es doch schon sehr offensive Werbung für die Zusammensetzung, allerdings gibt es auch genug Menschen, die sich mit den Infos des Buches keinen eigenen Ernährungsplan zusammenstellen können oder wollen oder einfach nach der "bequemen Pille" suchen, mit der "alles wieder gut" ist. Daher möchte ich diesen Punkt nicht unerwähnt lassen. Da ich mir aber meine Nahrungsergänzung selbst in Absprache mit meinem Orthopäden zusammengestellt habe, bleibe ich auf jeden Fall dabei.
Die Rubrik "Rezepte" fällt sehr überschaubar aus - toll fände ich es, wenn man im kostenlosen Mailprogramm, für das man sich anmelden kann, auch schneller viele alltagstaugliche Rezepte oder einen Ernährungsplan für eine Woche bekommen würde - dafür ziehe ich etwas ab - der Laie scheitert hier nämlich in der praktischen Umsetzung leicht.
Zum Punkt "Bewegung" gibt es zielgerichtete Übungen, in meinem Fall aber nichts, was man nicht auch auf YouTube zum Faszientraining (falls man über entsprechende Rollen verfügt), seiner Physiotherapie oder einer Einsteigeryogastunde kennt.
Am schwierigsten ist der Punkt "vermeiden Sie Stress", da sich Stress negativ auf den gesamten Prozess auswirkt. In diesem Punkt war mir das Buch nicht wirklich eine Hilfe, da ich ausgebildete Entspannungstrainerin bin und von daher über eine große Vielfalt an Übungen zur Stressreduktion verfüge. Die praktische Umsetzung ist aber für viele wahrscheinlich der Knackpunkt und erfordert sehr viel Zeit, in der man sich selbst beobachten und Gutes tun sollte.
In Summe kann man sagen, so ziemlich alles, was unter dem Punkt "Selbstfürsorge" fällt, wird in diesem Buch empfohlen und gerade im Bereich Ernährung gibt es fundiertes Hintergrundwissen.
Die Fallbeispiele sind aus der Ordination des Arztes, leider werden die Personen nicht mit vollem Namen genannt, so dass es sich nicht verifizieren lässt, dass es diese Menschen tatsächlich gibt.
Fazit: Aus Biochemischer Sicht ein sehr spannendes Buch, das Betroffenen Hoffnung auf Besserung gibt, wenn sie den Lebensstil radikal ändern. Nach einem Jahr bin ich hoffentlich zurück und ändere die Methode auf 5*, weil man nichts mehr feststellen kann - drückt mir die Daumen.
Rezensionen von Nele33:
guter Thriller
Gehe mit den Toten von Alexander Hartung
Gehe mit den Toten des Autors Alexander Hartung ist bei Edition M, erschienen.
Alexander Hartung ist mir durch seine spannende Thriller Reihen, die ich sehr gerne gelesen habe ein Begriff. Ich denke mit dieser Fall mit Lara Plank als Ermittlerin ist der Auftaktband zu einer neuen Reihe, auch wenn das Ende etwas anderes vermuten lässt.
Bernhard Döhring, ein bekannter, reicher und hochangesehener Fabrikant aus Frankfurt wird in seiner Villa trotz sämtlicher Sicherheitsvorkehrung grausam ermordet. Es gibt keinerlei Einbruchsspuren und der Täter hat die Villa lange Zeit nicht verlassen, dies spricht nicht für einen Raubüberfall. Laras Instinkt ist geweckt und sie macht sich alleine auf um Licht in den kuriosen Fall zu bringen. Schnell stößt sie auf andere Opfer, und sucht einen Zusammenhang. Durch ihr Vorgehen wird sie suspendiert, was sie jedoch nicht davon abhält weiter zu ermitteln. Unterstützt wird sie von einem ehemaligen Kollegen.
Der Thriller ist spannend geschrieben, hat jedoch teilweise kleinere Längen, die durch ein fulminantes Ende jedoch wieder herausgerissen werden. Lara als Protagonistin erschien mir in manchen Situationen ein wenig übermotiviert, in anderen ein wenig blass. Teilweise waren mir die Dialoge etwas seicht.
Insgesamt wurde ich von dem Thriller aber gut unterhalten und vergebe gerne 4*.
Rezensionen von fitman:
Die Nachwirkung einer Königin
Das Lächeln der Königin von Stefanie Gerhold
Ein mehr als interessantes Buch über die Büste der ägyptischen Königin Nofretete. Es wird über die Entdeckung der Büste in Tell el-Amarna und ihren beschwerlichen Weg nach Berlin zum Financier James Simon, einen erfolgreichen Textilunternehmer, einem Juden, berichtet. Dann verschwindet sie längere Zeit in einem Keller des Museums.
Das Buch beschreibt aber auch die Lage in Berlin, die Zeit des Weltkrieges, die wirtschaftlichen Veränderungen und auch den veränderten Umgang mit Juden. Aber über Allen steht Nofretete. Ihre Schönheit, ihre Ausstrahlung verdrängt alles Andere in den Hintergrund. Doch es dauert, bis sie ihren angestammten Platz im Museum erhält. Dazwischen tauchen die ägyptischen Rückforderung und die Repressalien auf deutsche Archäologen auf, welche Simon schwer belasten. Ein Werk, welches uns die Bedeutung dieses Fundes wieder in den Vordergrund stellt.
Rezensionen von heinoko:
Klug konstruierter, ideenreicher Krimi-Genuss
Verborgen von Eva Björg Ægisdóttir
Über das Erscheinen des dritten Bandes um die Kommissarin Elma und ihr Team habe ich mich sehr gefreut, da mir die Vorgängerbände sehr gut gefallen hatten. Und tatsächlich ist auch dieser Band 3 ein weiterer Beweis, dass die Autorin es perfekt versteht, klug konstruierte, raffinierte und packende Krimis zu schreiben.
Schon der Einstieg ist fesselnd: In Akranes, einer beschaulichen isländischen Kleinstadt, brennt nachts ein Einfamilienhaus völlig aus. Die Leiche eines jungen Mannes wird in der Brandruine gefunden. Wie sich später herausstellt, war der junge Mann allerdings nicht durch das Feuer gestorben, sondern bereits vor Ausbruch des Brandes tot in seinem Bett gelegen. Elma und ihre Kollegen gehen allerlei Hinweisen nach, drehen sich jedoch mit ihren Ermittlungen im Kreis. Nach Fund einer weiteren Leiche wird das Geschehen noch undurchsichtiger.
Der Krimi ist leicht und flüssig lesbar. Bei diesem dritten Band kam ich im Vergleich zu den früheren Büchern mit den isländischen Namen besser zurecht, auch wenn die Fülle der verschiedenen Personen nach wie vor eine gewisse Herausforderung darstellt. Das Spannungsniveau reißt über das gesamte Buch hinweg nicht ab und lässt den Leser lange rätseln bzw. führt ihn in die Irre. Immer wieder glaubt man, anhand der neu auftauchenden Informationen endlich Licht ins Dunkel der Vorkommnisse gewinnen zu können, aber dann dreht sich die Situation völlig unerwartet und ich lag mit all meinen Vermutungen falsch. Dass auch nicht alle Fragen am Ende des Buches beantwortet sind, gefällt mir irgendwie. Es wirkt realistisch und fordert natürlich heraus, auf den vierten Band sehnsüchtig zu warten. Diesmal treten Natur- und Landschaftsbeschreibungen im Vergleich zu den Vorgänger-Krimis etwas mehr zurück. Dafür bleibt mehr Raum für die handelnden Personen, die psychologisch nachvollziehbar und einfühlsam geschildert werden. Ich konnte ihre jeweiligen Gedanken und Gefühle gut verfolgen und entwickelte ausgeprägte Zu- und Abneigungen. Ich hatte das Gefühl, dass sich das Ermittlerteam von Buch zu Buch weiterentwickelt und mir dadurch vertrauter wurde.
Fazit: Wieder ein gekonnt geschriebener, ideenreicher, spannender Island-Krimi mit Suchtcharakter.
Rezensionen von Lesestern:
Oliver und Julia oder was bedeutet Mama-Sein?
Oliver und die Sache mit dem Stiefmütterchen von Susanne Ospelkaus
Oliver und die Sache mit dem Stiefmütterchen" ist ein Bilderbuch zum Thema Patchwork- Familie von Susanne Ospelkaus und ist im Januar 2024 im Brunnen- Verlag erschienen.
Die Geschichte erzählt von Oliver und Julia. Jeden Morgen bringt Julia den kleinen Oliver mit dem Fahrrad zum Kindergarten.
Die beiden sind ein eingespieltes Team und Oliver genießt die gemeinsame Fahrt und kommt gut gelaunt zu seiner Kita- Gruppe. Heute unterhalten sich alle über ihre tollen Mamas. Als Oliver gerade über Julia erzählen will, wird er sofort ausgebremst: Julia sei keine richtige Mama, sie sei ja nur ein Stiefmütterchen....
Mein Lese- und Bildereindruck
Sensibel und einfühlsam wird dieses wichtige Thema für Kinder in einer kleinen realitätsnahen Geschichte aufbereitet. Die enttäuschten Gefühle verdrängen den allmorgendlichen Segenswunsch von Julia in ein dunkles innerliches Donnergrollen. Um der Hänselei auszuweichen, versteckt sich Oliver, bis Julia ihn abholt. Zuhause zieht Oliver sich mit seinen traurigen Gedanken zurück und erst am Abend vorm Schlafengehen fasst er Mut, mit Julia darüber zu sprechen.
Die kurz gehaltenen Texte bieten viel Raum, um mit Kindern ins Gespräch zu kommen. Und die in warmen Farben gehaltenen Illustrationen von Maria Allner und die dargestellte Mimik und Gestik unterstützen das Thema und helfen den Kindern, die Geschichte zu verstehen.
Fazit:
Ein wichtiges Thema und eine hoffnungsvolle Botschaft, die mithilfe dieses liebevollen Bilderbuchs vermittelt wird.
Rezensionen von rewareni:
Unheimliche Träume
Die Traumbinderin von Kaja Bergmann
Da die 18 jährige Ella nach dem Abi nicht wirklich weiß, was sie weiter tun soll, nimmt sie das Angebot an bei den Traummanns vorübergehend als Babysitterin für den 9 jährigen Tim zu arbeiten, da die vorherige plötzlich verschwunden ist. Es ist ein seltsamer Ort, wo der Name Ödenhausen wunderbar passt.
Auch die Eltern von Tim wirken immer wieder etwas unnahbar und scheinen etwas vor ihr zu verbergen. Immer wiederkehrende Albträume machen Ella das Leben schwer. Gut, dass sie den jungen Levi kennen lernt, der zwar auch seine Macken hat, aber mit dem sie sich immer wieder einmal treffen kann, so lange, bis Dinge geschehen, die schlimmer sind, als ihre beunruhigenden Träume.
Die Autorin Kaja Bergmann lässt in dem etwas mystisch angehauchten Thriller ,, Die Traumbinderin“ ihre Protagonistin Ella an einem Ort landen, wo man besser nicht hin gehen sollte. Von Beginn weg, wird man als Leser in Ellas Träume hineingezogen, die wie eine Fortsetzungsgeschichte anmuten, wo man Stück für Stück immer tiefer in die Abgründe der menschlichen Seele hinein katapultiert wird.
Die Autorin versteht es dabei, dass sie eine zwar manchmal etwas gewagte Mischung zwischen slapstikartigen und humorvollen Szenen mit gruseligen und schockierenden Momenten wunderbar zusammen fügt.
Man leidet mit den Protagonisten mit, man denkt, dass man eine Spur hat, was passiert ist und wird dann wieder davon überrascht, dass plötzlich alles anders ist, als man angenommen hat.
Man kann sich als Leser nie sicher sein wer Opfer und wer Täter ist. Da ich immer auf ein ,,geschlossenes“ Ende hoffe, ist für mich das doch offene Ende etwas schwer zu ertragen.
Der lockere und ungezwungene Schreibstil lässt die Seiten nur so dahin fliegen und die Überraschungen die die Autorin dabei bis zum Schluss parat hat, bin ich von ihr schon gewohnt und es macht immer Spaß ihre Roman zu lesen.











