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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von brauneye29:

Ein ungewöhnlicher Fall

Ostfriesenhass [Ostfriesenkrimis, Band 18 (Ungekürzt)] Ostfriesenkrimis. Ann Kathrin Klaasen ermittelt von Klaus-Peter Wolf

Zum Inhalt:
Er hält sich für den Auserwählten, der die Menschheit retten muss. Denn sie sind längst da und tarnen sich als Urlauber, aber er weiß, dass es anders ist. Heute hat er es nur geschafft eine zu erwischen, eigentlich sollten es doch zwei sein. Er muss besser werden. Dieser Fall stellt Ann Kathrin Klaasen vor en ungeahnte Herausforderung, scheint das Motiv doch nicht wirklich greifbar.

Meine Meinung:
Die Bücher um Ann Katrin Klaasen sind immer gut und oft etwas besonderes, hier wurde das Besondere auf die Spitze getrieben. Mehr kann man in einer Rezension nicht wirklich sagen, weil man das nicht könnte ohne zu spoilern. Ich habe oft geschmunzelt, aber auch mit Spannung gelauscht, denn das Buch bietet einfach beides. Ich hatte die Hörbuchversion und habe es wieder sehr genossen, wie der Autor in seiner ganz eigenen Art liest.
Fazit:
Ein ungewöhnlicher Fall

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Rezensionen von Herwig Oberlerchner:

Sehnsucht

Die Stadt und ihre ungewisse Mauer von Haruki Murakami

Pünktlich zum 75. Geburtstag erscheint das neue 600 Seiten starke Buch des japanischen Beststeller- und Kultautors und Nobelpreisträgeranwärters. Wieder lädt uns Murakami in eine märchenhafte Traumwelt ein, verführt uns dieses Mal in eine Stadt mit verschieblichen und kaum durchlässigen Mauern, an deren Tor ein Pförtner wacht, der auch die Aufgabe hat, die Einhörner mittels seines Horns zu den Toren und zu den Weiden zu locken.

Viele Tiere sterben im kalten Winter und werden vom Torwächter in Gruben verbrannt. In dieser Stadt gibt es eine Bibliothek der Träume, über viele Jahre konserviert in pulsierenden Gebinden, die nur wenige lesen können. Dort trifft der Ich-Erzähler auf jenes Mädchen als Bibliothekarin, in das er sich als 17-jähriger verliebt hat. Eine tiefe, zuletzt enttäuschte Liebe, bricht doch der Kontakt plötzlich und schmerzhaft ab. Und nur enttäuschte, gekränkte oder durch Verluste traumatisierte Menschen, haben Zugang zu diesen anderen Welten oder schlicht Menschen, die nicht für diese Welt geschaffen scheinen, so ein Bub mit autistischen Zügen. Ein Riss geht durch diese Menschen, sie scheinen weder da noch dort glücklich zu sein, immer fehlt ein Teil ihres Seelenlebens, etwas wartet in ihnen sehnsüchtig. Diese Sehnsucht dehnt Murakami, die Leben sind langsam, still, entschleunigt, im Tempo des vom Himmel fallenden Schnees.
Dem mit Tiefenpsychologie vertrauten Leser werden vielen Anleihen auffallen, die Haltung der Psychoanalytiker:in (gleichschwebende Aufmerksamkeit), Elemente der Traumdeutung und der topographischen Modelle Freuds, die langsame Gründlichkeit und die Wiederholungen in der analytischen Kur, die sehnsüchtige Suche nach in der Sozialisation verloren gegangenen Teilen des seelischen Apparates, die uns ein Gefühl der Ganzheit vermitteln. Die Psychoanalyse funktioniert nur, wenn wir auch bereit sind das Rationale hinter uns zu lassen und jenseits davon es wagen ins Märchenhafte, Magische, Irrationale einzutauchen. Ein wunderbares, wundersames Buch, ein Gegenpol zu unserer hektischen, entzauberten Welt.

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Rezensionen von rainbowly:

Rasante Story

Thieves' Gambit von Kayvion Lewis

Inhalt
Rosalyn Quest gehört zu einer der berühmtesten Diebesfamilien weltweit. Als ihre Mutter bei einem Coup entführt wird, bleibt ihr nur eine Möglichkeit sie zu befreien - am „Thieves’ Gambit“ teilnehmen und gewinnen.

Sprache
Ich habe etwas gebraucht, um in die Geschichte rein zu kommen.

Aber schon nach einigen Kapitel war ich total gefesselt. Ich liebe den Witz und die Spannung der Geschichte. Es gibt überraschende Wendungen, einen rasanten Wettbewerb, überzeugende Charaktere und über allem steht immer die Frage: Wem kann ich vertrauen? Diese Frage stellt sich Rosalyn immer wieder, aber auch ich war mir nicht sicher wer vertrauenswürdig ist und wer nicht.
Die Aufgaben, die den Teilnehmern des Gambit gestellt werden und die Umsetzung haben mir sehr gefallen.
Die kleine Romanze die sich im Laufe der Geschichte anbahnt, hat mir auch gut gefallen - bis auf ein Kapitel! Das empfand ich als übereilt und unpassend für den weiteren Verlauf der Geschichte. Darüber konnte ich aber hinwegsehen.

Charaktere
Rosalyn ist ein spannender Charakter. Obwohl sie sehr unter außergewöhnlichen Umständen aufgewachsen ist - keine sozialen Kontakte außer ihrer Mutter und Tante, Ausbildung zur Diebin, kein Vertrauen zu anderen - ist sie nicht egozentrisch oder kalt geworden. Sie sehnt sich danach eigene Entscheidungen treffen zu können und Freunde zu finden, verspürt aber auch ein großes Verantwortungsgefühl ihrer Mutter gegenüber.

Die anderen Charaktere, auf die sie beim Gambit trifft, sind alle sehr individuell und interessant gestaltet. Jeder Einzelne hat seinen ganz eigenen Reiz, seine eigene Geschichte und trägt seinen Teil zur Story bei. Da ist vom Schlägertyp, über den Techniknerd bis zum charmanten Trickbetrüger alles dabei.

Fazit
Eine Geschichte, die mich gut unterhalten hat und, wie erhofft, absolut überzeugen konnte!

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Ein gelungener Abschluss der Reihe

Kinderklinik Weißensee – Geteilte Träume von Antonia Blum

Wie der Untertitel „Geteilte Träume“ andeutet, spielt dieser Abschlussband im Berlin der ersten Nachkriegsjahre.
Die Ärztin Marlene und ihrem Mann Maximilian ist es gerade noch rechtzeitig vor der Verhaftung durch die sowjetische Besatzung gelungen, in den alliierten Teil Berlins zu flüchten, da man ihnen vorwirft, als adelige Großgrundbesitzer mit den Nazis kollaboriert zu haben.

Als dann Maximilian an einem Herzinfarkt stirbt, bricht Marlenes Welt endgültig zusammen. Marlene und ihre Schwester Emma leben nun jeweils im anderen Teil Berlins und haben sich nichts mehr zu sagen. Die Politik hat das zuvor innige Verhältnis der Schwestern nachhaltig zerrüttet.

Das Kinderkrankenhaus Weißensee steht nun unter sowjetischer Führung und Emma, die schon früher den sozialistischen Ideen nahe gestanden ist, ist dort Pflegeleiterin. Nun soll ihre Tochter Elisabeth „Lissy“ als Ärztin in der Kinderklinik beginnen.

Wenig später häufen sich die Fälle von Kinderlähmung, einer Krankheit, die auch Lissy in ihrer Kindheit betroffen hat und die sie nur mit eiserner Disziplin überwunden hat.

Obwohl der sowjetische Klinikleiter ständig das Kollektiv lobt, das die Klinik ohne entsprechende Mittel und Medikamente betreibt, ist es doch das Engagement von Emma, das den Betrieb des Krankenhauses mithilfe ihres Improvisationstalentes sowie ihrer Bekannten aufrechterhält.

Meine Meinung:

Antonia Blum ist es sehr gut gelungen, die Zustände im Berlin kurz vor der Gründung der DDR darzustellen. Zunächst sind alle froh, den Krieg überlebt zu haben. Man wartet noch auf den einen oder anderen Heimkehrer. Als sich die Lage im sowjetischen Sektor Berlins nicht ganz so entwickelt wie gehofft, beginnt es Emma und Kurt langsam zu dämmern, dass sie eine Diktatur gegen eine andere getauscht haben. Man droht den beiden mit einschneidenden Konsequenzen, die auch Lissy betreffen, wenn Kurt das Schreiben kritischer Zeitungsartikel nicht sofort einstellt.

Die Epidemie der Kinderlähmung ist nicht nur in Deutschland aufgetreten, sondern auch in Österreich. In meinem persönlichen Umfeld kenne ich einige, die daran erkrankt sind. Die Mutter und Tante meiner Freundin (Jahrgang 1938 und 1939), ein Bürokollege (Jahrgang 1939) und meine Cousine (Jahrgang 1948). Alle vier Betroffenen haben unterschiedlich schwere Beeinträchtigungen davongetragen.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem gut gelungenen Abschluss dieser Reihe rund um die Schwestern Marlene und Emma 5 Sterne.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Hat mich zwiegespalten zurückgelassen

Wo ich wohne, ist der Mond ganz nah von Cho Nam-Joo

Nachdem die südkoreanische Autorin Cho Nam-Joo mit "Kim Jiyoung, geboren 1982" einen Bestseller geschrieben und in ihrer Heimat eine neue feministische Bewegung ausgelöst hat, werden nun auch ihre anderen Werke übersetzt. Letztes Jahr habe ich „Miss Kim weiß Bescheid“ gelesen und ich war nun auf "Wo ich wohne, ist der Mond ganz nah" gespannt.

Das Buch hat mich ein wenig zwiegespalten zurückgelassen. Einerseits wird Go Manis Familie als arm beschrieben, andererseits besitzt sie Haus und Grund. Auch wenn das Haus sehr klein ist, bildet es doch ein Vermögen. Warum es so erstrebenswert sein soll, in eine Wohnung in einem Hochhaus zu ziehen, erschließt sich mir nicht ganz. Ja, eine solche Wohnung hat bestimmt mehr Komfort (Stichwort Sitztoilette).

Go Manis Mutter wird als zurückgeblieben beschrieben, weil sie keiner bezahlten Beschäftigung nachgeht. Doch sie scheint eine gewisse Bauernschläue zu haben. Wie könnte sie sonst das Schulgeld für ihre Tochter auftreiben?

Die Geschichte wird nicht chronologisch erzählt. Immer wieder gibt es Zeitsprünge. Die Charaktere erschließen sich mir auch nicht wirklich, da ich mich mit der asiatischen Mentalität nicht gut auskenne.

Von Menschen, die ihre Arbeit verlieren und das aus Scham verschweigen, habe ich schon mehrmals gehört. In meinem erweiterten Bekanntkreis gab es ein Ehepaar, dessen Mann ebenfalls gekündigt worden ist und der täglich mit der Aktentasche unter dem Arm die Wohnung verlassen hat, um den Schein in die Arbeit zu gehen, für seine Frau und die Nachbarn aufrechterhalten hat. Die beiden sind nach einiger Zeit aus Wien weggezogen.

Fazit:

Diesem nüchternen Roman über Armut und verlorene Träume, der sich so oder ähnlich auch in einem europäischen Sozialbau abgespielt haben könnte, gebe ich 3 Sterne.

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Rezensionen von brauneye29:

Gefällt mir

Cosima und der Diamantenraub von Laura Noakes

Zum Inhalt:
Cosima wohnt schon solange sie denken kann im Heim für beklagenswerte Mädchen. Zusammen mit ihren Freundinnen macht sie aber das Beste daraus wie zum Beispiel waghalsige Küchendiebstähle. Doch jetzt geht es um was anderes, denn ein berühmter Entdecker will die Mädchen der Heimleitung abkaufen.

Was für einen Plan verfolgt er damit?
Meine Meinung:
Ganz zum Anfang muss ich sagen, dass es großartig ist, dass in einem Kinderbuch chronische Krankheiten und andere Behinderungen thematisiert werden, dass kommt ja nicht so oft vor. Die Geschichte habe ich als sehr lebhaft und spannend empfunden. Die Illustrationen lockern das Ganze noch mehr auf. Die Protagonisten fand ich sehr gut ausgearbeitet und gerade die fiese Miss Makel hat mir gut gefallen. Das Buch wird vermutlich eher Mädchen ansprechen. Mir hat es auf jeden Fall gut gefallen.
Fazit:
Gefällt mir

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Rezensionen von Tobias Kallfell:

Originell und enttäuschend

Die Insel des Zorns von Alex Michaelides

Nein, dieses Buch war leider überhaupt nicht mein Fall. Schade, schade. Und das, obwohl der Auftakt vielversprechend und ungewöhnlich war. Die Idee eines auktorialen Erzählers, der zugleich auch handelnde Figur ist, sich direkt an die Leser:innen wendet und das Geschehen kommentiert, fand ich zunächst interessant.

Es stellte sich im weiteren Handlungsverlauf dann aber leider heraus, dass die Verwendung einer solchen Erzählerinstanz verhindert, dass überhaupt Spannung entsteht. Zu geschwätzig und omnipräsent kommt der Erzähler daher, er mischt sich in meinen Augen viel zu viel ein. Ich hätte ihm am liebsten zugerufen: „Komm doch endlich auf den Punkt!“ Irgendwann war ich tatsächlich nur noch davon genervt. Das einzige, was mir noch gefallen hat, war die Metaebene zum Schreiben, die der Erzähler eröffnet hat. Als Dramatiker kennt er sich in diesem Bereich nämlich aus, meint er zumindest…

Die Erzählweise ist also sicherlich mal etwas anderes, sicherlich wird sie ihre Fans finden. Für mich war es, wie gesagt, (leider) nicht das Richtige. Die Distanz zu den Figuren wurde mir dadurch auch viel zu groß, weil über sie nur berichtet wird, vermittelt durch eine andere Instanz. Gleichzeitig überschattet der charmante und selbstgefällige Erzähler mit seiner Präsenz alle anderen Figuren, drängt sie förmlich an den Rand. Dadurch verlieren sie an Reiz und an Zugkraft. Und es kommt hinzu, dass die Spannung gänzlich verloren geht. An keiner einzigen Stelle bin ich vom Geschehen gepackt worden. So etwas darf in einem „Thriller“ in meinen Augen einfach nicht passieren, sonst ist es für mich kein Thriller.

Leider kann „Die Insel des Zorns“ nicht mit dem Erfolg von „Die stumme Patientin“ mithalten, das ich auch vor kurzem gelesen habe und das mir gut gefallen hat (vgl. eine frühere Rezension). Ich rate von der Lektüre ab und komme auf 2 Sterne, weil die Idee mit dem auktorialen Erzähler zunächst originell auf mich wirkte. Vom Autor würde ich mir wünschen, dass er beim nächsten Thriller wieder zu seinen Wurzeln zurückkehrt und einen stärker psychologisch ausgerichteten Plot entwickelt. Er hat mit seinem Debut ja bewiesen, dass es ihm gelingt, ein solches Setting zu kreieren. Mein Wunsch: Zurück zum Psychologisch-Psychiatrisch-Therapeutischen!

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Rezensionen von Kwinsu:

Mord oder nicht Mord, das ist hier die Frage...

Verborgen von Eva Björg Ægisdóttir

Als der junge Erwachsene Marinó bei einem Brand in seinem Zimmer ums Leben kommt, wird zuerst von einem Unfall ausgegangen. Schnell stellt sich aber heraus, dass er schon tot war, bevor das Feuer ausgebrochen ist. Die Ermittlerin Elma und ihr Partner Sævar starten eine Suche nach der Wahrheit, die nicht nur ihr eigenes Leben auf den Kopf stellen wird.

..

Eva Björg Ægisdóttir schafft in "Verborgen" einen spannenden und hervorragend ermittelnden Kriminalfall, der von der ersten Zeile an zu begeistern weiß. Ihr Schreibstil ist einnehmend und kurzweilig. Die Erzählung springt zwischen verschiedenen Charakteren, bei denen oft lange nicht klar ist, welche Rolle sie in dem Fall spielen. Dadurch können die Leser:innen wunderbar spekulieren und werden doch auch ein wenig in die Irre geführt - bis zum Schluss ist nicht absehbar, was tatsächlich passiert ist.
Oft können wir die Gedankengänge der einzelnen Protagonist:innen mitverfolgen, was immer wieder neue Rätseln und Spekulationen aufkommen lässt. Die einzelnen Charaktere sind vielschichtig und ab und an kommen ganz schlechte Seiten zum Vorschein. Die Autorin legt aber auch viel Feingefühl an den Tag; besonders die Hauptfigur Elma ist gleichzeitig stark und hat viel Durchsetzungsvermögen, darf aber auch ihre sanfte Seite zeigen. Die Beziehungen zu ihrer Familie und Kolleg:innen nimmt eine wichtige Rolle ein.
Auch findet sich ein Hauch von Gesellschaftskritik in der Geschichte wieder, indem Rollenbilder, dörfliche Strukturen und das Miteinander generell hinterfragt werden. Wie bei vielen isländischen Krimiautor:innen wird auch bei Ægisdóttir die Landschaft und das Wetter Islands besonders in Szene gesetzt.

"Verborgen" war der erste Krimi den ich von der Autorin gelesen habe. Es ist der dritte Band um die Ermittlerin Elma und ich hatte kein einziges Mal das Gefühl, dass mir Informationen zu der Protagonistin fehlen oder dass etwas in ihrer Handlungsweise nicht schlüssig ist, weil es eventuell schon an anderer Stelle erzählt wurde - das Buch lässt sich also auch wunderbar lesen, wenn einem die ersten beiden Bände nicht bekannt sind. Trotzdem möchte ich die beiden Vorgängen so schnell wie möglich nachlesen, da ich von diesem Band sehr begeistert bin - die Art und Weise wie die Autorin schreibt, birgt für mich wirklich Suchtpotenzial. Die ganze Geschichte wirkt rund und ich bin schon sehr gespannt, wie es mit Elma weitergeht. Außerdem wurde ein kleines Detail nicht aufgelöst und ich bin neugierig, ob in einem Fortsetzungswerk des Rätsels Lösung präsentiert wird.

Mein Fazit: "Verborgen" ist ein großartiger Islandkrimi, an dem einfach alles stimmt. Neben den unterschiedlichen Charakteren sind auch die verschiedenen Handlungsstränge vielschichtig. Ohne großes Blutvergießen wird eine spannende und abwechslungsreiche Geschichte erzählt, die das Herz eines jeden Fans skandinavischer Kriminalromane höher schlagen lässt.

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Rezensionen von Anno:

Aus aller Herren Länder

Naturgeschichten rund um die Welt von Angela Mc Allister

Wohin geht es heute? Nach Skandinavien, Japan oder Australien? Oder doch lieber nach Peru oder in den Irak? Ich habe dieses Buch mit meinen Kindern querbeet gelesen und dabei viel über die Geschichten der unterschiedlichsten Länder gelernt. Gekannt hatte ich zuvor keine einzige- nicht einmal die aus Deutschland.

Die Märchen, Fabeln und Geschichten des Buches vermitteln die unterschiedlichsten Botschaften, doch in allen spielt die Natur ein große Rolle. Dabei ist es erstaunlich wie die Geschichten das jeweilige Land widerspiegeln und jede ihren eigenen Stil besitzt. Zwar bin ich dadurch hin und wieder auch über ungewöhnliche oder schwer auszusprechende Namen gestolpert, aber dies wirkte auf mich eher authentisch als störend. Was mir jedoch sehr fehlte, waren Hintergrundinformationen zu den Geschichten. Leider erfährt man davon, abgesehen vom Ursprungsland, leider überhaupt nichts. Und auch das empfohlene Alter ab 3 Jahren kann ich nicht nachvollziehen. Hierfür sind die Geschichten dann doch noch zu komplex und teilweise auch abstrakt. Nicht wenige der verwendeten Begriffe werden solch jungen Kindern nicht geläufig sein und sicherlich Fragen aufwerfen und auch Handlung und Botschaft wird bestimmt noch schwer vermittelbar sein. Selbst der Schreibstil ist eher sachlich gehalten und bedarf schon etwas an Konzentration um der Geschichte gedanklich auch folgen zu können. Mit (deutlich) älteren Kindern lassen sich die Geschichten jedoch gut lesen, werden verstanden und können dann auch ihren Zauber entfalten.
Die Bilder, die die Geschichten begleiten sind wunderschön und wirklich ein Blickfang. Sie wirken in ihrer Art eher einfach, besitzen aber einen tollen Retro-Look, der mir persönlich sehr gut gefiel und der bemerkenswert gut mit dem Thema des Buches harmoniert.

Fazit: Dieses Buch kann Kinder eine neue, faszinierende Welt eröffnen, die Neugier auf andere Ländern wecken und Offenheit für andere Kulturen fördern. Es ist eine wunderbare und wertvolle Sammlung unterschiedlichster Geschichten aus den verschiedensten Regionen der Erde, die ich jedoch erst ab Mitte Grundschulalter empfehlen würde.

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Rezensionen von Sheilo:

Kann ein gebrochenes Herz heilen?

Alaskan Boss - Beim zweiten Mal ist es Liebe von Samanthe Beck

Bridget Shanahan fiel in ein tiefes Loch, als sie von ihrer großen Liebe von heute auf morgen verlassen wurde. Statt ihr Studium zu beenden, arbeitet sie als Pilotin im Familienunternehmen. Und dann ist er plötzlich wieder da - Archer Ellison III, ihre einstige große Liebe taucht in Captivity auf.

Neben dem Hass kehren auch alte Gefühle zurück, doch kann Bridget Archer wirklich eine zweite Chance geben und ist ihr gebrochenes Herz in der Lage zu heilen?

"Alaskan Boss – Beim zweiten Mal ist es Liebe" ist der fantastische zweite Band der "Captivity-Reihe" von Samanthe Beck. Der Schreibstil ist locker und flüssig, sodass ich direkt in den Bann dieses fesselnden Buches gezogen wurde. Der Spannungsaufbau ist wirklich sehr gelungen und ich war so neugierig, wie es wohl weitergeht.
Bridget ist zu einer selbstbewussten Frau geworden, die jedoch immer noch durch ihre Erlebnisse rund um ihre damalige Trennung geprägt ist und daher keine feste Beziehung mehr zu Männern eingegangen ist. Auch hat sie sich durch den Tod ihres Zwillingsbruders Shay zurück gezogen und ist immer noch dabei, ihre Trauer zu verarbeiten.
Archer lernen wir als zielstrebigen, klugen Mann kennen, der für seine Zukunft an der Seite von Bridget kämpft. Er musste sich damals für die Trennung von seiner großen Liebe entscheiden, aber seine Liebe zu Bridget hat ihn in den vergangenen vier Jahren begleitet, um einer gemeinsamen Zukunft den Weg zu ebnen.
Man spürt als Leser sofort die Anziehung und das Knistern zwischen Bridget und Archer. Es war mir eine Freude dabei zu sein, wie Archer stetig versucht, Bridget für sich zu gewinnen. Dabei fehlte es nicht an emotionalen Momenten und man darf sich auf spicy Szenen freuen.
Ich fand es toll, viele Charakter aus dem ersten Band wieder zu treffen, jedoch kann man die Bücher meiner Meinung nach unabhängig voneinander lesen.

Für mich ist dieses Buch ein wundervoller Second Chance Roman voller Gefühle, den man auf jeden Fall gelesen haben sollte und den ich sehr empfehlen kann. Der dritte Band der Reihe dreht sich um Lilah, die beste Freundin von Bridget und ich freue mich jetzt schon auf das Wiedersehen.

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