Kunden em pfehlungen
Rezensionen von gerlisch:
Für einen Thriller zu seicht
Schneesturm von Tríona Walsh
Cara und ihre Freunde treffen sich nach 10 Jahren auf der irischen Insel Inishmore wieder, um den Todestag von Caras Mann zu begehen. Doch als ein Schneesturm über die Insel tobt, werden sie komplett vom Festland abgeschnitten. Eine Leiche wird gefunden und Cara als Inselpolizistin muss ermitteln, ihr wird schnell klar, der Mörder befindet sich noch auf der Insel.
Schon gleich mit dem Prolog schafft Triona Wash eine düstere Atmosphäre. Diese wird durch die Beschreibungen der rauen Landschaft und des Schneesturms noch unterstrichen. Auch die Einsamkeit der Insel und die Abneigung der Bewohner gegenüber alles Fremden wurde gut verarbeitet.
Leider hat es die Autorin nicht geschafft, mir die Protagonisten wirklich näher zu bringen. Die Inselpolizistin Cara war da von allen noch am präsentesten. Ihre ruhige und zurückhaltende Art machte sie sympathisch, wenn mir ihre Art an die Lösung des Falls heranzugehen oft unverständlich erschien. Allerdings haben mir zum Schluss die Ermittlungsschritte gefehlt.
Die Story hatte den einen oder anderen Spannungsmoment, doch manche Szenen waren eher überflüssig und manche nicht wirklich nachvollziehbar. Der Täter war für mich schon sehr vorhersehbar, doch durch die Verdächtigungen untereinander und die daraus resultierenden Verwicklungen, war ich sehr gespannt auf die Geheimnisse die nach und nach ans Tageslicht kommen wollten.
Mit der Bewertung des Buches habe ich mich schwergetan, trotz einiger Kritikpunkte hat mir die Story aufgrund des angenehmen Schreibstils, der Lokation und der geschaffenen Atmosphäre gut gefallen.
Rezensionen von Buchchecker :
Absolut lesenswert! - Toller Genre-Mix aus Romantasy, Crime und Mystik
Belladonna - Die Berührung des Todes (Belladonna 1) von Adalyn Grace
"Belladonna - Die Berührung des Todes" von Adalyn Grace ist ein fesselnder, mystischer Auftakt einer historisch anmutenden, romantischen Fantasy-Trilogie, die mich von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen hat.
Im düsteren Herrenhaus Thorn Grove, wo die Schatten der Vergangenheit lauern und Geheimnisse in jedem Winkel verborgen sind, entfaltet sich die bewegende Geschichte von Signa.
Sie ist eine junge Frau, umgeben von Misstrauen und Angst, deren Schicksal untrennbar mit dem Tod verknüpft ist.
Hinter dem verführerischen Glanz von rauschenden Bällen und eleganter Gesellschaft verbirgt sich ein düsteres Geheimnis, das Signa in einen Abgrund aus Lügen und Verrat zieht. ...
Der Schreibstil von Adalyn Grace ist angenehm zu lesen, lebendig und detailreich, sodass ich mich schnell mitten im Geschehen wiederfand.
Signa ist für mich eine interessante Protagonistin. Anfangs ringt sie mit dem Konflikt zwischen äußerem Anschein und innerer Überzeugung, macht aber im Verlauf der Geschichte eine - wie ich finde - bemerkenswerte Entwicklung durch.
Unvorhersehbare Wendungen, geheimnisvolle Charaktere und die Love-Interests sorgen für Aufregung und Spannung. Insbesondere die Beziehung zwischen Signa und dem Tod selbst ist faszinierend und verboten zugleich. Auch wenn es vereinzelte langatmige Passagen gibt, bleibt die Atmosphäre durchgehend fesselnd und mysteriös.
"Belladonna - Die Berührung des Todes" ist eine gelungene Mischung aus Romantik, Spannung und Mystik. Ich kann es kaum erwarten, mehr über Signas Schicksal zu erfahren und freue mich auf die Fortsetzung dieser packenden Trilogie, in der Leben und Tod untrennbar miteinander verbunden sind.
Rezensionen von Daggy:
Der kranke Papa wird umsorgt
Ich mache das! von Melanie Gerber
Ein fröhliches Cover, Papa liegt noch im Bett und der Sohn bringt im etwas stürmisch sein Frühstück. Papa-Leon-Tage sind immer etwas Besonderes, da machen die beiden tolle Sachen. Doch heute ist Papa krank und Leon muss sich um ihn kümmern. Der Papa auf dem Bild schaut so bemitleidenswert und Leon fühlt ihm fürsorglich die Stirn.
Auf Papas Wunsch ruft Leon zunächst Mama, die gerade an einem Dinosaurier-Skelett arbeitet, dann Oma, die wohl gerade auf einer Wanderung ist und danach Opa, der eine Sitzung hat. Da schauen wir von oben auf Opas Toilette. Ein Bild, das einfach ein Grinsen aufs Gesicht zaubert. Immer versichert Leon „Ich mach das.“ Und das tut er dann auch, Papa und er erfinden tolle Spiele, die man im Haus spielen kann und bis Papa erschöpft auf der Couch einschläft.
Diese handliche quadratische Bilderbuch bezaubert durch die realistischen Illustrationen, die den Alltag eines Kindes abbilden. Der Text ist kurzgehalten und erzählt doch sehr schön von Leon, der sich so toll um seinen kranken Papa kümmert. Und wenn er am Ende seine Augen schießt und sagt „nur fünf Minuten“, dann haben wir doch alle eine liebenswerte Person aus unserer Familie vor Augen.
Rezensionen von Daggy:
Kurioses Behauptungen mit schönen Illustrationen
Stimmt das? von Anna Schindler
Da sitzt ein Mädchen im Schneidersitz auf einer großen Banane mit Reißverschluss. Das Buch ist voller Behauptungen, deren Wahrheitsgehalt am Ende ausgelöst wird.
Zunächst geht es um japanische Bücher, fangen sie von hinten an? Und sind darin wirklich keine Buchstaben zu lesen, sondern Schriftzeichen? So ein Buch ist in einer typisch japanischen Umgebung abgebildet und das kleine Mädchen schaut, wie der Bücherwurm ein winziges Stück ihres Buches abgeknabbert hat.
So stellt sich natürlich auch die Frage, gibt es diese Würmer in echt? Dass die Zunge des Chamäleons besonders lang ist, wissen die meisten Kinder, aber ist sie doppelt so lang wie das Tier? Lustig ist die Behauptung, dass die Giraffe mit der Zunge in der Nase bohren kann. Ein echter Brüller ist die Frage, ob Marmorkuchen in Schweden Tigerkaka heißt?
Ja, wer darauf und auf viele andere Fragen ein Antwort haben möchte, der muss sich dieses lustige Bilderbuch vorlesen lassen. Es lohnt sich sicher und nebenbei lernt man noch eine Menge. Und bald kann man auf die Frage ganz hinten im Buch „Hast du alles gewusst?“ klar mit „JA“ antworten.
Übrigens, meinem Enkel hat das Buch sehr gut gefallen.
Rezensionen von Daggy:
Hier feiern nicht nur Käfer
Café Käfer von Marie Gamillscheg; Anna Süßbauer
Das Café Käfer ist ein besonders Café, es ist winzig und kaum zu finden, denn es ähnelt einem Champignon. Die Käferfrau Karli führt das Lokal und bei ihr kann man die „besten Partys im ganzen Insektenuniversum feiern.“ Doch leider ist zurzeit wenig Betrieb und das liegt daran, dass Menschenhaus auf eine Wiese gebaut wurde.
Das führte zum Konkurs des Insektenhotels und die Käfer wurden durch die schlechte Luft ständig krank.
So sitzen nur zwei Hirschhornkäfer und drei Kartoffelkäfer an den Tischen und an der Theke sitzt Tassa, der Tausendfüßler. Das ist meine Lieblingsfigur, denn der kann mehrere Bücher auf einmal lesen, hin und wieder gibt er die gelesenen Informationen an die anderen weiter. So erfahren wir, dass „jedes Jahr 150 Tier- und Pflanzenarten verschwinden.“
Karli überlegt mit ihren Gästen, wie das Café wieder in Schwung kommen kann. So wird zunächst Lavendel gesät, das lockt die Wildbienen an und wir erfahren einiges über sie und die Bestäubung. Nach und nah füllt sich das Café wieder mit Leben und es ist toll, was die Tiere alles als Deko für ihre Party nutzen.
Das Buch ist voller toller Ideen und es ist schön zu sehen, wie die Tiere miteinander planen und feiern. Die eindrucksvollen Illustrationen zeigen einfach gezeichnete Tiere, die gut zu erkennen sind. In den Texten stecken viele Informationen über Insekten und andere Tiere und am Ende werden die Tiere uns noch einmal gesondert vorgestellt. Ein Besuch im Café Käfer lohnt sich auf jeden Fall.
Rezensionen von Ruth:
Fenster und Spiegel zugleich
Demon Copperhead von Barbara Kingsolver
Barbara Kingsolver, 1955 geboren und in Kentucky aufgewachsen, ist eine anerkannte und mehrfach ausgezeichnete Autorin. Ihr neunter Roman „ Demon Copperhead“ wurde zu einem der „ 10 besten Bücher des Jahres 2022“ gekürt.
Für den Protagonisten und Ich- Erzähler Demon sind die Chancen von Anfang an schlecht.
Seine junge Mutter ist drogenabhängig und arm. Die beiden leben in einem Trailer am Rand einer ehemaligen Bergarbeitersiedlung. Der Vater starb auf mysteriöse Weise vor Demons Geburt. Noch übler wird die Situation, als Demons Mutter heiratet. Der Stiefvater tyrannisiert und misshandelt Mutter und Sohn. Und dann stirbt die Mutter an Demons elftem Geburtstag an einer Überdosis Oxycontin.
Demon kommt in verschiedene Pflegefamilien, doch her erfährt er keine Liebe und Zuwendung. Von den einen wird er als billige Arbeitskraft ausgenutzt, die anderen sind nur am Pflegegeld interessiert.
Doch endlich scheint sich das Blatt zu wenden. Die Großmutter väterlicherseits verschafft ihm Zugang an eine High School und einen Platz im Haus des Footballtrainers der Schule. Für kurze Zeit wird Demon ein gefeierter Footballstar, bis ein Sportunfall die Karriere vorzeitig beendet.
Die Schmerzmittel, die er großzügig verordnet bekommt, führen in die Sucht und Abhängigkeit mit all ihren schrecklichen Folgen.
Es ist eine Zeit voller Leid, Gewalt und Verlust, aus der sich Demon nur mit der Hilfe guter Freunde befreien kann. Das Ende lässt Hoffnung aufkommen.
Diese Lebensgeschichte erzählt Demon im Rückblick. Sein schnoddriger, oftmals bissig- witziger Ton macht das Geschilderte einigermaßen erträglich. Denn es ist manchmal kaum zum Aushalten, was Demon und anderen Kindern angetan wird. Erschreckend zu sehen, wie Armut, Hunger, Gewalt und Verachtung das Leben so vieler bestimmt. Dazu kommt das institutionelle Versagen der zuständigen Behörden, die die ihnen anvertrauten Kinder nur verwalten.
Sicher, es gibt den Zusammenhalt der Familien und auch immer wieder Erwachsene, die sich Demons annehmen.
Demon selbst ist ein Kämpfer, der sich nicht unterkriegen lassen will. Aber auch er trifft falsche Entscheidungen, lässt sich mit Menschen ein, die ihm nicht guttun.
Die Autorin zeigt dabei sehr anschaulich, welche Auswirkungen Drogen auf die Konsumenten, aber auch auf deren Umfeld haben. Was es heißt, wenn sich alles nur noch darum dreht, Geld für den nächsten Kick zu verschaffen.
Barbara Kingsolver reagiert hier auf die Opioidepidemie in den USA . Durch das leichtfertige Verschreiben von Oxycontin und ähnlichen Schmerzmitteln stieg die Anzahl der Drogenabhängigen und Drogentoten enorm. Eine ganze Generation Kinder wächst ohne Eltern auf, weil diese entweder abhängig, im Knast oder tot sind. Die Pharmaindustrie macht ihre Gewinne auf Kosten der Ärmsten des Landes.
Ihr anderes großes Thema sind die Abgehängten dieser Region, die sog. „ Hillbillys“, auf die das andere Amerika herabschaut. Sie erzählt die Geschichte dieser Gegend, benennt die Schuldigen, die das Land heruntergewirtschaftet und die Bewohner ohne Perspektiven zurückgelassen haben.
Die Autorin hat sich für ihren Roman von Charles Dickens „ David Copperfield“ inspirieren lassen. Wie der englische Autor übt auch sie scharfe Kritik an den sozialen Missständen im Land und beleuchtet die verheerenden Auswirkungen von Armut und Perspektivlosigkeit auf das Leben von Kindern und Jugendlichen.
Man muss aber den englischen Klassiker nicht kennen, denn dieser Roman hier steht für sich.
Barbara Kingsolver wurde für „ Demon Copperhead“ 2023 mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet, gemeinsam mit Hernan Diaz, der die Auszeichnung für seinen Roman „ Treue“ erhielt.
Ich habe beide Bücher gelesen und auch wenn „ Treue“ mit seiner originellen Struktur und seinen unterschiedlichen Erzählformen literarisch ambitionierter sein mag, so halte ich „ Demon Copperhead“ für das wichtigere Buch. Wer Amerika, die Zerrissenheit des Landes und die Probleme seiner Bewohner besser verstehen möchte, der tut das nach der Lektüre des Romans.
Dieses Buch soll, so der Wunsch der Autorin, „ Fenster sein und Spiegel“. Die einen sollen verstehen und die anderen sich gesehen fühlen. Es ist zu hoffen, dass dieses Buch und seine Botschaft von vielen gelesen und verstanden wird. Und dass sich niemand von seinem Umfang abschrecken lässt.
Rezensionen von Daggy:
Ein ungewöhnlich starkes Mädchen
Ich bin hier! von Joke van Leeuwen
Auf dem Cover sehen wir ein Kind, dass wohl auf einem Flachdach steht und sich bemerkbar machen will. Jona ist ein Mädchen, dessen Mutter verstorben ist und das deshalb an den Nachmittagen zu ihrem Vater ins Büro gehen darf. Er arbeitet in einem Hochhaus und da es Jona mit dem Papa, der „immer etwas fertig machen musste,“ und den sie dabei nicht stören durfte, langweilig wurde, erforschte sie das Dach.
Nach der Arbeit gehen die beiden immer in dasselbe Lokal und essen dort immer ein Gericht mit Püree. Dabei erzählt der Vater von dem Wasser, das kommen könnte. Durch Zufall ist Jano auf dem Dach als das wohl eintritt und alle sind verschwunden.
Erstaunlich wie gut das kleine Mädchen die Tage alleine auf dem Dach ertragen kann, das kann nicht nur daran liege, dass der Vater vollstes Vertrauen in seine Tochter und ihre Fähigkeiten hat. Sie denkt viel nach, dass hat sie auch schon vorher getan, aber jetzt hat se noch mehr Zeit dazu. Ihren Gedanken zu folgen hat etwas Faszinierendes. Manchmal schweift sei ab und doch wird am Ende das Bild rund.
Ich muss gestehen, dass ich mich sehr schwer damit tue dieses Buch zu bewerten. Zum einen ist die Geschichte sehr gut zu lesen, Jonas Ideen und Handlungen zu folgen macht riesigen Spaß. Aber die Situation ist so unreal für mich. So empfinde ich den Vater als völlig gefühllos, ich finde es beängstigend, dass er nicht nach seiner Tochter sucht, sondern das Haus verlässt.
Außer dem sehr gut geschriebenen Text gibt es viele ungewöhnliche Zeichnungen, die das Buch sehr beleben und das Lesen vereinfachen.
Rezensionen von Daggy:
Toll gemacht!
Tür auf, Tür zu! von
Hinter den großen Klappen verbergen sich bei diesem Pappbilderbuch Türen, hinter denen es einiges zu entdecken gibt. Nick, der Junge auf dem Cover zeigt uns eine Wohnung. Zunächst sind wir im Kinderzimmer und dort steht ein blauer Schrank mit einem Dino-Bild. Darin seine viele Spielzeuge zu sehen, das Kind, dem das Buch vorgelesen wird, so im Schrank die Schildkröte und die Decke finden.
Der Text ist schon etwas länger und mit einem Einjährigen wird man sich nur die Bilder schauen und er wird viel darauf entdecken. Aber so ist das Buch auch für Kita-Kinder noch interessant. In der Küche öffnen wir die Gefrierkombination und finden im Eisfach einen Pinguin. Auch der Wohnzimmerschrank birgt verschiedenes, so auch Püppi Langstrumpf. Im Bad gibt es einen entsprechenden Schrank und eine Waschmaschine, deren Bullauge zu öffnen ist. Auf dem Weg zur Abstellkammer zieht Nick in seiner Decke einige Schätze hinter sich her. Und auf der letzten Seite wurde alles zu einer Höhle verbaut.
Ein wunderschön gemachtes Bilderbuch, dass sicher immer wieder angeschaut und gelesen wird.
Rezensionen von Daggy:
Auf der Suche nach dem Schnarcher
Furzipups und der gruselige Schnarch-Schreck (Bd. 4) von Kai Lüftner
Wenn es richtig dunkel ist, leuchtet der Knopf, mit dem man das Schnarchgeräusch anmacht und die Überschrift. Unser kleiner Drache, den wir aus den drei Vorgängerbüchern kennen, hält mit dem Schwanz eine Fackel.
Ja und dann ist es auf der ersten Doppelseite auch so richtig dunkel und unser Furzi pupst im Schlaf.
Gleich darauf ist er hellwach und macht sich auf die Suche nach einem Geräusch. „Furzipups auf sanften Pfoten, drachenuntypisch, ganz leicht, bis er das Geräusch erreicht.“ Das ist wieder ein Reim, wie er mir gefällt. Dazu die niedlichen Illustrationen, das macht wieder richtig Spaß mitzusuchen. Natürlich Trifft Furzipups zunächst auf das schlafende Hicksi Huhn, das sich der Suche anschließt. Doch kein Monster zeigt sich, nur das Mamut Rüdiger schläft und schnarcht.
Letztlich ist festzustellen, dass auch in der Nacht nicht leise ist. So endet das Buch mit der Erkenntnis. „Die Nacht ist ganz so wie der Tag – nur ohne Licht.“
Diesmal taucht kein neues Tier auf, unsere drei bekannten Einwohner des Drachentals sind des Nacht unterwegs und finden eigentlich nichts. Trotzdem erfahren sie, dass sie sich nicht fürchten brauchen.
Rezensionen von Daggy:
Sehr philosophisch, wenig kindgerecht
Nichts für den König von Olivier Tallec
Der König sitzt auf einem roten Sessel und er scheint sich trotz der vielen Dinge um ihn herum zu langweilen. So erfahren wir auch auf der ersten Seite, dass der König alles hatte. Dann sehen wir sein riesiges Regal, auf dem seine Sammlungen zu sehen sind. „Ihm fehlte fast nichts.“
So denkt er lange nach und kommt zu dem Schluss, dass er nach diesem Nichts suchen muss.
In seiner meterhohen Bibliothek findet er es nicht. Da „versteckt sich Nichts also nicht.“ Er sucht bei den Tieren und sogar bei den Mikroben. Da er keine Angst hatte, suchte er auch in der Wüste und am Nachthimmel. Dann wandte er sich an die Menschen um ihn herum, stellte fest, dass auch ein winziges Blatt seiner Anforderung nach Nichts nicht nachkommen kann, auch dann nicht, wenn man es verbrennt.
Ich muss leider gestehen, dass mich die prämierte Geschichte nicht packen konnte, und mein Enkel fragte nach dem Vorlesen, vorzu das wohl gut wäre.
Ich befürchte der Ansatz ist zu philosophisch. Der kleine knubbelige König mit den verwunderten großen Augen, dem gelben (Jogging)-Anzug und dem ungewöhnlichen Wunsch nach Nichts kommt bei uns einfach nicht an.











