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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von MK:

Kinderbuch mit Stil ????????

Liebevoll illustriert— Werte fürs Leben, in optimaler Länge in sympathische Kurzgeschichten verpackt— nettes Mitbringsel oder kleines, feines Geschenk (hab es selbst geschenkt bekommen)
Sehr empfehlenswert!
6fach Oma

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Rezensionen von Bücherfreundin:

Fesselndes und tiefgründiges Familiendrama

Sommerhaus am See von David James Poissant

Der btb Verlag hat den mitreißenden Roman "Sommerhaus am See" des amerikanischen Autors David James Poissant veröffentlicht. Es handelt sich um sein Debüt, das bereits 2020 in den USA unter dem Titel "Lake Life" erschienen ist.
 
Im Mittelpunkt der Handlung, die sich über die Dauer eines Wochenendes erstreckt, steht die Familie Starling, die aus den Eltern Lisa und Richard sowie den erwachsenen Söhnen Michael und Thad besteht.

Wie in vielen Sommern zuvor, treffen sich alle auch in diesem Jahr im Sommerhaus der Familie in North Carolina, das aus einem umgebauten Trailer besteht. Auch Michaels Frau Diane und Thads Partner Jake sind dabei. Das Treffen im Sommerhaus wird das letzte sein, da die Eltern das mit den Jahren sichtlich heruntergekommene Haus in einer Woche verkaufen werden. Sie beabsichtigen, ihren Lebensabend in Florida zu verbringen. Diese Eröffnung kommt für ihre Söhne überraschend, besonders Michael reagiert verärgert. Am nächsten Tag kommt es am See zu einer schrecklichen Tragödie, die das Familiengefüge zutiefst erschüttert ...
 
Die Geschichte ist in kraftvoller und intelligenter Sprache erzählt und liest sich sehr flüssig. Die interessanten Figuren sind sehr bildhaft und authentisch gezeichnet. Sie alle haben ihre Probleme und müssen sich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen, nach und nach werden lang gehütete Geheimnisse und alte Wunden offenbart. Beziehungen werden auf den Prüfstand gestellt, berufliche und private Konflikte treten zutage. Der Roman ist keine leichte Kost, es geht auch um Themen wie Drogen, Suizidversuche und Depressionen sowie Affären und Alkoholsucht.

Sehr gut gefallen hat mir, dass mit jedem neuen Kapitel die Perspektive wechselt. So erleben wir abwechselnd die Geschehnisse aus der Sicht nicht nur der einzelnen Familienmitglieder, sondern auch aus der Sicht von Diane und Jake. Auf diese Weise lernen wir die Personen nicht nur intensiv kennen, wir können auch ihre Handlungen besser nachvollziehen und dabei tief in ihre Gedanken- und Gefühlswelt blicken. 

"Sommerhaus am See" spiegelt auch die wirtschaftlichen Verhältnisse der Familie wider. Die Eltern sind angesehene Akademiker und leben in gesicherten Verhältnissen. Michael arbeitet als Schuhverkäufer, Thad hat sein Studium abgebrochen, beide sind pleite oder hoch verschuldet, es geht ihnen finanziell deutlich schlechter als ihren Eltern.   

Mir hat des Buch sehr gut gefallen, es hat mich von Beginn an bis zum hoffnungsvollen Ende emotional gefesselt und tief berührt. 
Absolute Leseempfehlung für alle, die gern Familiendramen mit Tiefgang lesen!

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Rezensionen von Ruth:

Freundschaft vor dem Hintergrund großer Probleme

Der ehrliche Finder von Lize Spit

Lize Spit ist eine flämische Autorin, die mit ihren ersten beiden Romanen nicht nur in ihrer Heimat sehr erfolgreich war. Beide sind sehr umfangreich und düster. Ihr neuester Roman fällt aus der Reihe, ist er doch im Gegensatz sehr schmal und sehr warmherzig. Der geringe Umfang liegt daran, dass „ Der ehrliche Finder“ eine Auftragsarbeit war.

Lize Spit sollte das Buch zur alljährlichen Bücherwoche 2023 schreiben. Das sog.„ Boekenweekgeschenk“ ( Bücherwochengeschenk) wird während dieser Woche jedes Jahr im März von niederländischen Buchhändlern an ihre Kunden verschenkt. Meist handelt es sich dabei um eine Novelle.
Und diese Gattungsbezeichnung passt hier, auch wenn der Verlag dem Buch das Etikett „ Roman“ gegeben hat.
Die Geschichte spielt in den 1990er Jahren in der fiktiven Ortschaft Bovenmeer in Belgien. Hier wohnt der neunjährige Jimmy, ein Einzelgänger und Außenseiter, allein mit seiner Mutter. Seine Familie hat einen schweren Stand im Dorf, denn der Vater, ein Steuerberater, hat einige Menschen hier mit dubiosen Geschäften um ihr Geld gebracht. Jimmy ist sensibel und klug, ein eifriger Sammler und Sachensucher. Sein ganzer Stolz ist seine Flippo-Sammlung. Flippos sind kleine Scheiben mit Sammelbildern, die in Chipstüten zu finden sind.
Kurz nachdem nun sein Vater verschwunden ist, tritt Tristan Ibrahimi in Jimmys Leben. Der Elfjährige ist mit seinen Eltern und seinen sieben Geschwistern aus dem Kosovo geflohen und die Familie hat hier nun eine Unterkunft gefunden. Jimmy soll sich auf Wunsch der Lehrerin um den fremden Jungen kümmern; eine Aufgabe, die er gerne erfüllt. Endlich ist er nicht mehr allein. Er hilft Tristan nicht nur beim Erlernen der Sprache und den Hausaufgaben, sondern die beiden werden richtige Freunde. Als größten Freundschaftsbeweis legt Jimmy sogar ein eigenes Flippo-Sammelalbum für Tristan an. Das will er ihm feierlich überreichen, als er zum Übernachten bei Tristan eingeladen ist. Aber dann drängt sich ein anderes Ereignis in den Vordergrund. Die Ibrahimis sollen abgeschoben werden. Um das zu verhindern, schmieden Tristan und seine zwölfjährige Schwester Jetmira einen gewagten Plan, in dem Jimmy eine nicht unerhebliche, aber gefährliche Rolle zukommt. Das ist eine Herausforderung für ihn, doch um der Freundschaft willen bekämpft er seine inneren Zweifel und Ängste.
Sehr einfühlsam und konsequent aus der Perspektive des neunjährigen Jimmy beschreibt die Autorin die Geschehnisse. Die Einsamkeit des Jungen ist deutlich spürbar. Auch, wie sehr ihn die Gemeinschaft dieser Großfamilie anzieht. Hier erlebt er einen Zusammenhalt und eine Wärme, wie er sie nicht kennt.
Dafür bringt Jimmy viel Verständnis auf, wenn sein älterer Freund von „ inneren Erdbeben“ erschüttert wird. Wenn Tristan plötzlich Angst bekommt vor lauten Geräuschen, vor Uniformen, vor dem Meer, dann beruhigt Jimmy ihn, ohne nachzufragen. Schließlich weiß er, dass die Familie Schlimmes erlebt hat auf ihrer langen Flucht. Die Lehrerin hat, sobald Tristan sich verständlich machen konnte, der ganzen Klasse den Fluchtweg auf einer Landkarte aufgezeigt. „ Kosovo lag in Luftlinie ungefähr zweitausend Kilometer von Belgien entfernt, aber sie waren keine Vögel, sie hatten Grenzposten passieren müssen, zweimal kehrte der Zeigestock von Italien auf dem Landweg nach Albanien zurück, zweimal waren sie nach der lebensgefährlichen Überquerung des Meeres in einen Bus nach Albanien gesetzt worden. Beim dritten Mal hatten sie es geschafft, obwohl sie einen halben Kilometer vor der Küste aus dem Boot gestoßen worden waren. Sie waren auch keine Fische, ein Kind der Familie, mit der sie das kleine Boot teilten, hatte sich nicht bis ans Ufer retten können.“
Die Familie aus dem Kosovo ist im Dorf freundlich aufgenommen worden. Freigebig wurden alle zum „ Ausmustern bestimmten Sachen -Matratzen, Elektrogeräte, Bettwäsche, Spielzeug, Bücher, Instrumente, Trampoline, Babysachen, Werkzeuge - lieber den Ibrahimis“ geschenkt, statt beim Recyclinghof abgeliefert. Die Wohnung dort ist ein Abenteuerspielplatz für die Kinder.
Der Roman beschreibt eine Freundschaft zwischen Kindern vor dem Hintergrund großer Probleme. Dabei schafft es die Autorin, nicht in Klischees zu verfallen oder ins Sentimentale abzurutschen. Was Flucht und Integration bedeutet, wird an konkreten Figuren nachvollziehbar dargestellt.
Eine packende und bewegende Lektüre, die auch für ältere Kinder und Jugendliche geeignet ist, ja, sich als aktuelle Schullektüre anbietet.
Wie es im Nachwort heißt, wurde die Autorin von einer wahren Geschichte inspiriert. Eine zehnköpfige Familie aus dem Kosovo, die nach ihrer Flucht in einem belgischen Dorf unterkam, sollte wieder ausgewiesen werden. Doch nach massivem Protest des Dorfes erhielten sie Asyl.

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Rezensionen von Vicky:

Intoxicated by Noah

Three Tides to Stay von Kristina Moninger

'Three Tides to Stay' ist ein Liebesroman der bekannten Autorin Kristina Moninger. Außerdem bildet das Buch bereits den dritten Band der New-Adult-Serie 'Breaking Waves'.

Das Cover ist wunderschön gestaltet und passt perfekt zur Reihe. Der Wiedererkennungswert ist definitiv gegeben. Das hier ist eines der seltenen Male, wo ich mir zusätzlich zum e-Book das Buch gekauft habe.

Die gesamte Reihe sieht im Bücherregal unglaublich aus und ist ein absoluter Blickfang!

Die Geschichte umfasst einen Prolog und 38 Kapitel, sowie einen Epilog. Ein weiteres Mal dürfen wir die fünf Freundinnen Avery, Isabella, Odina, Lee und Josie begleiten, und erfahren stückchenweise immer mehr Details über die Geschichte der fünf. Dabei springen wir zwischen der Vergangenheit, den gemeinsam verbrachten Sommermonaten sowie der Gegenwart hin und her. In diesem Band dürfen wir Odina begleiten und so besser kennenlernen, aber auch mehr Details über die Geschichte von damals erfahren. Ich war bereits sehr auf sie gespannt, haben die ersten zwei Bände mir doch richtig Lust auf sie gemacht!

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und ich kam schnell voran - nichts anderes habe ich, von der mir bereits sehr lieb gewonnenen Autorin, erwartet. Ich war von der ersten Seite an von der Geschichte der Freundinnen bezaubert und fand es spannend zu sehen, wie die Figuren in der Jugend beschrieben sind und sich dann als Erwachsene geben. Hier erkennt man definitiv, dass sie sich entwickelt haben und an den jeweiligen Herausforderungen gewachsen sind Außerdem war das Ganze noch interessanter, denn hier bekommt man die Geschichte endlich aus Odinas Augen zu lesen, bisher kannten wir Avery’s und Isabella‘s Sicht der Dinge. Es war äußerst interessant und spannend die Unterschiede der verschiedenen Blickwinkel zu erfahren. Hinzu kommt, dass Odina mit einem Sohn ganz andere Schwierigkeiten zu meistern hat als ihre kinderlosen Freundinnen.

Anfangs war ich skeptisch, da teilweise dieselben Geschehnisse, in jedem Band aufgegriffen werden. Ich fand das aber sehr gelungen und sogar spannend. Meine Skepsis dahingehend konnte vollständig zerschlagen werden. Weiter geht es mit Lee, auf die wir uns in der Leseprobe bereits einen kurzen Vorgeschmack holen können. Das wird bestimmt sehr interessant, haben wir von und über sie doch bisher das wenigste gelesen!

Fazit: Einmal begonnen, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand geben. Die Freundinnen sind zusammen sehr genial, jede auf ihre Art und Weise. Ich bin sehr gespannt wie sich Josie’s Verschwinden aufklären wird!

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Rezensionen von nuean:

Süße Liebesgeschichte mit ernsten Themen

Soul Searching von Helena Hunting

Ich mag die Bücher der Autorin und habe mich gefreut, dass ich auch dieses lesen durfte. Vielen Dank an netgalley und Lyx.
Teagan Firestone möchte herausfinden, was sie mit ihrem Leben anstellen möchte und nutzt die Gelegenheit, dass die Freundin ihres Vaters bei ihnen einzieht dazu auszuziehen. Sie zieht es aus der Großstadt zu ihrem Bruder in die Kleinstadt Pearl Lake.

Als sie auf Aaron Saunders trifft fliegen sofort die Funken zwischen den beiden und sie verbringen viel Zeit mit einander. Aber Aaron hat Geheimnisse und auch Teagan ist nicht ganz so tough wie sie nach außen wirkt.
Ich mochte Teagan sofort, sie versucht es zwar jedem recht zu machen, aber sie ist herzlich und ein Mensch, den man mögen muss. In Pearl Lake stellen das auch die anderen Einwohner sofort fest und Teagan nimmt einige Jobs an um den richtigen für ihn zu finden. Da sie sehr perfektionistisch veranlagt ist gelingt ihr auch alles. Nur sich selbst vergisst sie immer mehr und das wird ihr zum Verhängnis. Aaron wirkt wie der typische Playboy, aber die Art wie er mit Teagan umgeht hat mich bezaubert. Man merkt das Knistern zwischen den beiden und ich bin nur so durch die Seiten geflogen.
Es gab auch einige überraschende Wendungen die mich manchmal auch nachdenklich werden lassen haben. Der Schreibstil ist flüssig und voller Leidenschaft.
Im Laufe des Buches habe ich festgestellt, dass es noch einen ersten Teil gibt, bei dem es um Teagans Bruder geht. Den werde ich auf jeden Fall auch noch lesen, weil mir die Menschen in Pearl Lake sehr ans Herz gewachsen sind.
Fazit: Ein Buch voller Gefühle

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Rezensionen von fitman:

Vergangenheit

Die Frauen der Familie Carbonaro von Giordano Mario

Eine großformatige Familiensaga anhand von drei Frauenschicksalen über eine Zeitspanne Jahrhunderten. Es beginnt im tiefen Sizilien und zieht sich bis nach München ins 20. Jahrhundert. Die Geschichte von drei großartigen Frauen und ihren Familien. Ein großartiges Lebens- und Sittenbild der damaligen Zeit des Patriarchates.

Die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Arbeiter auf den Zitronenplantagen werden ebenso aufgezeigt, wie von den Wünschen und Träumen der Frauen berichtet wird. Es wird von einer nicht schönen Kindheit berichtet, eine der Frauen wollte das ganze Volk verändern, hat immerhin 23 Kinder geboren. Eine Andere hatte wiederum mit ihrem zweiten Schatten zu kämpfen. Aber allen Frauen war eines gemeinsam: Sie hielten zu ihrem Gatten und ließen sich von Nichts und Niemanden von ihrem Weg abbringen. Zeitweise für uns unvorstellbare Lebensverhältnisse, aber hautnah geschildert. Ein besonderes Lesevergnügen.

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Rezensionen von nuean:

Guter Auftakt mit einigen Schwächen

A Spark of Time - Rendezvous auf der Titanic von Kira Licht

Das ist wieder ein Buch, an dem man schwer vorbeigehen kann. Das Cover ist so wunderschön und ein absolutes Highlight. Auch der Klappentext hat mich neugierig gemacht und ich habe mich auf Lillys Reise gefreut.
Lily und ihr Vater betreiben in New York ein Antiquariat, durch ihre Fähigkeiten durch die Zeit zu reisen, nehmen sie auch Aufträge an verschollene Gegenstände zu finden.

Um ihrem Vater zu helfen, begibt sich Lilly auf ihre erste Reise allein und das auch noch auf die Titanic. Sie versucht eine Kette zu finden und hat es dabei nicht leicht. Als ihr auch noch der charmante Ray über den Weg läuft, verliert sie ein bisschen den Fokus.
Das Buch beginnt schon sehr spannend und ich war sehr begeistert von dem Einstieg. Die Geschehnisse in New York fand ich wirklich fies und etwas drüber. Irgendwie passte es für mich nicht richtig zur Stimmung. Aber so musste Lilly ihre Reise allein antreten. Eigentlich mochte ich sie gern, sie ist mutig und ein sehr lieber Mensch, allerdings gerät sie schon in sehr merkwürdige Situationen. Der Druck die Titanic noch vor dem Untergang zu verlassen, ist jederzeit spürbar und so fliegt man nur so durch das Buch. Auch Ray ist sehr charmant und die Zeit der beiden miteinander fand ich sehr süß.
Der Schreibstil war sehr spannend, mitreißend und bildgewaltig. Die Seiten flogen nur so dahin.
Trotzdem war mir die Handlung an einigen Stellen einfach zu viel und irgendwie unglaubwürdig. Auch das Ende kam sehr abrupt, da war ich noch nicht wirklich darauf eingestellt. Aber ich bin doch sehr gespannt wie es weitergeht.
Fazit: Ein spannender Ausflug auf die Titanic, hat mich aber nicht komplett abgeholt.

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Rezensionen von rewareni:

Tod und Verderben

Der Tod nimmt alle mit von Karsten Krepinsky

Der Titel der Novelle ,, Der Tod nimmt alle mit: Berlin 2039 “ lässt schon erahnen, was auf den Leser zukommt. Der Autor Karsten Krepinsky zeigt dabei ein beängstigendes Szenario, das an manchen Stellen gar nicht so weit von unserer Zeit entfernt ist.
Wer arm ist lebt in einem Ghetto, wo verschiedene Clans unterschiedlicher Nationalitäten und Glaubensrichtungen leben und sterben.

Wer zu mächtig wird muss diese Macht wieder verlieren und dank dem Pusher Hauke, der als V- Mann für das LKA arbeitet und seine eigenen Methoden dafür hat passiert das immer wieder, denn nur so kann das Gleichgewicht im Ghetto wieder hergestellt werden. Drogen, Prostitution und brutale Morde sind hier alltäglich.
Die Regierung hat sich schon lange machtlos zurückgezogen aber für Wählerstimmen lassen sich auch Politiker medienwirksam ins Ghetto begleiten, wo hinter verschlossenen Türen mit so manchen Clan Chef für beide Seiten ein gewinnbringender Deal ausgehandelt wird.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Hauke erzählt, wo die Handlung von Beginn weg in einem Tempo startet wo man auch als Leser aufpassen muss, dass man nicht davon überrollt wird, da die Szenen oft schnell wechseln.
Es ist ein hard- boild Trip durch Berlin, wo nur das Gesetz des Stärkeren und gewissenlosesten zählt. Mitleid oder Empathie wird man hier nicht finden. Die Geschichte von Hauke und seiner Mission ist interessant, nur hätte ich mir noch ein paar persönlichere Hintergrundinformationen gewünscht, da er so ein wenig zu ,,unnahbar“ rüber kommt, was aber vielleicht vom Autor so gewünscht ist.
Das Ende ist ziemlich überraschend und mit diesem Ausgang hätte man nie gerechnet. Wer also eine düstere, zynische und beängstigende Geschichte lesen möchte und keine Angst vor einem irren Trip ins Jahr 2039 hat, der wird hier sicher auf seine Kosten kommen.

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Rezensionen von nuean:

Spannender Abschluss

One Of Six - Vertrauen von Kim Nina Ocker

Das Cover ist einfach toll, sehr viel düsterer als Band eins, aber es passt perfekt. Nach dem spannenden ersten Teil habe ich mich sehr auf die Fortsetzung gefreut und wollte endlich die Auflösung wissen.
Das Buch beginnt einige Wochen nach den Ereignissen des ersten Buches. Luca hat immer noch damit zu kämpfen und versucht allein damit zurecht zu kommen.

Doch Ana kann das alles nicht ruhen lassen und geht in die Offensive. Mit dabei ist auch Devon, den Luca seitdem auch nicht mehr gesehen hat. Aber die Chemie zwischen den beiden stimmt sofort wieder. Und Luca merkt, dass sie endlich mit der Sache abschließen muss, um ihr Leben weiterleben zu können. Zusammen versuchen nun alle das Geheimnis zu lüften und dem Täter auf die Spur zu kommen.
Das Buch entwickelt sich langsam, sodass man genug Zeit zu rätseln hat und alle für verdächtig zu halten. Das hat mir richtig gut gefallen. Auch die Momente mit Devon und Luca zusammen kamen mir nicht zu kurz. Ich liebe die beiden zusammen! Der Schreibstil ist wie in Band eins sehr mitreißend und spannend. Zwischendurch gibt es wieder einige Wendungen und auch das Ende hat mich überrascht.
Fazit: Ein sehr spannender Abschluss einer tollen Reihe!

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Rezensionen von MarcoL:

Das Portrait einer toxischen Beziehung, geschickt in Szene gesetzt.

Eskalationsstufen von Barbara Rieger

„Eine Liebesgeschichte und das Gegenteil davon“ - so lautet der erste Satz des Klappentextes. Und damit ist eigentlich schon alles gesagt. Dieser simple Satz schraubt die Erwartung hoch, baut eine Spannung auf, obwohl der Roman noch gar nicht begonnen hat.
Und der Satz hält, was er verspricht.

Es fühlt sich anfänglich an wie eine Romanze, ja beinahe wie ein Match „Made in Heaven“. Eine Beziehung entwickelt sich, baut sich auf, bettet sich in Watte wie in einem gemütlichen Nest. Und dennoch wartet man beim Lesen auf die Dornen, die durch diese flauschige Zweisamkeit stechen. Aber werden sie überhaupt stechen? Passiert denn was?
„Es wird eskalieren“ verspricht eine weitere Ankündigung.
Ohne jetzt viel zu spoilern: der Himmel wird dunkler, kurzes Donnergrollen, wieder lichte Momente, ein Nachgeben. Dabei glaubt man, dass manche Zeichen von außen gesehen offensichtlich sind. Oder doch nicht. Situationen, türmen sich auf …
Julia malt Baumfiguren, hat mit Ausstellungen aber noch mäßige Erfolge. Sie trifft auf Joe, der schon mit mehr Ausstellungen und Erfahrung punkten kann. Er malt Portraits von toten Frauen, und suhlt sich im Schmerz, dass seine Frau verschwunden (und mittlerweile für tot erklärt) ist. Er zeigt sich empfindsam, tritt als Gönner und Förderer von Julia auf. Irgendwann wird mehr daraus, eine Beziehung wächst. Julia, obwohl noch in einer festen, aber offenen Beziehung mit David (der selten zu Hause ist), beginnt sich in Joe zu verlieben. Zuerst dachte sie, es sei nur körperlich, doch das Herz sagt ihr eines Tages etwas anderes.
Bald schlittert Julia, vorerst äußeren Einflüssen geschuldet, in eine Art Abhängigkeit von Joe. Von David verlassen, aus der gemeinsamen Wohnung gedrängt, zieht sie bei Joe ein. Die erhofften Freiräume gestalten sich bald als gläserne Tresore. Joes narzisstische Eigenarten, sein toxischer Drang Julia besitzen zu wollen, tragen ihr nötiges dazu bei. Als dann auch noch die Pandemie beginnt … mehr möchte ich nicht verraten: LESEN!
Der Titel ist sehr geschickt gewählt. Die Autorin erklärt im Nachwort an welche Kriterien sie sich gehalten hat, um den Plot aufzubauen. Damit komponiert Barbara Rieger einen hervorragenden Roman, der von seinen Zuspitzungen (Eskalationen) und deren Abschwächungen lebt, Wellen gleich, die stetig höher schlagen.
Der Satzbau ist knapp, prägnant. Oft lässt Rieger die Sätze mit einem kurzen „ ,aber“ abbrechen. Der Verdacht, welchen man beim Lesen hat, wird so geschickt bestätigt. Auf der anderen Seite wirft dieses geniale Textkonstrukt Fragen auf, ob es tatsächlich so ist, wie man es vermutet und sich hineinversetzt. Und dann möchte man immer wieder in Zeilen hineingreifen, die Handlung aufhalten, das Offensichtliche abwehren. Ganz große Erzählkunst!
Sehr gerne gebe ich eine absolute Leseempfehlung für diesen herausragenden Roman.

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