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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Anndlich:

Wohlfühlen in Lower Whilby

The Iced Caramel Coffee Agreement von Kyra Groh

Eleanore liebt ihre Heimatstadt Lower Whilby und ist in dieser als hilfsbereite und zuverlässige Frau bekannt. Doch sie hat auch das Gefühl, dass sie in ihrer Heimat immer das Mauerblümchen sein und von keinem Mann jemals richtig wahrgenommen wird. Plötzlich kommt ihr Jugendschwarm Dex wieder zurück nach Lower Whilby, ausgebrannt und verbittert von seinem Leben, möchte er sich selbst finden.

Gemeinsam schmieden sie einen Plan und wollen sich gegenseitig zur Hilfe stehen.

The Iced Caramel Coffee Agreement von Kyra Groh ist der zweite Teil der Reihe, der uns in das gemütliche Kleinstädtchen Lower Whilby entführt. Nachdem mich der erste Band nicht richtig abholen konnte, weil es sich einerseits wie eine Einführung in das Städtchen gefühlt hat und ich andererseits mit den beiden Protagonist:innen nie richtig warm wurde, war ich ganz gespannt, wie mir der zweite Band gefallen würde und was soll ich sagen? Eleanore, Dex und Kyra haben mich nicht enttäuscht!

Kyras Schreibstil ist wie immer erste Klasse, der Humor, die zahlreichen Metaphern und die Atmosphäre sorgen nicht nur für eine Menge Lesespaß, sondern auch für ein kurzweiliges Lesevergnügen und dann sind da die beiden Protagonist:innen. Eleanore ‚Nore’ mit ihren vielen Zweifeln, den endlosen Gedanken nicht genug zu sein wirkt aus dem Leben gegriffen. Ich konnte mich in ihr selbst sehen, aber ich konnte auch ganz viele Freunde in ihr wieder erkennen und das hat sie von der ersten Seite an nahbar und authentisch gemacht. Und obwohl Dex scheinbar genau das Gegenteil von Nore ist, hat auch er Seiten an sich, die nicht nur verständlich sind, sondern auch die Realität vieler widerspiegelt. Das macht beide Protagonist:innen zu Empathieträgern mit denen man unfassbar gerne mitfiebert und die man ins Herz schließt.

Das Städtchen Lower Whilby und ihre Bewohner:innen war dieses Mal im genau richtigen Maße präsent und hat den beiden Protagonist:innen nicht die Show gestohlen. Und obwohl Jude und James mir als Nebencharaktere manchmal wieder etwas zu viel waren, gehört The Iced Caramel Coffee Agreement definitiv zu einem meiner absoluten Lieblingsbüchern von Kyra Groh.

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Rezensionen von Vobabooks:

Smalltownvibes, Spannung und Second Chance

Garnet Flats | Die Edens 3 | von Devney Perry

„Garnet Flats“ ist der 3. Band der Edenreihe von Devney Perry, übersetzt von Ivonne Senn. In diesem Band geht es um Talia Eden, die als Assistenzärztin in Quincy arbeitet. Vor 7 Jahren war Talia glücklich mit dem Boxer Foster zusammen - bis dieser unerwartet Talias beste Freundin heiratete. Einige Jahre sind vergangen, doch Talia hat Foster nicht vergessen.

Und plötzlich ist er da, und möchte sich erklären…
Eine weitere Romancegeschichte der Edenfamilie mit einem cozy Smalltownsetting und viel Zusammenhalt, die ich wirklich gerne gelesen habe. Die Geschichte ist unabhängig von den anderen Bänden lesbar, es gibt aber einige Bezüge zu den anderen Edenbänden. Es ist eine Second Chance Liebesgeschichte, bei der wir nach und nach mehr erfahren was damals gewesen ist und was das für die beiden Hauptfiguren nun bedeutet. Manches fand ich sehr gut nachvollziehbar, anderes weniger. Im dual POV verfasst, flüssig und auch spannend zu lesen. Ich freue mich schon auf den nächsten Band aus der Eden-Reihe!

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Rezensionen von Tara:

Verwirklichung eines Lebenstraums

Gekommen, um zu bleiben von Madeleine Becker

In ihrem Buch „Gekommen, um zu bleiben“ berichtet die Autorin und Influencerin Madeleine Becker von ihrem Start in ein neues Leben.

Madeleine Becker hat Geschichte, Politik- und Kommunikationswissenschaften studiert und sich dann zu einem vollkommen anderen Leben entschlossen. Mit viel Mut und Energie lässt sie ihren Lebenstraum wahr werden und zieht mit ihrem Freund Lukas und einigen Tieren auf ihren eigenen Hof in der Steiermark.

Mit viel Herz beschreibt sie ihre Erfahrungen und Erlebnisse beginnend mit dem Umzug von Kärnten in die Steiermark über den Zeitraum von September 2023 bis Oktober 2025. Dabei schreibt sie so lebendig über ihren Freund Lukas, ihre Tiere und Freunde, dass man direkt das Gefühl bekommt an ihrem Leben teilzuhaben.

Madeleine und Lukas starten voller Energie in ihr vorhaben. Den Bauernhof zu renovieren bedeutet viel Arbeit und nicht alles läuft so glatt wie gewünscht. Die Naturverbundenheit der Autorin wird spürbar und man merkt wie sehr ihr das Wohl der Tiere und der Umwelt am Herzen liegt.

Mich hat das Buch gut unterhalten und gleichzeitig habe ich eine Menge gelernt, da es interessante Listen wie „Wichtige Erkenntnisse, hilfreiche Tipps und unnützes Wissen“ oder „Pimp Up Your Garden“ gibt.

Neben einer Playlist mit den Songs, die die Autorin in diesen Jahren immer wieder gehört hat, gibt es eine umfangreiche Beobachtungsliste der Tiere, die Madeleine ganz bewusst wahrgenommen hat und ein Glossar mit englischen Ausdrücken,die sei gerne verwendet.

In den Innencovern befinden sich tolle Illustrationen. Im vorderen eine über das Haus im Wald und im hinteren mit der gesamten WG.

Ein richtig schönes Highlight sind die Fotos, die die Atmosphäre des Lebens der Autorin gelungen einfangen.

„Gekommen, um zu bleiben“ ist ein inspirierendes Werk, das berührt und ermutigt seine Träume zu leben.

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Rezensionen von readpassion9:

Hochspannung

Oxen. Interregnum von Jens Henrik Jensen

"Oxen - Interregnum" ist der siebente Teil der Oxen-Reihe. In diesem Teil erfährt Axel Mossmann, dass es Pläne gibt, den Danehof wieder aufleben zu lassen. Niels Oxen und Margrethe Franck werden von ihm beauftragt, Ermittlungen anzustellen, natürlich undercover. Offiziell arbeiten sie an der Aufklärung des Mordes am Generalstaatsanwalt.

Die Ermittlungen sind umfangreich, dann wird Oxens Sohn brutal zusammengeschlagen, so dass Oxen sich neben den Ermittlungen auf die Aufklärung des Angriffs auf seinen Sohn konzentrieren muss. Keine leichte Aufgabe.

Auch wenn man den Thriller als Standalone lesen kann empfiehlt es sich, zumindest einige Teile der Reihe gelesen zu haben, um die Fakten zum Danehof zu kennen. Ich konnte smooth in die die Story einsteigen, habe mich über das Wiedersehen mit Oxen und den anderen Protagonisten gefreut.

Die Story ist super spannend, wie es sich für einen Thriller gehört. Verschiedene Stränge, die Verstrickung von Politik und Danehof sowie eine Chinesische Delegation sorgen für absolute Hochspannung. Der Plot ist gut durchdacht, auch das Ende hat mich zufriedengestellt. Von den Figuren fand ich Margrethe diesmal besonders stark, mit ihrer Art hilft sie Oxen mit dem Angriff auf seinen Sohn fertig zu werden und nicht überzureagieren.

Fazit: Absolut spannend, für Fans der Reihe ein Must-Read.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Liebesreigen statt Verbrecherjagd

Reigen in Triest von Günter Neuwirth

Wer sich angesichts des Titels an Arthur Schnitzlers „Reigen“ erinnert fühlt, liegt hier richtig. Anders als in den fünf Vorgängern tritt in diesem 6. Band aus der Reihe rund um den Inspector Bruno Zabini das Verbrechen zunächst in den Hintergrund und die erotischen Lustbarkeiten dreier Paare dominieren die Handlung.

Anders als in Schnitzlers Novelle, sind die Paare mit ihren erotischen Eskapaden einverstanden inklusive dem einen oder anderen Partnertausch.

Während sich die drei Paare, Luisa von Callenhoff und Bruno Zabini, Fedora und Sergio sowie Carolina und Arthur, vergnügen, schleichen dunkle Gestalten, die Böses im Sinn haben rund um die herrschaftliche Villa herum. Erst durch den Showdown am Ende bekommt der Roman etwas Krimihaftes.

Meine Meinung:

Dieses Buch ist anders als die Triest-Krimis, die wir von Günter Neuwirth kennen. Damit tanzt dieser historische Roman buchstäblich aus der Reihe und stellt ein Sittenbild der gelangweilten Oberschicht der Donaumonarchie dar, die nur mehr wenige Jahre existieren wird.

Wie aus den Vorgängern bekannt, ist Inspector Bruno Zabini ein begehrter Junggeselle in Triest, der, bevor er sich endgültig für Luisa von Callenhoff entschieden hat, parallel zu ihr, ein Gspusi mit Fedora hatte.

Diese Wendung, die eine Ähnlichkeit mit Arthur Schnitzlers Novelle aufweist, wird nicht allen Fans von Bruno Zabini gefallen. Ein wenig fehlt mir auch die Darstellung der politischen Szene, die den Polizisten Zabini immer wieder gefordert haben. Diesmal ist seine Standfestigkeit auf andere Weise gefragt. Dieser Teil der Reihe kann problemlos solo gelesen werden, denn die Hauptpersonen werden sehr gut eingeführt.

Fazit:

Mich hat dieser historische Roman, der sich auf Amors Pfade begibt, ein wenig überrascht, weshalb ich 4 Sterne vergebe.

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Rezensionen von S.L. :

Was treibt sie an?

Ein guter Blick fürs Böse von Elizabeth Arnott

Drei Frauen, sehr verschieden, aber geeint durch ein Stigma: sie sind die Ehefrauen von Serienmördern. Ex- Frauen. Sie erfahren von Frauenmorden in ihrem Heimatort. Eine ist Assistentin bei einer Zeitung, bekommt dadurch zufällig einige Hinweise. Eine ist Verkäuferin, eine hat ein Verhältnis mit einem Ermittler.

Auch er wird ausgehorcht. Anders als offizielle Behörden versuchen die Frauen, Hintergründe zu finden, gehen auf psychologischer Ebene an die Aufklärung.
Elizabeth Arnoltt beschreibt das Leben der Frauen nach der Verhaftung ihrer Ehemänner, ihre Schuldgefühle und ihren Wunsch, andere Frauen zu schützen. Hinweise werden sortiert, Spuren verfolgt. Das ist glaubhaft geschildert, nachvollziehbar dargestellt. Spannend, schlußendlich überraschend und ein Plädoyer für mutige Frauen.
Nach etwas schleppendem Anfang nimmt die Story Fahrt auf, nimmt den Leser mit.
Leseempfehlung!

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Rezensionen von Eternal-Hope:

Über das Innenleben einer Frau angesichts vieler offen bleibender Fragen

Ich möchte zurückgehen in der Zeit von Judith Hermann

"Ich möchte zurückgehen in der Zeit" von Judith Hermann ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, aus wie wenig tatsächlichem Material aus der eigenen Familiengeschichte sich dennoch ein komplettes Buch machen lässt. Wenn man die Beschreibung auf der Rückseite des Buchumschlages liest, könnte man den Eindruck gewinnen, es würde in dem Buch hauptsächlich um die Aufarbeitung der Geschichte des Großvaters gehen.

Wer sich hier spannende neue Erkenntnisse erwartet, dem sei schon an dieser Stelle gesagt, dass das Buch diese nicht liefern kann.

Das Buch ist in drei Teile geteilt, von denen der erste der längste und der dritte der kürzeste ist. Auf den ersten 70 Seiten des insgesamt nicht einmal 160 Seiten umfassenden Büchleins folgen wir der Autorin nach Radom, wo ihr Großvater, der lange vor ihrer Geburt gestorben ist und den sie deshalb nie persönlich kennen lernte konnte, als Mitglied der Waffen-SS stationiert war. Es kann vermutet werden, dass er in dieser Funktion in die Gräuel und Menschenrechtsverletzungen, die dort zur Zeit des Dritten Reiches verübt haben, aktiv involviert war. Genaueres darüber weiß die Autorin aber nicht, wissen wir als Leserinnen und Leser somit auch nicht und werden auch werden sie noch infolgedessen wir durch ihren Aufenthalt dort erfahren. Im Wesentlichen besteht dieser Teil des Buches aus einer durchaus atmosphärischen Beschreibung des Alleinseins der Autorin in Radom, während sie darauf hofft, dass sich allein durch ihre Präsenz in dieser polnischen Stadt ihr ein Weg zu Erkenntnissen über die Taten des Großvaters zeigt, was aber nicht wirklich geschieht: "... ich hatte angenommen, dass die Stadt auf mich gewartet hatte und mir eine Reihe notwendiger Schritte nun irgendwie diktieren, vorgeben würde, das tat sie aber nicht, also ging ich raus und machte mich auf die Suche nach etwas, von dem ich nicht wusste, was es war." (S. 19)

Sie sucht also nach irgendetwas und findet nicht wirklich. Meint, auch nach Jahrzehnten die beklemmende Atmosphäre der Stadt, in der einst so vielen Juden lebten und es nach deren Vertreibung und Ermordung in der NS-Zeit bis heute kaum mehr welche dort gibt, zu spüren. Sie beschäftigt sich mit sich selbst, liest Gedichte, spaziert herum, betrachtet das Foto des Großvaters, denkt über ihre Familie nach und über das, was in Radom passiert ist. Telefoniert mit der Mutter und fragt sie nach Erinnerungen an den Großvater, diese weicht aus und meint, sich nicht an viel erinnern zu können, sie hatte auch nicht viel gemeinsame Zeit mit ihm verbracht und war noch recht jung, als er starb. In der allerletzten Woche ihres Aufenthaltes tragen doch noch Bemühungen der Autorin Früchte und sie darf ein Museum besuchen, Fragen stellen, erhält eine Stadtführung eines Historikers und eine Einladung zu einem Sabbatessen. Leider erwähnt sie all dies nur in ähnlich kurzer Form, wie ich es hier schreibe und lässt uns Lesende nicht an diesen Erfahrungen und etwaigen Erkenntnissen daraus teilhaben.

Danach folgt ein geringfügig kürzerer Teil, wieder knapp 70 Seiten, bei dem die Autorin, weil es ihr so einfällt, von Krakau aus weiter Richtung Süden zu fahren, nach Napoli fährt, um die dort lebende Schwester zu besuchen. Auch hier geht es weiter viel um das Innenleben der Autorin und um deren Alltagsbeobachtungen. Wenn sich Substanzielles in diesem Teil verbergen sollte, dann in symbolischer Form, etwa in Vergleichen zur Arbeit der Schwester als Archäologin und zum ausgelöschten Pompeji oder zu einer Wohnung einer Verstorbenen, in der sich die Familie trifft. Mit viel Bemühung und eigener Interpretationsleistung kann man hier sicher einige interessante Vergleiche ziehen und diskussionswürdige Punkte finden. Über die Familiengeschichte der Autorin und insbesondere des Großvaters erfährt man in diesem Teil aber auch nichts Neues.

Am Ende gibt es dann noch ein sehr kurzes Kapitel mit einer Erzählung, die scheinbar in keinem näheren Zusammenhang zum Rest des Buches steht, bei der sich bei näherer Betrachtung aber ebenfalls Parallelen zu den anderen beiden Erzählsträngen finden lassen.

Wer etwas über Geschichte und tatsächliche Vergangenheitsaufarbeitung erfahren möchte, dem kann ich dieses Buch nicht empfehlen. Dafür gibt es inhaltlich viel zu wenig her. Auch ist es von der psychologischen Komponente her meiner Beurteilung nach wenig verallgemeinerbar für das Empfinden der Nachkommen dritter Generation aus möglichen Täterfamilien, dazu empfinde ich die Autorin und Ich-Erzählerin als deutlich zu speziell. Wer sich aber für die innere psychische Verfassung einer Frau interessiert und viele subtile, symbolische Bezüge mag, wird mit diesem Buch möglicherweise seine Freude haben.

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Rezensionen von rewareni:

Es gibt nur ein Ziel- Überleben

Iter von Armands A. Asimov

Wie jedes Jahr beginnt für die Kröten ihre gefährliche und beschwerliche Wanderung zum Vergissmeinnichtufer, wo sie einst geborgen wurden und jetzt ihre Nachkommen zeugen wollen.
Allen voran die erfahrene Grande Dame Leda, die mit Umsicht und liebevoller Stränge ihre Schützlinge voran treibt. Mit der jungen Kröte Delia hat sie eine verlässliche Begleiterin, die ihr hilfreich zur Seite steht.

Denn nicht allen Kröten sind die Gefahren wirklich bewusst und bringen die Gruppe immer wieder in missliche Situationen. Allen voran der selbst ernannte Krötenprinz Adonis, mit dem die Wanderung immer wieder zu einer Herausforderung wird.
,, Iter“ Animal Lane: Passus III, ist bereits der dritte Teil aus dieser spannenden Reihe, in der der Autor Armands A. Asimov, es dem Leser wieder einmal nicht leicht macht, die Geschichte zu lesen.
Auf erschütternder, grausamer und leider auch wahrheitsgemäßen Art und Weise schildert er den gefahren vollen Weg, den Amphibien jedes Jahr ausgesetzt sind.
So sind es nicht nur Tiere, die auf Nahrungssuche sind und Kröten dabei zerfetzen, sondern auch vom Menschen verursachte schädliche Umwelteinflüsse, die den Kröten das Leben schwer machen. Drastisch zu lesen waren dabei die illegalen Mülldeponien, wo giftige Gase bereits Gewässer zu einer tödlichen Falle haben werden lassen.
Besonders brutal zeigt dabei der Autor auf, wie Menschen ,,Gefallen“ daran finden können, Tiere zu quälen, wo solche Szenen leider nicht erfunden sind.
Die Wanderung der Kröten werden sehr bildhaft beschrieben und trotz grausamer Szenen hat der Autor es geschafft auch immer wieder humorvolle Szenen und Dialoge einzubauen, wo mir besonders der tollpatschige Adonis ans Herz gewachsen ist.
Da die Tiere sprechen können und es auch zu Szenen kommt, wo ein ,,rostiger“ Reiher, der offensichtlich von einem menschlichen Experiment stammt, muss man sich auf diese besondere Fantasy Geschichte einlassen können.
Damit der Mensch nicht ganz schlecht weg kommt, wird hier auch ein gebauter Amphibiendurchlass erwähnt, von dem viele Tiere profitieren können.
Immer wenn man denkt, dass es gut weiter geht, kommen schon die nächsten Hindernisse, wie die Autobahnüberquerung oder ungeschützte Flächen, die man durchwandern muss um an das ersehnte Ziel zu kommen.
Nach dieser Lektüre ist man erschüttert, weil einem oft gar nicht bewusst ist, was Tiere leisten müssen um zu überleben und wie wir Menschen leider oft daran schuld sind.
,,Iter“ ist nichts für schwache Nerven, aber wieder eine tolle Geschichte des Autors, der intensiv und bildhaft auf das schwierige Leben dieser zumeist unscheinbaren Kröten aufmerksam macht.

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Rezensionen von Rolf Fox:

Erwartungen wurden nicht erfüllt

Fäden des Glücks von Marit Warncke

Die Fäden den Glücks ist ein Roman über einen Neuanfang und Erneuerung einer alten Liebe. Karla hat das alte Gutshaus von ihrem Vater geerbt und möchte es verkaufen, dafür sind aber erhebliche Renovierungsarbeiten notwendig. Dabei hilft ihr gerade Rasmus ihre Jugendliebe und alte vergangene Differenzen kommen hier wieder zu Tage.

Irgendwie verliebt sie sich in das alte Haus und denkt nicht mehr an den Verkauf, denn da sie ihren Job verloren hat tun sich auch hier neue Möglichkeiten für sie auf.
Fazit:
Netter Roman für zwischendurch, es wird zwar über ein altes Tagebuch aufgefundenes Tagebuch geschrieben, warum die Vorbesitzer das Haus damals verlassen haben, aber doch im großen und Ganzen sehr unspektakulär. Man kommt sich oft vor, als würde man einen Teenager Roman über die erste Liebe lesen.

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Rezensionen von clematis:

Der Direktor

Hazel sagt Nein von Jessica Berger Gross

Der Direktor der Riverburg High hat ein ganz spezielles „Hobby“: jedes Jahr zu Schulbeginn sucht er sich eine Schülerin der Abschlussklasse aus, um mit ihr Sex zu haben. Dieses Jahr wählt er Hazel Greenberg Blum, die er schon vom hiesigen Schwimmbad kennt, aber, anders als bisher, erntet Richard White eine Abfuhr.

Was Hazel mit ihrem „Nein“ in Bewegung setzt, wird ihr erst viel später klar.

Mit ihrem eingängigen Schreibstil zieht mich Jesica Berger Gross sehr schnell in den Bann ihrer Zeilen und weckt meine Neugierde auf das Geschehen im beschaulichen Riverburg, wohin Hazel mit ihren Eltern und dem jüngeren Bruder Wolf gerade übersiedelt ist. Weg vom nie zur Ruhe kommenden Brooklyn möchte sich die Familie hier eine neue Existenz aufbauen, ein eigenes Häuschen kaufen und die Kinder in ganz gewöhnliche staatliche Schulen schicken. Aber schon am ersten Schultag gerät Sand ins Getriebe mit dem ungebührlichen Verhalten des Highschooldirektors und der – sollte man meinen – ganz selbstverständlichen Antwort der neuen Schülerin. Mit viel Respekt vor den dargelegten schwierigen Themen und dem nötigen Maß an Humor geht die Autorin an die Geschichte heran und erzählt recht eindrucksvoll, welche Auswirkungen ein einziges Wort nach sich ziehen kann. Ihr Nein verändert nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch das ihrer Familie und – was mir besonders gut gefällt – wird der Blick auch auf die Familie des Direktors gerichtet, um zu sehen, was dort alles in Bewegung gerät. So werden unterschiedliche Szenen beleuchtet, auf überaus realistische Weise kann man sich in die Lage verschiedenster Figuren hineinversetzen. Die Entwicklung einzelner Personen ist überzeugend ausgearbeitet und auch eine Änderung einer einmal gefassten Meinung kein Weltuntergang.

Ein Roman für mehr Mut, zu seinen Überzeugungen zu stehen und dadurch die Welt – oder zumindest ein kleines Eck davon – ein wenig menschlicher zu gestalten. „Retten Sie die Welt! Wenigstens die Ecke, in der Sie leben!“ [kindle, Pos. 2679]

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