Kunden em pfehlungen
Rezensionen von HEYN Leserunde Manfred Angerer:
Sehr nette Kulturgeschichte
Die Entflammten von Simone Meier
Eine sehr ansprechende "Kulturgeschichte" aus dem vorletzten Jahrhundertwechsel mit interessanten Blicken hinter die Kulissen der nun berühmten Maler, vor allem Vincent van Gogh. Gleichzeitig auch etwas enttäuschend, denn meine Erwartung war, mehr über Van Gogh zu erfahren und nicht unbedingt über die Liebesgeschichte zwischen seinem Bruder Theo und der Protagonistin, seiner Schwägerin Jo.
Das Buch gibt aber einen sehr feinen Einblick in das damalige Alltagsleben einer gewissen begüterten Schicht und entzaubert vermutlich verschiedene Geschichten über die damalige Zeit.
Rezensionen von Ecinev:
Beziehungsdrama
Geordnete Verhältnisse von Lana Lux
Philipp wächst bei seiner Tante auf. Durch seine roten Haaren und der Inkontinenz hat er keine Freunde und freut sich riesig als eines Tages ein Flüchtlingskind mit ebenfalls roten Haaren in die Klasse kommt und neben Philipp gesetzt wird. Geduldig hilft er ihr mit Deutsch und den anderen Fächern da er die Klasse schon wiederholt hat.
Die beiden freunden sich an und verbringen auch außerhalb der Schule Zeit miteinander. Philipp und seine Mutter wollen Faina zeigen wie in Deutschland Weihnachten gefeiert wird und werden zum russischen Fest bei Fainas Eltern eingeladen.
Später ist Philipp der Typ mit der Eigentumswohnung während Faina nach einer Zeit in Israel erst wieder Fuß fassen muss. Die beiden ziehen zusammen, Philipp übernimmt sogar die Vaterschaft für Fainas Kind. Doch immer mehr entwickelt sich die Beziehung zu einem Fiasko das tragisch endet.
Alles andere als geordnete Verhältnisse herrschen in diesem Buch von Lana Lux. Geschildert anfangs in Ich-Form aus Sicht der beiden Protagonisten Philipp und Faina wird das Ende aus Sicht von Dritten erzählt. Keine leichte Lektüre wie sich das Drama aus Eifersucht und Wahn da entwickelt.
Rezensionen von Ecinev:
eine ganz normale Familie
Willkommen bei den Grauses 1: Wer ist schon normal? von Sabine Bohlmann
Gerade wollte Ottilie ihre Ferien mit einem Riesenstapel Bücher beginnen als in das leere Nachbarhaus mitten in der Nacht Leute eingezogen sind. 3 große und 2 kleine Gestalten und ein Wischmopp, denn ein Hund ist das nicht sind durch die Tür geschlüpft. Ihr Vater hat schon einen Kuchen gebacken um die Nachbarn willkommen zu heißen.
Doch die Tür bleibt verschlossen und so muss Ottilie aus der Ferne beobachten wie der Kuchen wie von Geisterhand im Haus verschwindet. Sie ist hartnäckig und denkt sich Spiele aus die die beiden Kindern vom Fenster aus mitspielen können bis sie eines Tages das Haus verlassen. Ottilie merkt, es ist eine bunte Mischung magischer Wesen einer anderen Welt die hier auf die Menschenwelt vorbereitet werden.
Was für ein köstliches Buch, die Begegnungen des gruseligen Großvaters mit der Nachbarin und ihrem Garten und im Supermarkt sind so herrlich komisch, dass man einfach lachen muss. Auch mir als Erwachsene hat mir dieses Buch großen Spaß gemacht. Der Schreibstil ist lebendig und humorvoll, die Illustrationen runden den Text gut ab. Ein gruseliger Lesespaß für groß und klein.
Rezensionen von Pusteblümchen:
Ein Buch das zum Nachdenken anregt
Das Mondscheincafé von Mai Mochizuki
Wo geht es bitte zum Mondscheincafé ? Ich würde es zu gerne einmal besuchen, aber wird nicht ganz einfach.
Das Mondscheincafé wird von Katzen betrieben und es gibt keinen Weg dorthin. In Vollmondnächten taucht es plötzlich auf und serviert seinen Besuchern das, was sie benötigen. Da gibt es dann nicht nur Kaffee und Kuchen, sondern inspirierende Ratschläge für alle Lebensbereiche.
Ich bin noch ganz verzaubert von diesem wundervollen Buch. Sicherlich wird es Katzenfans genauso gefallen wie Lesern, die sich für die japanische Lebensweise interessieren. Aber auch wenn beides nicht der Fall ist, bieten die stärkenden Weisheiten, die die Katzen für ihre Besucher parat haben, Stoff, der zum Nachdenken anregt.
… und auch, wenn man normalerweise im Hellen liest, es lohnt sich das Buch auch einmal mit ins Dunkle zu nehmen.
Rezensionen von Ecinev:
Lustiges Abenteuer
Nussknacker-Bande 1: Drei Chaoten auf vier Pfoten von Heike Eva Schmidt
Furchtlose Banditen wie Robin Hood, das wollen auch die 3 Eichhörnchen und gründen die Nussknacker Bande. Sie treffen auf einen Lieferwagen voller Nüsse und schlagen zu. Nur sind sie enttäuscht von der Beute, in den geklauten Walnüssen sind nur Glitzerdinger. Kurzerhand werden die vergraben. Doch da Eichhörnchen sehr vergesslich sind, haben sie nach kurzer Zeit vergessen wo diese liegen als sie bei ihren Streifzügen zu den Menschen von einem Juwelenraub erfahren.
Dumm nur, dass die Menschen die Tiere nicht verstehen doch mit Hilfe von 3 Lamas werden die Räuber von der Polizei erwischt und die Juwelen tauchen wieder auf.
Mit viel Wortwitz wird die Geschichte erzählt. Der Schreibstil ist für die Lesegruppe gut geeignet und das Buch ist spannend. Als Erwachsener habe ich mich an dem Wortwitz und den Wortkreationen erfreuen können.
Rezensionen von Tara:
Eine kurze Biografie eines 94-jährigen Lebens
Ein Leben zwischen Heilkunst und Hyazinthen. Life is a Story - story.one von Robert Mitterwallner
In „Ein Leben zwischen Heilkunst und Hyazinthen“ beschreibt der Autor Robert Mitterwallner das Leben seiner Mutter.
Ich lese gerne Biografien, allerdings waren es bisher immer welche über Menschen, von denen ich schon einiges gehört und gelesen hatte. Hier geht es nun um das Leben eines mir bisher vollkommen unbekannten Menschen.
In zwölf kurzen Kapiteln schildert Robert Mitterwallner die wichtigsten beruflichen und privaten Stationen des Lebens seiner Mutter mit Höhen und Tiefen. Sein Schreibstil ist ruhig und klar, so dass ich seinen Worten leicht folgen konnte. Er schildert die Ereignisse aus der Ich-Perspektive seiner Mutter und ich denke, dass er ihr sehr nahe gestanden haben muss, um sich so gut in ihr Leben hineinversetzen zu können.
Ich habe das Leben der 94-jährigen mit großem Interesse verfolgt. Es ist eine Hommage an das ganz normale Leben einer ganz besonderen Frau.
Rezensionen von Ecinev:
Interessant und aktuell
Alles gut von Cecilia Rabess
Jess und Josh kennen sich bereits seit ihrer Zeit an der Universität und konnten sich dort schon nicht ausstehen. Nach Abschluß des Sudiums ergattert Jess einen Job als Analystin bei Goldman Sachs und ausgerechnet Josh, der schon in seinem 2. Jahr ist, wird ihr Mentor. Das alte Beziehungsdrama scheint sich zunächst zu wiederholen.
Dazu kommt, Jess ist schwarz, Tochter eines alleinerziehenden Vaters muss sich alles hart erarbeiten während Josh Kind vermögender Eltern ist dem alles schon in die Wiege gelegt wurde. Die Frage, ob schwarze Frauen trotz gleicher Bildung mit weißen Männern immer noch niedriger angesehen wird spielt eine große Roll. Aber auch die politischen Gegensätze in den Zeiten des Regierungswechsels von Obama zu Trump spielen eine Rolle.
Ein interessantes Buch über das Alltagsleben in den USA nicht nur eine Liebesgeschichte zwischen schwarz und weiß. An den Schreibstil komplett in der Gegenwartsform muss man sich erst gewöhnen, ich habe mich aber gut einlesen können und mochte den eher nüchternen Schreibstil ohne große Ausschmückungen.
Rezensionen von Ecinev:
Nachkriegsdeutschland
Kinderklinik Weißensee - Geteilte Träume von Antonia Blum
Lissi ist gespannt auf ihren ersten Einsatz als Ärztin in der Kinderklinik. Da sie an Spätfolgen der Kinderlähmung durch ein zurückgebliebenes Bein leidet, muss sie einigen Anfeindungen trotzen. Ihre Tante Marlene flieht in einer Nacht- und Nebelaktion nach Westberlin und muss dort neu anfangen.
Gut geschildert werden die Mangelverwaltung in einer in die Jahre gekommenen Klinik in Ostberlin und das neue Leben in Westberlin.
Ein Roman der im Nachkriegsdeutschland spielt und den Alltag in dieser schwierigen Zeit gut darstellt. Obwohl ich die Vorgänger Bände noch nicht gelesen habe, kam ich gut in die Geschichte rein und habe mit den Protagonisten gelitten. Der Schreibstil ist einfühlsam, die Personen werden gut dargestellt und das Buch findet einen versöhnlichen Ausklang. Ich freue mich jetzt auf die ersten Bände dieser Reihe.
Rezensionen von Ecinev:
Freundschaft in dunklen Zeiten
Sturmmädchen von Lilly Bernstein
Ein Eifeldorf in den 1930er Jahren. 3 Jugendliche schwören sich ewige Freundschaft, eine für alle, alle für eine. Rührend kümmern sich Margot und Käthe um Elli, die mit einem verkümmerten Fuß als Hinkemädchen nicht immer folgen kann. Mit Beginn der Nazizeit wendet sich die Freundschaft. Margot als Jüdin muss sich bald verstecken, Käthe fühlt sich von der Naziorganisation angesprochen.
Nur Elli, Tochter der einzigen Hebamme im Eifeltal sitzt nutzlos zu Hause. Wegen der langen Fußmärsche kann sie ihre Tätigkeit in Monschau im Winter nicht ausführen.
Als Margot und ihre Familie in Gefangenschaft kommen, setzt Elli alles daran sie zu retten und über die Grenze zu bringen. Käthe ist inzwischen glühende Anhängerin und Mitglied der NSDAP und beäugt das Vorgehen mistrauisch. Im ersten Teil erschien mir Elli sehr naiv und unbedarft. Am Ende wächst sie über sich heraus.
Das Buch hat mir gut gefallen, es ist keine einfache Lektüre und das Buch spart auch nicht mit grausamen Details. Der Schreibstil ist lebendig, die Beschreibung sehr detailliert hat zwischenzeitlich ein paar Längen. Der unbedarfte, naive Alltag von Elli wird sehr oft wiederholt.
Rezensionen von Nele33:
Schein und Wahrheit
Zorn - Schwarze Tage von Stephan Ludwig
Im mittlerweile 13. Fall von Schröder und Zorn haben sie es wohl mit ihren persönlichstem Fall zu tun. Die Story beginnt für Zorn mit einem Albtraum-Frieda wurde überfahren und er konnte sie nur noch sterbend in seinen Armen wiegen. Danach scheint sein Leben wie ausgelöscht, er will nur noch eins: sich die Decke über den Kopf ziehen und schlafen, schlafen, schlafen.
...
Auf der anderen Seite will er auch den Täter zur Rechenschaft ziehen, also begibt er sich direkt wieder ins Büro zu Schröder. Beide sind in ihrer Trauer gefangen und liefern sich dennoch die altbekannten Dialoge. Nebenher ermitteln sie und kommen unglaublichen Machenschaften auf die Spur. Die Geschichte ist in 2 Teile gespalten, als Leser erfahre ich einiges über 3 Brüder deren Wurzeln in Jordanien liegen. Deren Geschichte hat mich sehr berührt und betroffen gemacht.
Auch mit dem 13. Fall, von dem ich glaubte dies sei nun der letzte Band um Zorn und Schröder, fühlte ich mich gut unterhalten. Ich mag den, wenn auch manchmal ausufernden Schreibstil vpn Stephan Ludwig. Als Thriller würde ich das Buch diesmal dennoch nicht bezeichnen, auch wenn es einige spannende Momente gab, so fehlte mir doch die gewohnt atemlose Spannunsgaufbau, den ich bei anderen Bänden erlebt habe.
Das Ende war gut, aber für mich nicht wirklich überraschend. Nun bin ich gespannt, ob es auch einen 14. Band geben wird.











