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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von drachenzahn:

Alpträume, die das Leben prägen

Vengeance von Ruby Braun

„Vengeance“ ist ein düsteres Buch, in dem beinahe alle Charaktere ihren persönlichen Alptraum durchleben, das aber mit seinem Einfallsreichtum, seinen vielschichtigen Charakteren und seinen überraschenden Wendungen absolut zu überzeugen vermag. Wer auch vor finsteren Themen nicht zurückschreckt, wird mit diesem Jugendbuch sicher seine Freude haben.

Nemesis wurde als Studentin an der ADA (Academy of Dream Analysis ) akzeptiert. Hier soll das luzide Träumen gelehrt werden, mit dem man seine Träume tatsächlich in die Realität umsetzen kann. Doch Nemesis treibt weniger das Interesse an dem Studium an, stattdessen ist ihr Ziel und vor allem das ihrer Mutter, den Tod ihres Bruders Neiros zu rächen. Doch ist es gar nicht so einfach, die wahren Hintergründe über sein Ableben zu erfahren. Ist Jupiter Sterling eine Mörderin? Und was ist mit ihren Neffen Mercy, den sie hassen will und nicht kann.

Die Charaktere sind allesamt spannend und vielschichtig. Sie haben mehr dunkle als helle Seiten und hüllen sich in ihre Geheimnisse. Fast keine Figur ist davon ausgenommen. Doch gerade das macht ihren Reiz aus. Man merkt mit der Zeit, dass nichts ist, wie es scheint und mehr hinter der Oberfläche existiert, als man selbst oder andere Figuren glauben. Man sollte sich allerdings bewusst sein, dass eigentlich jeder Charakter auf die ein oder andere Weise traumatisiert ist. So werden zum Beispiel Themen wie sexueller Missbrauch, Mord, unheilbare Krankheiten oder Gewalt gegen Kinder angesprochen.

All diese Geheimnisse und (meist) unvorhersehbaren Wendungen machen diese Geschichte zu einem spannenden Lesevergnügen. Ich freue mich bereits auf den zweiten Teil, der die Reihe abschließen soll und voraussichtlich Ende Oktober erscheint.

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Rezensionen von La Calavera Catrina:

Auf der Suche nach Worten

Die Verletzlichen von Sigrid Nunez

In die «Die Verletzlichen» philosophiert die namenlose Erzählerin über schön klingende Blumennamen, Erfahrungen oder erinnerungswürdige (berühmte) Zitate, die das Erzählen lohnt, von einer Welt ohne männliche Stärke, Freundschaft, Pandemie-Marotten, dem Dasein als Schriftstellerin und die verlorenen Tage der Jugend.

Ich mochte es sehr, ihren schweifenden Gedankengängen zu folgen und den ein oder anderen nachdenklichen Satz länger verweilen zu lassen. Es ist ein ruhiger Text, der vielfältige Abzweigungen nimmt und neue Perspektiven eröffnet. Wenn man sich darauf einlässt, ohne die Erwartung auf eine spannende Handlung, ist vor allem der begnadete Schreibstil eine Freude und ich habe viele Textstellen markiert.

Der Klappentext greift die späteren Umstände auf, denn die Erzählerin befindet sich mitten der der Pandemie und hütet schließlich den Papagei ihrer Freundin Iris, die im Ausland festsitzt. Diese Aufgabe tut ihr gut, denn sie steckt in einer Schreibblockade und ist, ebenso wie alle anderen, in dem seltsamen Strukturen der Pandemie gefangen. „Einem Tier zu begegnen ist wie eine Frischzellenkur. Es öffnet eine Tür zur anderen Seite. Den nicht Mitteilbaren.“ Dann kehrt der ursprüngliche Betreuer (sie nennt ihn Giersch) zurück und die Erzählerin fühlt sich in ihrer einsamen Routine gestört.

Perfekt für alle, die Entschleunigung brauchen und mit Textmarker lesen.

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Rezensionen von _ich.lese_:

Wundervolle Romantasy

Nordic Clans 1: Mein Herz, so verloren und stolz von Asuka Lionera

Ysra ist Calnführerin und hat große Pläne. Sie möchte gerne Oberhaupt der Clans werden und somit auch ihre Familie vor Armut schützen. Aber das ist natürlich nicht einfach, die Konkurrenz ist groß. Allen voran Kier, der nicht nur ihr größtwe Konkurrent ist, er ist auch schuld am Tod ihres Vaters.

Und trotzdem schlägt ihr Herz aus anderen Gründen höher.

Zur Zeit lese ich so gerne Fantasy, ob Götter, Vampire oder wie in diesem Fall Clans. Hauptsache Fantasy und Hauptsache Magie. Die Liebe darf gerne auch eine Rolle spielen, dann ist es für mich ein gelungenes Leseerlebnis. Und das hatte ich hier durchaus. Ein wunderschöner Schreisbtil, eine spannende, aber auch durchaus berührende Geschichte und viel Romantik, so mag ich es. Ich mochte die kleinen Nachrichten, die sich die beiden geschrieben haben, es hat dem Buch noch ein bisschen mehr Leben eingehaucht. Tolle Charaktere, spannende Story, einfach eine wunderbare Story. Hat mich sehr gut unterhalten.

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Rezensionen von LeserinLu :

Berührend

Der Wind kennt meinen Namen von Isabel Allende

Allendes neuer Roman „Der Wind kennt meinen Namen“ verwebt die Flucht- und Migrationsgeschichten verschiedener Menschen an verschiedenen Orten in verschiedenen Zeiten miteinander. Im Zentrum stehen dabei Samuel Adler aus dem Wien von 1938 und Anita Díaz aus El Salvador von 2019. Samuel wird von seiner Familie getrennt und findet sich allein auf einem Kindertransport nach England wieder, während Anita an der US-Grenze von ihrer Mutter getrennt wird und in einem Lager landet.

Beide kämpfen mit Einsamkeit und Ungewissheit in einer Welt, die von Gewalt geprägt ist. Zwischendurch kommen aber weitere Charaktere vor, die mehr oder weniger wichtig für Samuel und Anita werden.

So entsteht ein historischer Roman mit einer vielschichtigen Handlung und einer Fülle von Charakteren. Manchmal hat aus meiner Sicht die Entwicklung der Charaktere jedoch unter der Fülle an Charakteren und Ereignissen gelitten, sodass es bei mir auch zu Verwechslungen kam und ich noch einmal nachschlagen musste. Der Schreibstil ist wie immer bei Allende flüssig und angenehm, aber gelegentlich wirkten Dialoge und Erklärungen etwas aufgesetzt, weil im Roman überhaupt kein Vorwissen bei den Leser:innen zu Fluchtgründen für Juden in der NS-Zeit oder zu Hintergründen der Unterdrückung der Bevölkerung in El Salvador vorausgesetzt wird. Das führt dazu, dass zwischendurch viel explizit erklärt wird - ein Jude hätte seinen Nachbarn z.B. 1938 wohl kaum ausführlich über diskriminierende Gesetze aufklären müssen. Dennoch ist es Allende am Schluss gelungen, mich mit ihrer einfühlsamen Geschichte zu berühren und zu Tränen zu rühren. Trotz kleinerer Schwächen bietet der Roman eine bewegende Darstellung von Flucht und zeigt, was es bedeutet, zu überleben. Außerdem wird veranschaulicht, wie viele Gemeinsamkeiten Menschen teilen können, auch wenn sie ganz unterschiedliche Geschichten haben.

Insgesamt ist „Der Wind kennt meinen Namen“ damit aus meiner Sicht nicht Allendes stärkster Roman, aber definitiv eine Empfehlung für Fans. Für Neulinge empfehle ich jedoch einen anderen Einstieg in Allendes Bücherwelt, hebt euch dieses dann für später auf!

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Rezensionen von _ich.lese_:

Ein Highlight

The Serpent and the Wings of Night (Crowns of Nyaxia 1) von Carissa Broadbent

Oraya ist die adoptierte Tochter des Vampirkönigs und sie ist menschlich. Sie muss aufpassen, denn in der Welt der Vampire ist sie ein Opfer, ist sie Beute. Um das zu ändern möchte sie am Kejari teilnehmen, einem Turnier welches von Nyaxia, der Göttin des Todes, veranstaltet wird.

Mich sprach vor allem das Cover und der Klappentext an.

Zur Zeit lese ich sehr gerne Fantasy und an dem Buch kommt man nicht vorbei, es wurde sehr gehypt.
Und was soll ich sagen, ich habe es geliebt. Win wahnsinns Schreibstil, ein packende Geschichte. Zu Beginn wird man erstmal mit den Figuren vertraut gemacht, manche sind toll, manche nicht so, aber zum Glück mochte ich alle wichtigen gleich. Das Prinzip des Wettbewerbs, der Turniers, sprach mich sehr an, es wurde gur geschrieben, es war spannend und konnte mich fesseln. Die Charaktere zueinander sind gut beschrieben, allen voran mochte ich natürlich Oraya und Raihn. Das Ende lässt viele Frage offen, es ist nicht abgeschlossen und die Neugier auf Buch zwei ist groß. Mir hat es jedenfalls sehr gefallen und es ist definitiv ein Highlight.

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Rezensionen von Lilli33:

Szenen einer Trennung

Lügen, die wir uns erzählen von Anne Freytag

Szenen einer Trennung

Inhalt:
Helene ist 47 Jahre alt und Mutter zweier pubertierender Kinder, als ihr Mann Georg sie wegen einer anderen verlässt. Die ganze Familie droht auseinander zu fallen. Helene muss sich und ihr Leben komplett neu sortieren und Altlasten aufarbeiten, um eine Zukunft zu haben.

Meine Meinung:
Ich liebe die Bücher von Anne Freytag und bin jedes Mal begeistert, wie treffend die Autorin die Gefühle ihrer Protagonist*innen einfangen kann. Es fällt mir dadurch immer sehr leicht, mich in die verschiedenen Personen hineinzuversetzen und ihre Handlungsweisen zu verstehen. Genau so ging es mir auch bei diesem Roman.

Gelungen fand ich die zwei Perspektiven, aus denen erzählt wird. Man würde vielleicht vermuten, die Geschichte aus Helenes Sicht und aus der ihres Mannes Georg zu hören. Tatsächlich kommt hier aber nicht Georg zu Wort, sondern Helenes Tochter Anna, die ihrer Mutter die komplette Schuld an der Trennung gibt. Sie ist ein typisches pubertierendes Mädchen, das gerade selbst nicht so recht weiß, wo sie im Leben hingehört.

In Rückblenden kommt vieles zum Vorschein, das für die gegenwärtige Situation ursächlich ist und nie richtig aufgearbeitet wurde. Die verschiedenen Perspektiven und Zeiten ergeben nach und nach ein komplettes Bild dieses „Familiendramas“.

Die beiden Sprecherinnen haben gut gelesen. Allerdings war mir ihre Stimmlage nicht wirklich angenehm, sodass meine Ohren öfter mal eine Pause brauchten.

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Rezensionen von LeserinLu :

Band 3 bitter nötig

Unlearn Patriarchy 2 von Ireti Amojo; Melina Borcak; Yassamin-Sophia Boussaoud; Miriam Davoudvandi; Anne Dittmann; Karin Hartmann; Asha Hedayati; Mandy Mangler; Rebecca Maskos; Saboura Naqshband; Nicole Seifert; Gonza Ngoumou

Ich hätte diesem Sammelband eigentlich schon aus Prinzip fünf Sterne gegeben - denn die Reihe sollte unbedingt fortgesetzt werden! Ich lese ohnehin schon viel zu Sexismus und anderen Diskriminierungsformen. Während mir deshalb in Band 1 von „Unlearn Patriarchy“ bereits viele Themen und Autor:innen bekannt waren, kannte ich in Band 2 die meisten Verfasser:innen nicht, sodass ich, auch wenn ich die Themen kannte, einiges Neues mitnehmen konnte.

Was mich dann allerdings wirklich massiv gestört hat und was einen unfassbar bitteren Nachgeschmack bei mir hinterlässt, sind Verweise auf den Krieg in Gaza zu schwangeren Frauen und Kindern als Opfer, während mit keinem einzigen (!) Wort erwähnt wird, dass in Israel von der Hamas auch schwangere Frauen entführt wurden, Vergewaltigungen von Frauen als Waffe eingesetzt wurden und immer noch Frauen, Männer, Kinder als entführt und vermisst gelten. Warum fehlt gegenüber israelischen Menschen, teilweise Juden und Jüdinnen, die Empathie? Und warum wird das, wenn schon nicht im Kapitel zu Genozid, nicht in einem Kapitel „Unlearn Antisemitismus“ reflektiert? Ich habe noch einmal geschaut, dieses Kapitel gibt es auch in Band 1 nicht, beim Begriff Intersektionalität wird er im Vorwort auch nicht erwähnt, das scheint wirklich nicht mitgedacht zu sein. Ob bewusst oder unbewusst: Das muss dringend nachgeholt werden!

Meine Bitte also an den Ullstein-Verlag: Bitte veröffentlicht noch einen dritten Band, am besten wieder mit neuen Herausgeber:innen, gerne mit einem Kapitel „Unlearn Antisemitismus“ - leider ein Kapitel, was ebenso dringend gebraucht wird, wie die Kapitel, die bereits erschienen sind.

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Rezensionen von Gavroche:

Nicht mein Buch

Season Sisters - Frühlingsgeheimnisse,2 Audio-CD, MP3 von Anna Helford

Eine neue Reihe über vier Schwestern, die wie die vier Jahreszeiten heißen und es beginnt mit dem Frühling, also mit Spring.
Der Klappentext hat mich auf die Geschichte neugierig gemacht und ich bin dann auch gut gestartet und habe der angenehmen Vorlesestimmt der Sprecherin Marion Dreiseitel zugehört.

Allerdings war mir die Geschichte insgesamt leider doch zu seicht und vor allem wurden hier viel zu viele Klischees angehäuft. Ein wenig mehr Anspruch wäre hier wünschenswert gewesen und vor allem auch so manch eine Überraschung und Abweichung vom Schema.
Für mich war dies leider eine zu seichte Unterhaltungsgeschichte, die allerdings bestimmt auch ihre Liebhaber*innen finden wird.
Ganz nett, aber eben nichts Besonderes, das aus der Menge heraussticht und dann trat die Geschichte leider auch so manches Mal zu sehr auf der Stelle.
Schade, für mich war es leider nicht das richtige Buch.

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Rezensionen von Jule:

Mehr als Liebe

Weil ich an dich glaube - Great and Precious Things von Rebecca Yarros

„Weil ich an dich glaube“ von Rebecca Yarros ist mehr als nur eine Geschichte, in der es um die Liebe geht.
Es geht darum, die Freiheit zu haben, Entscheidungen zu treffen und sich selbst zum Besseren zu ändern.
Die Geschichte von Camden und Willow hat mich mitgenommen und immer wieder überrascht.

Mal positiv, mal negativ.

Mit Camden findet man einen Protagonisten vor, der von seiner Vergangenheit geprägt wird und es bei seiner Rückkehr nach Alba alles andere als einfach hat.
Er ist ein Mann, den viele falsch einschätzen und den man erst mit der Zeit so richtig kennenlernt. Durch die Kapitel aus seiner Sicht wird aber ein tiefer Einblick in seine Gefühlswelt gewährt, der mich nicht kaltgelassen hat.
Ich habe bewundert, wie stark er ist und wie sehr er sich für die Menschen, die ihm nahe stehen einsetzt, egal wie schlecht sie ihn behandeln.
Durch die Wortwahl und Sprache von Rebecca Yarros ist es ein leichtes durch die Seiten zu fliegen und Camden im Laufe der Geschichte immer näherzukommen.
Oftmals hat sie sehr viel Gefühl in den Schreibstil gelegt, der mich nicht losgelassen hat. So wie Willow, die das perfekte Gegenstück für Camden zu sein scheint und sich weder von ihm, noch von allen anderen davon abhalten lässt, zu ihm zu stehen. Ihr Durchsetzungsvermögen ist sehr ausgeprägt und auch ihre Handlungen sind zum Großteil sehr nachvollziehbar.
Und doch sind es die Nebenprotagonisten, die dieses Buch zu etwas Besonderem gemacht haben. Sie sind so unterschiedlich, legen so unterschiedliche Charakterzüge an den Tag, dass es nicht langweilig wird. Sie machen die Geschichte, in gewisser Hinsicht, bunter.
Was allerdings nicht davon ablenkt, dass sie auch zu Überraschungen und Szenen geführt haben, die – für mich – nicht immer passend waren und bei denen ich nur den Kopf schütteln konnte, weil ich keine Worte für das Geschehen hatte.
Dazu kommt, dass sich das Erzählte zwischendurch repetitiv angefühlt hat. Zwischendurch hatte ich das Gefühl, dass ich manche Dinge schon des Öfteren gelesen habe. An diesen Stellen hätte man gut und gerne etwas anderes einbauen oder eine andere Wortwahl treffen können.

Dennoch hat mich besonders das Ende mitgerissen. Die Stränge aus der Vergangenheit sind zusammengekommen und es hat sich ein rundes Bild ergeben, das mich kurz sprachlos zurückgelassen hat.
Generell ist die Thematik um Camdens Vater alles andere als einfach, zeigt aber auch, wie fragil das Leben und wir Menschen sind.

Insgesamt ist „Weil ich an dich glaube“ ein Buch, das tiefer geht, als man zuerst vermutet. Auf vielen Ebenen hat es mich zum Nachdenken gebracht.
Vieles passt einfach zusammen, wie die Protagonisten und das Setting, das mich abholen konnte. Alba als Kleinstadt in den Bergen Colorados hat einfach die perfekte Umgebung für diese Geschichte gebildet.

Schlussendlich bleibt mir zu sagen, dass es zwar immer wieder Szenen gab, die nicht in die Geschichte gepasst haben und der Schreibstil, bzw. die Übersetzung, an manchen Stellen holprig war, mich das Gesamtbild aber definitiv abholen konnte.
Es ist eine Empfehlung für die Menschen, die etwas mehr als eine normale Lovestory haben wollen und diejenigen, die noch nicht wissen, wie wertvoll es ist, die Freiheit zu haben, Entscheidungen treffen zu können.

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Rezensionen von Ele:

Sehr schwierig

Lebenslang beweglich und kraftvoll mit Tigerfeeling von Benita Cantieni

Lebenslang und beweglich und kraftvoll mit Tigerfeeling von Benita Cantieni, 192 Seiten, erschienen im Südwest-Verlag.
Benita Cantieni zeigt in ihrem neuen Buch, wie man auch im fortgeschrittenen Alter etwas Gutes für die Haltung, Gelenkigkeit, Schmerzfreiheit und Bewegungsfreude tun kann. Man kann in jedem Alter mit dem Training anfangen, denn der Körper ist in der gesamten Lebenszeit lernfähig.

Knochen und Knorpel sind lebenslang formbar und regenerierbar und Bänder, Sehnen, Muskeln, Faszien verändern sich bereitwillig, wenn man sie gezielt fordert.
Soweit so gut. Meine Bedenken im Alter nicht mehr gelenkig zu sein, hat mich dazu veranlasst dieses Buch zu lesen. Und anhand dieser Übungen dasselbe möglichst lange zu erhalten. Frühzeitig angefangen würde sicher nicht schaden, die nächsten zwanzig Jahre nicht wie einige Ahnen von mir im Rollstuhl oder sehr steif und unbeweglich zu enden.
Das Buch ist auf den ersten Blick erst einmal sehr ansprechend. Die Autorin wirkt frisch und jugendlich und für ihr Alter wirklich bestmöglich fit. Schöne ansprechende Bilder, die die Übungen demonstrieren, anatomische Zeichnungen alles übersichtlich und gut gegliedert. So ist es mir beim ersten oberflächlichen Durchblättern vorgekommen.
Dann habe ich begonnen systematisch von vorn beginnend das Buch zu lesen. Dabei bin ich immer mehr enttäuscht worden. Ihr weiterentwickeltes Programm „CANTIENICA® Körper in Evolution“ dafür sind vermutlich weitere Lektüre oder Videos oder Workshops notwendig, das ganze scheint mir eine gigantische Werbung für diese Marke zu sein.
Bevor ich mit den Übungen zum Wartungsprogramm für meinen Körper beginnen konnte musste ich mich erst durch den etwas befremdlichen Text ca. ein Drittel des Buches kämpfen. Die einzige Erkenntnis die ich bisher erringen konnte, dass ich mir wie ein gigantischer Schlaffsack vorkomme, bzw. dazu werde, wenn ich nicht bereit bin täglich viel Zeit in dieses Programm zu investieren. Ich fühlte mich vom Schreibstil und dem Ton der Autorin hochnäsig abgekanzelt und nicht verständnisvoll belehrt.
Die Übungen an sich sind auch nicht leicht zu turnen. Einige kompliziert, hier wäre es gut wenn mir jemand vorgelesen hätte, was zu tun ist, alleine ist es schwierig das durchzuführen. Denn ständig zwischen Buch und Matte oder Stuhl hin und her zu agieren, war nicht leicht.
Dazu habe ich schon ziemlich am Anfang gemerkt, dass die Sprache nicht meine ist, die Augäpfel aufplustern und die Achselhöhlen nach vorne oben drehen, wenn die Hände auf dem Oberschenkel liegen. Tut mir leid, da kann ich nicht nachvollziehen was zu tun ist. Ich habe festgestellt, dass dieses Buch nicht für mich geschrieben wurde, um mich im Alter gelenkig und fit zu halten werde ich mir wohl etwas anderes suchen müssen.
Wer damit klarkommt wird sicher Freude am Buch haben. Von mir 2 Sterne.

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