Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Anno:

Köln oder Rom?

Emmas Herzdilemma von Stefanie Gerstenberger

Emma ist fast 16, noch etwas naiv und auch leichtsinnig, mit dem Kopf in den Wolken und dem Herzen bei einem ganz speziellen Jungen. Doch die Umstände verketten sich und so sieht sich Emma einer Strafe für ihr Verhalten gegenüber. Dank ihrer Leichtsinnigkeit verletzt sich der Hund ihres Großvaters und nun soll sie für dessen Tierarztkosten aufkommen.

Dafür soll sie mit ihrer unmöglichen Tante nach Italien reisen um dort in ihren Ferien tatkräftig in deren Pension anzupacken. Aber was wäre, wenn sie ihren Flieger verpassen würden? Mit einem roten Portemonnaie trennt sich die Handlung in zwei verschiedene Stränge auf, die zeitgleich gelesen werden und mithilfe ein kleines Symbols am Anfang des Textes zuzuordnen sind. Beide Ebenen lassen sich inhaltlich gut voneinander unterscheiden, besitzen aber Elemente, die in beiden Handlungen aufgegriffen werden und diese dadurch trotzdem nahe zusammenhalten.
Mein klarer Favorit hierbei war natürlich Rom. Diese Geschichte wirkt deutlich wärmer und liebenswerter als die Kölns, was sich auch im jeweiligen Wetter widerspiegelt und von der Autorin so durchaus gewollt zu sein scheint. Beide Versionen Emmas vollziehen im Laufe des Buches durch unterschiedlichste Ereignisse einen Wandel, werden reifer und gewinnen an Einsicht. Und auch wenn Liebe durchaus eine Rolle spielt, stecken noch sehr viele mehr Erfahrungen in den Seiten dieses Buches.
Wunderschön geschrieben, gut nachvollziehbar und turbulent. Eine Geschichte, die einfach Spaß macht. Auch dank der 2 verschiedenen Möglichkeiten. Toll!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Anno

Rezensionen von lesen=liebe:

Kam bei den Kindern nicht so gut an

Tiberius Rex 1: Mein Freund, der Dino von Florian Fuchs

Wir haben uns sehr auf Tiberius Rex gefreut. Wir sind Vielleser und ich lese meinen Kindern hauptsächlich noch vor. Bei Tiberius Rex ist leider der Funke irgendwie nicht übergesprungen.

Leo macht mit ihrer Klasse einen Ausflug ins Museum. Sie hört seltsame Geräusche, denen sie auf den Grund gehen will.

Irgendwie schafft sie es, sich von der Klasse unbemerkt davonzustehlen und trifft wenig später auf den Dino Opa Tiberius Rex.

Grundsätzlich ist die Geschichte gut, aber sie hätte für unseren Geschmack etwas spannender sein können. Im Endeffekt habe ich das Buch ohne meine Kinder zu Ende gelesen, weil es einfach nicht gut ankam und wir uns etwas ganz anderes erwartet hatten.

Man hätte das Aufeinandertreffen von Leo und Tiberius z.B. sehr viel spannender machen können. Im Buch wird es fast als selbstverständlich dargestellt. Man muss sich mal selbst in die Lage versetzen. Ob man wirklich so gelassen reagiert, wenn ein echter T-Rex vor einem steht?

Außerdem hätten wir uns viel mehr Bilder gewünscht. Ich finde, dass es für diese Altersgruppe generell mehr Illustrationen geben sollte. In diesem Alter, freuen sich die Kinder immer sehr über die Bilder.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von lesen=liebe

Rezensionen von Bellis-Perennis:

Eindrucksvolle Sprache

Das Café ohne Namen von Robert Seethaler

Robert Seethaler nimmt uns in seinem Buch mit in das Wien des Jahres 1966. Der Gelegenheitsarbeiter Robert Simon erfüllt sich den Traum vom eigenen Café als er eine heruntergekommene Kaschemme am Wiener Karmelitermarkt pachtet.
Wenig später lernt er Mila kennen, die bei ihm als Aushilfe arbeiten wird.

Eine Liebesbeziehung wird sich während der zehn Jahre, die das Café besteht, zwischen den beiden nicht entspinnen. Mit zahlreichen guten Ideen kann sich das Café rund zehn Jahre behaupten bis der Hauseigentümer den Pachtvertrag kündigt, weil die Liegenschaft verkauft werden muss.
Meine Meinung:

Wie schon in den anderen Romanen sind laute Töne Robert Seethalers Sache nicht. Er beschreibt die Menschen, die dieses Café für sich entdecken in berührenden Worten. Neben erfüllten Träumen lernen wir auch falsche Hoffnungen und bittere Momente jener Personen kennen, die in diesem Café einkehren. Durch die häufig wechselnden Gäste entsteht Abwechslung. Einige Stammgäste tauchen auch in regelmäßigen Abständen wieder auf. Es gibt hitzige Debatten, die sich unter dem Einfluss des Alkohols aufschaukeln und manchmal fliegen auch die Fäuste.

In seiner schnörkellosen, aber poetisch anmutenden Sprache entführt uns Robert Seethaler in eine Epoche, die ich als Kind mit erlebt habe. Das Gebiet rund um den Karmelitermarkt ist mir gut vertraut, habe ich doch fast 25 Jahre in der Nähe gewohnt, bin ums eine Eck in die Schule (Kleine Sperlgasse) gegangen und habe mehr als 40 Jahre ums andere Eck (Schiffamtsgasse) gearbeitet.

Ich habe Die Entwicklung des Karmelitermarktes und seiner Umgebung vom schmuddeligen, fast vergessenen Viertel, zur schicken Wohngegend miterlebt. Heute gibt es fast mehr Restaurants als Marktstände dort. Das Café ohne Namen hat möglicherweise zwei reale Vorbilder, die nach wie vor existieren. Eines davon war mehrfache Filmkulisse.

Fazit:

Ich habe dieses Buch gerne gelesen und gebe diesen Erinnerungen an eine längst vergangene Zeit 5 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Bellis-Perennis

Rezensionen von Bellis-Perennis:

Ein gelungener Reihen-Auftakt

Die Hofreiterin – Der Traum von Freiheit von Franziska Stadler

Die Spanische Hofreitschule mit ihren anachronistisch wirkenden, aber publikumswirksamen Darbietungen der Lippizaner bietet sich förmlich als Kulisse für diesen historischen Roman an, der 1898 in Wien spielt.

Worum geht’s?

Das Gestüt, das Julienne Rehberger gemeinsam mit ihren Zwillingen Irma und Anton führt, ist in schweren finanziellen Schwierigkeiten.

Als dann noch Anton bei einem Unfall ums Lebens kommt, muss Novio, ein Lipizzanerhengst, an die Spanische Hofreitschule verkauft werden. Da sich Irma, die den Hengst seit seiner Geburt kennt und ihm einige der komplizierten Figuren beigebracht hat, nicht von Novio trennen will, schmiedet sie heimlich einen gewagten Plan. Sie will als Mann verkleidet, in der berühmten Reitschule als Eleve aufgenommen werden.

Zunächst scheint alles gut zu gehen, auch wenn sie als unbedarftes Landei in der Großstadt Wien ein wenig verloren wirkt. Als Konrad trifft sie auf Mizzi Kaspar, ehemalige Geliebte von Kronprinz Rudolph, die recht bald hinter ihr Geheimnis kommt.

Auch in der Spanischen Hofreitschule erfüllen sich Konrads Erwartungen, auch wenn der Tag mit harter Arbeit angefüllt ist und nicht jeder der Eleven, Konrad leiden kann. Vor allem der aufgeblasene Felix von Korthy sieht auf den nichtadeligen Konrad herab. Ausbildner Stefan Gowalka hingegen ist von seinem neuen Eleven, der mit seinem Pferd eins zu sein scheint, begeistert.

Dann kommt es, wie es kommen muss, Konrad wird als Irma entlarvt und muss die Reitschule verlassen. Aber sie ist nicht die einzige, die ein Geheimnis mit sich herumträgt ...

Meine Meinung:

Dieser historische Roman lässt sich sehr gut lesen. Er verbindet gleich mehrere Themen. Da ist zum einen die gesellschaftliche Stellung von Frauen, die lediglich als hübscher Aufputz ihrer Männer gelten, die Töchter werden als Heiratgut gesehen, das möglichst gewinnbringend an den Mann gebracht werden muss. Die gesellschaftliche Ächtung von Frauen, die ohne Ehemann Kinder bekommen wie Julienne. Wer der unbekannte Vater der Zwillinge ist, habe ich sofort herausgefunden. Das schwungvolle „R“ als Unterschrift auf den Briefen ist eindeutig. Die Verkleidung als Mann ist ein beliebtes Sujet, wirkt aber nicht immer authentisch. Aber das macht nichts, denn die Leser wissen ja was los ist und die anderen Figuren des Romans sehen nur das, was sie sehen wollen (oder sollen). Dabei ist es spannend zu lesen, dass Konrad für seine Reitkünste gelobt und teilweise bewundert wird, aber als die Tarnung auffliegt, diese nichts mehr wert sind. Ein bisschen Liebesgeschichte darf auch sein.

Der Schreibstil von Martina Sahler, die hinter dem Pseudonym Franziska Stadler steckt, ist locker und flüssig, so dass das Buch recht schnell gelesen werden kann. Die Autorin hat viel Zeit in die Recherche gesteckt. Historische Personen wie Kaiserin Elisabeth, die kurz nach ihrem Besuch in der Hofreitschule in Genf ermordet wird, oder eben Mizzi Kaspar sind gut eingebunden.

Die auf uns heute anachronistisch wirkenden Darbietungen der weißen Pferde gelten als Touristenattraktion und fast jeder Staatsbesuch darf sich an der Hohen Schule der Reitkunst erfreuen. Jahrhunderte lang war die Spanische Hofreitschule eine ausdrückliche Männerbastion. Erst im Jahr 2008 wurden die ersten jungen Frauen als Elevinnen aufgenommen.

Wie es mit Irma und Novio weitergehen wird, erfahren wir in Teil zwei, der im Herbst 2024 erscheinen wird.

Fazit:

Ein leicht zu lesender historischer Roman rund um die berühmten weißen Hengste der Spanischen Hofreitschule. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Bellis-Perennis

Rezensionen von Petra Sch.:

britischer (Cosy)Crime mit Luft nach oben

Der falsche Vogel von C.L. Miller

3,5 Sterne

Freya Lockwood erhält eine Nachricht von Franklin Smith, dem Anwalt ihres früheren Mentors Arthur Crockleford. Dieser ist tot in seinem Antiquitätenladen aufgefunden worden. Freya hatte seit ca. 20 Jahren keinen Kontakt mehr zu ihm, seit der Sache in Kairo.
So fährt sie also in die alte Heimat, um mit ihrer Tante Carole, die eine enge Freundin von Arthur war, das Vermächtnis von Arthur anzutreten.

Etliche Hinweise deuten darauf hin, dass Arthur einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen ist, und er hat Freya (und Carole) auch etliche verschlüsselte Hinweise hinterlassen, die diese auf die Spur seines Mörders führen soll (er wusste nämlich schon, dass er bald sterben wird).

Freya ist zu Beginn eher schüchtern und weiß nicht, was sie mit ihrem Leben anfangen soll, da ihre Tochter ausgezogen ist und sie von ihrem (schrecklichen) Mann geschieden ist. Mit der Zeit bekommt sie aber wieder ihre alte Stärke aus der Zeit der Antiquitätenjagd zurück. Die taffe Freya gefiel mir viel besser. Ich fand nur die Hinweise, und wie Freya sofort alle teilweise lächerlichen Tipps entschlüsselt hat, total unglaubwürdig.
Carole als bunter Vogel wird natürlich etwas überzogen dargestellt, was ich zu beginn erfrischend fröhlich und unterhaltsam fand, aber mit der Zeit ging sie mir mit ihrem übergriffigen Verhalten auf die Nerven. ZB als sie statt mit Freya auf Mörderjagd zu gehen, erstmal noch duschen und Make-up auflegen musste.

Der Schreibstil ist einfach-leicht und angenehm und flüssig zu lesen, und jedes Kapitel beginnt mit einem Zitat von Arthur, sodass er in der Geschichte immer noch lebendig wirkt.
Die meiste Zeit erfährt man die Geschehnisse aus Sicht von Freya, doch es gibt auch Perspektivwechsel zu anderen Personen.
Da Arthur Antiquitätenhändler und -jäger war (er hat verschollene oder gestohlene Stücke ausgeforscht), und auch Freya früher diesem Beruf nachging, erfährt man natürlich viel Interessantes über Antiquitäten und diese Branche, was mir sehr gut gefallen hat.
Leider werden sehr lange Zeit immer nur Anspielungen gemacht, was damals in Kairo passiert ist, obwohl man als Leser gleich weiß, dass dies von wichtigem Belang für die aktuellen Geschehnisse sind.

Arthur hätte den Nachlass des erst kürzlich verstorbenen Lord Metcalf bewerten sollen, was nun Freya übernehmen soll. Dazu hat er ihr eine Einladung zum Jahrestreffen der Antiquitätensammler auf Copthorn Manor, dem Landsitz des verstorbenen Lords, hinterlassen. Da sie ein Dossier von Arthur über die Antiquitäten auf dem Landgut gefunden hat, und dieses von mehreren Teilnehmern an sich gebracht werden möchte, gerät sie schnell in Gefahr.
Auf dem Anwesen befinden sich zu diesem Anlass die beiden Kinder von Lord Metcalf, Amy und Giles, der seine Freundin Bella dabei hat, der Anwalt, und die Haushälterin Clare sowie der Gärtner Phil. Jeder ist verdächtig und hat ein Geheimnis zu verbergen. Leider sind diese Charaktere nicht so wirklich tiefgründig ausgearbeitet.

Eigentlich alles perfekte Zutaten für einen whodunit Krimi, jedoch hat man als Leser leider absolut keine Möglichkeit zum Miträtseln, da sich alle Hinweise auf die Vergangenheit von Freya beziehen.
Abgesehen von den teilweise unlogischen Hinweisen von Arthur (die Freya alle sofort enträtseln konnte), hat sich Freya teilweise absurd verhalten, es gab unnötige Szenen; und WIESO ermittelt das FBI in Großbritannien??


Fazit:
Antiquitäten-Krimi mit einem schönen Setting auf einem alten britischen Landgut und zwei polarisierenden Protagonistinnen; aber teilweise zu verwirrend, absurd und mit einem Showdown, den es so nicht gebraucht hätte. Jedenfalls keineswegs mit Agatha Christies Miss Marple zu vergleichen!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Petra Sch.

Rezensionen von sello:

sofort Band 2 vorbestellt

School of Myth & Magic, Band 1 - Der Kuss der Nixe von Jennifer Alice Jager

Ich habe dieses Buch in einem Tag durchgelesen weil ich es einfach nicht aus der Hand legen konnte.
Das Cover finde ich schön. Es passt wirklich perfekt zur Geschichte und auch der Farbschnitt ist schön (auch wenn er nicht auf jeder Seite drauf ist).
Dieses Buch ist eines jener, in denen viele Nebencharaktere auftauchen, die aber so toll sind das man einfach mehr von ihnen erfahren möchte.

Ich würde ein ganzes Buch über Jae lesen winfach weil seine Geschichte so interessant ist und man doch wenig von ihr weiß. Auch über Seymour und Seth… sie haben so viel Potenzial.
Aber zurück zu Devin. Sie ist stur und vom Charakter her alles was man in den typischen Teenie-Serien sieht, die Mädchen die sich immer den Plastics widersetzen und anders sind. Devin passt nicht in die Schule und spührt von anfang an das sie anders ist.
Wir erfahren im Laufe des Buches sehr viel über Nixen und diese teile fand ich einfach so interessant. Ich hätte mir noch Szenen mit ihrer Großmutter gewünscht da sie doch hin und wieder erwähnt wird.
Mir gefällt wie sie aktiv versucht Freunde zu machen und nicht eine juckt mich nicht Einstellung gegenüber den anderen hat (auch wenn es hin und wieder vorkommt).
Die Handlung hat mir gut gefallen. Sie war nicht monoton und der Lesefluss wurde nicht gestört, weshalb man auch schnell durch die Kapitel durchliest. Ich habe sofort Band 2 vorbestellt weil ich schon so gespannt bin wie es weiter geht da mich das Ende doch überrascht hat.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von sello

Rezensionen von Meli:

Komplizierte, anstrengende Beziehungen und ein bisschen Rom-Com zum Schluss

The Love Code. Wenn die widersprüchlichste Theorie zur großen Liebe führt Chemistry Lessons von Susannah Nix

Eigentlich ist es nur ein One-Night-Stand, doch als Melody ihr Studium beendet und in die gleiche Stadt zieht, trifft sie sich wieder mit Jeremy. Doch da Jeremy eine Freundin hat und auch anderen Ballast, halten sie doch eher Abstand. Mit der Zeit werden sie dann aber doch zu Freunden und vielleicht auch mehr.

Ich hatte bei dem Cover, Titel und der Inhaltsbeschreibung schon eine romantische Komödie erwartet und die Geschichte entsprach nicht wirklich meinen Erwartungen. Statt Humor und einer lockeren Liebesgeschichte stehen in der ersten Hälfte Dramen um Affären und endende Beziehungen im Mittelpunkt und besonders Jeremy wurde mir in dieser Zeit einfach nicht sympathisch. Ich konnte kaum nachvollziehen, was Melody an ihm findet, sogar ihre Freundschaft hatte einen seltsamen Beigeschmack.

Teile der Handlung, die schon in der Inhaltsbeschreibung erwähnt wurden, kommen erst sehr spät im Hörbuch, sodass sich Anfang und Mittelteil noch mehr in die Länge zu ziehen scheinen und als ich dann dachte, dass der unterhaltsame Teil endlich beginnt, war das Hörbuch auch schon wieder vorbei.

Was ich nachempfinden konnte, war, wie fremd sich Melody in der neuen Stadt wohnt, was noch zu dem kühlen Ton der Geschichte beiträgt. Bei der Arbeit empfängt man sie nicht gerade mit offenen Armen und auch ihre neuen Freundschaften haben sich nicht wirklich echt angefühlt. Sie hat sich am Anfang sehr über die neuen Chancen gefreut, aber bei mir blieb das Gefühl, dass sie nicht wirklich dort hin gehört, bis zum Ende bestehen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Meli

Rezensionen von Gänseblümchen :

Grundprinzipien und Rezepte der ayurvedischen Ernährung für ein Leben in Balance

Die Ayurveda Kochwerkstatt von Anke Pachauer; Volker Mehl

Ausgewogene Ernährungstipps für ein gesundes Leben

Dieses handliche Buch gibt einen guten Überblick über die Grundlagen der ayurvedischen Lehre und vermittelt die Basis der ayurvedischen Ernährung. Etwa die Hälfte des Buches besteht deshalb aus einem Theorieteil und die zweite Hälfte aus den Rezepten.

Das Autorenpaar Anke und Volker sind wahre Experten auf diesem Gebiet, denn Volker Mehl ist einer der bekanntesten Ayurveda-Köche Deutschlands und gemeinsam führen sie eine Ayurveda-Akademie. Das Motto der Beiden lautet: Go with the Flow - Steig in den Fluss und lass dich treiben.
Zentrale Bausteine der Lehre sind, dass alles im Fluss ist und ein Leben in Ausgeglichenheit und Balance stattfinden sollte. Auf anschauliche Weise wird erklärt, wie die ayurvedische Ernährung und Lehre zu einer ganzheitlichen Gesundheit beitragen kann. Hierbei sollen Körper, Geist und Psyche im Einklang sein und die fünf Elemente Erde, Wasser, Luft, Feuer und Äther bilden die Grundlage. Zudem ist ein zentrales Element die Einteilung in die drei Doshas und man kann als Leser in einem Test seinen Dosha-Typ herausfinden. Dadurch erfährt man, welche ausgleichenden Maßnahmen man durch die Ernährung bewirken kann.
Bei der Ernährung spielen die sechs Geschmacksrichtungen bitter, süß, herb, sauer, salzig und scharf eine wichtige Rolle und sollten im Idealfall in jedem Gericht vorhanden sein. Sollte die Ernährung nicht im Lot sein, so kann es zu Verdauungsstörungen kommen.
All diese wichtigen Ernährungsgrundlagen werden anschaulich und gut übersichtlich in diesem Buch erläutert und auch dem Ayurveda-Neuling verständlich näher gebracht.

Für die praktische Anwendung der vermittelten Lehre werden 50 Rezepte für Frühstück, Mittag- und Abendessen, Salate, Chutneys und Süßspeisen vorgestellt. Zudem sind Gewürzmischungen zum Ausgleich der Doshas und die Heilkräfte der ayurvedischen Gewürze beschrieben. Die Dal-Gerichte, Chutneys und das Naanbrot werde ich demnächst gleich ausprobieren. Die Rezepte sind gut erklärt, die Zutaten meist überall erhältlich und mit sehr ansprechenden Fotos dargestellt. Die meisten Gerichte sind innerhalb 20-60 Minuten gekocht und somit alltagstauglich.

Insgesamt bietet dieses Buch einen guten Start in die ayurvedische Ernährung, mit einem gutem Theorieteil, leckeren Rezepten und Tipps entsprechend der Doshas.
Eine Empfehlung für alle, die die Ayurveda-Küche entdecken möchten.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Gänseblümchen

Rezensionen von Tara:

Schöne Reime und wundervolle Illustrationen

In mir spielt Musik von Melanie Laibl

„In mir spielt Musik“ ist ein Aufwachbuch für kleine Zuhörer ab zwei Jahren der österreichischen Autorin Melanie Laibl mit dem die Wahrnehmung für die Geräusche in unserer Umwelt geschärft wird.

In liebevollen Reimen werden hier die Geräusche des Morgens beim Aufwachen verdeutlicht.
Jeder kennt sie, jeder hört sie, aber wer nimmt sie bewußt wahr und kann sie benennen ?
Gemeinsam mit dem Protagonisten reisen wir durch den Morgen und finden passend dazu auf jeder Doppelseite leicht verständliche achtzeilige Verse.

Die bunten, detaillierten Zeichnungen der Illustratorin Cansu Yakin erstrecken sich über die gesamten Seiten. Auf jeder gibt es eine Menge zu entdecken und die Farben sind wunderschön aufeinander abgestimmt.

Das Buch wirkt schon fast wie ein kleines Kunstwerk, an dem sowohl kleine Zuhörer als auch der Vorleser seine Freunde hat.

Durch die dicken Pappseiten und die abgerundeten Ecken eignet sich das Buch perfekt für kleine Kinderhände.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Tara

Rezensionen von PMelittaM:

Lesenswert

Myrk von Michael Peinkofer

Hanz wird als Neugeborener von Meister Mimir, Durg und Runenschmied, gefunden und an Sohnes statt aufgezogen. An seinem achtzehnten Geburtstag trifft er in den Höhlen auf einen kranken Wyrm, und infiziert sich mit einer tödlichen Krankheit. Mimir macht sich mit Hanz auf den Weg, Heilung zu finden, der Weg führt sie zum Durgenkönig und zu dem menschlichen Schmied Wyland, einst Schüler Mimirs.

Auch Grid wird als Säugling von ihrer Meisterin gefunden und aufgezogen. Hulda ist eine Waldfrau, wahrscheinlich die letzte, den vor Jahren setzte Marfast, der Häuptling des Bärenvolkes, Blutjäger auf diese an, die alle töten sollten. Nun hat Marfast wieder Blutjäger ausgeschickt, und einer davon, Huorn, ist ihnen auf der Spur.

Skanna ist die Tochter Kunnarts, des Häuptlings des Drachenvolkes, und wünscht sich nichts mehr, als als erste Frau Mitglied der Skelettreiter, einer Elitetruppe Kunnarts, zu werden. Leicht wird ihr das nicht gemacht, nun aber scheint der Erfolg nahe zu sein. Doch Kunnart, der ihr sowieso nicht verzeihen kann, ein Mädchen zu sein, hat mit der Feuerpriesterin Metiga eine neue Frau gefunden, und Metiga ist nicht nur schwanger, sondern hat auch eigene Pläne.

Alle diese Charaktere spielen ihre Rolle in der Geschichte, nach und nach erkennt man die Zusammenhänge. An oberster Stelle steht Myrk, die Welt, die krankt, und womöglich dem Untergang nahe ist, genau wie Aldatru, der Geist des Waldes, der Lebensbaum. Ja, diese Geschichte wirkt durchaus aktuell, denn sie handelt davon, dass die Schöpfung stirbt, weil nicht alle ihre Geschöpfe sie so hegen und pflegen, wie es notwendig wäre, sie im Gegenteil sogar vorsätzlich zerstören. Trotzdem hebt Peinkofer nicht den Zeigefinger oder deutet gar auf seine Leser:innen, doch die Botschaft ist klar.

Und die Geschichte ist lesenswert, sehr spannend, die Charaktere klar gezeichnet, man kann mitfühlen, sowohl in positiver als auch in negativer Weise, denn einige der oben Genannten sind ganz klare Antagonisten, für die man schnell keine positiven Gefühle mehr aufbringen kann. Wie hier teilweise mit Lebewesen umgegangen wird, ist schrecklich, und manches wird recht explizit erzählt. Ich fand z. B. die Blutegelgruben, in denen offenbar auch einige Waldfrauen geendet sind, ziemlich gruselig. Und auch den Charakteren stoßen Dinge zu, die man nicht erleben möchte. Dabei ist nicht jede:r ein:e Superheld:in, Hanz z. B. ist weder für das Schmieden noch für das Kämpfen geeignet, dafür kann er wunderbare Pilzgerichte kochen, und hat auch noch ein paar andere Talente.

Was mir besonders gut gefallen hat, sind die Märchen, Sagen und Mythen, die sich hier wiederfinden. Schon die Namen Hanz und Grid lassen an ein bekanntes Märchen denken, und Hanz macht, wenn auch alleine, tatsächlich Bekanntschaft mit einer Hexe und ihrem Häuschen.

Erwähnenswert sind, neben dem schönen und sehr passenden Cover, auch die Extras. Da ist einmal die Karte, schön gestaltet von Timo Kümmel, zum anderen das lesenswerte Vorwort des Autors, das Personenverzeichnis, und das Glossar im Anhang. Ähnlich wie bei seinen Ork-Büchern gibt es auch hier eine eigene Sprache, deren Worte man im Text findet, wie z. B. „skallriddan„ für Schädelreiter. Für mich trägt das zur Atmosphäre bei, und die meisten Worte könnte man auch, wenn sie nicht erklärt würden, aus dem Kontext verstehen, so dass es das Lesen in meinen Augen nicht schwieriger macht.

Mir hat Michael Peinkofers Roman sehr gut gefallen, er punktet mit interessanten Charakteren, die mich mitfühlen ließen, einer ebenso interessanten Welt, die mit nordisch-germanischen Mythen, Sagen und Märchen verwoben wurde, und einem Thema, das auch für uns aktuell ist.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von PMelittaM