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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von pageturner:

Spannender Einblick in die Literaturwelt

Yellowface von Rebecca F. Kuang

Athena Liu hat mit nur 27 Jahren bereits beachtliche Erfolge als Schriftstellerin erzielt: Ihre drei Romane sind Bestseller und sie hat mehrere Literaturpreise gewonnen. Doch ihre Freundin June Hayward ist bitterlich neidisch auf sie. Trotz ihrer gemeinsamen Studentenzeit treffen sich die beiden nur alle paar Monate, um über das Schreiben zu sprechen.

Als Athena bei einem Treffen in ihrer Wohnung tragisch stirbt, entwickelt June einen Plan, um von Athenas unveröffentlichtem Manuskript zu profitieren. Das Buch mit dem Titel "Die letzte Front" handelt von chinesischen Arbeitern im Ersten Weltkrieg. June überarbeitet das Werk und gibt es als ihr eigenes aus. Als "Juniper Song" wird sie plötzlich als gefeierte Autorin bekannt und erhält einen lukrativen Verlagsvertrag. Doch bald ziehen dunkle Wolken auf: Juniper Song muss mit Neidern und Bedrohungen in den sozialen Medien umgehen und fühlt sich einsam und bedroht.

Die Geschichte fesselt von Anfang an und bietet einen faszinierenden Einblick in die Welt des Verlagswesens und den Ruhm als Schriftsteller*in. Rebecca F. Kuang gelingt es, Junes Gedanken und Motive so einfühlsam darzustellen, dass man mit ihr mitfühlt, auch wenn ihre Handlungen fragwürdig sind. Die Geschichte zeigt eindrucksvoll die Macht und die Gefahren von Social Media für Autor*innen. Trotz einiger schockierender Momente ist das Buch packend geschrieben und gehört zu meinen Favoriten des Jahres 2024. Fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung!

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Rezensionen von Bücherfreundin:

Mitreißende Familiengeschichte

Treibgut von Adrienne Brodeur

In ihrem neuen Roman "Treibgut" erzählt die amerikanische Autorin Adrienne Brodeur die Geschichte einer dysfunktionalen Familie.

Ken und Abby Garner verloren sehr früh ihre Mutter Emily. Ihr Vater Adam zog seine Kinder größtenteils allein in seinem Haus auf Cape Cod auf. Inzwischen ist Ken 41 Jahre alt und hofft auf eine politische Karriere.

Durch seine Heirat mit Jenny ist er zu Wohlstand gekommen, das Paar hat zwei Zwillingstöchter. Die 38-jährige Abby ist Künstlerin. Sie ist mit Skulpturen bekannt geworden und widmet sich nun der Malerei. Im Hauptberuf ist sie Lehrerin und träumt davon, von ihrer Kunst leben zu können. Ihre Schwägerin Jenny ist ihre beste Freundin.
Adam Gardner feiert in Kürze seinen 70. Geburtstag. Hinter dem erfolgreichen Meeresbiologen und Vietnamveteran liegt ein bewegtes Leben. Seit er unter einer bipolaren Störung leidet, nimmt er Medikamente gegen seine Stimmungsschwankungen. Er hofft nun auf einen wissenschaftlichen Durchbruch in der Erforschung der Buckelwale und setzt heimlich seine Medikamente ab. 

Neben der Familie Garner lernen wir auch die Bostoner Polizistin Steph kennen. Sie ist mit Toni verheiratet und hat gerade ihren gemeinsam Sohn Jonah zur Welt gebracht. Nachdem ihre Mutter ihr ein Geheimnis offenbart hat, beschließt Steph, Kontakt zur Familie Gardner aufzunehmen.

Die Geschichte wird in sehr schöner und intelligenter Sprache erzählt, sie liest sich sehr flüssig. Die interessanten Figuren sind authentisch und bildhaft beschrieben, wir lernen sie näher kennen und erfahren ihre Geheimnisse und Konflikte. Mit viel Empathie beschreibt die Autorin nicht nur die die schwierige Geschwisterbeziehung von Ken und Abby, sondern auch Adams Gefühls- und Gedankenwelt vor dem Hintergrund seiner bipolaren Störung. Ken ist geprägt durch den frühen Tod seiner Mutter und macht seine Schwester dafür verantwortlich, während sich diese immer mehr von ihm zurückzieht. Die weiblichen Figuren waren mir trotz ihrer Schwächen sehr sympathisch, Ken und Adam hingegen mochte ich nicht besonders, beide stehen gern im Mittelpunkt und stellen berufliche Ziele und Erfolge weit über ihr Familienleben. 

Der Roman ist fesselnd, nach und nach eskaliert die Situation, bis sich auf Adams Geburtstagsfeier die Spannung entlädt. Das Buch behandelt neben der Familiendynamik Themen wie Rivalität unter Geschwistern sowie Alkoholabhängigkeit, Trauer und erlittene Traumata. Gut gefallen haben mir auch die politischen Aspekte. Die Handlung spielt im Jahr 2016 und nimmt den Leser mit in den Wahlkampf zwischen Hillary Clinton und Donald Trump.

Absolute Leseempfehlung für dieses großartige und berührende Familiendrama!

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Rezensionen von Minangel:

Und Großvater atmete mit den Wellen von Trude Teige

Meine Meinung: Nachdem ich den ersten Roman „Als Großmutter im Regen tanzte“ mit Begeisterung gelesen habe, war für mich dieser zweite Band, der mit der Geschichte der Großmutter Thekla verbunden ist, ein „Muss“. Wir lernen hier Großvater Konrad in seiner Jugend kennen und welche grausamen Erlebnisse er im Krieg durchstehen musste.

Ich hatte erwartet, dass die Beziehung von der Großmutter hier Platz hat, doch der Roman handelt von der Zeit davor und bringt die Krankenschwester Sigrid ins Spiel. Konrad ist auf einem norwegischen Frachter, als dieser bombardiert wird und sinkt und landet so in Indonesien. Dort lernt er Sigrid kennen, er kommt in ein Internierungslager und die beschriebenen Umstände sind dermaßen emotional und schrecklich, dass der Leser sicherlich innehalten muss, um zu begreifen und zu verdauen.
In gewohnter Teige-Manier ist der Schreibstil ehrlich, bildlich unverblümt. Ich war tief mit in der Geschichte und konnte die Geräultaten der Japaner nicht in menschlichen Ebenen fassen. Ein Stück eher unbekannter Kriegsgeschichte, welche hier eine Bühne bekommt und emotional berührt.
Fazit: lesenswert, ehrlich, ungeschönt: ich gebe den Buch 4 Sterne, 1 Stern Abzug, da ich gerne auch in die Geschichte von Konrad und Thekla eingetaucht wäre und hier doch wie im Vorgängerband die Kriegsgeschehnisse dominieren.

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Rezensionen von rewareni:

Die Spinne und ich

Spinne und Glühwürmchen: Romantische und zerreißende Dystopie von Jana Stehr

Eigentlich ist Juriana schon lange tot, doch als Glühwürmchen ist sie nun in einer Traumwelt genannt Nu- Era wieder erwacht und soll Wissenschaftler mit ihren künstlichen Fähigkeiten helfen die mittlerweile zerstörten Erde Alt- Era zu retten. Doch als die Simulation zusammenbricht ,,erwacht“ sie auf der alten Erde und Juri wird als Traumländerin Ziel eines skrupellosen Wissenschaftlers, nämlich Javonus der Spinne.

Von nun an zappelt sie hilflos in dessen Netz, wo sie selbst nie weiß, warum sie nicht nur negative, sondern auch immer wieder positive Gefühle für die Spinne entwickelt. Als auch noch ihr für immer verloren geglaubter und geliebter Jugendfreund Aleksej auftaucht und er mit ihr fliehen möchte, stehen sie mit der Spinne einem mächtigen Feind gegenüber, der mit aller Macht dies zu verhindern sucht.
,,Spinne und Glühwürmchen- Gefangen“ ist der erste Teil einer dystopischen, romantischen und nervenaufreibenden Trilogie der Autorin Jana Stehr. Als technische Zeichnerin und Illustratorin hat sie dabei nicht nur ein eigenwilliges, aber perfekt zum Inhalt passendes Cover gestaltet, sondern auch den geschriebenen Text ungewöhnlich dargestellt.
Da Juriana immer wieder verwirrende Gedanken und Gefühle hat, sind dabei Wörter oder ganze Sätze durchgestrichen und somit erhält der Inhalt immer wieder zwei verschiedene Bedeutungen.
Der Start in den Roman fällt nicht ganz leicht, da man die verwirrte Juriana bei ihrem Erwachen begleitet und man selbst das Gefühl hat sich in einer Simulation zu befinden wo der Wahnsinn mit kalten Klauen um sich greift. Doch mit der Zeit kommt man immer besser in der Geschichte an und es ist nicht nur spannend, sondern auch unglaublich welche Geheimnisse ans Tageslicht kommen.
Juriana. Aleksej und Javonus liefern sich dabei immer wieder einen Kampf auf Leben und Tod und es ist dabei immer wieder bedrückend, wenn sich Juri dabei selbst als Monster bezeichnet, die oft unkontrolliert zu einer tickenden Zeitbombe wird und jemanden verletzt oder Dinge zerstört, wenn sie außer Kontrolle gerät.
Dass man bei dieser Geschichte, die brutal und grausam erscheint, auch Gefühle und Liebe findet , würde man nicht annehmen. Man weiß als Leser nie was einen erwartet und wenn man denkt, dass man einem Geheimnis auf die Spur gekommen ist, erwartet einem schon das nächste. Traum und Wirklichkeit geben sich in dem Roman die Hand und man weiß nie, wem man trauen kann und wem nicht.
Bis zum unerwarteten Ende, wo man nicht nur erschüttert und überrascht ist passt die bildhafte und oft zerstörend wirkende Ausdrucksweise perfekt zu dieser chaotischen und nicht ungefährlichen Welt, wo man auf den zweiten Band schon gespannt sein darf.

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Rezensionen von MarcoL:

Graphic Novel der Superlative. Für mich ein Meisterwerk.

Die Stadt der Träumenden Bücher (Comic) - Die Katakomben von Walter Moers

Wie toll bitte ist diese Graphic Novel
Auf der Grundlage des Buches „Die Stadt der Träumenden Bücher“ von Walter Moers – eines meiner Lieblingsbücher für immer – erschuf hier Florian Biege zusammen mit dem Autor des Buches eine sensationelle Graphic Novel in zwei Teilen. Dies ist nun der zweite Teil „Die Katakomben“.

Im ersten Teil ging es mit unserem lieben Protagonisten nach Buchhaim, das Mekka der Bücher in Zamonien schlechthin, und in allerhöchste Gefahr.
Hildegunst von Mythenmetz wurde verraten und in die gefährlichen Katakomben verbannt. Die Buchlinge fanden und retteten ihn. Sie brachten ihn in ihre Stadt. Er war fasziniert vom Leben dieser kleinen Zyklopen, die sich alle nach einem der Dichter Zamoniens nannten, und auch dessen komplettes Werk auswendig rezitieren konnten. Die bösen Bücherjäger, skrupellos und gemein, stürmten eines Tages diese wohlige Stätte gepflegten Bücherschmökerns und waren drauf und dran, alles zu zerstören und töten. Hildegunst konnte flüchten, sein Weg führte ihn tiefer hinab in die Unterwelt, bis er in das Reich des berüchtigten Schattenkönigs kam. (Mehr wird nicht verraten, denn die Grundgeschichte ist megaspannend).
Die Aufmachung dieses Bandes ist einfach nur wunderbar. Die Zeichnungen sind voller Phantasie und Details, beinahe schon in 3D. Man wird regelrecht in diese zamonische Welt hinein gesogen. Und es bleibt auch nicht beim einmaligen Schmökern. Immer wieder gibt es in den Bildern etwas Neues zu entdecken. - Ganz große Kunst!
Moers hat den Text für diese Graphic Novel meisterhaft adaptiert. Ich bin erstaunt, wie es ihm gelang, mit wenigen Worten die Handlung derart treffend und spannend wiederzugeben. Im Anhang gibt es noch ein sehr interessantes „Making Of“, was diese beiden Bände wunderbar abrundet.
Absolute Leseempfehlung für dieses herrliche Werk. Es hätte eigentlich 10 Sterne verdient.

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Rezensionen von liesmal:

Ein Klassiker aus einem anderen Blickwinkel

James von Percival Everett

Mark Twain hat mich mit den Abenteuern von Tom Sawyer und seiner Freundschaft zu dem Sklaven Jim als Kind total bewegt und begeistert. Jetzt hat sich der Autor Percival Everett des Themas angenommen. Sein Buch „James“ erzählt die Geschichte von damals aus einem anderen Blickwinkel, nämlich aus der Sicht des Sklaven Jim.

Als Jim verkauft werden und deshalb auch von seiner Familie getrennt werden soll, entscheidet er sich für die Flucht. Er will für seine und die Freiheit seiner Frau und seiner Tochter kämpfen, auch wenn die Chancen nur gering scheinen.
Unglaublich spannend und einfühlsam lässt Everett den Sklaven Jim als Ich-Erzähler die zu bestehenden Abenteuer beschreiben. Jim begegnet auf seinem Weg entlang des Mississippi nicht nur Tom, mit dem ihn eine ganz besondere Freundschaft verbindet, sondern er muss sich vielen Herausforderungen stellen und manchmal auch anders entscheiden, als sein Herz es ihm sagt.
Die Grausamkeiten, die körperlichen und seelischen Schmerzen, die den Sklaven zugefügt wurden, sind manchmal nur schwer zu ertragen. Dass ein einfacher kleiner Bleistiftstummel Grund genug ist, um einen Sklaven zu hängen, ist kaum vorstellbar.
Mich hat das Buch tief berührt und ähnlich wie in meiner Kindheit die Ungerechtigkeiten zwischen Schwarzen und Weißen spüren lassen.

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Rezensionen von Claudia R:

Portal-Fantasy

James von Percival Everett

Klappentext / Inhalt:

Überschwänglich werden Paladin Felix und seine Freunde in Remargis gefeiert. Mit Schwert, Kriegslist und Magie haben sie das fantastische Reich vor dem Untergang bewahrt.
Doch eines Tages schiebt man die Helden in ihre Heimatwelt ab - ins graue und magiebefreite Berlin.
Felix fühlt sich verraten und gedemütigt, denn die herkömmliche Welt hat für einen Helden keine Verwendung.

Ein kühner Plan reift in ihm heran: Um in seine Wahlheimat zurückzukehren, will er sich auf fremde Mächte einlassen. Auf seinem Weg ergeben sich neben der Allianz mit einem gewitzten Hexen-Trio auch bedauernswerte Unfälle und Kollateralschäden. In Remargis zu bleiben ist sein Ziel, und jedes Mittel dafür ist recht.

Cover:

Das Cover wirkt spannend und feurig. Die Sicht und die Darstellung des Portals ist toll gewählt und auch die Farbwahl ist sehr gelungen. Neugier auf das Buch wird hier bereits geweckt. Ein Kämpfer mit einem Schwert im Vordergrund, die Portaldarstellung und die Türme im Hintergrund und alles in feurig warmen gelb.orange Tönen macht das ganze sehr eindrucksvoll.

Meinung:

Spannende und zugleich humorvolle Portal-Fantasy, die viel Spaß macht und zugleich auch eine gewisse Tiefe aufweist. Felix und seine Freunde werden als Helden gefeiert, doch ohne Erklärung werden sie in ihre Heimat zurückgeschickt und dort ist alles anders. Felix sucht einen Weg zurück, ob ihm das gelingen wird?

Inhaltlich möchte ich hier nicht allzu vil verraten und halte mich mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.

Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich gut und flüssig lesen. Schnell kommt man in die Charaktere und Handlungen hinein. Besonders in Felix kann man sich sehr gut hinein versetzen und auch die Situationen gut nach empfinden. Die Geschichte baut auf interessanten Handlungen mit parodistischen Ansätzen auf. Anfangs sieht man Felix eher als Alleingänger um den sich mehr und mehr eine bunte Truppe bildet, in der jeder seinen Platz hat. Skurrile und besondere Wesen und Gestalten bringen hier ihren ganz eigenen Charme ein und sorgen so für tolle Unterhaltung.

Die einzelnen Abschnitte und Kapitel haben eine gute Länge. Die Anfänge sind deutlich und gut erkennbar. Auch die Zeitangaben sind sehr hilfreich und die Überschriften selbst sind passend, verraten aber nicht zu viel.

Die Rückblenden bringen Spannung hinein und halten das Tempo hoch. Man wird schnell an Ereignisse und Handlungen gefesselt und von dieser tollen Fantasy mitgenommen. Spannend und unterhaltsam, eine gelungene Mischung aus Ernst und Humor, aber auch ein gewisser Tiefgang ist gegeben und auch die Komplexität des Ganzen wird gut erfasst und umgesetzt.

Gelungener Auftakt, bin schon sehr auf den weiteren verlauf gespannt und somit auch auf den zweiten Band.

Fazit:

Spannende und zugleich humorvolle Portal-Fantasy, die viel Spaß macht und zugleich auch eine gewisse Tiefe aufweist.

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Rezensionen von Dana:

schöne Mischung aus Freundschaftsgeschichte, Träumen und Sachinformationen

Als Ela das All eroberte von Raúl Krauthausen; Adina Hermann

Für Ela ist die Sache ganz klar: Eines Tages wird sie als Astronautin ins Weltall fliegen. Sie interessiert sich sehr für Planeten, Sterne und die Dinge, die Weltraumfahrer so können und leisten müssen. Auch ihr bester Freund Ben ist fasziniert von dem Thema und so hat sie immer jemanden, mit dem sie sich austauschen und gemeinsam recherchieren kann.

Allerdings glauben in Elas Umfeld nicht alle so bedingungslos daran, dass das Mädchen ihren Traum auch verwirklichen kann, dabei führen ja so viele Wege ans Ziel.

Mir hat die Thematik dieses Kinderbuches wirklich gut gefallen. Schon allein wie wichtig es ist, an Träume zu glauben und darauf hinzuarbeiten. Selbst wenn es nicht immer leicht ist und man vielleicht auch mal Umwege gehen muss oder Dinge sich erst ändern und wandeln müssen damit es eine Chance gibt, so muss man doch nicht direkt aufgeben. Und dann auch noch kombiniert damit, dass die Protagonistin Ela im Rollstuhl sitzt und damit natürlich die eine oder andere Hürde hat, die andere vielleicht nicht haben, um ihre Ziele zu erreichen. Doch Ela lässt sich dadurch nicht davon abhalten, ganz fest an ihren Traum zu glauben, irgendwann als Astronautin im Weltall zu sein. Schön war es, dass sie in ihrem Vorhaben unter anderem von Ben und ihrer Familie tatkräftig unterstützt und auch bei Fehlschlägen oder Schwierigkeiten aufgefangen wird.

Innerhalb der Geschichte sind viele fachliche Informationen rund um Planeten, Sterne, Astronauten und so weiter eingebunden. Um es alles direkt aufzunehmen, ist es vermutlich ein wenig viel, besonders an der Stelle, als die Kinder im Planetarium sind. Dort ballt sich das Wissen doch sehr. Allerdings könnte man es ja auch immer wieder nachschauen oder im Anhang des Buches nachlesen, in dem viele Dinge noch mal etwas ausführlicher aufgeführt sind.
Dass man beim Lesen der Geschichte gleich noch einen Lerneffekt hat, fand ich aber gut gemacht.
Ansonsten ist der Schreibstil leicht verständlich und mitnehmend gestaltet. Ich mochte die Dynamik in der Geschichte sehr gern. Die Freundschaft der beiden Kinder steht immer wieder im Fokus und auch wie wichtig es ist, an Träume zu glauben, selbst wenn der erste Anlauf vielleicht nicht gleich klappt.
Farbenfrohe Illustrationen machen die Handlung zusätzlich lebendig und lassen die Geschehnisse gut vorstellbar werden. Man hat ein genaues Bild von den Figuren und die Einbindung von Aspekten aus der Raumfahrt oder der Astrologie allgemein macht auch dieses Thema gleich noch etwas greifbarer.

Dass man zum Beispiel nicht erfährt, warum Ela im Rollstuhl sitzt, könnte zunächst etwas irritieren, allerdings fand ich, spielte es beim Lesen der Geschichte eigentlich auch keine Rolle, wieso die Situation für das Mädchen so ist. Am Ende des Buches wird auch kurz darauf Bezug genommen, dass es innerhalb der Handlung nicht weiter aufgegriffen wird. Der Mittelpunkt der Geschichte war für mich aber auch nicht die Ursache für Elas Handicap, sondern wie mutig, lebensfroh und motiviert sie trotz allem an jeden Tag herangeht, wie viel Unterstützung sie bekommt und wie selbstverständlich manche Sachen für sie sind, die für andere irgendwie erst mal schwierig erscheinen oder sie unangenehm berühren, weil sie nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen. An der einen oder anderen Stelle kann man von der jungen Protagonistin noch was für sich selbst mitnehmen.

Fazit
Ein schönes Kinderbuch, das mir in der Kombination aus Sachinformationen rund um den Weltraum, einer tollen Freundschaft, einer mutigen, lebensfrohen Protagonistin, die an ihre Träume glaubt und schönen Botschaften.

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Rezensionen von Claudia R:

weniger ist Mee(h)r

Weniger ins Meer von Hannah Wilson

Klappentext / Inhalt:

Die Umweltverschmutzung wächst und wächst!
Plastik, das die Weltmeere verseucht, Regenwälder, die zusehends schrumpfen, Müllberge, die immer weiterwachsen, unser Klima, das sich mehr und mehr verändert - an vielen Stellen ist zu erkennen, dass wir so nicht weitermachen können mit der Umweltverschmutzung und der Ausbeutung unserer Erde.

Ein Thema, das viele Kinder und ihre Familien beschäftigt!
Neben Fakten und anschaulichen Fotos bietet dieses Kindersachbuch ab 8 Jahren viele Tipps und Anregungen, wie Kinder, ihre Freunde und Familien selber dazu beitragen können, die Umwelt zu schützen und sich umweltbewusst zu verhalten - ein Anliegen, das heute viele Kinder und Jugendliche haben!
Topaktuell und anschaulich
: Mit vielen aktuellen Informationen und Fakten
Kindgerecht aufbereitet
: Alle Texte sind für Kinder interessant und verständlich geschrieben
Mit vielen Tipps
: Praktische und leicht umsetzbare Anregungen und Ideen zum Recyceln und Müllvermeiden
Mit Fotos und Fakten-Kästen
: Die Bilder machen das Ausmaß der Umweltproblematik deutlich

Cover:

Das Cover zeigt direkt die Problematik der Umweltverschmutzung und macht auf dieses Thema ziemlich stark aufmerksam. Man erkennt hier sehr viel Müll und Plastik im Meer. Fische in Plastiktüten gefangen und ein Wal mit einem Plastikstrohhalm zeigen das Problem direkt auf. Optisch und farblich ist es sehr schön umgesetzt.

Meinung:

Umweltschutz und Müllreduktion ist ein top aktuelles Thema welches hier kindgerecht aufgegriffen wird. Es wird sich zu Beginn mit dem Thema der Entstehung des Mülls, Recycling und Abfall beschäftigt, um ersteinmal in das Thema einzuführen. Dann werden die verschiedenen Stoffe wie Plastik, Glas, Papier, Metall und Textilien näher betrachtet. Dazu gibt es dann auch immer entsprechende Hinweise und auch Tipps, wie man was vermeiden kann.

Die idee hinter dem Buch finde ich richtig toll und auch dass auf die Müllvermeidung hingewiesen und sehr direkt eingegangen wird. Viele tolle Ansätze sind vorhanden und zudem ist es auch informativ.

Mir persönlich ist es jedoch etwas zu überladen und auch von der Anordnung und Darstellung zu chaotisch. Die Bilder wirken für mich zu überladen. Aber dies ist auch durchaus Ansichtssache.

Man bekommt viele Indikationen und auch Tipps rund um das Thema und auch eine Gliederung wurde versucht und ist von der Idee her richtig toll. Auf den Doppelseiten findet man dann viele Informationen zum jeweiligen Thema oder Rohstoff und in unterschiedlichen Kästchen findet man dann interessante Informationen wieder. Auch kleine Verständnis-Quiz werden mit eingefügt, so kann man sein erlangtes Wissen überprüfen.

Die Bilder veranschaulichen das Ganze sehr gut und bringen das Ganze optisch gut herüber. Jedoch ist es je Seite manchmal etwas viel.

Es zeigt sehr gut auf, wie wichtig Mülltrennung ist und Müllvermeidung. Es schafft ein Bewusstsein dafür und schult bereits die Jüngsten darauf Acht zu geben. Wer mehr über Müll und Mülltrennung erfahren möchte, sollte hier auf jeden Fall einen Blick hinein werfen.

Natur- und Umweltschutz kinderleicht gemacht und gut erklärt. Sehr informativ und manchmal etwas zu viel auf einer Seite. Aber ansonsten sehr lehrreich und toll gemacht.

Fazit:

Müllvermeidung und Tipps, sowie Informationen rundherum, werden hier vielfältig und verständlich gegeben.

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Rezensionen von Marie aus E.:

Zu langatmig - aber sehr spannend

Die Burg von Ursula Poznanski

Milliardär Nevio hat eine neue Geschäftsidee: er hat eine alte Burg gekauft und diese in eine Escape-Burg verwandelt. Aber nicht so wie wir das kennen - nein, er arbeitet mit der KI und diese passt Spielverlauf und Spielumgebung individuell auf die jeweiligen Besuchergruppen an.
So etwas gab es noch nie!
Vor der Eröffnung lädt Nevio eine Gruppe unterschiedlichster Menschen zum Testen seines genialen Geschäftsmodells ein.

Doch die KI hat eigene Ideen und das Ganze entwickelt sich zu einem gruseligen Alptraum.

Das Thema ist spannend - inwieweit wollen wir unser Leben wirklich einer künstlichen Intelligenz anvertrauen? Kann das gut gehen?
Aber nicht nur das Thema, auch die Umsetzung hat mir anfangs sehr gut gefallen. Die Illusion, die in der Burg für das Escape-Spiel geschaffen wird ist durchwegs düster und wird immer gruseliger.
Leider zog es sich dann irgendwann sehr, denn auch wenn die Welten phantasiereich waren - es ist dann doch immer wieder identisch, von Raum zu Raum und die ständigen Beschreibungen haben mich im Leseverlauf dann ermüdet. Eine Straffung hätte dem Buch hier meines Erachtens gut getan.
Nichtsdestotrotz blieb der Spannungsbogen hoch, ich war sehr gespannt, wie das Ganze aufgelöst wird.
Und die Auflösung fand ich dann sehr gelungen.

Insgesamt bin ich also etwas ambivalent, was das Fazit angeht. Gute Unterhaltung mit einigen Längen.

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