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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Petra Sch.:

Sein 2. Fall gibt Commissario Grassi Rätsel auf

Azzurro mortale von Andrea Bonetto

Die malerische Gegend Cinque Terre ist wieder Schauplatz des neuesten Falles von Commissario Vito Grassi, der seine Frau und seinen Sohn zu Besuch hat, weswegen seine Mitbewohnerin Toni ausziehen musste (was dieser natürlich gar nicht passt).
Obwohl Vito eigentlich Urlaub hat, gibt eine angeschwemmte Leiche Rätsel auf: Unfall oder Selbstmord? Vito glaubt an Mord und stolpert bei seinen Ermittlungen über den Einsturz der Morandi-Brücke in Genua und die (Bau)Mafia.

Diesmal war mir zu wenig die schöne Landschaft im Focus; auch Vito und Toni waren irgendwie nicht so nahbar wie im ersten Band, Vitos Kollegin Marta Ricci geht unter und die ligurische Lebensweise und das Dolce Vita kommen zu wenig rüber.
Trotzdem fühlt man sich wieder in Ligurien mit dem eigenwilligen Kommissar und seiner etwas sturen Mitbewohnerin in der unterhaltsamen Schreibweise sehr wohl.

Besonders gut hat mir gefallen, dass Andrea Bonetto ein tatsächliches Drama (den Einsturz der Morandi-Brücke in Genua im Jahr 2018) sowie die immer noch vorhandenen kriminellen Strukturen der Mafia in die Geschichte eingebaut und geschickt einen Fall darum herum gesponnen hat.
Die Ermittlungsarbeit ist diesmal nicht ganz so authentisch dargestellt, da Toni sehr oft Dinge im Alleingang unternimmt; die Auflösung ist jedoch wieder real und nachvollziehbar.


Fazit:
Ein authentischer 2. Fall für Commissario Vito Grassi im wunderschönen Ligurien, der einen tatsächlichen Unglücksfall verarbeitet hat.

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Rezensionen von Kathie:

Lehrreiches und informatives Buch

Wieso? Weshalb? Warum? Band 43 - Wir schützen die Tiere von Andrea Erne

„Wir schützen die Tiere“ ist ein neuer Band der beliebten Ravensburger Sachbuch-Reihe „Wieso, weshalb, warum“. Das Buch vermittelt nicht nur altersgerechtes Sachwissen, sondern ist auch spannend und unterhaltsam gestaltet.

Meine Enkelinnen sind große Fans der „Wieso? Weshalb? Warum?“-Reihe, und dieser Band behandelt das wichtige Thema des Tier- und Naturschutzes auf kindgerechte Weise.

Besonders gut gefällt uns, dass Kinder lernen, wie sie selbst zum Schutz der Tierwelt beitragen können.

Das Buch deckt viele interessante und relevante Themen ab, wie den Artenschutz, die Lebensräume der Tiere und die Gefahren, denen sie ausgesetzt sind. Die detailreichen, liebevoll gestalteten und farbenfrohen Illustrationen wecken auch bei Lesemuffeln die Freude am Lesen. Die Kinder können sich lange Zeit allein mit dem Buch beschäftigen und entdecken immer wieder neue Details. Die Bilder und Klappen auf jeder Seite sprechen die Kinder an, ergänzen die Sachtexte und tragen zum besseren Verständnis bei.

Der Schreibstil ist flüssig, leicht verständlich und für die Zielgruppe gut geeignet. Das Buch eignet sich sowohl zum Vorlesen ab 4 Jahren als auch zum Selbstlesen ab der zweiten Klasse. Eine Altersgrenze nach oben gibt es nicht, denn auch ich habe noch etwas dazugelernt.

Insgesamt ist das Buch rundum gelungen und erhält von mir eine klare Leseempfehlung für wissbegierige Mädchen und Jungs sowie Erwachsene. Auch als Geschenk zur Einschulung ist es eine passende Idee. 5 Sterne!

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Rezensionen von Kathie:

Spannendes Wissen für die Kleinsten

Wieso? Weshalb? Warum? Band 43 - Wir schützen die Tiere von Andrea Erne

„Im Krankenhaus“ ist ein neuer Band der beliebten Ravensburger Sachbuch-Reihe „Wieso, weshalb, warum“- junior. Er vermittelt nicht nur altersgerecht Sachwissen für Kinder von 2-4 Jahren, sondern ist auch spannend und unterhaltsam.
Das Buch umfasst viele interessante und wichtige Themen wie „Was erlebt David im Krankenhaus?“ oder „Wie kommen Babys auf die Welt?
Durch die Seiten dieses Buchs erfahren Kinder, was im Krankenhaus mit dem kleinen Protagonisten passiert und wer so alles in einem Krankenhaus arbeitet.

Durch die aufklappbaren Bereiche kann man immer wieder neue Infos über den Alltag im Krankenhaus erfahren.
Die detailreichen, liebevollen und farbenfrohen Illustrationen sind toll für die Zielgruppe. Die Kinder können sich sehr lang selbst damit beschäftigen und entdecken immer wieder neue Details. Die Bilder und Klappen auf jeder Seite sprechen Kinder an, ergänzen die Sachtexte und tragen zum besseren Verständnis bei.
Der Schreibstil ist für Kinder ab 3 Jahren leicht verständlich und passend. 2-jährige Kinder werden noch nicht alles verstehen, können aber damit auch schon gut auf einen bevorstehenden Kliniktermin vorbereitet werden. Das Buch ist rundum gelungen, eine klare Leseempfehlung für wissbegierige Mädchen und Jungs. 5 Sterne!

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Rezensionen von Eternal-Hope:

Viele kluge Gedanken zu einer unterschätzten Lebensphase... tröstlich und Hoffnung machend

Mitte des Lebens von Barbara Bleisch

Ich lese "Mitte des Lebens" mit Ende 30, also kurz vor dem Beginn der "Mitte des Lebens", die entwicklungspsychologisch so ungefähr zwischen 40 und 65 Jahren, mit offenen Rändern zu beiden Seiten hin, verortet wird. Dieses Buch hat mich angelacht, seit ich es zum ersten Mal gesehen habe, denn schon seit längerem bin ich auf der Suche nach Inspiration zu dieser kommenden Lebensphase und nach etwas, das dem starken Jugendkult unserer Gesellschaft etwas entgegenhält.

Das habe ich in diesem schönen Buch gefunden.

Gleich auf den ersten Zeilen begegnet mir eine wunderschöne Metapher und macht mich neugierig auf das weitere Lesen: "Den See erblickt man erst, wenn man zur Mitte des Hochplateaus gelangt ist."

Diese Sichtweise zieht sich durch das ganze Buch: einer der wesentlichen Vorteile der Lebensmitte liegt in der erweiterten Perspektive, in all dem, was sichtbar wird, wenn man schon ein beachtliches Stück des Lebensweges gegangen ist. Kombiniert damit, noch jung genug zu sein, meist (bei guter Gesundheit) noch viele Jahrzehnte vor sich zu haben, kann die Lebensmitte laut Barbara Bleisch eine tolle Zeit der Reflexionen, der Wendepunkte und Chancen sein: aus vier oder mehr Jahrzehnten Lebenserfahrung blicke ich zurück, reflektiere mein bisheriges Leben und entscheide, wo ich so weitermachen und wo ich etwas ändern möchte.

Die Autorin ist Philosophin und so ist es eindeutig ein philosophisch geprägtes Buch, mit sehr vielen philosophischen Bezügen. Gleichzeitig zeigt das Buch aber auch einen Blick über die Philosophie hinaus und verbindet diese mit Erkenntnissen aus Entwicklungspsychologie (z.B. Erik Erikson), Geschichte, Literatur (z.B. John Stuart Mill und seine Autobiografie, Simone de Beauvoir und ihr "Lauf der Dinge", Bertrand Russel und seine "Autobiography", Rebecca Solnit und ihre Essaysammlung "Getting lost",...) sowie eigenen Beobachtungen aus dem Leben der Autorin. Das lockert das Buch auf und macht es noch interessanter zu lesen.

Es beginnt mit dem Kapitel "In der Lebensmitte", in dem diese Lebensphase beschrieben und verortet wird. Darauf folgen die Kapitel "Ende in Sicht", "Reue, Bedauern und Ambivalenz", "In den besten Jahren", "Alles erreicht", "War es das schon?" und "Inmitten des Lebens". Diese Kapitelüberschriften geben einen guten Einblick in den vielschichtigen Themenbogen, den das Buch spannt: es geht sowohl um Themen wie Reue und Bedauern, als auch um Angekommen-Sein, Zufriedenheit und Generativität, dabei aber vielleicht trotzdem das Gefühl haben, dass etwas fehlt, um einen Blick zurück und einen Blick nach vorne, das bisher Erreichte und noch Erreichbare... und auch ein kritisches Hinterfragen des stark planungs- und zielorientierten Lebens und die Frage, was ein gutes Leben ausmacht, insgesamt, und besonders in der Phase der Lebensmitte.

Insgesamt ist es aber ein Buch, das zumindest ein sehr starkes Interesse an philosophischem Denken und eine Offenheit dafür voraussetzt und sich klar an sehr gebildete Lesende wendet. Für mich war es eines der interessantesten Sachbücher dieses Jahres und ich werde es nach dem ersten Lesen sicher noch öfters zur Hand nehmen, mir Notizen zu den vorgestellten philosophischen Konzepten machen, selbst darüber in mein Journal schreiben, die Ideen mit anderen diskutieren und auch im Laufe der Jahre und Jahrzehnte beobachten, welche weiteren Erkenntnisse ich daraus ziehen kann, während ich mich in und durch die Phase der mittleren Jahre bewege. Damit ist es ein Buch, das ich für die nächsten Jahrzehnte als Begleiter an meiner Seite haben möchte und ich freue mich schon darauf.

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Rezensionen von Anna625:

CoA zum Abtauchen

Die Sache mit Rachel von Caroline O'Donoghue

Mit Anfang 30 blickt Rachel zurück auf ihre frühen 20er. Damals hat sie neben dem Literatur-Studium unterbezahlt in einem Buchladen gejobbt, in dem sie auch James kennenlernt. Die beiden werden schnell beste Freunde und gehen gemeinsam durch dick und dünn; dass es in der gemeinsamen Wohnung etwas chaotisch zugeht und vor allem meistens ziemlich kalt ist, spielt keine Rolle - sie sind jung, die ganze Welt steht ihnen offen.

Als Rachel und James gemeinsam eine Lesung mit Rachels Literaturprofessor Dr. Fred Byrne organisieren, in den sie schon seit einer ganzen Weile mehr oder weniger heimlich verliebt ist, kommt alles ganz anders als geplant. Denn es ist nicht Rachel, die Dr. Byrne näherkommt - sondern James.

"Die Sache mit Rachel" ist eine klassische Coming-of-Age-Geschichte, die sich besonders in der ersten Hälfte regelrecht verschlingen lässt. Einmal kurz das Buch aufgeschlagen, und plötzlich sind 2 Stunden vergangen. Gegen Ende verliert das Ganze dann leider etwas an Fahrt und droht mehrmals, ins Belanglose abzudriften - sehr schade, denn das Tempo des Anfangs war klasse. Trotzdem kann man problemlos eintauchen in Rachels und James' Geschichte und möchte den Roman am liebsten am Stück verschlingen. Es geht um die klassischen Fragen und Themen des Erwachsenwerdens, um die Ausbildung der eigenen Identität, um Liebe, Geldnot, Angst vor der Zukunft, Hinter-Sich-Lassen der Kindheit und um Freundschaft. Trotz der ein oder anderen Länge hätte ich den Roman noch eine ganze Weile weiterlesen können, denn er ist wunderbar einfühlsam geschrieben und porträtiert sehr authentisch das Leben zweier junger Menschen, die zwar nicht immer sympathisch in ihren Entscheidungen sein mögen, mit denen man aber trotzdem sehr gut mitfühlen kann.
Ein schöner Roman mit ein paar kleineren Schwächen, der sich super zum Abtauchen eignet!

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Rezensionen von Anndlich:

Ein Tag im Krankenhaus

Wieso? Weshalb? Warum? junior, Band 75 - Im Krankenhaus von Carola von Kessel

Das Hörspiel Wieso? Weshalb? Warum? Junior. im Krankenhaus von Carola von Kessel übermittelt interessantes Wissen aus dem Krankenhausalltag für kleine Hörer:innen. Wir begleiten den jungen David, der aufgrund eines gebrochenen Ellenbogens ins Krankenhaus muss, von der Notaufnahmen, übers Krankenhauszimmer, in den Operationssaal.

Der im Buch geschriebene Informationstext wird im Hörspiel durch einen Dialog nährgebracht, eine tolle Idee, um das Wissen in eine kleine Geschichte einzubauen und damit das Interesse der jungen Hörer:innen zu fördern. 

Besonderen Anklang haben auch die Kapitelübergänge gefunden, denn diese wurden mit kleinen Liedern geschmückt und sorgten direkt für Mitmachstimmung.

Inhaltlich gelingt es dem Buch mögliche Ängste und Unsicherheiten von jungen Hörer:innen anzusprechen und ihnen diese bestenfalls zu nehmen, sollten sie auch mal in die Situation kommen, ins Krankenhaus zu müssen. Altersgerecht wird ihnen der Aufenthalt im Krankenhaus, aber auch Fragen zur Geburt eines Babys geklärt.

Wieso? Weshalb? Warum? Junior. im Krankenhaus ist ein tolles Hörbuch für junge Hörer:innen, die neben einer tollen Geschichte und Mitmachliedern, auch mögliche Ängste und Unsicherheiten gegenüber dem Krankenhaus ablegen sollten, um in Zukunft angstfrei solche Situation überstehen zu können.

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Rezensionen von _ich.lese_:

Abschlussband einer Reihe

Four Secrets to Share von Kristina Moninger

Fünf Freundinnen, vier Liebesgeschichten, ein Abschluss.
Die Breaking-Wave Reihe besteht aus vier Bände, es gibt die fünf Freundinnen, die gemeinsam viel erlebten.
Hier ist es Lee, die am Ende ihres Traums steht. Frisch getrennt , nach einem schweren Unfall, sucht sie im vermeintlich leeren Ferienhaus ihrer ersten Liebe Parken Unterschlupf.

Aber nicht nur Parker ist auf der Insel, sondern auch Dakota, von der sie sich frisch getrennt hatte.


Meine Meinung:

Es ist eine Reihe bestehend aus vier Büchern, wobei man Band eins bis drei auch unabhängig lesen könnte, man spoilert sich halt selbst, wenn man die Reihenfolge nicht einhält, es geht dabei aber nur um die Paare. Während man Band vier dringend als letztes lesen sollte, da es hier um alles geht und nach dem Lesen von Band vier alles aufgelöst sein sollte.
Die Reihe hatte Höhen und Tiefen, wobei ich persönlich für Band drei am schwächsten und Band vier am stärksten empfunden habe. Ein gelungener spannender Abschluss, es ist allerdings schon eine ganze Weile her, daß ich die andere Bände las und daher habe ich vielleicht das ein oder andere auch vergessen. Aber dennoch konnte mich der vierte Band von Beginn an fesseln und gut unterhalten. War dann doch eine gelungene Reihe mit einem Plot, der schon durch alle Bände zog. Und natürlich war Hawaii auch ein tolles Setting.

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Rezensionen von Ele:

Teresa von Avila - ganz privat

Die Rebellion der Mystikerin von Thomas Hohn

Teresa von Avila – ganz privat
Die Rebellion der Mystikerin: Teresa von Avila und die Verwandlung der Welt. Historischer Roman von Thomas Hohn, EBook, abacus-Verlag.
Nachdem ihre Mutter geschwächt von zahlreichen Geburten und Schwangerschaften, nach der Geburt ihrer Schwester Juana, im Kindbett verstirbt, schwört sich Teresa niemals zu heiraten und Kinder zu bekommen, obwohl sie gerne flirtet und das Leben genießt, entscheidet sie sich jedoch, gegen den Willen ihres Vaters, bei den Karmeliterinnen einzutreten.

Doch auch im Orden eckt sie an. Ihre Visionen, ihre unzerstörbare innere Stärke und ihr Gottvertrauen. Lassen sie zu einer Ordensgründerin, Mystikerin, Heiligen und letztendlich zur Schutzpatronin Spaniens werden.
Das Buch ist in umfangreiche 27 Kapitel eingeteilt, die mit Überschriften passend zum Inhalt und mit Zeitangabe versehen sind. Der Schreibstil ist sehr flüssig und auch spannend, deshalb hatte ich das Buch auch sehr schnell gelesen, alles ist nachvollziehbar und verständlich geschildert, das Setting ist sehr gut beschrieben, ich konnte mir das Gelesene ausgezeichnet vorstellen. Alle Figuren sind ganz tief charakterisiert, nicht nur die Protagonistin auch Mitschwestern, Weggefährten und Gegenspieler waren so gut beschrieben, dass man meinte sie zu kennen. Das Buch ist im auktorialen Stil verfasst, zu jeder Zeit hat der Leser Überblick über das gesamte Geschehen.
Teresa von Avila war mir als eine große Mystikerin, Kirchenlehrerin und Heilige bekannt, immer schon wollte ich über sie lesen, sie näher kennenlernen. Ich bin von diesem Buch sehr überrascht worden, in keinster Weise frömmlerisch oder verherrlichend wird sie hier geschildert, im Gegenteil eher sehr menschlich. Ihre Art, besonders im Umgang mit Männern hat mich überrascht, eine solche Frau, hätte in der heutigen Zeit vermutlich keine Chance, eine Heilige zu werden. Natürlich weiß man nicht genau, was sich wirklich ereignet hat und was aus der Feder des Autors kommt. Doch T. Hohn hat nach eigenen Angaben, gut recherchiert und auch Aufzeichnungen der Heiligen, ihre Vida aus eigener Hand, sind überliefert und erhalten worden.
Körperliche Malaisen, haben Teresa nicht aufhalten können neue Klöster zu gründen, mich hätte es näher interessiert welche Krankheit ursprünglich ihren körperlichen Beschwerden zugrunde lag. Vermutlich gab es jedoch zu dieser Zeit keine Diagnose dafür. Da Teresa den Orden der „Unbeschuhten“ hauptsächlich gegründet hat, um für sich und einige gleichgesinnte Mitschwestern einen strengeren, entbehrungsreicheren Ort zu finden, hat sie m. M. nach zu viele Reisen, Treffen usw. unternommen, das entspringt jedoch nicht der Fantasie des Autors.
Das Buch ist hervorragend geschrieben, ehrlich und den Tatsachen bewusst, die Visionen und die Kontemplation sind nachvollziehbar geschildert, das hat mich immer wieder tief berührt.
Die Heilige wird für mich dadurch leider entzaubert. Trotzdem bin ich froh dieses Buch gelesen zu haben. Meine Empfehlung für Leser, die sich für das Leben Teresas interessieren, ohne Schnörkel und Verherrlichung. Von mir Eine Leseempfehlung und 5 Sterne.

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Rezensionen von Julchentim:

Düsterer und äußerst spannender Pageturner

Maybrick und die Toten vom East End von Vanessa Glas

Vanessa Glas' "Maybrick und die Toten vom East End" ist ein faszinierender historischer Kriminalroman, der den Leser ins düstere London des späten 19. Jahrhunderts entführt. Der Roman verwebt geschickt historische Fakten mit einer fiktiven Erzählung, rund um einen grausamen Killer.

Die Handlung spielt im Jahr 1888, einer Zeit, die von Angst und Unsicherheit geprägt ist, da der berüchtigte Mörder Jack the Ripper in den Straßen von Whitechapel sein Unwesen treibt.

Die Autorin führt uns durch die nebligen Gassen des East Ends und gibt uns einen Einblick in das Leben und die Sorgen der Bewohner dieser ärmeren Viertel. Die Protagonisten sind vielschichtig und gut ausgearbeitet, wobei insbesondere die Figur des James Maybrick durch ihre ambivalente Darstellung hervorsticht.

Glas gelingt es, eine so dichte Atmosphäre zu schaffen, die den Leser fesselt. Die detaillierten Beschreibungen der Schauplätze und die feine Rekonstruktion der historischen Gegebenheiten tragen dazu bei, dass man förmlich in die Vergangenheit eintaucht. Man wird durch geschickt platzierte Wendungen und überraschende Enthüllungen regelrecht in die Geschichte eingesogen.

Der Schreibstil von Vanessa Glas ist flüssig und bildhaft, was die Lektüre angenehm und fesselnd macht. Die Dialoge sind authentisch und spiegeln die Sprachgewohnheiten der Zeit wider, ohne dabei allzu schwerfällig zu wirken. Die Autorin versteht es, Spannung und Dramatik zu erzeugen, ohne in reißerische Effekthascherei zu verfallen.

Für mich ein Pluspunkt des Romans ist die historische Genauigkeit, mit der Vanessa Glas die Ereignisse und Schauplätze beschreibt. Die gründliche Recherchearbeit, die in das Buch eingeflossen ist, verleiht der Geschichte Glaubwürdigkeit und Tiefe. Die Darstellung des viktorianischen Londons mit seinen sozialen Ungleichheiten und dem Alltagsleben der Menschen ist beeindruckend und lehrreich.

"Maybrick und die Toten vom East End" ist ein gelungener historischer Kriminalroman, der nicht nur Fans des Genres, sondern auch Geschichtsinteressierte ansprechen wird. Vanessa Glas schafft es, eine fesselnde und atmosphärisch dichte Geschichte zu erzählen, die den Leser bis zur letzten Seite in ihren Bann zieht. Die Mischung aus historischen Fakten und fiktiver Erzählung ist hervorragend gelungen und macht das Buch zu einer empfehlenswerten Lektüre.

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Rezensionen von Anno:

das beste Wissensbuch, das ich je in den Händen hielt

Das große Buch der Infografiken von Andrew Pettie; Conrad Quilty-Harper

Gott, ich hätte mich so gerne gleich nach dem Eintreffen des Buches gemeinsam mit den Kindern in dessen Seiten vertiefet, doch der Gestank der Drucke ist so extrem, dass er in der Nase biss und Kopfschmerzen hervorrief. Erst nach einigen Tagen wurde dieser besser und das Buch für uns nutzbar. Seit diesem Zeitpunkt aber ist ein regelrechter Hype um dieses Buch ausgebrochen.

Die Art der visuellen Darstellung von Werten, ist unglaublich toll und macht Wissen erst so richtig greifbar. Aber auch die Themen sind atemberaubend, jede Seite für sich schon ein Meisterwerk. Man liest, man entdeckt, man staunt und lernt. Es ist einfach großartig! Die Kinder hängen nur so am Buch und erzählen begeistert von ihrem neuen Wissen, welches selbst mich als Erwachsener noch sehr beeindruckt. Angegeben ist als empfohlenes Alter 8-10 Jahre. Ich finde jedoch, dass es durchaus länger genutzt werden und auch Jugendliche und Erwachsene daran gefallen finden können.

Fazit: unschlagbarer Inhalt in toller visueller Darstellung und großartigem Begeisterungsgrad, jedoch auch mit starkem Eigengeruch.

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