Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Reiseweise:

Hollywood, Stars und ein Krimi

Eve von Amor Towles

Die Charaktere aus Amor Towles neuem Roman Eve sind offenbar aus vorherigen Werken entlehnt. Man merkt beim Lesen aber schnell, dass sie so interessant sind, dass der Autor diese Geschichte unbedingt erzählen wollte. Über die Protagonistin Eve erfährt man eigentlich recht wenig und die meiste Zeit wird sie aus der Sicht anderer Charaktere beschrieben, die ihr begegnen.

Das macht aber genau den Reiz des Romans aus: Die verschiedenen Charaktere begegnen sich in verschiedenen Konstellationen und Stück für Stück setzt sich eine spannende Geschichte zusammen, die zunächst wie eine lockere Beschreibung der Welt von Hollywood wirkt, sich dann aber zu einem Krimi entwickelt. Ab und zu fallen Tippfehler und sonderbare Übersetzungen auf, ansonsten schöne erzählt.
Zur Story: Ein Polizist im Ruhestand, ein gealterter Filmstar, die berühmte Schauspielerin de Havilland und die mysteriöse Eve treffen im Hollywood der 1930er Jahre aufeinander. Spannender, leicht erzählter Roman.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Reiseweise

Rezensionen von Netti:

Der Rückgewinn des enteigneten Hauses in Rumänien

Das Pfauengemälde von Maria Bidian

Bei diesem Buch handelt es sich um das erste Werk der Autorin Maria Bidian.
Das Thema fand ich sehr interessant und auch der Beginn des Buchs gefiel mir sehr gut.
Ana bekommt einen Anruf von einer Verwandten aus Rumänien, das endlich nach 30 Jahren Prozess das vor 70 Jahren endeignete Haus an die Familie zurück gegeben werden soll.

Und sie soll unbedingt sofort nach Rumänien kommen, wozu Ana nicht wirklich Lust hat. Ihr Vater Nicu hat lange um die Rückgewinnung dieses Hauses und das für ihn wichtige Pfauengemälde gekämpft. Allerdings ist er inzwischen verstorben. So macht Ana sich per Bahn auf den Weg nach Rumänien. Auch die Zugfahrt fand ich sehr interessant beschrieben.

Als Ana dann in Rumänien angekommen ist, bei einer sehr großen Familie, fing das Buch allerdings für mich an sehr langatmig und auch langweilig zu werden. Die langen Gespräche mit der Familie über eigentlich nicht wichtige Dinge zogen sich, genauso die für mich viel zu langen Beschreibungen über das Leben dort und über Anas Erlebnisse. Diese machten für mich das Buch leider langweilig. Sicher gab es auch interessante Stellen und ich staunte, wie anders das Leben in Rumänien ist. Es gibt auch Rückblicke in die Vergangenheit und die Trauerbewältigung um den verstorbenen Vater spielt auch eine Rolle. Das Ende kam dann doch eher schnell, unerwartet und ich hätte mir ein anderes Ende gewünscht.

Der Schreibstil ist anfangs sehr gut, allerdings wird er im Laufe des Buchs auch anspruchsvoll, was wahrscheinlich durch die langen Beschreibungen und Gespräche kommt. Mir fiel es dadurch teilweise nicht leicht, das Buch zu lesen.

Ich empfehle dieses Buch allen, die ein anspruchsvolles Buch suchen, was längere Gespräche und lange Beschreibungen des Lebens in Rumänien beinhaltet sowie die Thematik Rumänien, Enteignung, Politik und Familie. Für alle, die leichte Bücher ohne lange abschweifende Erzählungen suchen würde ich das Buch nicht empfehlen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Netti

Rezensionen von Kathie:

lesenswert und fesselnd

Hast du Zeit? von Andreas Winkelmann

„Hast du Zeit?“ von Winkelmann ist ein Thriller, der mich sofort in seinen Bann gezogen hat. Als großer Fan von Winkelmanns Krimis bewundere ich seine Fähigkeit, mich von der ersten Seite an zu fesseln und meinen Atem anhalten zu lassen. Auch dieses Buch enttäuscht nicht und liefert eine spannende, rasante und packende Geschichte.

In diesem temporeichen Thriller werden alte Vermisstenfälle mit aktuellen Morden und Entführungen verknüpft, was sich erst allmählich enthüllt. Der ehemalige Bundestagspolizist Grotheer wird auf die Mordserie aufmerksam und versucht, den Fall trotz seiner Pensionierung aufzuklären.
Der Thriller entfaltet eine starke Sogwirkung, die einen in eine düstere und beklemmende Atmosphäre eintauchen lässt. Winkelmann verwebt die Handlungsstränge geschickt miteinander und wechselt gekonnt zwischen ihnen. Dadurch bleibt der Spannungsbogen konstant hoch und man kann das Buch kaum aus der Hand legen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Kathie

Rezensionen von gerlisch:

Deine Zeit läuft ab

Hast du Zeit? von Andreas Winkelmann

Zeit ist unser kostbarstes Gut und dieses will sich der Täter zurückholen. Dafür entführt er Personen, die seiner Meinung nach dafür verantwortlich sind, dass seine Zeit verschwendet wird.
Ich liebe die Thriller von Andreas Winkelmann. Durch seinen klaren und fesselnden Schreibstil und einen perfiden Plot erzeugt er eine düstere Spannung.

In mehreren Kapiteln, überschrieben mit "Hinter der Zeit" kommt der psychopathische Täter zu Wort und gibt uns einige Rätsel auf. Auch die von Winkelmann geschickt gelegten falschen Fährten, tun ihr Übriges, sodass man das Buch nicht aus der Hand legen möchte.
Bei dem Fall und den Ermittlungen hat die Polizei kaum ihren Auftritt, im Mittelpunkt stehen hier der ehemalige Bundestagspolizist Erik Grotheer und die Fotografin Lilly. Zusammen machen sich die beiden auf die Suche nach den Opfern. Unterstützt werden sie von "Jemand", so heißt der Hund von Erik. Durch den ungewöhnlichen Namen entstehen einige Sätze die mich zum Schmunzeln brachten.
Anfangs erschwerten mir einige parallel verlaufende Handlungen den Zugang zur Story, andererseits gab es dadurch auch viel Raum für Spekulationen. Eine spannende und kurzweilige Story, die zum Ende hin richtig Fahrt aufnimmt.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von gerlisch

Rezensionen von Camilla :

unterhaltsam

Holly, Herbert und die Fleischfresserpflanze von Maja Konrad

Wir hatten das Buch hauptsächlich wegen dem Titel ausgesucht. Weil der Opa Herbert heißt. Haben uns gar nicht so sehr mit dem Inhalt beschäftigt, aber nachdem mein Sohn zufällig auch Fleischfressende Pflanzen hat war dann die Motivation groß weiter zu lesen. Es ist sehr lebhaft geschrieben und die Kapitellänge ist sehr angenehmen.

Sowohl zum selberlesen (eher motiviertere junge Leser) oder zum Vorlesen.
Von der Autorin kennen wir schon ein anderes Buch, diese Story ist auch wieder gut durchdacht. Fantasiereich und auch wenn alles magisch und erkunden ist, ist es doch nachvollziehbar und "realistisch". Die Personen handeln wie Kinder in dem Alter handeln, das finde ich sehr angenehm. Herr Pula ist am Ende aber trotzdem der Star der Kinder gewesen.
Nur von den Zeichnungen waren sie jetzt nicht so begeistert. Aber die Story hat halt nicht so viel gutes "Bildmaterial" hergegeben finde ich...

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Camilla

Rezensionen von _ich.lese_:

Für LeseanfängerInnen

Leserabe 1. Lesestufe Kurz und leicht - Kleines Pony, großer Traum von Susanne Becker

Klara und Pingo sind allerbeste Freunde, nur das Pingo kein Menschenkind ist, sondern ein Pony. Klara verbringt jede freie Minute bei ihrem Pony.
Pingo hat einen Traum, er möchte gerne bei einem Turnier mitmachen. Basti, ein nicht so netter Junge, sagt, Pingo kann an keinem Turnier teilnehmen, denn Pingo ist viel zu klein.

Aber Klara und Pingo halten an Pingos Traum fest.

Eine Erstlesegeschichte für LeseanfängerInnen, kurzer, leichter Text, maximal zwei, drei Zeilen pro Seite und diese in großer Fibelschrift, also in der Schrift, in der die Kinder in der Schule lesen lernen. Dazu ganz wunderbare, absolut zauberhafte Bilder, alleine schon Pingo ist so zuckersüß mit seinen kurzen Beinen. Und dann noch die Botschaft dass man alles schaffen kann, wasman sich wünscht.
Eine richtig schöne Mutmachgeschichte in kurzen Kapiteln erzählt, am Ende gibt es noch kleine Rätsel, die das Leseverständnis fördern und Spaß machen. Eine gelungene Reihe für ErstleserInnen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von _ich.lese_

Rezensionen von Kathie:

Tolles und bewährtes Konzept

Mein Sachen suchen Wimmelbuch: Tiere und ihre Kinder von Susanne Gernhäuser

Ravensburger hat ein neues Wimmelbuch und Kindersachbuch für Kinder ab 2 Jahren herausgebracht: „Tiere und ihre Kinder“. Dieses Bilderbuch behandelt ein typisches Lieblingsthema von Kleinkindern: heimische und wilde Tiere in ihren spezifischen Lebensräumen, zusammen mit ihren niedlichen Jungen.

In großen, farbenfrohen und kindgerechten Illustrationen vermittelt das Buch erstes Tierwissen. Die kurzen Fließtexte sind knapp und leicht verständlich, sodass Kinder spielerisch lernen können.

Durch die Klappen können die Kleinen verschiedene Themen und Situationen entdecken, Tiernamen benennen und die tollen Illustrationen betrachten. Es gibt immer wieder Neues zu entdecken, und das „Sachen suchen“ macht in diesem Alter unheimlich viel Spaß.

Das Buch eignet sich hervorragend für Kinder ab zwei Jahren. Die stabilen Kartonseiten sind robust genug für kleine Kinderhände. Obwohl es kein Lexikon im klassischen Sinne ist, ist es ein interessantes und tolles Buch für die Kleinen und auch noch für größere Geschwister. Es ermöglicht ihnen, spielerisch die Welt um sie herum zu erkunden und erste Wörter sowie viele verschiedene Tiernamen, nicht nur die gängigen, zu lernen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Kathie

Rezensionen von _ich.lese_:

Die Ninja-Schule

Leserabe 1. Lesestufe Kurz und leicht - Geheimauftrag für Ninja Komo von Thilo

Komo geht in eine besondere Schule, in eine Schule für Ninjas. Dort wird er mit anderen Schülerinnen von Meister Sinobi ausgebildet. Dieser muss schnell weg, er will das Schwert Rebi suchen.
Komo wünscht sich mehr Spannung und eine große Mission, die bekommt er, als er seinen Meister retten muss.

Ein Buch für LeseanfängerInnen, wenig Text pro Seite, große Fibelschrift, viele bunte Bilder, die gut zu dem Gelesenen passen und neugierig machen. Es ist die erste Lesestufe für ErstleserInnen, die schon ein bisschen Text lesen können. Die Geschichte ist in kurze Kapitel eingeteilt und enden mit einem Rätsel, dass das Gelesene vertieft und die Lesekompetenz steigert. Ich fand die Story interessant und spannend, dem Lesealter entsprechend und gut zu lesen. So macht es den Leseanfängern sicher Spaß lesen zu üben, ich kann es empfehlen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von _ich.lese_

Rezensionen von Ruth:

Malayische Familiengeschichte

Nach uns der Sturm von Vanessa Chan

Nicht nur wir Deutsche kennen das Schweigen unserer Eltern- und Großelterngeneration über ihre Erlebnisse während des Zweiten Weltkriegs. Auch die malayische Schriftstellerin Vanessa Chan stieß bei ihren Großeltern auf ausweichende Antworten, wenn sie nach deren Vergangenheit fragte. Nur nach und nach erfuhr sie von ihrer Großmutter Details über die Jahre 1941 - 1945, wie sie im Vorwort schreibt.

1941 marschierte die Kaiserlich Japanische Armee in Malaya ein ( so hieß Malaysia vor der Unabhängigkeit) und vertrieb die britischen Kolonialherren, die das Land seit über 150 Jahren besetzt hielten. Doch mit den Japanern kamen keine Befreier. Im Gegenteil, mit brutaler Gewalt herrschten sie über das Land.
Vor diesem historischen Hintergrund siedelt die Autorin ihren Debutroman an. Dabei erzählt sie abwechselnd auf zwei Zeitebenen.
Cecily lebt mit ihrem Mann Gordon und den beiden Kindern Jujube und Abel im britischen Malaya der 1930er Jahre. Gordon arbeitet als Beamter im Dienst der englischen Kolonialherren, Cecily ist mit ihrer Rolle als Hausfrau und Mutter zutiefst unzufrieden. Da begegnet sie bei einem offiziellen Essen einem charmanten Hongkonger Kaufmann, der sich ihr bald als hochrangiger japanischer Offizier namens Fujiwara zu erkennen gibt. Ein Wendepunkt in ihrem Leben. Bereitwillig beginnt Cecily für Fujiwara zu spionieren. Sie stiehlt geheime Unterlagen vom Arbeitsplatz ihres Mannes und verhilft so den Japanern zu wertvollem Geheimwissen. Dabei wird Cecily von zwei Dingen angetrieben.
Zum einen teilt sie die Ideologie des Japaners, der von einem „ Asien für die Asiaten“ träumt. Zu oft war sie dem alltäglichen Rassismus der Engländer ausgesetzt, musste sich von den Weißen demütigen lassen. Dabei fühlte sie sich mit ihrer eurasischen Herkunft, als Nachkommen von Portugiesen, den Malaien oder Indern und Chinesen im Land überlegen. Aber das galt innerhalb der weißen Kolonialgesellschaft nichts. „ Es war nichts Neues, dass die Briten die Einheimischen wie lästigen Schorf behandelten, mit dem sie leben mussten, bis sie ihn abkratzen und entsorgen konnten.“ Cecily träumt von einer besseren Zukunft für ihre Kinder, von einer Zukunft ohne Engländer im Land.
Aber noch stärker ist ihre Motivation, dem Japaner zu gefallen. In obsessiver Liebe tut sie alles für ihn, verachtet sich aber gleichzeitig für ihre emotionale Bedürftigkeit.
Der zweite Erzählstrang führt ins Jahr 1945. Cecily wird von Schuldgefühlen geplagt, denn ihre Spionagetätigkeit hat mit dazu beigetragen, die schlimmste Besatzung in ihrem Land zu installieren. Und ihre Familie muss nun mit den Folgen leben.
Ihr Mann hat seinen angesehenen Posten verloren und schuftet nun in einer Metallfabrik. Die älteste Tochter Jujube arbeitet in einem Teehaus, wo sie aufdringlichen japanischen Soldaten Tee einschenkt. Nicht einmal die leise Freundschaft zu einem älteren Japaner, der sie und ihre Familie unterstützt, kann ihren Groll auf die Lebensumstände beseitigen.
Jasmin, die siebenjährige Tochter, wird mit kurzgeschorenem Haar und in Jungenskleidung im Keller versteckt, damit sie dem drohenden Schicksal einer Trostfrau entkommen kann.
Aber am schlimmsten hat es den fünfzehnjährigen Abel getroffen. Er war eines Tages einfach verschwunden wie viele Jungen in seinem Alter. Er wird Gefangener in einem Arbeitslager und ist dort täglicher Gewalt und Demütigungen ausgesetzt.
Vanessa Chan erzählt aus vier Blickwinkeln. Während der erste Erzählstrang sich völlig auf die Figur der Mutter konzentriert, wird im zweiten vermehrt die Perspektive der Kinder eingenommen. So bekommt man nicht nur einen umfassenden Blick auf die verschiedenen Lebensumstände, sondern kommt auch den einzelnen Figuren sehr nahe. Das Leid, das jeder Einzelne erfährt, wird erfahrbar, besonders das Schicksal von Abel ist kaum erträglich. Dabei eignet sich keiner der Charaktere als Identifikationsfigur. Es sind keine Helden, die uns Vanessa Chan präsentiert, sondern Menschen, die widersprüchlich sind, die falsche Entscheidungen treffen, die befremdlich reagieren. Vor allem die Hauptfigur Cecily und ihre komplexe Beziehung zu dem undurchschaubaren Japaner ist ein rätselhafter Charakter. Auch Nebenfiguren werden differenziert gezeichnet.
Leider überschlagen sich am Ende die Ereignisse und manche unglaubwürdige Wendung bringen eine Dramatik in die Geschichte, der es nicht bedurft hätte.
Der englische Titel „The Storm We Made“ trifft die Aussage des Buches weitaus besser als der deutsche, bringt er doch die Eigenverantwortung der Protagonisten mit ins Spiel.
Trotzdem habe ich den Roman gerne und voller Spannung gelesen.
Dieses Buch ist gerade auch für uns deutsche Leser interessant, die wir den Zweiten Weltkrieg vor allem aus der Perspektive Nazi-Deutschlands kennen. Wir wissen zwar von den Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki, doch wenig über den Krieg im Pazifik. Vanessa Chan gibt uns in ihrem Debut einen tiefen Einblick in die leidvolle Geschichte ihrer Heimat und füllt damit eine Lücke in unserem Geschichtsbild. Allein deshalb kann ich über einige literarische Mängel hinwegsehen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Ruth

Rezensionen von Petra Sch.:

der Schein trügt

Wenn sie wüsste von Freida McFadden

Millie wird von der wohlhabenden Nina Winchester als Hausmädchen eingestellt - sie kann ihr Glück kaum fassen, war sie doch 10 Jahre im Gefängnis und lebt schon seit längerer Zeit in ihrem Auto und hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser.

Es war lustig zu verfolgen, wie Millie denkt, sich mit gediegener Kleidung lieb Kind bei Nina Winchester zu machen, sodass diese keine Angst wegen ihres Ehemannes zu haben braucht - doch genau das passiert: Millie verliebt sich in Andrew Winchester.

Kein Wunder, so charmant dieser ist und liebevoll Nina gegenüber er sich immer verhält.

Doch Millies Verhalten ging mir im ersten Teil extrem auf die Nerven; es war auch einfach so extrem unglaubwürdig. Sie muss sich falschen Anschuldigen gegenüber ja nicht verteidigen, aber zumindest festhalten, wie es tatsächlich war. Warum ist sie so unterwürfig Nina gegenüber? Jeder Mensch würde doch unbegründete Vorwürfe richtig stellen.
Denn Nina schikaniert sie wo es nur geht. Normalerweise würde man doch einen Wochenplan fordern (schriftlich!), oder Allergien/Krankheiten usw. der Familienmitglieder erfragen. Und auch mal sagen, dass man nicht lügt. Da musste ich ständig den Kopf schütteln.
Ebenso unglaubwürdig fand ich, dass Millie mit 17 Jahren schon für 10 Jahre ins Gefängnis musste und warum.

Doch die Autorin hat es ab der Hälfte geschafft, mich doch noch für das Buch einzunehmen, denn den Twist hatte ich so nicht kommen sehen. Auch wenn natürlich klar war, dass mit Nina etwas nicht stimmt, deren Verhalten lässt dies ja von Anfang an vermuten.
Dennoch ist es für mich eher kein Thriller, vor allem in der ersten Hälfte nicht, denn allein Ninas seltsames Verhalten ist dafür kein Grund.
Doch ab der Hälfte dreht die Spannung, und es wird doch noch thrilling.

Die Sprecherin Leonie Janda kenne ich bereits von anderen Hörbüchern und ich mag ihre Art zu betonen; auch ist die Sprechgeschwindigkeit angenehm. Nur an ihre etwas höhere Tonlage muss man sich zu Beginn vielleicht erst gewöhnen; ebenso an ihre quengelige (wenn auch passende) Interpretation der Nina.


Fazit:
Millies Verhalten ist zu Beginn einfach nur obernervig; doch ab der Hälfte folgt ein spannender Twist!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Petra Sch.