Kunden em pfehlungen
Rezensionen von April1985 :
Ein Jahr mit Kiki und Jiji
Kikis kleiner Lieferservice von Eiko Kadono
"Ich werde sein, was ich will. Ich werde meinen Weg selbst wählen."
(Zitat aus "Kikis kleiner Lieferservice)
Genau das ist es, worum es in Eike Kadonos im Jahre 1985 erschienenen Kinderbuch "Kikis kleiner Lieferservice" geht. Kiki ist Junghexe. Die Tradition der Hexen verlangt es, dass alle jungen Hexen an ihrem 13.
Geburtstag von zu Hause ausziehen und sich eine neue Stadt suchen, in der sie ein Jahr lang leben müssen. Als Kikis Geburtstag ansteht, hat sie bereits genaue Vorstellungen davon, wo sie ihren Lebensunterhalt als Hexe bestreiten möchte. Eine Stadt am Meer soll es sein. Und so macht sich Kiki gemeinsam mit ihrem schwarzen Kater Jiji und dem Besen ihrer Mama Kokiri auf dem Weg und findet schließlich in Koriko eine neue Heimat. Es ist der Beginn eines aufregenden Abenteuers.
Ich liebe die kleine Hexe Kiki einfach. Das war schon immer so und wird wohl auch so bleiben. Eike Kadonos hat ein zauberhaftes, cozy Kinderbuch geschrieben, das mittlerweile nicht ohne Grund ein weltweit berühmter Klassiker ist.
Kiki ist ein wunderbares, mutiges und einfallsreiches junges Mädchen. Trotz anfänglicher Hürden schlägt sie sich tapfer durch und findet so schnell Menschen, die sie unterstützen. Gemeinsam mit der Bäckerin Osono, die ihr im Mehllager einen Schlafplatz herrichtet, kommt Kiki auf die geniale Idee einen Lieferservice anzubieten und mit ihrem Besen Dinge auszuliefern. Was Kiki und ihr sprechender Kater Jiji im Laufe des Jahres bei ihrer Arbeit so alles erlebt, war teilweise ziemlich kurios, hat aber vorallem ganz viel Spaß beim Lesen gemacht.
Große Empfehlung, nicht nur für Kinder!
Fazit:
Eine herzerwärmende, cozy Geschichte mit einer tollen Botschaft.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Penibel recherchiert und opulent erzählt
Der Königsmord von Bamberg von Anna Degen
Dieser penibel recherchierte und opulent erzählt historische Roman entführt uns Leser zunächst in das Bamberg von 1208. Die deutschen Fürsten sind seit langem in zwei Lager geteilt: Die einen halten zu den Staufern, die anderen zu den Welfen. Ein Konflikt, der bereits Jahre dauert und zahlreiche Tote fordert, da Mordkomplotte geschmiedet und ausgeführt sowie Mitwisser werden beseitigt.
Eines dieser Mordkomplotte ist das zentrale Thema dieses Romans, der weit reichende Folgen für Sophie von Weichselburg und ihre Familie haben wird.
Doch von Anfang an:
Der römisch-deutsche König Philipp von Schwaben (1177-1208) wird am Tag der Hochzeit seiner Nichte Beatrix in Bamberg ermordet. Sophie, die neugierige zwölfjährige Nichte des Bamberger Bischofs Ekbert wird Augenzeugin des Mordes und muss mit ihrer Familie fliehen, denn die Königsmörder wollen die gefährlich Zeugin beseitigen. Die gesamte Familie wird geächtet und mit dem Reichsbann belegt. Man flieht über Prag nach Wien und trifft später in Ungarn ein, wo sie bei Verwandten Unterschlupf finden. Die Verfolger sind ihnen immer auf den Fersen, das sich in den eigenen Reihen ein Verräter befindet.
Werden sie den wahren Mörder anklagen können und ihre Güter sowie ihre Ehre wieder erlangen?
Meine Meinung:
Dieser penibel recherchierte und fesselnd erzählte historische Roman lässt ein Stück der europäischer Geschichte lebendig werden. Das Mittelalter ist reich an Intrigen der deutschen Fürsten bei deren Gerangel um die Macht auch die katholische Kirche und ihre Bischöfe sowie der Papst mitmischen.
Der Roman liest sich wie das Who-is-Who des Mittelalters. Wir begegnen zahlreichen (mitunter auch umstrittenen) Persönlichkeiten wie Richard Löwenherz, Friedrich Barbarossa, dessen Leben und Tod ja auch einen gewichtigen Anteil an den Konflikten hat, oder Otokar Przemysl von Böhmen, dem Babenberger Leopold VI. und Papst Innozenz III..
Um die vielen Ottos, Heinrichs und Beatrixen auseinanderhalten zu können, gibt es im Anhang eine Zeittafel sowie ein Personenverzeichnis. So behält der beherzte Leser den Überblick über die stellenweise verworrenen Verhältnisse und häufig wechselnden Allianzen.
Erzählt werden die Ereignisse von der alternden Sophie, die ihre Erlebnisse niedergeschrieben hat und einen regen Briefwechsel mit ihrer Enkelin Ela führt. Sehr geschickt gemacht - so können wir Leser in die Vergangenheit eintauchen. Wir erhalten an Hand Sophies Geschichte auch Einblick in den Klosteralltag sowie die Stellung der Frauen kennenlernen. Selbst Königinnen sind vor einer Ermordung nicht gefeit wie das Beispiel Gertrud von Ungarns zeigt.
Der Schreibstil ist sehr gut zu lesen und lässt das Mittelalter mit all seinen Facetten wieder auferstehen. So wird opulent getafelt, rülpsen und furzen inklusive, die Gäste dürfen dem Minnesängern und ihrem schlüpfrigen Gesang lauschen. Gleichzeitig werden mörderische Intrigen gesponnen und Gewalt ausgeübt. Daher sollten sich Zartbesaitete darauf vorbereiten, dass das eine oder andere blutige Gemetzel beschrieben wird.
Sehr geschickt sind die historischen Ereignisse in den Roman hineingewoben.
Fazit:
Ein penibel recherchiertes und opulentes Mittelalterepos, das aus der Sicht einer Frau geschrieben ist, und dem ich gerne eine Leseempfehlung und 5 Sterne gebe.
Rezensionen von _ich.lese_:
Ich fand es großartig
Golden-Heights-Reihe, Band 1 - Unlock My Heart von Saskia Louis
Niemals kriminell werden, das hat sich Lexie geschworen. Doch um sich ihr Leben, vor allem aber ihr Studium finanzieren zu können verkauft sie gefälschte Ausweise und noch andere nicht ganz legale Dinge an die verwöhnten Schnösel auf dem Campus. Dabei trifft sie dann auch auf den unfassbar reichen, unfassbar schönen und unfassbar nicht ihre Liga Logan, der einen Auftrag für sie hat, dem sie nicht widerstehen kann.
Ich liebe die Bücher von Saskia Louis, sie hat so einen wunderbaren Humor und schafft es immer mich mit ihren Büchern in ihren Bann zu ziehen. So wollte ich natürlich auch unlock my heart lesen. Und ich habe es geliebt, innerhalb eines Tages durchgelesen, jede Seite geliebt und mich so wunderbar unterhalten gefühlt. Auch der Spice kommt nicht zu kurz, aber in einem schönen, gur lesbaren Rahmen. Es macht einfach nur einen riesen Spaß und ich freue mich schon sehr auf das zweite Buch der Dilogie. Tolle Charaktere, wunderbares Setting, es hat für mich alles gepasst. Ein absolutes Lesehighlight.
Rezensionen von _ich.lese_:
Fantasievolles Abenteuer mit Bildern im Mangastil
CAT GIRLS Band 1 - Nice to miez you von Claudia Scharf
Minou ist mit ihrer chaotischen Familie zum xten mal umgezogen und beginnt mal wieder in einer neuen Schule. Dann entdeckt Minou unglaubliches an sich, sie ist ein Cat Girl ...
Mich sprach das Cover schon total an und der Klappentext machte mich neugierig. Ein Mangaabenteuer, aber nicht als Manga, sondern als "normales" Buch mit richtigem Text und total vielen Zeichnungen, diese allerdings im Mangastil.
Minuten denkt zu Beginn noch, sie ist nichts beosnderes, hat es aber auch nicht leicht als mittleres Kind zwischen zwei sehr begabten Zwillingspaaren. Aber Minou ist besonders, sie ist ein Cat Girl, sie findet endlich Freunde und erlebt ihr erstes Abenteuer als Cat Girl.
Gerade für Teenies finde ich das Buch besonders ansprechend, die erste Schwärmerei, die erste Verlibetheit, die Unsicherheit die mitschwingt. Alles sehr gut getroffen. Es hat definitiv Spaß gemacht das Buch zu lesen und ich freue mich schon auf Band zwei.
Rezensionen von brauneye29:
Nicht schlecht
Die Sache mit Rachel von Caroline O'Donoghue
Zum Inhalt:
Raichel trifft während ihres Nebenjobs im Buchladen auf James und es ist Freundschaft auf den ersten Blick. James lädt Rachel ein seine Mitbewohnerin zu werden. Um Rachel due Möglichkeit zu geben ihren angebeteten Literaturprofessor näher zu kommen und zu verführen, organisieren Rachel und James eine Lesung im Buchladen, aber es kommt anders als erwartet, denn der Professor hat eigene Pläne.
Meine Meinung:
Das Buch ist meiner Meinung nach eher für ein jüngeres Publikum gedacht oder geeignet, denn die Protagonisten müssen mit den Problemen kämpfen, die eher jüngere Menschen betreffen. Dennoch fand ich das Buch nicht schlecht und das lag im Wesentlichen daran lag, dass das Buch gut geschrieben ist und sich super lesen lässt. Die Themen, die aufgegriffen wurden, haben sicherlich viele schon erlebt und auch überwunden.
Fazit:
Nicht schlecht
Rezensionen von brauneye29:
Beeindruckend
Solito von Javier Zamora
Zum Inhalt:
Javier lebt bei seinen Großeltern in El Salvador, denn seine Eltern sind vor Jahren vor dem Bürgerkrieg in die USA geflohen. Als sie eines Tages Schlepper beauftragen, ihren Sohn zu ihnen zu bringen, beginnt eine Odyssee für ihn, die sieben Wochen andauern wird. Zwar freut Javier sich auf seine Eltern, hat aber keine Ahnung, was da auf ihn zukommt.
Meine Meinung:
Man macht sich ja kein Bild davon, wie so eine Flucht aussehen kann und hier wird einem auf brutalste Art vors Auge geführt, wie schlimm so eine Flucht sein kann. Man kann sich als Erwachsener schon kaum vorstellen so etwas zu schaffen und zu überleben, wie schlimm muss das erst für eine Kind sein. Ich finde das Buch beeindruckend und berührend. Ich habe mich mit dem vielen Spanischen Worten und den vielen Personen etwas schwer getan, aber dennoch wird das Buch einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Fazit:
Beeindruckend
Rezensionen von _ich.lese_:
Fantasievolles Abenteuer
Nikki King: Verfuchst noch mal! von Mascha Matysiak
Nikki sitzt in der Schule und fühlt sich auf einmal ganz komisch, ihre Ohren sind auch plötzlich ganz spitz und flauschig. Aber am schlimmsten, sie hat auf einmal Appetit auf Gurke, ihren Hamster. Was passiert mit Nikki?
Zum Glück trifft sie die Krähe Jaro, die verdächtig nach Mensch riecht.
Fantasievoller Einstieg in ein Tierabenteuer für erfahrenere ErstleserInnen. Die Story verlangt schon etwas Leseerfahrung, es hat schon ein bisschen mehr Text pro Seite, dennoch ist es groß und in Fibelschrift geschrieben, so dass ErstleserInnen mit schon etwas Leseerfahrung den Text gut lesen können. Dazu kommen noch die ganz zauberhaften Illustrationen, der Wortwitzund ein echt spannendes Tierabenteuer. Ein gelungener Einstieg in die Welt der Fantasie. Hat richtig Spaß gemacht.
Die Kapitel sind schön kurz, der Textumfang für Kinder Ende der ersten oder in der zweiten Klasse absolut ausreichend. Teilweise werden Gespräche in Textblasen dargestellt, so macht es das Lesen für die eine einfacher, für andere etwas schwieriger, je nach Vorlieben.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Hat mich nicht überzeugt
Geile Zeit von Niclas Seydack
Ich gehöre zwar nicht zur bevorzugten Zielgruppe des Autors, da ich im Alter seiner Eltern bin, wollte aber dennoch die Gedanken zu seiner Jugend kennenlernen. Das bunte Cover mit dem frechen Titel hat mich einen eher fröhlich gestimmten Rückblick erwarten lassen. Meine Erwartungen haben sich leider nicht zur Gänze erfüllt, denn ich habe eine etwas unstrukturierte Rückschau von Niclas & Co erhalten, die teilweise auch weinerlich auf mich wirkt.
Stellenweise habe ich persönlich das Gefühl von Empörung, dass einem zukünftig der Wohlstand nicht mehr in den Schoß fallen wird, sondern dass man sich den erarbeiten wird müssen.
Mir ist schon klar, dass Ereignisse wie 9/11, die Terroranschläge in den verschiedenen Hauptstädten oder die Amokläufe in Schulen viele junge Menschen paralysiert haben (und tun es noch immer). Auch die Pandemie hat das bisher unbeschwerte Leben der jungen Menschen jäh unterbrochen.
Ich erinnere mich an die Baader-Meinhof-Bande, Anschläge der Palästinenser wie München 1972, die Brigate Rosse (1970-1988) oder die IRA, die ebenso Angst und Schrecken verbreitet haben und war selbst nur wenige Stunden vor dem Bombenanschlag vom 2. August 1980 im Bahnhof von Bologna. Aber das alles hat mich längst nicht so aus der Bahn geworfen, wie die Kids der 1990er.
Auch die wirtschaftlichen Krisen verunsichern diese Generation. Doch glaube ich, dass die Erwartungshaltung an den „all-inclusive-Staat“, den viele junge Menschen heute haben, nicht mehr aufrechtzuerhalten ist. Jede/Jeder muss auch selbst etwas dazu beitragen.
Der Schreibstil ist ziemlich einfach und an manchen Stellen ziemlich vulgär. Aber es mag schon sein, dass sich in männlichen Gehirnen alles um Thema Nr. 1 handelt.
Viele der erwähnten TV-Sendungen und Berühmtheiten (?) kenne ich nicht, da es bei uns nur die zwei Programme des staatlichen Rundfunks gab.
Vielleicht liegt meine differenzierte Sichtweise auch daran, dass ich Österreicherin bin und manches anders erlebt habe bzw. ich mit anderen Schwierigkeiten zu kämpfen gelernt habe.
Zeitgenossen von Niclas Seydack werden sich vielleicht in ähnlicher Art an ihre Kindheit und Jugend erinnern.
Fazit:
Nicht ganz das, was ich erwartet habe, daher nur 3 Sterne.
Rezensionen von Reiseweise:
Hollywood, Stars und ein Krimi
Eve von Amor Towles
Die Charaktere aus Amor Towles neuem Roman Eve sind offenbar aus vorherigen Werken entlehnt. Man merkt beim Lesen aber schnell, dass sie so interessant sind, dass der Autor diese Geschichte unbedingt erzählen wollte. Über die Protagonistin Eve erfährt man eigentlich recht wenig und die meiste Zeit wird sie aus der Sicht anderer Charaktere beschrieben, die ihr begegnen.
Das macht aber genau den Reiz des Romans aus: Die verschiedenen Charaktere begegnen sich in verschiedenen Konstellationen und Stück für Stück setzt sich eine spannende Geschichte zusammen, die zunächst wie eine lockere Beschreibung der Welt von Hollywood wirkt, sich dann aber zu einem Krimi entwickelt. Ab und zu fallen Tippfehler und sonderbare Übersetzungen auf, ansonsten schöne erzählt.
Zur Story: Ein Polizist im Ruhestand, ein gealterter Filmstar, die berühmte Schauspielerin de Havilland und die mysteriöse Eve treffen im Hollywood der 1930er Jahre aufeinander. Spannender, leicht erzählter Roman.
Rezensionen von Netti:
Der Rückgewinn des enteigneten Hauses in Rumänien
Das Pfauengemälde von Maria Bidian
Bei diesem Buch handelt es sich um das erste Werk der Autorin Maria Bidian.
Das Thema fand ich sehr interessant und auch der Beginn des Buchs gefiel mir sehr gut.
Ana bekommt einen Anruf von einer Verwandten aus Rumänien, das endlich nach 30 Jahren Prozess das vor 70 Jahren endeignete Haus an die Familie zurück gegeben werden soll.
Und sie soll unbedingt sofort nach Rumänien kommen, wozu Ana nicht wirklich Lust hat. Ihr Vater Nicu hat lange um die Rückgewinnung dieses Hauses und das für ihn wichtige Pfauengemälde gekämpft. Allerdings ist er inzwischen verstorben. So macht Ana sich per Bahn auf den Weg nach Rumänien. Auch die Zugfahrt fand ich sehr interessant beschrieben.
Als Ana dann in Rumänien angekommen ist, bei einer sehr großen Familie, fing das Buch allerdings für mich an sehr langatmig und auch langweilig zu werden. Die langen Gespräche mit der Familie über eigentlich nicht wichtige Dinge zogen sich, genauso die für mich viel zu langen Beschreibungen über das Leben dort und über Anas Erlebnisse. Diese machten für mich das Buch leider langweilig. Sicher gab es auch interessante Stellen und ich staunte, wie anders das Leben in Rumänien ist. Es gibt auch Rückblicke in die Vergangenheit und die Trauerbewältigung um den verstorbenen Vater spielt auch eine Rolle. Das Ende kam dann doch eher schnell, unerwartet und ich hätte mir ein anderes Ende gewünscht.
Der Schreibstil ist anfangs sehr gut, allerdings wird er im Laufe des Buchs auch anspruchsvoll, was wahrscheinlich durch die langen Beschreibungen und Gespräche kommt. Mir fiel es dadurch teilweise nicht leicht, das Buch zu lesen.
Ich empfehle dieses Buch allen, die ein anspruchsvolles Buch suchen, was längere Gespräche und lange Beschreibungen des Lebens in Rumänien beinhaltet sowie die Thematik Rumänien, Enteignung, Politik und Familie. Für alle, die leichte Bücher ohne lange abschweifende Erzählungen suchen würde ich das Buch nicht empfehlen.











