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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Petra:

Dystopie

Das Lied des Propheten von Paul Lynch

"Das Lied des Propheten" von Paul Lynch zeigt Irland in einer Zeit, in der sich das gesamte Land in der Gewalt einer radikalen und tyrannischen Regierung befindet.
Die zentrale Figur des Romanes ist die Wissenschaftlerin und vierfache Mutter Eilish Stack. Für Eilish ändert sich das Leben schlagartig, als ihr Mann, der ein nicht unbedeutendes Mitglied der Gewerkschaft ist, von der neu gegründeten irischen Geheimpolizei abgeholt wird.

Sein Schicksal wird für sie im Dunklen bleiben. Nun ist sie allein dafür verantwortlich die Familie zu schützen und zusammenzuhalten. Sie muss entscheiden, inwieweit sie den Kindern die Wahrheit sagen kann. Große Sorge macht sie sich auch um den dementen Vater, der mit der Situation völlig überfordert ist.
Dieser beeindruckende Roman führt durch den doch recht eigenwilligen Schreibstil des Autors leider zu anstrengenden Lesestunden.

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Rezensionen von rewareni:

Hoffen und Bangen

Kriegsheim: von Medra Yawa

,, Kriegsheim: Sterbende Traditionen“ ist bereits der dritte Band rund um die Macian Maggie und dem Hushen TJ, die nun versuchen einen viele Jahre anhaltenden Krieg zwischen den beiden Völkern zu beenden.
Wie immer hat dabei die Autorin Medra Yawa eine spannende und sehr komplexe Geschichte geschrieben, wo es dieses Mal auch gut war am Ende ein Glossar zu haben, da man bereits sehr vielen Personen begegnet ist und man sich diese nicht mehr wirklich merken kann.

In dem Roman merkt man, wie schwer es sein kann wenn man in seinen Reihen Menschen hat, die in ihren alten Traditionen gefangen sind und nicht bereit sind los zu lassen und offen zu sein für Neues.
Sehr schön beschreibt dabei die Autorin welchen Kampf Maggie und TJ dabei täglich ausfechten müssen um allen zu zeigen, dass man sehr wohl miteinander leben kann, wenn man nur dazu bereit ist und auch neues und fremdartiges zulässt.
Es ist für beide kein leichter Weg, da sie immer darauf gefasst sein müssen, dass etwas schief geht, da keiner dem anderen wirklich traut. So begegnen sich beide Seiten immer wieder mit Misstrauen, Hass und Verachtung, wo Maggie und TJ als Vermittler stets zur Stelle sein müssen.
Man spürt aber die tiefe Verbindung zwischen Maggie und TJ und dass beide bereit sind ein hohes Risiko dafür einzugehen, dass ihre Friedensbemühungen von Erfolg gekrönt sind.
Spannend sind dabei immer wieder die ,,magischen“ Einschübe wo mir die beiden Seelen von Maggie nämlich Valerie und Alice besonders gut gefallen, da sie sie immer wieder beschützen und eingreifen wenn diese Schwäche oder Unsicherheit verspürt.
Die Autorin schafft es viele Arten von Gefühlen und Empfindungen in ihre Geschichte einzubauen und so manches kommt dabei überraschend.
Man findet auch immer wieder einen Hauch Humor, wodurch die oft tragische Handlung etwas aufgelockert wird.
Ohne die vorherigen Bände zu kennen, kann man hier nicht weiterlesen, da so viel passiert ist und ständig auch passiert, wo selbst ich immer wieder an meine Grenzen stoße.
Wer es aber bis hier hin geschafft hat nach Kriegsheim der wird so wie ich davon gefangen sein und sehnsüchtig auf den letzten Band warten.

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Rezensionen von yellowdog:

Der Forscher und das Zugkind

Handbuch für den vorsichtigen Reisenden durch das Ödland von Sarah Brooks

Handbuch für den vorsichtigen Reisenden durch das Ödland. Bei einem Buch mit so einem Titel verwundert es nicht, dass ständig bemerkenswerte Bilderfluten auf den Leser warten. Es gibt zwar den weiten Blick auf die Umgebung, die der Zug 1899 durchquert, aber durch die räumliche Begrenzung des Zuges hat es auch etwas kammerspielartiges.

Es gibt verschiedenen wichtige Protagonisten, die aber teilweise auch zusammengeführt werden.
Da ist die geheimnisvolle Maria Petrowna, das Zugkind Zhang Weiwei, die im Zug geboren ist und dort dauerhaft lebt und es gibt den Forscher John Grey.
Weiwei ist der Zugführung eigentlich loyal, aber diese ist distanziert und daher ist sie bereit einer jungen Frau, Elena, zu helfen, die als blinder Passagier an Bord ist. Doch Elena ist anders als man denkt.
Es gibt den phantastischen Ansatz im Buch, der es mitbestimmt, zum Beispiel durch die Wesen des Ödlands und einige Phänomene.
Die verschiedenen Figuren geben dem Text unterschiedliche Stimmungen.
Dann eint sie aber auch gemeinsames.
Das halte ich von der Autorin Sarah Brooks für außerordentlich wirkungsvoll gemacht. Sie hat den gesamten Roman geschickt gestaltet.
Es ist auch ein Buch, in das ich wahrscheinlich mehrfach wieder hineinlesen werde.

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Rezensionen von jam:

Leider etwas viel Drama und wenig Wohlfühlzeit im Café.

Das kleine Café von Lakeview von Melissa Hill

"Nein, Lakeview war nur eine Zwischenstation für sie. Eine Art Nothalt. Und sobald sie einigermaßen zu sich gekommen war, würde sie sofort wieder von hier verschwinden."

Kapitel 1

Nein, bleiben wird Nina auf keinen Fall an diesem Ort! Doch momentan weiß sie nicht, wo sie hinsoll. Ungeplant schwanger, frisch getrennt und ohne Job kehrt sie zu ihrem Vater zurück.

Die beiden haben keinen Draht zueinander und sie will dort nur kurz zu Atem kommen, bevor sie entscheidet, wie es weitergeht. Gut, dass es da noch Ella und ihr Café gibt, da war sie schon als Jugendliche gerne und hat sich aufgenommen gefühlt. Denn Ella kümmert sich um alle!

Im Café lernt Nina auch Jess kennen, die in Lakeview immer wieder ihre Freundinnen besucht, die alle bereits Mütter sind. Von ihnen fühlt Jess sich ausgeschlossen und unter Druck gesetzt. Doch mit Nina versteht sie sich auf Anhieb. Im Laufe der Geschichte kehrt auch die gefeierte Schauspielerin Ruth Seymore in das kleine Örtchen Lakeview zurück, um die gerade ein Skandal tobt.

Die drei unterschiedlichen Frauen haben rasch einen Draht zueinander, ohne zu ahnen, dass sie alle das gleiche Thema verbindet.

Mir persönlich ist der Start schwer gefallen, "Ach, was schenke ich einer frischgebackenen Mutter zum Geburtstag, eine Handtasche von Prada oder doch von Fendi?" ist für mich einfach nur skurril.

Die Frauen haben sehr unterschiedliche Leben und mit keiner von ihnen konnte ich mich so wirklich identifizieren. Sie alle hätten ein ehrliches Gespräch mit ihren Lieben dringend nötig, doch alle schweigen (oder lügen) und reiten sich damit in immer größere Probleme. Das kleine Café tritt dabei ein wenig in den Hintergrund.

Dafür haben wir Schwangere, frischgebackene Mütter, solche die es werden wollen oder auf gar keinen Fall an jeder Ecke und dazu etwas zu viel Drama für meinen Geschmack.

Doch die Dynamik zwischen Ruth, Jess und Nina war dann doch schön, es war nett mitzuerleben, wie sie zueinander finden und füreinander sorgen!

Am Ende kommt dann nochmal richtig Spannung auf, als sich der Bogen zum Prolog schließt und eine schlüssige Erklärung aus einer Ecke, mit der ich nicht gerechnet habe.

Fazit: Leider etwas viel Drama und wenig Wohlfühlzeit im Café.

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Rezensionen von SalMar:

Bleibt hinter den Erwartungen zurück

VIEWS von Marc-Uwe Kling

Die Känguruh-Chroniken und Qualityland, aber auch Spurenfinder, empfand ich als äußerst gelungen, erfrischend, humorvoll und auch spannend. Dementsprechend war ich sehr gespannt auf Klings neues Buch. Leider muss ich gestehen, dass ich insgesamt deutlich mehr erwartet hatte und auch zu der Fraktion gehöre, die meinen: Schuster, bleib bei deinen Leisten bzw.

Kling, bleib in deinem Genre.
Das Buch startet sehr humorvoll, allerdings endet das mit dem Video, um das es sich hauptsächlich dreht. Das Thema, das behandelt wird, ist schon sehr hart und auch politisch äußerst brisant.
Die Charaktere, insbesondere Chefermittlerin Yasira Saad, bleiben für meinen Geschmack doch recht blass in der ganzen Geschichte. Ich fand leider nie wirklich einen Draht zu ihr. Was mich irritiert hat, ist, dass doch einige Dinge an den Haaren herbeigezogen sind, so wirken manche Entwicklungen der Geschichte irgendwie künstlich erzwungen, und manches bleibt auch offen.
Das Buch endet recht abrupt und man hat das Gefühl, dass manche Fragen unbeantwortet bleiben. Wahrscheinlich beabsichtigt, aber für mich war das hier nicht zufriedenstellend.
Alles in allem würde ich sagen, dass das definitiv nicht mein letzter Kling war, er mich aber in diesem Genre nicht packen konnte – daher leider nur 3 von 5 Sternen.

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Rezensionen von SalMar:

Wunderschöne Familiensommergeschichte

The Summer of Broken Rules von K. L. Walther

Für eine Hochzeit kommt die ganze Verwandtschaft plus jeder Menge Freunde auf dem Familienanwesen in Martha’s Vineyard zusammen. Was eigentlich eine schöne und geliebte Tradition ist, macht Meredith diesmal – nach dem Tod ihrer Schwester – schwer zu schaffen. Beim traditionellen Assassin-Spiel, das ihre Schwester jedes Mal begeisterte, will sie diesmal alles geben, allerdings lässt sie sich immer wieder von Wit, dem äußerst charmanten Bruder des Bräutigams, ablenken…
Ich bin eigentlich mit keinen speziellen Erwartungen an dieses Buch herangegangen und hatte eine leichte Sommergeschichte mit Jugendbuchcharakter erwartet.

Tatsächlich bin ich aber voll und ganz in der Geschichte versunken und war richtig traurig, als ich am Schluss mit allen anderen Gästen das Familienanwesen wieder verlassen musste.
Zum einen fand ich einfach diese Vorstellung toll: dieses große Anwesen mit den vielen Häuschen und Hütten und eine riesengroße Familie, die dort einen Teil des Sommers verleben. Zum anderen lag es aber auch an den beiden Hauptpersonen, Meredith und Wit, die wirklich sympathisch sind und deren Annäherung wirklich schön geschrieben ist. Aber auch die Hintergrundgeschichte rund um Merediths Schwester ist sehr gekonnt in die Geschichte eingeflochten.
Insgesamt konnte mich das Buch wirklich rundum begeistern und ich kann es uneingeschränkt für alles Altersklassen empfehlen. Ich werde die Autorin auf jeden Fall im Auge behalten.

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Rezensionen von jam:

Gar nicht Alltägliches aus dem Alltag eines Pflegeheimes!

Sie haben Ihren Rollator beim Zumba vertauscht von Sybille Bullatschek

"Ich bin so aaaaalt" schreit sie plötzlich. "Ich bin so furchtbar alt. Schauen sie mich nur an, sie sind so jung und ich bin so aaalt!"
Ja, alt sind sie, die Menschen, mit denen Sybille Bullatschek zu tun hat. Kein Wunder, ist sie doch Pflegekraft. Aber kein bisschen langweilig, denn bei Sybille ist immer viel los! Schon zum zweiten Mal darf ich den Alltag der lustigen Pflegerin begleiten.

Und alltäglich ist gar nichts bei ihr im Haus Sonnenuntergang! Diesmal hat ein Senior ein Tasche voller Geld angeschleppt, und die ist irgendwie bei Sybille gelandet. Gehört sie zu einem Banküberfall, der vor kurzem passiert ist? Und wie ist der Senior darin verwickelt? Was tun mit dem Geld?
Neben dem normalen Pflegewahnsinn muss sich Sybille also mit einem Haufen Geld herumschlagen, außerdem ist da noch der Audi-Fahrer, der sie ständig zuparkt und ein neues Pflegeheim, das seine Pforten geöffnet hat. Angeblich wollen die das Haus Sonnenuntergang übernehmen!
Doch Sybille wäre nicht Sybille, wenn sie nicht tatkräftig und mit ungewöhnlichen Ideen versuchen würde, all diese Probleme zu lösen! Leider schießen ihre genialen Pläne oft ein wenig übers Ziel hinaus und so hüpft sie von einer Katastrophe in die nächste.
Und dabei gibt es eine ganze Menge zu lachen für den Lesenden/Zuhörenden! Das Hörbuch wird wieder von der Autorin selbst gesprochen, ihre humorvolle Art und der liebenswürdige Dialekt machen es wieder zu einem besonderen Ohrenschmaus!
Wie man schon vermuten kann, ist einiges heillos überzeichnet, aber mich hats gut unterhalten.
Fazit: Gar nicht Alltägliches aus dem Alltag eines Pflegeheimes!

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Rezensionen von Bücherfreundin:

Mit viel Herz und Humor erzählte Geschichte

Himbeereis am Fluss von Maria Parr

Die norwegische Autorin Maria Parr hat mit "Himbeereis am Fluss" ein wunderbares Buch für Kinder zwischen 5 und 9 Jahren geschrieben. Das hochwertig gestaltete Kinderbuch, das im Dressler-Verlag erschienen ist, ist auf 205 Seiten in elf auch unabhängig voneinander zu lesende Kapitel gegliedert.

Die einzelnen Episoden eignen sich wunderbar zum Vorlesen, sind aber auch für Erstleser geeignet. Die Schrift ist groß und gut lesbar, die Sprache altersgerecht. Die zauberhaften und farbenfrohen Illustrationen von Åshild Irgens ergänzen die Texte.

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Ida und Oskar, die mit ihren Eltern in einem großen roten Haus leben. Ida ist 7, ihr Bruder 5 Jahre alt, die beiden teilen sich ein Zimmer. Sie erleben viele Abenteuer, streiten und versöhnen sich, Oskar wird eingeschult, und Ida träumt von einem eigenen Zimmer. Mit viel Herz und genauso viel Witz und Humor erzählt die Autorin Geschichten aus dem Alltag der Familie. Es geht in dem Buch auch um Veränderungen und Verluste, die für alle sehr schmerzlich sind. Altersgerecht und sehr feinfühlig beschreibt die Autorin den Umgang der Kinder mit der Krankheit und dem Tod ihres Onkels Øywind.

Die Geschichte ist aus Idas Sicht in der Ich-Form erzählt. Sie lässt uns in ihre kindliche Gefühls- und Gedankenwelt blicken und macht ihrem Ärger über Oskar Luft. Als große Schwester fühlt sie sich oft für den kleinen und chaotischen Bruder verantwortlich und muss dabei immer wieder ihre eigenen Wünsche zurückstellen. Mir hat besonders gut das Weihnachtskapitel gefallen, in dem die Familie sich rührend um den verwitweten Onkel Bulle kümmert und dabei eine große Überraschung erlebt.

Mein Fazit: ein wunderschönes Buch zum Vorlesen oder Selberlesen, für das ich mir allerdings noch ein Inhaltsverzeichnis gewünscht hätte, damit man jederzeit schnell auf die Lieblingsepisoden zurückgreifen kann, ohne lange suchen zu müssen.

Absolute Vorlese- und Leseempfehlung für dieses warmherzige Buch, das nicht nur Kinder, sondern auch vorlesende Erwachsene begeistern wird!

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Rezensionen von SalMar:

Cosy Romantic Comedy

Wolke Sieben ganz nah von Kirsty Greenwood

Als Delphi sich im Jenseits ihr so gar nicht gelebtes Leben in filmischer Form anschauen darf, stimmt sie das mehr als deprimiert. Doch dann trifft sie ausgerechnet im dortigen Warteraum einen Mann, der ihr Seelenverwandter sein könnte. Ganz spontan erhält sie noch eine letzte Chance, ihr Leben herumzureißen.

Als ich mit dem Lesen dieses Buchs begonnen habe, war es eine Art Wechselbad der Gefühle: Die Idee zum Buch fand ich witzig und insgesamt toll, aber auf den ersten Seiten war es mir etwas zu albern und ein Fremdschäm-Moment folgte auf den nächsten. Aber: Dranbleiben hat sich gelohnt, denn nach ein paar Kapiteln entwickelt sich eine schöne Geschichte, die ich wirklich gerne gelesen habe.
Delphi ist schon sehr besonders, aber ich mochte ihr Entwicklung im Laufe der Geschichte sehr – wie sie sich nach und nach öffnet und die Menschen in ihrer Umgebung wahrnimmt und kennenlernt. Außerdem gibt es einige sehr liebenswürdige Nebenfiguren, die das Ganze zu einer runden Sache machen – Merritt aus dem Jenseits gehörte definitiv auch dazu.
Wer Lust auf eine witzige Geschichte hat, bei der man Mitschmunzeln und sich über die Fortschritte der Protagonistin freuen kann, der ist hier genau richtig. Als Urlaubslektüre oder auch Ablenkung im stressigen Alltag ist das Buch also perfekt.

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Rezensionen von peedee:

Wenn doch nur Klartext gesprochen würde…

Herzklopfen im Ländle von Sofia Mai

Leonie ist Richterin in Ulm. Sie ist pflichtbewusst, rational und engagiert, die Karriereleiter weiter emporzuklettern. Als ihre jüngere Schwester Sabine einen schweren Unfall hat, springt Leonie ein, um sich um ihre Nichte Amelie, Hund und Hof zu kümmern. Sie wagt sich auf unbekanntes Terrain, insbesondere bei der Betreuung des Teenagers.

Zimmermeister Max, ein Freund von Sabine, steht ihr in gärtnerischen Fragen zur Seite. Er verursacht bei ihr ungewohntes Herzklopfen…

Erster Eindruck: Ein sonnenblumengelbes Cover, ein romantischer Titel – gefällt mir.

Ich konnte mir Leonie sehr gut vorstellen: eine taffe Frau, die emsig an ihrer Karriere arbeitet, und zugunsten ihres Jobs vielfach Privates hintenanstellt. So auch die Treffen mit ihrer alleinerziehenden Schwester Sabine, die in der Nähe von Tübingen wohnt, als Teilzeit-Grundschullehrerin arbeitet und am Wochenende ein Hofcafé führt. Nun ja, der Weg von 120 Kilometern zwischen den beiden Wohnorten ist auch nicht gerade ein Katzensprung.
Leonie ist auf dem Weg nach Helsinki, wo sie bei einer finnischen Richterin während zwei Wochen hospitieren darf, als sie am Flughafen ausgerufen wird: Sabine hatte einen Unfall und sie wurde als ihr Notfallkontakt angerufen. Sie zögert keine Sekunde, um zurückzufahren und sich um Sabine und deren Tochter zu kümmern.
Zwischen Leonies und Sabines Alltag liegen Welten und daher hatte ich grosse Ehrfurcht vor Leonie, wie sie sich in das Unbekannte schickte (Pubertier inklusive!).
Max ist ein Freund von Sabine (oder doch mehr als nur Freund?) und hilft Leonie, den Hof und Garten zu managen. Ein sehr interessanter Mann…

Das Buch hat sich für meinen Geschmack ein wenig gezogen und blieb trotz der schönen Beschreibungen vom Gärtnern und der Umgebung etwas farblos (ganz im Gegensatz zum bunten Cover). Am besten gefallen hat mir, dass die Hauptdarsteller in ihren Vierzigern waren. Zugleich hat mich überrascht, wie unentschlossen und unsicher Leonie und Max zuweilen agierten. Der Ausgang der Geschichte hat mir sehr gut gefallen.

PS: Dieses Buch ist prädestiniert für eine Reihe, denn Sabine müsste doch auch noch ihr Herzblatt kriegen (wer dieses Buch gelesen hat, weiss auch, wen ich da bereits im Auge habe).

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