Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Hennie :
Marzebilla und Schakagerl
Moorgold - Ein Erzgebirgskrimi von Anett Steiner
Der vorliegende Band ist bereits der siebente der Erzgebirgskrimireihe, aber für mich war es der erste. Trotz dieser Tatsache kam ich sehr gut mit der Geschichte und den Personen zurecht. Aufmerksam geworden auf dieses Buch bin ich durch das ansprechende Cover in seiner düsteren, geheimnisvollen Ausstrahlung.
Zu dem Fall in der aufgegebenen Siedlung Pfaffengrün auf der böhmischen Seite des Erzgebirges, das Skelett eines seit 30 Jahren vermissten Mannes wurde entdeckt, gesellt sich der zunächst rätselhafte tödliche Absturz des Puppen- und Leierkastenspielers Jakub Miler in der Wolkensteiner Schweiz in Sachsen. Kommissarin Annalena Krest von der Chemnitzer Kripo übernimmt die Ermittlung, die allerdings nur langsam in Gang kommt, dann sehr gefährlich wird und mit einer Überraschung in Cliffhangermanier endet.
Die Kommissarin wird als Mensch aus Fleisch und Blut vorgestellt; sie bringt ihre vielfältigen persönlichen Themen in die Handlung ein. Empathisch fand ich ihren Umgang mit ihrem zweijährigen Sohn Patrick, mit dem pausierenden (Ralf Lorenz) und dem aktuellen Kollegen (Nikolas Bremer). Sehr schön das Kaffeeritual in der Dienststelle Chemnitz mit Bremer.
Die Ermittlungen werden in beiden Ländern, Tschechien und Deutschland, durch ausgezeichnete Beziehungen und in guter Zusammenarbeit geführt. Es stellen sich viele Fragen. Gehören die beiden Todesfälle zusammen? Was hat der vor 30 Jahren verschwundene wie ein Verrückter nach Schätzen suchende Knut Heinze mit Jakub Miler zu tun? Wo liegt das Mordmotiv an dem freundlichen Puppenspieler?
Die Autorin erzählt die Story in teilweise mystischer, geheimnisvoller und unheimlicher Art, eingebettet in die umfangreiche Sagenwelt des Erzgebirges sowie unter Einbeziehung der schönen Landschaften diesseits und jenseits der Grenze. Der Miriquidi feiert seine Auferstehung!
Marzebilla und Schakagerl werden als Sagengestalten genannt. Ich als sehr reife, geborene Chemnitzerin hatte von ihnen noch nie gehört und musste googeln. Hier das Ergebnis: Marzebilla ist die berühmteste Legende des Erzgebirges, mal eine junge, mal eine alte Frau, in unterschiedlicher, aber freundlich erscheinender Gestalt, aber immer wird sie mit dunklem Haar und von einem Schleier feinen Nebels umgeben, beschrieben. Schakagerl ist der erzgebirgische Schutzgeist der Kinder. Ich nehme an, dass durch die Vertreibung der deutschen Bevölkerung, die auch den Ausgangspunkt für diesen Krimi darstellt, auch die vielen alten, märchenhaften Erzählungen der Gegend mehr und mehr in Vergessenheit geraten sind und nicht mehr weitergetragen werden. Inzwischen kümmern sich Heimatvereine auf böhmischer und sächsischer Seite um den Erhalt und die Pflege des kulturellen Erbes. Das wird immer schwieriger, da die Zeitzeugen aussterben.
Ich wurde durch Moorgold gut unterhalten und bewerte mit vier von fünf Sternen und vergebe meine Lese- und Kaufempfehlung.
Rezensionen von Bibibabby:
Toll illustriert, Geschichte etwas oberflächlich
Nico & Daimon - Verflammt gute Freunde von Katja Brandis
Das Cover sieht sehr cool aus und auch die Illustrationen im Buch sind richtig toll. Es gibt viele Stellen, wo die Geschichte als Comic dargestellt wird, was den Text schön auflockert.
Handlung: Der junge Nico kommt an eine neue Schule, hat aber leider keine Freunde und wird gemobbt. Sogar ein Lehrer macht ihm das Leben schwer.
Nach einer mysteriösen Begegnung taucht plötzlich ein Drache in seinem Zimmer auf, mit dem Nico sich schnell anfreundet.
Die Geschichte klingt vielversprechend, allerdings ist der Schreibstil weniger aufregend als die Illustrationen und fühlt sich manchmal etwas langatmig an. Als Erwachsene finde ich die Handlung insgesamt etwas oberflächlich und es wird nicht ganz klar, wohin die Ereignisse führen. Es passiert zwar viel, aber der rote Faden ist nicht ganz klar zu erkennen.
Für eine Zielgruppe ab 10 finde ich, dass das Buch an Tiefe fehlt. Jüngere Kinder dürfte das aber weniger stören.
Rezensionen von Daggy:
Spannender Lesestoff für die 2. Klasse
Leserabe 2. Lesestufe - Ninjageschichten von Michael Petrowitz
Vor dem Drachen sind zwei Kinder zu sehen, eines trägt eine rote Ninjamaske. In den drei Geschichten ist von unterschiedlichen Ninjas zu lesen.
Zunächst geht es um Anton, sein Problem ist es, dass er immer übersehen wird, doch für seine Ausbildung zum Ninja, ist da nur von Vorteil. So schafft er es zwei Räuber, die in ein Museum einbrechen zu stellen.
Drei Kinder gehen in das Internat, wo sie zu Ninjas ausgebildet werden. Der Lehrer stellt ihnen eine schwierige Aufgabe, sie sollen einem Drachen einen Stein entwenden, als Preis winkt der goldene Gürtel. Doch keiner kann die Aufgabe alleine lösen. Von zwei Kunoichis, so werden weibliche Ninjas genannt, ist im letzten Kapitel die Rede. Hier erfährt Niklas, dass Ferien ganz ohne Zocken auch spannend sein können.
Jedes Kapitel, das mit seinen großen Buchstaben und den bunten Bildern gut zu lesen ist, endet mit einer Frage. Am Ende gibt es noch ein kleines Quiz, so weiß du gleich, ob du alles auch verstanden hast. Ninjas sind ja ein spannendes Thema und hier macht es Spaß zu erfahren, wie unterschiedlich solche Erlebnisse sein können.
Rezensionen von Daggy:
Spannende Geschichte für Erstleser
Leserabe 1. Lesestufe - Aufregung im Freizeitpark von Anja Kiel
Auf dem Cover sehen wir die drei Kinder, die wir in den Freizeitpark begleiten, mit der Achterbahn fahren. Hinten jubelt Paul, während Nuri und Elias sich sichtlich unwohl fühlen.
Die Klasse 2 a macht, nachdem die Kinder die Karten gewonnen haben, einen Ausflug in den Freizeitpark. Paul nimmt seinen Mund immer sehr voll und möchte mit allen Fahrgeschäften fahren.
Erst geht es in die Achterbahn, danach kommt die Geisterbahn dran und obwohl sei inzwischen ihre Klasse verloren haben, muss Paul noch auf die Wildwasserbahn. Nuri und Elisas zögern zwar immer wieder, steigen aber dann doch immer ein. Als sie endlich vom Riesenrad aus ihre Klasse entdecken und zu ihr finden, ist ihre Lehrerin ziemlich böse auf sie. Paul versucht sich herauszureden, aber Nuri gesteht, wie es war.
So ein Besuch im Freizeitpark ist immer eine spannende Sache und nicht alle wollen mutige überall mitfahren. Da ist etwas Rücksichtname schon angeracht, aber Paul interessieren die Ängste der anderen nicht. Bis er selbst in eine Situation gerät, in der er sich fürchtet.
Die vier Abschnitte sind in großen Buchstaben gedruckt und der Text ist nicht sehr lang. Dazu kommen die vielen schönen bunten Bilder, die die Geschichte zusätzlich erzählen. Ein schönes Erstleser*innen-Buch über Ängste und Freud*innen, die uns unterstützen.
Rezensionen von Ameland:
Abenteuerliche Verfolgungsjagd
Mäc Mief und die rätselhafte Schafentführung von Carola Becker
Ausgerechnet in die Cousine der unliebsamen Nachbarschafe von der Eddingbörg-Farm verliebt sich Mäc Mief. Als er seiner besten Freundin, der Hütehündin Bonnie das Schafmädchen vorstellen will, ist Malvina spurlos verschwunden. Macht sie nur einen Spaziergang oder wurde sie entführt? Mäc Mief und Bonnie starten die Suche und erleben ein spannendes Abenteuer.
So schnell wie sich Miefi in Malvina verliebt hat, so schnell haben wir uns in Mäc Mief verliebt als wir ihn damals kennen gelernt haben. Inzwischen haben er und seine Freundin Bonnie einen festen Platz in unserem Herzen. Aber auch die rotzfrechen Nachbarschafe möchten wir in den Geschichten nicht mehr missen. Wir waren sehr gespannt auf das neueste Abenteuer und haben ordentlich mitgefiebert.
Carola Becker schreibt diese Reihe so liebevoll, charmant, mit viel Herzwärme und einer ordentlichen Portion Humor, so dass jedes Buch das reinste Lesevergnügen ist. Die kurzen Kapitel eignen sich super sowohl zum Vor- als auch Selberlesen. Perfekt ergänzt wird die Geschichte durch die vielen farbigen und ausdrucksstarken Illustrationen von Ina Krabbe. Ich bin jedes Mal begeistert wie gekonnt sie Befinden und Gefühle mimisch einfängt.
Wir haben das Buch mit einem wohligen, aber auch etwas traurigem Seufzer geschlossen, denn nun heißt es wieder warten auf Mäc Miefs nächstes Abenteuer.
Rezensionen von Daggy:
Spannende Rettungsgeschichten
Leserabe 1. Lesestufe - Helfer in der Not. Spannende Hundegeschichten von Katja Reider
Das Cover zeigt die Bergretter mit Hund und Helikopter im Hintergrund. In der ersten Geschichte geht es dann in die Berge, wo eine Mutter mit ihrer kleinen Tochter vermisst wird. Hund Bruno kann sie mit seiner feinen Nase finden. Danach lernen wir die Assistenzhündin Holli kennen, die einen blinden Mann in den Supermarkt begleiten soll.
Auch am Strand werden Hund eingesetzt, so unterstützt Balu die Rettungsschwimmerin Mira bei der Rettung eines Jungen, dessen Schlauchboot unterging. Pepe ist ein Polizeihund, der einen Flüchtenden stellen kann.
Die vier Hundegeschichten sind kurz, in großer Schrift gedruckt und mit vielen schönen großformatigen bunten Illustrationen bebildert. Eine Leseanfängerin oder ein Lesefänger kann sehr gut die spannenden kleinen Episoden lesen und einiges über die „Arbeit“ dieser Hunde erfahren.
Rezensionen von Daggy:
Ein berührendes Buch über eine alte Frau
Als Oma seltsam wurde von Ulf Nilsson
Das Cover zeigt Oma, die in dem Beutel und ihren Taschen ihre ganzen Ersparnisse, die von der Bank geholt hat, nah Hause schleppt. Vor ihr mit dem Flitzebogen geht ihr Enkel, der sie bewacht.
Wie es zu dieser witzigen Szene kommt, davon handelt der erste Teil des Buches. Der Enkel mit dem Federhütchen und dem Bogen ist an einem Donnerstag bei seiner Oma.
Doch anders als sonst reagiert Oma nicht auf des Hupen des Bäckerwagens, sondern kann das Geräusch gar nicht einordnen. Und ihren Enkel kennt sie auch nicht und redet ihn mit John an. Ihre Bewegungen sind schwerfälliger und den Bäcker schickt sie weg, weil alles zu teuer sei. Und dann geht sie los und holt bei der Bank ihr gesamtes Geld ab. Zu Hause ist sie so erschöpft, dass sie sich ins Bett legt. Vorher hat sie einen Teil des Geldes versteckt. Der Junge soll sich um den Rest des Geldes kümmern.
Damit ist der sechsjährige natürlich völlig überfordert. Er macht sie so seine Gedanken und versteht nicht, warum Oma so seltsam ist. Zum Glück klärt sich am Ende alles auf und Oma ist nicht dement, sie hat nur eine Infekt, der sofort geheilt werden kann.
Es ist schon ein besonderer Humor mit, der diese Geschichte erzählt wird. Dass Oma sich so seltsam benimmt, hat natürlich auch seine Komik. Ebenso wie die Gedanken, die der Enkel sich mit und wenn er das ganze übrige Geld in seine Taschen stopft, musste ich schon lachen. Die Illustrationen sind, wie ich finde, sehr schwedisch und sie passen wunderbar.
Rezensionen von Daggy:
Wundervolles Buch über eine Familienschildkröte
Agathe von Antje Damm
Ein sehr persönliches Buch hat Antje Damm da geschrieben, gezeichnet und geklebt. Es handelt von Agathe der Schildkröte, die inzwischen wohl 80 Jahre alt sein dürfte und die ihre Vater sich gekauft hat, weil seine Mutter kein Haustier wollte. Er hat sich als Junge sehr gut um das Tier gekümmert, aber leider musste er vieles selbst herausfinden, weil es ja noch kein Internet gab, wo man alles erfragen kann.
Im Sommer bekam Agathe ihr Lieblingsessen und im Winter wurde sie in einer Kiste mit Laub und Erde in den Keller gestellt. Später zog er mit seiner Frau in eine Wohnung und Agathe lebte auf dem Balkon. Im Buch gibt es einen Grundriss, damit wir uns das vorstellen können. Danach sehen wir ein Foto von Antje als Kind mit Agathe im Arm. Heute lebt Agathe im Haus der Autorin und inzwischen gibt es extra einen Kühlschrank zum Überwintern.
Viele Kinder wünschen sich wie der Vater ein Haustier. Meine Kinder fanden die kleinen Wasserschildkröten immer so niedlich. Aber dann erfuhren wir, dass sie ziemlich groß werden und bissig sein können. Hier wurde auch sehr blauäugig eine griechische Landschildkröte angeschafft, aber zum Glück hat die Familie sich in drei Generationen sehr liebevoll um Agathe gekümmert.
Ich finde dieses Buch sollte man lesen, wenn man erwägt ein so langlebiges Tier anzuschaffen. Daneben macht es natürlich viel Spaß es zu lesen, denn es gibt neben Fotos kleine Comics, viele tolle Zeichnungen und Geschichten aus Agathes Leben. Mir hat diese Mischung sehr gut gefallen, ich habe einiges über Schildkröten erfahren und mich darüber amüsiert, dass eine Taube Freundschaft mit Agathe schloss.
Rezensionen von Cornelia:
Ich hätte gern noch weitergelesen
The Night We Met von Abby Jimenez
Das Buch hält genau was das Cover mit dem bunten Feuerwerk und der herzlichen Atmosphäre verspricht.
Chris ist der beste Freund von Larissas Freund. Natürlich sehen sie sich immer wieder. Nach und nach kristallisiert sich heraus, dass die beiden mehr Gemeinsamkeiten haben als ihnen bewusst ist, aber mehr als Freundschaft ist völlig tabu.
Das Feuer brennt langsam und es macht mir Spaß die beiden zu begleiten.
Der Schreibstil ist flüssig und locker. Abby Jimenez erschafft eine warmherzige Atmosphäre, ich fühle mich beim Lesen wohl und immer wenn ich an die Geschichte denke oder das Buch in die Hand nehme. Ab der Hälfte wollte ich langsamer lesen, dass ich die Stimmung noch länger genießen kann. Ich mag ihren Schreibstil so sehr, dass ich unbedingt noch mehr von ihr lesen will.
Neben Liebe ist Freundschaft ein zentrales Thema. Tierliebe kommt aufgrund der vielen verschiedenen Tiere nicht zu kurz.
Larissa und Chris sind beide mitfühlende und rücksichtsvolle Menschen. Das macht sie sympathisch und trägt zur angenehmen Atmosphäre bei. Durch ihre vielen Gespräche kommen ihre Charakterzüge besonders zur Geltung. Im Zusammenhang mit Mike werden ernstere Themen angesprochen, u.a. Alkoholsucht und Depression. Ich will nicht zu viel verraten, aber es gibt ein Happy End.
Ich empfehle The Night We Met sehr gern für glückliche Lesestunden.
Rezensionen von Schlafmurmel:
Ein bezaubernder Ausflug an die Nordsee voller Emotionen
Die Krabbenfischerin - Das Erbe der Küste von Danela Pietrek
Die Krabbenfischerin – Das Erbe der Küste von Daniela Pietrek hat mich total begeistert. Die Geschichte ist unglaublich bezaubernd – besonders für mich, da ich selbst noch nie an der Nordsee war. Hamburg kenne ich zwar gut und war schon öfter dort, aber weiter in den Norden hat es mich bisher nicht verschlagen.
Umso schöner war es, durch dieses Buch einen so lebendigen Eindruck von der Küste zu bekommen.
Die Handlung dreht sich um einen familiengeführten Fischereibetrieb, der sich in einer sehr schwierigen Situation befindet. Die Herausforderungen und Probleme, mit denen die Familie zu kämpfen hat, werden so authentisch beschrieben, dass man richtig mitfühlen kann – vor allem, wenn es darum geht, den Betrieb trotz aller Widrigkeiten am Leben zu halten und die Kosten niedrig zu halten.
Auch der Familienalltag der Hansens ist alles andere als einfach. Es gibt viele unausgesprochene Konflikte und lange verdrängte Probleme, die nach und nach ans Licht kommen. Das macht die Geschichte besonders spannend und emotional.
Besonders gelungen fand ich die atmosphärischen Beschreibungen der Landschaft, des Klimas und der Orte. Alles war so bildhaft dargestellt, dass ich mir die Umgebung sehr gut vorstellen konnte – fast so, als wäre ich selbst dort gewesen.
Am Ende sind für mich noch einige Fragen offen geblieben, aber ich vermute, dass es vielleicht einen zweiten Teil geben wird.
Ich kann dieses Buch auf jeden Fall sehr empfehlen und vergebe 5 von 5 Sternen.











