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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Buster:

Unglaublich spannend

Die Toten von Veere. Ein Zeeland-Krimi von Maarten Vermeer

Das Buch beginnt spannend mit einem vermeintlichen Terroristen, den Liv de Vries im Einsatz erschießt. Sie ist bei der Landespolizei und der Waffen-Einsatz mit Todesfolge passiert bei ihr nicht zum ersten Mal. Damals wurde sie zur Landespolizei nach Amsterdam weggelobt, nun soll sie nach Zeeland sich um einen Vermissten Fall kümmern.

Und aus der Schusslinie sein. Doch alles kommt anders...
Dieser Krimi ist sehr spannend und setzt sich ,mit einem aktuellen Thema auseinander, was nicht nur in Deutschland herrscht.
Die Kapitel sind kurz gehalten und geben somit ein wenig Tempo. Auch durch Zeitsprünge, die sehr gut eingebaut sind und die Spannung erhöhen. Sehr lange ist für mich nicht zu erahnen wie das alles zusammen hängt aber, natürlich, klärt sich alles zu Ende hin auf. Der Schluss erstreckt sich über eine Recht Lage Phase, die es aber nicht langweilig werden lässt. Im Gegenteil, die Spannung bleibt und erhöht sich sogar.
Es wäre sogar möglich einen zweiten Teil zu Schreiben, der Autor lässt da so einiges offen. Die Beschreibung der Menschen und der Landschaft ist sehr gut getroffen und ließ mein Kopfkino in vollem Glanz erstrahlen.
Ich kann diesen Krimi sehr empfehlen und hoffe auf einen zweiten Teil.

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Rezensionen von kabo16:

Jetzt gehts ins Bett, aber mit deiner Hilfe

Gute Nacht! Sei so nett und bring mich ins Bett! von Agi Ofner

Das Cover mit dem zauberhaften Siebenschläfer gefiel mir auf Anhieb. Der kleine Kerl schaut einen so lieb an, man muss ihn einfach mögen.
Nicht alle Kinder gehen gerne ins Bett. Wenn es allerdings mit einem Ritual verbunden ist, wie z. B. jeden Abend ein Buch anschauen und vorlesen, dann sieht die Sache oftmals schon ganz anders aus.

In meiner Familie wird das schon seit einigen Generationen so gemacht.
Für kleine Kinder ist es gar nicht so einfach, gute interaktive Bücher zu finden. Aber von diesem hier bin ich begeistert und meine Enkelin auch.
Mit diesen kurzen Sätzen auf jeder Seite wird das Kind nicht überfordert. Es sieht dazu die schönen Illustrationen und weiß worum es geht. Dann ist der Vorleser gefragt, denn auf der Doppelseite kommt die Aktion dran. Das Schöne daran ist, dass es sich dabei um Dinge handelt, die das Kind auch vor dem Schlafen erledigen sollte.
Beim Zähne putzen soll das Buch gekippt werden, damit die Zahnbürste und die Zahnpasta zum kleinen müden Siebenschläfer rollen. Und er sieht wirklich schon ganz müde aus. Sprache zu hören und dann umzusetzen, das ist eine sehr wichtige Sache.
So, gibt es auf 11 Doppelseiten einiges zu tun. Einfach ein superschönes Buch.
Mir gefällt, dass das Wort "Dankeschön" hier zu lesen ist. Bitte und danke, diese beiden Wörter sollten kleine Kinder viel öfters hören. Denn sie öffnen Türen und gehören in diese Welt.

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Rezensionen von fannym:

Mörderisch spannend

Yoko von Bernhard Aichner

Als bekennender Aichner-Fan, auch in Tirol lebend, war dieses Buch ein großes Muss!
Das Cover ist farblich in Pastelltönen total modern, lässig und trotzdem verrät die Schwarze Lackschrift mit den Spuren dass es hier um Verbrechen gehen wird..
Der Schreibstil vom Bernhard Aichner verlockt mich immer wieder dazu seine Bücher in einem Rutsch zu lesen, ich fand es schwer das Buch wegzulegen und habe jede freie Minute darin gelesen bis es fertig war…
Ich finde es toll dass ein Mann sich so gut in eine weibliche Figur hineindenken kann um aus ihrer Perspektive zu schreiben, ich konnte mich total mit der Hauptperson identifizieren!
Auf welche Seite stehst wohl du?
Wer ist Böse und wer ist Gut?
Wer macht was falsch und wer macht es richtig?
Wer wird für begangene Straftaten zur Rechenschaft gezogen?
Ein spannender Thriller, nichts für schwache Nerven.

Wer sich gerne mitnehmen lässt in eine spannende Welt und kein Problem mit Blutspritzer hat , liest hier richtig!

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Rezensionen von Eternal-Hope:

Was müssen wir über unsere Familiengeschichte wissen, um eine glückliche Zukunft haben zu können?

Juli, August, September von Olga Grjasnowa

In "Juli, August, September" von Olga Grjasnowa begleiten wir Lou, eine junge Frau in den 30ern, durch diese drei Monate in einem Jahr ihres Lebens in der jetzigen Zeit. Im Juli ist Lou in Deutschland, wo sie mit ihrem Mann Sergej und der gemeinsamen kleinen Tochter Rosa lebt.

Lou ist Galeristin und schreibt an einem Buch, Sergej ist ein berühmter Pianist, viel auf Konzerten und wenig zu Hause.

Die Familie ist von ihrer Herkunft jüdisch, Lou ist mit ihrer Mutter als Kind aus Russland nach Deutschland emigriert, auch ihr Mann ist jüdisch und hat Wurzeln in Russland. Die weitere Verwandtschaft lebt mehrheitlich in Israel.

Sergej und Lou beschäftigt die Frage, ob und wie sie ihrer kleinen Tochter Rosa das Jüdisch-Sein vermitteln können, das sie selbst kaum aktiv religiös praktizieren, aber ihnen doch als kulturelles und familiäres Erbe wichtig ist... und sie aber gleichzeitig davor schützen können, sich zu sehr zu exponieren. Bisher sind sie dem Thema eher durch Vermeidung begegnet, werden aber laufend vor Herausforderungen diesbezüglich gestellt, etwa, als eine Kindergartenfreundin ihrer Tochter ein Anne-Frank-Bilderbuch zeigt.

Im August trifft Lou, gemeinsam mit ihrer Mutter und mit Rosa, ihre Verwandten zur 90er-Feier ihrer Großtante auf Mallorca.

Im September begibt sie sich schließlich spontan in einem weiteren Land auf Spurensuche, um ihre Familiengeschichte und Herkunft - und vielleicht auch sich selbst und ihren momentanen psychischen Zustand - besser zu verstehen.

Das erste und letzte Drittel des Buches habe ich sehr spannend gefunden. In der Mitte - das ist der Teil, in dem hauptsächlich das Familientreffen auf Mallorca beschrieben wird - hatte es für mich gefühlt Längen (trotz der insgesamt angenehm kurz gehaltenen Kapitel), die aber wiederum möglicherweise gut das Gefühl der Langeweile, Unverbundenheit und Sich-Gegenseitig-Nicht-Verstehens der verschiedenen Familienmitglieder widerspiegeln.

Die Charaktere wirken mehrheitlich getrieben, unzufrieden und im Leben nicht sehr angekommen. Das gilt für Lou selbst genauso wie für ihren derzeitigen Ehemann, ihren geschiedenen Ex-Mann als auch für die Mehrheit der beschriebenen Verwandten. Man lebt so dahin, mit all seinen Problemen, Fragen, Zweifeln und Neurosen... und tut sich oft schwer damit, sich wirklich ehrlich miteinander zu unterhalten und sich tiefgründig aufeinander einzulassen.

Damit ist der Autorin eine gelungene Charakterisierung der psychischen Herausforderungen vieler Menschen der heutigen Zeit gelungen und sie zeigt am Beispiel einer jüdischen Familie, wie alte Geschichten und Traumata bis heute nachwirken und wie schwierig es ist, miteinander darüber zu sprechen und sie zu überwinden.

Ein treffendes Zitat dafür, das die Themen des Buches insgesamt gut zusammenfasst, findet sich auf S. 182, da sagt Lou zu ihrem Mann: "Ich weiß nicht mehr, warum wir das alles tun. Wir geben uns so viel Mühe für eine Religion, obwohl wir nicht an Gott glauben, für eine Vergangenheit, an der kaum etwas gut war, für eine Zukunft, die maximal ungewiss ist, und für eine Identität, die wir selbst nicht mehr verstehen."

Insgesamt war es ein angenehm zu lesendes Buch, das spannende Fragen aufwirft und zum Nachdenken anregt. Zum Beispiel über das Spannungsfeld Recht auf Schweigen über die eigene Geschichte (der älteren Verwandten) vs. legitimes Bedürfnis der jüngeren Generation, offene Fragen zu klären und damit vielleicht auch mehr Klarheit über die eigene Identität und Familienposition zu bekommen.

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Rezensionen von MarcoL:

Ein ruhiger Roman über die Suche nach sich selbst.

Hotel Paraíso von Arezu Weitholz

Dieser Roman plätschert so dahin wie ein leises Lüftchen, ungeachtet der vielen tosenden Stürme, die das Leben bieten kann, oder wie sich der Atlantik an der portugiesischen Küste manchmal zeigt.
Das Küstenhotel „Paraiso“ steht über den Jahreswechsel leer, die Besitzerin ist vereist, möchte das Anwesen aber nicht unbeaufsichtigt lassen.

Frieda wird sich der Aufgabe annehmen, froh um den Tapetenwechsel. Kurz vor einem Burnout scheint es ihr wie eine Rettung in letzter Sekunde zu sein.
Das Hotel gibt sich feudal, nur die beste Gesellschaft residiert in den Sommermonaten dort. Das Anwesen wirkt wie aus der Zeit gefallen, kann sich nicht entscheiden, ob modän oder altmodisch.
Friedas Alltag pendelt sich rasch ein. Am Anfang ist es ungewohnt, so ganz allein die Nächte dort zu verbringen, trotz der Gesellschaft von Otto, einem Labrador. Der Hausmeister erscheint während des Tages regelmäßig, und eine unbekannte Person bedient sich an Friedas Kulinarikum in aller Heimlichkeit. Als Gegenleistung bleiben immer ein paar besondere Lebensmittel zurück.
Frieda fühlt sich auf ihre Weise wohl, hat Zeit und Muße zu reflektieren, und dank Otto „darf“ sie sich ein wenig im Ort unter die Menschen begeben.
Frieda wandert zurück in ihre Kindheit, pendelt hin und her in ihren Gedanken, die vom anstehenden Besuch ihres Freundes Jonas bestimmt werden, und durch so manche Episoden mit seinen Eltern, die ihre Vorfreude etwas vergällen.
Das Buch ist eine Suche nach Wurzeln und Herkunft, ethnisch und biologisch. Und nach einem Platz und Halt in der großen, weiten, turbulenten Welt, in der es wirklich nicht mehr einfach ist, so sein zu dürfen, wie man ist oder gerne sein möchte. Die Entschleunigung ist für Frieda hilfreich.
Der Roman ist sanft, der Sprachstil sehr schön, aber für mich ein wenig zu ruhig und ohne einen gewissen Aha-Effekt. Ich habe es dennoch gerne gelesen, auch wenn mir die Inhalte zu rasch fortgeweht werden.

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Rezensionen von Amena25:

Hoffnung auf Teil 3

Dunkler Abgrund von Ruth Lillegraven


Man sollte den ersten Band ,,Tiefer Fjord“ gelesen haben, um die Handlungsfäden und die Charaktere in ,,Dunkler Abgrund“ richtig einordnen zu können.
Nach dem Tod ihres Mannes kümmert sich Clara Lofthus alleine um ihre Zwillingssöhne Andreas und Nikolai. Ihrer Rolle als Mutter fühlt sie sich angesichts der Trauer und ihrer anspruchsvollen Arbeit nicht immer gewachsen.

Doch dann wird sie zur Justizministerin Norwegens ernannt. Diese Chance, wirklich etwas in der Gesellschaft zu verändern, will sich Clara trotz ihrer Söhne und ihrer Rolle als alleinerziehende Mutter nicht entgehen lassen. Aber dann erhält sie Drohbriefe von jemandem, der weiß, was sie getan hat. Denn Clara hat schon so einige Leichen im Keller. Entschlossen und mutig verzichtet sie auf Polizeischutz, doch dann werden ihre beiden Söhne entführt. Voller Verzweiflung begibt sie sich auf die Suche nach ihren Kindern und muss sich dabei ihrer Vergangenheit stellen.
Leider hat mich ,,Dunkler Abgrund“ nicht ganz so packen können wie der erste Teil. Die Suche nach den Kindern wird sehr ausführlich, dennoch nicht so richtig spannend erzählt und die Auflösung am Ende war mir zu wenig überzeugend. Schade, da mir Clara Lofthus, gerade wegen ihres starken und widersprüchlichen Charakters sehr gut gefällt. Aber da es sich um eine Trilogie handelt, besteht ja Hoffnung, dass der dritte Teil dann wieder etwas überzeugender gelingt.

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Rezensionen von Nele33:

Fortsetzung zu erwarten

Die Toten von Veere. Ein Zeeland-Krimi von Maarten Vermeer

Als Niederlande Urlauberin habe ich mich sehr auf den Zeeland Kriminalroman des Autors Maarten Vermeer gefreut. Gerade Zeeland habe ich schon oft besucht und dort Urlaub gemacht.

Die Geschichte wird in zwei, fast drei Erzählsträngen erzählt, die sich perfekt ergänzen und am Ende gut miteinander verknüpft werden.

Liv de Vries, die Hauptermittlerin im Fall des Verschwundenen, wird sehr authentisch gezeichnet und auch die anderen Protagonisten sind gut vorstellbar. Besonders gefallen hat mir mit ihrer Neugier auch die Rechtsmedizinerin Ann-Remi Blom, die sich sogar gegen ihren Chef stellt, um den Todesursachen auf den Grund zu gehen.
Die Thematik ist leider nach wie vor aktuell, egal ob 1944 oder heute.

Die Handlung ist, genau wie die Charaktere, sehr vielschichtig und gut geschildert. Es gibt einen Spannungsbogen, der sich von Anfang bis Ende durchzieht. Ich bin quasi durch das Buch geflogen und der letzte Satz ist ein dermaßen gemeiner Cliffhanger, der auf eine Fortsetzung hoffen lässt.

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Rezensionen von Anno:

Sehr gefühlvoll

Und dahinter das Meer von Laura Spence-Ash

Obwohl mich Bücher mit amerikanischem Setting oft nur wenig begeistern, war es bei diesem ganz anders. Es ist ungeheuer einfühlsam geschrieben, beschreibt das dortige Leben des Mädchens Bea, ihrem Ankommen in der Familie, ihrer Zerrissenheit, und wie sie gerade Fuß gefasst selbst vom Krieg und der Liebe eingeholt, wieder zurück zu ihrer Ursprungsfamilie ziehen muss.

Das Buch erstreckt sich über mehrere Jahre und man verfolgt sowohl das Aufwachsen Beatrix als auch ihr Leben als Erwachsene und dem erneuten Aufeinandertreffen mit ihrer amerikanischen Familie. Doch auch von dieser erfährt man viel, wie z.B. das diese Familien verbindende Schachspiel. Besonders aber rührte mich mit wieviel Gefühl diese Geschichte erzählt wird, wie emotional auf Ereignisse eingegangen und diese geschildert werden. Man taucht unwillkürlich in die Gefühls- und Gedankenwelt der Charaktere ein, was diese ungeheuer lebendig und real wirken und das Geschehen sehr nahbar werden lässt. Eine Geschichte, die den Leser emotional teilhaben lässt und dadurch unter die Haut geht.

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Rezensionen von Ryria:

Lebendige Geschichte

Der Salon der kühnen Frauen von Clare Pollard

Ich hätte nicht gedacht, dass mich eine Erzählung, die auf historischen Begebenheiten und Personen beruht, so sehr fesseln und berühren könnte. Bin ich noch mit der Erwartung ins Buch gestartet, dass es eine rein fiktive Geschichte über Märchenerzähler ist, hat sich dies schnell geändert: Die meisten Haupt- und Nebencharaktere gab es wirklich, vor über 300 Jahren, auch die gesellschaftlichen Hintergründe wurden so historisch akkurat wie möglich versucht darzustellen.

Natürlich hat sich die Autorin einige Freiheiten bei der Charakterisierung und der Gefühlswelt ihrer Protagonisten erlaubt, jedoch stört dies absolut nicht, im Gegenteil, die uns fernen Menschen werden so greifbar.

Der Schreibstil ist an vielen Stellen beinahe poetisch, mit vielen schönen Beschreibungen, die einen problemlos in die damalige Zeit versetzen. Ergänzt wird die Erzählung durch viele altbekannte Märchen, deren Ursprung wir verfolgen dürfen und die sich perfekt in das Geschehen einfügen. Doch auch wenn sich der Text gut und schnell lesen lässt, ist dies jedoch keine leichte Lektüre - wenn man sich darauf einlässt, kann man immer wieder innehalten und über das Gelesene nachdenken: Metaphern, Anspielungen, Gesellschaftskritik und viel mehr, gar nicht unähnlich den Märchen. Die Märchen unterhalten den Salon im Buch, aber fordern auch ihren Verstand heraus, genau wie dieses Buch uns unterhält und gleichzeitig herausfordert.

Am Ende des Buches wünscht man sich wie im Märchen auch ein Happy End für die Charaktere im Buch, die diese Märchen erschaffen haben. Ob sie dies bekommen werde ich natürlich nicht verraten, aber ich habe mich selbst dabei ertappt, wie ich das Internet nach ihren wahren Geschichten und dem weiteren Verlauf ihrer Leben durchsucht habe - die Grenze zwischen Fiktion und Realität ist dünn und verschwimmt auch schnell, erzählte Worte tragen viel Macht und gleichzeitig auch Schwäche in sich. Ich werde dieses Buch so schnell nicht vergessen und kann es daher nur weiterempfehlen.

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Rezensionen von Nele33:

Kontrollverlust

Das Lied des Propheten von Paul Lynch

"Das Lied des Propheten" des Autors Paul Lynch hat im Jahr 2023 den Booker Preis bekommen, darum war ich auch aufgrund des Klappentextes sehr gespannt auf die Lektüre.

Eine ganz normale Familie in Irland, der Vater in der Gewerkschaft, die Mutter Wissenschaftlerin und dazu kommen noch vier Kinder unterschiedlichen Alters.

Die Regierung ist im Umbruch und die Gewerkschafter sind einem totalitären Regime ein Dorn im Auge. Schnell wird Larry verhaftet und verschwindet quasi über Nacht. Eilish steht von heute auf morgen mit ihren Kindern und einem dementen Vater alleine da. Das Buch beschreibt sehr gut und dystopisch, wie sich eine autoritäre Regierung schnell auf das Leben in einem Land und den Einzelnen auswirkt.

Leider konnte mich der Schreibstil von Paul Lynch nicht erreichen und das Lesen fiel mir doch sehr schwer. Sätze, die mir endlos lang erschienen und Gespräche ohne wörtliche Rede kamen noch hinzu. Die Thematik des Buches war dennoch aktuell, da die Welt in immer mehr Teilen von solch totalitären Regimes regiert wird.

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