Kunden em pfehlungen
Rezensionen von FogandBooks:
Zwischen Winterstürme und Herzflammen
Forever Never von Lucy Score
Lucy Score entführt uns in "Forever Never" auf eine kleine, verschneite Insel in Michigan, auf der die Naturgewalten nicht nur in Form von Schneestürmen, sondern auch durch die kraftvollen Persönlichkeiten der Protagonisten, Remi und Brick, spürbar werden. Der tiefste Winter scheint perfekt geeignet, um die Eisberge zwischen den beiden Hauptcharakteren zu spiegeln, die auf dieser winzigen Insel in einem emotionalen Schneesturm gefangen sind.
Das Buch ist ein wahres Paradies für Fans von Slow-Burn-Romanzen und prickelnden Momenten. Die Beziehung zwischen Remi und Brick entwickelt sich gemächlich, aber intensiv, und genau das macht den Reiz aus. Herzen werden gebrochen und wieder zusammengesetzt, während die Leserinnen und Leser in ein Wechselbad der Gefühle eintauchen. Die langsame Entwicklung der Beziehung gibt der Geschichte die nötige Tiefe, um echte emotionale Bindungen zu den Charakteren aufzubauen.
Allerdings startet die Geschichte etwas schleppend. Der Anfang zieht sich in die Länge und lässt einen fast zweifeln, ob sich die Geduld lohnen wird. Doch wer durchhält, wird im letzten Drittel belohnt. Hier wird das Tempo deutlich angezogen und die Ereignisse überschlagen sich förmlich. Die Spannung zwischen Remi und Brick erreicht ihren Höhepunkt, und die Enthüllungen über Remis Rückkehr auf die Insel fügen der Geschichte eine zusätzliche Dimension hinzu, die den Leser mitreißt. Der Spannungsbogen spannt sich immer weiter, bis er schließlich in einem emotionalen Feuerwerk gipfelt.
Lucy Scores Schreibstil ist ein weiteres Highlight des Buches. Sie versteht es, die Dynamik zwischen Remi und Brick lebendig und realistisch darzustellen. Die Art und Weise, wie die beiden Charaktere miteinander umgehen – unfähig, miteinander oder ohneeinander zu sein – wird meisterhaft eingefangen und sorgt für zahlreiche Momente, in denen man als Leser sowohl schmunzelt als auch mit den Augen rollt.
Zur Mitte des Buches hin kommt dann endlich die ersehnte Erlösung: Remi und Brick finden zueinander. Das Katz-und-Maus-Spiel, das die beiden treiben, ist so intensiv, dass man als Leser selbst fast den Verstand verliert. Die Spannung zwischen ihnen ist greifbar und treibt die Geschichte unaufhaltsam voran.
Insgesamt überzeugt "Forever Never" trotz einiger Längen zu Beginn. Die Geschichte entfaltet sich langsam, aber intensiv, und belohnt die Geduld der Leserinnen und Leser mit einer explosiven letzten Hälfte. Die Kombination aus fesselnden Charakteren, einem bildhaften Setting und einem prickelnden Spannungsbogen macht das Buch zu einer empfehlenswerten Lektüre für Fans von Slow-Burn-Romanzen. Deshalb vergebe ich 3,5 von 5 Sternen.
Rezensionen von Lena:
Kuscheliger bester Freund
Haibär Hicks - Ein Kuscheltier hat Schluckauf von Nini Alaska
Selma und Haibär Hicks zwei beste Freunde die kaum unterschiedlicher sein könnten. Selma ist ein 4 jähriges aufgeschlossenes Mädchen und Haibär ein Kuscheltier mit einem Reißverschluss Mund. Mit Haibärs Hilfe erkundet Selma die Welt, schaut gruselige Filme, fährt verbotener Weise Fahrstuhl usw.
Manchmal isst der kleine Hai auch Selmas verhasstes grünes Gemüse. Wie kann man diesem süßen Duo auch nur böse sein?
Ich habe Haibär Hicks liebend gerne vorgelesen und es war auch für das Kind ein tolles Erlebnis. An mehreren Abenden haben wir gespannt mitverfolgt was Selma und Haibär alles gemeinsam erleben. Wunderschöne Illustrationen und die tolle Wortwahl haben dazu eingeladen eine schöne gemeinsame Zeit zu erleben. Es ist kindgerecht gestaltet und macht einfach nur Spaß. Das war bestimmt nicht das letzte Mal, dass ich das Buch vorgelesen habe!
Für alle kleinen Weltenentdecker eine klare Leseempfehlung. Meiner Meinung nach schon im Kindergartenalter geeignet.
Rezensionen von peedee:
Auswirkungen der Vergangenheit
Inselsommer auf Sylt von Julia K. Rodeit
Inselträume auf Sylt, Band 2: Fentje Jannen liebt ihr zurückgezogenes Leben auf ihrem Selbstversorgerhof. Sie hat ein Geheimnis, über das nicht einmal ihre Freunde Bescheid wissen. Als sie beim Joggen mit dem Fuss umknickt, eilt ihr ein Mann zu Hilfe. Wie sich herausstellt, handelt es sich dabei um Dominik Thannheimer, den erfolgreichen Skirennläufer! Er macht Urlaub auf Sylt und brütet über einem Problem.
Da ihm Fentje gleich gefällt, möchte er sie gerne näher kennenlernen. Kann Fentje ihren Verteidigungsschutzwall so weit abbauen, dass Dominik eine Chance hat?
Erster Eindruck: Ein sehr schönes Cover mit dem Picknickkorb am Strand (nur der Seestern und die Muscheln sehen „draufmontiert“ aus, das gefällt mir nicht).
Dies ist Band 2 der Reihe, kann jedoch ohne Kenntnis des Vorgängerbandes gelesen werden. Da ich erst vor ein paar Tagen Band 1 gelesen habe (nachdem ich mit Band 4 in die Reihe eingestiegen bin), war ich noch ganz im Sylt-Modus.
Fentje hat einen kleinen Hof mit ein paar Hühnern, einem Esel und baut Gemüse an – sie lebt sehr zurückgezogen. Es ist sehr rücksichtsvoll, dass ihre Freunde auf Sylt da nicht weiter nachhaken, womit sie eigentlich ihr Geld verdient, denn es ist wohl allen klar, dass sie mit ihrem Selbstversorgerhof kaum genügend Geld für den Lebensunterhalt verdient. Sie respektieren, dass die Zeit noch nicht reif ist, um das Geheimnis zu lüften.
Dominik ist es gewohnt, dass ihn viele Menschen erkennen, auch wenn er sich abseits der Skipisten bewegt. Aber er weiss auch, dass ihm ein zweifelhafter Ruf in punkto Frauenbekanntschaften vorauseilt. Er will Fentje zeigen, dass dies nicht der Wahrheit entspricht – er ist nicht so, wie ihn die Medien zeigen. Er spürt, dass sie etwas zurückhält. Was ist es? Und an welchem Problem knabbert er selbst?
Kontrolle abgeben, Vertrauen, Vergebung, Liebe, Freundschaft – von allem ein bisschen. Fentje und Dominik haben mir sehr gut gefallen. Beide haben ihr Päckchen zu tragen, wie das halt auch im wahren Leben so ist. Auch die Begegnung mit ihren Freunden fand ich sehr schön. Es ist ein bunter Haufen mit unterschiedlichen Charakteren – ich mag sie alle! Meine Lieblingsfigur war jedoch dieses Mal Frauke, die Mutter von Fentjes Freundin Anne. Ein weiterer lesetechnischer Besuch auf Sylt ist zu Ende – von mir gibt es wiederum 5 Sterne und ich freue mich auf Band 3.
Rezensionen von Claudia R.:
schnell und einfach
Einfach gesund kochen für Kinder von Susanne Dorner
Klappentext / Inhalt:
Mit diesem Kochbuch meistert man den Familienalltag ganz spielerisch. Die abwechslungsreiche und auch für Anfänger geeignete Küche trägt zu einer ausgewogenen Ernährung von Kindern jeder Altersstufe bei. Ob Gemüse-, Nudelgerichte, Rohkost, Snacks oder zuckerarme Desserts – hier finden Eltern einfach alles für ihre Kids, von Frühstück über Mittagessen bis Abendessen: Avocado-Sandwiches, Grießbrei, cremiges Porridge, feine Tomatensuppe, Gemüsewaffeln, Kichererbsen-Eintopf, zarte Rinderroulade, herzhafte Lasagne, gebackene Ananas und vieles mehr! Ernährungstipps, Küchentricks und Zutateninfos ergänzen dieses unkomplizierte Familienkochbuch perfekt.
Cover:
Helle Farbtöne lassen das Cover frisch und leicht wirken. Kleinere Häppchen und Gerichte sind erkennbar und es ist zugleich nicht zu voll gestopft oder überfüllt, sondern macht einen schönen Eindruck und macht Lust auf dieses Kochbuch.
Meinung:
Einfache, schnell Gerichte, die Kinder ansprechen und leicht nachzumachen sind. Gerichte für und mit Kindern, schnell und leicht umgesetzt. Eine große Vielfalt an unterschiedlichen Gerichten wird hier geboten, zumal viele dabei auch farblich und von den Dekoration so angepasst wurden, dass sie auch den Kleinsten viel Freude bereiten. So gibt es Roboter Gemüse oder Mäuse Toast und bunte Kuchen, aber auch Hühnernuggets, Köttbullar und vieles mehr ist hier zu finden.
Es wird alles sehr gut verständlich und nachvollziehbar beschrieben und erklärt. Die Anleitungen sind Schritt für Schritt und gut verständlich umgesetzt. So kann man die einzelnen Schritte gut nachvollziehen. Auch die Inhaltsangaben und die benötigen Zutaten sind auf einen Blick gut zu erkennen.
Die Gerichte sind schnell und leicht gemacht und gemeinsam mit den Kindern umsetzbar, aber auch für Kochanfänger gut zu verstehen und nachzumachen.
Toll kleine, aber auch Gerichte für den größeren Hunger, aber auch für Zwischendurch sind hier zu finden. Für jeden Geschmack ist hier war dabei.
Auch die Bilder sind toll gewählt und sprechen an. So machen die tollen Illustrationen Appetit auf das Gericht und Lust darauf es selbst auszuprobieren.
Ein tolles Kochbuch mit leckeren Gerichten für Kinder, aber auch um die Kinder gut mit einzubinden. Leckere Rezepte für den ganzen Tag vom Frühstück bis zum Abendbrot.
Fazit:
Vielfältige, einfache und schnelle Gerichte für Kinder, aber auch Erwachsene werden hier tolle Ideen für sich finden.
Rezensionen von Nele33:
gelungene Fortsetzung
Furcht von Sven Petter Naess
Bei "Furcht" handelt es sich um den zweiten Band um den norwegischen Ermittler Kommissar Harinder Singh, ein Kommissar, der in zwei Kulturen zu Hause ist.
Als seine Nichte Amandeep Kaur, die in Schottland studiert, verletzt aus einem Fluss gezogen wird, steht es nicht zur Debatte und Harinder fliegt nach Edinburgh, um ihr beizustehen.
Sein Chef bittet ihn nachdrücklich darum, sich nicht in die Ermittlungsarbeit der schottischen Kollegen einzumischen. Dies ist alleine schon durch Harinders Charakter unmöglich und führt zu einigen Unstimmigkeiten. Es stellt sich heraus, dass ein Erschossener auf einem Osloer Parkplatz mit den Taten in Edinburgh in Verbindung stehen könnte.
Harrinders Nichte hat einen bewegten Lebenslauf, der übers Militär, Bedienung und nun BWL Studentin gibt einiges zum Recherchieren für seine Kollegin her. Das, was Harinder während seiner Ermittlungen herausfindet, soll sich als Drama für seine gesamte Familie herausstellen.
Ebenso wie der erste Band konnte mich der kurzweilige und gleichzeitig spannende Schreibstil des Autors schnell fesseln. Die Informationen zur Sikh-Tradition haben mir sehr gefallen und meinen Horizont erweitern.
Die Charaktere waren mir aus Band 1 schon bekannt und durch die tieferen Einblicke ins Privatleben von Singh, wurde er mir noch sympathischer. Ebenso seine Osloer Kollegin, die immer hinter ihm steht, auch wenn der Chef es nicht gerne sieht. Ein stimmiger und spannender Kriminalfall in zwei Ländern.
Ein toller 2. Band, sodass ich mich jetzt auf den dritten im Januar 2025 freue und vergebe eine klare Leseempfehlung.
Rezensionen von Petra:
Gelungene Mischung
Agency for Scandal von Laura Wood
Dieser Roman ist eine gelungene Mischung aus Cosy Crime und Regency Romance. Ich hatte weniger erwartet und bin angenehm enttäuscht. Ich mag Regency Romane gern, vor allem weil darin meistens der Wortwitz, die frechen Dialoge eine große Rolle spielen. Hier geht es ein wenig um mehr. Das Schicksal der Frauen im ausgehenden 19.
Jahrhundert, auch wenn sie gutsituiert verheiratet waren, hatten sie weniger als Nichts. Denn durch die Eheschließung ging die Verfügungsgewalt über ihr ganzes Leben vom Vater oder Bruder auf den Ehemann über. Da die Ehen in den besseren Gesellschaftsschichten arangiert wurden, hat sich selten etwas für die Frauen geändert. Im schlimmsten Fall kamen sie vom Regen in die Traufe. Auch wenn sie einen guten Ehemann hatten, ändert das aber nichts an dem mangelnden Mitspracherecht über die Lebensumstände das Geld oder die Erziehung der Kinder.
Die Autorin weist auf diese Missstände hin und eine Gruppe von Frauen mit dankbarer Unterstützung von anderen arbeitet daran diese Situation wenigstens für einige zu ändern. Es sind gleichzeitig auch moderne Themen wie queere Beziehungen die sie nebenbei anspricht.
Das alles geschieht mit einer Leichtigkeit und einem feinen Humor, mit sehr viel Respekt für die einzelne Person das es ein Vergnügen war der Story zu folgen.
Im Vordergrund stehen die Machenschaften eines Mannes dem die Geheimgesellschaft mit Hilfe eines Mannes das Handwerk legt.
Ich habe das Buch in einem Rutsch durch gelesen und muss sagen es ist nicht nur für jüngere LeserInnen, sondern meiner Meinung nach für alle die einen guten und teilweise überraschenden Plot mögen.
Rezensionen von Claudia R.:
Glück und Mut
Der Glückliche Löwe (Pappbilderbuch) von Louise Fatio
Klappentext / Inhalt:
Es war einmal ein glücklicher Löwe. Der wohnte nicht in Afrika, sondern im Park eines freundlichen Städtchens. Alle Leute mochten ihn gerne und brachten ihm Leckerbissen. Er war ein glücklicher Löwe. Als die Tür zu seinem Käfig eines Tages offen stand, beschloss der Glückliche Löwe, seinen Freunden in der Stadt einen Besuch abzustatten .
.. Diese Geschichte ist längst ein Klassiker der Kinderliteratur und wurde als erstes Bilderbuch mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet.
Cover:
Das Cover zeigt einen mächtigen und sehr freundlich dreinblickenden Löwen. Der Hintergrund ist in einem kräftigen Rot gewählt.
Meinung:
Die Geschichte vom glücklichen Löwen ist kreativ und auch tiefgründig umgesetzt. Eine Geschichte von Veränderungen, Routine und Mut, aber auch Freundschaft und Besonderheiten.
Es handelt sich hierbei um ein Pappbuch. Leider hat es an den rändern und Kanten einige Schwachstellen, so dass dort sehr schnell die Farbe und das Material nachlässt, was ein wenig schade ist. daher konnte mich die Qualität und das Material leider nicht ganz überzeugen.
Die Pappseiten sind sehr schön gestaltet und abwechselnd werden hier bunten Zeichnungen und Skizzen, aber auch schwarz-weiß Illustrationen verwendet. Die Zeichnungen geben das Gelesene sehr gut wieder und setzen die Geschichte sehr gut um.
Der Text und auch das Text-Bild-Verhältnis sind gut gewählt. Anfangs fand ich die Schriftgröße etwas klein für ein Pappbuch, aber auch daran gewöhnt man sich schnell.
Die Geschichte ist verständlich umgesetzt und baut zugleich eine gute Spannung auf, bringt aber auch eine gewisse Tiefe mit. Eine Geschichte, die nachdenklich stimmt und Themen, wie Mut, Veränderungen und Freundschaft mit einbaut.
Fazit:
Eine glückliche und mutige Geschichte.
Rezensionen von Peachybookdreams :
Leider nicht mein Fall
Skyhunter - A Silent Fall von Marie Lu
Darum geht’s: Alle Regionen bis auf Mara wurden von der Karensa Föderation eingenommen. Nach Jahrelangen kämpfen ist es nur eine Frage der Zeit bis die Föderation ein letztes Mal zuschlägt. Doch als ein schweigsamer Kriegsgefangener hingerichtet werden soll, setzt sich die einst selbst geflüchtete Talin die nun zu den Strikern gehört, für den jungen Mann ein.
Nicht wissend, dass Red vielleicht der Schlüssel sein könnte, um die Föderation zu stoppen.
Ich habe bereits Warcross von Marie Lu gelesen, dass mich damals absolut umgehauen hat. Dementsprechend bin ich mit einer recht hohen Erwartung an das Buch herangegangen, nur konnte Skyhunter mich nicht so packen wie erhofft.
Zuerst das Positive: Marie Lu schreibt tolle Charaktere die Menschen unterschiedlicher Herkunft, Sexualität und auch Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen beinhalten. Gerade die Repräsentation von Behinderungen ist unglaublich wichtig um Alten Stigmatisierungen und Ableismus entgegenzuwirken. Zum Beispiel ist es einfach richtig cool das die Hauptkommunikation die von den Strikern und unserer stummen Hauptprotagonistin benutzt wird die Zeichensprache ist.
Was mir auch gefallen hat, sind die Geister die schon echt gruselig beschrieben werden und auch die Kämpfe sind dementsprechend brutal ausgefallen. Die stumme Kommunikation und die trainierte Synchronizität, welche die Striker beherrschen müssen, um die Geister zu besiegen ist schon sehr episch.
Nun leider das negative: Die Storyline konnte mich überhaupt nicht fesseln, es war einfach nichts Neues für mich und es war etwas vorhersehbar in welche Richtung die Geschichte gehen wird. Ich hatte stellenweise ein Déjà-vu, Sätze wurden oft wiederholt und an einem Punkt hatte ich das Gefühl das mir die Geschichte eher mit Worten von den Protagonisten erklärt wird als durch taten gezeigt. Genau diese Stellen hätte man meiner Meinung nach nutzen können, um das Worldbuilding weiter auszubauen. Mir haben einfach detailliertere Beschreibungen der Welt gefehlt. Nur teile der Geschichte, konnte ich mir deshalb Bildlich vorstellen.
Fazit: Skyhunter ist definitiv kein schlechtes Buch, die Charaktere sind wunderbar und sympathisch aber das Worldbuilding und die Entwicklung konnten mich persönlich einfach nicht abholen.
Rezensionen von Claudia R.:
fantastisch ...
Die Oaknight-Chroniken (Bd. 1) von A. E. Leinkenjost
Klappentext / Inhalt:
Als ihre Eltern verschwinden, entdecken die Adelszwillinge Scott und Scarlett ein bisher gut gehütetes Familiengeheimnis: Sie stammen von einer langen Linie von Werwolfjägern ab! Ist dieses Vermächtnis vielleicht der wahre Grund dafür, warum ihre Eltern niemals von ihrer letzten Reise zurückgekehrt sind? Da bleibt nur eines – sich Hals über Kopf von Familienbutler Hamish ausbilden lassen und gemeinsam mit ihm in das geheimnisvolle Dorf reisen, in dem ihre Mutter und ihr Vater das letzte Mal gesichtet wurden.
Dort stoßen sie auf die mysteriöse Spur einer legendären Bestie …
Cover:
Das Cover wirkt gefährlich, geheimnisvoll und verspricht ein spannendes und fantasievolles Abenteuer zu beherbergen. Die Charaktere sind toll gezeichnet und auch der Rahmen, Hintergrund und die Strukturen binden das Ganze sehr schön ein. Die Wolfsstruktur und auch der große Mond machen es sehr geheimnisvoll und das Gesamte ist sehr ansprechend umgesetzt, so dass die Neugier hier auf jeden Fall geweckt wird. Optisch und auch farblich ist es passend gewählt und die dunkleren und nächtlichen Kontraste passen zum Titel und der Geschichte.
Meinung:
Spannender und geheimnisvoller Auftakt, der einen schnell in seinen Bann zieht. Scarlett und Scott werden in Geheimnisse und Mysterien hineingezogen, die sich einem erst nach und nach erschließen.
Daher möchte ich hier von den Wendungen und Inhalten noch nicht allzu viel verraten und lege jeden Jugend- und Fantasyfan dieses Buch ans Herz.
Die Charaktere sind gut durchdacht und detailreich entworfen. Besonders in Scarlett und Scott findet man sich sehr gut und schnell hinein. Durch die wechselnden Perspektiven der Beiden wird Spannung und auch Tempo aufgebaut. Die kurzen Kapitel machen es sehr temporeich und auch angenehm lesbar. Nicht nur die Perspektiven von Scott und Scarlett, sondern auch einige weitere werden mit eingebaut, sind aber sehr gut durch kleine Anfangssymbole und Erwähnungen erkennbar.
Struktur, Gestaltung und Gliederung hat mir sehr gut gefallen und wurde toll umgesetzt.
Richtig toll ist auch der fantastische Farbschnitt des Buches, welcher das Gesamtbild sehr schön abrundet. Zwischendurch sind auch einige Bilder besonderer Kreaturen eingefügt, was das ganze noch besser vorstellbar macht.
Die Geschichte ist geheimnisvoll und spannend aufgebaut und zudem sehr unterhaltsam. Die Hintergründe sind sehr gut durchdacht und man findet aufgrund der bildlichen Erzählweise sehr gut und Handlungen und Geschehnisse hinein und auch die Charaktere wachsen einem schnell ans Herz.
Eine wundervolle Jungend-Fantsygeschichte und ein gelungener Auftakt, der neugierig auf mehr macht.
Fazit:
Spannender und geheimnisvoller Auftakt, der einen schnell in seinen Bann zieht.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Hat mich gut unterhalten
Der Salon der kühnen Frauen von Clare Pollard
Clare Pollard entführt uns in das 17. Jahrhundert nach Versailles. Es ist die Zeit des höfischen Absolutismus und des Herrschaftsanspruch aus Gottesgnadentum, als dessen wichtigster Vertreter Frankreichs König Ludwig XIV. (1638-1715), den man auch als Sonnenkönig kennt, gilt.
Während Männer wie Kardinal Jules Mazarin (1602-1661) am französischen Hof direkt auf die Politik des Königs Einfluss nehmen können, ist dies den Damen verwehrt.
Sie sollen hübsch anzusehen sein, ihm willig zur Verfügung stehen und sonst sich ja nicht politisch betätigen.
Eine Gruppe gewiefter Damen gründet einen Literatursalon, zu dem zunächst nur Damen Zutritt haben. Man schwätzt und tratscht und schmiedet dennoch die eine oder andere Intrige. So begegnen wir der unter anderem der abgelegten Mätresse des Königs, Olympia Mancini (1639-1708), Nichte von Kardinal Mazarin und Mutter von Prinz Eugen von Savoyen (1663-1736). Olympia ist darin eine Meisterin. Ihr bevorzugtes Ziel ist die aktuelle Mätresse Mademoiselle de La Vallière (1644-1710).
Man erzählt sich Märchen, die uns bekannt vorkommen. Einige der Damen dichten selbst und geben allerlei Geschichten und Reime zum Besten. Auch die eine oder andere pikante Story aus Versailles wird leicht verfremdet als „Märchen“ dargeboten.
Als man sich dann später doch ein wenig langweilt, dürfen ausgesuchte Männer den elitären Zirkel mit Anwesenheit und Geschichten erfreuen.
Meine Meinung:
Die Idee zu dieser skurrilen literarischen Geschichte hat mir recht gut gefallen. Ursprünglich habe ich etwas anderes erwartet, nämlich einen geschlossenen historischen Roman, in dem die erzählten Märchen nur eine untergeordnete Rolle spielen. Trotzdem hat mir das Buch gefallen. Es ähnelt ein wenig Giovanni Boccaccios Werk „Il Decamerone“, in dem sich eine geschlossene adelige Gesellschaft während der Quarantäne während der Pestepidemie um 1348 in Florenz, mehr oder weniger schlüpfrige Geschichten erzählen.
Bei Clare Pollard werden allerdings Märchen erzählt, die die meisten von uns aus dem Märchenbüchern der Gebrüder Grimm und Erzählungen unserer Kindheit kennen. Natürlich werden diese Geschichten nach französischer Art erzählt. Bei welchen Quellen die Autorin Anleihen genommen hat, kann auf den Seiten 287 und 288 nachlesen.
Zwischen den einzelnen Märchen erfahren wir einiges über das Leben bei Hofe sowie über diverse Les Liaisons Dangereuses. Denn was Männern erlaubt ist, ist für Frauen meistens verboten. Die meisten außerehelichen Verhältnisse (mit dem König) werden von den Ehemännern toleriert, vor allem dann, wenn sie von großem Nutzen sind. Trotzdem sind die Frauen stets in Gefahr, von ihren Männern wegen Untreue verstoßen zu werden. Für fremdgehende Männer gilt das nicht, denn sie sind die Norm.
Das eine oder andere, wie die Operation der Analfistel des Königs, wird mehrfach erwähnt. Für die damalige Zeit, ohne Narkose und Antibiotika und Hygiene, vermutlich eine chirurgische Meisterleistung, denn der Patient hat überlebt!
Die Beschreibung der Lebensumstände ist opulent gelungen. Man kann förmlich das Odeur der ungewaschenen Königs (angeblich hat er in seinem Leben nur drei Mal gebadet.) riechen. Die Dekadenz der Adeligen, deren Intrigen und Ränkespiele sind sehr gut beschrieben. Da wundert es nicht, dass sich der Volkszorn 1789 in einer blutigen Revolution entlädt, die Ludwig XVI. und Marie Antoinette den Kopf kosten.
Der Schreibstil ist charmant, stellenweise frivol manchmal ins Vulgäre abgleitend und an manchen Stellen recht modern.
Die Anzahl der auftretenden realen Charaktere ist recht hoch, so dass der eine oder andere Name vielleicht nachgelesen werden muss. Um sich zurecht zu finden, gibt es zu Beginn des Romans ein Personenverzeichnis.
Das einzige, das mir missfallen hat ist die Haptik des Covers. Es fühlt sich gummiartig an, was möglicherweise Samt imaginieren soll. Ich habe den Schutzumschlag während des Lesens zu Seite gelegt.
Fazit:
Auch wenn ich ursprünglich etwas anderes erwartet habe, hat mich das Buch gut unterhalten.











