Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Anndlich:
Atmosphärischer Roman
In den Farben des Dunkels von Chris Whitaker
Patch rettet ein Mädchen vor der Entführung, doch dann ereilt ihm dieses Schicksal.Seine beste Freundin Saint kommt nicht mehr zur Ruhe und macht sich auf die Suche nach Patch. Dieser wird allein in einem dunklen Raum gefangen gehalten, bis Grace zu ihm kommt und ihm dabei hilft, diese schwere Zeit zu überstehen.
Patch gelingt die Befreiung, doch nun ist er gefangen von seinen inneren Dämonen, denn niemand glaubt ihm, dass es Grace wirklich gab. Er beginnt ein Leben auf der Suche nach Grace und Saint sucht mit.
In den Farben des Dunkels von Chris Whitaker ist ein Roman der sich mit dem Schicksal und der großen Liebe beschäftigt und dabei eine bedrückende, düstere Atmosphäre erschafft. Gerade der Beginn konnte mich sehr schnell einnehmen und war packend geschrieben. Die Charaktere waren interessant und vor allem Patch konnte meine Sympathien gewinnen, sodass sein Schicksal mir nicht egal war und manchmal hätte ich ihn gerne geschüttelt.
Die Geschichte selbst konnte mich auch einnehmen, vor allem gegen Ende wurde es nochmal spannend, jedoch gab es bis dahin auch einige Längen und Stillstände, die ein zähes Lesegefühl hinterließen, obwohl ich unbedingt wissen wollte, welches Schicksal Saint und Patch bereit liegt. Das fulminante Ende, war mir aufgrund einiger Wendungen schon fast zu kompakt.
Rezensionen von Romy:
Das fehlende Puzzleteil...
Das größte Rätsel aller Zeiten von Samuel Burr
Clayton Stumper wird als Säugling vor der Tür einer Gemeinschaft von schrulligen Rätselmachern ausgesetzt und von deren Vorsitzenden, Pippa Allsbrook, wie ihr eigenes Kind aufgezogen. Fünfundzwanzig Jahre später, nach Pippas Tod, wird Claytons Bedürfnis, seine wahre Herkunft aufzudecken, immer größer.
Anhand der Rätsel, mit denen Pippa ihm den Weg leitet, macht er sich auf die Suche nach seinen Wurzeln und lernt dabei besondere Menschen und vor allem sich selbst kennen.
In abwechselnden Kapiteln wird die Geschichte einerseits in der Vergangenheit aus Pippa Allsbrooks Sicht und andererseits in der Gegenwart aus Clayton Stumpers Sicht erzählt, bis beide Handlungsstränge gemeinsam Stück für Stück das fehlende Puzzleteil von Claytons Herkunft offenlegen. Auch wenn das Buch aus meiner Sicht keine rasanten Wendungen oder einen großen Spannungsaufbau hat, haben mich die kurzen Kapitel aus wechselnder Sicht und die liebevoll gestalteten Charaktere davon abgehalten das Buch aus der Hand zu legen.
Während einige Charaktere der Rätselgemeinschaft eher blass bleiben, habe ich die Hauptcharaktere Pippa und Clayton sowie ein paar Nebenpersonen sehr schnell liebgewonnen. Mit seinem besonderen, kreativen und präzisen Schreibstil hat es Samuel Burr geschafft, mir stets ein plastisches Bild der Charaktere vor Augen zu zaubern.
Wie ein roter Faden ziehen sich die kleinen Rätsel durch das Buch und sind durchaus auf einem Niveau, dass man sie als Normalsterblicher (und ohne ein Rätselmacher zu sein) lösen kann. Falls man selbst nicht direkt auf die Lösung kommt, werden die Rätsel innerhalb der Geschichte aufgelöst. Sehr schön fand ich auch, dass die Kapitel aus Claytons Sicht mit einem Worträtsel aus Pippas Kreuzworträtsel beginnen und die Antwort immer mit dem aktuellen Kapitel und Claytons Erfahrungen und Erkenntnissen in Verbindung stehen.
Fazit: eine atmosphärische, cozy Geschichte, die ich sehr gerne gelesen habe, die meine Erwartungen nach spannungsvollen und mysteriösen Elementen jedoch nicht ganz erfüllt hat.
Rezensionen von Sophie H.:
Buchmagie
Die magische Bibliothek der Buks 1: Das Verrückte Orakel von Nina George; Jens J. Kramer
Die vier Freunde Finn, Nola, Mira und Thommy leben in einer Zeit, in der es nur Regeln gibt und in der jeder Schritt vom Ministerium mit einer App namens HierBinIch überwacht. Die Kinder arbeiten in der Schule nur noch am Tablet. Schulbücher gibt es nicht mehr. Besser gesagt: Bücher gibt es überhaupt nicht mehr.
Bücher sind verboten und man darf auch nicht über sie sprechen, denn Geschichten und Phantasie verwirren nur die Gemüter.
Und dann sind da die Buks, ein kleines, merkwürdiges Volk mit leuchtenden Telleraugen, das seit Jahrtausenden in einer geheimen Bibliothek lebt und dort alle Bücher bewahrt. Doch sie kommen an ihre Grenzen. Die Bücher sind von einer merkwürdigen Krankheit befallen und die Buchstaben verschwinden nach und nach. Eines Tages entdecken Finn, Nola, Mira und Thommy die geheime Bibliothek. Werden sie den Buks helfen können? Doch da ist noch das stets wachsame Ministerium!
Schon das Buchcover hat mich sehr angesprochen. Die merkwürdigen Wesen, die in den Bücherregalen zwischen den Büchern hocken, machen neugierig. Genauso neugierig hat mich die Geschichte von der ersten Zeile an gemacht. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und kann nun Teil 2 kaum abwarten. Einerseits handelt es sich bei der Magischen Bibliothek der Buks um ein spannendes Abenteuer, andererseits macht die Geschichte aber auch nachdenklich: Was passiert mit den Kindern, mit uns Menschen, wenn wir nicht mehr lesen? Sind wir leichter manipulierbar, wenn wir verlernen uns die Frage „Was wäre, wenn?“ zu stellen?
Viel Spaß hat mir auch die Sprache gemacht, die Nina George verwendet. Die Buks haben überaus komische Namen, über die ich manchmal auch ein wenig länger nachdenken musste, bis ich sie verstanden habe. Und sie sprechen auch ihre eigene Sprache, die wir Menschen aber auch ohne Probleme verstehen.
Dieses Buch hat mir ein überaus großes Lesevergnügen bereitet und ich kann es voll empfehlen!
Rezensionen von nessabo:
Eine Fünfzehnjährige mit Suizidgedanken trifft auf einen dementen Rentner und es entsteht die allerschönste Beziehung
Der Bademeister ohne Himmel von Petra Pellini
[TW: Demenz, Suizid(-gedanken), Unfall, Tod]
Zum Hörbuch: Das war die bislang beste Sprechperson für mich! Marie-Isabel Walke ist unfassbar talentiert darin, ihre Stimme für die einzelnen Charaktere zu verändern. Ob der polnische Akzent Ewas oder der etwas knurrige Tonfall Huberts - alle kann sie perfekt einfangen, was das Hören zu einem so angenehmen Erlebnis macht.
Ich hatte nur bei den erwachsenen Frauen wie Lindas Mutter, dem Nachtfalter oder Kevins Mutter manchmal Schwierigkeiten, sie auseinanderzuhalten. Sie spielen ja aber auch keine so große Rolle. Die Übergänge zwischen den Kapiteln waren flüssig, allerdings hätte es mir geholfen, wenn die Kapitel auch sprachlich benannt worden wären, um organisch Hörpausen einlegen zu können. Alles in allem aber ein echter Hörgenuss und ich muss als Vielleserin zugeben, dass das Erlebnis beim Lesen weniger gut gewesen wäre, weil ich die Stimmen selbst nicht variiert hätte.
Zum Buch selbst: „Der Bademeister ohne Himmel“ ist ein Wohlfühlroman, obwohl er so viele traurige Elemente in sich trägt.
Die fünfzehnjährige Linda hat konkrete Suizidgedanken, doch Hubert und Kevin halten sie im Leben. Hubert ist dement und wird zuhause von Ewa gepflegt. Die Polin hat ein großes Herz und kümmert sich mit viel Hingabe um ihn. Manchmal scheint sie jedoch Huberts Bedürfnissen in einer Welt, die ihm zunehmend fremd wird, mit ihrer direkten Art nicht ganz nachkommen zu können. Hier kommt Linda ins Spiel, die mit ganz viel Herz, Ernsthaftigkeit und Respekt eine enge Bindung zu ihm aufbaut. Ihr Freund Kevin wiederum leidet unter Weltschmerz und verbringt sehr viel Zeit zurückgezogen vor dem PC.
Petra Pellini hat hier eine so feinfühlige Erzählung geschaffen, die Würde in der Pflege sowie ganz besondere Verbindungen in den Fokus nimmt. Ewa ist bereits eine tolle Pflegerin und wirklich absolut herzliche Figur. Linda hat aber einfach einen so ehrlichen Kontakt auf Augenhöhe zu Hubert, dass ich immer wieder den Eindruck hatte, sie kann auf diesem Wege mehr zu ihm durchdringen. Wenn Hubert sich nicht mehr an seine Hochzeit erinnert, ändert Linda die Strategie und führt ihn mit eigenen Erzählungen wieder auf sicheres Terrain. Befindet sich Hubert wieder in seiner Zeit als Bademeister, bläst sie eben mit ihm Schwimmflügel auf. Nie vermittelt sie ihm das Gefühl, schockiert zu sein über seine Gedächtnislücken und genau das gibt ihm wohl ein Maximum an Sicherheit in dieser für ihn so beängstigenden Welt.
Nebenbei passiert aber auch noch viel mehr. Kevin hat zu kämpfen mit all den immer größer werdenden Krisen. Lindas Mutter hat einen neuen Partner, mit dem diese so gar nichts anfangen kann. Ewa lernt endlich ihre „zweite Hälfte“ kennen. Und Linda läuft tatsächlich vor ein Auto, doch am Ende kommt alles ganz anders als erwartet..
Der Schluss hat mich schockiert, weil ich ihn nicht habe kommen sehen. Dann geht auch alles recht schnell, während die Geschichte vorher deutlich langsamer war. Das passt für mich aber sehr gut, denn die intensive Zeit mit Hubert bewegte sich eben irgendwie in einer anderen Dimension.
Ein wirklich liebevolles Buch zu so schmerzhaften Themen, die von einer Autorin mit viel Erfahrung auf diesem Feld aber hervorragend eingepackt werden. Es hat mich viele Emotionen fühlen lassen und mir wieder bewusst gemacht, wie wichtig menschliche Verbindungen sind.
„Wir gleichzeitig Lebenden sind füreinander von geheimnisvoller Bedeutung.“ <3
Rezensionen von begine:
Gut gemacht
Plötzlich Stiefmutter von Marica Schroeter-Francesevic
Marica Schroeter Francesevic hat mich mit ihrem Roman Plötzlich Stiefmutter begeistert.
Gut am Anfang ging mir Alexa mit ihren Ideen ziemlich auf den Wecker.
Aber sie war lernfähig. Da fand ich es ganz lustig, wie sie mit der Stieftochter umging. Diese Geschichte hat die Autorin hervorragend beschrieben.
Alexa tritt von einem Fettnäpfchen ins nächste, aber sie bessert sich.
Es ist bestimmt für beide Seiten nicht einfach.Die Entwicklung ist trotz allem gut.
Das ist der Autorin gut gelungen und man wird gut unterhalten. Der Roman ist humorvoll mit ernstem Hintergrund.
Lesenswert
Rezensionen von Natalie:
Ganz ok
Three Swedish Mountain Men von Lily Gold
Daisy, eine junge Lehrerin aus England, fährt völlig überstürzt nach Schweden, um Abstand zu ihrer absolut schlimmsten Woche zu bekommen. Schlimmer kanns wohl nicht mehr kommen, bis sie fast einen Elch überfährt und mit ihrem Auto im Graben landet. Das I-Tüpfelchen ist dann noch der Ranger, der sie rettet und gleichzeitig aber als naive Touristin beschimpft.
Der aufkommende Sturm führt dazu, dass Eli und Cole Daisy mit zu ihrer Hütte nehmen. Dort trifft sie noch auf den dritten im Bunde - River… schon bald knistert es gewaltig zwischen den vieren und Daisy versucht alles, um ihr Geheimnis zu wahren.
Eine sehr spicy angehauchte Geschichte, die im tief verschneiten Schweden spielt. Das Setting ist dafür perfekt - einsame Berghütte, ein Schneesturm und drei sexy Männer. Das Buch ist nett für Zwischendurch zu lesen, mir fehlt aber der Tiefgang und der Fokus liegt für meinen Geschmack viel zu sehr auf den Sexszenen, wo ich mir bei manchen auch gedacht habe, wie Daisy das überhaupt anatomisch schafft. Wer sich von sehr viel Spice, relativ wenig Tiefgang, aber einem absolut schönen Setting angesprochen fühlt, wird das Buch lieben.
Rezensionen von Natalie:
Gelungener Auftakt
Das Dickicht von Nikolas Kuhl; Stefan Sandrock
Juha Korhonen und sein Kollege Lucas «Lux» Adisa vom LKA Hamburg werden zu einem Entführungsfall hinzugezogen. Bald schon fallen Juha Parallelen zu einem 20 Jahre alten Fall auf. Damals wurde ein vierzehnjähriger Junge entführt, der nur noch tot in einer Kiste im Wald aufgefunden werden konnte. Der Täter beging kurz darauf Selbstmord.
Nach und nach fallen immer mehr Ungereimtheiten in dem alten Fall auf und das Ermittlerduo stellt sich die Frage, ob damals tatsächlich der richtige Täter geschnappt wurde. Bereits der damalige Kommissar arbeitete auch nach Abschluss des Falls weiter daran…bis er starb. Je tiefer Juha und Lux sich in den Fall einarbeiten und den Hinweisen nachgehen, desto öfter kommt der Gedanke hoch, dass Werner, der damalige Kommissar, zu recht weiterermittelt hatte…
Ein gelungener Reihenauftakt mit diesem sympathischen Ermittlerduo. Beide haben ihre Fähigkeiten und Eigenheiten, welche sie aber sehr erfolgreich zusammenarbeiten lässt. Auch das Setting wird gekonnt dargestellt und die Aufrollung bzw. die erneute Ermittlerarbeit zu diesem alten Fall habe ich als realitätsnah und sehr spannend empfunden. Die Auflösung war für mich schlüssig und doch auch überraschend, welche persönlichen Tragödien sich dahinter verstecken und schlussendlich zu dem Tod des Jugendlichen geführt haben. Ich freue mich auf weitere Fälle mit Juha und Lux - Leseempfehlung von mir.
Rezensionen von Lulu24:
Zu viel gewollt
Und dahinter das Meer von Laura Spence-Ash
Laura Spence-Ash erzählt in ihrem Debüt-Roman von Beatrix, die 1940 als 11-Jährige von ihren Eltern aus London zu einer Gastfamilie nach Boston geschickt wird, um vor den deutschen Bomben in Sicherheit zu sein. Trotz anfänglicher Ängste führt sie sich bei ihrer Gastfamilie, den Gregory, schnell wohl, baut eine enge Beziehung zur Mutter und entwickelt eine Sympathie für die Brüder Gregory und William.
Während ihres 5-jährigen Aufenthaltes wird sie immer mehr zur Tochter und Schwester, welche sich alle gewünscht haben. Umso schwerer fällt die Rückkehr nach England zur zwischenzeitlich verwitweten Mutter, welche die Trennung emotional nicht verarbeitet hat und der verlorenen gemeinsamen Zeit hinterher trauert.
Ich habe mich auf dieses Buch gefreut und erwartet, mich ein wenig in dieses traurige Kapitel der Kinderverschickung hineinfinden zu können, zumal meine Großmutter ähnliches erlebt und oft davon erzählt hat. Aber ich wurde leider enttäuscht: Beas Aufenthalt in Boston und ihre beschaulichen Sommerferien auf der kleinen Insel sowie die erwachenden romantischen Avancen der Brüder haben mit ihrer Heile-Welt Atmosphäre die Themen Krieg, Todesangst und tragische Trennung von der eigenen Familie völlig überlagert. Stattdessen bricht die große Schwermut aus, als das Leben wieder seinen Gang gehen könnte, … Anders als erwartet, sind nicht die Trennung von den Eltern und die Schwierigkeiten des Wiederaufbaus der emotionalen Bindung zur eigenen Familie das Hauptthema. Zentrale Schlüsselszenen wie die Verabschiedung oder das Wiedersehen werden eigentlich völlig ausgelassen.
Außerdem wurde ich mit den Protagonisten nicht so ganz warm: Zum einen wird alles aus der Perspektive eines allwissenden Erzählers berichtet, während eine Ich-Perspektive m.E. mehr Bindung zu Bea aufgebaut hätte. Zum anderen verliert sich die Autorin immer gerade dann in die Schilderung von Nebensächlichkeiten, wenn die Geschichte die Chance böte, sich etwas näher mit den Gedanken und Gefühlen der Personen auseinanderzusetzen. Auch die extreme Kürze der Kapitel riss mich immer wieder aus den geschilderten Situationen heraus und verhinderte eine tiefergehende Anteilnahme, denn mit jedem neuen Kapitel gab es einen Perspektivwechsel. Die große Zeitspanne der Erzählung und die Vielzahl der Akteure verhinderten eine intensivere Auseinandersetzung, auch wenn es offensichtlich die Intention war zu zeigen, wie diese Episode weiterhin im Bewusstsein der Protagonisten blieb und sie nie losließ, wäre hier etwas mehr Konzentration auf das Thema Verlust und Bindung hilfreich gewesen. Laura Spence-Ash war nach vielen Erzählungen mit dem neuen Format Roman offenbar noch etwas überfordert und wollte zu viel zugleich, was dann leider auf Kosten von Fokus, Intensität und Tiefe ging. Schade!
Rezensionen von Lulu24:
Die Rätsel des Lebens
Das größte Rätsel aller Zeiten von Samuel Burr
Das Buch erzählt in zwei Zeitebenen die Geschichte zweier Menschen: die des 25-jährigen Clayton, der als Findelkind in der Gemeinschaft der Rätselmacher aufwächst, und die von Pippa seiner Ziehmutter, die diese Gemeinschaft gegründet hatte. Als Pippa stirbt, macht sich Clayton auf die Suche nach seiner Herkunft.
Dabei helfen ihm Briefe und Rätsel, die Pippa in ihren letzten Lebensmonaten vorbereitet hat, um ihn auf seiner Suche zu unterstützen.
Ein zentrales Kreuzworträtsel wird im Laufe des Buches mit Inhalt gefüllt, und bildet quasi die Analogie zum Rätsel des Lebens. Sowohl Pippas als auch Claytons Leben werden ausführlich und einfühlsam ausgestaltet, ebenso die der anderen Bewohner der Gemeinschaft. Dennoch hat mich das Buch nicht packen können. Mir war alles zu detailverliebt, verlor sich in den ausführlichen Beschreibungen der recht speziellen Protagonisten, mit denen ich nicht warm wurde. Außerdem hatte der Titel des Buches und sein Klappentext mehr Spannung und Mysterium suggeriert, so dass ich von dieser eher beschaulichen Identitätssuche eines in sich gekehrten Einzelgängers in meinen Erwartungen enttäuscht wurde.
Das schön gestaltete Cover hatte mich gleich angesprochen, steht aber leider im krassen Gegensatz zur gänzlich schmucklosen Gestaltung der Seiten: Hier hätten ein paar Illustrationen einen Eindruck von den Werken der Protagonisten vermitteln und ein bisschen die rätselhafte Atmosphäre unterstützen können.
Für mich war das Buch daher leider eine Enttäuschung, aber vielleicht bin ich auch einfach die falsche Adressatin, da ich auch ausführlichen Familiensagas nichts abgewinnen kann. Andere (geduldigere) Leser mögen das Eintauchen in Claytons Sinn- und Lebenssuche vielleicht mehr genießen.
Rezensionen von Streiflicht:
Freundschaft, Tierliebe und ein großes Abenteuer
Lulu und das Wildpony von Christine Erkens
Schon beim ersten Blick auf das Cover wusste ich, dass ich dieses Buch lesen möchte. Ich bin üblicherweise absolut keine Coverkäuferin, aber bei Kinder- und Jugendbüchern finde ich das schon einigermaßen wichtig. Dieses Cover hatte es mir auf den ersten Blick angetan und ich fand es so wunderschön gezeichnet.
Genau wie auch alle Zeichnungen im Buch, die immer wieder eine kleine Pause für das Auge ermöglichen und das Flair des Textes herrlich unterstützen.
Lulu und ihre Freundin entdecken ein wildes Pony und wollen es retten. Das ist gar nicht so einfach wie zuerst gedacht und dann muss das arme Tier auch erst wieder aufgepäppelt werden. Und was ist mit dem eigentlichen Besitzer, der das Pony dann natürlich doch wiederhaben will, obwohl er sich nicht gut gekümmert hat ...
Eine spannende Geschichte, die nicht nur jungen Pferdemädchen gefällt. Die Szenerie in Südfrankreich hat mir ebenfalls gut gefallen und passt perfekt zur Story, finde ich. Gut gefallen hat mir, dass die Geschehnisse sehr real und authentisch dargestellt werden. Dass das Tier krank ist, sich schwertut, anzukommen, die Mädchen sich Sorgen machen, die rechtliche Situation, ... Man merkt, dass die Autorin weiß, wovon sie schreibt und dass sie Tiere sehr mag. Ich fand auch den Zusammenhalt zwischen den Freundinnen, den Eltern und den Familien im Dorf ganz wunderbar. So eine Nachbarschaft wünscht sich jeder.
Das Happy End hat mir sehr gut gefallen und hat die Geschichte wunderbar abgerundet!










