Kunden em pfehlungen
Rezensionen von La Calavera Catrina:
Das weibliche Schamgefühl unterm Bullshit-Radar
Sorry not sorry von Anika Landsteiner
Ich habe das Sachbuch «Sorry not sorry» als Hörbuch gehört, gelesen von der Autorin, und das hat den persönlichen Eindruck noch verstärkt. Als würde Anika Landsteiner strukturiert in einem Podcast ergründen, worin ihre Scham wurzelt und sich verinnerlichter Diskriminierung und alten Glaubenssätzen widmen.
Dabei ist es übersichtlich in Themen aufgeteilt, die man auch durcheinander hören kann.
Die Scham zieht sich vielschichtig durch alle Lebensbereiche von Frauen: die negative Bewertung des Alterungsprozesses, Geschlechterungerechtigkeit, Frauenfeindlichkeit, Geld und seine Wertigkeit, der Beziehungsstatus, die Ehe, die Periode, ungewollte Schwangerschaft usw. Umso wichtiger finde ich dieses Hörbuch und die Botschaft, die daraus hervorgeht. Besonders, weil Landsteiner ihre Plattform nutzt, um ihre Erfahrungen mit Endometriose zu teilen und aufklärt. Allerdings blieb eine wirklich intensive Auseinandersetzung mit dem Scham für mich aus. Es wir zunehmend subjektiver, oberflächlicher, verallgemeinernder und feministischer. Trotzdem, Anika Landsteiner bricht mutig Tabus und macht einen wachrüttelnden Realitätscheck, bei dem sich garantiert jede Hörerin wiedererkennt oder Diskussionbedarf verspürt. Zum Nachdenken und neu ausrichten - einfach mal reinhören.
Rezensionen von yellowdog:
Erzählerisch schwach
Gute Politik von Peter Kurz
Ich halte nichts von Populismus, aber viel von Realpolitiker, die den Laden schmeißen. Der ehemalige Oberbürgermeister Peter Kurz ist sicherlich so jemand. Seine Erfahrungen möchte er mitteilen.
Aber so leid es mir tut, dieses Buch überzeugt mich nicht.
These folgt auf These, und keine von ihnen klingt falsch, aber es fehlen die erzählerischen Mittel, um den Inhalt zu transportieren.
Schade.
Es bleibt der Eindruck: gut gemeint!
Rezensionen von Nicole Koppandi:
Nicht ganz die Geschichte, die ich erwartet hatte
Seinetwegen von Zora Del Buono
Nach dem Lesen des Klappentextes hatte ich eine ganz andere Geschichte erwartet als diese:
Eine Frau heute in den 60er Jahren hat, als sie acht Monate alt war, ihren Vater bei einem Autounfall verloren. An ihren Vater kann sich die Autorin natürlich nicht erinnern. In der Familie wurde auch weder über den Unfall noch über den Vater gesprochen – zu schmerzlich war das Erlebte für alle.
Die Autorin erhält also keine Antworten auf Fragen nach dem Vater, die sich ihr immer wieder stellen. Sie macht sich auf die Suche nach dem Verursacher des tödlichen Unfalls, um ihn zu befragen, wie er sein Leben mit dieser Schuld verbringen konnte.
Die Autorin lässt uns teilhaben an ihrer Suche und an Recherchen, die oft ins Leere laufen. Und hier liegt auch der Grund, warum ich als Leserin etwas anderes erhalten habe als ich erwartet hatte: ich ging nämlich davon aus, dass das Buch aufzeigen wird, wie jemand mit einer so schweren Schuld sein Leben verbringen kann – doch das wird gerade nicht geboten.
Trotzdem ein nicht uninteressantes Buch, obwohl ich mir, wie gesagt, eine ganz andere Geschichte erwartet hatte.
Rezensionen von Sarah:
Call Me by Your Name Ruf mich bei deinem Namen von André Aciman
Jeden Sommer vermieten Elios Eltern ein Zimmer bei sich in ihrem Haus an der italienischen Riviera ein. Womit Elio jedoch nicht gerechnet hätte, ist, dass er in einem der kurzzeitigen Mitbewohner seine erste große Liebe finden würde. Der ältere Harvard-Absolvent Oliver scheint zunächst kein Interesse an ihm zu haben doch schon bald beginnt ein Spiel von ständiger Verführung und Zurückweisung zwischen den beiden, immer mit dem Hintergedanken, dass in 6 Wochen alles vorbei sein wird.
..
Ich habe dieses Buch gelesen, da so viele immer davon geschwärmt haben. Meine Erwartungen waren etwas verfälscht, ich habe nämlich mit einer tragischen Liebesgeschichte gerechnet, nicht mit einer Story von zwei Männern, die ständig aneinander vorbeireden. Ich finde, dass es das ganze Buch über zwischen den beiden nie richtige geknistert hat, zumindest sich konnte keine Chemie zwischen ihnen feststellen und das Buch war auch gengerell sehr anstrengend geschrieben, da Elio für sein Alter wirklich sehr naiv ist. Generell konnte ich mich mit seinem Charakter überhaupt nicht anfreunden, mit Oliver aber auch nicht. Ich fand auch das Ende sehr unemotional, mich konnte der Roman nicht überzeugen. Zudem gab es in dem Buch eine gewisse Pfirchis-Szene, die mich doch schon etwas verstört hat, diese Szene ist aber tatsächlich die einzige, die mir vom ganzen Buch wirklich in Erinnerung geblieben ist, was nicht gerade für das Buch spricht.
Rezensionen von Nele33:
Herzenswärme
Das größte Rätsel aller Zeiten von Samuel Burr
Das Buch" Das größte Rätsel aller Zeiten" von Samuel Burr hat mich sehr gut unterhalten.
Clayton, ein Findelkind, wächst in der Gemeinschaft der Rätsler und Tüftler auf, nachdem er auf der Treppe abgelegt worden ist. Seine Ziehmutter Pippa, die den Club gegründet hat, ist sehr gut charakterisiert.
Da die Geschichte auf zwei Zeitebenen spielt, kann ich Pippas Weg zur Gründung der Rätselmacher-Wohngemeinschaft von Anfang an mit verfolgen, ebenso Claytons Suche zu seiner Herkunft nach Pippas Tod. Wie es sich für Pippa anbot, ist dieser Weg gespickt mit Rätseln, die ihn auch die Menschen, bei denen er aufgewachsen ist, näher bringen.
Die einzelnen Charaktere sind skurril, schrullig-aber, alle miteinander sehr liebenswert. Der Autor hat es geschafft, gleichzeitig ein Buch der Suche und auch des Findens zu erschaffen.
Ein Buch, welches mich auch immer ein wenig an Garp erinnert hat.
Absolut empfehlenswert.
Rezensionen von Lesehamster12:
Herrliches Kinderbuch zum Mut machen und durchhalten!
Flieg, Hummelchen, flieg! von Judith Beier; Nora Imlau
Das Kinderbuch "Flieg, Hummelchen, flieg!" von den Autorinnen Judith Beier, Nora Imlau und Lisa Rammensee ist mit dicken Seiten für Kids ab 24 Monaten geeignet.
Die ganze Geschichte ist so herrlich geschrieben, alle Sätze in Reimen, so etwas lieben die Kleinen und hören dadurch aufmerksamer zu.
Das Cover verrät schon, dass mit dem kleinen Hummelchen etwas nicht zu stimmen scheint, denn es hat ein Pflaster am Bauch...
Hummelchen hat noch zwei ältere Schwestern und würde so gerne alles können, was die beiden machen, aber sie hat die Kraft dafür nicht.
Das Motto des Buches ist jedoch, es gibt verschiedene Dinge im Leben, die immer mit folgendem Satz verbunden werden können: "... gibt Kraft, mit der man so viel schafft."
Ich bin sehr begeistert, da man meiner Meinung nach das ganze auch auf andere Diagnosen übertragen kann - wie zum Beispiel "Autismus Spektrum Störung".
Da hilft zwar kein Krankenhaus und keine Medizin, doch die Sätze im Buch, die Kraft geben und einen dadurch viel schaffen lassen, die passen da genauso gut.
Von mir gibt es eine ganz klare Empfehlung und zwar für alle Kinder und deren Familien, denn im Grunde gilt es für ALLE!
Rezensionen von Gilasbuecherstube :
Ein fantastischer Auftakt
Der Fluch der Goldenen Fee von Karola Löwenstein
Vor 50 Jahren hat die goldene Fee die Elfen verflucht. Seitdem haben sie keine Flügel mehr, keine spitzen Ohren und keine Kräfte. Sie können sie ihre Heimat Eldasien nicht mehr betreten, ohne tödlichen Gefahren ausgesetzt zu werden.
Nola glaubt nicht, dass die Elfen jemals in ihre Heimat zurückkehren werden.
Ihre Liebe zu Tiago ist an dem sinnlosen Kampf um Eldasien bereits zerbrochen, denn er gehört zur Königsgarde und versucht den Fluch zu lösen.
Ihre kleine Schwester Mevia ist da anderer Meinung. Sie glaubt, dass ihre Zukunft in der alten Heimat liegt. Als Mevia plötzlich gemeinsam mit ihrer großen Liebe Lirion nach Eldasien aufbricht, um die goldene Fee zu suchen, hat Nola keine andere Wahl. Obwohl sie weiß, welche Gefahren dort auf sie warten, reist sie ihnen hinterher, um Mevia wieder in Sicherheit zu bringen.
An ihrer Seite ist nicht nur Neregir. Schon bald taucht auch Tiagos auf und rettet im letzten Moment ihr Leben.
Ich lese gerade unheimlich gerne Geschichten, die nicht nur in einer magischen Welt voller Feen, Elfen und Drachen spielt, sondern in denen es auch eine wunderschöne Liebesgeschichte gibt.
Karola Löwenstein fackelt nicht lange, sondern wirft ihre LeserInnen direkt ins Geschehen. Dank ihres wunderbar leichten und angenehmen Schreibstils, konnte ich mich schnell in die Geschichte fallen lassen.
Wir verfolgen den Plot aus der Perspektive von Nola. Es fiel mir nicht schwer, in ihre Gefühls- und Gedankenwelt einzutauchen.
Eigentliche will Nola nur übers Wochenende ihre Familie besuchen, doch dann muss sie sich in ein großes Abenteuer stürzen, um ihre kleine Schwester vor den Gefahren zu retten, die in der magischen Welt Eldasien auf sie warten.
Denn dort lebt nicht nur die dunkle Fee, sondern es gibt neben Drachen, Kobolden, Sirenen, Zyklopen, Dunkeltrolle, Mantikore und Augengeier viele andere gefährliche Tiere und Pflanzen.
Nola ist eine sehr sympathische und mutige junge Frau. Um ihre Schwester zu finden und zurückzubringen, nimmt sie viele Gefahren in Kauf. Unterstützung erhält sie nicht nur durch Tiagos, sondern auch durch Neregir. Um wen es sich dabei handelt möchte ich hier nicht verraten, um Euch nicht zu spoilern, aber soviel verrate ich Euch: Er ist meine Lieblingsfigur und vor allem die Dialoge mit ihm fand ich richtig toll. ;-)
Zitat:
….ohne Magie kannst Du nichts gegen sie ausrichten. Ich wünsche Dir einen schmerzlosen Tod.“
„Was?“.schreie ich und sehe panisch nach oben.
„Ich wünsche Dir einen schmerzlosen Tod“, wiederholt Neregir freundlich.
Aber auch die anderen Charaktere sind gut ausgearbeitet und fügen sich perfekt in die Story ein.
Wir erfahren viel über diese tolle magische Welt, denn die Autorin hat das Worldbuilding einfach wunderbar bildreich beschrieben.
Es gibt überraschende Wendungen und Situationen, die ich so nicht habe kommen sehen. Ruhige, emotionale Szenen wechseln sich mit Action-Szenen ab.
Für mich ist es ein fesselnder, spannender Auftakt der Reihe. Spannung, Action, Gefühle, Humor. Die Story hat alles, was ein gutes Buch braucht und ist daher absolut empfehlenswert für alle Fans von romantischer Fantasy.
Ich freue mich auf die Fortsetzung der Geschichte.
Rezensionen von Daggy:
Voller Witz
Das Klugscheißerchen von Marc-Uwe Kling
Da steht er mit verschränkten Armen, das kleine türkise Klugscheisserchen mit runder Brille.
Wer kennt ihn nicht oder ist selbst einer? Heute gibt es Rote Beet und Theo und Tina finden sie könne besser „Eklige Beete“ heißen, da werden viele Kinder zustimmen. Zum Glück hat Mama ein Einsehen und holt das Toastbrot raus, damit Tina Brote schmieren kann.
Dann gehen die Kinder auf den verbotenen Dachboden spielen. Die beiden sind Piraten und sie sind völlig in das Spiel vertieft, als sie eine Stimme aus einer Kiste hören. So finden sie den kleinen türkisen Kerl, der sich selbst als Klugscheißerchen vorstellt. Er behauptet nur Klugscheißer könnten ihn sehen und weil die Kinder zu dieser Gattung gehören, sehen sie ihn. Da Papa ein noch viel größerer Klugscheißer ist geht die Wette, ob er das Klugscheißerchen wohl sehen könnte.
Gibt es denn wirklich in dieser kleinen Familie noch mehr Leute, die alle besser wissen und die anderen mit ihrem Wissen nerven, weil sie sie immer wieder verbessern müssen?
Wortwitz und lustige Illustrationen machen diese Buch zu einem echten Spaßerlebnis, ich habe bei Lesen einige Male laut gelacht, wenn ich mir die Situation so vorstelle. Bücher von Marc-Uwe Kling und Astrid Henn sind einfach immer voller Humor und den Tipp, dass man ein Buch von vorne lesen soll, gibt uns das Klugscheißerchen auf der Buchrückseite.
Rezensionen von Lesehamster12:
Ein Krimi ohne Spannung
Im Unterholz von Sara Strömberg
Das Buch "Im Unterholz" von Sara Strömberg hat mich mit seinem Cover und dem tollen Farbschnitt direkt angesprochen.
Die Leseprobe fand ich soweit gut, weswegen ich mich für das Buch entschieden habe.
Leider bin ich aber enttäuscht, für meinen Geschmack viel zu langatmig.
Erst nach einem guten Drittel des Buches nimmt es etwas Fahrt auf und man kann ein paar Emotionen spüren.
Spannung fehlt mir leider vollends.
Vera, eine ehemalige Journalistin, die nun als Hilfslehrerin arbeitet, ist in ihrem Leben unglücklich. Ihren Job mit Recherchen und Artikeln bei der Zeitung hat sie eigentlich geliebt, doch leider wurde ihre Stelle gestrichen.
Als die Leiche einer jungen Frau im Wald gefunden wurde und dies in ihrer Gegend, wurde Vera von ihrem ehemaligen Chef angerufen und gebeten, einen Artikel zu schreiben.
Im ersten Moment wollte Vera nicht, doch dann lockte sie ihr altes Leben...
Es tut mit leid, dass ich dem Buch nur drei Sterne geben kann, aber von einem Kriminalroman erwarte ich einfach mehr.
Rezensionen von Daggy:
Das Thema Tod von allen Seiten beleuchtet
Radieschen von unten von Katharina von der Gathen
Dieses mehrfach prämierte Sachbuch zeigt ein Kind, dass Radieschen gießt, und darunter sehen wir ein menschliches Skelett. So wurde der Titel sehr gut ins Bild gesetzt.
Es gibt ein Lesebändchen, (das finde ich immer toll) ein Inhaltsverzeichnis und ein Vorwort und dann geht es los mit dem Kapitel „Wenn das Leben aufhört“.
Kleine Bilder zeigen die unterschiedlichsten Sachen, Schweinehälften, einen blutenden Igel, Halloweengestalten und ein Kind stellt die Frage „Kannst du schweigen wie ein Grab?“ Danach werden verschiedene Lebewesen nach Alter aufsteigend abgebildet, auf der nächsten Seite geht es mit der ganz langlebigen Riesenschildkröte weiter, danach kommt noch der Riesenschwamm mit 10.000 Jahren. Kleine Bilder zeigen verschiedene Todesarten, wie vom Hai gefressen werden.
Der Alten-Krankenpfleger Tobi berichtet von seinem Beruf, in einem kleinen Interview. Danach kommt eine meiner liebsten Seiten, überschrieben mit „Da lachst du dich kaputt!“ gibt es Witze.
Das nächste Kapitel „Wie geht sterben?“ befasst sich mit dem Vorgang des Sterbens und Martin, der Bestatter berichtet hier von seiner Arbeit. Auch die Angst vor dem Tod spielt eine Rolle ebenso wie die Rituale der Hinterbliebenen. Übers „Abschied nehmen“ erzählt uns Karl der Sterbebegleiter. Danach geht es um die Bestattung, Uli der Friedhofsgärtner kann uns hierüber etwas erzählen.
Die Mischung von Sachbuch, Interviews, Witzen und skurrilen, aber gut erklärenden Illustrationen macht diese Buch zu einem wahren Schatz. Hier gibt es wohl keine Thema, dass die Autorin ausgespart hätte, auch die Gefühle nehmen einen großen Platz ein.
Neugierige Kinder sollten auch zum Thema Tod Antworten bekommen und die bietet ihnen diese großartige Buch.











