Kunden em pfehlungen
Rezensionen von CanYouSeeMe:
3.14159265359
Pi mal Daumen von Alina Bronsky
Nachdem ich schon sehr viel Gutes über die Bücher der Autotin Alina Bronsky gehört und gelesen habe, ist "Pi mal Daumen" das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe. Zugegebenerweise hat mich das Cover so gar nicht angesprochen: Die Gestaltung empfinde ich als eher nichtssagend, und habe nun auch nach dem Lesen eher keinen richtigen Bezug zum Inhalt herstellen können.
Schade, denn hier wäre sicherlich viel mehr Potenzial.
Der Klappenetxt hat mich dann jedoch vollkommen für sich eingenommen und mir war klar, dass dies ein Buch ist, das ich unbedingt lesen möchte. Der Schreibstil des Buches las sich für mich sehr angenehm, leicht und flüssig. Auch die Sprache passte gut zu Setting und Charakteren.
Die beiden Protagonist:innen Oscar und Moni sind mir innerhalb kürzester Zeit ans Herz gewachsen. Sie sind beide sehr unterschiedliche Charaktere, was die Freundschaft zwischen ihnen umso kostbarer macht. Mit den beiden schafft Autorin Bronsky zwei sehr klischeehafte und dennoch authentische Charaktere, die
mit einander wachsen. Oscar, Überflieger aus Gutem Hause und (auch wenn nie explizit betitelt) autistisch, und Moni, aufopfernd und aus eher prekären Verhältnissen bilden ein sympathisches und humorvolles Gespann.
Zum Schluss mochte ich das Buch gar nicht so recht aus der Hand legen, zwischendurch war es mir ein bisschen zu Mathematik-lastig und ich musste einiges nachschlagen, aber sei es drum... Inshesamt habe ich das Buch sehr gern gelesen!
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Eine Mordserie in Luxemburg
Die Knuedler-Verschwörung von Claude Dominicy
Luxemburg, das kleine, aber finanzkräftige Fürstentum mitten in Europa ist der Schauplatz dieses Krimis, der einen tiefen Blick auf die Abgründe der Politik gibt. Also nicht, dass sich diese Straftaten wirklich so abgespielt hätten, aber um ihre Macht zu erhalten, schrecken Politiker egal aus welchem Land, vor wenig zurück.
Doch von Beginn an:
Bei einem Empfang werden zwei hochrangige Politiker vergiftet. Wenig später ein dritter. Kriminalkommissarin Dany Kerner wird mit den Ermittlungen betraut, gleichzeitig von ihrem Vorgesetzten und dem Staatsanwalt nach allen Regeln der Kunst behindert und mit einem Disziplinarverfahren bedroht.
Dennoch kann Dany es nicht lassen und stochert weiter im Leben der Opfer herum. Dabei stößt sie auf zahlreiche Ungereimtheiten. Der Verdacht massiven Machtmissbrauchs steht im Raum. Nur wozu? Mehr Geld oder mehr Einfluss? Und was hat der Selbstmord eines Kommunalpolitikers mit der Mordserie zu tun?
Nachdem sie auf eine Mauer des Schweigens stößt, spannt sie einen Journalisten für ihre Recherchen ein. Dass Opfer, Polizeichef und Staatsanwalt in den selben Männerklubs verkehren, lässt an eine Verschwörung denken.
Meine Meinung:
Der Krimi hat mir sehr gut gefallen. Luxemburg als Schauplatz war für mich neu, die Willkür und Machenschaften mancher Politiker nicht.
Der Plot ist gut durchdacht und spannend angelegt. Einzig der Prolog passt nicht ganz dazu.
Ich habe recht bald geahnt, wer hinter den Morden stecken könnte und was das Motiv ist. Die Auflösung hat mir recht gegeben. Trotzdem hatte ich spannende Lesestunden, denn wie so oft, interessiert mich der Weg der Ermittler zum Täter.
Die privaten Probleme von Dany Kerner, sie ist mit einer Frau verheiratet, hätten nicht ganz so breit ausgewalzt werden müssen. Kurz hatte ich ja Danys Ehefrau, die selbst in der Politik mitmischt, in Verdacht, in der Mordserie eine Rolle zu spielen. Aber, obwohl die militante Umweltschützerin Dany das Leben mehr als schwer macht, ist sie für so ein Mordkomplott nicht intelligent genug.
Fazit:
Ein Krimi mit einer neuen Ermittlerin, der durchaus Zeug zu einer Reihe hat. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Ein gelungener Reihenauftakt
Ein tödlicher Jahrgang von Beate Maxian
Mit diesem Krimi, der Auftakt zu einer neuen Reiheist, hat Beate Maxian mit Lou Conrad, eine neue Ermittlerin erschaffen, die weiß, worauf es ankommt. Denn Lou ist nach Jahren als Inspektorin beim LKA Niederösterreich in ihren Heimatort Marienkirchen zurückkehrt. Dort führt sie ihr eigenes Delikatessengeschäft und verkauft kulinarische Spezialitäten aus der Wachau und hilft auch ab und zu ihren Eltern auf deren Weingut, die es lieber gesehen hätten, wenn Lou den Familienbetrieb übernähme.
Gemeinsam mit dem Berner Sennenhund Michelin lebt sie in einem kleinen Winzerhaus. Als es auf der Reide des bekannten Winzers Markus Haller brennt und er selbst erschossen zwischen den Weinstöcken liegt, erwachen ihre Ermittlergene wieder, zumal der örtliche Imker in der Nähe des Tatorts gesehen worden ist und mit Haller einen Streit hatte.
Auch Lous ehemalige Vorgesetzte Verena Badinger scheint sich auf den Imker einzuschießen. Doch ist der Imker wirklich der Täter? Und warum verhalten sich Ehefrau und Tochter des Toten so eigenartig?
Als dann noch Lous frühere Jugendfreundin Mona, die in Kürze mit ihrem Mann Fabio in Marienkirchen ein Restaurant eröffnen wollte, verschwindet, setzen sich Lou und Fabio ins Autor und fahren nach Südtirol, an deren letzte Arbeitsstätte. Das ist allerdings nicht der einzige Grund nach Südtirol zu reisen, denn auch Markus Haller hat dort geschäftliche Interessen.
Meine Meinung:
Nach der erfolgreichen Reihe rund um Sarah Pauli, hat Beate Maxian mit der ehemaligen Polizistin Lou Conrad eine weitere sympathische Ermittlerin geschaffen. Auch der Berner Sennhund Michelin hat seinen Platz. Schmunzeln musste ich über die diversen Dorfbewohnerinnen, die ähnlich wie Nachrichtendienste, sämtliche Neuigkeiten sofort weitergeben. Nichts bleibt geheim in Marienkirchen.
Geschickt sind Tourismuswerbung und Alltagsgeschichten im kleinen fiktiven Dorf Marienkirchen in die Handlung eingeflochten. Neben der Wachau, dem wunderschönen Gebiet neben der Donau, wo seit Jahrhunderten auf den in Terrassen angelegten Rieden köstliche Weißweine gekeltert werden, spielen auch Südtirols Weingärten mit ihren vollmundigen Rotweinen eine Rolle. Ob Riesling, Sylvaner oder Vernatsch - wir lernen hier einiges über den Weinbau und die Möglichkeit, sich kriminelle Machenschaften zu verstricken. Im Anhang gibt es eine kurze Auflistung der bekanntesten Weinsorten.
Diejenigen, die gerne ihre Krimis in diverse Sub-Genres einteilen, können diesen Reihenauftakt getrost in die Kategorie „kulinarischer Krimi“ einordnen. Denn neben Wein, erfahren wir einiges über andere lokale Spezialitäten. Die bekannteste davon, die Wachauer Marille wird Star des nächsten Krimis mit dem Titel „Tödliche Marillenzeit“ sein, der im September 2024 erscheinen wird.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem gelungenen Reihenauftakt 5 Sterne.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Ein gelungener Krimi
Die Tote von Nikosia von Hannah Essing
Die Sonneninsel Zypern ist Schauplatz dieses Krimis, der die komplexen bürokratischen Verhältnisse des seit 1974 geteiltem Landes sehr gut wiedergibt, als man in der UN-Pufferzone, also im Übergangsbereich zwischen dem von den Türken annektierten und dem zypriotischen Teil der Insel, die Leiche einer jungen Frau findet.
Die politischen Machtstrukturen spiegeln sich unter den Ermittlern wieder, die sich aus Mitgliedern der UN-Truppe, der türkischen und der zypriotischen Polizei zusammensetzt. Zusätzlich unterstützt Monika Marx, eine pensionierte Ermittlerin aus Deutschland, die zypriotische Polizei als Beraterin. Es entbrennt ein Machtkampf, bei dem kaum jemand gewinnen kann und jeder dem anderen einen Täter unterjubeln will. Es scheint, als ginge es gar nicht darum, den Mörder einer jungen Frau zu fassen, sondern die politischen Eitelkeiten zu befriedigen.
Das wird von Monika Marx durchkreuzt, die mit ihrer Art nicht nur einmal ordentlich aneckt, sondern auch für Schmunzeln und manchmal auch für Kopfschütteln sorgt.
Meine Meinung:
Hannha Essing hat hier einen interessanten Krimi geschrieben, der die Lebensumstände auf der von Touristen beliebten Insel beschreibt. Er zeigt, dass man sich zwar 50 Jahre nach der widerrechtlichen Annexion von Nordzypern durch die Türkei mit dem Status Quo pragmatisch arrangiert hat, aber die Spannungen durchaus vorhanden sind. Schlimmeres kann durch die UNO-Truppen meistens verhindert werden. Allein die nervige Tatsache, dass die Ermittler mehrmals täglich, wenn sich ausweisen müssen, wenn sie von einem Ende der Insel zum anderen fahren müssen. Monika Marx erledigt das im sogenannten kleinen Dienstweg.
Viel Augenmerk legt sie auf das Kompetenzgerangel zwischen den Ermittlern. Monika Marx kann als Beraterin einiges übergehen. Dass sie den jungen Journalisten Noah zu den Ermittlungen mitschleppt ist ein wenig unglaubwürdig. Doch auf Zypern scheinen solche Extratouren niemanden aufzuregen.
Die Charaktere haben alle ihre Ecken und Kanten. Besonders Monika Marx ist eine vom Leben gebeutelte Person. Einerseits hat sie auf Grund ihrer Krankheit dauernd Schmerzen, nimmt Tabletten und frönt dennoch einem sehr ungesunden Lebensstil, zu dem neben üppigen Mahlzeiten auch ordentliche Mengen Alkohol gehören. Damit ist sie nicht unbedingt eine Sympathieträgerin, genauso wenig wie das Opfer, das intrigant und selbstsüchtig daherkommt.
Der Plot ist durchaus spannend und endet nach zahlreichen ermittlungstechnischen Sackgassen mit einer unerwartete Auflösung, die trotzdem stimmig ist.
Der Krimi lässt sich sehr gut lesen und bietet Einblick in die Geschichte und den Alltag auf der geteilten Insel.
Fazit:
Gerne gebe ich hier 4 Sterne.
Rezensionen von Chrissi:
Hailie & Ransom
Thorne Princess von L. J. Shen
Inhalt:
Hailie ist das typische It-Girl und lebt ein sorgenfreies Leben, was durch das Geld ihrer Eltern finanziert wird. Als Hailie versehentlich, in der Öffentlichkeit, einen Skandal zu viel verursacht, platzt ihrem Vater, der ehemalige Präsident der Amerikanischen Staaten, der Kragen. Er engagiert den Personenschützer Ransom Lockwood.
Eigentlich möchte Ransom nicht den Babysitter für die Tochter eines reichen Schnösels spielen.
Nach einem etwas schwierigen Start kommen sich die beiden näher und die Funken sprühen nur so.
Doch können sie die Vergangenheit ruhen lassen?
Meine Meinung:
Thorne Princess ist das erste Buch, dass ich von L.J. Shen gelesen habe.
Die Autorin hat mich aber mit ihrem Buch total begeistert, so dass ich auf jeden Fall noch mehr Bücher von ihr lesen werde.
Das Cover ist eher Schlicht gehalten, ist aber trotzdem, mit seinen besonderen Farben, gleich ins Auge gesprungen.
Der Schreibstil ist leicht und flüssig und war sehr angenehm zu lesen.
Das Buch war sehr schön aufgebaut, es wird aus zwei Perspektiven erzählt und ist schön strukturiert.
Die Charaktere waren wunderbar gewählt.
Hailie hat mir auf jeden fall am besten gefallen. Am Anfang ist sie das typische, hochnäsige Party-Girl.
Doch wie es glaube ich jeder kennt, kann der Schein trügen. In ihren Herzen ist Hailie eine sehr sympathisch, intelligente Frau, die sich sehnlichst die Liebe ihrer Eltern wünscht. Hailie leidet an Dyslexie, dieses Thema wird in dem Buch sehr schön behandelt.
Ransom ist Leibwächter und hat schon viele nicht allzu schöne Dinge erlebt. Seine Vergangenheit ist nicht einfach. Hailie gegenüber ist er am Anfang ein Grisgram, doch eigentlich ist er sehr beschützend. Er war mit sehr sympathisch.
Insgesamt ein sehr schönes Buch, was auch Tiefe besitzt. Hailie und Random sind Charaktere die ihre Ecken und Kanten haben.
Ich habe das Buch wirklich gern gelesen. Eine klare Leseempfehlung.
Vielen Dank an L.J. Shen und den LYX Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars über NetGalley. Die geäußerte Meinung ist meine eigene.
Rezensionen von gerlisch:
Zwischen Sagen und Mythen
Yrsa. Journey of Fate von Alexandra Bröhm
Nach dem Tod der Mutter kümmert sich die junge Wikingerin Yrsa allein um ihren jüngeren Bruder Sjalfi. Als Sjalfi plötzlich spurlos verschwindet, macht sie sich auf die Suche und muss einige Gefahren meistern. Hilfe erhält sie von dem Krieger Avidh, der ihr schon bald nicht mehr von der Seite weicht.
Die Handlungen wurden fesselnd geschrieben. Wir begleiten Yrsa auf ihrer Reise auf der ständig etwas passiert, so ist die Geschichte abwechslungsreich aber auch sehr informativ. Die Autorin Alexandra Bröhm ist Historikerin und das merkt man bei der Figurendarstellung und der Beschreibung der Begebenheiten. Von der Kleidung bis zur Darstellung der Orte, vermischt mit den nordischen Sagen und Mythen ist alles wunderbar stimmig. Eine Karte vorn im Buch lässt die Geschichte noch lebendiger wirken.
Yrsa ist ein sehr starker Charakter, sie lässt sich nichts sagen und weiß was sie will. Ihr Wunsch eine Kämpferin zu werden, ist für Frauchen in der damaligen Zeit eher ungewöhnlich. Auch alle anderen Protagonisten, von den Bösewichten bis zur guten Heilerin, wurden perfekt in Szene gesetzt.
Gestört hat mich ein bisschen der teilweise abgehackte Schreibstil und ein paar Wiederholungen in den Gedanken und Dialogen. Die Hintergründe zum Verschwinden von Sjalfi waren für mich etwas dünn dargestellt, auch die Geschichte zu Yrsas Eltern wurde nur ansatzweise erzählt. Na ja, vielleicht erfahren wir mehr dazu im zweiten Teil.
Rezensionen von Austrian Bookaholic :
Office romance mal anders!
A Thousand Words Missing von Linda Schipp
Ich habe eigentlich schon recht viele office romances gelesen, bisher waren sie im Aufbau alle recht ähnlich. Nicht so dieses Buch. Die Autorin räumt mit stereotypischen Rollenverteilungen auf und macht kurzerhand die Protagonistin zur Chefin, baut zudem einen Age-Gap ein. Die Umsetzung ist ihr dabei authentisch gelungen, die Charaktere sind in sich schlüssig und lebendig.
Das hat mir sehr gut gefallen, es bringt aber mit sich, dass der Protagonist in einer untergeordneten und daher für manche vl „unattraktiven“ Rolle ist.
Ihren Anfang nimmt die Geschichte aus der Perspektive des männlichen Protagonisten, wobei man gleich auf den ersten Seiten merkt, dass er mit starken Belastungen daherkommt. Die Probleme, die die beiden Protas mit sich rumtragen, bestimmen auch weite Teile der Handlung, was der Geschichte ordentlich Tiefgang verleiht. Man merkt, dass die Autorin ihre Ideen zu Ende gedacht hat und nichts nur so halb angeschnitten hat. Das ist für mich ein großer Pluspunkt des Buchs und macht das Lesen interessant. An vielen Stellen musste ich dagegen etwas lachen. Der Mix ist also sehr gut gelungen.
Der einzige Kritikpunkt: die Romantik hab ich an vielen Stellen nicht so fühlen können, da andere Dinge/Themen den Raum gebraucht haben. Mir kommt aber vor, dass das nicht unbedingt der beabsichtigte Schwerpunkt des Buches ist.
Rezensionen von Jule:
Ein stetiges Auf und Ab
When The Moon Hatched von Sarah A. Parker
3,5 von 5
In das Buch „When the moon hatched“ von Sarah A. Parker bin ich mit hohen Erwartungen gegangen, die leider nur teilweise erfüllt wurden.
In diesem Buch trifft man auf Protagonisten, deren Geschichte undurchsichtig ist und auf Drachen, die in einem Moment alles zerstören können. Irgendwann verschwimmen Wahrheit und Lüge, Vergangenheit und Gegenwart miteinander.
Es wird schwer den Überblick zu behalten.
Besonders am Anfang ist es herausfordernd den Überblick über alle Protagonisten und deren Beziehungen zueinander, sowie die Lebewesen zu behalten. Besonders die Machtstrukturen werfen viele Fragen auf, sodass es kein leichtes ist, sich in der Welt zurechtzufinden. Generell wurden viele meiner Fragen nicht wirklich beantwortet, was dazu geführt hat, dass die Freude am Lesen, zu Beginn, wirklich gering war.
Doch auch in der Mitte des Buches gab es immer wieder Szenen, die für mich nur wenig Sinn ergeben haben und nicht unbedingt für die Geschichte von unfassbarer Bedeutung waren.
Dies ändert allerdings nichts daran, dass der Schreibstil recht gut zu lesen ist und man mit der Zeit durch die Seiten fliegt, auch wenn die Handlung vielleicht nicht immer ein Highlight ist. Trotzdem wurden bestimmte Formulierungen wirklich häufig verwendet, sodass sich manche Stellen repetitiv angefühlt haben. Mehr Varianz in diesen wäre schön gewesen.
Ebenfalls ist mir Raeve, als Hauptprotagonistin, mit ihrem Verhalten irgendwann ziemlich auf die Nerven gegangen. Wenn man ihre Geschichte und die Vergangenheit kennt, kann man es teilweise nachvollziehen, trotzdem ist sie, an manchen Stellen zu stur und abweisend gewesen. Ich hatte irgendwann das Gefühl, dass ihr nichts wirklich recht gemacht werden kann, was einfach nur anstrengend wurde.
Kaan dagegen ist irgendwie das genaue Gegenteil von ihr. Er versucht alles, um ihr Vertrauen zu gewinnen und besonders die wenigen Kapitel aus seiner Sicht sorgen dafür, dass man tiefe Einblicke in seine Gefühlswelt bekommt.
Ihre Beziehung zueinander ist auf jeden Fall etwas besonders. Genauso wie das Magiesystem, das ich wirklich interessant finde. Besonders im Hinblick auf die Gottheiten hat es einige spannende Punkte in die Geschichte einfließen lassen.
Schlussendlich bleibt mir aber zu sagen, dass ich zwar über weite Strecken gut unterhalten wurde, es aber immer wieder Stellen gab, die mir die Lust am Lesen etwas genommen haben. Mehr Varianz wäre hier und da schön gewesen. Im Endeffekt haben mir die Nebenprotagonisten sogar mehr gegeben als Raeve und Kaan. Sie haben die Geschichte bunter gemacht.
Es ist also ein Buch, das man durchaus lesen kann, aber für mich bei weitem kein Highlight.
Rezensionen von Austrian Bookaholic :
Starker zweiter Teil
Black Bird Academy - Fürchte das Licht von Stella Tack
Normalerweise tu ich mir immer ein bisschen schwer, zurück in eine Fantasy-Erzählung zu finden, wenn der erste Teil schon eine Weile her ist. Bei Black Bird Academy war das aber ganz anders. Die Geschichte hat schon im ersten Band einfach Eindruck hinterlassen. Die Handlung im zweiten Band knüpft direkt daran an.
Die große Stärke der Autorin ist die Charakterbildung. Die Protagonistin Lead ist in ihrer Persönlichkeit richtig stark und gefällt mir wahnsinnig gut. Aber auch jeder anderen Figur wurde richtig Leben eingehaucht! Jeder, der eine bedeutendere Rolle hat, hat einen unverwechselbaren Charakter. Mein persönlicher Liebling definitiv ist Lore. Ich liebe seine zynische Art.
Auf den etwa 600 Seiten des Buches beweist die Autorin immer wieder, dass sie mit Humor und Schlagfertigkeit schreiben kann, was ich sehr schätze. Gemeinsam mit dem durchdachten Spannungsbogen machte das das Lesen für mich kurzweilig.
Dadurch, dass man im zweiten Teil tiefer in die Hintergründe der Exorzisten bzw der Charaktere eintaucht, wird man immer wieder überrascht, andererseits drängen sich aber auch neue Fragen auf. Es bleibt also spannend!
Was in der Geschichte passiert ist unfair, aufreibend, überraschend, lustig, spicy und noch vieles mehr. Das alles hat es für mich zu einem Pageturner gemacht.
Rezensionen von peedee:
Die Liebe zur Mathematik
Pi mal Daumen von Alina Bronsky
Oscar ist 16, hochbegabt, studiert Mathematik – die Königsklasse. Moni ist 53, Mutter und Grossmutter, hat mehrere Jobs und studiert ebenfalls Mathematik. Wie kann das sein? Oscar hält sie zuerst für die Putzfrau, die sich auf dem Weg zur Mensa in seinen Hörsaal verlaufen haben muss. Und wieso – um Himmels willen – kennt ausgerechnet Moni den berühmtesten Mathematik-Professor der Universität persönlich?
Erster Eindruck: Ich mag das Cover des Schutzumschlages sehr gerne (auch wenn ich kein Fan von Schutzumschlägen bin) – es ist witzig, ebenso der Titel.
Oscar ist also hochbegabt, hat einen Adelstitel, ist vorurteilsbehaftet und hat kein Interesse an sozialen Kontakten. Er tut mir leid. Ich kann es mir gar nicht vorstellen, wie es wäre, mit 16 Jahren bereits zu studieren. Von seiner Intelligenz her ist das wohl keine Frage, aber in puncto Sozialkompetenz fehlt ihm einiges. Er ist sehr von sich überzeugt (tja, eben, die Intelligenz ist ja vorhanden), aber dadurch wirkt er auch wie ein Snob. So wie Moni zuerst beschrieben wurde, hätte man denken können, dass sie kurz vor der Rente stünde. Aber nein, sie ist erst 53. Warum darf ihr Umfeld nicht wissen, dass sie studiert?
Zu den erwähnten Vorurteilen: Oscar denkt u.a., dass Moni vielleicht gar keine Schulbildung genossen hätte (aber wie wäre sie dann zum Studium zugelassen?) oder dass sie doch besser nur einen einzigen Job als drei Jobs hätte. Nun ja, lieber Oscar, wenn aber das Geld sonst nicht für den Alltag reicht? Es ist arrogant von Oscar, Moni als sein Wohltätigkeitsprojekt zu betrachten. Aber ihm ist das nicht einmal bewusst. Das gehört wohl auch zu seinem autistischen Verhalten.
Zwei ungewöhnliche Protagonisten, die scheinbar nichts gemeinsam haben. Nein, stimmt nicht, ihr kleinster gemeinsamer Nenner ist die Mathematik (Wortspiel beabsichtigt). Gegen Schluss gibt es eine für mich unerwartete Wendung und ein abruptes Ende. Was wollte mir die Autorin nun eigentlich mit ihrer Geschichte sagen? Das ist für mich immer das Beste und zugleich das Schlimmste, was Autor:innen einem „antun“ können: sie bringen einen mit ihrer Geschichte zum Nachdenken! Für mich war es das erste Buch von Alina Bronsky, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten – 4 Sterne.










