Kunden em pfehlungen
Rezensionen von S.:
Spannend
Five Broken Blades von Mai Corland
Fünf Klingen sollen Gottkönig Joon zur Strecke bringen: ein Leibwächter, eine Diebin, eine Meuchelmörderin, ein Fürst ohne Königreich und der Geheimdienstchef des Königs selbst. Alle haben sehr, sehr gute Gründe für diesen Auftrag.
Die Protagonisten wechseln sich ab mit ihren Geschichten. Die sind gut erzählt, der Schreibstil ist spannend und unterhaltsam.
Allerdings ist das ständige Umschwenken mühsam, der Lesefluss wird gestört. Wer war das nochmal …? Aber man liest sich ein. Die Vorbereitung auf den Anschlag sind aufwändig, gefährlich, geprägt von Vorsicht und Misstrauen. Drei Paare finden sich als Gefährten, alle sympathisch mit nachvollziehbaren Absichten. Aber sind auch alle ehrlich?
Durchgängig packend, abwechslungsreich, man fiebert mit den Helden mit. Phantasievolle und sehr unterhaltsame Lektüre von Mai Corland. Leseempfehlung!
Rezensionen von qq:
Freundschaft
Unsere Jahre auf Fellowship Point von Alice Elliott Dark
Freundschaft
Das Cover ist sehr schön geworden, und zeigt zwei Frauen - die zwei Freundinnen.
Autorin Alice Elliott Dark erzählt in diesem Buch von einer außergewöhnlichen Freundschaft zwischen zwei Frauen, und das in einer besonderen Tiefe. Es geht um Agnes Lee und Polly Wister, die beide haben ihre Ferien immer mit ihren Familien auf Fellowship Point an der Küste Maines verbracht.
Das Leben der beiden hat sich sehr unterschiedlich entwickelt, die eine Kinder und verheiratet, die andere nicht, dafür Autorin.
Der Schreibstil ist toll zu lesen - man fliegt flüssig durch die doch recht hohe Anzahl an Seiten dahin.
Ich finde die Geschichte der zwei Freundinnen, die sich durch das ganze Leben begleiten - alle Höhen und Tiefen gemeinsam durchstehen toll. Mir hat das Buch wirklich ausgesprochen gut gefallen, und von mir gibt es ganz eindeutig eine Weiterempfehlung dafür.
Rezensionen von Arambol:
Wer hat Angst vorm bösen Wolf
Lupus von Tibor Rode
"Manchmal muss man die Vergangen-heit einfach ruhen lassen. Die Geister wird man sonst nicht mehr los."
Nach "Der Wald" liefert Tibor Rode mit seinem neuen Roman "Lupus" erneut einen ultra-spannenden und komplexen Öko-Thriller ab. Die Thematik ist dabei sowohl populär aktuell als auch stark emotional polarisierend: wie wollen wir mit der potentiellen Rückkehr des Wolfs in heimische Wälder umgehen?
Können uns Wolfs-Zäune wirkungsvoll schützen, und wie effektiv kann uns eine angeblich unfehlbare Künstliche Intelligenz unterstützen?
Fast neunzig schnell zu lesende, kurze und packende Kapitel treiben dabei die Geschichte temporeich voran.
Man fliegt förmlich durch die Handlung. Das beschriebene Szenario erscheint glaubhaft; der wissenschaftliche, wie auch der geschichtliche Hintergrund ist offensichtlich gründlich recherchiert.
Mittels eines wendungsreichen und faszinierenden Erzählstils reiht Tibor Rode dabei einen Erzähl-Höhepunkt atemlos an den nächsten.
Durch ebenso schnell wechselnde Schauplätze und Perspektiven bleibt die Handlung stets dynamisch vielschichtig und wird dabei niemals auch nur ansatzweise langatmig. Die Dialoge entwickeln sich angenehm lebendig und authentisch, es fällt schwer das Buch aus der Hand zu legen.
In kursiver Schrift werden regelhaft Rückblenden im Stile nüchterner Reportagen, sowohl in die jüngere als auch in eine zeitgeschichtliche dunkle Nazi-Vergangenheit eingeschoben. Mir war früh, spätestens aber nach der Erwähnung der Insel Riems, und des dort ansässigen "Friedrich Loeffler Instituts" klar in welche Richtung sich der Roman dabei entwickeln würde.
Die Geschichte wird konsequent logisch abgeschlossen, alle Handlungsstränge finden zusammen, so dass am Ende keine Fragen mehr offen bleiben.
Die beiden Hauptprotagonisten, die Veterinärärztin und Wolfsbeauftragte im Landkreis Vorpommern-Greifswald Jenny Rausch und der Staatsanwalt Dr. Frederik Bach waren mir von Beginn an sympathisch. Ihr Handeln erscheint stets sinnvoll, gleichzeitig emphatisch und nachvollziehbar zielgerichtet.
Fazit:
Überzeugende und gut funktionierende Kombination aus einem spannenden fundiertem Wissenschaftsthriller und einem sehr glaubhaft recherchierten historischem Roman.
Für mich deutlich mehr als interessant: Lesenswert!
Rezensionen von Danislesestube:
Ein wundervolles Buch
Die Nähe, die wir suchen von Phillippa Penn
Vor einiger Zeit, als ich durch meinen Feed wischte, wurde mir dieses Buch von einer mir bisher unbekannten Autorin vorgeschlagen. Anschließend habe ich mich etwas über diese informiert. Der erste Eindruck vom Buch konnte mich dazu überzeugen es mir zu kaufen. Da mein SuB nur temporär bis quasi nicht vorhanden ist, landete „Die Nähe, die wir suchen“ zügig an der Spitze meines Lesestapels.
Fangen wir diesmal beim Cover an, immerhin ist es hauptverantwortlich dafür, dass ich mir das Buch so schnell gekauft habe. Optisch einfach gehalten. Ohne viel Glitzer, Muster, Reflexionen. Einfach nur eine Fotografin die ihre Kamera in unsere Richtung hält. Farblich wundervoll abgestimmt. Es ist wirklich sehr angenehm anzusehen. Eine willkommene Abwechslung in diesem Genre, in dem viele Bücher stellenweise komplett übertreiben. Hauptsache es funkelt und hat grelle Farben. Der Titel passt perfekt zur Handlung. Denn genau darum geht es. Auch hier eine Punktlandung.
Der positive Eindruck setzt sich auch in der Handlung fort. Der Einstieg wurde recht einfach gehalten. Fiona (25) ist eine Hochzeitsfotografin, die sich erst vor Kurzem von ihrem Partner getrennt und ihr Lager auf unbestimmte Zeit bei ihrem besten Freund Tomme aufgeschlagen hat. Letzterer arbeitet als Florist und steht ihr fleißig zur Seite. Die beiden ergänzen sich nicht nur beruflich perfekt, sondern auch privat. Das merkt man direkt auf den ersten Seiten. Als müssten sie ja rein theoretisch auch als Pärchen funktionieren? Oder? Ja, eigentlich schon. Das sage nicht nur ich, sondern auch deren komplettes Umfeld, welches kurz und knapp in wenigen Worten vorgestellt wurde. Diese wirkten trotz schneller Vorstellung nie fehl am Platz, oder gar störend. Jede/r hatte seinen/ihren Auftritt, welcher die gegenwärtige Situation ausreichend ergänzte.
Der Alltag der „besten Freunde“ wurde locker erzählt. Fionas Fotografen-Alltag hat mir dabei am besten gefallen. Irgendwie logisch, immerhin fotografiere ich selbst gerne. Kann ihre Begeisterung also nachvollziehen. Tomme war mir auch sympathisch, was ebenfalls mit einem meiner Hobbys zu tun hat. Pflanzen sind toll. Der Titel des Buches macht in Bezug auf die beiden komplett Sinn, denn man merkt auch als Leser:in, dass da mehr sein könnte als „nur“ Freundschaft. Es gibt einfach zu viele Zufälle, die dafür sprechen. Das langsame Entdecken, und das Eintreten der Realisierung von Fiona und Tomme, hat mir beim Lesen am meisten Spaß gemacht. Als hätte man ihnen die Augen geöffnet. Natürlich erwartet man so ein Ergebnis von so einem Buch. Mich interessiert bei solchen Büchern in erster Linie die Umsetzung. Mit welchen Mitteln kommt die Autorin vom Anfang zum Ende. Was müssen die Protagonisten durchleben, um sicher bei ihrem Happy End zu landen?
Trotz der geringen Anzahl an Seiten gibt es zumindest bei Fiona und Tomme eine Charakterentwicklung, die nicht nur ihre Zukunft betrifft. Sieht man auch selten. Der Schreibstil wurde einfach aber aussagekräftig gehalten. Gewürzt mit einer Prise Humor. Liebe zum Detail darf natürlich auch nicht fehlen.
Was bleibt am Ende noch außer einer Empfehlung übrig? Richtig, euch viel Spaß mit dem Buch zu wünschen.
Rezensionen von LeserinLu :
Pageturner
Kleine Monster von Jessica Lind
Für mich hat sich der Roman, der eigentlich ein Familiendrama darstellt, wie ein Psychothriller gelesen. Ich fand ihn unheimlich spannend und atmosphärisch dicht geschrieben, da war kein Wort zu viel und trotzdem gab es immer wieder einfühlsame, kreative Sprachbilder und Beschreibungen.
Im Zentrum der Handlung stehen Pia und ihr Sohn Luca.
Luca wird beschuldigt, ein Mädchen in der Grundschule bedrängt zu haben, schweigt jedoch beharrlich zu den Vorwürfen. Dieses Schweigen bringt Pia aus dem Gleichgewicht und lässt alte Wunden aus ihrer eigenen Kindheit wieder aufbrechen. Auch in Pias Kindheit wurde viel geschwiegen und gelogen. Die Erzählung entfaltet eine dichte Atmosphäre des Misstrauens und der Ungewissheit, was dazu führt, dass man sich als Leser:in immer wieder fragt: Was ist wirklich passiert? Besonders gelungen ist die Darstellung von Pias innerem Kampf als Mutter. Ihre wachsende Angst und das Misstrauen gegenüber ihrem eigenen Sohn haben mich selbst zunehmend unwohl werden lassen.
Der Roman wirft somit wichtige Fragen auf: Dreht sich die Spirale von Familientraumata immer weiter, weil diese von Generation zu Generation weitergegeben werden? Und wie geht man damit um, dass man nie genau wissen wird, was tatsächlich geschehen ist? In „Kleine Monster“ gibt es keine einfachen Antworten. Die Charaktere versuchen zu lernen, mit den eigenen Unsicherheiten und den Lücken in ihren Erinnerungen umzugehen, sich selbst und einander zu vertrauen. Bis zur letzten Seite bleibt es spannend, ob sie das schaffen oder ob die Familie dadurch auseinanderbrechen wird.
Rezensionen von yellowdog:
Carla und Samuel
Wenn du nicht wärst von Maja Peter
Die Schweizer Autorin Maja Peter bietet mit ihrem Roman Wenn Du nicht wärst die geschichte einer Beziehung eines Paares mittleren Alters. Es überrascht, wie stark sinnlich der Text ist. Es gibt viele Szene, in denen Erotik und Sex die Hauptrolle spielen.
Angesiedelt ist der Roman zudem im Theatermilieu.
Das gibt zusätzliche eine Note für einen eigenständigen, weichen Erzählton.
Ein große Handlung weiterhin gibt es kaum. Man hätte da vielleicht noch etwas mehr machen können. So bleibt der Text zu sehr im vagen.
Rezensionen von Gavroche:
Multiperspektivisch
Five Broken Blades von Mai Corland
Ich bin ja in der Regel immer ein wenig skeptisch, wenn ein Buch in der Vorankündigung mit den Werken anderer und erfolgreicher Autor*innen verglichen wird, denn meiner Meinung nach fallen solche Vergleiche einfach schwer und es ist doch gerade immer etwas Besonderes, wenn eben nicht verglichen werden kann.
Nichtsdestotrotz hat mich der Klappentext sofort "geködert" und auch das genial gemachte Cover hat mich angezogen.
Und ja, Mai Corland hat mich mit ihrem Roman überzeugen können. Auch wenn die Fantasyelemente geringer ausgefallen sind, als ich gedacht hatte, aber insgesamt war die Geschichte in sich stimmig, die Charaktere gut ausgearbeitet und keine reinen Klischees. Ein guter Schreibstil kam noch obendrauf, so dass die Seiten nur so geflogen sind.
Fünf ganz unterschiedliche Charaktere, die sich auf den Weg in die Hauptstadt begeben, um den König zu stürzen und zu töten. Obendrauf noch der verbannte Prinz. Alle haben unterschiedliche Motive, wem ist zu trauen, wem nicht? Die Autorin lässt sich Zeit für die Einführung der sechs unterschiedlichen Charaktere, jeweils aus dessen Sicht geschrieben. Doch diese Einführung ist wichtig und im weiteren Verlauf wird es immer spannender.
Für mich ein absolut gelungener erster Teil.
Rezensionen von Harakiri:
kuriose rechtsmedizinische Fälle
Mit kaltem Kalkül von Michael Tsokos
Sabine Yao ist wieder da
Ich mochte die Rechtsmedizinerin schon in ihrem ersten Buch sehr gerne, jetzt hat sich meine Meinung gefestigt.
Wie hängen das Verschwinden eines 8-jährigen Jungen und die ungewöhnlichen Todesfälle, die das Team für Extremdelikte in der Rechtsmedizin klären müssen, zusammen? Ich konnte es mir nicht vorstellen, war aber von der ersten Seite an wieder gleich in der Handlung gefangen.
Die Handlung verläuft auf zwei Ebenen, eben jener mit dem verschwundenen Jungen und den Fällen in der Rechtsmedizin. Beide Stränge haben es in sich und wechseln miteinander ab. Kurze Kapitel sorgen dafür, dass man immer noch schnell eins weiterlesen möchte, damit die Cliffhanger weitergehen.
Dass die ganzen Fälle Bezüge zu echten Kriminalfällen haben, macht das Ganze noch prickelnder. Und da diese teilweise so knifflig sind, dass man mit dem Team mitfiebert, ist zudem ein Bonbon. Am Ende werden auch die mysteriösten Fälle gelöst.
Ein wenig zu kurz kommt das Privatleben von Sabine. Man weiß quasi nur, dass sie eine Schwester hat, die es nicht einfach hatte im Leben. Hier erhoffe ich mir im nächsten Band noch etwas mehr Persönliches.
Fazit: Schon immer mal wissen wollen, was es für kuriose Rechtsmedizinfälle in Deutschland oder anderswo gibt? Dann auf jeden Fall diesen Thriller lesen und voll auf seine Kosten kommen.
Rezensionen von Gavroche:
Highlight
Am Himmel die Flüsse von Elif Shafak
Dieses Buch ist einfach wunderbar. Elif Shafak verknüpft sehr geschickt unterschiedliche Zeitebenen und Biographien und es gibt immer wieder verbindende Elemente wie das antike Mesopotamien und das Reich der Assyrer und die Tontafeln in Keilschrift, aber über allem steht natürlich das Thema Wasser.
Deswegen fand ich das Zitat auf Seite 148 auch so bezeichnend: "Die Klimakrise ist im Grunde eine Wasserkrise". Darum begleitet uns durch das Buch auch immer wieder ein Tropfen Wasser, der alle Protagonisten "trifft".
Ich fand die Verbindung von London im 19. Jahrhundert zur Zeit der Hochindustrialisierung und der großen Verarmung sowie der immensen Umweltverschmutzung mit dem heutigen London und die Geschichte am Ufer des Tigris mit dem drohenden Dammbau sehr geschickt gemacht und ich mochte auch die immer wieder eingestreuten Zusatzinformationen sehr.
Ich habe jede einzelne Zeile dieses Buches genossen.
Rezensionen von _Le4_:
Highlight
Starling House von Alix E. Harrow
Im Buch geht es um Opal, die immer wieder von Starling House träumt. Aber in Eden, der Kleinstadt, in der sie wohnt, gibt es Gerüchte, die besagen, dass es im Haus nicht mit rechten Dingen zugeht. Sie sollte sich also davon fernhalten und doch steht sie eines Tages davor und trifft dort auf Arthur Starling, den Hüter des Hauses.
Und darin geht es tatsächlich nicht mit rechten Dingen zu. Doch anders als die Bewohner Edens denken, hat es weniger mit Satanismus und viel mehr mit der waschechten Underworld zu tun.
Ich fand dieses Buch ganz ausgezeichnet. Es hat eine fantastische Stimmung, die herrlich hervorkommt durch den Nebel über Eden, die gruseligen Gestalten, die in den Minen hausen und das Haus, das eine ganz eigene Persönlichkeit hat. Vor allem letzteres mochte ich sehr gerne. Das Haus wurde so fabelhaft anthropomorphisiert, dass ich es fast als einen meiner Lieblingscharaktere aufzählen würde. Aber auch Opal und Arthur finde ich ganz wundervoll. Ich liebe es, wenn Hauptcharaktere nicht als wunderschöne, perfekte Menschen beschrieben werden und das konnte dieses Buch definitiv bieten. Es wirkt so einfach viel echter und weniger oberflächlich, wenn sie sich verlieben und sich ihre Einstellung zueinander darauf basierend ändert. Die Liebesgeschichte im Buch mochte ich wirklich gerne, da sie sich langsamer entwickelt hat und die beiden sich trotz aller Widrigkeiten ineinander verliebt haben. Weder Opal noch Arthur sind besonders freundliche Charaktere, aber sie wirken in ihrer Erklärung, wie das zustande gekommen ist und in ihren inneren Gefühlen so liebenswert, dass ich sie trotzdem beide ins Herz geschlossen habe.
Das hervorgehobene Gefühl, eine Heimat zu finden, war einfach wunderschön.
Das Mysterium war unfassbar spannend und das Buch konnte mich total packen und die Gegenspieler wirkten mit ihren skrupellosen und realistischen Einschüchterungsmethoden so herrlich beunruhigend.
Dieses Buch war ein Highlight für mich und ich persönlich kann es definitiv weiterempfehlen.











