Kunden em pfehlungen
Rezensionen von yellowdog:
gnadenlos
Das Ende von Eddy von Édouard Louis
Dieses jetzt neu aufgelegte Buch begründete den inzwischen beträchtlichen Ruhm des Autors Edouard Louis und gilt als bedeutendes Werk über einen Zustand. Es ist autofiktional im Sinne von Annie Ernaux gehalten. Der junge Eddy wird schon als Kind in der Schule gemobbt und teilweise wird er auch in der Familie ausgegrenzt.
Der Vater ist ein rauer Typ, der keinen Zugang zu seinem sensiblen Sohn hat, die Mutter schwankt zwischen hilflos und gleichgültig. In späteren Büchern wird sich der Autor noch ganz den Eltern widmen, doch auch schon hier haben sie ihre Kapitel.
Es ist aber die ganze Gesellschaftsschicht im dörflichen Frankreich, die sich so intolerant verhält.
Erst ganz am Schluß des Buches öffnet sich Eddy eine Chance.
Dass Edouard Louis das so gnadenlos erkennt und beschreibt, verleiht dem Buch die hohe Wirkung.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Penibel recherchiert und gekonnt erzählt
Schwestern im Geiste von Marie Pierre
Mit dieser historischen Roman tauchen wir abermals in das Reichsland Elsass - Lothringen, genauer in das Städtchen Thionville oder, wie es jetzt auf Deutsch heißt: Diedenhofen ein.
Die eine oder andere Schülerin hat hat das Pensionat an der Mosel verlassen und doch hat Schulleiterin Pauline Martin mit den elf verbliebenen Mädchen jede Menge zu tun.
Manchmal ist sie überzeugt,
„dass es wesentlich einfacher sein musste, einen ganz Sack Flöhe zu hüten, als ein knappes Dutzend halbwüchsiger Backfische. Besonders, wenn gerade der Frühling vor der Tür stand...“
Auch bei den Lehrkräften bahnt sich ein Wechsel an, so dass die augenblickliche Aufregung durchaus legitim ist: Rhona O’Meally kommt als neue Lehrerin für Englisch und Musik ins Institut. Mit ihr zieht nicht nur frischer Wind in Sachen englischer Literatur durch die Schule, sondern auch etwas Geheimnisvolles. Zunächst zeigt sie bei der Vorstellungsrunde, dass auch ungehörigen Bemerkungen, wie jenen von Charlotte, geschickt zu parieren weiß:
„...Wir Iren sind aus hartem Holz geschnitzt. Da bedarf es weitaus mehr als der ungezogenen Bemerkung eines unreifen Görs, um mich zu treffen...“
Und Charlotte wird diejenige sein, die für Unruhen im Pensionat sorgt. So spielt plötzlich die jüdische Herkunft von Esther ebenso eine Rolle wie die Tatsache, dass Louises Vater ein Sozialist ist.
Als dann noch antipreußische Parolen unter anderem auf den Flohturm geschmiert werden und Charlottes Kette sowie Geld verschwindet, sieht sich der unsympathische Polizist Wachtmeister Schrotherr bemüßigt, in der Schule zu ermitteln und Pauline mit der Schließung der Schule zu drohen. Allerdings gelingt es Hauptmann Erich von Pliesnitz, der im ersten Teil noch als „Häuptling Gnadenlos“ verschrien war, gemeinsam mit dem Gärtner Vincent Lehmann, den er eigentlich als Konkurrenten um Pauline sieht, das Schlimmste abwenden. Das geht sogar soweit, dass er seinen Burschen Franzl dazu abstellt, die Schule zu beobachten.
Meine Meinung:
Die Autorin hat hier eine großartige Fortsetzung geschrieben, die mehr als ein Geheimnis enthält, die letztlich enthüllt werden. Doch bis dahin müssen wir mit den Protagonisten bangen, ob sich alles zum Guten wendet. Marie Pierre hat, wie sie im Nachwort schreibt, sehr viel Recherche betrieben, um ihren Roman in ein historisch korrektes Umfeld einzubetten. So mag ich das! Nichts finde ich peinlicher als Recherchefehler und sprachliche Ausrutscher in eine moderne Ausdrucksweise.
Der Schreibstil ist ausgefeilt und ich durfte so herrlich altmodische Wörter wie kujonieren wieder lesen. Die in französisch und Thionviller Platt eingestreuten Redewendungen machen das Buch authentisch. Keine Angst! In einem ausführlichen Glossar werden diese Ausdrücke übersetzt. Die meisten lassen sich aus dem Zusammenhang allerdings gut nachvollziehen.
Einer meiner Lieblingssätze ist folgender:
„..Jemanden wie Charlotte traue ich nur so weit, wie man ein Klavier werfen kann, und das ist nicht besonders weit...“
Sehr gut gefällt mir, weil vortrefflich gelungen, wie sich das „Stammpersonal“, also jene Figuren wie Pauline, Esther, Louise, Charlotte und Lisbeth sowie die Erich von Pliesnitz, Vincent oder auch Thomas entwickeln. Nicht immer zu ihrem Vorteil, aber das braucht eine abwechslungsreiche Geschichte, um ihre Leserinnen zu fesseln. Mit Rhona O’Meally hat die Autorin eine interessante neue Figur eingeführt, die einiges mit Pauline gemeinsam hat, sich aber dennoch deutlich von ihr unterscheidet. Schade, dass ihr Auftritt nur auf diesen zweiten Band beschränkt ist. Er wird nicht mehr lange dauern, dass sich ihr prophetischer Satz bewahrheitet.
"...Irgendwann wird ein großer Krieg wie ein Brand durch die Welt laufen und die alte Ordnung zerstören..."
Erich von Pliesnitz macht die größte Entwicklung durch, auch wenn er manchmal nach wie vor der Meinung ist, dass Weibsbilder immer für Unruhe sorgen. Aber, man weiß ja, dass die Preußen nicht so schnell schießen. Lassen wir Hauptmann von Pliesnitz jene Zeit, um sich zu verändern. Da er den Karneval und das Gedöns, das darum gemacht, wird nicht leiden kann, hat er meine volle Sympathie.
Im Nachwort geht die Autorin nochmals ausführlich auf die Themen Freiheitskampf in Irland, Antisemitismus und die Präsenz des Deutschen Militärs im Reichsland Elsass – Lothringen ein.
Ein Personenverzeichnis gleich zu Beginn, historische Fotos auf der inneren vorderer Umschlagseite, das bereits erwähnte Glossar sowie eine Karte von Diedenhofen im Anhang des Buches ergänzen den zweiten Teil der Trilogie. Ich freue mich schon auf den dritten Teil, der im Februar 2025 erscheinen wird.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem penibel recherchierten und opulent erzählten historischen Roman 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Rezensionen von Anno:
Ungeheuer berührend
Das Wesen des Lebens von Iida Turpeinen
Dieses Buch wirkt fast schon dokumentarisch und zeigt die Geschichte der Wissenschaft rund um die Entdeckung und Ausrottung der Stellers gen Seekuh auf. Damals übliche Methoden und Ansichten wurden dabei genauso aufgezeigt, wie die mit dem Schicksal der Seekuh verbundenen Personen. Das erzählerische, nostalgische Lesegefühl wurde durch ein völliges Fehlen direkter Anreden unterstützt, der Leser nimmt die Rolle eines Beobachters ein ohne emotional ausgegrenzt zu werden.
Handlung, und Schreibstil sind durchsetzt von wissenschaftlichen Themen, werden jedoch auf eine Weise präsentiert, die mich persönlich sehr anrührte. Da mir diese Tierart völlig neu war und ich deren Schicksal somit noch nicht kannte, konnte ich mich unvoreingenommen auf dieses Buch einlassen, wodurch mich die Handlung vielleicht mehr fesselte, wie es Personen, die mit dieser Geschichte vertraut sind womöglich empfinden könnten. Inwieweit die Handlung als biographisch einzuordnen ist, kann ich jedoch durch mein fehlendes Vorwissen leider nicht einschätzen. Doch nehme ich der Autorin ihr Werk vollkommen ab. Es wirkt äußerst realistisch, wissenschaftlich fundiert und doch sehr persönlich und lebensnah.
Ein Buch, das mir lange in Erinnerung bleiben wird.
Rezensionen von Ruth:
Porträt einer modernen jüdischen Familie
Juli, August, September von Olga Grjasnowa
Die 1984 in Baku, Aserbaidschan, geborene Autorin ist eine feste Größe im deutschen Literaturbetrieb. Ihr Debut „ Der Russe ist einer, der Birken liebt“, 2012 erschienen, war ein großer Erfolg und wurde auch von der Kritik gefeiert. Mit elf Jahren, nach dem Zerfall der Sowjetunion, kam sie mit ihrer russisch-jüdischen Familie nach Deutschland.
Zur Zeit arbeitet sie als Professorin am Institut für Sprachkunst der Universität Wien. „ Juli, August, September“ ist ihr fünfter Roman.
Lou, die Ich-Erzählerin , lebt mit ihrem zweiten Mann Sergej und ihrer fünfjährigen Tochter Rosa, benannt nach ihrer Großmutter, in Berlin. Sergej ist als gefragter Pianist sehr viel unterwegs und ist er zuhause, muss er üben und ist kaum ansprechbar. Lou fragt sich deshalb zu Recht, ob sie überhaupt noch ein Paar sind.
Beide sind russisch-stämmige Juden, aber der Glaube spielt in ihrem Alltag kaum eine Rolle. Lou überlegt, ob sie ihrer Tochter nicht mehr von ihrer jüdischen Identität vermitteln sollten. Ihr Mann winkt lachend ab: „ Juden haben keine Wurzeln, Juden haben Beine.“
Aber Lou lässt der Gedanke keine Ruhe. Deshalb ist sie auch bereit, zusammen mit Rosa und ihrer Mutter zum 90. Geburtstag von Großtante Maya nach Gran Canaria zu fliegen. Dort will die israelische Verwandtschaft gemeinsam feiern. Die weit verzweigte Familie ist aus Russland nach Israel ausgewandert. Nur Lou und ihre Mutter leben in Deutschland. Während die Familie in Israel mittlerweile ein gut situiertes Leben führen, muss Lous Mutter mit einer kleinen Rente auskommen, „ denn die Arbeitsjahre der Russlanddeutschen in der Sowjetunion wurden angerechnet, die der Juden nicht.“
Dazu ist es in Israel einfacher, seine jüdische Identität zu leben. Das Aufeinandertreffen auf der Kanarischen Insel ist deshalb nicht unbelastet.
Der größte Streitpunkt aber sind die Geschichten von Maya über ihre Kindheit und Jugend in der Sowjetunion. Denn ihre Erinnerung weicht stark ab von den Erzählungen der verstorbenen Großmutter Rosa. „ Maya war die letzte Zeugin, und sie veränderte die Geschichte vom Überleben nach ihren Bedürfnissen. …Sie manipulierte die Erinnerung und war doch zugleich die Einzige, die sich überhaupt noch erinnern konnte.“
Um herauszufinden, was wirklich passiert war, reist Lou deshalb nicht mit Mutter und Tochter nach Deutschland zurück, sondern fliegt nach Israel, um dort Antworten zu finden auf ihre Fragen.
Olga Grjasnowa lässt hier eine Frau zu Wort zu kommen, die sich über vieles im Unklaren ist. Ist ihre Ehe noch zu retten? Wann begann die Entfremdung zwischen ihr und ihrem Mann? War die Fehlgeburt, über die Lou nicht hinwegkommen kann, einer der Gründe dafür oder liegt es an Sergejs beruflicher Krise?
Neben diesen ganz privaten Problemen werden aber auch Fragen nach jüdischer Identität aufgegriffen. „ Wir geben uns so viele Mühe für eine Religion, obwohl wir nicht an Gott glauben, für eine Vergangenheit, an der kaum etwas gut war, für eine Zukunft, die maximal ungewiss ist, und für eine Identität, die wir selbst nicht mehr verstehen.“ so resümiert die Protagonistin.
Daneben erfahren wir vom Aufwachsen einer russisch-stämmigen Jüdin in Deutschland. Auf Lou lastet eine große Hypothek, denn ihr Erfolg muss all die Entbehrungen und die Arbeit ihrer Mutter rechtfertigen. „ Ihre Immigration bedeutete, dass sie ihr Leben gegen meine Zukunft eingetauscht hatte, und ich war ihr diese Zukunft schuldig….Also versuchte ich ihr zu beweisen, dass ihr Opfer nicht umsonst war, sei es durch meine Ausbildung, meine Ehe oder meine Karriere.“
Berührend ist vor allem das grausame Schicksal von Rosa und Maya, das Olga Grjasnowa in einer kurzen Binnenerzählung darstellt. Auch in der Sowjetunion gab es einen Genozid an den Juden.
Wie der Titel schon andeutet, ist der Roman in drei Teile gegliedert, wobei der erste ( Juli ) in Deutschland spielt, der zweite ( August ) auf Gran Canaria und der letzte ( September) in Israel.
Die Ich- Perspektive ermöglicht eine eindrückliche Innensicht der Gefühls- und Gedankenwelt der Protagonistin und dadurch kommt man ihr sehr nahe. Glaubhaft und nachvollziehbar werden ihre Probleme und ihre Ängste beschrieben, ebenso die Fragen, die sie umtreiben.
Dazwischen gestreut finden sich hin und wieder kurze Bemerkungen zur aktuellen Situation, sowohl in Deutschland als auch in Israel.
„ Juli, August, September“ ist ein sprachlich überzeugender Roman, der viele Denkanstöße liefert und zugleich ein interessantes Porträt einer modernen jüdischen Familie.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Eine Leseempfehlung!
Ein paar Leben später von Robert Palfrader
Robert Palfrader, den meisten Menschen als Kaiser Robert Heinrich I. aus dem österreichischen Fernsehen bekannt, hat seinen ersten Roman veröffentlicht.
»Sie machen sich keine Vorstellung davon, wie oft ich die Unwahrheit erzählen werde müssen, um die Geschichte der Familie meines Vaters glaubhaft erscheinen lassen zu können.
Denn die ganze Wahrheit kann ich niemandem zumuten, dafür ist sie zu absurd.«
In seinem Debüt erzählt in einer Romanbiografie die Geschichte seiner Vorfahren, einer Familie im ladinischen Teil Südtirols. Die Ladiner sind eine Minderheit in Südtirol, genauer gesagt in den Dolomiten. Sie haben sich ihre sprachliche und sonstige Eigenheiten über Jahrhunderte, auch wenn sie zahlreichen staatlichen Unterdrückungen ausgesetzt waren, bis heute bewahrt. Eine kleine unbeugsame Volksgruppe von rund 35.000 Personen. Menschen, die sich ihrer rauen unwirtlichen Umgebung in den Bergen der Dolomiten angepasst haben.
Unter diesen ohnehin schon wortkargen Menschen stechen die Craffonaras und die Palfraders besonders heraus. So ist die eine Urgroßmutter überdurchschnittlich fromm und nimmt ihr Schicksal gottergeben ohne zu klagen an. Die andere Urgroßmutter hingegen liest alles, was sie zwischen die Finger bekommt und wird eine erfolgreiche HUndezüchterin, die sie auch ins benachbarte Ausland führt. Auch die Urgroßväter polarisieren. Aufbrausend der eine, geschäftstüchtig der andere. Die nächste Generation sucht außerhalb des engen Tals bis hin in Argentinien ihr Glück und kehrt enttäuscht zurück.
Franz und Maria Palfrader schaffen sich mit ihrem kleinen Hotel so etwas wie Wohlstand. Doch der Faschismus auf beiden Seiten der Alpen macht ihnen einen Strich durch die Rechnung. Dableiben oder Fortgehen? Der Partei beitreten, ausschließlich italienisch sprechen und die Namen ändern? Wer die sturen Mitglieder der Familien nun kennengelernt hat, wir ahnen, wie sie sich entscheiden. Franz und Maria verlassen 1941 St. Vigil und fangen in der Nähe von Krems in Niederösterreich (damals Gau Niederdonau in der Ostmark) neu an.
„Dein Großvater hat nur zwei Fehler in seinem Leben gemacht.“ sagt die jüngste Schwester vom Franz ein paar Leben später einem seiner Enkel. „Der erste Fehler war: Er ist aus St. Vigil weggegangen. Und der zweite: Er ist nicht zurückgekommen.“
„Ja“ dachte der Enkel „aber wär er zurückgegangen, gäb‘s mich halt nicht. Ich bin also das Ergebnis einer Fehlentscheidung. Auch nicht angenehm, das zu wissen.“ Gesagt hat er das aber nichts.
Meine Meinung:
Geschickt verknüpft Robert Palfrader in der Geschichte seiner Vorfahren Fakten mit Fiktion. Auf 160 Seiten erzählt er atmosphärisch dicht, oft in kargen Worten das Leben in der rauen Umgebung.
Wenn man den Autor ausschließlich als Kunstfigur Kaiser Robert Heinrich I. sowie als Schauspieler und Kabarettisten kennt, traut man ihm diese tiefgründige Familienbiografie so gar nicht zu. 5 Sterne.
Rezensionen von Anno:
Agency for Scandal
Agency for Scandal von Laura Wood
Die junge Izzy Stanhope, durch den Tod ihres Vaters in Not geraten, erfährt die Ungerechtigkeit dieser Zeit am eigenen Leibe. Doch eine Gemeinschaft von mutigen Frauen lehrt sie für ihre Rechte und die anderer Frauen einzustehen. Als aber ein rätselhaftes Schmuckstück ihre Aufmerksamkeit auf sich zieht gerät ihre Welt in Gefahr- und mit ihr ihr Herz.
Das Setting dieses Jugendromans schwankt zwischen Regency und Moderne, was mir sehr gut gefiel, da es einerseits dieses romantisch Verträumte der damaligen Zeit einfing, aber auch ein freieres Agieren der Protagonisten ermöglichte. Kriminanistische Elemente trafen dabei auf eine feministische Denkweise und eine unschuldig, süße Liebesgeschichte. Izzy gefiel mir in ihren Ansichten, ihrer Selbständigkeit, Loyalität und Wandelbarkeit sehr. Sie ist ungewöhnlich tough für ihre Zeit, ohne dadurch überheblich zu wirken. Ihr Versuch ihre Familie zu schützen, aber auch für andere einzustehen imponierten mir und nahmen vollends mich für sie ein. Aber auch das Geheimnis der Brosche entwickelte sich rasch zu einem äußerst vertrackten Fall, der meine Erwartungen bei Weitem übertraf. Er brachte der anhaltende Spannung in die Handlung und ein großartige und abwechslungsreiche Story mit sich. Schön war dabei auch der Einbezug des Dukes, das zum Vorschein tretens seines wahren Charakters und der sich anbahnenden Liebesgeschichte.
Ich freue mich daher schon jetzt auf die Fortsetzung dieser Reihe und kann dieses Band nur wärmstens empfehlen!
Rezensionen von brauneye29:
Macht nachdenklich
Das Wesen des Lebens von Iida Turpeinen
Zum Inhalt:
Ausgehend von der ausgestorbenen Stellerschen Seekuh wird hier die Geschichte von Sammlern, Wissenschaftlern, Naturschützern und deren Frauen erzählt. Es wird erzählt, wie die rastlose Suche nach Erkenntnissen ohne Rücksicht auf die Zerstörung der Natur betrieben wird und wie sehr auch das private Leben der Familien der Forscher zurück stehen muss.
Meine Meinung:
So richtig wusste ich vorher nicht, wobei ich mich bei diesem Buch einlasse werde, aber gut dass ich mich eingelassen habe, denn ich fand das Buch wirklich mega interessant. Es ist ein wie ein Mix aus Roman, Biographien und Sachbuch, dass einen durch die Jahrhunderte und unterschiedliche Orte führt, aber vor allem vor Auge führt, was der Mensch schon alles zerstört hat. Es regt durch die unterschiedlichen Aspekte zum Nachdenken an und ist ungeheuer gut geschrieben, so dass man durch die Seiten fliegt. Das Hörbuch ist sehr gut gelesen.
Fazit:
Macht nachdenklich
Rezensionen von Sheilo:
Regency meets Crime
Das Wesen des Lebens von Iida Turpeinen
Izzy Stanhope ist eine junge Dame, die eine Menge Geheimnisse und verborgene Talente verbirgt. Sie bewegt sich in den besten Kreisen der Gesellschaft, aber neben dem höflichen Lächeln steckt so viel mehr in ihr. Nur einer scheint das nicht zu bemerken, ein Duke, für den Izzy schon so lange schwärmt.
Den Lebensunterhalt für sich und ihre verschuldete Familie bestreitet Izzy durch ihre Arbeit in einem Detektivbüro. Sie liebt ihren Job und ihre Kollegen wirklich sehr, doch plötzlich kommt ihr bei einem Auftrag ausgerechnet Max, der Duke ihrer Träume, dazwischen und auf einmal verbringt sie mehr Zeit mit Max, als sie sich je erträumt hätte.
Ich liebe die Geschichte von "Agency for Scandal" wirklich sehr. Laura Wood ist es gelungen, ein wundervolles Jugendbuch voller Humor geschaffen, welches eine tolle Mischung aus einem altersgerechten Regency Roman und einem Krimi darstellt.
Ich selbst habe jede freie Minute genutzt, um dem Hörbuch weiter lauschen zu können. Die Sprecherin Nora Schulter hat die Dialoge sehr lebhaft gestaltet und dabei jedem Charakter einen individuellen Touch verliehen, der perfekt zu den jeweiligen Figuren passt. Meine Favoritin ist dabei neben den beiden Protagonisten Max und Izzy eindeutig Theresa, welche eine wahre Freundin für Izzy und immer für eine Überraschung gut ist. Der Einsatz für die Frauenrechte nimmt im Buch eine wichtige Rolle ein, was damals leider keine Selbstverständlichkeit war und Frauen somit teilweise gezwungen waren, ein Doppelleben zu führen. Der Kriminalfall selbst ist spannend aufgebaut und hier und da wartet eine Wendung, mit der ich so nicht gerechnet hätte.
"Agency of Scandal" ist für mich ein richtiges Highlight, und ich kann das Buch wirklich sehr empfehlen - nicht nur für Jugendliche ab 13 Jahren, sondern auch für Erwachsene. Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band der Reihe "Season for Scandal" und somit auf das nächste Abenteuer für das Detektivbüro.
Rezensionen von brauneye29:
Sehr gute Unterhaltung
Agency for Scandal von Laura Wood
Zum Inhalt:
Nach dem Tod des Vaters steckt sie Familie in der Misere. Um so gelegener kommt da das Angebot an Izzy in einer geheimen Detektei, die nur Frauen beschäftigt und Skandale in der High Society aufdeckt und damit Frauen schützt und Männer zur Rechenschaft zieht. Fortan führt Izzy ein Doppelleben.
Meine Meinung:
Das Buch, in meinem Fall Hörbuch geht gleich spannend los mit einem Diebstahl in der Oper und Izzys erster Begegnung mit dem Duke. Schnell erfahren wir, wie Izzy zu ihrer ungewöhnlichen Rolle kam und auch warum. Ich fand das Buch ausgesprochen interessant und gerade auch, was die Rolle von "normalen" Frauen in der Zeit anging, äußerst interessant. Izzy als Protagonistin fand ich sehr interessant und gut gelungen. Was ich als sehr wohltuend empfunden habe, war dass die Liebesgeschichte nicht so verkitscht dargestellt wurde. Warum dieses Buch als Jugendbuch klassifiziert ist erschließt sich mir nicht, denn es ist durchaus für auch ältere Leser geeignet.
Fazit:
Sehr gute Unterhaltung
Rezensionen von brauneye29:
Hammer
Stalker – Er will dein Leben. von Arno Strobel
Zum Inhalt:
Eigentlich läuft in Erics Leben alles super, denn in seiner Rolle im Tatort ist er super angekommen. Doch dann beginnt jemand sich als er auszugeben, erst nur im digitalen Leben, später auch im wahren Leben. Er spürt die Bedrohung, kann aber selbst der Polizei diese nicht richtig klarmachen.
Als ein Fremder ihn schließlich bedroht, wird klar, dass er handeln muss
Meine Meinung:
Holla, was für ein Thriller. Allein die Vorstellung, dass jemand virtuell massiv in dein Leben eingreift, ist schon Horror. Aber das geht hier weiter und schließlich soll er einen Mord gestehen, an den er sich nicht mal erinnern kann. Als dann auch noch seine Familie in Gefahr gerät, wird die Spannung unglaublich. Nach und nach gelingt es ihm auch die Erinnerung wieder zu erlangen und muss erkennen, dass er überhaupt nicht das Leben gelebt hat, dass er glaubte erlebt zu haben. Es gibt einen großen Showdown, der mich doch aus den Socken gehauen hat. Werde ich natürlich jetzt nicht spoilern, aber das war mega überraschend. Sowohl Buch als auch Hörbuch waren super, wobei ich den zweiten Durchgang als völlig anders empfunden habe, weil ich die Überraschung am Ende natürlich schon kannte.
Fazit:
Hammer










