Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Anno:
Fragwürdige Moral
Die wilden Robbins (Band 1) von Nina Rosa Weger
Abenteuer kommen bei den Kindern immer gut an und so habe ich zwischenzeitlich einige solcher Bücher vorgelesen und muss sagen, dass dieses sich zum einen von der Thematik nicht großartig ( und schon gar nicht positiv) von anderen abhebt und zum anderen eine etwas fragwürdige Moralvorstellung präsentiert, die mich während des Lesens mehr und mehr zu stören begann.
Hier wird gelogen und betrogen, sich über Richtlinien hinweggesetzt und anderer Eigentum beschädigt. 2 Banden an Kinder schließen sich zusammen um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Von Freundschaft aber ist zwischen den Gangs kaum etwas zu spüren und die Streiche gehen mir einfach zu weit als dass ich sie gutheißen kann. Zwar fanden die Kinder durchaus einige Passagen lustig und auch interessant, aber auch vorhersehbar und manchmal eklig. Ich als Mutter jedenfalls, werde diese Reihe aus den oben genannten Gründen nicht weiter verfolgen.
Rezensionen von Sorko:
Sag mir, wo die Tiere sind...
Das Wesen des Lebens von Iida Turpeinen
Die Geschichten der Protagonisten über 200 Jahre hinweg sind schon sehr interessant. Vermutlich ist nicht wirklich bekannt, wie schmackhaft die Seekuh war. Das zarte Fleisch und Fett, das wie Wein getrunken wurde, sind bestenfalls durch Hunger und Durst der Schiffbrüchigen begründet. Mich hat das an die Wale heutzutage erinnert.
Essbares Fleisch und Tran, der teilweise auch getrunken werden kann (der allerdings kaum wie Wein schmeckt), gefährden die friedlichen Meerestiere und führen möglicherweise auch zu ihrem Aussterben, was hoffentlich noch vermieden werden kann.
Steller, Furuhjelm, von Nordmann, Hilda Olson, Grönvall – sie alle haben tatsächlich gelebt, ihre Geschichten sind weitgehend wahrheitsgetreu wiedergegeben. Für mich war das ein Anlass, mich etwas näher mit den Leuten zu beschäftigen (und auch mit den Spinnen, wirklich faszinierende Tiere!) Nordmann als Forscher war wohl nicht so bekannt außerhalb seines Fachgebiets, dabei war er sehr vielseitig. Und er entdeckte im Kaukasus eine Tanne, die dann nach ihm benannt wurde. Die kennt wohl jeder, die Nordmann-Tanne.
Viele Arten aus der Vergangenheit existieren nicht mehr. Das Mammut, den Dodo und die Seekuh gibt es nicht mehr. Ein paar Knochen haben die Zeit überdauert. Begabte Restauratoren und Zeichner haben uns eine Vorstellung davon vermittelt, wie die verschwundenen Tiere ausgesehen haben. Nicht für jedes Artensterben ist der Mensch verantwortlich, für einige aber schon. Wenn man es mal mit etwas Abstand betrachtet, halte ich es für gar nicht so unwahrscheinlich, dass auch wir in einer nahen oder fernen Zukunft zu den ausgestorbenen Arten gehören könnten. Altes vergeht, Neues entsteht, das ist natürlich.
Das Buch zeigt die oft mühselige Arbeit der Forscher und Wissenschaftler, die sich mit der Natur befassen, und die ihrem Wissensdurst oft ihr ganzes Leben widmen. Viele Arten wären ohne sie vermutlich auch ausgestorben, aber ohne sie hätte die Nachwelt nichts über diese Arten erfahren. Sie füllen das Archiv des Lebens mit Daten, das ist ihre Bestimmung, und dafür bin ich dankbar!
Rezensionen von Dana:
liebevoll und interessant gestaltete Welt der Buks
Die magische Bibliothek der Buks 1: Das Verrückte Orakel von George Nina; Kramer Jens J.; Kock Hauke
Verborgen vor den Augen der Menschen gibt es eine geheime Bibliothek, in der die Buks. Die Buchschutzgeister hegen und pflegen die Bücher, die es in der normalen Welt schon gar nicht mehr gibt. Alles wurde digitalisiert, kaum jemand spricht noch von der alten Zeit, in der es Bücher gab und wer es doch tut, sollte aufpassen, wer zuhört.
Doch obwohl die Buks sehr viel Liebe in ihre Buchpflege stecken, können sie nicht verhindern, dass ihre Schützlinge von einer Krankheit befallen werden, gegen die sie machtlos zu sein scheinen. Erst als das verrückte Orakel ihnen prophezeit, dass Kinder kommen werden, schöpfen sie ein wenig Hoffnung. Allerdings haben sie auch Angst, denn schon lange haben sie keine Menschen mehr in ihre Bibliothek gelassen. Und dann ausgerechnet Kinder? Die Bücher gar nicht mehr kennen? Als die vier Freunde Nola, Finn, Thommy und Mira auf den verborgenen Ort stoßen, wird es in ihrem Leben plötzlich ziemlich abenteuerlich und immer wieder müssen sie gute Pläne schmieden, um nicht aufzufliegen. Und auch für die Buchgeister ist es nun längst nicht mehr so ruhig und geordnet, wie zuletzt.
Das Buch beginnt direkt in der magischen Bibliothek, so dass man zunächst die kleinen Buchschutzgeister kennenlernt, die dort leben. Passend zu ihren Fachgebieten oder ihren Eigenschaften wurden ihre Namen ausgewählt. Manche von ihnen erlebt man nur am Rande, andere spielen eine wichtigere Rolle und sind in vielen Szenen mit dabei, wie Queen Buk, Rebella Buk, Attila Buk, Sherlokko Buk, Thesaurus Buk und Alice Buk, um mal ein paar zu nennen. Im Buch gibt es gleich am Anfang auch eine Übersicht der wichtigsten Buks, so dass man eine Vorstellung davon bekommt, wie sie aussehen und man auch einige der Namen schon mal gelesen hat. Zunächst ist es vielleicht nicht ganz leicht, alle direkt auseinanderzuhalten und zuordnen zu können, im Verlauf der Geschichte bekommt man aber ein Gespür dafür, wer wofür zuständig ist, wer optimistisch und wer eher vorsichtig oder ängstlich ist. Schön fand ich auch die kleinen Illustrationen der Buks, die auf den Buchseiten immer mal wieder auftauchen.
Eine Welt ohne Bücher wäre für mich eine ganz furchtbare Vorstellung, für die zwölfjährigen Zwillinge Finn und Nola und deren Freunde Thommy und Mira war es allerdings ganz normal. Bevor sie nicht auf einem ihrer Streifzüge auf die geheime Bibliothek gestoßen sind, kannte nur Thommy Bücher aus den Erzählungen seines Opas. In der zukünftigen Welt, in die man in der Geschichte eintaucht, sind viele Dinge, wie man sie kennt, anderes hat sich jedoch weiter entwickelt, besonders die technischen Fortschritte sind an allen Ecken spürbar. Digitale Überwachung, komplett autonom fahrende Verkehrsmittel, Hologramme als Anschauungsmaterial und sehr feste Regeln, wie man sich verhalten und benehmen sollte, prägen den Alltag. Die Freunde suchen allerdings auch immer mal wieder Wege, die Regeln zu beugen oder sie zu ihren Gunsten auszulegen, denn nicht alles daran finden sie sinnvoll oder nachvollziehbar. Nur erwischen lassen dürfen sie sich nicht, denn sonst gibt es Strafen und Verbote. Deswegen müssen sie gute Pläne entwickeln, um wieder zur magischen Bibliothek zurück kehren zu können, ohne dass jemand davon weiß und auch ohne dass ihnen jemand folgen kann. Gar nicht so einfach, aber durch ihren guten Zusammenhalt und die Stärken von jedem, die immer wieder in die Handlung eingebracht werden, finden sie Möglichkeiten, ihre Abenteuer weiter zu verfolgen. Wenn sie allerdings gewusst hätten, was da alles auf sie zukommt, vielleicht hätten sie dann auch anders entschieden, denn gänzlich ungefährlich ist das alles nicht. Allerdings bekommen sie auch viel wieder, denn die Macht der Bücher ergreift auch sie und sie tauchen in Welten ein, die sie in ihren Bann ziehen, was auch Auswirkungen auf ihren Alltag hat.
Der Schreibstil ist flüssig und mitnehmend und leicht verständlich, nur hin und wieder tauchten ein paar Begriffe auf, bei denen ich mir nicht sicher bin, ob Zehnjährige damit wirklich was anfangen könnten. Zu Beginn der Kapitel gibt es jeweils einen Buchstaben, der aus Büchern geschrieben ist, was ich sehr passend für die Geschichte und auch optisch ansprechend fand. Einige Abschnitte ist man in der magischen Bibliothek allein mit den Buks unterwegs, in anderen Passagen begleitet man die Kinder in der „normalen“ Welt, in manchen Kapiteln mischt es sich dann zusammen, wenn die Protagonisten Stück für Stück in die Welt der Buks eintauchen und mehr von ihnen und den Büchern erfahren. Dabei wird aber immer wieder deutlich, dass die Buks nicht sofort die Karten auf den Tisch legen. Als Lesender hat man da ein wenig Wissensvorsprung, da man ja die Buks auch allein begleitet. Ich fand allerdings nicht, dass es die Spannung nimmt, man hat einfach nur schon einen besseren Überblick über die Dinge, die passieren könnten. Und doch weiß man eben auch nicht alles. Auch manche andere Aspekte sind erahnbar in der Geschichte, dennoch bin ich neugierig, wie sich das am Ende alles auflösen wird und was noch auf die Charaktere zukommt.
Die Figuren sind alle sehr liebevoll ausgearbeitet. Besonders die Buks habe ich schnell ins Herz geschlossen, aber auch die Kinder mochte ich gern. Jeder hat seine besonderen Eigenschaften und Eigenarten, das Zusammenspiel der Charaktere ist toll umgesetzt, sie können sich gegenseitig unterstützen und stärken. Es entsteht eine schöne Dynamik in der Geschichte, es gibt viel wörtliche Rede, humorvolle Aussagen oder Ereignisse, viele fantasievolle Elemente und im Verlauf wird es dann auch immer abenteuerlicher für die vier Freunde.
Fazit
Ein toller, fantasievoller Auftakt der Dilogie und um die Buchschutzgeister und die Bücher, die es in der normalen Welt schon gar nicht mehr gibt. Auch wenn das Buch in der Zukunft spielt und manche Themen auf den ersten Blick weit weg erscheinen, gibt es doch immer wieder auch Berührungspunkte zur aktuellen Zeit, besonders was die Technisierung, Modernisierung und sämtliche digitale Aspekte betrifft. Ich bin neugierig auf die Fortsetzung, was auch an dem spannenden Abschluss und den offenen Fragen liegt. Es hat Spaß gemacht in die Welt der Buks einzutauchen und ich freue mich auf ein Wiedersehen mit ihnen im nächsten Frühjahr.
Rezensionen von Buchchecker :
Ein Buch, das man nicht nur liest, sondern auch fühlt.
Lauter als das Meeresrauschen von Nina Voss
Nina Voss nimmt mit ihrem berührenden Roman "Lauter als das Meeresrauschen" mit auf eine Achterbahn der Gefühle und stellt sich den emotionalen Herausforderungen, die das Leben mit sich bringt.
Die Protagonistin Emmi kämpft seit einem schicksalhaften Unfall vor eineinhalb Jahren mit ihren Erinnerungen und Ängsten.
Um einen Neuanfang zu wagen, reist sie in die atemberaubende Kulisse Neuseelands, wo sie bei einer befreundeten Familie ein Whalewatching-Unternehmen besucht. Diese Reise wird nicht nur zu einer Ablenkung, sondern auch zu einer tiefgreifenden Auseinandersetzung mit ihrer Vergangenheit. ...
Das Cover des Buches ist schon ein echter Blickfang. Der sanfte Farbverlauf und die Darstellung des Meeres strahlen eine beruhigende, aber auch nachdenkliche Atmosphäre aus. Es spiegelt perfekt die Thematik wider: Die Weite des Meeres als Kontrapunkt zu den lauten, oft erdrückenden Gedanken und Sorgen, die Emmi plagen. Es lädt dazu ein, sich auf die Reise der Protagonistin einzulassen.
Emmi ist eine bemerkenswerte Figur, die durch ihre Stärke und ihren Mut besticht. Ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte ist inspirierend und zeigt, wie wichtig es ist, sich seinen Ängsten zu stellen. An ihrer Seite steht Valentin, dessen Loyalität und tiefgründige Persönlichkeit die Geschichte bereichern. Die Dynamik zwischen Emmi und Valentin ist fesselnd und zeigt, wie Beziehungen helfen können, innere Mauern einzureißen und Heilung zu finden.
Die Vielfalt der Charaktere in "Lauter als das Meeresrauschen" ist ein weiteres Highlight. Jeder von ihnen bringt eigene Stärken und Schwächen mit, was die Geschichte lebendig und authentisch macht. Die Interaktionen zwischen den Figuren sind einfühlsam und zeigen, wie wichtig Unterstützung und Verständnis in schwierigen Zeiten sind.
Ein zentrales Thema des Buches ist die mentale Gesundheit. Nina Voss thematisiert eindringlich, wie wichtig es ist, über Ängste und Sorgen zu sprechen und sich Hilfe zu holen. Emmis Mut, einen Neuanfang zu wagen, inspiriert und erinnert daran, dass es in Ordnung ist, nicht perfekt zu sein. Die Geschichte regt dazu an, über eigene Gedanken und Gefühle nachzudenken und die Bedeutung von Selbstakzeptanz zu erkennen.
Obwohl einige Wendungen vorhersehbar sind, bleibt die Erzählung mitreißend und emotional tiefgründig. "Lauter als das Meeresrauschen" ist ein bewegendes Wechselbad der Gefühle, das dazu anregt, über die eigenen Herausforderungen nachzudenken und die kleinen Gesten der Unterstützung im Alltag wertzuschätzen.
Insgesamt ist Nina Voss' Roman eine eindrucksvolle und berührende Lektüre, die nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt. Ein Buch, das man nicht nur liest, sondern auch fühlt.
Rezensionen von Dana:
fesselnd, spannend, brutal
Der Totenarzt von Chris Carter
Hinweis: Band 13, Vorwissen ist aber nicht zwingend notwendig, die Geschichte der Ermittler geht zwar über die Bände hinweg weiter, jedoch ist der Fall unabhängig von den vorherigen, so dass man dem Geschehen problemlos folgen kann, sollte man die anderen Bücher nicht kennen.
Für die beiden Detectives Hunter und Garcia wird es wirklich nie langweilig, doch der neue Fall stellt sie erst mal vor einige Rätsel.
Ein Unfallopfer landet durch einen Zufall auf dem Autopsietisch von Dr. Hove, der bei der Untersuchung einige Ungereimtheiten auffallen. Der Verstorbene weißt eindeutige Zeichen dafür auf, dass er bereits tot war, bevor sein „Unfalltod“ passiert ist. Hellhörig geworden berichtet die Gerichtsmedizinerin den beiden Ermittlern der UV-Einheit von ihren Entdeckungen. Vieles spricht dafür, dass es nicht das erste Opfer des Killers war. Aber wie will man etwas ermitteln, wenn man gar nicht weiß, welche Verstorbenen noch in die Serie passen könnten und es keine Spuren gibt? Eine ziemliche Herausforderung für Hunter und Garcia, die sich für ihre Recherchen auf ungewöhnliche Wege begeben.
Auch alle anderen Bände der Reihe habe ich bereits gelesen oder gehört und bin doch immer wieder erstaunt, wie es Chris Carter gelingt, ein noch mal anderes Szenario zu erschaffen. Dieses Buch habe ich als sehr unterschiedlich zu den anderen empfunden, was vor allem an der Herangehensweise des Täters und den draus resultierenden Ermittlungsarbeiten liegt. Die Art, wie sie dem Killer auf die Spur kommen, ist ungewöhnlich und mit einer Portion Glück versehen, denn dass die Spuren bei der Autopsie entdeckt werden, war nicht selbstverständlich. Es steckt sehr viel Spannung in der Geschichte und ich fühlte mich von Beginn an direkt in die Handlung gezogen.
Gleich am Anfang bekommt man einen Einblick in die Machenschaften des Täters und wie perfide und grausam er dabei vorgeht, seine Opfer zu quälen. Im Verlauf der Geschichte gibt es dann immer wieder Passagen, in denen man den Killer bei seinem Aktionen begleitet. Stellenweise ist es ziemlich brutal und auch blutig, manchmal auch einfach nur erschreckend und mental quälend für die Opfer. Für sehr zartbesaitete Leser*innen sind die Bücher des Autoren auf jeden Fall nichts. Auch wenn in diesem Buch nicht ständig Blut spritzt und viele der Verletzungen etwas versteckter sind, wird doch die Brutalität und Grausamkeit dahinter immer wieder thematisiert und Stück für Stück aufgedeckt. Der Schreck liegt hier also vielleicht nicht ausschließlich im Aufzeigen der Gewaltanwendung, sondern auch in dem Kopfkino, das entsteht, wenn man liest, welche Verletzungen den Opfern zugefügt wurden.
Die meiste Zeit begleitet man jedoch die ermittelnden Detectives und die Gerichtsmedizinerin bei ihrer Arbeit, so dass sich Stück für Stück die Puzzleteile zusammensetzen, die sich alle sehr mühsam erarbeiten müssen, da es nicht viele Spuren gibt, denen man folgen könnte. Durch die Perspektivwechsel zwischen den Ermittelnden, den potenziellen Opfern und dem Täter entsteht eine schöne Dynamik, die zusätzlich für Spannung sorgt und an einigen Stellen auch das Tempo innerhalb der Geschichte noch mal erhöht.
Das Privatleben von Hunter und Garcia spielt in diesem Band keine so große Rolle, eher einige von ihren Eigenschaften und Fähigkeiten, die für ihren Job nützlich sind und auch bei der Aufklärung des Falls helfen. Ich fand es aber auch nicht schlimm, dass der Fokus nicht so sehr darauf lag. Der Fall war sehr spannend zu verfolgen, da haben andere Einblicke nicht gefehlt. Der Schreibstil ist sehr mitnehmend und fesselnd, immer wieder taucht man in eine unheimliche Atmosphäre ein, die auch mal wieder Gänsehautmomente sorgt. Aber auch die vermeintlich ruhigeren Passagen der Ermittlungsarbeit waren sehr interessant und abwechslungsreich gestaltet, so dass sich nach und nach dann Zusammenhänge ergeben, die die Detectives näher an den Täter heranführen. Zum Ende hin wird es dann auch noch mal deutlich gefährlicher und turbulenter, ein tolles Finale des Bandes.
Fazit
Wieder ein unglaublich spannender, fesselnder und genial gemachter Thriller aus der Feder von Chris Carter. Aus meiner Sicht gab es keine Längen innerhalb der Geschichte. Es war interessant aufgebaut, Stück für Stück nähert man sich dem Ergebnis und dem turbulenten Finale des Bandes. Durch die Perspektivwechsel hatte das Buch eine tolle Dynamik, die Spannung und das Tempo wurden noch gesteigert und die Passagen, in denen man beim Täter ist, sorgen immer wieder für eine unheimliche Atmosphäre. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall für die beiden Detectives der UV-Einheit.
Rezensionen von Michaela:
Trifft absolut nicht meinen Geschmack
Der Ire von Peter Mann
Der Ansatz ist spannend und ungewöhnlich, eine Geschichte über einen Doppelagenten aus zwei Perspektiven zu erzählen. Zwei verschiedene Sichtweisen auf ein Leben. Auch das Cover finde ich geheimnisvoll und ansprechend. Allerdings empfinde ich den Schreibstil als sehr gewöhnungsbedürftig, langatmig und ausschweifend.
Weshalb ich mir beim Lesen oft denke: komm auf den Punkt. Erst gegen Ende nimmt die Erzählung etwas Fahrt auf, bleibt dennoch langatmig. Vor allem die Tagebucheinträge von Herrn de Groot sind teilweise eher langweilig. Dagegen passiert in den Schilderungen von Finn McCool schon mehr, allerdings oft auf eine abstoßende Art und Weise. Weiters war ich zunehmend von den immer wiederkehrenden sexuellen Anspielungen genervt, kaum ein Kapitel kommt ohne aus. Die beiden Hauptfigur bleiben mir auch fremd und ich finde sie nicht geheimnisvoll, interessant oder verwegen - von Sympathien gar nicht zu reden, wobei dies meiner Ansicht vom Autor durchaus gewollt ist. Darüber hinaus hätte ich mir eine Namensliste gewünscht, um mich besser orientieren zu können, welche Personen unter welchem Alterego agieren. Dennoch ist zumindest die düstere Stimmung dieser Zeit gut getroffen und dieser Spionagethriller wird seine Leser/-innen finden. Ich gehöre nicht dazu.
Rezensionen von fitman:
Anwerbung
Der Ire von Peter Mann
Der Autor Peter Mann hat hier ein anscheinend authentisches Buch über einen irischen Spion während des Zweiten Weltkrieges geschrieben. An und für sich nichts Neues. Neu an dieser Geschichte ist, dass es hier zwei verschiedene Versionen betreffen dieser Person gibt. Ein Tagebuch seines Freundes und Agenten Adrian de Groot, Offizier beim Nachrichtendienst über den Iren Frank Pike.
Andererseits gibt es die Aufzeichnungen des keltischen Helden Finn McCool, als der Pike hier auftritt. Es sind zwei gänzlich verschiedene Personenunter denen Pike dargestellt wird. Zu lesen ist dieses Buch nicht leicht, da dauernd zwischen den beiden, gänzlich verschiedenen Protagonisten gewechselt und man so leicht den Überblick verliert. Hilfreich ist auch, wenn man sich mit der Geschichte dieser Zeit in Irland auskennt. Man muss schon ein gutes Durchhaltevermögen besitzen, um bis zum Schluss dieser trotz Allem spannenden Handlung zu verweilen. Trotzdem, großartig geschrieben.
Rezensionen von Anno:
Konnte mich nicht überzeugen
Wächter der Magie – Aufbruch nach Artimé (Wächter der Magie 1) von Lisa McMann
Mich erinnert dieses Setting irgendwie etwas an ‚Hüter der Erinnerung‘. Doch leider kommt es an dessen Genialität bei Leibe nicht heran. Der Schreibstil ist in meinen Augen gewöhnungsbedürftig und erfordert einiges an Konzentration, was mir das Eintauchen in die Geschichte erheblich erschwerte.
Die hier skizzierten „Welten“ sind zudem recht klar in Gut und Böse getrennt. Artimé und Quill. Die Einen unterdrückt und willenlos, die Anderen gesegnet mit Gaben, welche in ihrer ursprünglichen Heimat geächtet wurden. In Artimé blühen diese Kinder auf, doch es wird auch mit einem Angriff Quills gerechnet, auf den es sich vorzubereiten gilt. Der phantastische, kreative Teil dieses Buches gefiel mir gut, doch mit dem Aufbau der Welten selbst, des Handlungsverlaufes und der Ausarbeitung der Charaktere war ich nur wenig glücklich. Auch die Altersempfehlung empfinde ich vom Verlag als zu jung angesetzt.
Rezensionen von Anndlich:
Wer bist du, Stalker?
Stalker - Er will dein Leben. von Arno Strobel
Eric Sanders hat seine erste große Rolle im Fernsehen bekommen und er hat ein gutes Gefühl, was seine schauspielerische Leistung angeht. Nach der Ausstrahlung bestätigt sich diese, denn seine Bekanntheit und die Anfragen steigen.
Doch mit dem Ruhm folgen auch die Schattenseiten, jemand fängt an seinen Social Media Account zu kopieren und treibt ein böses Spiel.
Dieser macht auch im echten Leben keinen Halt und verfolgt Sanders bald.
Sanders fühlt sich immer mehr von seinem Stalker bedroht, als er die Nachricht bekommt, dass er einen Mord gestehen soll, um das Leben seiner Lieben zu schützen.
Der Psychothriller Stalker von Arno Strobel liest sich schnell und flüssig runter. Dabei erleben wir die Geschichte aus der Sicht des Schauspielers Eric Sanders.
Doch leider hatte ich genau mit dem flüssigen, lockeren Schreibstil bei dieser Geschichte meine Probleme. Denn das Konstrukt des Plots könnte auf psychologischer Ebene faszinierend sein, wenn man die Einblicke in Sanders Gefühlswelt stärker, verworrener wahrnehmen würde. Die Geschichte wird zwar aus Sanders Perspektive geschrieben, aber in der dritten Person erzählt und nur selten gibt es Einblicke in das Gefühlsleben des Protagonisten. Dieser lockere Schreibstil hat die bedrückende Stimmung, die ein Stalker hervorruft, aber nicht rübergebracht und der Weg, den die Geschichte nimmt, ist ziemlich offensichtlich.
Das Ende hätte überraschen können, wenn zwischenzeitlich nicht etwas passiert wäre, das die Auflösung wieder offensichtlich und die Geschichte selbst sehr oberflächlich wirken ließ. So war es leider eine geniale Idee, deren Umsetzung mich aber absolut nicht abholen konnte.
Rezensionen von Anndlich:
Ein Tagebuchroman zum Mitfühlen!
It's me oder Wie mein Leben plötzlich glitzerte von Mara Andeck
Gwinnys Leben hat sich rapide verändert, seitdem sich ihre Eltern getrennt haben und diese ihre Arbeit und ihre beiden Töchter unter einen Hut bekommen müssen. Eine Situation, die auch für Gwinny nicht leicht ist, weswegen sich ihr Leben teilweise wie eine Prüfung anfühlt, die sie nicht bestehen kann.
Alles ändert sich als Gewinny zufällig auf Noam trifft, ein Junge der sich als Fee ausgibt und ihr sieben wochenlang, jede Woche eine neue Aufgabe stellt. Auf diesem Weg lernt Gwinny sich selbst kennen, erkennt ihre Träume und erfährt immer mehr über den mysteriösen Unbekannten.
It’s me oder Wie mein Leben plötzlich glitzerte von Mara Andeck ist ein tolles Buch für Mädchen ab elf Jahren, um mit Gwinny mitzufühlen, aber auch die eigenen Gefühle wahrzunehmen und einordnen zu können.
Wir erleben die Geschichte durch Tagebucheinträge der 13jährigen Gwinny. Diese sind humorvoll geschrieben und bringen einen immer wieder zum Schmunzeln. Aber vor allem zum Mitfühlen, ein junges Mädchen, das nach der Trennung zwischen zwei Elternteilen steht, große Schwester ist und als wäre das nicht genug, ändert sich auch ihre Sicht auf die Welt und sie entwickelt Gefühle für einen Jungen. Wenn auch nicht jedes Kind die Trennung der Eltern durchmachen muss, die Pubertät trifft sie alle und genau hier zeigt Gwinny, das man damit nicht alleine ist und all die ‚komischen‘ Gedanken normal sind.
It’s me oder Wie mein Leben plötzlich glitzerte ist ein super Buch für Mädchen, die sich in einer ähnlichen Lebensphase wie Gwinny befinden und sich in ihr wiederfinden und mit ihr mitfiebern und mitfühlen können.










