Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Ryria:
Tagebuch des Misstrauens
Kleine Monster von Jessica Lind
Während ich zu Beginn nur ein Buch über den Umgang mit schwierigen Kindern erwartete, entwickelte es sich schnell zu einem Einblick in die Seele der Ich-Erzählerin Pia. Als Mutter des in der Schule auffällig gewordenen siebenjährigen Luca kämpft sie mit dem Schweigen ihres Kindes und in der Folge mit ihren eigenen Dämonen.
Um dies effektiv darzustellen spielt die Geschichte in zwei Zeitebenen: Immer wieder berichtet sie aus der Zeit, als sie selbst noch ein Kind war und durch tragische Umstände ihre kleine Schwester verlor. Dieser Aufbau hat mir besonders gut gefallen, nach und nach erfährt man als Leser mehr Details über ihre Vergangenheit und sammelt Puzzlestücke, die ihr heutiges Verhalten erklären könnten.
Ebenso bin ich ein großer Fan des Schreibstils: Pia erzählt alles so, wie sie es wahrnimmt und interpretiert, sodass man als Leser irgendwann selber anfängt, ihren Worten zu misstrauen. Ist das, was man liest, überhaupt die "Wahrheit"? Lind versteht es, meisterhaft Atmosphären zu schaffen, angepasst an den mentalen Zustand von Pia. Ist sie positiv gestimmt, wirkt auch der Text leichter; wird sie zum Opfer ihres eigenen Misstrauens, fühlt man sich als Leser wie in einem Psychothriller, teilweise sogar mit einem leichten Horrorgefühl.
Falls man zu diesem Buch greift, weil man ähnlich wie in einem Krimi die Auflösung um den anfänglichen "Fall" rund um den Sohn erwartet, wird man hier möglicherweise jedoch enttäuscht werden. Das Buch lässt einiges offen bzw. erlaubt die eigene Interpretation des Geschehenen - wir kriegen nur Pias Sicht, aber trauen wir ihr? Oder den Personen in ihrem Leben?
Mir hat es sehr gut gefallen, zwischen den Zeilen lesen zu müssen und herauszufinden, inwiefern uns Kindheitstraumata noch unser Leben lang beeinflussen und begleiten können.
Rezensionen von Nicole Koppandi:
Raus aus der Komfortzone
Von einem Sohn dieses Landes von James Baldwin
Dieses Werk ist kein Roman, sondern berichtet davon, was es bedeutete, wenn man Anfang der 1950er Jahre (vor der Bürger*innenrechtsbewegung) Schwarz in Amerika war – dies in unterschiedlichen Bereichen und zu verschiedenen Themen.
In den ersten drei Kapiteln stellt Baldwin Hautfarbe und Rassismus in der Literatur, Filmen und Zeitungsberichten dar.
Wie werden dort People of Colour (PoC) abgebildet? Wo gelingt es nicht, die Realität abzubilden, weil die Darstellungen zu kurz greifen oder überzeichnet sind.
Er denkt auch über die PoCs in Frankreich nach, die Algerier*innen, die wussten woher sie kommen und auch eher noch die Möglichkeit hatten zurückzugehen. Schwarze in den USA wissen nicht genau, woher ihre Vorfahr*innenen kommen. Auch beschreibt er, dass ihnen gemeinsame Rituale und eine gemeinsame Religion fehlen, wie das bei den Jüd*innen der Fall ist. Er schreibt auch über die Toleranten in der damaligen amerikanischen Gesellschaft, doch führt er auch an, dass bei aller Toleranz niemand von den Weißen einen Negro dann daheim als Schwiegersohn am Tisch sitzen haben wollte.
Für die Weißen waren damals Menschen mit dunkler Hautfarbe stereotyp: sexbessen, kriminell, sittenlos und unverlässlich.
In den weiteren Kapiteln berichtet Baldwin über sein Schwarz sein, sein Aufwachsen in Harlem, das Leben mit den Jüd*innen dort und wie die schwarze Bevölkerung oftmals fast wie in einem Abhängigkeitsverhältnis zu ihnen lebten. Und ein Kapitel erzählt vom Sterben seines Adoptiv- bzw Stiefvaters, den er wirklich hasste, an seinem Geburtstag.
Das letzte Kapitel hat mich dann doch öfter Schmunzeln lassen. James Baldwin begab sich in die Schweiz, in ein kleines Dorf am Fuße eines Berges, wo die Einwohner*innen noch nie einen Schwarzen gesehen hatte, und er auch nicht so richtig wusste, wie damit umgehen – genial.
Ein großartiges Buch, das so viele Einblicke in eine Zeit und Gesellschaft gibt, die einerseits nicht vorstellbar ist, weil der Rassismus so offen ausgelebt wird. Andererseits hat sich seitdem nicht so viel geändert, wie man es sich wünschen und annehmen würde.
Absolute Empfehlung.
Rezensionen von Anndlich:
Abenteuer auf der Insel Narom Rok
Klippo von Tobias Goldfarb
Klippo wird aus seinem Schlaf gerissen, um die Flucht anzutreten. Denn die Salpeter sind ihm und seinen Eltern auf den Fersen und sie wollen Rache an ihnen nehmen. Auf der Flucht erfährt Klippo die Wahrheit über seine Elter und sein eigenes Leben. Auf der Insel Narom Rok soll Klippo sich zurückziehen, um in Sicherheit zu sein.
Doch plötzlich verschwinden seine Eltern und ein seltsames Mädchen taucht auf. Klippos Welt gerät ins Wanken, er zweifelt an seiner Existenz und weiß nicht mehr, was Wahrheit und was Lüge ist.
Klippo - Der Junge, den es nicht geben durfte von Tobias Goldfarb erzählt das rasante Abenteuer des jungen Klippo, der auf seiner Flucht nach der Wahrheit sucht.
Die Geschichte des Jungen beginnt direkt mit der Flucht, weswegen ich direkt in den Bann gezogen wurde und die Hintergründe der Flucht kennenlernen wollte. Diese Hintergründe sind ein verworrenes Netz, dass durch viele Wendungen zu überzeugen weiß und immer wieder neue Fragen aufwirft, die man unbedingt beantwortet haben möchte.
Das Alter des Jungen erfahren wir nie und ist auch schwer zu schätzen, während er einerseits sehr reif wirkt, fehlt im an anderer Stelle diese und er wirkt eher naiv. Dies lässt sich jedoch auch auf seine Vergangenheit zurückführen, weswegen die Alterseingrenzung weiterhin erschwert wird und Klippo etwas unnahbarer wirken lässt.
Die Geschichte selbst ist von der ersten bis zur letzten Seite sehr rasant und mit simplen Satzstrukturen geschrieben, sodass auch junge Leser:innen schnell durch die Geschichte kommen können. An einigen Stellen hätte ich mir jedoch noch etwas mehr Tiefe gewünscht, um die Geschichte noch intensiver wahrnehmen zu können.
Klippo - Der Junge, den es nicht geben durfte ist ein spannendes Kinderbuch, dass zum Nachdenken und Rätseln animiert und dass den Wert einer richtigen Freundschaft aufzeigt.
Rezensionen von Astrid:
Eine unter den Weltbesten!
Adagio von Maria Regina Kaiser
Gleich im ersten Satz begegnet uns Clara Schumanns schlechtes Gewissen, das sie auch nach 6-jährigem Witwendasein nicht ablegen kann. Sie lacht, weil ihr jemand etwas Lustiges erzählt. Sie lacht und denkt für eine kurze Weile nicht an ihren Mann Robert, was ihr wenig später gleich wieder Schuldgefühle beschert.
Robert Schumann ist tot, aber er ist ständig um Clara: in seinen Noten, in der Musik, in den Kindern. Und Clara richtet sich auf, lächelt, komponiert, freut sich an ihren Kindern, an ihrem neuen Haus, erinnert sich, weil Erinnerungen nicht vergehen und lebt auf, wenn sie von Musikern, Dirigenten, Sängerinnen, dem Who is who der damaligen Gesellschaft umgeben ist. Und schließlich ist da auch noch Johannes Brahms, der die Witwe Schumann verehrt.
Ich denke mir: Was für eine Musikerin und Komponistin hätte sie noch sein können, wenn sie ausreichend Zeit für ihre Leidenschaft und die intensive Pflege ihrer Begabung gehabt hätte? Eine Zeit, die ihr Mann Robert zwar nicht an Lebenszeit, aber an ‚Arbeitszeit‘ selbstverständlich hatte. Robert, der kontrollierend wirkt (was in der damaligen Zeit vermutlich ok war), wenn er ihr als Ehemann versichert, dass Frauen nicht zu Künstlerinnen veranlagt wären. Weiblich solle sie sein, eine Hausfrau eigentlich und nicht so ehrgeizig, … mehr nähen … und nicht überheblich, bescheiden, fleißig, sparsam, treu …
Adagio ist lesenswert, Clara Schumanns Leben ist nacherlebenswert. Sie führte ein interessantes Leben voller Schicksalsschläge, aber euch voller Freude, denn ihr ging die Musik über alles.
Rezensionen von SteveK:
Witzige Gute-Nacht-Geschichte
Huiii, wer ist denn da noch wach? – Ab ins Bett und Gute Nacht! von Christine Kugler
Das Buch gefällt uns richtig gut! Die lustig gereimten Sätze klingen beim Vorlesen toll und meine Söhne lieben es, die Reime nachzusprechen. Sie verstehen die Texte auch problemlos, da passt die Altersempfehlung ab 2 Jahren für meinen Geschmack auch wirklich ganz gut. Illustriert ist das Buch auch ganz toll, ganz viele kleine Details sind auf den einzelnen Seiten versteckt und das kleine Gespenst guckt immer so lustig.
Ganz besonders toll finden meine Kinder die Klappen im Buch. Da gibt's dann zusätzlich was zu Entdecken und zu Erzählen. Sowas lieben die Kleinen einfach.
Einfach eine witzige Gute-Nacht-Geschichte über ein sympathisches kleines Gespenst, das am Ende selber ganz müde und zufrieden einschläft!
Die Größe und das Format ist auch gut geeignet als Kinderbuch und es macht insgesamt mit den dicken Pappe-Seiten auch einen sehr robusten und stabilen Eindruck!
Rezensionen von @lust_auf_literatur:
Zeitloses Highlight
Das Wesen des Lebens von Iida Turpeinen
„Das Wesen des Lebens“ wurde in Finnland zu einem großen Überraschungserfolg und wird derzeit in über 20 Sprachen übersetzt, unter anderem ins Deutsche! Und das ist ein großes Glück, denn auch mir gefiel der erste Roman der Wissenschaftlerin und Schriftstellerin wirklich ausgesprochen gut!
Es ist einer dieser seltenen Romane, die bei mir dieses gänsehauterzeugende Gefühl von grandioser Universalität verursachen, die losgelöst vom Zeitgeist ist.
Die mir eine kleine Ahnung vom großen Ganzen schenken.
Das liegt auch daran, dass die Handlung des Romans mehrere Jahrhunderte umspannt und auf verschiedenen Kontinenten spielt, beginnend 1741 mit der
Großen Nordischen Expedition im Nordmeer, an der der deutsche Arzt und Naturwissenschaftler Georg Wilhelm Steller teilnimmt. Dort entdeckt und beschreibt er die nach ihm benannte und später ausgestorbene, riesige Seekuh zum ersten Mal.
Dieser erste Teil liest sich wie eine Abenteuergeschichte und trifft so zu 100% meinen Lesegeschmack.
Das Schicksal und die Geschichte der Stellerschen Seekuh, beziehungsweise ihres Vermächtnis, zieht sich wie ein roter Faden durch den Roman und durch die Jahrzehnte.
Turpeinen zeigt nicht nur anhand des Verschwinden der friedlichen Seekuh, wie der Mensch in seiner Gier zerstörerisch in die Natur eingreift, sondern auch am Beispiel vieler anderer Tierarten. Es fällt mir besonders auf, dass Turpeinen nicht den Weg einer betroffenen und plakativen Anklage geht, sondern vielmehr die enge Verbindung und das komplexe Wechselspiel von Mensch und Natur im Wandel der Zeit herausarbeitet.
Selbst unbedeutend erscheinende Freizeitbeschäftigungen wie beispielsweise das lange als beliebtes Hobby betrachtete Sammeln von seltenen und bunten Vogeleier können ganze Bestände dezimieren oder ausrotten. Noch wesentlich größere Auswirkungen auf das sensible Gleichgewicht unserer Erde haben Kolonialismus, Bevölkerungswachstum und technische Entwicklungen.
Turpeinen beschreibt aber auch wie sich die theoretischen Ansätze und praktischen Techniken in der Dokumentation und Vermittlung von naturwissenschaftlichen Informationen geändert haben und sich immer weiterentwickeln.
Ich mag die von Turpeinen entworfenen Figuren, die auf echten historischen Persönlichkeiten und Recherchen beruhen, unheimlich gerne. Sie fügt den bekannten Daten einen fiktiven Charakter hinzu, der von einem hoffnungsvollen und philanthropischen Menschenbild zeugt, trotz des unleugbaren und unveränderlichen Zerstörungswillen der Menschen im allgemeinen. Das tut mir gut und hilft gegen meinen Zynismus.
Ich würde wirklich sagen „Das Wesen des Lebens“ war ein echtes zeitloses Highlight für mich, das in mir den Wunsch geweckt hat, bald wieder eines der größeren naturhistorischen Museen in meinem weiteren Umfeld zu besuchen.
Rezensionen von Danislesestube:
Gelungener zweiter Teil
Black Bird Academy - Fürchte das Licht von Stella Tack
Endlich ist es so weit. Der von mir heißt erwartete zweite Teil der Black Bird Academy Reihe liegt nun gelesen neben mir. Nachdem mich der erste Teil durchaus begeistern konnte, war die Vorfreude groß. Vor allem dessen Ende machte Lust auf mehr.
Apropos Lust. Diese finden wir direkt beim Einstieg in die Handlung zuhauf.
Dass Stella Tack „speziellen“ Themen und Tätigkeiten in Büchern nicht abgeneigt ist, war mir spätestens nach Band eins bekannt. Aber hier drehte die Autorin ordentlich auf. Zugegeben, nach dem Ende des Vorgängers tat diese Auflockerung gut. Jedoch währte die entspannte Stimmung nicht lange. Nach dem sich die beiden Charaktere in diesem Kapitel, namentlich Lore und Kain (der Störenfried), zusammengerafft haben, geht die Handlung ins erste Kapitel über. Dieses wurde von Leaf, unserer Protagonistin eröffnet. Sie hat sich in den letzten Monaten ordentlich verändert. Vor allem innerlich. Obwohl der Dämon aus ihrem Körper gewichen ist, spürt sie in sich immer noch etwas Dunkelheit, welche seltsamerweise immer mehr wird. Der Einstieg hat mir gut gefallen. Der Ernst der Lage wurde nicht vernachlässigt, sondern nur aufgeschoben und mit neuen Details versorgt.
Generell kann ich über die wichtigeren Charaktere, egal auf welcher Seite diese in der Handlung stehen, nur positiven berichten. Leaf ist kein wehrloses Mädchen mehr. Lore ist, seit er wieder für sich agieren kann, gefährlicher denn je. Falco ist spätestens jetzt wesentlich mehr als nur ein sexy Charakter. Die Besetzung der Black Bird Academy dubioser denn je. Die Organisationen, welche hier im Verborgenen agieren, umso spannender. Ich konnte mich nicht entscheiden, worauf ich mich freuen möchte. Letzten Endes ließ ich mich durch die Geschichte führen. Da der Schreibstil wieder grandios war, gar kein Problem. Es kam nicht selten vor, dass mir irgendein interessantes Detail ins Auge fiel, was eine Situation, oder eine Kreatur, oder einen Gegenstand umso spannender gemacht hat. Die Beschreibungen am Anfang jedes Kapitels, welche mir gut zusammengefasst die nötigen Informationen gaben, mochte ich sehr. Die Art und Weise, wie Stella Tack das von ihr erschaffene Universum nach und nach sinnvoll erweiterte, ist einzigartig. Jegliche Anmerkungen flossen ohne zu stören gemütlich mit der Geschichte mit.
Diese ist diesmal wesentlich flotter und zum Teil auch blutiger. Da hat der Klappentext definitiv nicht zu viel versprochen. Dank dem bereits erwähnten tollen Schreibstiles wechselten sich die verschiedenen Etappen der Handlung immer wieder ab, sodass kein Leerlauf, aber auch nicht zu viel auf einmal auf einen zukam. Eine gesunde Abwechslung, um es in weniger Worten auszudrücken.
Das Liebesleben von Falco und Leaf spielen auch hier wieder eine Rolle, nur mit dem Unterschied, dass diesmal ein gewisser Jemand wie ein Felsen zwischen ihnen steht. Denn unser sexy Protagonist ist bereits vergeben. Was ihn dennoch nicht davon abhält, seine Gefühle für Leaf offen zu zeigen. Sehr zum Ärger seiner Verlobten, welche unsere Protagonistin freundlich ausgedrückt so doll drücken würde, bis sie ihr damit das Genick bricht. Es kann halt nicht jede Dreiecksbeziehung gut verlaufen. Gut so.
Während Leaf für den bevorstehenden Wettkampf trainiert, bleibt die Zeit nicht stehen. In den Schatten tummeln sich neue Feinde und alte Bekannte. Letztere bekamen eine gesunde Portion Weiterentwicklung spendiert. Der Showdown am Ende und der Abschluss sind der Autorin super gelungen. Teil drei wird definitiv gelesen. ^^
Am Ende gibt es wieder die Frage: Habe ich etwas zum Meckern? Nein. Wirklich nicht. Und das ist schön. Wenn ihr Teil eins mochtet, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass ihr den Nachfolger auch mögen werdet.
Rezensionen von EvieSk:
Aus vier wird drei
Blue Sisters von Coco Mellors
Avery, Bonnie, Nicky und Lucky sind vier Schwestern. Nicky verstirbt und lässt die drei anderen allein zurück, wodurch sich ihre Leben komplett ändern. Ein Jahr später treffen sie sich wieder, um den Verkauf ihres Elternhauses zu verhindern.
Die Schwestern haben alle kein einfaches Leben. Jeder von ihnen hat ein Päckchen zu tragen und droht abzustürzen.
Anfangs habe ich mich schwer getan, mit den Schwestern warm zu werden, die Ausnahme hier ist Bonnie. Sie mochte ich bereits am Anfang und das hat sich auch nicht im Verlauf des Buches nicht geändert. Bei Lucky und Avery ist es mir zu viel Drama gewesen, jedoch hat mir ihre Entwicklung im Verlauf des Buches sehr gefallen. Über Nicky erfährt man für mein Empfinden leider zu wenig, ich hätte da ein Kapitel aus ihrer Sicht interessant gefunden.
Mir hat die Darstellung der Schwesternbande gut gefallen und ich finde die auch sehr realistisch dargestellt. Ab und zu gibt es Streit, doch in den wichtigen Momenten ist man füreinander da.
Der Hauptaspekt der Handlung ist das Zusammenkommen der drei. Doch das passiert erst am Ende, die meiste Zeit über erfährt man etwas über das Leben der Geschwister und auch ihrer Fehler und Probleme, was sie letztendlich dazu gebracht hat, in die Wohnung zurückzukehren.
Das Buch behandelt einige wichtige Themen, wie Drogen- und Alkoholsucht, leichte Kleptomanie, Fremdgehen und Abhängigkeit im allgemeinen. Ich finde es nicht schlecht, wenn solche Themen aufgegriffen werden, jedoch hatte ich hier manchmal das Gefühl, dass man es etwas erzwungen hat und immer mehr einbauen wollte. Das von einer sechsköpfigen Familie nur zwei ohne solche Probleme sind, finde ich doch ziemlich unrealistisch.
Der Schreibstil ist sehr mitreißend und leicht zu lesen, weshalb man sich leicht in die Charaktere hineinversetzen kann und gut vorankommt. Jedoch musste ich mich erst an den Schreibstil gewöhnen, doch je länger ich gelesen habe, desto angenehmer wurde es für mich.
Das Cover finde ich sehr passend. Die Frau auf dem Cover sieht für mich einerseits traurig aus und andererseits so, als hätte sie einen neutralen Gesichtsausdruck, was mir richtig gut gefällt.
Ich kann das Buch jedem empfehlen, der eine mitreißende und berührende Geschichte über Schwestern lesen möchte, die versuchen, ihr Leben nach einem Verlust wieder auf die Reihe zu bekommen. Die aufgegriffen Themen sind wichtig und die Entwicklung der Charaktere ist überzeugend.
Rezensionen von Rodar:
Lustig und lehrreich
Uppppps! Entschuldigung! von David LaRochelle
Sich zu Entschuldigen ist sehr wichtig, daher sollte diese soziale Kompetenz schon im jungen Alter an die Kinder vermittelt werden. Das Buch "Uppppps! Entschuldigung!" gibt den Eltern die Möglichkeit, dieses wichtige Thema gemeinsam mit den Kindern zu erforschen. Auf spielerische und witzige Weise lernen die Kinder, wie wichtig es ist, sich zu entschuldigen und das es dafür verschiedene Wege gibt.
Die Bilder unterstützen die Grundaussage des Buches sehr gut, sind altersentsprechend gestaltet und die Kinder waren begeistert von den verschiedenen Tieren. Meiner Meinung nach ist es aber gerade für Kinder im empfohlenen Alter ab 3 Jahren noch schwierig, die Message der einzelnen Bilder alleine zu verstehen. Daher ist es für mich sehr wichtig, die Szenen zusammen mit den Kindern zu besprechen.
Ich selbst würde dieses lustige und lehrreiche Buch ab ca. 5 Jahren empfehlen, da die Kinder in diesem Alter die Situationen schon viel besser erfassen und die Schlussfolgerungen treffen können.
Rezensionen von Gilasbuecherstube :
Eine Fantasy-Reihe mit Sogwirkung
Die Prinzen des Winters: Eisglut von K. T. Steen
Die Geschichte von dem Feuermädchen Eyra geht weiter.
Estoria versinkt in Eis und Schnee. Der Palast und alle Häuser im Umkreis sind nicht mehr bewohnbar und die Straßen versinken in Schneemassen.
Die Prinzen wollten den langen Winter beenden, doch der Orden hat im letzten Augenblick die Macht des Eiskristalls an sich gerissen.
Das Feuermädchen Eyra fühlt sich verantwortlich für diese Misere. Gemeinsam mit ihren Gefährten macht sie sich auf die Suche nach dem Feuerrubin, um mit seiner Hilfe den Winter aus dem Süden zu bannen.
Es handelt sich um Band 2 der Reihe „Die Prinzen des Winters“.
Das Cover ist wieder traumhaft schön und ein richtiger Eycatcher.
K.T. Steen erschafft mit ihren Büchern nach und nach den märchenhaften Kontinent Mirilor, mit vielen unterschiedlichen Ländern. Wir waren mit „Die Krone der Feen“ in Oritea und mit „Die Feen der Nacht in Nasca. In der Geschichte „Die Prinzen des Winters“ befinden wir uns in Estraoria.
Mirilor ist eine Welt voller Feen, Elfen, Drachen und vielen anderen märchenhaften Geschöpfen.
Auch wenn alle Bücher in einer Welt spielen, sind es Geschichten mit jeweils völlig anderen Protagonisten, die unabhängig voneinander gelesen werden können.
Heute tauchen wir erneut in die märchenhafte Welt Estraoras ein.
Ich habe bisher alle Bücher von K.T. Steen gelesen und ihr Schreibstil ist mir so vertraut, dass er bei mir das Gefühl des „Nachhausekommens“ auslöst.
Bei jedem Buch, das ich von ihr lese, denke ich, es kann nicht besser werden, doch immer wieder schafft K.T. Steen es, eine Schippe drauf zu legen und mich mit jeder neuen Geschichte in den Bann zu ziehen. Mit Band 2 der Eisfeuer-Saga hat sie auf jeden Fall wieder ein Meisterwerk abgeliefert.
Mit ihrer eloquenten Ausdrucksweise führt sie leicht und klar durch die Handlung. Sie erschafft eine magische, atmosphärische Märchenwelt, in die ich schon nach wenigen Zeilen eingetaucht bin und die Lust auf mehr macht.
Obwohl es schon eine Weile her ist, dass ich Band 1 gelesen habe, konnte ich ohne Probleme wieder in die Geschichte hineinfinden.
Eyra hat den Eiskristall zurückgebracht und den Fluch von den Prinzen genommen. Doch ihr Plan, damit das Land zu retten, ist gescheitert. Lorelai hat die Macht an sich gerissen und durch die schneidende Kälte herrscht nun Armut und Hunger im Land.
Eyras Gefährte hat sich geopfert und ist als Pfand zurückgeblieben. Doch Eyra gibt nicht auf und versucht alles, um ihn aus den Fängen des Ordens zu befreien und gemeinsam mit ihm gegen den Winter in Estraora aufzubegehren. Doch dafür muss sie sich auf eine Reise in ihre Vergangenheit begeben.
Die Handlung ist wieder sehr facettenreich gestaltet und es kommt zu keinem Zeitpunkt Langeweile auf. Es gibt immer wieder spektakuläre, spannende Situationen, Action und viel Magie.
Aber auch die Emotionen und die Gefühle kommt natürlich nicht zu kurz.
Der zweite Teil endet an einer spannenden Stelle, aber es gibt keinen fiesen Cliffhanger.
Wie geht die Geschichte um Eyra und Lazar weiter und was werden wir noch alles mit Belgor erleben?
Ich kann kaum abwarten bis der dritte, finale Teil der Eisfeuer-Sagea erscbeint. Band 2 steht seinem Vorgänger auf jeden Fall um nichts nach und hat Suchtpotenzial.
Dafür gibt es 5 Sterne und natürlich eine Leseempfehlung.











