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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Claudia R.:

Erstleser-Geschichte

Idefix und die Unbeugsamen - Der große Taubenschlag von Albert Uderzo; René Goscinny

Klappentext / Inhalt:

Idefix und die Unbeugsamen erleben eine Menge Abenteuer in Lutetia, wo sie sich gegen Monalisa, die Katze des römischen Generals Labienus, und deren treue Hundemeute behaupten müssen.
Die Nacherzählungen ihrer Heldentaten gibt es jetzt auch gesammelt für Erstleser.

Cover:

Das Cover ist toll gestaltet und zeigt Idefix und seine Freunde.

Optisch und auch farblich ist es toll umgesetzt. Die plastische Gestaltung erinnert an eine Trick-Serie und zieht junge Leser an. Ein Wiedererkennungseffekt zu den anderen Covern der Reihe ist hier auf jeden Fall vorhanden.

Meinung:

Es handelt sich hierbei um ein Erstleserbuch und den bereits sechsten Band einer Reihe. Die Bücher können jedoch auch sehr gut unabhängig voneinander gelesen werden, da die Teile in sich geschlossen sind und jeweils ein eigenes Abenteuer beinhalten. Ein weiteres Abenteuer der Reihe war mir bereits bekannt und so habe ich mich auf den kleinen Helden Idefix und seine Freunde schon wieder sehr gefreut.

Inhaltlich möchte ich hier nicht zu sehr ins Detail gehen, um nicht zu spoilern.

Der Schreibstil ist locker und angenehm. Man kommt schnell in Geschehnisse und Charaktere hinein. Es wird verständlich beschrieben und man kommt gut und locker voran. Die große Schrift ermöglicht ein einfaches lesen. Auch der Satzbau ist entsprechend gewählt. Die Kapitel sind angenehm von der Länge und auch die Kapitelanfänge sind deutlich und gut erkennbar. Die Überschriften sind passend gewählt, ohne zu viel zu verraten.

Die bunten Illustrationen geben das Gelesene gut wieder und setzen es sehr schön um.

Die Geschichte ist spannend und unterhaltsam aufgebaut und für das Lesealter passend gewählt. Eine tolle und spannende Erstleser-Geschichte, die viel Freude macht. Idefix und seine Freunde wissen sich mal wieder zu helfen und so wird Zusammenhalt, Mut und Freundschaft in dieser Geschichte sehr gut vermittelt.

Fazit:

Spannende und unterhaltsame Erstleser-Geschichte mit Idefix und seinen Freunde.

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Rezensionen von Claudia R.:

ekelig wichtig ....

Von Rotze bis Kotze von Johanna Klement

Klappentext / Inhalt:

Tauche ein in die faszinierende Welt der Körperflüssigkeiten.
Rotze, Sabber & Co. sind einfach widerlich! Aber warum gibt es sie überhaupt? Unsere Körperflüssigkeiten wie Tränen, Blut, Speichel, Nasenschleim oder Schweiß sind richtig clevere Erfindungen der Natur und besitzen geniale Superkräfte, ohne die wir nicht überleben könnten.

Und auch die Tierwelt macht sich so manche Körperflüssigkeit zunutze. Wusstest du, dass Krötenechsen Blut aus ihren Augen schießen können? Oder dass Speichel schmerzlindernd ist? Hier erfährst du neben faszinierenden und richtig ekligen Fakten über die Körperflüssigkeiten auch witzige Fun Facts aus dem Tierreich und erstaunliche Hintergrundinfos aus der Geschichte. Mit den interaktiven Fragen und spannenden Experimenten im Buch kannst du selbst die unglaublichen Fähigkeiten der Supersäfte entdecken. Denn unsere Körperflüssigkeiten sind mindestens so genial wie eklig!
Mit vielen spannenden Fragen und Antworten rund um den Körper

Cover:

Das Cover wirkt etwas ekelig und setzt die angesprochene Thematik damit bildlich um. Kotze und Rotze, werden hier, wie im Titel erwähnt schleimig und schmierig dargestellt und somit auf die verschiedenen Körperflüssigkeiten eingegangen.

Meinung:

Körperflüssigkeiten sind ekelig. Das wird einem oft vermittelt, dass diese aber auch ihr gutes haben und sehr wichtig für den Körper und das Leben sind, wird hier sehr anschaulich, verständlich und kindgerecht vermittelt. Ein Sachbuch welches keineswegs trockene Wissensvermittlung übernimmt, sondern sehr anschaulich, locker und verständlich die Thematik und das Wissen herüber bringt.

Nicht nur der menschliche Körper steht hier im Vordergrund, auch FunFucts aus dem Tierreich und tolle Experimente runden das Ganze hier sehr toll ab. Die Gestaltung und Gliederung ist sehr gut gelungen und man kann hier auf jeden Fall noch so einiges lernen.

Der Schreibstil ist locker und angenehm. Den Informationen kann man sehr gut folgen und diese werden verständlich vermittelt.

Die Illustrationen und Bilder sind passend gewählt. Die Beschreibungen sind nachvollziehbar und das Ganze wird spannend und interessant erklärt. So ist hier nicht der Ekel, sondern die Erklärungen dazu echt toll umgesetzt und man wird richtig gut über die verschiedenen Körperflüssigkeiten, wie Blut, Urin, Magensaft und vieles mehr aufgeklärt und kann sich alles auch sehr gut vorstellen. Die FunFacts dazu sind spannend und die Experimente machen zusätzlichen Spaß, auch kommt der Humor nicht zu kurz. Alles in allem sehr informativ und locker verständlich umgesetzt.

Fazit:

Geniales Sachbuch mit allerhand Informationen und Wissen zu jeder noch so ekligen Körperflüssigkeit.

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Rezensionen von Claudia R.:

besondere Tiergeschichte

Das Pferd der Winde von Tanja Kinkel

Klappentext / Inhalt:

Inspiriert von einem echten mongolischen Pferd: Ein Abenteuer über einen 3000 Kilometer langen Weg nach Hause.
In den 1960er Jahren wird das junge Pferd Mori von seiner mongolischen Heimat mit vielen anderen Pferden bis hoch nach Nordvietnam gekarrt. Denn hier herrscht Krieg, und es fehlt an Lasttieren.

Doch Mori möchte nicht an die Front, er möchte nach Hause, zurück zu Yul, seinem Menschenfreund, zurück zu seiner Herde und zurück zu seiner Steppe. Dafür schließt er sich mit der frechen Papageibreitrachen-Dame Chau zusammen, die dem Feuer ihres Zuhauses entkommen möchte. Der Weg in die Mongolei ist allerdings lang und voller Gefahren ...
Eine außergewöhnliche Reise durch Asien mit vielen tierischen Begegnungen.

Cover:

Das Cover ist sehr schön umgesetzt und zeigt die Willensstärke und Kraft des abgebildeten Pferdes. Der Einklang zwischen Tier und Natur kommt hier bereits auf dem Cover sehr gut herüber. Optisch und auch farblich ist dieses sehr toll und ansprechend ausgewählt.

Meinung:

Atmosphärisch und mit viel Tiefe begeistert diese Tiergeschichte auf besondere Art und Weise. Hengst Mori durchlebt eine beschwerliche Reise um zurück in seine mongolische Heimat zu gelangen. Es wird dabei aus Sicht des Hengstes und auch anderer Tiere erzählt, wobei Mori hier deutlich im Vordergrund steht.

Inhaltlich möchte ich nicht zu sehr ins Detail gehen, um nicht zu viel zu verraten oder Informationen vorweg zu nehmen. Ein Blick ins Buch ist lohnenswert.

Es handelt sich nicht um die Heile-Welt Pferde Geschichten, die man zur genüge kennt, sondern wird diese durch wahre Momente und Gegebenheiten beeinflusst und getragen. Mori ist etwas besonderes. Man kommt schnell in Geschichte und Geschehnisse hinein. Der Schreibstil ist besonders und zugleich angenehm und flüssig lesbar.

Die Abschnitte sind teils etwas länger, aber deutlich erkennbar gestaltet. Die Überschriften sind passend gewählt und verraten dabei nicht zu viel. Toll sind auch die wunderschönen Illustrationen und Verzierungen, die das Ganze auflockern und sehr schön abrunden. Die wunderschönen Illustrationen geben die Atmosphäre und Geschehnisse sehr schön wieder und setzen dies gut in Szene. Die Bilder sind toll und passend ausgewählt. Gestaltung und Gliederung haben mir gut gefallen.

Das Gespräch am Ende, statt eines Nachwortes, gibt nochmals weitere Einblicke zur Geschichte und wahren Begebenheiten. Toll fand ich auch das wunderschöne und umfangreiche Glossar in Hinsicht auf die verschiedenen Tiere und weiteren Informationen dazu. Auch die tolle karte rundet das Ganze zusätzlich noch sehr schön ab.

Eine bewegende und tiefgreifende Pferdegeschichte mit bildlichen Beschreibungen. Mir hat es sehr gut gefallen und mich mitgenommen.

Fazit:

Atmosphärisch und mit viel Tiefe begeistert diese Tiergeschichte auf besondere Art und Weise.

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Rezensionen von Claudia R.:

geheimnisvoll und spannend

Moona von Suza Kolb

Klappentext / Inhalt:

Dass Moona eine magische Verbindung zu Tieren aufbauen kann, ist ihr Gabe und Bürde zugleich und macht sie zu einer Außenseiterin in ihrer Welt – in Anglimar, wo sie als Baby hingebracht wurde, um ihr Leben zu retten. Eigentlich stammt sie aus dem Volk der Kunasa, die sehr naturverbunden auf der Insel Sanyala leben.

Eine große Sehnsucht, dunkle Träume und Moonas innere Stimme lassen sie aus ihrer behüteten Welt ausbrechen und ihre wahre Bestimmung finden. Eine Bestimmung, die in einer uralten Prophezeiung geschrieben steht und die Moona mithilfe ihres Seelentieres unter allen Umständen erfüllen will.
Ein spannendes Abenteuer mit einer willensstarken und eigenständigen Heldin, die uns in magische Welten entführt.

Cover:

Das Cover wirkt geheimnisvoll und spannend. Ein Mädchen auf einem Ast und ein Faultier scheinen die Nacht bei Vollmond zu genießen. Im Hintergrund ist ein prächtiges Schloss zu erkennen. Das Cover ist sehr detailreich und schön umgesetzt. Farblich und auch optisch ist es toll gelungen.

Meinung:

Ein märchenhaftes magisches Abenteuer mit sympathischen Charakteren und einer spannenden, sowie geheimnisvollen Storyline. Eine gelungene Mischung aus Fantasy und Königsleben mit vielen Geheimnissen und rätselhaften Geschehnissen. Moona ist einem schnell sympathisch und bereits durch den Prolog und die ersten Kapitel wird man ans Geschehen gefesselt.

Zu viel vom Inhalt möchte ich hier jedoch nicht verraten und halte mich mit weiteren Details dazu zurück.

Der Schreibstil ist bildlich und sehr beschreibend. Anfangs fand ich das Wortbuilding und auch den Satzbau teils zu ausschweifend. Durch viele Kommas und recht lange Sätze wird es teils etwas schwerer und langatmig. Für die Altersstufe finde ich es schon etwas anspruchsvoller, aber durchaus machbar. Zudem man sich auch schnell an diesen Stil gewöhnte. Die Kapitel selbst sind recht kurz, was es sehr angenehm zu lesen macht und man so schnell einige Kapitel lesen kann und animiert wird noch ein weiteres Kapitel zu lesen. Die kurzen Kapitel bringen zudem Spannung und Tempo hinein.

Die Kapitelanfänge sind deutlich und gut erkennbar. Die Verzierungen zu Beginn der Kapitel sind sehr schön gestaltet und lockern das Ganze sehr gut auf. Gestaltung und Gliederung hier haben mir sehr gut gefallen.

Das Buch bzw. die Geschichte ist sehr geheimnisvoll. Es stellen sich nach und nach mehr und mehr Fragen. Wird eine geklärt, tauchen neue auf. So bleibt es bis zum Ende sehr spannend und dieses überrascht durch unvorhersehbare Wendungen. Eine gelungene Geschichte die begeistert und überrascht. Auf jeden Fall sehr geheimnisvoll und fesselnd angelegt. Kurze Kapitel, teils anspruchsvoller Satzbau, liebevolle Charaktere und richtig gute Unterhaltung wird einem hier geboten.

Fazit:

Ein märchenhaftes magisches Abenteuer mit sympathischen Charakteren und einer spannenden, sowie geheimnisvollen Storyline.

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Rezensionen von Ruth:

Trauerarbeit - ein langer Prozess

Mein drittes Leben von Krien Daniela

Mein Name ist Linda. Linda bedeutet die Milde, die Freundliche, die Sanfte. Dieser Name hat nichts mehr mit mir zu tun.“ So stellt sich die Ich- Erzählerin im neuen Roman von Daniela Krien vor. Die Linda von früher, eine kultivierte und gepflegte Frau, glücklich verheiratet mit dem Maler und Kunstlehrer Richard, diese Linda gibt es nicht mehr.

Ein einziger Moment hat alles verändert.
Die 17jährige Tochter Sonja ist mit ihrem Rad unterwegs und wird von einem abbiegenden LKW überfahren.
Auch zwei Jahre nach dem Unfalltod hat Linda aus ihrer tiefen Trauer noch nicht herausgefunden. Nach ihrer Krebserkrankung hat sie ihren alten Job in einer Kulturstiftung gekündigt und sich auf einen heruntergekommenen Bauernhof in einem kleinen Dorf zurückgezogen. Sie braucht Abstand, braucht Zeit für sich selbst. In der früheren Wohnung in Leipzig erinnert alles an die verstorbene Tochter.
Ihr Mann Richard besucht Linda regelmäßig und versucht, sie zur Rückkehr zu bewegen. Vergeblich! Auch er trauert, doch er will endlich wieder nach vorne schauen, will weiterleben. Irgendwann wird er in der Schriftstellerin Brida eine neue Partnerin finden. ( Sie ist uns schon in Daniela Kriens Roman „ Die Liebe im Ernstfall“ begegnet.)
Mit sehr viel Sensibilität und Einfühlungsvermögen beschreibt die Autorin die Gefühlswelt ihrer Protagonistin, einer Frau, der das Schlimmstmögliche zugestoßen ist. Dabei zeigt sie, wie lange es brauchen kann, aus einem solchem Tiefpunkt herauszufinden.
Was Linda dabei hilft, ist die körperliche Arbeit auf dem Hof und im Garten. Diese Arbeit gibt ihrem Tag Struktur und Sinn. Und der Kreislauf der Natur vom Wachsen und Vergehen hat etwas Tröstendes.
In der Erinnerung durchlebt Linda die Zeit mit ihrer Tochter. Dabei macht sie sich Vorwürfe, ihr Kind mit zu kritischen Augen betrachtet zu haben, stellt sich auch die sinnlose Frage, ob sie das Unglück nicht hätte verhindern können.
Dazwischen gibt es immer wieder Phasen, wo der Schmerz unerträglich wird und der Gedanke an Selbstmord verlockend erscheint.
Während Linda sich beinahe ganz von ihrem früherem Umfeld gelöst hat, findet sie langsam neue Kontakte im Dorf. Das sind Menschen, die weit weg sind von dem gutbürgerlichen Milieu, in dem sie sich früher bewegt hat. Solche wie Nachbar Klaus und seine Frau, die sich als Wendeverlierer sehen und trotzdem nicht resignieren. Oder Natascha, die ein Leben mit einer behinderten Tochter meistern muss.
Es ist ein langer Weg raus aus der Trauer, langsam, oft mit Rückschritten verbunden, bis Linda gelernt hat, mit dem Verlust zu leben.
Dass sie mit ihrer Mutter über die gemeinsame Vergangenheit reden konnte, Verdrängtes ansprechen, war ebenso hilfreich wie der Bruch mit einer früheren Freundin, mit der sie nichts mehr verbindet.
Der Roman ist aber nicht nur die Geschichte über einen unerträglichen Schmerz, sondern auch die Geschichte einer großen Liebe.
Denn dass Richard ihr „ Lebensmensch“ ist, weiß Linda schon lange. „ Nicht die Liebe ist Richard und mir abhandengekommen, nur die gemeinsame Blickrichtung.“
Und als Richard sie braucht, ist sie für ihn da.
Obwohl der Roman tieftraurig ist, entlässt er den Leser mit einem Gefühl der Hoffnung.
Selten treffen die Adjektive „ berührend“ und „ bewegend“ so gut auf einen Roman zu wie hier. Daniela Krien findet die richtigen Worte , nie gleitet sie ins Sentimentale ab. Und obwohl der Leser sehr nah bei Linda ist, hat er großes Verständnis und Sympathie für Richard. Das spricht für die sensible Figurenzeichnung der Autorin. Auch die Nebenfiguren werden nuancenreich beschrieben.
Gleichzeitig ist das Buch eine Lehrstunde in Sachen Empathie. Linda hat früh gespürt, wie sich Freunde und Bekannte abwenden. „ Menschen ermüden vom Leid anderer Menschen. Sie verlieren die Lust, Rücksicht zu nehmen, wollen wieder selbst klagen dürfen. Sie sind heimlich wütend darüber, dass vor meinem Problem jedes ihrer eigenen Probleme verblasst. Meine Anwesenheit zwingt sie, ihr Glück zu begreifen.“
Im Roman erfahren wir, was Trauernde brauchen. Keine gut gemeinten Sprüche, keine Ungeduld! Jeder trauert anders, jedem steht die Zeit zu, die er dafür braucht.
Der Roman findet sich völlig zu Recht auf der Longlist für den diesjährigen Buchpreis. Es ist das bisher beste Buch der Autorin. Klug, einfühlsam und realistisch.

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Rezensionen von René R. Wenzel:

Völliger Schwachsinn

Ferryman von Justin Cronin

Bei diesem Buch habe ich es nur 50 Seiten lang geschafft. Es ist völlig schwachsinnig , wirr, und zusammenhängend man weiß überhaupt nicht, worum es geht! Wie kann man so ein Buch empfehlen?

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Rezensionen von Sheilo:

Gefühlschaos am Lake Tahoe

Lake of Lies - Hidden Lake of Lies von Leonie Lastella

Vias Herz ist in tausend Teile zerbrochen, nachdem sich ihr Freund River, ein erfolgreicher Sportler und Instagram Star, von ihr getrennt hat. Dabei bräuchte er sie gerade jetzt an ihrer Seite, nachdem er sich bei einem Sturz schwer verletzt hat. Doch in einem Posting macht er klar, dass Via jemand anderes verdient habe.

Und damit hat er unabsichtlich eine Hetzjagd auf Via gestartet, die sie in die Verzweiflung treibt. Auf der Flucht vor den ganzen Drohungen und Beleidigungen zieht es sie an den Lake Tahoe, wo sie auf Miles trifft. Auch Miles trauert sehr um seine Schwester, die erst vor kurzer Zeit verstorben ist. Die zwei verstehen sich gut und lernen einander immer besser kennen, doch ahnen sie nicht, in welcher Gefahr sie sich befinden.
"Hidden" ist ein emotionaler Liebesroman von Leonie Lastella, mit dem sie eine spannungsgeladene Geschichte voller Emotionen und Geheimnissen geschaffen hat. Die Spannung blieb bis zum Ende des Buches erhalten, der Plot-Twist der Geschichte gab dieser noch eine Steigerung und am Ende wartet eine Überraschung, die einen Ausblick auf die Fortsetzung im nächsten Band "Found" gibt.
Das Hörbuch wird hauptsächlich von Hannah Schepmann und Louis Friedemann Thiele gesprochen, welche Via und Miles mit ihren Stimmen eine individuelle Note verleihen und den Hörer am inneren Gefühlschaos der Protagonisten teilhaben lassen. Vor allem die einfühlsamen Momente von Via habe ich dabei am meisten geliebt. Kleinere Anteile am Buch werden zudem von Denis Moschitto und Tim Gössler gelesen.
Via ist eine wundervolle junge Frau, die bisher immer versucht hat, die Menschen um sich herum glücklich zu machen und dabei nicht an ihre eigenen Wünsche gedacht hat. In der Zeit am Lake Tahoe wird ihr dieser Umstand immer mehr bewusst und sie stellt sich die Frage, was eigentlich für sie Glück ist. Ich selbst finde die Entwicklung von Via wirklich toll und sie ist eine fantastische Freundin, die auch über ihren eigenen Schatten springt, wenn es notwendig ist.
Miles verbringt die Zeit am Lake Tahoe, da seine verstorbene Schwester diesen Ort geliebt hat und er sich ihr dort nahe fühlen kann. Man spürt sehr deutlich, wie sehr Miles mit dem Verlust kämpft und wie er sich selbst Vorwürfe macht. Via bringt ihn auf andere Gedanken und genau das ist es, was Miles braucht.
Miles und Via muss man einfach lieben, ihre erste Begegnung war zwar alles andere als perfekt, aber das Gefühlschaos zwischen ihnen ist wirklich riesig. Und wenn dazu noch Vias Ex-Freund River ins Spiel kommt, wird es erst recht stürmisch.
"Hidden" ist für mich eine tolle Mischung aus einer Liebesgeschichte, ungeahnten Gefahren und Geheimnissen, die sich perfekt ergänzen. Mir gefällt die Geschichte von Miles und Via und ich kann sie sehr weiterempfehlen.

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Rezensionen von Eight_butterflies:

Monolog aus dem Gehirn einer psychotischen Frau

Mein Mann von Maud Ventura

Maud Venturas Roman „Mein Mann“ ist ein fesselndes Porträt einer Frau, die in ihrer Liebe zu ihrem Ehemann an die Grenzen der Vernunft gerät. Die namenlose Protagonistin, eine 40-jährige Lehrerin und Übersetzerin, ist seit 15 Jahren verheiratet und hat zwei Kinder. Doch trotz des scheinbar perfekten Lebens ist sie von einer tiefen Obsession für ihren Mann ergriffen, die ihr gesamtes Dasein bestimmt.

Ventura gliedert die Erzählung in sieben Tage und einen abschließenden Epilog, was dem Roman eine besondere Struktur verleiht. Jeder Tag ist mit einer bestimmten Farbe und Stimmung verbunden, was die intensive, fast klaustrophobische Atmosphäre unterstreicht, in der die Protagonistin gefangen ist. Der Montag ist für sie der bevorzugte Tag, was sinnbildlich für ihren verzweifelten Versuch steht, Kontrolle und Sicherheit in einer Beziehung zu finden, die zunehmend von Misstrauen und Manipulation geprägt ist.
Die Autorin schafft es meisterhaft, die toxische Dynamik in dieser Ehe darzustellen. Obwohl die Frau seit vielen Jahren mit ihrem Mann zusammen ist, fehlt es der Beziehung an einem grundlegenden Element: Vertrauen. Stattdessen kreisen ihre Gedanken unaufhörlich um die Frage, ob ihr Mann sie genauso liebt, wie sie ihn liebt. Jeder Tag wird zu einem Test seiner Zuneigung, und seine Antworten bestimmen ihre Laune und Handlungen. Ihre Bestrafungen für vermeintliche Lieblosigkeiten reichen bis hin zu Affären mit anderen Männern, die jedoch nichts weiter sind als Werkzeuge in ihrem ausgeklügelten Spiel.
Die Protagonistin notiert und organisiert ihr Leben mit akribischer Genauigkeit in farbcodierten Notizbüchern, was anfangs wie ein Ausdruck von Ordnung erscheint, im Laufe der Geschichte jedoch immer mehr als Ausdruck einer Zwangsstörung erkennbar wird. Venturas Schreibstil vermittelt diese Spannung auf subtile Weise und zieht den Leser immer tiefer in das labyrinthische Innenleben der Frau. Man schwankt zwischen Mitleid und Ablehnung, ist fasziniert von ihrer Verletzlichkeit und gleichzeitig abgestoßen von ihren manipulativen Methoden.
Besonders beeindruckend ist, wie Ventura es schafft, die Leser ständig im Ungewissen zu halten. Man weiß nie genau, ob die Protagonistin paranoid ist oder ob ihre Sorgen begründet sind. Ist ihr Mann tatsächlich der treibende Faktor hinter ihrem Verhalten, oder ist es ihre eigene Unsicherheit, die die Beziehung vergiftet? Diese ständige Unklarheit erzeugt eine Sogwirkung, die es schwer macht, das Buch aus der Hand zu legen.
Das Ende des Romans ist überraschend und bringt eine unerwartete Wendung, die viele der zuvor aufgeworfenen Fragen auf eine neue Art und Weise beleuchtet. Ventura liefert hier kein einfaches Happy End, sondern fordert den Leser dazu auf, seine eigenen Vorstellungen von Liebe, Besessenheit und Kontrolle zu hinterfragen.
„Mein Mann“ ist ein intensiver, tiefgründiger Roman, der auf beklemmende Weise zeigt, wie Liebe in Obsession umschlagen kann. Die Protagonistin, in ihrer Zerrissenheit meisterhaft beschrieben, bleibt auch nach dem letzten Satz im Gedächtnis haften. Dieses Buch ist eine eindringliche Erkundung der dunklen Seiten menschlicher Beziehungen und ein absolutes Muss für alle, die psychologisch komplexe Geschichten schätzen.

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Rezensionen von Petra:

Venezianisches Glas

Das Geheimnis der Glasmacherin von Tracy Chevalier

Das Glas aus Murano, einer Insel die zu Venedig gehört, ist seit Jahrhunderten weltberühmt. In diesem Buch begleiten wir Orsola und ihre Familie durch die Jahrhunderte und immer dabei das Glas das sie herstellen, künstlerisch gestalten. Sie leben und sterben mit Glas. Die Geschichte beginnt im Jahr 1468, der Patriarch der Familie Rosso stirbt unerwartet und hinterlässt eine Glashütte und unerfahrene Erben.

Orsola seine kleine Tochter hat in der Werkstatt nichts zu suchen, es ist Männerarbeit und die Frauen sind für den Haushalt verantwortlich. Aber das Geld ist knapp und daher sucht die Mutter nach allen möglichen Auswegen aus der Misere. Das Mädchen lernt Glasperlen herzustellen, das Einzige das Frauen dürfen.
Sehr detailliert wird die Herstellung von Glas und die Lebensumstände beschrieben, z. B.: auch die Mode im Wandel der Zeiten und nicht nur zu Beginn des Romans, sondern wir begleiten Orsola durch den Lauf der Jahrhunderte, erfahren von den Veränderungen, egal ob politisch, gesellschaftlich oder im persönlichen Leben der Familie Rosso. Die Welt dreht sich weiter aber die Familie ist in einer Art Blase, sie altern nicht, sie gleiten durch die Zeit ohne das wir Leser von Generationen begleitet werden. Immer erlebt Orsola die Pest, die Kriege, bis hin zu Corona.
Ein Stilmittel mit dem ich nicht so recht warm geworden bin. Es ist gut das man nicht ständig neue Familienmitglieder kennen lernt, Kinder, Enkel, Urenkel und weitere Ur. Aber es gibt keine Erklärung wie andere auf die nicht alternde Glaskünstlerin reagieren. Sie scheint ein Geist zu sein, sie sieht alles, kommentiert und berichtet während andere sie nur in diesem Augenblick erleben, ein Kind, eine junge Frau, eine Frau mittleren Alters, eine Ältere. Sie dagegen weiß das sie in diesem Augenblick mit dem Urenkel eines alten längst verstorbenen Freundes spricht.
Ich mag die Bücher der Autorin, die Informationsvielfalt ist immer spannend verpackt, nur hier hat mir die Verpackung nicht so gut gefallen.

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Rezensionen von LeserinLu :

Unterhaltsamer Mix

Agency for Scandal von Laura Wood

„Agency for Scandal“ ist ein spannender Jugendroman, der die Leser:innen
in die glitzernde und gleichzeitig gefährliche Welt der Londoner High Society à la Bridgerton führt. Die Hauptfigur Izzy Stanhope ist eine komplexe Heldin mit vielen Geheimnissen: Sie ist in den attraktiven Duke verliebt, arbeitet heimlich in einer Detektei und hat außergewöhnliche Fähigkeiten wie das Knacken von Schlössern.

Die Handlung entwickelt sich zu einem spannenden Mix aus Krimi, Romanze und Abenteuer, der durchaus auch feministische Botschaften enthält.

Besonders gelungen ist die Darstellung der rein weiblichen Detektei, die durch weibliche Solidarität und Stärke mächtige Männer zur Rechenschaft zieht und Frauen vor Skandalen schützt. Auch die queeren Nebenfiguren tragen zur Vielfalt der Charaktere bei und machen die Geschichte inklusiver. Allerdings wäre hier aus meiner Sicht noch mehr möglich gewesen. Die Liebesgeschichte zwischen Izzy und dem Duke bleibt leider in klassischen Klischees verhaftet. Der Duke wird als der typische, selbstbewusste, attraktive und außergewöhnlich große Held dargestellt, während Izzy als unsichere, außergewöhnlich zierliche und unscheinbare Figur beschrieben wird.

Trotz dieser Kritik bleibt „Agency for Scandal“ ein netter Roman mit Wilde Hühner- und Bridgerton-Vibes. Wer eine leichte Lektüre für zwischendurch sucht, ist hier gut aufgehoben.

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