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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Ruth:

Vielschichtig

Fast wie ein Bruder von Alain Claude Sulzer

Nach seinem überaus erfolgreichen Roman „ Doppelleben“ über die beiden Goncourt - Brüder stehen dieses Mal zwei Männer im Zentrum die zwar keine Brüder sind, aber fast wie Brüder aufwachsen. Ihre Familien ziehen 1962 in dasselbe Mietshaus in Bochum. Da sind die Jungs gerade mal ein Jahr alt und die beiden Einzelkinder sind von nun an unzertrennlich.

Erst in der Pubertät beginnt ihre wachsende Entfremdung.
Der Besuch einer Kunstausstellung, eine große Werkschau mit Bildern des Malers Sigmar Polke, ist für den 15jährigen Frank eine Art Erweckungserlebnis. Danach steht für ihn fest, dass er Maler wird. Unablässig füllt er nun Blatt für Blatt mit seinen Zeichnungen.
Zwei Jahre später trennen sich die Wege der beiden Freunde. Die Väter ziehen mit ihren jeweiligen Söhnen weg, die einen nach Stuttgart, die anderen nach München. Ausschlaggebend dafür war aber nicht der Tod der Mütter, die beide kurz nacheinander an Krebs verstarben. Sondern der Eklat, als Frank beim Sex mit Matteo, dem Roma-Jungen aus dem Stockwerk darunter, erwischt wird. Hier zeigt sich nun, wie fremd sich die Freunde geworden sind. Ein Gespräch über das Vorgefallene vermeiden beide.
Erzählt wird uns das von einem namenlosen Ich- Erzähler, der dreißig Jahre später zufällig mit dem Werk seines früheren Freundes konfrontiert wird.
Frank ging Anfang der 1980er Jahre nach New York, wo er vergeblich versuchte, künstlerisch Fuß zu fassen und zugleich ein sexuell ausschweifendes Leben führte. „ Beruflich brachte New York ihn nicht weiter. Persönlich war es sein Untergang.“ Frank kehrt lediglich nach Deutschland zurück, um hier zu sterben. Aids, die damals noch tödlich verlaufende Krankheit, hat auch ihn erwischt. Der Erzähler besucht ihn eine Woche lang im Krankenhaus und wird von Frank als Nachlassverwalter für sein künstlerisches Werk eingesetzt.
Ohne die Bilder ein einziges Mal anzuschauen, verstaut sie der Erzähler in die Remise auf seinem französischen Landsitz. Und dort bleiben sie, bis ein Teil von ihnen eines Tages in einer Berliner Galerie wieder auftaucht. Nachdem der Erzähler sich überzeugt hat, dass der Schuppen auf seinem Grundstück tatsächlich leergeräumt ist, besucht er die Galerie und sieht sich dort mit einem obszönen Porträt von sich selbst gegenübergestellt.
„ Mit stiller Wucht“ erzählt Alain Claude Sulzer, so heißt es auf dem Klappentext, und das trifft es sehr genau. Ergriffen schlägt man am Ende das schmale Buch zu. Auch weil der Autor nicht alles aufklärt und den Leser mit manchen Fragen zurücklässt.
Es geht um Freundschaft, um das, was sie ausmacht und woran sie zerbrechen kann. Der Ich- Erzähler verdrängt das „ Vermächtnis“ in seiner Remise, nicht nur aus Ignoranz oder Desinteresse, sondern auch, weil es ihn an sein eigenes Versagen erinnert. Hätte er nicht zu Lebzeiten von Frank mehr Interesse für dessen Kunst aufbringen sollen? Und hätte er nicht nach dessen Tod sich um die Gemälde besser kümmern müssen? Die Vorwürfe seiner Frau treffen ihn hart, weil sie berechtigt sind. „ Du warst sein bester Freund, du hättest es besser machen müssen, aber du hast nichts getan, du hast das Zeug sich selbst überlassen. Du hast deinen Freund im Stich gelassen.“
Aber es ist natürlich auch ein großer Künstlerroman. Er erzählt von der Rätselhaftigkeit der Kunst und dem Unverständnis vieler. Gleichzeitig heißt Künstler - Sein auch, trotz fehlender Anerkennung und ausbleibender Erfolge, weiter seinen Weg zu gehen. Wie viele Künstler scheint auch Frank seiner Zeit voraus zu sein, denn erst Jahrzehnte später ist die Öffentlichkeit so weit, die Relevanz seiner Werke zu erkennen. Wäre Frank nicht schon in jungen Jahren gestorben, hätte er seinen Triumph noch erlebt. Was hätte er alles noch schaffen können ?
Das Thema „ Vergänglichkeit“ wird außerdem in verschiedenen Variationen durchgespielt. Da sind die beiden Mütter, die früh sterben; da ist Frank, gezeichnet von seiner tödlichen Krankheit, und da geht es um die Vergänglichkeit von Kunst, wenn Bilder verschwinden oder in Vergessenheit geraten..
„ Fast wie ein Bruder“ ist ebenso ein Zeitroman, der die Verklemmtheit und das Verdrängen jener Jahre atmosphärisch dicht einfängt. Dazu ein Coming - of - Age Roman und zum Ende hin entwickelt er sich noch zu einem Krimi.
Im Vorfeld war der Text Teil eines kleinen literarischen Skandals. Alain Claude Sulzer hatte sich mit einem Auszug aus dem Roman für eine Förderung bei der Basler Literaturjury beworben. Die Jury hat bemängelt, dass das Wort Zigeuner und dementsprechende Stereotypen vorkommen; daraufhin hat Sulzer seinen Antrag zurückgezogen. Sulzer geht es aber sicherlich nicht um eine Herabwürdigung einer bestimmten Volksgruppe, sondern er spiegelt damit den Sprachgebrauch und die Vorurteile jener Zeit. Genau wie er später von der „ Schwulenpest“ und „ Schwulenseuche“ spricht und damit das Klima der 80er Jahre sehr genau trifft, in denen man Homosexuelle wie Aussätzige behandelt hat und die Krankheit als gerechte Strafe für ein lasterhaftes Leben ansah.
Eine Dreingabe für die Leser seiner Bücher hat der Schweizer Autor auch noch eingebaut. Einen kleinen Auftritt hat Marek Olsberg, jener Pianist, der in Sulzers Roman „ Aus den Fugen“ mitten im Konzert aufsteht, den Klavierdeckel zuschlägt und den Saal verlässt. Hier ist er noch am Anfang seiner Karriere, als er mit Frank in New York eine Liebesnacht verbringt. Und eine Aufnahme von ihm , ein „ Nocturne“ von Chopin“, wird bei Franks Beerdigung gespielt.
Ein vielschichtiger Roman, geschrieben in Sulzers bewährtem eleganten Stil, mit dem Blick für Nuancen. Lesenswert!

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Rezensionen von buchina:

Zwei spannende gegensätzliche Welten

Wächter der Magie – Aufbruch nach Artimé (Wächter der Magie 1) von McMann Lisa; Attwood Doris

Im Mittelpunkt stehen die Zwillinge Aaron und Alex, diese werden als 13-Jährige aufgeteilt in "Gewollte", "Notwendige" und "Ungewollte". Diese Einteilung bestimmt ihren zukünftigen Lebensweg. Die Zwillinge werden getrennt, denn Aaron ist ein „Gewollter“ und Alex ein „Ungewollter“.

„Ungewollte“ müssen ihre Welt Quill verlassen. Alex glaubt sein Leben ist damit vorbei, aber nein er kommt nach Artimé, eine geheime Welt wo seine Kreativität ausleben kann. Denn Kunst und Kreativität erzeugt dort Magie.
Die Autorin hat also zwei völlig unterschiedliche Welten erschaffen. Die Diktatur Quill und die geheime magische Welt Artimé. Durch die Zwillinge bekommt man einen guten Einblick in beide Welten, obwohl natürlich Artimé dabei viel mehr punkten kann, schon allein durch die wunderbaren Beschreibungen der Magie. Quill dagegen ist sehr hart, die Angst und der Tod durch Fehlverhalten ist zum Teil drastisch beschrieben für ein Kinderbuch.
Das Buch ist der Band einer Reihe. Als Einstieg ist die Geschichte sehr gut gelungen. Ich hoffe, dass es insgesamt mehr Hintergrundinformationen in den Folgebänden vor allem zu der Gesellschaft der Quill gibt, da ich da gerne mehr Informationen hätte, wie es eigentlich so weit kommen konnte.
Insgesamt hat mir das Buch gefallen, ich mochte die 2 Teilung der Welt und auch die Schule der Magie ist sehr gut beschrieben. Der Autorin gelingt es sehr gut, die Handlungsorte so gut zu beschreiben, dass ich mir die Welten gut vorstellen konnte. Quill rückt dabei insgesamt aber ein wenig in den Hintergrund. Junge Leser werden sich gut unterhalten fühlen, da es einige Abenteuer zu bestehen gibt und es keine wirklich langatmigen Passagen gibt. Für mich als ältere Leserin war mir die gut/böse Zeichnung etwas zu einfach.

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Rezensionen von Claudia R.:

Geisterhafte Gute Nacht

Huiii, wer ist denn da noch wach? – Ab ins Bett und Gute Nacht! von Christine Kugler

Klappentext / Inhalt:

Huiii, wer ist denn da noch wach?
Hexe Lotte kann nicht einschlafen, weil sie Bauchschmerzen hat. Vampirmädchen Frida ist noch kein bisschen müde und möchte lieber Verstecken spielen. Und die kleine Spinne fürchtet sich im dunklen Wald – so ganz ohne Nachtlicht. Zum Glück hat Gespensterjunge Theo lauter gute Ideen, die seinen Freunden beim Einschlafen helfen.

Bis er schließlich selbst müde wird ... Und wer bringt das kleine Gespenst ins Bett? Eine kuschlige Einschlafgeschichte für kleine Nachtgespenster ab 2 Jahren – mit vielen Klappen


Cover:

Das Cover ist sehr niedlich und detailreich gestaltet. Ein kleines Gespenst bereits zum Einschlafen steht vor dem Bettchen, wo es sich schon einige Tiere, wie Fledermaus und Katze bequem gemacht haben. Optisch und auch farblich ist es sehr schön umgesetzt.

Meinung:

Es handelt sich hier um ein wunderschönes Kinderbuch für die Kleinsten ab ca. 2 Jahren. Eine niedliche Gespenstergeschichte, die sehr liebevoll und kindgerecht umgesetzt wurde. Theo begegnet in der Nacht, vielen kleinen und großen Gestalten, die auch kurz vor dem Einschlafen sind, was sie noch machen erfahrt in in diesem niedlichen Kinderbuch.

Inhaltlich möchte ich hier gar nicht allzu viel verraten und halte mich daher mit weitere Details zurück.

Der Schreibstil ist angenehm und locker und sehr schön umgesetzt. Die Reimform ist hier sehr schön und passend gewählt und diese lassen sich sehr gut und flüssig lesen. Die Reime sind passend und toll umgesetzt. Das Text-Bild Verhältnis ist stimmig und macht sehr viel Freude. Die Bilder und Illustrationen sind detailreich und passend umgesetzt. Diese geben die Situation und das Gelesene sehr gut wieder.

Durch die vielen Klappen wird es so auch noch ein wenig interaktiv und die Kleinsten können hier die Veränderungen direkt mit erleben. Die Klappen verbergen lustige Situationen und verändern die Situation, so passen sich diese den beschriebenen Ereignissen an.

Zudem schulen und fördern die Klappen die Motorik und die Greifkraft und sorgen für zusätzliche Erlebnisse.

Die Geschichte ist toll umgesetzt und es gibt viel zu entdecken. Gleichzeitig dient sie aber auch sehr gut als Einschlaf Geschichte, da sie diese Thematik aufnimmt und sehr gut verarbeitet. Ein niedliches Kinderbuch zur Guten Nacht.

Die Qualität des Buches ist sehr gut. Die Seiten sind sehr stabil und robust gearbeitet. So hält das Buch kleinen Kinderhänden sehr gut stand.

Alles in allem eine sehr schöne und liebevolle Gute Nacht Geschichte mit großem Kuschelfaktor. Mir hat die Geschichte in Reimform sehr gut gefallen. Die Illustrationen sind wunderschön passend gewählt und die Klappen runden das Ganze zusätzlich sehr gut ab.

Fazit:

Geisterhafte Gute Nacht mit tollen Illustrationen und liebevollen Reimen.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Steiler Aufstieg - tiefer Fall

Benkos Luftschloss von Margret Hucko; Martin Noé

Chronik eines steilen Höhenfluges und tiefen Falls

Margret Hucko und Martin Noé, beides erfahrene Wirtschaftsjournalisten liefern eine fundierte und detaillierte Analyse jener Ereignisse, die den steilen Aufstieg eines Schulabbrechers, der mit den Schönen und Reichen auf gleicher Höhe stehen wollte bis hin zu seinem nicht minderen tiefen Fall.

Längst sind nicht alle Verstrickungen und Malversationen bekannt, denn derjenige, der das undurchsichtige Firmenkonglomerat erschaffen hat, hüllt sich in Schweigen und leidet an einem selektiven Gedächtnisverlust, der ausgerechnet diese Details betrifft. Die Rede ist von René Benko und seiner Signa-Gruppe, deren Insolvenz nicht nur in Österreich sondern weltweit Baufirmen und Geldgeber zittern. Der stets verwendete Satz „Für ihn gilt die Unschuldsvermutung“ mag angesichts des Schadens, den Benko angerichtet hat, zynisch klingen.

Das in 22 Kapitel aufgeteilte Buch, beleuchtet zu Beginn den kometenhaften Aufstieg des Selfmade-Mannes aus Tirol. Dazu werden (ehemalige) Freunde und Weggefährten befragt.

Es ist erstaunlich, wie viele gewiefte Geschäftsleute, wie Bauunternehmer Hans-Peter Haselsteiner, Unternehmer Klaus-Michael Kühne oder Torsten Toeller auf diesen Scharlatan hereinfallen konnten. War es die Gier nach noch mehr Rendite? Und welche Rolle spiel(t)en die Wirtschaftsprüfer? So unabhängig wie man glaubt sind die ja doch nicht, denn sie werden von der zu prüfenden Firma beauftragt....

Vieles ist noch ungeklärt, vor allem wo das Geld geblieben ist, was mit den Immobilien und Baustellen passiert und wie es sein kann, dass eine derartige Firmenkonstruktion, in der lauter Kleinfirmen, die keine Bilanzen legen müssen, unter dem Radar der Finanz laufen konnte. Vieles wird vor Gericht geklärt werden müssen. Der einzige, der hier Licht ins Dunkel bringen könnte, ist René Benko. Doch der schweigt eisern.

Eines ist jedenfalls klar: zahlreiche Unternehmer und Kommunen haben sehr viel Geld verloren und emotionalen Niederlagen erlitten. Vielleicht werden sie in Zukunft ein weniger vorsichtig agieren, wenn es darum geht, ihr Vermögen zu investieren.


Meine Meinung:

Das Autoren-Duo versteht es ausgezeichnet, die komplexen wirtschaftlichen und rechtlichen Aspekte der Signa-Insolvenz so aufzubereiten, dass sie auch für Laien verständlich und spannend sind.

An manchen Stellen scheint das Buch sehr detailliert auf die juristischen und finanziellen Aspekte der Insolvenz einzugehen. Das könnte auf den einen oder anderen Leser etwas trocken wirken. Andererseits sind diese diese Details für das Gesamtverständnis des Insolvenz der Signa-Holding notwendig.

Die Autoren schaffen es, die komplexen Sachverhalte rund um die Insolvenz der Signa-Gruppe so darzustellen, dass sie auch für Leser ohne wirtschaftlichen Hintergrund gut nachvollziehbar sind. Gleichzeitig gelingt es ihnen, die dramatischen Entwicklungen mitreißend zu schildern, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte. Noch ist nicht abzuschätzen, welche Langzeitfolgen diese Pleite haben wird.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem Buch, das den steilen Aufstieg und tiefen Fall des Selfmademan René Benko beleuchtet, 5 Sterne.

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Rezensionen von Bücherfreundin:

Liebevoll gestaltete und spannende Kinderbuchreihe

Die Jagd nach dem magischen Detektivkoffer, Band 7 - Das verflixt verfluchte Geisterhaus von Cally Stronk

Mein Enkel liebt die Geschichten um den magischen Detektivkoffer und lässt sie sich immer wieder gern vorlesen. Ich habe mich daher sehr darüber gefreut, dass der Ravensburger Verlag nun "Das verflixt verfluchte Geisterhaus" veröffentlicht hat, den 7. Band aus der Reihe "Die Jagd nach dem magischen Detektivkoffer".

Im Mittelpunkt des fesselnden Abenteuers stehen wieder die Zwillinge Marie und Lukas, die zu ihrem siebten Geburtstag von ihrer Tante Gundula einen Detektivkoffer bekommen haben, mit dessen Hilfe sie Kriminalfälle lösen können. Die Gegenstände, die sich im Koffer befinden, haben verschiedene magische Fähigkeiten. Zwei Ganoven, Theodor Topf und Doris Deckel, tun alles, um in den Besitz des Koffers zu gelangen, und mit einem Trick erreichen sie sogar ihr Ziel. Doch sie haben nicht damit gerechnet, dass Marie und Lukas bald herausfinden, dass sie im gruseligen Geisterhaus suchen müssen ... 

Auch diese Geschichte, die sich an Kinder ab etwa 7 Jahren richtet, ist nicht nur superspannend, sondern auch sehr schön und altersgerecht von Cally Stronk erzählt. Jüngere Kinder freuen sich, wenn sie ihnen vorgelesen wird, Ältere werden zum Selbstlesen animiert, da die Schrift schön groß ist. Die Texte werden durch die wunderschönen bunten Illustrationen von Patrick Fix ergänzt. Das Buch enthält auch Rätsel, die nicht nur von Marie und Lukas, sondern auch vom kleinen Leser zu lösen sind - eine tolle Idee. Allerdings kann es sein, dass bei jüngeren Kindern ein Erwachsener etwas Hilfestellung geben muss.

Der neue Band hat mich mit seinen schönen Texten und Illustrationen wieder begeistert. Besonders gut gefällt mir, wie liebevoll die Personen - und natürlich auch der Hund Sokrates, die Katze Pfötchen und der Wellensittich Brötchen - dargestellt sind. Die Ganoven sind erfreulicherweise so gezeichnet, dass sie die kleinen Leser nicht verängstigen. Das farbenfrohe Cover passt hervorragend zum Titel. 

Absolute Lese- und Vorleseempfehlung für dieses äußerst liebevoll gestaltete Kinderbuch!

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Rezensionen von Lerchie:

Wer ist schuld

Die Rosenholzvilla von Tabea Bach

Elisa will ihren kranken Großvater im Tessin unterstützen. Der ist kauzig und eigensinnig, heißt Niklas und macht es ihr nicht leicht. Jedoch die Gegend ist bezaubernd und das erleichtert ihr das Einleben, denn dort kann sie endlich entspannen. Sie stößt auf eine kleine, feine Instrumentenmanufaktur sie sie an ihre Zeit als Cellistin erinnert.

Dieser wird geführt von zwei Brüdern sie sehr ungleich sind und die lange Tradition des Instrumentenbaus fortsetzen. Doch durch dich Ungleichheit wird das erschwert, zumal beide Brüder für Elisa Gefühle entwickeln.

Meine Meinung
´Das Buch ließ sich sehr gut lesen, denn keine Unklarheiten im Text störten meinen Lesefluss. In der Geschichte war ich auch schnell drinnen konnte mich gut in die Protagonisten hineinversetzen. Elisa musste überraschend in den Tessin reisen, da ihr Großvater schwer krank im Krankenhaus lag. Sie ist nicht begeistert davon, dass ihre Mutter dies nicht getan hat, doch diese ist mit ihrer Modefirma beschäftigt und hat Termine. Hier wird Elisa wieder an ihre Kindheit und Jugend erinnert und auch daran, warum sie nicht mehr Cello spielt. Es gibt in dem Buch einige überraschende Wendungen. Dinge, von welchen man angenommen hat, dass sie passiert seien, sind das so gar nicht. Und am Ende sieht es so aus, als wolle Elisa im Tessin bleiben? Aber das soll der geneigte Leser bitte selbst lesen. Auch wie sie zu den beiden Brüdern steht, die ihr beide den Hof machen. Welcher der beiden ist denn nun der Richtige? Ist es überhaupt einer? Das wird der Leser in diesem Buch erfahren. Es ist sehr spannend und fesselnd geschrieben. Ich habe mit Elisa gelitten, wenn sie traurig war und mich gefreut, wenn auch sie sich gefreut hat. Ich habe jemanden verdammt, der ihr massive Steine in den Weg gelegt hat. Auf jeden Fall hat mir dieses Buch gut gefallen und hat mich gut unterhalten. Daher eine Leseempfehlung von mir und fünf Sterne.

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Rezensionen von Krani:

Der böse Wolf

Lupus von Rode Tibor

Jenny ist Tierärztin und lebt mit ihrem Vater auf einen Hof in der Nähe von Greifswald. Eines Tages ist ihr Vater verschwunden. Dann wird sie gerufen, um eine Herde Schafe, von denen die meisten von einem wilden Tier gerissen wurden, zu untersuchen. War das etwa ein Wolf? Schon sind wir mitten drin in einer Geschichte um wilde Tiere, Nachzuchten und den Schutz der Natur.

Es geht zurück bis in die alte DDR. Da es auf der anderen Seite um Jennys familiäre Herkunft geht und dann auch noch eine Liebesgeschichte hinzukommt, wird das Ganze nicht nur lang sondern auch überfrachtet. Da ging mir unterwegs die Spannung verloren.
Wir haben hier einen fesselnden, höchst professionell erzählten Thriller. Die Personen sind nicht allzu komplex, aber zumindest Jenny ist sympathisch genug, dass man ihr gerne folgt. Sie trägt allerdings nicht über die ganze, lange Geschichte. Und das ist das Dilemma: Für einen Thriller ist das Ganze zu überladen, für einen erzählenden Roman aber sind die Personen zu flach.
Mit dem Lektorat war ich nicht so zufrieden. So sind zum Beispiel an einer Stelle die Protagonisten schon per Du, obwohl das erst später dran ist.
Vielleicht hätte Rode sich mehr fokussieren sollen und ausführlicher in ein oder zwei der Themen einsteigen können. So ist einfach alles zuviel.

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Rezensionen von Schlafmurmel:

wow ein Wahnsinns spannender Thriller

Unendlicher Friede von Edward Poniewaz

Schon das Cover hat mich total fasziniert – es hat sofort meine Aufmerksamkeit erregt und der Titel in Kombination mit dem Klappentext hat mich neugierig gemacht. Dieses Buch hätte ich in der Buchhandlung definitiv in die Hand genommen und hineingeschmökert.
Die Geschichte dreht sich um eine Frau, die zu einem Psychiater geht und ihm erzählt, dass sie schwanger ist.

Sie berichtet, dass ihr Mann unter dem Wahn leidet, sterben zu müssen, sobald sie ihren Sohn zur Welt bringt. Klingt das nicht schon ziemlich spannend? Und das ist erst der Anfang dieser unglaublich packenden Geschichte.
Der Schreibstil ist so flüssig und fesselnd, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Die Charaktere sind so lebendig und authentisch beschrieben, dass man sie sich problemlos vorstellen kann. Die Handlung zieht einen in ihren Bann, und das Ende hält eine große Überraschung bereit, die zwar logisch ist, aber nicht von Anfang an vorhersehbar war. Diese Geschichte hat mich noch lange nach dem Lesen beschäftigt.
Insgesamt hat mir das Buch wirklich sehr gut gefallen und ich kann es nur weiterempfehlen.

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Rezensionen von Sheilo:

Mein bisheriges Highlight der Reihe

Fate of the Sun King von Nisha J. Tuli

Lor weiß, dass sie in den Palast des Sonnenkönigs zurückkehren muss, so wie es ihr der Spiegel offenbart hat. Doch auch außerhalb des Reiches von Atlas warten viele Gefahren auf Lor und ihre Freunde.
Nach den beiden ersten Bänden dachte ich, es könne nicht noch spannender werden, doch da habe ich mich getäuscht.

Dieser dritte Teil der Reihe hat mich einfach nur gefesselt und ich bin absolut begeistert, was die Autorin hier für die Leser geschaffen hat.
Die Geschichte liefert so viele Plot-Twists, Geheimnisse und Offenbarungen, dass es wirklich zu keiner Sekunde langweilig wird. Ich bin fasziniert, wie die ganzen Puzzleteile immer mehr ein Gesamtbild ergeben. Das Ende hat mich dann fast etwas zerstört, damit habe ich überhaupt nicht gerechnet.
Schon zu Beginn hat mich das Buch sehr überrascht, so eine tolle Vorstellung der Personen habe ich noch nie gelesen. Ich habe hier so gelacht, weil die Autorin die Charakter so fantastisch vorgestellt und perfekte Details einfließen lassen hat.
Lor und Nadir sind für mich zwei tolle Protagonisten und ich liebe ihre kleinen Kämpfe und Neckereien sehr. In diesem Band wird dem "Slow-Burn" dann auch ein Ende gesetzt und viele spicy Szenen gliedern sich in die Geschichte ein.
Nun heißt es warten auf den finalen vierten Band, ich kann es wirklich kaum erwarten, ihn endlich in den Händen zu halten und zu Wissen, wie die Reise von Lor endet. "Fate of the Sun King" ist für mich ein wahres Highlight, so ein spannendes Buch voller Plot-Twists habe ich wirklich selten gelesen. Wer bereits die ersten beiden Bände kennt, sollte sich diesen Band auf keinen Fall entgehen lassen.

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Rezensionen von DoraLupin:

Drachenbahnen und verborgene Königreiche

Royal Institute of Magic, Band 1 - Die Hüter der verborgenen Königreiche von Victor Kloss

Das Cover und der Klappentext hatten mich hier sofort in seinen Bann gezogen und ich wollte das Buch deshalb unbedingt lesen, es hat mich etwas an einen Mix aus "Harry Potter" und "Der Herr der Ringe" erinnert aber das Buch hatte dann doch etwas ganz eigenes an sich. Was ich etws schade finde ist, dass es im Buch weder eine Karte noch kleine Zeichnungen vor den Kapiteln gab.

Dies macht ein Kinderbuch meiner Meinung nach immer noch ein Stück magischer.

Das Buch dreht sich um den fast 15-jährigen Ben, dessen Eltern vor ein paar Jahren verschwunden sind. Seitdem übernachtet er wechselnd bei seinen Freunden, mal mit, mal ohne das Wissen der Eltern. Nach Jahren gelangt Ben unerwartet an einen Hinweis der ihm mehr über das Verschwinden seiner Eltern verraten könnte und so macht er sich mit seinem Freund Charie auf diesem Hinweis nachzugehen. Welch fantastischer Trip sie allerdings erwartet, damit hätte wohl keiner der beiden gerechnet, von Drachenbahnen über merkwürdige Fahrstühle bishin zu fantasievollen Hotels betreten sie bald eine Welt, die ganz der Fantasie verschrieben ist. Doch es lauert Gefahr, denn sobald sie angekommen sind wir klar, dass die Eltern von Ben auch hier verzweifelt gesucht werden.

Der Schreibstil ist der Gruppe der älteren Kinder angemessen, das Buch ist einfach und leicht zu lesen, die Kapitel haben eine angenehme Länge. Der Autor hat es ausserdem verstanden, die Welt des Insitute of Magic sehr lebendig und anschaulich zu beschreiben und die Ideen die er dabei hatte haben mir sehr gut gefallen. Das Setting hat hin- und wieder an Harry Potter erinnert, hatte jedoch auch etwas ganz Eigenes. Nicht ganz verstanden habe ich deshalb, warum ein Satz fast von besagtem Buch bzw. Film abgekupfert wurde. Im Buch taucht nämlich der Satz auf "Warum R. Warum nicht Kanninchen oder Katzen? Damit könnte ich umgehen". Dieser Satz erinnert schon sehr an Rons Spruch über die Spinnen und dass er lieber den Schmetterlingen folgen würde. Da man sich als Autor ja vom berühmten Werk HP abheben möchte, sollte soetwas dann nicht unbedingt sein.

Ben ist seit Jahren auf der Suche nach seinen Eltern und dies ist auch wirklich nachvollziehbar beschrieben worden, immer wieder kommt die Sehnsucht durch dass Ben wieder mit seinen Eltern leben möchte. Allerdings hatte ich, gerade am Anfang des Buches den Eindruck, ich würde es mit einem jüngeren Kind zu tun haben, vielleicht mit einem 11 oder 12- jährigen. Ich war dann etwas verblüfft das Ben und Charie fast 15 Jahre als sein sollen, im Laufe der Geschichte habe ich mich daran gewöhnt, aber für mich haben die beiden Jungs immer etwas kindlicher als ein Jugendlicher gewirkt.

Sehr schön fand ich die fantasievollen Ideen des Institutes die immer wieder Spaß gemacht haben zu lesen. Sehr schön fand ich auch wie die historische Geschichte des Institutes, die eng mit Elisabeth I. zusammenhängt in die Geschichte eingebunden wurde. Es gab im Buch auch, gerade in der zweiten Hälfte immer wieder spannende Wendungen, Action und Verfolgungen die spannend zu verfolgen waren. Ab einem gewissen Punkt hat mich vorallem auch Charlie positiv überrascht, fand ich ihn am Anfang etwas nervig wegen seinem Hang alles magische erklären zu wollen, so steckte doch unerwartet ein echter Kämpfer in dem Jungen! Ab und an gab es auch langatmigere Passagen aber insgesamt hat mir die Geschichte Spaß gemacht und ich bin gespannt auf den zweiten Teil der Reihe!

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