Kunden em pfehlungen
Rezensionen von peedee:
Alpakas sind einfach süss
Weihnachtszauber mit Alpakas von Dana Lukas
Nachdem Stella ihren Mann verloren hat, braucht sie einen Neuanfang. Weg aus der Stadt, raus aufs Land. Sie holt sich sechs Alpakas und zieht auf einen heruntergekommenen Hof im Sauerland. Die erhoffte Idylle mit den flauschigen Tieren stellt sich jedoch nicht ein, denn die Vierbeiner versuchen auszubüxen oder halten Sitzstreiks ab.
Und die Nachbarin hat sie auf dem Kieker. Als ihr alles über den Kopf zu wachsen scheint, gibt es unerwartete Unterstützung…
Erster Eindruck: Beim Anblick der süssen Cover-Models in Verbindung mit dem Titel war es schon entschieden – das Buch „musste“ ich auf jeden Fall lesen!
Stella ist also aus der Stadt aufs Land gezogen. Okay. Die Anwältin lässt ihre Business-Outfits im Schrank, stürzt sich in übergrosse Gummistiefel und kümmert sich um Alpakas. Nebst einer geführten Alpaka-Wanderung und einem Crashkurs für Alpaka-Neubesitzer hat sie jedoch absolut keine Erfahrung mit Tieren und dem Landleben. Und wovon will sie eigentlich leben? Alpakas zu halten, ohne dadurch ein Einkommen zu generieren, füllt das Portemonnaie nicht.
Der Start auf dem Hof ist hart, wirklich sehr hart, denn die Trauer um ihren Mann kam einfach als blinder Passagier mit ins Sauerland. Die Alpakas und der heruntergekommene Hof lenken sie zwar ab, aber sie kann der Trauer nicht entkommen. Die ihrem Hof angrenzende Nachbarin gibt ihr beinahe täglich Updates über all ihre Verfehlungen. Stella scheint alles falsch zu machen. Auf dem Hof. Mit den Tieren. Mit den Dorfbewohnern. Und überhaupt!
Ich liebe ja Weihnachtsromane und kann jeweils gar nicht früh genug mit Lesen beginnen. In diesen Geschichten darf es für mich auch gerne mal ein bisschen kitschig zu und her gehen. Bis knapp 2/3 des Buches gab es jedoch für mich noch überhaupt keine Weihnachtsstimmung (es wurde zwar erwähnt, dass bald der 1. Advent und es noch nicht weihnächtlich geschmückt sei, aber das war es dann auch schon). Aufgrund des Buchtitels habe ich Weihnachtszauber erwartet. Das letzte Drittel des Buches war für mich das Beste: Emotionen, neue und alte Freundschaften, das Einleben in der Dorfgemeinschaft, und auch noch einen Weihnachtsstrickmarathon für den guten Zweck – das war schön.
Rezensionen von Natalie:
Geheimnisse, die ans Licht kommen
Das Haus in dem Gudelia stirbt von Thomas Knüwer
Eine Flutkatastrophe trifft den kleinen Ort Unterlingen. Die Bewohner werden rechtzeitig evakuiert, nur die 81-jährige Gudelia weigert sich ihr Haus zu verlassen. Sie sitzt die Flut aus… genauso, wie sie schon die anderen Schicksalsschläge ertragen hat - den Tod ihres Sohnes und später die Trennung von ihrem Mann.
Für Gudelia zählt nur ihr Haus… in dem sie ihr dunkelstes Geheimnis bewahrt.
Der Krimi und somit Gudelias Leben wird auf drei Zeitebenen, welche die größten Einschnitte in ihrem Leben aufzeigen, erzählt: 1984, 1998 und 2024. Sprachlich finde ich den Krimi absolut gelungen - es wird mit kurzen Sätzen gearbeitet, die aber dennoch all die tragischen Ereignisse treffend darstellen und Atmosphäre erzeugen. Gudelia ist dabei ein Charakter, der viele Facetten in sich trägt, oft ziemlich unsympathisch rüberkommt, von ihren Überzeugungen lebt. Der Autor zeigt gekonnt auf, was solche Schicksalsschläge aus einen Menschen machen können, wie tief die Liebe einer Mutter gehen kann. Die Tragik ist mit Händen greifbar, das Aufarbeiten der relevanten Szenen spannend. Somit hat der Krimi alles, was ein solcher braucht und ist gleichzeitig alles andere als ein „Standard-Krimi“. Leseempfehlung von mir. 4,5*
Rezensionen von Petra:
Das Fräulein und der GI
Im Warten sind wir wundervoll von Charlotte Inden
Louise Adler ist eine selbstbewusste junge Frau, sie lebt mit ihrer Familie bei einer Tante in einem kleinen Dorf nach dem sie im Rheinland ausgebombt wurden. Es ist Kriegsende, die Amerikaner verwalten den Teil in dem Louise lebt. Sie trifft Jo Hunter einen jungen Sergeant der als Journalist die Truppe begleitet und berichtet.
Geschichten aus der Heimat für die Soldaten und Geschichten aus dem ehemaligen Kriegsgegner für die Menschen in den USA. Die beiden verlieben sich und als Jo zurück muss, verspricht er sie nachkommen zulassen. Als War Bride fliegt Louise 1948 nach New York nur Jo ist nicht am Flughafen, alle anderen Frauen werden abgeholt, nur sie nicht. Ihre Geschichte geht durch die Zeitungen.
Ich fand es ein sehr spannendes Thema und war auf die Umsetzung gespannt. Die ist meiner Meinung nach gar nicht gelungen. Louises Enkelin macht 70 Jahre später eine ähnliche Reise aus ähnlichen Gründen und erzählt ihrem Sitznachbarn die Geschichte ihrer Großmutter.
Die Erzählweise erinnert an die fünfziger Jahre Filme, schmalzig, süßlich und ohne Sinn und Verstand. Der Himmel ist blau, das Gras ist grün und die Liebe großartig. Das Hin und Her zwischen den beiden Frauen die angeblich das gleiche erleben ist schwer zu lesen, vor allem weil Der Schreibstil auch sehr kindlich wirkt. Während das Verhalten von Louise noch halbwegs glaubwürdig wirkt und ihre Umgebung vor Hilfsbereitschaft sich überschlägt, ist es bei ihrer Enkelin das genaue Gegenteil. Keine moderne junge Frau verhält sich in der heutigen Zeit so verantwortungslos gegen sich selbst. Am Ende gibt es soviel Glück das es gleich für mehrere Bücher gereicht hätte.
Rezensionen von Natalie:
Politik-Krimi mit der Prise Humor
Freunderlwirtschaft von Petra Hartlieb
Hauptkommissarin Alma Oberkofler hat vor kurzem nach Wien gewechselt, wo sie es direkt mit einem schwierigen und aufsehenerregenden Fall zu tun bekommt. Der allseits beliebte Minister für Tourismus und Landwirtschaft ist tot. Max Langwieser wird in seiner Wohnung aufgefunden, von seiner Verlobten Jessica fehlt jede Spur.
War es Mord oder Unfall?
Mit ihrem neuen Krimi Freunderlwirtschaft nimmt uns die Autorin in die österreichische Politiklandschaft mit, in der junge konservative und aufstrebende Politiker das Sagen haben. Dabei schafft sie es außerordentlich gut, die ganzen Verstrickungen und Charaktere so zu zeichnen, dass man das Buch ungern aus der Hand legen mag. In zwei Erzählsträngen wird der Fall aufgerollt - einmal die Ermittlungen von Alma und ihrem Team und jenen rund um Jessicas Flucht, in denen sich nach und nach ein klares Bild ergibt.
Mit einem treffenden Humor und viel Fingerspitzengefühl wird die österreichische Politik in dem Krimi auseinander genommen und so auch noch ein Kriminalfall gelöst. Mich hat das Buch bestens unterhalten, Leseempfehlung von mir dafür.
Rezensionen von peedee:
Leider nicht meins, schade
Die Sache mit Rachel von Caroline O'Donoghue
Studentin Rachel lernt bei ihrem Nebenjob im Buchladen James kennen – es ist der Beginn einer sehr engen Freundschaft. James fackelt nicht lange und lädt Rachel ein, seine Mitbewohnerin zu werden. Als Rachel ihren Literaturprofessor und Autor Dr. Fred Byrne näher kennenlernen möchte, organisieren James und Rachel eine Lesung im Buchladen.
Dr. Byrne ist jedoch mehr an James als an Rachel interessiert…
Erster Eindruck: Das Cover des Schutzumschlages ist durch das Pink sehr auffällig (obwohl ich keine Schutzumschläge mag) – gestalterisch entspricht es nicht so meinem Geschmack.
Als Leser:in wird man mitten in die Geschichte geworfen. Einmal in der Gegenwart, dann wieder irgendwo in die Vergangenheit – ein ziemliches Hin und Her.
Rachel ist sehr speziell. Ich kann ihr Verhalten jedoch nicht einfach auf das Alter einer jungen Erwachsenen schieben. Und auch nicht auf die Umstände, was Rachel aber gerne macht. Ihre Freundschaft zu James, der schwul ist, sich aber noch nicht geoutet hat, ist aus meiner Sicht nicht gesund – es ist eher eine Abhängigkeit. James ist sehr direkt – extrem direkt! Ein bisschen Diplomatie wäre manchmal angebracht… Alkohol und Sex scheinen die wichtigsten Themen im Leben der beiden zu sein.
Wo soll es im Leben für Rachel und James hingehen? Was sind ihre beruflichen und privaten Träume? James erwähnt, dass er nach London möchte und somit ist es für Rachel beschlossene Sache, dass sie Irland ebenfalls verlässt und nach London geht? Wieso? Einfach weil James geht.
Fazit: Die Geschichte war zu Beginn wirr, sie war es in der Mitte und sie war es auch am Schluss – mir fehlte der rote Faden. Zudem empfand ich die Sprache zuweilen als derb. Ich konnte mich überhaupt nicht mit den Protagonisten anfreunden, auch war das „Erwachsenwerden“ von Rachel oder James nicht wirklich greifbar für mich. Es freut mich, wenn andere Leser:innen Freude an diesem Buch haben – von meiner Seite gibt es leider nur 2 Sterne, schade.
Rezensionen von Anno:
Outdoor und Einsamkeit
Zwei in einem Leben von David Nicholls
Oh, dieser Roman hat mir wirklich gut gefallen! Er ist weder kitschig, noch unrealistisch, wenn auch die anfangs erwähnte Einsamkeit sich letztendlich als etwas überzogen herausgestellt hatte. Denn diese zu bekämpfen war dann tatsächlich weit weniger schwierig als gedacht. Aber gut, da kann ich drüber hinwegsehen, denn die eigentliche Handlung beginnt für mich erst mit der Wanderung.
Das Setting ist daher eher bodenständig, bietet aber einen wundervollen Rahmen für das Näherkommen und die Gespräche der beiden. Auch die Liebesgeschichte entwickelt sich langsam, wirkt aber dadurch umso glaubhafter. Und selbst das Ende fiel dabei nicht aus dem Rahmen.
Wie aber dieser Roman zu einem solchen Cover kam, ist mir schlichtweg unbegreiflich. Es suggeriert eine komplett andere Handlung! Eine, die mir persönlich wohl nicht zugesagt hätte, wodurch ich erst Abstand von diesem Buch genommen habe. Letztendlich aber bin ich froh, diesem ersten Eindruck nicht nachgegeben zu haben.
Rezensionen von Kayli:
Der kleine Geist schläft noch nicht
Huiii, wer ist denn da noch wach? – Ab ins Bett und Gute Nacht! von Christine Kugler
Ein ganz süßes Bilderbuch über einen kleinen Geist Theo, der noch nicht schlafen kann (will?) und seine Freunde besucht, denen er dann beim einschlafen hilft.
Das Buch ist gereimt, was ich zum Vorlesen sehr gerne mag. Der Text pro Seite ist so lang, dass er sich schon an Kinder richtet, die ein bisschen geduldiger sind (also mehr als 2 Sätze / Seite).
Auf jeder Doppelseite gibt es mindestens eine Klappe (auf vielen zwei), wobei diese manchmal schwer zu sehen sind. Die Illustrationen sind wirklich sehr schön - der kleine Werwolf ist einfach niedlich. Zu der Geschichte selbst - es ist halt eine zu Bett-Geh-Geschichte ;). Niedlich und durch die etwas anderen Beteiligten, z.B. braucht auch ein kleiner Werwolf Hilfe beim Einschlafen, interessant.
Zusammengefasst - nette gereimte Einschlafgeschichte für zwei bis dreijährige Kinder.
Rezensionen von Jule:
Lügen und Geheimnisse
The Reappearance of Rachel Price (deutsche Ausgabe) von Holly Jackson
"The Reappearance of Rachel Price" von Holly Jackson ist ein Buch, das voller Lügen, Geheimnisse und Wendungen steckt, die nicht von Anfang an zu erahnen sind. Im Zusammenspiel mit den Charakteren ergibt sich so über weite Strecken des Buches eine unterhaltsame wenngleich nicht immer spannende Story.
Dass die Story unterhaltsam ist, liegt zu Teilen auch am Schreibstil, der es ein leichtes macht durch die Seiten zu fliegen, wenn man einmal drin ist. Nur leider gibt es immer wieder Stellen, die repetitiv sind: Dies ist zum Beispiel der Knoten in Bels Bauch, der immer immer wieder beschrieben wird. Die Stellen hätte man ohne Probleme streichen können. So wäre auch das Buch gleich um ein paar Seiten kürzer gewesen. Die Beschreibung hat mich irgendwann beim Lesen tierisch genervt. In Kombination mit einem ersten Buchdrittel, das nur schleppend voran geht – keine gute Mischung.
Dennoch waren die Protagonisten an sich interessant und undurchschaubar. So hat jeder seine Geheimnisse. Lügen werden aufgetischt und man bekommt ein Bild von einer dysfunktionalen Familie.
Zwar taucht man nie wirklich tief in die Gefühlswelten der einzelnen Familienmitglieder ein, aber auch das passt zur Geschichte, die wirklich sehr auf das Verschwinden von Rachel Price und Bels Innenleben fokussiert ist.
Generell bleibt es bis zum Schluss offen, was passiert sein könnte und manche Dinge waren wirklich eine Überraschung für mich. Auch insofern, dass ich manche Dinge etwas weit hergeholt finde. Da hätte man aus dem Ende wesentlich mehr herausholen können. Wenn man länger darüber nachdenkt, ist das meiste allerdings logisch nachvollziehbar.
Auch die Idee mit dem Filmteam und der Doku, die die gesamte Geschichte umrahmen, ist wirklich mal was anderes. Und da muss man sagen, ist die Umsetzung gelungen.
Insgesamt muss ich aber sagen, dass mich die Geschichte nicht ganz abholen konnte, weil es dafür einfach an viele Stellen für mich zu langwierig war. Schade eigentlich. So wird dieses Buch fürs Erste mein erstes und einziges Buch von Holly Jackson bleiben.
Rezensionen von Claudia R.:
Selbstreflexion
Der blinde Fleck von Maria Sanchez
Klappentext / Inhalt:
Noch nie gab es so viele psychologische und spirituelle Angebote wie heute. Zahlreiche Podcasts und unzählige Bücher versprechen uns, dass wir nur dieses oder jenes tun müssen, um endlich glücklich zu werden. Aber funktioniert das wirklich? Studien belegen das Gegenteil: Die psychischen und psychosomatischen Symptome nehmen trotz einer wachsenden Anzahl vermeintlicher Lösungsansätze weiterhin zu.
In ihrem fünften Buch „Der blinde Fleck“ lädt die renommierte Traumatherapeutin und erfolgreiche Autorin Maria Sanchez dazu ein, unsere wiederkehrenden Symptome auf eine neue und einzigartige Weise kennenzulernen. Sie schärft die Sinne für einen universalen blinden Fleck, der unerkannt immer wieder ins Leiden führt.
Wenn wir depressiv sind, von starken Ängsten geplagt werden, in Beziehungsproblemen zu versinken drohen, unter Migräne oder Schlafstörungen leiden, uns chronisch erschöpft fühlen oder andere belastende Symptome an unseren Kräften zehren, ist es nur allzu verständlich, dass wir nach einem schnellen Ausweg suchen. Wenn wir das Empfinden haben, in Flammen zu stehen, wollen wir möglichst schnell aus dem brennenden Haus hinaus ins Freie. Doch das innerliche Leidensfeuer, das uns zu verbrennen droht, kann – wie so viele von uns bereits erfahren haben – mit keinem Feuerlöscher dauerhaft aus der Welt geschafft werden. Der Grund dafür: Wir selbst sind es, die den Brand in uns unbewusst immer wieder anfachen.
Maria Sanchez‘ Buch ist ein Weckruf. Eine bisher fehlende Brücke zwischen Psychologie und Spiritualität. Das Betreten dieser Brücke bewirkt, dass sich der innere Feind zum stärksten Verbündeten wandeln kann.
Cover:
Das Cover ist einfach und dennoch sehr schön gestaltet. Durch die Einfachheit, hat es zugleich auch eine gewisse Eleganz und Schlichtheit, die sehr gut passt. Ein glänzendes goldenes Herz und der Titel des Buches sind hier markant erkennbar.
Meinung:
Ein wunderschöner Ratgeber und Schlichter, der uns auch an die unschöneren Seiten unseres Ichs heranbringt und diese ver- und bearbeitet. Ein Buch, welches sich den Persönlichkeitsseiten unserers Ichs widmet, welche man gern verdrängt oder vergisst. Ängste und Depressionen haben auch ihren Platz und sollten nicht einfach nur abgetan werden, denn auch diese haben ihre Gründe.
Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht vorgreifen und halte mich mit weiteren und genaueren Details dazu zurück.
Der Schreibstil ist angenehm und sehr gut verständlich. Es wird alles sehr gut erklärt und man findet sich sehr gut in Beschreibungen und Erläuterungen hinein. Auch die Beispiele, Erläuterungen und Übungen sind gut gewählt. Jede Thematik durchläuft einen gewissen Ablauf. Es gibt je eine Einstimmung, Erklärungen und Übungen und am Ende die Essenz. Die Struktur und die Wahl dieser fand ich sehr gut. Gliederung und Gestaltung fand ich sehr ansprechend und hat mir sehr gut gefallen.
Auch die Übungen fand ich sehr gut erklärt und die Essenzen sehr aufschlussreich. Es war auf jeden Fall sehr interessant und auch lehrreich. Ich konnte hier sehr viel für mich selbst mit nehmen und über mein Selbst erfahren. Auf jeden fall sehr empfehlenswert sich auch mit der oft blinden Seite seiner Selbst zu befassen.
Fazit:
Jede Seite seines Selbst gehört dazu.
Rezensionen von nessabo:
Zugängliche Gedankensammlung, mir fehlte jedoch die versprochene radikale Zuversicht
Über das Helle von Stefanie Jaksch
Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde gelesen und deshalb auch beendet. Hätte ich es aufgrund des Titels und Klappentextes gekauft, hätte ich es wohl sehr enttäuscht abgebrochen - so leid mir das tut, denn die Autorin war mir überaus sympathisch.
Stefanie Jaksch schreibt zugänglich und emotional sehr greifbar über die Dinge, die sie in der Welt bewegen.
Es sind kleinere und privatere Umstände ebenso wie große globale Krisen. Ich mochte sehr, wie reflektiert und vielseitig Jaksch ihr Buch geschrieben hat.
Trotzdem kann ich nicht mehr als 2 Sterne vergeben, weil meine Erwartungen massiv enttäuscht wurden. Ich dachte, das Buch kommt nach der Landtagswahl hier gerade zur rechten Zeit. Bei mir machte sich viel Hoffnungslosigkeit breit und die radikale Zuversicht, die mir hier angekündigt wurde, hatte ich bitter nötig. Doch stattdessen war der Text vor allem geprägt vom Dunklen in dieser Welt und die wenigen hoffnungsvollen Impulse konnten mich dann schlicht nicht auffangen.
Es tut mir aufrichtig leid, dass ich das hier so hart bewerten muss, denn ich habe mir lange meine Hoffnung in das Buch bewahrt. Ich bleibe aber sehr verloren und bedrückt zurück. Und das habe ich von diesem Text wirklich nicht erwartet. </3











