Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von ReiShimura:

Liebevoll gestaltet, aber leider kleine Schwächen

Plinkermaus und Zwirbelschnecke von Mathias Jeschke

Laut Verlag ist das Buch zur Sprachförderung bei Kindern ab 4 Jahren geeignet. Dieser Empfehlung kann ich leider nur bedingt zustimmen. Einige der Reime würde ich bereits kleineren Kindern vorlesen, andere sind meiner Meinung nach eher für Erwachsene geeignet. Dies kann man jetzt als Kritikpunkt ansehen oder auch als Pluspunkt, da das Buch für mehrere Altersgruppen geeignet ist.

Jedem Tier ist eine Seite gewidmet, auf der sowohl ein Vierzeiler als auch eine Zeichnung passend zum Reim vorhanden ist.
Auch wenn die vierzig vierzeiligen Viechereinen, also die vierzig Reime, der Star des Buches sein sollten, muss ich gestehen, dass mich die Zeichnungen fast noch mehr begeistert haben. Diese sind außerordentlich liebevoll gestaltet, ansprechend und teilweise sehr detailreich.
Manche der Reime haben mich von Anfang an begeistert, manche musste ich zwei Mal lesen und mit anderen konnte ich auch nach mehrmaligem Lesen nichts anfangen. Leider holpern einige Reime doch sehr stark, das finde ich sehr schade, da es den Gesamteindruck ein wenig trübt. Die behandelten Themen der Reime sind manchmal nur bedingt für kleine Kinder geeignet, bzw. ergibt sich da doch einiges an Erklärungsbedarf. Wobei auch dies wieder als Pluspunkt betrachtet werden kann, da die Kinder doch einige neue Sachen dazulernen.
Manche Reime wirken auf den ersten Blick ein wenig altbacken. In gewisser Weise erinnert es mich an meine eigenen Kinderbücher der 1980iger Jahre. Da kommt ein wenig Nostalgiefeeling auf.
Im Großen und Ganzen ein wirklich schönes und liebevoll gestaltetes Buch mit kleineren Schwächen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von ReiShimura

Rezensionen von Lena:

Liebevoll gestaltetes Soundbuch

Play+ Mein allererstes Soundbuch Im Dschungel - ab 12 Monate von Maria Höck

Bereits das Cover besticht durch seine wunderschön und liebevoll gestaltete Illustrationen. Meine 11 Monate alte Tochter war sofort begeistert und hat die Hände nach dem Soundbuch ausgestreckt. Die Seiten sind schön bunt und durch die kleine silberne Vertiefung kann man die tollen Geräusche der Tiere hören.

Dem Tiger beim Brüllen zuhören oder dem Papagei beim Pfeifen. Jede Seite ist also ein absolutes Erlebnis für kleine Kinder. Zusätzlich werden alle Tiere noch mit Namen benannt und ein kleiner Text steht auf jeder Seite, somit kann man das Buch als Erwachsener mit seinem
Kind erleben und eine wunderbare gemeinsame Zeit verbringen. Ich freue mich schon drauf, wenn meine Tochter die Tierstimmen irgendwann beginnt zu imitieren. Das Buch wird uns bestimmt eine lange Zeit begleiten und uns jede Menge Spaß bereiten.
Wir empfehlen dieses Buch uneingeschränkt an alle kleinen Weltenentdecker weiter.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lena

Rezensionen von ReiShimura:

Nachkriegs-Cluedo-Geschichte

Mord in der Charing Cross Road von Henrietta Hamilton

Endlich wieder mal ein klassischer, englischer Krimi. Kein Wunder immerhin wurde die Autorin bereits 1920 geboren. Bei dem Buch handelt es sich um keine Neuerscheinung, sondern um eine Neuentdeckung. Dies alles sollte einem bereits vor dem Lesen bewusst sein und man sollte auch die damalige Moralvorstellung beachten, wenn man dieses Buch bewerten möchte.

Manche im Buch angesprochenen Themen wirken für die heutige Zeit altbacken oder gar irritierend, waren aber zu der Zeit als Henrietta Hamilton das Buch schrieb normal.
Schon nach wenigen Seiten war ich vollkommen in den Bann gezogen und wollte das Buch am liebsten nicht mehr weglegen. Bereits im ersten Kapitel lernt man mehr oder weniger alle handelnden Personen kennen und auch der Handlungsort wird genau beschrieben. Von der Flut an Personen war ich im ersten Augenblick ein wenig überwältigt, doch dieses Gefühl legte sich recht schnell wieder.
Der bereits im Titel erwähnte Mord ereignet sich recht früh in der Geschichte und wie es bei einem klassischen Krimi nun mal der Fall ist, geht es darum herauszufinden, wer der Mörder ist. Zusätzlich gibt es dann auch noch eine Geistergeschichte und Bücherdiebstählt zu klären. Klingt auf den ersten Blick alles ein wenig viel, Henrietta Hamilton schafft es aber daraus eine durchaus runde Geschichte zu machen.
Der Spannungsbogen ist eher mäßig gespannt, dafür bekommt man einen guten Einblick in das London der 50iger Jahre. An vielen Stellen erinnerte mich das Buch an das Brettspiel Cluedo. Wobei der Tatort und die Mordwaffe bereits klar waren und nur die Frage offen war, wer war es und warum. Auch die im Klappentext erwähnte Liebesgeschichte kommt eher auf leisen Sohlen daher. Auch dies ist für mich stimmig für die damalige Zeit.
Mich freut es besonders, dass es sich bei Mord in der Charing Cross Road nicht um einen Einzelroman handelt, sondern um den Auftakt einer Serie. Die beiden Hauptpersonen Sally und Johnny waren mir von Anfang an sehr sympathisch und ich freue mich schon darauf, mehr über die beiden zu erfahren.
Im Vergleich zu modernen Krimis kommt das Buch sehr langsam und getragen daher und wirkt auf den ersten Blick langweilig und spannungsarm. Dafür versprüht das Buch einen Vintage Charme und einen herrlichen Hauch von Nostalgie. An die großen englischen Krimis kommt das Buch leider nicht ganz ran. Ich fühlte mich aber durchgehend gut unterhalten.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von ReiShimura

Rezensionen von Heyn Leserunde, Nico Strahl:

Drehbuchreif!

Sing, wilder Vogel, sing von Jacqueline O'Mahony

Ein sprachlich wahnsinnig gut geschriebener Roman über eine Epoche der irischen Geschichte, die mir bis dato unbekannt war.
Eine Aufforderung sich stets treu zu sein , um mit Beharrlichkeit, List und Geduld seinen Träumen zu folgen bis zur Umsetzung.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Heyn Leserunde, Nico Strahl

Rezensionen von Lena:

Liebevoll gestaltetes Soundbuch

Play+ Mein allererstes Soundbuch Tierkinder - ab 12 Monate von Maria Höck

Bereits das Cover besticht durch seine wunderschön und liebevoll gestaltete Illustrationen. Meine 11 Monate alte Tochter war sofort begeistert und hat die Hände nach dem Soundbuch ausgestreckt. Die Seiten sind schön bunt und durch die kleine silberne Vertiefung kann man die tollen Geräusche der Tiere hören.

Dem Delphinbaby beim Schnattern oder dem Lamm wie es „Määäh“ macht zuhören. Jede Seite ist also ein absolutes Erlebnis für kleine Kinder. Zusätzlich werden alle Tiere noch mit Namen benannt und ein kleiner Text steht auf jeder Seite, somit kann man das Buch als Erwachsener mit seinem Kind erleben und eine wunderbare gemeinsame Zeit verbringen. Ich freue mich schon drauf, wenn meine Tochter die Tierstimmen irgendwann beginnt zu imitieren. Das Buch wird uns bestimmt eine lange Zeit begleiten und uns jede Menge Spaß bereiten.
Wir empfehlen dieses Buch uneingeschränkt an alle kleinen Weltenentdecker weiter.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lena

Rezensionen von Bellis-Perennis:

Herrlicher Krimispaß aus der Schweiz

Frau Morgenstern und das Vermächtnis von Marcel Huwyler

Violetta Morgenstern, die pensionierte Lehrerin und ehemalige Auftragsmörderin im Namen des Schweizer Staates genießt seit acht Monaten ihren Ruhestand gemeinsam mit Maurice von Brandenberg auf der Insel Gozo. Doch mit der Ruhe ist es augenblicklich vorbei, als Morgensterns ehemaliger Chef Meier auftaucht und ihr im Namen des Killerministeriums „Tell“ einen allerletzten (?) Auftrag erteilt: Sie soll ihren Ex-Kollegen, Miguel Schlunegger, der ohne offiziellen Auftrag und ersichtlichen Grund den Bodyguard eines Rappers umgebracht hat, und nun im Gefängnis sitzt und eisern schweigt, zum Reden bringen.

Denn mit Angestellten, die fremde Aufträge annehmen und die auch noch vermasseln, geht das Ministerium nicht zimperlich um - sie werden eliminiert, egal welche Verdienste sie sich vorher erworben haben.

Also vertauscht Violetta das Haus auf der sonnigen Insel Gozo mit der alten Heimat und versucht Schluneggers Leben zu retten.

Meine Meinung:

Dieser Krimi aus dem Grafit-Verlag ist der 6. aus der Reihe um die pensionierte Lehrerin und Auftragsmörderin Violetta Morgenstern. Für mich ist es der erste Krimi von Marcel Huwyler.

Dieser Krimi ist bissig und glänzt mit schwarzem Humor. Die acht so korrekte Schweiz betreibt ein Killer-Ministerium? Was für eine grandiose Idee! Aber wer weiß, was hinter den verschlossenen Türen der Eidgenossen so alles abläuft.

Die Charaktere sind herrlich schräg, unkonventionell und unkorrekt. Schmunzeln muss ich über Violetta Morgenstern, die stets mit einer riesigen roten Tasche unterwegs ist, in der alles für Notfälle verstaut ist, eine Sammlung von speziellen Giften inklusive. Trotz ihres Pensionsalters ist sie mehr als tough. Nur mit ihren Hörgeräten hadert sie, zumal sie jedem auffallen. Lachen musste ich über ihre Rache an dem Fischverkäufer, den sie mit Baldrian einsprüht, weil er eine streunende Katze mit Fußtritten verjagt hat. Der geneigte Leser kann sich vorstellen, was darauf passiert ist.

Herrlich auch Violettas Tarnnamen, die sie der Schweizer Schi-Nationalmannschaft der 1980er und 1990er entlehnt: Erika Hess, Vreni Schneider etc..

Nach der Lektüre stellt sich nun die Frage, warum ich diesen Autor nicht schon längst beachtet habe, denn seine unkonventionellen Charaktere sind nicht nur eigenwillig und sarkastisch sondern liebenswert. Gepaart mit hoher Erzählkunst ist dieser Krimi ein wahrer Lesegenuss. Jetzt muss ich mir die fünf Vorgänger besorgen! Denn dieses Lesevergnügen möchte ich mir nicht länger entgehen lassen.

Fazit:

Diesem herrlich schwarzhumorigen Krimi, der mich bestens unterhalten hat, gebe ich sehr gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Bellis-Perennis

Rezensionen von S.:

Hurra, der Pumuckl ist da!

Pumuckl, Tiergeschichten von Uli Leistenschneider; Ellis Kaut

Pumuckl, der kleine rothaarige Kobold, langweilt sich ganz schnell und dann ganz fürchterlich. Aber - pfiffig wie er ist, fällt ihm immer etwas ein. Oft allerdings irgendein Unfug oder Schabernack. Für ihn ist das leicht, er ist für andere Leute unsichtbar. Nun also soll ein Haustier her.
Wer ihn noch kennt, weiß um seine originellen Ideen, lustigen Einfälle und seine Reimereien.

Ganz in dieser Tradition hat Uli Leistenschneider neue Pumuckl-Abenteuer erdacht und aufgeschrieben. Pumuckl hinterfragt ihm seltsam erscheinende Begriffe und freut sich - ebenso wie die Leser- an der entsprechenden Erklärung. Meister Eder und sein Pumuckl durchleben wieder viele peinliche Situationen, aber Spaß haben beide. Nataša Kaiser hat die dazu passenden Illustrationen dem Original stilecht nachempfunden, sie sind anschaulich, farbig und passend wie eh und je. Und ganz nebenbei lernen Kinder viel über den Umgang mit Haus- und Zootieren, Pflanzen und einiges mehr.
Das Buch orientiert sich am Original von Ellis Kaut und bietet kindgerechte und unterhaltsame Geschichten für junge Leser ab fünf.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von S.

Rezensionen von HEYN Leserunde, Irmgard Gstettner:

Ein aufwühlender aber empfehlenswerter Roman

Sing, wilder Vogel, sing von Jacqueline O'Mahony

In diesem aufwühlenden Roman verdichtet Jacqueline O'Mahony die Geschichte der irischen Hungersnot von 1849 und ihrer Auswirkungen im Schicksal der Protagonistin Honora O'Neill.
Schon bei ihrer Geburt mit einem abergläubischen Fluch belegt, wächst Honora mutterlos und vom Vater abgelehnt in freier, wilder Natur auf und erlangt so besondere Unabhängigkeit , Stärke und einen unbändigen Freiheitswillen.

Sie überlebt den Hungermarsch von Doolough, wandert zu Fuß an die Westküste und es gelingt ihr als blinde Passagierin nach Amerika zu gelangen.
Aber dort führt sie ein Leben der Ausbeutung und Unfreiheit zu weiterer Flucht RIchtung Westen. Letztendlich eröffnet sich ihr nach Jahren der schweren Arbeit und Bedrohung eine Zukunft in Freiheit.
Der leicht lesbare Text hat mich von der ersten Seite an sehr berührt, stellenweise konnte ich mir nicht vorstellen, wie eine Frau, vom Hunger geschwächt, ausgenützt, verraten und misshandelt überleben konnte ohne ihre innere Kraft zu verlieren.
Ein sehr empfehlenswertes Buch, durch das die Geschichte der Hungersnot Irlands greifbar wird und die Verbindung zu dem indigenen nordamerikanischen Volk der Choctaws, die Hilfsgüter an die hungernden Iren schickten, eine neue Erkenntnis für mich ist.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von HEYN Leserunde, Irmgard Gstettner

Rezensionen von HEYN Leserunde, Miriam Brandl:

Heimatlosigkeit

Sing, wilder Vogel, sing von Jacqueline O'Mahony

Kennen Sie das? Man ist von einem Buch extrem gefesselt und kann einfach nicht aufhören zu lesen – egal wie früh es schon ist. Und die letzten Seiten liest man trotzdem extra langsam, damit es dann doch nicht so schnell vorbei ist...
„Sing, wilder Vogel, sing“ ist genau so ein Buch: eine spannende Geschichte mit vielen Bezügen zur Geschichte Irlands, den Auswanderern, aber auch den indigenen Völkern Amerikas.

Die Autorin verarbeitet historische Fakten und stellt Zusammenhänge dar, die mir vorher absolut nicht bewusst waren.

Aber vor allem erzählt sie die berührende Geschichte einer starken Frau, deren Leben von frühester Kindheit an geprägt ist von Ausgrenzung, Hunger, Gewalt, Verrat, Betrug und Flucht – in Irland ebenso wie in Amerika.
„...sie war von ihrer Heimat fortgegangen und würde nie aufhören, fortzugehen“ S334.
Diese Heimatlosigkeit bestimmt das Leben der jungen Honora, die nur mit viel Mut und starkem Willen überleben kann. Die innere Heimatlosigkeit, die in ihren Gedanken immer wieder zum Ausdruck kommt, kann sie aber auch mit viel Mut nicht bekämpfen.

Es ist selten, dass ich mir dringend ein Happy End für meine literarische Bekanntschaften wünsche – hier war das ganz eindeutig der Fall!
Ob die Autorin ihrer Protagonistin tatsächlich so ein gutes Ende vergönnt hat?
Lesen Sie selbst – es zahlt sich wirklich aus!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von HEYN Leserunde, Miriam Brandl

Rezensionen von Lilli33:

Deadline

Lass uns doch noch etwas bleiben von Lionel Shriver


Deadline

Inhalt:
Nach dem jahrelangen Dahinsiechen von Kays Vater beschließen Kay und Cyril Wilkinson mit Anfang fünfzig, das Ende ihres Lebens selbst zu bestimmen, solange sie es noch können. Mit achtzig Jahren wollen sie gehen. Doch in knapp dreißig Jahren kann viel passieren. Werden sie an ihrem Plan festhalten, wenn es so weit ist?

Meine Meinung:
Lionel Shriver versteht es meisterhaft, sich in ihre Protagonist*innen einzufühlen und sie ganz fein zu beobachten.

Sie bringt uns ihre Figuren dadurch sehr nahe, obwohl ich mir zuweilen gewünscht hätte, dass sie nicht so viel beschrieben, sondern mehr gezeigt hätte.

Überrascht war ich, dass ich es hier nicht mit einem durchgehenden Roman zu tun hatte. Nach knapp einem Drittel fächert sich die Handlung auf und es werden verschiedene Szenarien entworfen. Was wäre, wenn?

Die Autorin zeigt, dass wir nichts vorhersehen können, dass das Leben im Alter unglaublich bereichernd sein kann oder schon in viel zu jungen Jahren zu Ende.

Die Vielfältigkeit der verschiedenen möglichen Leben hat mir gut gefallen. Ein Schmankerl ist, dass immer wieder Szenen aus dem einen Entwurf im nächsten eingebaut sind, sodass alles irgendwie miteinander verknüpft ist.

Fazit:
Ein lesenswertes Buch über das Altern, das Sterben und was sonst noch zum Leben dazugehört, angereichert mit philosophischen Überlegungen und gewürzt mit einigen Prisen Humor.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lilli33