Kunden em pfehlungen
Rezensionen von spozal89:
Vorort zur Hölle
Empire of Sins and Souls 1 - Das verratene Herz von Beril Kehribar
Empire of Sins and Souls 1 - Das verratene Herz von Beril Kehribar ist der erste Band einer Trilogie und ich wurde wegen des tollen Covers und Farbschnittes auf das Buch aufmerksam. Dank der Leseprobe konnte ich in das Buch hineinschnuppern und ich war direkt hin und weg. Der Schreibstil ist düster, tragisch, aber dennoch sehr fantasievoll und emotional - zumindest am Anfang.
Ab ca. der Hälfte des Buches kam der Einbruch, denn ich hatte das Gefühl, dass es deutlich an Spannung nachgelassen hat und sich dann nur noch hinzog. Xanthia als Vorort der Hölle fand ich zwar spannend, aber irgendwie anhand der Wesen nichts neues. Zoé ging mir mit ihren Gedanken irgendwann auf die Nerven und ich fand es sehr zäh voran zu kommen. Mir fehlte auch eindeutig die Anziehung zwischen Alexei und Zoé, Kaspar kommt nahe zu in Band eins gar nicht vor. Hier hätte ich mir mehr kribbeln gewünscht. Mehr als im Klappentext angeteasert passiert leider nicht in Band eins. Ich bin zwiegespalten, ob ich Band zwei lesen würde. Daher vergebe ich aktuell drei Sterne.
Rezensionen von Katyleh:
leider hat es mich nicht erreicht
Antichristie von Mithu Sanyal
Das Cover ist sehr auffällig, denn es ist sehr bunt und man versteht den Zusammenhang zwischen der Queen und dem Tiger nicht auf Anhieb. Es hat mich ein wenig verwirrt, dennoch sehr neugierig gemacht. Die story hat einen indischen Hintergrund und daraufhin fiel mir der rote Punkt auf der Stirn der Queen auf.
Der Schreibstil ist ein wenig anspruchsvoll und auch verwirrend. Mithu Sanyal schreibt für mich mit zu vielen Bezügen, Querverweisen und Anspielungen, die man alle erst einmal verstehen muss inmitten der Zeitsprünge die uns in dieser Geschichte erwarten. Zu oft war ich verwirrt, und das Buch konnte mich nicht wirklich fesseln. Ich habe mich schon ein bisschen durch die Seiten gequält. eigentlich hat mich diese story eher ratlos zurückgelassen, weil ich sie nicht wirklich einordnen kann. Schade, denn ich glaube es steht sehr viel Arbeit dahinter aber mitreißen konnte es mich leider nicht.
Rezensionen von Lesendundspielenddurchsleben :
so schön illustriert
Was macht die kleine Gans im Herbst? von Elli Woollard
Gerade jetzt, wo ich in der elementarpädagogischen Ausbildung tätig bin, wurde mir wieder bewusst, wie wichtig der Jahreskreis für die jüngeren Kinder ist. Er strukturiert, lässt uns bewusst die Natur erleben und ist nah an der Lebenswelt der Kinder. Dieses Staunen und Erleben der Natur zu begleiten, ist so wichtig - dementsprechend hat mir das Buch sehr gut gefallen.
Es beschreibt das Leben einer Junggans und ihren ersten Herbst. Was soll sie eigentlich machen? Durch ihre Fragen erfährt man auch allerhand über die Veränderungen im Herbst bei anderen Tieren. Unseren Kindern hat das Buch jedenfalls sehr gut gefallen! Es ist wunderschön illustriert und auch die Länge hat uns richtig gut gefallen. Ein wunderschönes Bilderbuch!
Rezensionen von Gaby 2707:
Ein wundervoller Abschluss
Die Schwestern vom See - Dem Glück entgegen von Lilli Beck
In der Pension König in Auerbach am Bodensee verändert sich gerade Vieles:
Tochter Iris ist mit Jasmin, der Tochter ihrer verstorbenen Schwester Viola, die Iris adoptiert hat, und dem neugeborenen Max zu ihrem Mann Fritz gezogen. Rose und ihr Mann Nico überlegen schon länger nach England zu ziehen.
Herbert und Florence leben jetzt in Südfrankreich, was Herberts Gesundheitszustand sehr zugute kommt. So ist es gut, dass Lissi, die uneheliche Enkelin von Pensionsgründer Max, in die Konditorei einsteigt. Da Iris als Hausdame nun ausfällt und auch Annemarie mit ihrer Konditorei mehr als genug zu tun hat, braucht das Haus eine neue Hausdame. Mit Philip Jäger, der im Münchner Hilton Hotel alle Abteilungen des Hotels durchlaufen hat und sich super auskennt, werden sie schnell fündig. Die Einzige, die Philip hier nicht haben will, ist Lissi. Warum? Das solltet ihr in diesem wundervollen Abschluss der Schwestern-vom-Bodensee-Trilogie selbst lesen.
Mich haben schon die ersten beiden Bände der Trilogie von Lilli Beck zum Träumen gebracht und begeistert. Und so war ich froh, dass ich gleich im Anschluss auch den leider letzten Teil 3 der Reihe lesen konnte.
Ich war sofort wieder drin in der Arbeit in der Pension. Beim lesen der Köstlichkeiten, die in der Konditorei Tortenhimmel gebacken werden, ist mir das Wasser im Mund zusammen gelaufen und ich habe Katinka, die hier jetzt eine Ausbildung macht so um ihren Arbeitsplatz beneidet. Bestimmt werde ich die Sachertorte und die Florentiner, deren Rezepte im Buch stehen, mal nach backen. Auch Herrn Otto und Frau Waltraud habe ich bei ihrer Arbeit im Wintergartencafé über die Schulter geschaut. Und natürlich aufgepasst, dass Philip an seiner neuen Stelle alles richtig macht. Er ist schon ein echter Glücksgriff für die Königs. Gerade jetzt, wo wieder einige Höhen und Tiefen zu bewältigen sind, erweist er sich als echte Bereicherung.
Ich werde sie alle so vermissen, die Menschen, die ich hier kennengelernt habe. Von den Reinigungsfrauen Marella und Antonella über Horst und Paula, Annemarie, die mit ihrem Berthold Müller glücklich ist und die anderen Familienmitgliedern der Familie König. Das sind durchweg so sympathische und zugewandte Menschen, von denen ich jeden einzelnen sofort in meinen Freundeskreis aufnehmen würde.
Lilli Beck gibt der Geschichte mit ihrem leichten und anschaulichen Erzählstil einen so bildhaften Ausdruck, dass ich sofort an den Bodensee fahren würde um dort ein paar Tage Urlaub zu machen. Es ist so schön mitzuerleben, wie zwar alle ihr Päckchen zu tragen haben, wie alle sich bemühen, dass die Pension weiter bestehen bleiben kann. Und wie ihnen das mit immer wieder neuen und sehr einfallsreichen Ideen schlussendlich auch gelingt.
Ich habe mich in der Pension König, im Tortenhimmel und im Café wieder richtig wohl gefühlt. Schade, dass ich nun endgültig Abschied nehmen muss.
Rezensionen von Alo:
Konnte mich nur teilweise überzeugen
Spellshop von Sarah Beth Durst
Ich hatte mich im Vorfeld sehr auf dieses Buch gefreut, leider konnte es mich am Ende nur teilweise überzeugen.
Die introvertierte Kiela ist Bibliothekarin und muss aus Alyssium flüchten, da es Unruhen in der Stadt gibt und ihre geliebte Bibliothek in Flammen steht. Zum Glück kann sie zusammen mit ihrem Freund Caz, einer lebendigen Pflanze, ein paar Bücher retten.
Sie flüchtet auf die kleine Insel Caltrey, auf der das alte Cottage ihrer Eltern steht. Sie beginnt ein neues Leben und eröffnet einen kleinen Laden, in dem sie unter anderem Marmelade anbietet. Schnell merkt sie, dass die Insel einige Probleme hat, bei denen sie vielleicht helfen könnte.
Gut gefallen haben mir der eindrückliche und detailverliebte Schreibstil, die magische Welt mit den vielen magischen Geschöpfen, gerade die sprechenden Pflanzen haben es mir sehr angetan, und die herzliche Gemeinschaft der Inselbewohner. Eigentlich alles, was man für einen cosy Fantasyroman braucht. :-)
Allerdings ist das Worldbuilding nur oberflächlich ausgearbeitet, einige Punkte werden angedeutet, dann aber nicht näher erklärt. Stattdessen passieren ständig irgendwelche Dinge. Gerade ab dem Plottwist war ich nur noch genervt, weil es sich für mich nach unnötigem Drama angefühlt hat. Die Autorin wollte hier wahrscheinlich mehr Tempo einbauen, was ihr meiner Meinung nach aber nicht gelungen ist. Eigentlich besteht das Buch ab einem gewissen Punkt nur noch aus den inneren Konflikten der Protagonistin und dem nächsten Drama.
3,5/5 Sterne
Rezensionen von Julchentim:
Pageturner mit sehr viel Kopfkino
Immortal Longings von Chloe Gong
"Immortal Longings" von Chloe Gong ist ein faszinierender Roman, der meisterhaft Elemente aus Fantasy und Romantik miteinander verwebt. Die Geschichte spielt in einer reichhaltig gestalteten Welt, die von Intrigen, Machtkämpfen und unsterblicher Liebe geprägt ist. Chloe Gong hat ein unfassbares Talent dafür, so komplexe Charaktere zu erschaffen, dass deren tiefgründige Beziehungen und konfliktreiche Dynamik mich als Leser von der ersten bis zur letzten Seite fesseln konnten.
Die Protagonisten sind vielschichtig und ihre Entwicklung im Laufe der Handlung ist bemerkenswert. Ihre emotionalen Kämpfe und moralischen Dilemmata sind glaubwürdig und packend dargestellt. Besonders beeindruckend ist Gongs Fähigkeit, eine dichte, atmosphärische Welt zu erschaffen, die sowohl lebendig als auch realistisch wirkt. Die Welt von "Immortal Longings" ist voller Details, die sie zum Leben erwecken und den Leser tief in die Erzählung eintauchen lassen.
Die Handlung ist spannend und voller überraschender Wendungen, die immer wieder neue Fragen aufwerfen. Die Autorin versteht es, ihre Leser an der Nase herumzuführen und sie ständig zu überraschen. Dies macht das Buch zu einem echten Page-Turner, der es schwer macht, ihn aus der Hand zu legen.
"Immortal Longings" ist ein Muss für alle Fans von epischen Fantasy-Geschichten und tiefgründigen Romanzen. Chloe Gong beweist mit diesem Werk einmal mehr ihr außergewöhnliches Talent und hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Dieser Roman ist nicht nur eine Geschichte über Macht und Liebe, sondern auch eine tiefgründige Erforschung der menschlichen Natur und der Unsterblichkeit. Ein wahrhaft bemerkenswertes Leseerlebnis!
Rezensionen von Arambol:
Hatte mehr erwartet
Als wir nach den Sternen griffen von Theresa Herold
"Im östlichen Teil Deutschlands gingen Dinge vor sich, von denen man vor wenigen Jahren noch nicht zu träumen gewagt hätte."
Deutschland im Wendejahr 1989.
Kurz vor dem Fall der Mauer flüchten einige ausreisewillige DDR-Bürger auf das Grundstück der bundesdeutschen Botschaft in Prag und hoffen, damit ihre Ausreise in den Westen zu erzwingen.
Unter ihnen sind auch Tobias und seine kleine Tochter Jasmin.
Leider wird, meiner Meinung nach, im Klappentext auf dem Buchrücken bereits viel zu viel von der Geschichte vorweggenommen, man erfährt hier schon Einzelheiten, die erst im letzten Drittel des Buches relevant werden!! Warum spoilert der Verlag oder die Autorin hier so immens? Das hat mir gar nicht gefallen...
Ebenso hatte ich mir wesentlich mehr sorgfältig recherchierte und fundierte Fakten sowie ein packend erzähltes Stück deutscher Zeitgeschichte erhofft.
Leider ist sogar das berühmte Willy Brandt Zitat "Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört" zeitlich falsch eingeordnet. Brandt hat diesen Satz eben nicht am 03. Oktober 1990 sondern schon am 10. November 1989 ausgesprochen.
Auch von der knisternden Atmosphäre und den zwischenmenschlichen Spannungen, die zwangsläufig bei derart vielen Personen auf engstem Raum auftreten müssen, ist im Roman kaum etwas zu spüren. Der von Theresa Herold einfach gehaltene Schreibstil ermöglicht es, sehr schnell durch die einzelnen Kapitel des Buches zu fliegen.
"Als wir nach den Sternen griffen" ist eine leichte und gefühlvoll erzählte Liebesromanze vor historischem Hintergrund. Leider nicht mehr.
Rezensionen von Ewa Wiercinska Leserunde Heyn:
Überwältigend, bemerkenswert, mystisch
Sing, wilder Vogel, sing von Jacqueline O'Mahony
„Unter der britischen Unterdrückung hatte Irland (indigene Bevölkerung) schwer zu leiden und von 1820 bis 1930 kamen 4,5 Millionen Iren in die USA, die meisten von ihnen nach der großen Hungersnot in Irland von 1845 bis 1852.“
Aus dieser Geschichte wird ein Roman. Atemberaubend, großartig geschrieben.
Protagonistin Honora (übers. die Geehrte) ist eine starke, pragmatische Frau, die sich selbst treu bleibt „ich habe nur mich“, sich ihren starken Willen und den Wunsch nach der Wertschätzung durch andere Menschen, Würde und einem selbstbestimmten Leben bewahrt. Überlebungskünstlerin.
Das Buch lebt durch innerlich ablaufenden Selbstgesprächen. Eine meditative Versenkung der Seele in sich selbst. Sehr mystisch und ermutigend.
Fazit überwältigend, bemerkenswert, mystisch
sehr empfehlenswertes Buch!
Rezensionen von HEYN Leserunde, Ingrid Weilharter:
Ein Leben - ein Drama!
Sing, wilder Vogel, sing von Jacqueline O'Mahony
O'Mahony's Roman hat mich gepackt, geschleudert, geschüttelt und wieder ausgespuckt..... Anders kann ich meine emotionale Befindlichkeit beim Lesen nicht beschreiben! Ausgehend von der historischen Tragödie von Doolough an der Westküste Irlands beleuchtet der Roman sehr subtil und einfühlsam das Schicksal einer Außenseiterin, welche, mit gesellschaftlichen Vorurteilen behaftet, versucht, ins Leben zu finden.
Die Bedingungen denen sie unterworfen ist, sind derart katastrophal, dass man sich nur wünschen kann, nicht an diesen Orten zu dieser Zeit gelebt zu haben. Honora muss all ihre außerordentlichen Fähigkeiten einsetzten, um zu überleben...
Besonders gut haben mir die Schilderungen von Honoras Innenleben gefallen, ihre Gedanken und ihre Werthaltungen. Der Vergleich der Iren mit den Indianern als ursprünglich beheimatete und dann enteignete und vertriebene Volksgruppe zeigt auf, dass die Problematik von Macht- und Besitzgier keineswegs regional begrenzt ist und war.
Rezensionen von Heike:
Anti-Helden auf Drachenjagd
Ich fürchte, Ihr habt Drachen von Peter S. Beagle
Robert ist Drachenjäger und dafür verantwortlich, Gebäude von Drachen zu säubern. Aber eigentlich mag er die kleinen Kreaturen und nimmt gerne mal einen Drachen mit nach Hause. Die Tiere scheinen auf ihn zu hören, und deshalb begleitet er eines Tages einen Prinzen und eine Prinzessin auf ein Abenteuer, um einen richtig großen Drachen zu erlegen.
Doch dann läuft alles anders als geplant...
Die Geschichte beginnt flott und witzig, als Robert angeheuert wird, das Schloss von Drachen zu befreien. Ich mochte ihn als verkannten Helden, der nicht einmal seine eigene Begabung wertschätzt. Aber die verwöhnte Prinzessin Cerise stielt allen die Show. Sie ist herrlich unstandesgemäß und sorgt sich lediglich um den richtigen zukünftigen Gatten. Den scheint sie im Prinzen Reginald gefunden zu haben, wäre da nicht das Problem, dass er sich gar nicht für sie, sondern nur für Abenteuer interessiert. Leider gibt er weder einen guten Verlobten noch einen guten Helden ab.
Die drei müssen sich erst den Drachen stellen, um zu erkennen, wer sie sind und was sie wirklich wollen. Die Geschichte ist ein herrliches Märchen, das sich in einem Rutsch durchlesen lässt. Es gibt ruhige Momente, witzige Dialoge und viel Action. Im ersten Teil ist die Geschichte eher heiter, wird aber ab der Mitte zunehmend düsterer und auch blutig. Es ist also kein Kinderbuch, auch wenn man es nach den ersten Seiten meinen könnte. Trotzdem fand ich gerade das Spiel zwischen der Ernsthaftigkeit der Geschichte und den überzeichneten Figuren sehr gelungen. Es gibt viel zwischen den Zeilen zu entdecken.
Lediglich gegen Ende fand ich die Ereignisse etwas zu verworren. Hier wurde sehr viel wichtiger Inhalt auf wenige Seiten gepresst, so dass es recht kompliziert wurde. Das liegt vermutlich daran, dass man die Welt und die Figuren zu diesem Zeitpunkt nur oberflächlich kennengelernt hat. 304 Seiten sind für diese Geschichte einfach zu knapp, da wäre ich gerne auf 200 zusätzlichen Seiten noch mehr in die Welt eingetaucht.
Peter S. Beagle hat aber einmal mehr bewiesen, dass er atmosphärische, märchenhafte Geschichten schreiben kann. Einem Vergleich mit "Das letzte Einhorn" hält es freilich nicht stand, dafür fehlt "Ich fürchte, Ihr habt Drachen" etwas an Tiefe. Aber ich habe mich gut unterhalten gefühlt und mochte die Ironie und das Augenzwinkern an vielen Stellen sehr. Wer Drachen mag und gerne Märchen liest, kommt hier auf seine Kosten.










