Kunden em pfehlungen
Rezensionen von ReiShimura:
Eine fulminante Inszenierung für Jung und Alt
Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch - Das Hörspiel,2 Audio-CD von Michael Ende
Obwohl das Buch bereits zu den Kinderklassikern zählt und ich natürlich den Autor bzw. andere seiner Werke kenne, muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich den satanarchäolügenialkohöllischen Wunschpunsch bis dato nicht kannte.
Die Geschichte selbst ist äußerst amüsant, wenn auch ein wenig klischeebehaftet.
Die Charaktere sind skurril, wie bei Michael Ende nicht anders zu erwarten, aber teilweise durchaus liebenswert.
Die Altersempfehlung für die Geschichte liegt bei 10 bis 11 Jahren. Hierbei bin ich mir unsicher, ob dies nicht ein wenig zu früh ist. Auf jeden Fall kann ich sagen, dass ich mich als Erwachsene von dem Buch auch sehr gut unterhalten gefühlt habe. Etwas anderes habe ich mir von Michael Ende aber auch nicht erwartet, meiner Meinung nach, sind seine Bücher immer generationenübergreifend.
Hörspiele habe ich seit meiner Kindheit nicht mehr gehört und war daher umso neugieriger auf die Inszenierung. Die Zusammenstellung von Hintergrundgeräuschen, wie zum Beispiel Feuerknistern, unheimlicher Musik und den Dialogen war einfach fantastisch. Ich konnte von der ersten Sekunde weg komplett in die Geschichte abtauchen und die Welt um mich herum vergessen. Die Abmischung ist hervorragend gelungen und weder sind die Geräusche zu dominant noch die Gespräche zu leise.
Die Sprecher haben einen fantastischen Job gemacht und den Figuren wirklich und wahrhaftig Leben eingehaucht. Meine besondere Hochachtung ergeht an die Sprecher den manche der Wortschöpfung sind wahrlich Zungenbrecher, man denke nur an den Titel.
Rezensionen von ReiShimura:
Über Bücher und Menschen
Die einsame Buchhändlerin von Tokio von Nanako Hanada
Bevor man mit dem Lesen beginnt, sollte man sich bewusstwerden, dass dieses Buch kein fiktionaler, sondern ein autobiographischer Roman ist.
Nanako Hanada beschreibt in eindrucksvoller und sehr verständlicherweise die wahrscheinlich herausforderndste Zeit ihres Lebens; unglücklich mit ihrem Job und gerade frisch von ihrem Mann getrennt.
Bedingt durch den Titel und dem Wissen, worum es in dem Buch geht, war ich auf eine sehr traurige und schwere Geschichte eingestellt. Natürlich gibt es Passagen im Buch die genau dies sind, aber große Teile des Buches sind zwar durchaus tiefsinnig, aber weit entfernt von Schwermut.
Der Großteil des Buches widmet sich den Treffen und Bekanntschaften die Nanako über die App „Thirty Minutes“ erlebt. Bei der ersten Erwähnung der App dachte ich an ein japanisches Pendant der Datingapp Tinder. Doch bei Thirty Minutes geht es nicht (nur) um das Finden eines Partners, sondern wirklich um das Schließen von Bekanntschaften und guten Gesprächen.
Nanako Hanada beschreibt diese Treffen in sehr sympathischer Art und Weise und wenn auch nicht jedes Treffen so abläuft wie sie sich das vorstellt, bleibt sie in ihren Beschreibungen immer sehr respektvoll. Nanakos Versprechen an jeden der Menschen, die sie trifft, ist, dass sie ihnen ein Buch empfehlen wird. Wobei sie nicht irgendein Buch empfiehlt, sondern das Buch wirklich speziell für die Person auswählt. Dies ist ein zweiter Schwerpunkt des Buches, die Empfehlungen und Beschreibungen der Bücher die Nanako empfiehlt. Verständlicherweise sind hierbei viele japanische Autoren und Autorinnen dabei. Die meisten Bücher waren für mich unbekannt, aber interessant war schon allein zu lesen wie Nanako zu ihren Empfehlungen kommt.
Die einsame Buchhändlerin von Tokio bietet einen wunderbaren Einblick in die japanische Kultur, ohne dabei langweilig oder langatmig zu werden. Für mich eines der Lesehighlights meines heurigen Jahres.
Rezensionen von _ich.lese_:
Wunderschön zu lesen
Lauter als das Meeresrauschen von Nina Voss
Emmi hatte einen schweren Unfall und ist auch eineinhalb Jahre später noch immer traumatisiert. Nun ist sie nach Neuseeland geflogen, dort verbringt sie ihre Semesterferien und hilft bei Freunden ihrer Eltern, diese fahren mit dem Boot zum Whalewatching. Dort ist aber auch Valentin und der bringt ihre Gefühlswelt ordentlich durcheinander.
Ich liebe das Cover und ich liebe die Story. Alleine schon das wunderschöne Setting in Neuseeland ist es wert, das man das Buch liest. Aber auch Emmis Geschichte konnte mich von Beginn an in ihren Bann ziehen. Sehr einfühlsam erzählt erfahren wir nach und nach was Emmi so aus der Bahn geworfen hat. Dann noch die sich anbahnende Liebesgeschichte mit Valentin, die so anders ist, nicht so schnell, sie haben ihre Probleme und jeder hat seine Geheimnisse. Trotzdem konnte mich die Story, die einfach nur wunderschön erzählt ist, von Beginn an unterhalten. Ich habe es so gerne gelesen und freue mich schon auf die Geschichten der anderen Schwestern, die noch erscheinen werden. Toller Schreibstil, tolles Setting und absolu unterhaltsam und einfühlsam erzählt. Ich kann es nur empfehlen.
Rezensionen von _ich.lese_:
Absolut Lesenswert
Der Bademeister ohne Himmel von Petra Pellini
Linda ist erst fünfzehn und hat trotzdem das Leben schon satt, am liebsten würde sie vor ein Auto laufen. Aber zwei Menschen halten sie davon ab, Kevin und Hubert. Hubert wohnt im gleichen Haus und ist dement. Bei Hubert verbringt Linda viel Zeit und kann trotz seiner Demenz noch was von ihm lernen.
Auch wenn es schwierig ist damit umzugehen.
Das Cover sieht eher nach einem Sommerbuch, nach Freibad und Spaß aus. Aber das ist es ganz und gar nicht. Es ist eigentlich ein tieftrauriges Buch über ein junges Mädchen, das schon nicht mehr leben möchte und einen alten Mann, der vom Leben nicht mehr viel mitbekommt und dann ist da noch Kevin, der Freund, der sich schwertut.
Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von Linda, die auf Bitte von Huberts Tochter Zeit mit Hubert verbringt. Auch hat Linda außer Hubert und dem zwei Jahre jüngeren Kevin keine sozialen Kontakte, was sie zeitweise sehr einsam macht.
Mich hat die Geschichte so sehr berührt, ich habe sie trotz des schwierigen Themas so gerne gelesen und kann das Buch nur empfehlen. So einfühlsam und echt erzählt, einfach nur lesenswert.
Rezensionen von _ich.lese_:
Ich war einfach neugierig
Geile Zeit von Niclas Seydack
Eine Kindheit in den Neunzigern. Fernab von Handy, Internet und Social Media. Es liefen Samstag abends noch Unterhaltungsshows für die ganze Familie, man blieb draußen bis die Laternen anfingen, die Eltern wusste nicht jede Minute wo man war. Zumindest am Anfang des Jahrzehnts, dann änderte sich alles.
Ich bin ein Kind der späten Neunzigern, als ich geboren wurde war alles schon anders..Daher war ich sehr neugierig wie es wohl war, in den Neunzigern noch ein Kind gewesen zu sein, ob es wirklich so anders, so befreiend war.
Der Schreibstil des Autors ist locker, es ist einfach zu lesen und irgendwie auch ganz amüsant, aber die große Neuheit war es nicht. Er erzählt halt Anekdoten aus seiner Kindheit. Mir scheint es die große Abrechnung mir dem Leben, das ihm völlig ungerecht erscheint.
Mein Fazit dazu, kann man lesen, muss man aber nicht.
Rezensionen von _ich.lese_:
Echt heftig, aber so wichtig
Death. Life. Repeat. von Louise Finch
Spence feiert lieber als das er lernt, Schule ist nicht wichtig. Dann lernt er eine ganz andere Seite bei seinem Freund Anthony kennen. Anthony hat eine Mitschülerin bei einer Party missbraucht und Spence sieht Clara sterben, immer wieder, denn er scheint in einer Zeitschlwife gefangen zu sein und erlebt den Tag immer wieder.
Alleine schon beim Klappentext bekam ich eine Gänsehaut und trotz des schwierigen Themas wollte ich das Buch unbedingt lesen. Und ich habe es nicht bereut.
Das Thema Missbrauch und auch das ewige Feiern wird in der Story thematisiert, gerade bei jungen LeserInnen ein schwieriges Thema, aber auch ein aufweckendes.
Der Schreisbtil ist jugendlich und gut zu lesen, das hat mir gefallen, da es ja Jugendliche ansprechen soll. Es gibt eine fast schon typische Freundesgruppe mit Anthony als Anführer und Spence lässt sich mehr oder weniger mitziehen er hat auch eine schwere Vergangenheit, die ihn belastet.
Mir hat das Buch trotz des Themas sehr gefallen, ich fand es sehr einfühlsam erzählt und mit der Zeitschleife und Spences Veränderung auch unterhaltsam und wirksam. Ich kann es nur empfehlen.
Rezensionen von S.:
Führung durch Windsor
Tee auf Windsor Castle von Claire Parker
„Achtunddreißig Pfund für eine Eintrittskarte für Windsor Castle? Kate war entschlossen, sich nicht von dem ganzen königlichen Kitsch beeindrucken zu lassen.“
Tut sie auch nicht in dem Haus mit eintausendeinhundert Zimmern. Zunächst mal.
Nur: dann wird sie ausführlich über royale Pflichten aufgeklärt.
Ach ja.
Claire Parker hat eine Gegenüberstellung verfasst: einerseits Kate, sozial benachteiligt und die NICHT! verstorbene Queen mit ihrem arbeitsreichen und pflichtbewusstem Leben. Sehr sympathisch. Leider bekommt erst spät Kate mit, mit wem sie Zeit verbringt. Der Leser umso schneller. Egal, der Abend endet mit interessanten Erkenntnissen und einem grandiosen Besäufnis. Und der charmanten Erklärung über die Vorzüge von Beuteltee.
Humoriger Ausflug in ein „Was wäre, wenn …?“ mit nachdenkenswerten Tönen.
Rezensionen von Lesendundspielenddurchsleben :
Weihnachtszauber in der kleinen Bücherei der Herzen von Jana Schikorra
Die Reihe um die kleine Bücherei der Herzen kannte ich noch nicht, und so stieg ich in Band 3 ein. Der Einstieg gelang problemlos, da die Geschichte in sich abgeschlossen ist. Dennoch gab es die eine oder andere Andeutung, was in den ersten beiden Bänden geschah. Da hat mich dann doch auch die Neugierde gepackt und ich wollte wissen, das damals passiert ist.
Zu Band 3: Sophie hat schon länger eine Blockade und nimmt als gelernte Konditorin verschiedene Gelegenheitsjobs an, um sich über Wasser zu halten, ohne Backen zu müssen. Über den Winter hilft sie ihrer forschen Tante in der Boutique aus. Doch als der Bücherbus dringend jemanden braucht, dessen Herz für Bücher schlägt und der diese zu den Leuten bringt, ist sie gleich zur Stelle, um ihren Freundinnen zu helfen. Und auch der Enkel eines Bücherliebhabers, der gerade erst in den Ort gekommen ist, um seinen Großvater kennenzulernen und Urlaub zu machen, hilft gleich. Zwischen den beiden knistert es gewaltig und die beiden helfen einander, sich wieder ihrer jeweiligen Leidenschaft zuzuwenden. Doch auch die erste Krise wartet auf die beiden frisch verliebten Turteltäubchen...
Der Schreibstil des Buches hat mir gut gefallen. Man kann sich den Ort sehr gut vorstellen und das winterliche Wetter lässt umso mehr schon Weihnachtsstimmung aufkommen. Man erfährt genug über die Protagonisten, um sich die Figuren gut vorstellen zu können, bleibt aber größtenteils im Hier und Jetzt. Mir fiel es teils schwer nachzuvollziehen, warum Sophie sich selbst so blockiert in Bezug auf ihre Leidenschaft, gleichzeitig war es dann schön zu sehen, wie sie danach wieder aufblüht. Ähnlich ging es mir auch am Schluss, wo ich das Handeln der beiden nicht ganz logisch empfand - aber die Liebe macht uns ja bekanntlich nicht rational handelnd. In sich jedenfalls ein schöner Roman zum Abschalten und Wohlfühlen.
Rezensionen von yellowdog:
Literarische Schatzkiste
Dringende Durchsage von Siegfried Lenz
Dieses Buch versammelt überwiegend ungedruckte Texte von Siegfried Lenz.
Eine große Leistung, diese aus dem Archiv zusammen zu suchen.
Es sind jetzt auch meistens Texte, die nicht so große literarische Bedeutung oder Qualität haben, sonst wären sie vielleicht auch nicht ungedruckt bleiben. Dennoch gibt es genug Texte, die lesenswert sind und gesellschaftspolitische Wert besitzen.
Darunter auch ein paar Erzählungen, die Lenz Freunden geschenkt hatte, z.B. Helmut Schmidt oder Teofila Reich-Ranicki.
Erstaunt war ich, sogar Geschichten mit kriminalistischen Hintergrund zu finden. Das ist selten bei Lenz. Inspektor Tondi, Der Fluß und der Inspektor. Das sind zwei Varianten einer Story, die Lenz für einen Fernsehfilm geschrieben hatte. Den Film gibt es, ist aber nicht einfach zu finden.
Sehr gefallen haben mir auch die Erzählungen Heimweh und Die Selbstanzeige des Strandgendarms. Da findet man Lenz bekannten sozialkritischen Ansatz.
Es gibt auch ein umfangreiches Nachwort zur Einordnung.
Das Buch ist für Freunde des literarischen Meister ein Schatz.
Rezensionen von Ryria:
Vier Leben, vier Tode und die Hoffnung am Ende
Das Verhalten ziemlich normaler Menschen von K. J. Reilly
Ich wusste nicht, dass ich dieses Buch gebraucht habe, bis ich es gelesen habe. Eine wunderbare Geschichte über den Kampf zurück ins Leben nach Verlust und die ungewöhnlichen Freunde, die wir manchmal auf diesem Weg finden.
Asher hat seine Mutter in einem Autounfall verloren und lernt zufällig in einer Trauergruppe die gleichaltrigen Leidensgenossen Sloane und Will sowie den alten Henry kennen.
Zusammen brechen sie zu einem Roadtrip auf, der sowohl sie als auch den Leser tief berühren wird.
Die Figuren wirken hierbei zutiefst authentisch, sie verhalten sich wie der Titel schon vermuten lässt so ziemlich gar nicht normal und dadurch sind sie doch total sympathisch. Man kann ohne Probleme mit ihnen mitfühlen und während ihrer Reise wachsen sie einem leicht ans Herz. Der Schreibstil unterstützt dies noch, er ist sehr leicht zu lesen und enthält sowohl lustige Stellen und Wortwitze als auch Passagen, die zum Nachdenken anregen und ein klein bisschen Weisheit vermitteln. Manchmal dachte ich, die Wiederholungen bestimmter Sätze und Gedanken wäre doch etwas zu viel, aber dann ist mir klar geworden, dass wir uns im Kopf von Asher befinden und es nur so richtig wäre, eben weil ihn bestimmte Sachen auch nicht loslassen.
Ich denke, manche Szenen der Handlung werden mir noch lange im Gedächtnis bleiben. Ohne große Dramatik und nur mit kleinen Alltagssituationen werden hier super Gefühle vermittelt. Daher schließe ich mit einem Zitat des Buches: "Auf dem Weg verliebte ich mich in ein Auto voller Fremder - und die Hälfte von ihnen war tot" - oder wie hier, alle von ihnen waren fiktiv und doch so real.











