Kunden em pfehlungen
Rezensionen von _ich.lese_:
Absolut Lesenswert
Der Bademeister ohne Himmel von Petra Pellini
Linda ist erst fünfzehn und hat trotzdem das Leben schon satt, am liebsten würde sie vor ein Auto laufen. Aber zwei Menschen halten sie davon ab, Kevin und Hubert. Hubert wohnt im gleichen Haus und ist dement. Bei Hubert verbringt Linda viel Zeit und kann trotz seiner Demenz noch was von ihm lernen.
Auch wenn es schwierig ist damit umzugehen.
Das Cover sieht eher nach einem Sommerbuch, nach Freibad und Spaß aus. Aber das ist es ganz und gar nicht. Es ist eigentlich ein tieftrauriges Buch über ein junges Mädchen, das schon nicht mehr leben möchte und einen alten Mann, der vom Leben nicht mehr viel mitbekommt und dann ist da noch Kevin, der Freund, der sich schwertut.
Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von Linda, die auf Bitte von Huberts Tochter Zeit mit Hubert verbringt. Auch hat Linda außer Hubert und dem zwei Jahre jüngeren Kevin keine sozialen Kontakte, was sie zeitweise sehr einsam macht.
Mich hat die Geschichte so sehr berührt, ich habe sie trotz des schwierigen Themas so gerne gelesen und kann das Buch nur empfehlen. So einfühlsam und echt erzählt, einfach nur lesenswert.
Rezensionen von _ich.lese_:
Ich war einfach neugierig
Geile Zeit von Niclas Seydack
Eine Kindheit in den Neunzigern. Fernab von Handy, Internet und Social Media. Es liefen Samstag abends noch Unterhaltungsshows für die ganze Familie, man blieb draußen bis die Laternen anfingen, die Eltern wusste nicht jede Minute wo man war. Zumindest am Anfang des Jahrzehnts, dann änderte sich alles.
Ich bin ein Kind der späten Neunzigern, als ich geboren wurde war alles schon anders..Daher war ich sehr neugierig wie es wohl war, in den Neunzigern noch ein Kind gewesen zu sein, ob es wirklich so anders, so befreiend war.
Der Schreibstil des Autors ist locker, es ist einfach zu lesen und irgendwie auch ganz amüsant, aber die große Neuheit war es nicht. Er erzählt halt Anekdoten aus seiner Kindheit. Mir scheint es die große Abrechnung mir dem Leben, das ihm völlig ungerecht erscheint.
Mein Fazit dazu, kann man lesen, muss man aber nicht.
Rezensionen von _ich.lese_:
Echt heftig, aber so wichtig
Death. Life. Repeat. von Louise Finch
Spence feiert lieber als das er lernt, Schule ist nicht wichtig. Dann lernt er eine ganz andere Seite bei seinem Freund Anthony kennen. Anthony hat eine Mitschülerin bei einer Party missbraucht und Spence sieht Clara sterben, immer wieder, denn er scheint in einer Zeitschlwife gefangen zu sein und erlebt den Tag immer wieder.
Alleine schon beim Klappentext bekam ich eine Gänsehaut und trotz des schwierigen Themas wollte ich das Buch unbedingt lesen. Und ich habe es nicht bereut.
Das Thema Missbrauch und auch das ewige Feiern wird in der Story thematisiert, gerade bei jungen LeserInnen ein schwieriges Thema, aber auch ein aufweckendes.
Der Schreisbtil ist jugendlich und gut zu lesen, das hat mir gefallen, da es ja Jugendliche ansprechen soll. Es gibt eine fast schon typische Freundesgruppe mit Anthony als Anführer und Spence lässt sich mehr oder weniger mitziehen er hat auch eine schwere Vergangenheit, die ihn belastet.
Mir hat das Buch trotz des Themas sehr gefallen, ich fand es sehr einfühlsam erzählt und mit der Zeitschleife und Spences Veränderung auch unterhaltsam und wirksam. Ich kann es nur empfehlen.
Rezensionen von S.:
Führung durch Windsor
Tee auf Windsor Castle von Claire Parker
„Achtunddreißig Pfund für eine Eintrittskarte für Windsor Castle? Kate war entschlossen, sich nicht von dem ganzen königlichen Kitsch beeindrucken zu lassen.“
Tut sie auch nicht in dem Haus mit eintausendeinhundert Zimmern. Zunächst mal.
Nur: dann wird sie ausführlich über royale Pflichten aufgeklärt.
Ach ja.
Claire Parker hat eine Gegenüberstellung verfasst: einerseits Kate, sozial benachteiligt und die NICHT! verstorbene Queen mit ihrem arbeitsreichen und pflichtbewusstem Leben. Sehr sympathisch. Leider bekommt erst spät Kate mit, mit wem sie Zeit verbringt. Der Leser umso schneller. Egal, der Abend endet mit interessanten Erkenntnissen und einem grandiosen Besäufnis. Und der charmanten Erklärung über die Vorzüge von Beuteltee.
Humoriger Ausflug in ein „Was wäre, wenn …?“ mit nachdenkenswerten Tönen.
Rezensionen von Lesendundspielenddurchsleben :
Weihnachtszauber in der kleinen Bücherei der Herzen von Jana Schikorra
Die Reihe um die kleine Bücherei der Herzen kannte ich noch nicht, und so stieg ich in Band 3 ein. Der Einstieg gelang problemlos, da die Geschichte in sich abgeschlossen ist. Dennoch gab es die eine oder andere Andeutung, was in den ersten beiden Bänden geschah. Da hat mich dann doch auch die Neugierde gepackt und ich wollte wissen, das damals passiert ist.
Zu Band 3: Sophie hat schon länger eine Blockade und nimmt als gelernte Konditorin verschiedene Gelegenheitsjobs an, um sich über Wasser zu halten, ohne Backen zu müssen. Über den Winter hilft sie ihrer forschen Tante in der Boutique aus. Doch als der Bücherbus dringend jemanden braucht, dessen Herz für Bücher schlägt und der diese zu den Leuten bringt, ist sie gleich zur Stelle, um ihren Freundinnen zu helfen. Und auch der Enkel eines Bücherliebhabers, der gerade erst in den Ort gekommen ist, um seinen Großvater kennenzulernen und Urlaub zu machen, hilft gleich. Zwischen den beiden knistert es gewaltig und die beiden helfen einander, sich wieder ihrer jeweiligen Leidenschaft zuzuwenden. Doch auch die erste Krise wartet auf die beiden frisch verliebten Turteltäubchen...
Der Schreibstil des Buches hat mir gut gefallen. Man kann sich den Ort sehr gut vorstellen und das winterliche Wetter lässt umso mehr schon Weihnachtsstimmung aufkommen. Man erfährt genug über die Protagonisten, um sich die Figuren gut vorstellen zu können, bleibt aber größtenteils im Hier und Jetzt. Mir fiel es teils schwer nachzuvollziehen, warum Sophie sich selbst so blockiert in Bezug auf ihre Leidenschaft, gleichzeitig war es dann schön zu sehen, wie sie danach wieder aufblüht. Ähnlich ging es mir auch am Schluss, wo ich das Handeln der beiden nicht ganz logisch empfand - aber die Liebe macht uns ja bekanntlich nicht rational handelnd. In sich jedenfalls ein schöner Roman zum Abschalten und Wohlfühlen.
Rezensionen von yellowdog:
Literarische Schatzkiste
Dringende Durchsage von Siegfried Lenz
Dieses Buch versammelt überwiegend ungedruckte Texte von Siegfried Lenz.
Eine große Leistung, diese aus dem Archiv zusammen zu suchen.
Es sind jetzt auch meistens Texte, die nicht so große literarische Bedeutung oder Qualität haben, sonst wären sie vielleicht auch nicht ungedruckt bleiben. Dennoch gibt es genug Texte, die lesenswert sind und gesellschaftspolitische Wert besitzen.
Darunter auch ein paar Erzählungen, die Lenz Freunden geschenkt hatte, z.B. Helmut Schmidt oder Teofila Reich-Ranicki.
Erstaunt war ich, sogar Geschichten mit kriminalistischen Hintergrund zu finden. Das ist selten bei Lenz. Inspektor Tondi, Der Fluß und der Inspektor. Das sind zwei Varianten einer Story, die Lenz für einen Fernsehfilm geschrieben hatte. Den Film gibt es, ist aber nicht einfach zu finden.
Sehr gefallen haben mir auch die Erzählungen Heimweh und Die Selbstanzeige des Strandgendarms. Da findet man Lenz bekannten sozialkritischen Ansatz.
Es gibt auch ein umfangreiches Nachwort zur Einordnung.
Das Buch ist für Freunde des literarischen Meister ein Schatz.
Rezensionen von Ryria:
Vier Leben, vier Tode und die Hoffnung am Ende
Das Verhalten ziemlich normaler Menschen von K. J. Reilly
Ich wusste nicht, dass ich dieses Buch gebraucht habe, bis ich es gelesen habe. Eine wunderbare Geschichte über den Kampf zurück ins Leben nach Verlust und die ungewöhnlichen Freunde, die wir manchmal auf diesem Weg finden.
Asher hat seine Mutter in einem Autounfall verloren und lernt zufällig in einer Trauergruppe die gleichaltrigen Leidensgenossen Sloane und Will sowie den alten Henry kennen.
Zusammen brechen sie zu einem Roadtrip auf, der sowohl sie als auch den Leser tief berühren wird.
Die Figuren wirken hierbei zutiefst authentisch, sie verhalten sich wie der Titel schon vermuten lässt so ziemlich gar nicht normal und dadurch sind sie doch total sympathisch. Man kann ohne Probleme mit ihnen mitfühlen und während ihrer Reise wachsen sie einem leicht ans Herz. Der Schreibstil unterstützt dies noch, er ist sehr leicht zu lesen und enthält sowohl lustige Stellen und Wortwitze als auch Passagen, die zum Nachdenken anregen und ein klein bisschen Weisheit vermitteln. Manchmal dachte ich, die Wiederholungen bestimmter Sätze und Gedanken wäre doch etwas zu viel, aber dann ist mir klar geworden, dass wir uns im Kopf von Asher befinden und es nur so richtig wäre, eben weil ihn bestimmte Sachen auch nicht loslassen.
Ich denke, manche Szenen der Handlung werden mir noch lange im Gedächtnis bleiben. Ohne große Dramatik und nur mit kleinen Alltagssituationen werden hier super Gefühle vermittelt. Daher schließe ich mit einem Zitat des Buches: "Auf dem Weg verliebte ich mich in ein Auto voller Fremder - und die Hälfte von ihnen war tot" - oder wie hier, alle von ihnen waren fiktiv und doch so real.
Rezensionen von Tara:
Ein romantischer Thriller
Everything We Never Said - Liebe lässt uns böse Dinge tun von Sloan Harlow
„Everything We Never Said – Liebe lässt uns böse Dinge tun“ ist das YA-Debüt der in Georgia lebenden Autorin Sloan Harlow.
Nach dem Unfalltod von Hayley ändert sich für Ella – der besten Freundin von Hayley – und Sawyer – ihrem Boyfriend – alles. Ella gibt sich die Schuld an Hayleys Tod, da sie den Unfallwagen gefahren hat.
Dadurch ist sie emotional total aus der Bahn geworfen und dann fühlt sie sich auch noch zu Sawyer hingezogen.
Sie beginnt damit Hayleys Tagebuch zu lesen und erkennt, dass schon vor Hayleys Tod etwas nicht gestimmt hat.
Die Story ist im Wechsel aus Ella und Sawyers Perspektive geschrieben. Hayley wird uns durch ihre Tagebucheinträge näher gebracht.
Die Emotionen von Ella, ihre Schuldgefühle, ihre Trauer um ihre Freundin, ihre innere Zerrissenheit, die sie durch ihre Gefühle zu Sawyer verspürt, kamen direkt bei mir an.
Während ich zu Beginn noch dachte, dass es sich um eine düstere Liebesgeschichte handelt, nahm die Spannung und eine bedrohliche Atmosphäre im Verlauf der Handlung immer weiter zu. Ich musste - genau wie Ella - unbedingt erfahren, was hinter Hayleys Tod steckt.
Die Story ist leicht zu lesen und die Aufmachung des Buches ist traumhaft, da die Covergestaltung mit dem wundervollen Buchschnitt ein optischer Highlight ist.
Das Buch steckt voller Emotionen, behandelt Themen wie Trauer, Schuld und Verlust, unterhält und regt zum Nachdenken an.
Rezensionen von Tara:
Ein zeitloser Roman mit Spannung und Humor
Der lange Schatten von Celia Fremlin
„Der lange Schatten“ ist ein erstmals 1975 veröffentlichter Roman der britischen Autorin Celia Fremlin.
Imogen hat gerade erst ihren Mann Igor durch einen Autounfall verloren und möchte eigentlich nur ihre Ruhe haben. Der Verlust ist schmerzhaft, obwohl Igor ein schwieriger Mensch und keineswegs ein vorbildlicher Ehemann war.
Dann erhält sie einen merkwürdigen Anruf, bei dem der Anrufer behauptet, dass Igor nicht durch einen Unfall gestorben wäre, sondern dass sie ihren Mann umgebracht hätte. Das ist aber erst der Anfang, es geschehen weitere äußerst merkwürdige Dinge in ihrem Haus. Abgesehen davon nistet sich auch noch ihre Familie - ihr Stiefsohn, ihre Stieftochter samt Familie und Ivors Exfrau - bei ihr ein.
Die hier dargestellten Situationen sind ebenso normal wie skurril. Die Charaktere verhalten sich teilweise ein wenig merkwürdig, wirken aber durchaus authentisch.
Der Schreibstil von Celia Fremlin ist einzigartig. Das Buch ist ebenso ein Thriller wie auch eine Charakterstudie. Diese Mischung aus unheimlicher Spannung, Humor, Sarkasmus, interessanten Charakteren und ungewöhnlicher Familiendynamik ist unterhaltsam und fesselnd.
Ich kann gar nicht glauben, dass das Buch bereits vor knapp 50 Jahren geschrieben wurde. Davon ist nichts zu merken. Es ist zeitlos und passt durch seine Atmosphäre gut in die Vorweihnachtszeit. Ich bin nun jedenfalls neugierig auf weitere Werke der Autorin.
Rezensionen von C. P.:
Unerwartete magische Abenteuer an der Akademie
Flüsterwald - Die magische Akademie. Gefährliches Zauberchaos (Flüsterwald, Bd. III-1) von Andreas Suchanek
Endlich ist es soweit und mit der dritten Staffel der Reihe startet für Lukas und Ella der Besuch in der magischen Akademie, wo sie auch frühere Freunde aus anderen Flüsterwäldern wiedersehen. Muss da noch erwähnt werden, dass Menok Rani, Elfe Felicitas und Aufpasserkatze Punchy ebenfalls einen Weg finden, um heimlich in die Akademie zu gelangen? Und das ist nicht die einzige Überraschung für Lukas und Ella, denn plötzlich spielt an der Akademie die Magie verrückt, die jeweiligen Kräfte werden zwischen den Kindern vertauscht und versehentlich werden sie plötzlich von riesigen Spinnen und Schlangen gejagt.
Wie können die Kinder dieses Chaos wieder auflösen? Und wer steckt hinter diesem magischen Anschlag?
Welch wunderbares Wiedersehen mit alten und neuen Bekannten. Natürlich jagt eine Überraschung auch diesmal wieder die nächste, es gibt jede Menge fantastische Details mit Wow-Effekt, spannende Szenen mit Oha- und Oops-Moment und noch vieles mehr. Rani steckt wieder in einem seiner Schübe, was für so manch lustige Szene sorgt. Und natürlich gibt es wieder neue Geheimnisse und unbekannte Gegner, welche uns wohl durch die gesamte dritte Staffel unterhalten werden. Es bleibt weiterhin spannend, abenteuerlich, lustig und einfach genial gut! Ein Buch, welches man nicht mehr aus der Hand legen mag.











