Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lies_ein_Buch:
Ganz besonders, detailverliebt und echtes Abenteuer
Verborgene Fabelwesen der Meere von Florian Schäfer
Gott ist dieses Buch schön. Ich mag wie die Texte auf alt gemacht sind und aussehen, wie mit Maschine getippt. Dazu die vielen Illustrationen und generell die erzählerische Form als Reisetagebuch- das Buch ist ein absolutes Gesamtkunstwerk. Allein das Durchblättern macht wahnsinnig Spaß und obwohl es ein zweiter Band ist, kann man es fantastisch unabhängig genießen.
Zum Inhalt:Konstantin O. Boldt ist gerade von seiner letzten Expedition zurück, da wartet quasi schon die nächste Mission auf ihn. An den Küsten Europas wurden wiederholt Meereswogen gesichtet, die die Menschen in Staunen und Schrecken versetzen. Boldt und seine Weggefährten brechen an Bord der Nautilus auf eine Reise zum Grund des Meeres auf.
Mir hat vor allem auch das vielfältige Bildmaterial gut gefallen, ganz besonders die wunderschönen, liebevollen Illustrationen, dir dem Leser nicht nur die Expeditionsgruppe selbst näher bringen, sondern auch all die Orte und Lebewesen, auf die sie während der Reise treffen.
Das Buch liest sich ganz wunderbar als eine Mischung aus Reisebericht, Fantasyabenteuer und Lehrbuch der Systematik aquatischer Lebewesen.
Ich musste erstmal rausfinden, wie ich das Buch für mich am besten lese, denn neben dem Fließtext gibt es viel Zusatzmaterial in Form von Anmerkungen, Notizen, Artikel und ähnlichem. Mir hat das gut gefallen, denn die Seiten laden zum Verweilen und Stöbern ein.
Ich werde definitiv auch noch das weitere Buch das Autoren lesen, denn man merkt wie viel Herzblut und Recherche auch in diesem Werk steckt. Die Verknüpfung von Mythen und Legenden mit der fiktionalen Expedition war einfach ein absolut lesenswertes Abenteuer, das mich sehr begeistert hat.
Rezensionen von Claudia R.:
SciFi für junge Leser
Angriff der Krao von Oskar Källner
Klappentext / Inhalt:
Elias und Alice verstehen die Welt nicht mehr: Eines Abends kommt ihre Mutter einfach nicht mehr nach Hause und ihr Vater soll etwas mit ihrem Verschwinden zu tun haben. Den beiden bleibt nichts anderes übrig, als sich selbst auf die Suche nach ihrer Mutter zu machen. Auf dem Weg begegnen sie einer merkwürdigen Kreatur, die sich als Brock vorstellt und sie auf sein Raumschiff namens Phönix bringt.
Brock sei ein alter Freund ihrer Mutter und brauche dringend Hilfe. Ihre Mutter wurde von einer gefährlichen Spezies namens Krao entführt. Während sie sich immer weiter vom Planeten Erde wegbewegen, beginnt für Alice und Elias nicht nur das Abenteuer ihres Lebens, sondern sie erfahren auch ein Geheimnis, das alles verändert, was die beiden jemals über ihre Familie gedacht haben...
Cover:
Das Cover ist spannend und interessant gestaltet. Man erkennt darauf einige der Charaktere und auch der Hintergrund ist toll umgesetzt. Stimmungsvoll wird man hier in das SciFi Genre eingeführt und dies ist hier optisch und auch farblich toll umgesetzt und erkennbar. Die silbernen Elemente im Titel wirken sehr stilvoll und passend.
Meinung:
Wundervolle junge SciFi Geschichte, die begeistert und fesselt. Schnell ist man im Geschehen und lernt die Geschwister Elias und Alice kennen. Die Story ist actionreich und rasant.
Zu viel möchte ich hier jedoch nicht verraten und halte mich daher mit weiteren Details dazu bedeckt.
Der Schreibstil ist angenehm und locker lesbar. Schnell ist man im Geschehen und auch in den Charakteren. Man findet sich gut in diese hinein und die Geschwister haben mir sehr gut gefallen. Die Geschichte nimmt schnell an Spannung auf und geht actionreich und rasant voran. Es wird abwechselnd aus der Sicht der verschiedenen Charaktere erzählt. Die Namen der Charaktere findet man jeweils zu Beginn der Kapitel bzw. Abschnitte. Die Kapitel haben eine angenehme und gute Länge. Ans Geschehen wird man schnell gefesselt und zudem auch sehr gut unterhalten.
Toll sind auch die Illustrationen welche teils im Comic-Stil verfasst sind und dadurch zusätzlich das Ganze sehr gut abrunden. Die bunten Illustrationen sind sehr schön gestaltet und setzen das Gelesene sehr gut um. Zudem sind die Illustrationen auch sehr stark und detailliert gezeichnet. Mich haben diese sehr angesprochen und mir sehr gut gefallen.
Ein wundervoller und gelungener Auftakt. In die Geschichte kommt man schnell hinein, die Charaktere sind toll beschrieben und das Ganze drumherum ist gut durchdacht und umgesetzt.
Toll fand ich auch die beigefügten Charakter Karten zum Sammeln. Mit jeden weiteren Band kommen mehr hinzu und man kann sich so zusätzlich ein Kartenspiel aufbauen.
Fazit:
Wundervolle SciFi Geschichte, für junge Leser, die begeistert und fesselt.
Rezensionen von Lies_ein_Buch:
Herbstliche Kleinstadt-Romance
Willow-Falls-Reihe, Band 1 - Take Me Home to Willow Falls von Greta Milán
Der Einstieg hat mir tatsächlich eher nicht so gut gefallen, weder der große Zeitsprung direkt am Anfang, da hätte man für meinen Geschmack die kleine Episode aus der Schulzeit direkt weglassen können, noch die absolut überdramatische Szene auf der Hochzeit. Die fand ich einfach total cringe, absolut unglaubwürdig und ich konnte das Verhalten absolut aller beteiligter Personen null nachvollziehen.
Die gesamte Situation wirkte zu gewollt und sehr konstruiert, irgendwie unnatürlich. Zum Glück legte sich das mit Cassies Flucht nach Willow Falls.
Ich habe das Buch als Hörbuch gehört, die Stimme des Sprechers war nicht mein Fall, aber dafür kann er ja nichts. Irgendwie hat sie nicht zu meiner Vorstellung von Jared gepasst. Auch seine Aussprache und Betonen bestimmter Worte hat mich teilweise gestört und war für mich anstrengend zu hören. Die Stimme der Sprecherin dagegen fand ich sehr angenehm.
Der Ort Willow Falls hat mir gut gefallen, auch wenn ich überrascht war, wie sehr der Skandal aus Montreal selbst bis dorthin übergeschwappt ist, sodass es anfangs für Cassie gar keine richtige Zuflucht war. Aber die ganze Fake-Dating Thematik hat mich dann insgesamt schon sehr angesprochen und im Handlungsverlauf wurde es dann auch etwas seichter, was den Drama-Faktor angeht. Und ich mochte, wie Cassie sich in Jareds Familie integriert und für seine Geschwister da ist. Obwohl auch Jareds Perspektive vertreten ist, fand ich, dass bei seiner Entwicklung ein bisschen Potential verschenkt wurde und generell hätten die Protagonisten für mich ein bisschen mehr Tiefe haben können. Das tut der Small-Town-Romance aber keinen Abriss.
Der Kleinstadtcharme kam hier richtig gut rüber, bis hin zu kitschigen Volksfesten war alles dabei, was es für das cosy Feeling braucht. Vor allem auch Szenen im Blumenladen mochte ich richtig gern und natürlich alles rund ums Thema Ahornsirup- für mich auch so ein absolutes Herbst- und Kanada-Topic, das hier richtig gut reinpasst.
Die Storyline ist natürlich sehr vorhersehbar, aber für einen gemütlichen Herbstroman finde ich das voll ok und es ist das passende Buch für eher seichte und gemütliche Lesestunden.
Rezensionen von Lies_ein_Buch:
Eine unterschätzte Frau ist gefährlich
Die Spielerin von Isabelle Lehn
Dieses Buch ist inspiriert von einer wahren Geschichte und genauso liest es sich- irgendwo zwischen Realität und Fiktion, wie eine Mischung aus Biografie, Reportage und Tatsachenroman. Ich hatte mir tatsächlich etwas anderes erwartetet und bin eher schwer in das Buch reingekommen, das mich bis zuletzt nicht ganz erreicht hat.
Zum Inhalt: A. Ist eine unscheinbare, junge Frau, die der ländlichen Heimat entflieht um in der Schweiz im Finanzwesen Karriere zu machen und sich bald in den Graubereich der Legalität begibt. Dass sie als Frau oft unterschätzt wird, spielt ihr in die Karten. Bis sie eben doch auffliegt.
Obwohl A. im Fokus der Handlung steht, ist sie eine passive Protagonistin, bleibt anonym und stimmlos, lebt nur in den Erinnerungen anderer, die sie belächeln, über sie urteilen, meinen sie zu kennen oder sich von ihr abwandten. Das Buch hat ein bisschen von einer Sozialstudie nach dem Motto „den größtem Vorteil für sich selbst aus jeglicher Situation herausschlagen“.
Erst im Zweiten Teil geht es tatsächlich mehr um A selbst. Geschildert wird die Flucht aus der dörflichen und familiären Enge und die Hoffnung, die mit dem neuen Leben verbunden ist. A bleibt trotzdem distanziert. Es dauert insgesamt sehr lange bis die im Klappentext so stark angeteaserte Handlung auf den Punkt kommt. Die Geschichte ist mehr ein Sittenbild des Bankenwesens der 90er Jahre als die tatsächliche Geschichte von A.
Ich fand es schwer einen Zugang zur Geschichte und zu A. zu finden. Vermutlich weil man nie ihre Perspektive auf das ganze Geschehen sieht, sondern sie immer fremdbestimmt und durch andere gezeichnet erscheint.
Durchaus interessant, aber so richtig abgeholt hat es mich nicht.
Rezensionen von C. P.:
Wettlauf gegen die Zeit nach Kindesentführung
Mit kaltem Kalkül von Michael Tsokos
Ein Achtjähriger verschwindet mitten in Berlin spurlos. Da der Junge mit seiner Mutter illegal im Land wohnt bittet sie den jordanischen Ex-Geheimdienstler Khalaf um Hilfe, statt zur Polizei zu gehen. Die Suche entpuppt sich zur Nadel im Heuhaufen, doch Khalaf findet eine heiße Spur. Als ein vor mehreren Jahren an derselben Stelle verschwundener Junge tot wieder auftaucht weiß Khalaf, dass wahrscheinlich nur noch die Hilfe der LKA-Ermittlerin Monica Monti das Leben des Jungen retten kann - und trifft eine wichtige Entscheidung.
Neben dem gewieften Ex-Spion und der energischen Ermittlerin spielt auch diesmal wieder die Rechtsmedizinerin Sabine Yao eine wichtige Rolle, auch wenn sie zunächst gar nichts von dem verschwundenen Jungen weiß. Ihre Expertise sowie die Schlussfolgerungen des Spions und der Ermittlerin sind jeweils für sich spannend zu lesen und mitzuverfolgen. Kurze Kapitel bieten einen schnellen Perspektivenwechsel, so dass ich bei jeder Handlung das Gefühl hatte, am Ball zu bleiben. Wobei die Handlung selbst auf rund eine Woche verteilt relativ straff gespannt ist. In Kombination mit Herrn Tsokos fokussiertem Stil und hier und da ein paar interessanten Details aus der Rechtsmedizin war auch das zweite Buch um Rechtsmedizinerin Sabine Yao ein herrliches Lesevergnügen. Bin gespannt auf den nächsten Fall.
Rezensionen von Lies_ein_Buch:
Auf ewig die Braut
The Fiancé Dilemma - Aller guten Dinge sind fünf von Elena Armas
Ich freu mich so, dass auch dieses Buch nochmal in Green Oak spielt, ich hab mich im letzten Band so sehr in diesen Schauplatz und die wunderbaren Figuren verliebt. Die Story ist wieder absolut charmant und herrlich witzig, gewürzt mit einer Prise Chaos und verheißungsvoller Spannung. Wieder ein absoluter Volltreffer.
Zum Inhalt: Josie ist Bürgermeisterin von Green Oaks, Cafébetreiberin und eine echte Powerfrau. Nur wenn es um die Liebe geht wird sie unsicher und so stand sie nicht nur einmal in den Scherben einer geplatzten Hochzeit, sondern viermal. Und als die Presse sich auf dieses Thema stürzt, fingiert Josie eine neue Verlobung mit Matthew, dem besten Freund ihrer Halbschwester.
Die Prämisse für diesen Liebesroman fand ich ehrlich gesagt mehr als unglaubwürdig und besonders auf den ersten Seiten hat mich das tierisch an Josie aufgeregt, dass sie so ein Peoplepleaser ist und nicht dafür einstehen konnte, eine alleinstehende Frau zu sein, die auch mal Fehler macht.
Lässt man das aber mal außer acht, dann haben Matthew und Josie eine tolle Chemie, die bei mir als Leser absolut angekommen ist. Eigentlich mag ich Fake Dating als Trope sehr gerne, aber hier fand ichs wirklich übertrieben, wie sie absolut jeden anlügen. Das daraus entstehende Chaos ist natürlich unterhaltsam, keine Frage. Aber auf der charmanten Herzlichkeit-Skala hat das Buch dadurch bei mir Punkte eingebüßt.
Ich mochte die schnellen kurzen Kapitel, auch wenn ich dadurch manchmal gedanklich noch in einer Situation festhing, die dann relativ abrupt aufgelöst wurde. Und was ich absolut genial fand, ist wie hier durch die Blume auch ein sehr kritischer Blick auf (soziale) Medien geworfen wurde.
Ich hab dieses Buch wieder genossen, geschmunzelt und geschmachtet. Für mich war das wieder Romcom vom feinsten.
Rezensionen von Lies_ein_Buch:
Absolut herrliches Lesevergnügen
Auf gefährlich sanfte Art von Antoine Laurain
Das Buch kommt tatsächlich nur mit knapp 200 Seiten daher, war aber perfekt, um mich aus einer kleinen Leseflaute herauszuholen. Ich bin zwar bei so dünnen Büchern immer skeptisch, aber dieses hat es faustdick hinter den Ohren und mich auf den wenigen Seiten absolut erheitert und begeistert.
Zum Inhalt: Psychoanalytiker Doktor Faber soll seiner neuen Patientin Nathalia durch eine schere Krise helfen.
Die Fotografin meint ihr Talent verloren zu haben, nachdem sie einen Mord fotografiert hat, aber sie weigert sich darüber zu sprechen. Mit einer kleinen Schreibübung, in der Nathalia Geschichten über ihre Nachbarschaft erzählt, soll sie sich öffnen. Und offenbart dabei so viel mehr.
Ich mochte die Erzählweise total gerne- die Geschichten innerhalb der Geschichte, irgendwo zwischen Realität und Fiktion schwankend, gleichzeitig alles und nichts bedeutend. Ich fand sie nicht nur angenehm und einnehmend zu lesen, sie war auch wunderbar vielschichtig und berührend. Gleichzeitig fand ich es total spannend herauszufinden, was dahinter steckt und was Nathalia versucht zwischen Lügen und Tatsachen zu vermitteln.
Ich mochte diese Form des gezielten Voyeurismus- die Einblicke in Existenzen zwischen Triumph und Niederlage, am Scheideweg ihres Lebens. Und ich empfinde es es spannendes, psychologisches Experiment wie Nathalia mit ihren Geschichten den Spieß umdreht und damit wenig über sich selbst aber viel über den Doktor preisgibt, der sich durch seine Reaktionen auf das Gelesene interessierter zeigt, als er vielleicht sollte.
Die Geschichte ist fast ein bisschen schelmisch, um nicht zu sagen auf intrigante Art perfide, bietet einen hohen Unterhaltswert und ist trotzdem auf das simpelste runtergebrochen. Sie kommt ganz ohne Tand daher und ist trotzdem absolut mitreißend. Ich mochte dieses kleine Katz- und Maus Spiel sehr gerne und fand auch das Ende einfach ausgezeichnet. Hat mir richtig gut gefallen und ich empfehle es gerne weiter.
Rezensionen von nessabo:
Eine Umarmung von Buch mit toller Tiefe
9 Grad von Elli Kolb
Was für ein großartiger, warmer und tiefgründiger Debütroman! Er hat mich schon vom Klappentext her angesprochen und obwohl oder gerade weil es um so viel mehr geht als um Eisbaden, habe ich ihn unglaublich gern gelesen.
Ein Kernelement des Romans ist die Freund*innenschaft zwischen Josie, Rena und Anton, welche für sich stehend schon absolut wholesome ist.
Die drei akzeptieren sich in ihren Unterschieden, sind einander absolut loyal und sprechen einfach über Konflikte. Und auch die Figuren selbst, später ergänzt um Lee, sind divers, authentisch und enorm vielschichtig.
Die übergeordneten Gegensätze im Buch sind subtil und bemerkenswert. Während Anton eher unkompliziert im Moment verweilen will und sich als eine eher reservierte Person entpuppt, hat Rena Freude an aufregenden Dingen und führt ihre Freund*innen daher auch an das Eisbaden heran. Die geschilderten Bewusstseinszustände sind für sich genommen schon eindrücklich, doch es geht noch um viel mehr - vor allem für Josie. Die struggelt nämlich mit ihrem Körper und hat gleichzeitig oft das Gefühl, Dinge für andere Menschen tun zu müssen, was sie weiter von ihren eigenen Körperempfindungen entfernt. Besonders Josie hat mich an einem schmerzlichen Punkt getroffen, weshalb ich emotional sehr involviert war. Toll fand ich hierbei auch, dass Elli Kolb den Körper ihrer Protagonistin nicht sonderlich detailliert beschreibt und damit eine Projektionsfläche für viele Menschen bietet. <3
Rena ereilt im Laufe des Romans ein Schicksal, das die Figur noch einmal von einer ganz anderen Seite darstellt. Das Ende kam mir einen Ticken zu plötzlich, da hätte ich gern noch 30-50 Seiten mehr gelesen. Doch ingesamt habe ich nur Positives zu diesem Roman zu sagen! Es werden so einige Themen behandelt, die gesellschaftlich besonders auch junge Menschen beschäftigen. Ob nun eine allgemeine Kritik am Leistungsdruck oder der überall durchscheinende Sexismus - das Buch schafft es, weder oberflächlich noch erdrückend schwer zu sein. Ein besonderes Lob möchte ich für die authentische Darstellung von Depressionen aussprechen, auch wenn mir da Triggerwarnungen phasenweise lieb gewesen wären.
Ein Buch für alle, die vielleicht auch um ein Zurückfinden in die eigene Körperlichkeit kämpfen und weg wollen vom ständigen externen Blick. Ganz toll, eine Leseempfehlung von Herzen! <3
Rezensionen von Lies_ein_Buch:
packende, dramatische Fortsetzung
Das Herz des Verräters von Mary E. Pearson
Der erste Band der Chroniken der Verbliebenen war ein unerwartetes Highlight für mich, das vor allem durch das großartige Setting und seine starke weibliche Protagonistin bestochen hat. Und dieser weite band steht dem Auftakt in nichts nach, sondern knüpft nahtlos daran und und legt in Sachen Charakterentwicklung sogar nochmal eine Schippe drauf.
Sehr starker Folgeband.
Zum Inhalt: nachdem Prinzessin Lia nach Venda entführt wurde, versucht sie zusammen mit Rafe, der sich als Abgesandten des Prinzen von Delbreck ausgibt, an einem Fluchtplan zu arbeiten. Und während Lia nach Verbündeten sucht und zunehmend mehr über das raue Leben in Venda lernt, erwacht auch ihre Gabe immer mehr in ihr.
Venda fand ich als Setting richtig cool. Man hat als Leser dieser Reihe ja schon einiges an Schauplätzen erlebt, aber die Beschreibungen der Stadt, der Dörfer und der Lebensumstände des Volkes waren sehr anschaulich. Auch dass man mehr über die Geschichte und Traditionen von Venda erfährt und darüber, wie es regiert und geführt wird, war sehr interessant mit der Geschichte verwoben. Also in Sachen Worldbuilding ist die Autorin einfach absolut grandios.
Ich bin immer noch nicht unbedingt Fan der Einschübe rund um die Geschichte von Morrighan, was vielleicht auch daran liegt, dass sie im eBook ein merkwürdiges Format hat. Aber da sie nicht allzu viel Raum einnimmt, hat mich das nicht weiter gestört. Ansonsten liest sich das Buch wieder sehr flüssig, ist sehr bildhaft geschrieben und voller besonderer Charaktere, die einem ans Herz wachsen.
Neben bekannten Charakteren aus dem ersten Band, treten auch ein paar neue Figuren auf den Plan, die hier stärker in den Fokus rücken. Nicht alle davon sind Lia davon wohlgesonnen und so bleibt es durchgehend interessant, welche Allianzen Lia schmieden kann und wo sie sich potentielle Feinde macht. Ähnlich wie im ersten Band wird auch hier die Geschichte wieder hauptsächlich aus Lias Perspektive erzählt, andere wie die von Kaden oder auch Pauline führen den Leser weg von der Haupthandlung, was ich nicht benötigt hätte. Hier wurde zwar versucht ein umfassenden Bild zu geben, aber dafür sind diese episodenhafte Einschübe einfach zu kurz. Trotzdem war es natürlich schön, aber über den Verbleib der Nebencharaktere ein paar Infos zu bekommen.
In Sachen Lovetriangle hat mir tatsächlich Band 1 ein bisschen besser gefallen, ich fand da gab es hier nicht mehr viel Entwicklung, wobei es natürlich die eine oder andere überraschende Wendung gab. Was mir in diesem Band besonders gut gefallen, war die Charakterentwicklung von Lia. Nicht nur, wie sie sich in Venda einlebt und mit den Kindern umgeht und sich den Clans gegenüber verhält, sondern wie sie sich Gedanken macht, selbst etwas bewirken zu können. Sie ist in diesem Band mehr als nur ein Symbol, sie entwickelt sich zu eine rechten Königin. Auch alles rund um Lias Gabe fand ich in diesem Band nochmal deutlich spannender angelegt.
Ich fand diesen zweiten Band sehr gelungen, der quasi nahtlos an die Handlung von Band 1 anknüpft. ich bin jetzt natürlich entsprechend gesapnnt auf das große Finale des Abschlussbandes.
Rezensionen von Lies_ein_Buch:
Sehr persönlich, sehr subjektiv
Truboy von Anuschka Roshani
Das Buch wurde als literarische Detektivgeschichte rund um das Leben des berühmten Autors Truman Capote beworben. Ich muss aber sagen, dass die Suche nach dem verschollenen Manuskript eher in den Hintergrund getreten ist, vielmehr waren es sehr Subjekte Einblicke in das Leben des Autors, untermauert von Interviews mit Capotes Weggefährten.
So richtig überzeugt und abgeholt hat mich das Buch zwar nicht, es macht aber zumindest neugierig auf das Leben und die Werke Capotes.
Die Verehrung der Autorin für Truman Capote schwingt in den Seiten ganz eindeutig mit, wodurch ich die Einblicke in sein Leben als eher einseitig empfinde. Auch fand ich die Erzählart der Autorin zwischenzeitlich sehr inkonsistent, was Sprache und Ausdrucksweise angeht. Auch dass die Autorin sich selbst neben Capote ins Zentrum der Erzählung stellt, war noch unbedingt mein Geschmack. Ich bin hier nicht sicher, was das Buch eigentlich sein will- Unterhaltsungslektüre, Biografie, persönlicher Essay- alles irgendwie denkbar und dadurch gleichzeitig aber nichts von alledem in Perfektion.
Vor allem gegen End war ich auch etwas ernüchtert und hatte das Gefühl, dass das Buch das im Klappentext angeteaserte Thema rund um das Manuskript irgendwie verfehlt hat. Unter einer Detektivgeschichte hatte ich mir dann doch etwas völlig anders vorgestellt. Für mich hat das Buch hauptsächlich durch die mehr und minder eigenwilligen Anekdoten aus dem bewegten Leben Capotes brilliert. Das Buch macht Lust sich eingehender mit dem Autor und seinem Leben zu beschäftigen.
Es ist kein Buch was man mal eben so wegliest und hätte mir vielleicht auch eine andere Struktur/ Aufteilung gewünscht, um mich im Buch besser orientieren zu können. Ich fand nicht alle Interviewpartner interessant, andere dafür sogar eigentlich sogar spannender als Capote um den sich hier alles dreht. Teils mitreißen und teils anstrengend zu lesen, war es ein Buch, dass mich sehr zwiegestalten zurücklässt.











