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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Lealein1906:

Toll zum Ersten Lesen

Leserabe 1. Lesestufe Kurz und leicht - Eine Prinzessin im Apfelbaum von Iris Tritsch


Den Leseraben kennen wir schon, das ist unser erstes Buch aus der Reihe "kurz + leicht", und wir fanden es sehr gelungen. Der Mix aus leichten Sätzen, interessanter Geschichte, tollen Illustrationen und abwechslungsreichen Rätseln überzeugt, deswegen vergeben wir gerne fünf Sterne.
Zunächst zu Geschichte: die ist (natürlich eher für kleine Mädchen, aber sicher nicht nur) sehr schön erdacht, mit Prinzessin, Wolkenschloss und magischer Flöte.

Die Illustrationen sind wirklich herzallerliebst, mit schönen Details, leuchtenden Farben und süßen Figuren. Die Sätze sind wie versprochen kurz und leicht, zwischendurch auch mal in Sprechblasen. Die Kapitel sind auch kurz, sodass es nicht zu anstrengend für die "Neuleser" wird.
Wie immer mit dabei sind die Leserabenaufkleber, das Konzept der Rätsel ist allerdings etwas anders als uns bekannt. Während es zuvor eher darum ging, das Leseverständnis abzufragen, sind die Rätsel hier vor den Kapiteln, um schon mal die schwierigeren Wörter kennenzulernen, sodass diese später beim Lesen kein Problem mehr bereiten. Sehr innovativ. Am Ende gibt es wie gewohnt das Rabenposträtsel.
Uns hat das Konzept überzeugt, die Aufkleber sind wie immer ein schöner Ansporn, auch ein schönes Geschenk zum Schulanfang.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Hat mich nicht ganz überzeugt

Die blinde Zeugin von Volker Dützer

Dieses Buch ist 2015 erstmals unter dem Titel „Treibsand“ erschienen und ist ein rasanter und facettenreicher Thriller, in dem fast jeder der Protagonisten ein Geheimnis hat.

Die junge Trickbetrügerin Samantha „Sammy“ Baring wird Zeugin eines Mordes und gerät dadurch in Lebensgefahr. Zur Polizei gehen ist nicht möglich, zumal ein hochrangiger korrupter Polizist die schützende Hand über den Täter hält.

Es scheint, als ob lediglich der ehemalige Polizist Jan Stettner der jungen Frau helfen könnte. Doch der hat wenig Lust, seinem früheren Vorgesetzten zu begegnen. Doch dann siegt die Vorstellung, es endlich dem intriganten Vorgesetzten heimzahlen zu können.

Noch wissen beide nicht, worauf sie sich einlassen ...

Meine Meinung:

Ich lese gerne Volker Dützers Kriminalromane. Besonders jene historischen, die im Umfeld des Zweiten Weltkrieges angesiedelt sind, habe ich verschlungen.

Dieser hier hat mir nicht ganz so gut gefallen. In einigen Szenen wird ein bisschen zu dick aufgetragen. Dass sich ein Firmenchef als Alleinherrscher über ein Dorf aufspielt und Abhängigkeiten erzeugt, habe ich schon öfters gelesen. Manches liest sich wie die Feudalherrschaft des Mittelalters mit Frondiensten. Entweder man macht das, was der Boss will, oder man bekommt im ganzen Umkreis keinen Fuß mehr auf den Boden. Von den Eingeschüchtert hat das niemand ausprobiert, so dass der Wahrheitsgehalt nicht überprüft werden kann.

Der Titel ist irreführend, denn Sammy verliert auf Grund eines Brandanschlags für einige Zeit ihr Sehvermögen. Kaum aus dem Krankenhaus entlassen sind die Brandwunden im Gesicht und am Körper super verheilt und machen keine Beschwerden. Wer jemals eine größere Verbrennung zweites Grades gehabt hat, wird wissen, dass damit nicht zu spaßen ist.

Fazit:

Dieser Thriller hat nicht ganz meine Erwartungen erfüllt, daher bekommt er 4 Sterne.

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Rezensionen von Gilasbuecherstube :

Schöner Fantasy Roman

Kiss of Nightmares von Laura Nick

Mina weiß, dass sie ein Wesen der Nacht ist, doch ihre Eltern habe sie auf die bevorstehende Verwandlung und ein Leben als Vampirin nie vorbereitet. Als sie dann plötzlich bei einem Autounfall getötet werden, ist Mina auf sich allein gestellt. Sie macht sich deshalb auf die Suche nach Antworten und klappert alle Clubs in London ab, in denen die Wesen der Nacht anzutreffen sind.

Allerdings vergebens. Doch dann macht ihr ein Fremder namens Oliver Williams ein Angebot. Er bietet ihr nicht nur ein Stipendium an seiner Night Academy an, sondern auch, ihr bei ihrem bevorstehenden Erwachen zu helfen und sie auf das Leben als Vampirin vorzubereiten. Denn diesen Prozess überleben viele Vampire nicht. Mina hat keine andere Wahl und geht auf das Angebot ein. Sie ahnt nicht, dass sie nicht nur zwischen die Fronten geraten wird, sondern auch ihr Herz an jemanden verlieren wird, der es vielleicht nicht so gut mit ihr meint..

Das Cover gefällt mir sehr gut. Es ist sehr dunkel gehalten und vermittelt eine düstere Atmosphäre.
Der Klappentext hat mich sofort neugierig gemacht und bei den Stichworten Vampire, Academy und bei einem Setting an der schottischen Küste, kann ich eh nicht widerstehen.
Nachdem ich in letzter Zeit überwiegend Fantasy-Reihen gelesen habe, freute ich mich außerdem darauf, mal wieder ein Einzelband in den Händen zu halten.

Der Schreibstil machte es mir leicht in das Buch einzutauchen und ich konnte der Story gut folgen. Allerdings verlief die Handlung etwas anders als erwartet. Ich hatte damit gerechnet, das der Plot auf das Erwachen von Mina hinausläuft, aber damit war ich auf der falschen Fährte.
Ich möchte jetzt nicht zu viel verraten, um nicht zu spoilern, deshalb gehe ich nicht ausführlicher darauf ein.

Gut gefallen hat mir, dass die Vampire nicht so blutrünstig sind, wie es oft in Vampir-Geschichten der Fall ist. Mina ist eine starke Protagonistin, die weiß, was sie will. Obwohl sie plötzlich ganz allein dasteht, lässt sie sich nicht unterkriegen. Doch sie besitzt auch Schwächen, die sie menschlich machen.
Oliver war lange Zeit undurchschaubar, aber das machte die Geschichte auch so interessant. Warum hat er Mina das Stipendium überhaupt angeboten? Was ist sein Ziel? Ich habe Kapitel für Kapitel verschlungen, um Antworten auf meine Fragen zu bekommen.
Das Knistern zwischen unseren beiden Hauptfiguren war gut spürbar und alle Fans von Enemies to Lovers kommen auf jeden Fall auf ihre Kosten.
Am Ende ging jedoch alles ziemlich schnell und ich war etwas enttäuscht.

Bei einem Einzelband finde ich es schön, wenn es ein Epilog gibt, der einen kurzen Einblick in die Zukunft gibt, doch leider fehlte auch dieser.

Fazit
Eine schöne Fantasy-Story, die man wunderbar zwischendurch lesen kann und die ich gerne allen Enemies to Lovers Fans weiterempfehle. Dafür gibt es gute 4 Sterne

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Rezensionen von Marie aus E.:

Richtig lecker und abwechslungsreich

What I eat in a day von Sarah Franssen

Das neue Jahr ist da und damit auch wieder viele gute Vorsätze.
Auch ich bin wieder mit dabei.
Abnehmen und hungern oder Verzicht auf Kohlenhydrate, das ist nichts für mich. Deshalb war ich sehr auf das neue Buch gespannt, das Wert auf Gerichte, die lecker sind und satt und glücklich machen. Klingt gut!

Und tatsächlich es das auch.

Das Buch startet mit einem wirklich kurzem Basic-Teil und danach geht es auch gleich zu den Rezeptvorschlägen.
Die Gesamtkalorienzufuhr variiert zwischen 1.300 und 1.800 Kalorien und kann individuell noch mit Beilagen, Snacks o.ä. erhöht werden, falls der individuelle Bedarf ein anderer ist.

Zu Beginn gibt es eine Einkaufsliste, getrennt nach Woche eins und zwei. Das ist richtig praktisch.

Dann starten die beiden Wochen. Es gibt jeweils vier Mahlzeiten, Frühstück, Mittagessen und Abendessen und dazu noch einen Snack, der schön üppig ist und fast die gleiche Kalorienanzahl hat wie die Hauptmahlzeiten. Damit kommt man dann gut über den Tag.

Sehr gut gefällt mir auch das lockere Konzept. Es gibt keine Verbote a la "kein Essen nach 17 Uhr", keine Fastentage, keine Cheatdays.
Es gibt einfach jeden Tag durchweg leckeres Essen.

Das hebt es mich auch von anderen Diätbüchern ab - mir schmeckt hier fast alles! Das kenne ich so nicht. Und die Rezepte wirken auch überhaupt nicht nach Diät, sie sind alle absolut ansprechend und bei vielen davon kann ich problemlos die Familie mit integrieren.

Allerdings ist es nicht ganz unaufwändig, gerade das Frühstück mit Apfel-Pancakes oder einem Apfel-Schoko-Kuchen kann ich nicht mal schnell vor der Arbeit machen. Die Bowls und Smoothies klappen da schon eher.
Diverse Currys eignen sich auch gut zum Meal-Prep, da muss man als Berufstätige die Vorschläge danach etwas umstellen. aber das geht gut. Die aufwändigeren Gerichte oder die man nicht vorbereiten kann, gibt es dann am Wochenende.

Insgesamt bin ich richtig begeistert, weil es genussvolles Essen bietet und keinen Verzicht. Super!

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Rezensionen von Ruth:

Herausragender historischer Roman

Die Lungenschwimmprobe von Tore Renberg

Der norwegische Schriftsteller Tore Renberg hat mit „ Die Lungenschwimmprobe“ seinen ersten historischen Roman vorgelegt. In seiner Heimat wurde er dafür gefeiert und auch in Deutschland dürfte er damit erfolgreich sein, spielt doch die erzählte Geschichte in Sachsen, vorrangig in Leipzig, Ende des 17.

Jahrhunderts.
Die Schrecken des Dreißigjährigen Krieges sind noch lange nicht vergessen und auch nicht die Pest, die erst vor kurzem die Stadt heimgesucht hat.
Der Roman fußt auf einem historisch verbrieften Fall. Im Herbst 1681 bringt die ledige 15jährige Anna Voigt ein Kind zur Welt. Zusammen mit ihrer Mutter, die völlig überrascht von der Schwangerschaft ihrer Tochter war, vergraben die beiden das Totgeborene. Dienstboten, die das Kind ausgraben, bringen den Fall zur Anzeige. Nun sieht sich das Mädchen mit dem Vorwurf der Kindstötung konfrontiert, die Mutter ist als Mittäterin ebenfalls angeklagt. Nach dem damaligen geltenden Recht, der „ Constitution Criminalis Carolina“ droht ihr damit der Tod, durch lebendiges Begraben, durch Pfählen oder Ertränken. Dafür ist aber ihr Schuldeingeständnis erforderlich, was notfalls durch Folter erzwungen wird.
Anna ist aber die Tochter eines wohlhabenden Gutsbesitzers, der über die nötigen Mittel verfügt und sich einen angesehenen Rechtsgelehrten leisten kann. Der Vater beauftragt den Leipziger Rechtsanwalt Christian Thomasius, einen streitbaren Juristen, der sich mutig gegen die herrschende Obrigkeit stellt. ( Thomasius, eine historisch bedeutsame Figur, gilt als Wegbereiter der Aufklärung in Deutschland und war einer der Gründungsväter der Universität Halle.) Dieser kann sich in seiner Beweisführung auf die „ Lungenschwimmprobe“ stützen. Denn bei den ersten Untersuchungen des toten Kindes war der Arzt Schreyer zugegen, der bei Annas Kind diese neue Untersuchungsmethode anwendet. Sinkt die Lunge nach der Autopsie im Wasser, ist das Kind totgeboren, sinkt sie nicht, enthält sie Luft, dann hat das Kind gelebt. Die titelgebende Lungenschwimmprobe markiert den Beginn der modernen Rechtsmedizin.
Obwohl das Ergebnis Annas Aussage stützt, ist Anna noch lange nicht gerettet. Der Prozess zieht sich über Jahre hin, zu viele Widersacher machen dem Verteidiger die Arbeit schwer und Annas Leid immer größer.
Um ein differenziertes Bild zu bekommen, erzählt Tore Renberg aus verschiedenen Perspektiven. So leidet der Leser nicht nur mit der angeklagten jungen Frau, sondern liest ebenso von der Verzweiflung und den Rachegedanken des Vaters, verfolgt die Bemühungen des Rechtsanwalts und erfährt viel über das Leben und die Arbeit eines Scharfrichters. Auch schaltet sich hin und wieder der Autor selbst ein, lässt uns in die Zukunft der Figuren blicken, zeigt auf, wo er den Bereich der Fakten verlässt und macht seine Faszination für das Thema spürbar.
Dabei zeichnet er seine Figuren facettenreich und ambivalent. So ist sein Thomasius nicht nur ein kluger Kopf, der sich dem Fortschritt und der Aufklärung verschrieben hat, sondern auch eitel und aufbrausend
Mein einziger Kritikpunkt an diesem außergewöhnlichen historischen Roman ist der Rachefeldzug des verbitterten Vaters. Dieser genau beschriebenen Gewaltexzesse hätte es nicht bedurft.
Recherchiert hat der Autor über fünf Jahre lang, nicht nur in zahlreichen Archiven und im Austausch mit Wissenschaftlern, sondern auch ganz konkret vor Ort.
Lesenswert ist ebenso noch der Anhang, der online abrufbar ist ( per QR-Code oder per Link ), in dem die Kurzbiograhien aller historischer Personen aufgeführt werden, sowie historisches Bildmaterial und sämtliche Quellenangaben.
„ Die Lungenschwimmprobe“ ragt aus der Masse an historischen Romanen heraus, denn hier ist der historische Hintergrund nicht nur Kulisse für eine spannende Geschichte. Tore Renberg lag es vielmehr daran, ein authentisches Bild dieser Zeit zu vermitteln, einer Zeit, in der traditionelles Denken auf Wissenschaft und Rationalismus trifft. Dabei erfährt der Leser vieles über die damaligen gesellschaftlichen Verhältnisse, über die Macht der Obrigkeit und der Kirche, das geltende Rechtssystem und die Stellung der Frau.
Mit seinen über 700 Seiten, mit seinem detailreichen Sachwissen und seinen Zeiten- und Perspektivwechseln , sowie einer Sprache, die sich der barocken Zeit anpasst, ist es aber kein leicht zu konsumierendes Buch, sondern erfordert die volle Aufmerksamkeit des Lesers.
Fazit: Nicht nur für historisch Interessierte ein äußerst lesenswerter Roman!

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Rezensionen von Anno:

Großartiges Buch mit tollen Effekt-Seiten

Wieso? Weshalb? Warum? Leuchte und entdecke - Einsatzkräfte von Carola von Kessel

Wir lieben die Wissensbücher der Wieso? Weshalb?Warum?-Reihe, doch dies ist unser erstes „leuchte und entdecke“-Buch. Und ich muss sagen, dass ich diesen Effekt wirklich großartig finde! Statt einer normalen Taschenlampe kommt dabei eine aus Karton zum Einsatz (zu finden im hinteren Teil des Buches), die zwischen eine bunt bedruckte Folie und einer schwarzen Seite gelegt wird.

Der „Lichtkegel“ dieser Taschenlampe macht dabei immer nur ein Teil der abgebildeten Szene sichtbar, was tatsächlich den Eindruck vermittelt im Dunkeln etwas anzuleuchten. Toll! Dadurch ergibt sich ein spannendes Spiel, was Kinder sehr fasziniert und sie lange auf den Seiten verweilen lässt.
Aber auch das Thema „Einsatzkräfte“ ist äußerst interessant und abwechslungsreich dargestellt. Das Buch zeigt und erklärt kindgerecht verschiedenste Bereiche dieser Berufssparte. Dabei wurden sogar Wasserwacht, THW und Bergrettung Kapitel gewidmet. Dadurch trifft man auf unterschiedlichste Aufgaben, Fahrzeuge und Entdecker-Szenen. Die erklärenden Texte dazu sind knapp und sehr gut, wodurch die Aufmerksamkeit des Kindes nicht überfordert wird und viel Zeit zum Erforschen bleibt.
Auf mich macht dieses Buch einen überaus durchdachten Eindruck. Alle Eigenschaften des Buches- ob Thematik, Optik, Robustheit oder Spielprinzip- im Mittelpunkt scheint steht’s das Kind zu stehen. Und dies zahlt sich aus! Mein Kind ist absolut begeistert und sehr, sehr glücklich über dieses Buch und beschäftigt sich gern und ausdauernd damit. Aber auch mir macht es Freude daraus vorzulesen und mit dem Kind die verborgenen Geheimnisse zu entdecken. Schön ist auch, wie man dabei unweigerlich ins Gespräch kommt und ein aktives Miteinander entsteht.

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Rezensionen von Natalie:

Gelungener Auftakt mit etwas Luft nach oben

Racheritual von Ethan Cross

Baxter Kincaid, der vor 10 Jahren den Ravenkiller hinter Gitter gebracht hat, hat mittlerweile den aktiven Polizeidienst quittiert und arbeitet mit einer Partnerin als Privatdetektiv. Immer noch kann er aber die Finger nicht von den übelsten Tätern lassen und versucht mit seiner unkonventionellen Art diese zu überführen.

Als wieder Opfer mit geritzten Rabensymbolen auf der Stirn in San Francisco auftauchen, stellt sich die Frage, wer das grausame Werk fortführt…

Ein Thriller, bei dem die alte nordische Mythologie, die Wikinger, Odin und Walhalla eine zentrale Rolle spielen, finde ich eine sehr spannende Idee. Ethan Cross hat es meines Erachtens dabei sehr gut geschafft, diese alten Rituale, die Grausamkeit der damaligen Wikinger in die Gegenwart zu transportieren und darauf einen überaus fesselnden Thriller aufzubauen. Sowohl den Ravenkiller mit seinem Gefolge, als auch die anderen Hauptcharaktere rund um Baxter finde ich gut gezeichnet, es wird ausreichend Raum gegeben, sie kennenzulernen. Dadurch sind ein paar kleine Längen entstanden, welche ich für einen ersten Band einer neuen Reihe aber nicht überbewerte. Das Setting hat zu Spannung beigetragen und auch der Aufbau als auch die Auflösung des Falls waren wendungsreich und gut gelöst. Alles in allem ein Reihenauftakt, der vielversprechend ist, mit noch etwas Luft nach oben. Darauf freue ich mich im zweiten Band. Leseempfehlung von mir.

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Rezensionen von Katharina:

Bin positiv überrascht

Say you swear von Meagan Brandy

Also dieses Buch hat mich echt positiv überrascht. Ich hätte nicht gedacht, dass es mir tatsächlich gefallen würde, weil Romance nicht mein präferiertes Genre ist, aber ich fand Say You Swear echt nicht schlecht. Doch erstmal zum Cover, es sieht super schön aus und catcht einen sofort. Inhaltlich geht es um Arianna, der von ihrer ersten großen Liebe das Herz gebrochen wird.

Dann tritt ein neuer Mann in ihr Leben, doch die Frage ist, ob sie ihre erste Liebe wirklich vergessen kann. Mir haben die Charaktere alle ganz gut gefallen, Ari ist echt liebenswert, Noah super herzlich und auch Chase hat eine charmante Art, obwohl er zwischendurch nicht weiß, was er will. Was ich auch mochte waren die verschiedenen Perspektiven, sowas habe ich persönlich am liebsten. Der Schreibstil ist schön flüssig und emotional und insgesamt ist das echt eine nette New-Adult Geschichte.

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Rezensionen von Petra Sch.:

toller Auftankt einer gruselig-humorvollen Reihe

Die Geisterhelfer - Traue sich, wer kann! von Tina Blase

Im Auftakt der Geisterhelfer-Reihe lernen wir den 10jährigen Leo Helsing Krüger und die 12jährige Antonia Murkwitz kennen, von denen es auch zu Beginn der Geschichte einen Steckbrief gibt.
Leo wurde eigentlich nach dem mutigen Vampirjäger benannt, doch er hat - im Gegensatz zu diesem - leider sehr viel Angst, vor allem im Dunkeln.

Und er fühlt sich ständig beobachtet und verfolgt.
Besonders gruselig findet er den Keller des Hauses, in das Leo mit seiner Familie erst neu eingezogen ist.
Und das Nachbarmädchen Antonia hat wohl auch nicht mehr alle Tassen im Schrank: ständig läuft sie komplett schwarz bekleidet herum, und sie verbringt ihre Zeit gerne am Friedhof!?!

Als Leo, um in seiner Klasse neue Freunde zu finden, bei einem Fußballspiel zusagt, wird es für ihn richtig gruselig. Denn der Fußballplatz liegt direkt neben dem Friedhof, und als der Ball über die Mauer fliegt und Leo diesen holen muss, lernt er drei gruselige Alte kennen, die seltsam grünlich-schimmern.

Es ist einfach wundervoll zu verfolgen, wie Leo mithilfe von Antonia seine Gabe, Geister zu sehen, akzeptieren kann und seine Angst nach und nach ablegt. Und dann sogar merkt, dass erstens - Antonia zwar anders ist, aber ihr Herz am rechten Fleck hat und genau dieses Anderssein ihm geholfen hat, und sie ihm eine richtig gute Freundin geworden ist - und zweitens - er überhaupt keine Angst vor den Geistern haben muss. Im Gegenteil, diese sind höchsterfreut, dass ein Mensch sie hören und sehen kann (ich kann Antonia sooo gut verstehen, dass sie auf diese Gabe total neidisch ist) und dass dieser Mensch ihnen bei diversen Problemen helfen kann.

So geschieht es auch in diesem Band, Leo und Antonia helfen den drei Geistern Agathe, Ferdinand und Harry bei einem Problem mit einem nervigen Jung-Geist; und gleichzeitig aber auch diesem polternden neuen Geist und dessen lebender Familie. Einfach nur wundervoll zu verfolgen und mit viel Humor gespickt.
Auch das Thema Trauerbewältigung für Kinder wird so recht gut verarbeitet.
Einige detailreiche schwarz-weiß Illustrationen, teilweise seitenfüllend, auf denen es viel zu entdecken gibt, untermalen das Gelesene.


Fazit:
Eine wundervolle, gruselig-humorige Geschichte über zwei taffe Geisterjäger (ok, einer musste erst mutig werden), in der wichtige Themen verarbeitet werden. Ich freue mich schon auf den Folgeband!

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Rezensionen von Chrystally:

Raue Schwedin

Als wir im Schnee Blumen pflückten von Tina Harnesk

Das Gemälde auf dem Cover von „Als wir im Schnee Blumen pflückten“ lässt einen sofort die unendliche Weite Schwedens spüren, wo dieses Buch spielt. Wir begleiten Marridja, die sich nach einer terminalen Diagnose auf die Suche nach ihrem Neffen macht.
Harnesk hat das Erzähltalent ihrer samischen Vorfahren geerbt.

Wir tauchen tief in Mariddjas Denken und Erleben ein – ihre harte, aber herzliche Liebe zu ihrem dementen Mann, ihre unantastbaren Wertvorstellungen und Selbstbild, ihre naiven Versuche, ihren Neffen wiederzufinden, ihre mutige Aufarbeitung der schwierigen Beziehung zu ihrer Schwägerin, ihr trotziger Lebenswille, ihre eigenwillige Herangehensweise an moderne Technik – so tief, dass wir manches erst nach und nach erfahren, wenn die Außensicht von anderen dazukommt. Man erlebt, wie dramatische Lebensumstände wie Vertreibung und Armut so zu einem Teil der eigenen Existenz werden, dass man sie kaum wahrnimmt. Das hat mir bisweilen beim Lesen fast den Atem geraubt. Durch diese Nähe schließt man Mariddja trotz ihrer Verschrobenheit und ihrer bisweiligen Missachtung aller Regeln ins Herz.
Die Handlung entwickelt sich unaufgeregt, wir beobachten einzelne Episoden aus dem Leben des Paares über viele Wochen und oft passiert im Außen wenig, trotzdem habe ich durchgehend gerne weitergelesen. Harnesks Art zu erzählen, der nicht gefühllose, aber unverstellte Umgang ihrer Protagonisten mit den Schicksalsschlägen in ihrem Leben hat mich sehr in seinen Bann gezogen. Gleichzeitig schildert sie mit einer unvergleichlich trockenen Art absurde Situationen, die mich zwischendurch immer wieder zum Lachen gebracht haben. Auch den Einblick in die Geschichte der samischen Urbevölkerung Schwedens fand ich spannend. Ein kleiner Wermutstropfen war ein fehlendes Glossar für die samischen Begriffe, wodurch man sich bestimmte Details nur im Nachhinein erschließen kann.
Insgesamt ein unter seiner Rauheit sehr feinfühliges und damit lesenswertes Buch.

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