Kunden em pfehlungen
Rezensionen von ReiShimura:
Gut für Montessori Einsteiger
Ich kann das selber machen von Juliane Jakubek
Autorin Juliane Jakubek gibt in ihrem guten Buch einen sehr guten Überblick in welchen Bereichen man eine Montessori-inspirierte Erziehung anwenden kann. Sie zeigt Ideen und Strategien auf mit denen Eltern ihren Kindern helfen können selbstständig und selbstbestimmt aufzuwachsen. Hier bei hält sie sich an den Montessori Grundsatz "Hilf mir es selbst zu tun".
Im Vordergrund stehen natürlich die Bedürfnisse des Kindes, trotzdem werden auch die Bedürfnisse der Eltern berücksichtigt. Im Vergleich zu anderen Büchern erwähnt Juliane Jakubek immer wieder, dass es normal und natürlich ist, dass man die Strategien nicht immer zur vollsten Zufriedenheit umsetzen kann. Es gibt Situationen, in denen man keine Zeit für lange Erklärungen hat und auch mal über dem Kopf des Kindes hinweg entscheidet.
Auf Altersangaben verzichtet die Autorin bei ihren Ideen und Strategien ganz bewusst. Für mich im ersten Augenblick ein wenig irritierend und ungewohnt. Die Herangehensweise finde ich aber eigentlich sehr gut, denn Kinder sind eben individuell in ihrer Entwicklung und nicht jeder zweijährige hat die gleichen Fähigkeiten und Bedürfnisse.
Da ich bereits mehrere Bücher zum Thema Montessori gelesen habe, konnte ich in diesem Buch kaum Neues für mich entdecken. Für Neulinge in dem Bereich gibt das Buch aber einen sehr guten Überblick und ist meiner Meinung der perfekte Einstieg.
Viele der gezeigten Ideen sind bei begrenztem Wohnraum nur schwer umsetzbar. Das schöne ist aber, dass jeder für sich entscheiden kann, was passend ist und was nicht.
Einzig das letzte Kapitel zum Thema außer Haus Betreuung hat mich nicht überzeugt. Hier kommt dann doch noch der erhobene Zeigefinger Vorschein und zerstört ein klein wenig den guten Gesamteindruck.
Rezensionen von Lesendundspielenddurchsleben :
Ich zeig dir, wie es früher war! - Wie Kinder zu anderen Zeiten lebten von Nicola Edwards
"Aus der Geschichte können wir viel lernen." Mit dieser Überzeugung habe ich das Buch aufgeschlagen und es ist in unserem Haus eine Geisteshaltung. Da das Thema bei uns so zentral ist, hab ich das Buch auch meinem Mann, der Alte Geschichte studierte, gezeigt vor der Besprechung.
"Wie du in diesem Buch siehst, hatten Kinder im Lauf der Geschichte nicht alle die gleichen Möglichkeiten.
" Auf ihre unterschiedlichen Möglichkeiten und ihre Lebensweisenneinzugehen, ist das Anliegen des Buches. Dabei wir nicht, wie ich vielleicht erwartet hätte und es von anderen Büchern kenne, chronologisch oder großgrafisch vorgegangen. Das Buch verschreibt sich ganz dem ja in der Geschichtsdidaktik auch modernen Ansatz von Alltags - und Ideengeschichte. Themen werden aufgegriffen und verschiedene Aspekte dessen beleuchtet. Kinder zu Hause. In der Schule. Bei Spiel und Sport. Bei der Arbeit. In aller Welt. Das sind die Schlagwörter, mit denen die Themen überschrieben werden. Das gibt einerseits einen besonderen Einblick. Verlangt aber auch ein wenig mehr von den Leser:innen ab: In welcher Zeit sind wir unterwegs (teilweise gibt es Jahreszeilen, teilweise Angaben wie bei den alten Römern, während der King-Dynastie, teilweise nur vage Angaben wie etwa seit Jahrhunderten/Jahrtausenden, wie etwa bei der verborgenen Stadt Kappadokiens)? Wo befinden sich diese Kinder (ich glaube nicht, dass jeder 6-Jährige Polynesien, Jemen oder Nicaragua kennt)? Hier denke ich, dass es eine Begleitung durch Erwachsene für Rückfragen braucht, da der Wissensstand der Kinder sicher unterschiedlich ist und teils doch einiges vorausgesetzt wird und ja auch Eugenbezeichnungen, etwa beim Essen verwendet werden, wo mich mein Sohn fragte: "Wie spricht man das eigentlich aus?". Auch für uns Erwachsene gab es noch viel Neues und Wissenswertes. Ich sag nur so viel- ich werde Maiskolben nie mehr mit gleichen Augen sehen
Insgesamt wirkt das Buch sehr ansprechend und optisch sehr gelungen.
Mir haben die Illustrationen optisch sehr gefallen. Textlich finde ich das Buch sprachlich über viele Teile gut gelungen. Es wird etwa von der indigenen Bevölkerung Nordamerikas gesprochen oder von Roma. An anderen Stellen hat mich die Begrifflichkeit doch gestört - an einer Stelle wird von Eskimos gesprochen, was vermieden hatte werden können. An manchen Stellen empfand mein Mann, dass sich die Informationen dann viel auf das 19./20. Jahrhundert bezogen, was ich zum Beispiel weniger so empfand. Dennoch hätte ich mir manchmal etwas weniger verschiedene Informationen etwas mehr in der Tiefe erklärt gewünscht. So wird doch einiges an Wissen vorausgesetzt oder muss ergänzt werden. Meine persönliche Lieblingsseiten waren etwa die über Kinder in Nicaragua, die gehörlos sind und eine eigene Sprache entwickelten, die über Hygiene und die besonderen Kinder. Hygiene gefällt mir deshalb, weil hier super dem Bild des fortschrittlichen Europas entgegengesetzt wird mit Versailles. Insgesamt finde ich das Buch ein schönes Buch mit kleinen Schwächen, die man als Leser:in selbst gut ausgeglichen kann durch Nachbesprechung und Begleitung.
Rezensionen von Katyleh:
Von Wien nach München
In einem Zug von Daniel Glattauer
Ein wunderbar unterhaltsamer Roman ist dem Autor „ Daniel Glattauer“ hier von der Feder gehüpft. Ein ehemals gefeierter Autor sitzt im Zug von Wien nach München. Hier trifft er die Therapeutin Catrin Meyr und beginnt mit ihr eine sehr unterhaltsam witzige Konversation. Im Frage Antwort Spiel erliegt er ihrer Neugierde.
Ich habe mich wunderbar unterhalten, gefühlt mit dieser absolut tiefgründigen, witzigen und auch emotionalen Begegnung dieser beiden Protagonisten. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und hat mich keinesfalls überfordert. Hier und da gab es ein paar langatmig Passagen, welche aber den Spaß an der Geschichte nicht getrübt haben. Ich habe schnell eine Verbindung zu den beiden Protagonisten aufbauen können und fand sie sehr authentisch und interessant. Besonders gefallen hat mir die Erzählung des Autors Eduard Brünhofer, wie er seine Gina kennen gelernt hat. Das war eine sehr warmherzig einfühlsame Erfahrung. Auch hat mir der Roman sehr gut gefallen nicht zuletzt wegen des Musikgeschmacks der Protagonisten. Hier konnte ich mich absolut wieder finden.
Rezensionen von Anndlich:
Tödlicher Junggesellinenabschied
Die Villa von Jess Ryder
Aoife starb vor drei Jahren als sie mit ihren Freundinnen ihren Junggesellinnenabschied in Marbella feierte. Nun kehren die vier Freundinnen nach Marbella zurück, um Aoife zu feiern und um ihre Erinnerungen aufzufrischen, denn bis heute ist Aoifes Tod ungeklärt.
Jede erinnert sich an andere Dinge und nahm das Wochenende anders wahr, doch alle eint, dass sie Geheimnisse bewahren und diese auch nicht preisgeben möchten.
Wie weit gehen sie, um das Wochenende vor drei Jahren endgültig zu vergessen?
Die Villa von Jess Ryder wird vom Verlag als Thriller gewertet, ich würde jedoch mit den Erwartungen an einen Spannungsroman wie „One of the Girls“ von Lucy Clarke oder „Nur eine Lüge“ von Malin Stehn einsteigen, denn an einen Thriller kommt der Inhalt für mich nicht ran.
Wir erleben die Geschichte auf zwei Zeitebenen: damals und heute und aus vier verschiedenen, während wir Danis Perspektive Heute und Damals kennenlernen, beschränkt sich die Perspektive der drei Freundinnen - Beth, Celine und Tiff - auf damals. Das sorgt dafür, dass wir die damalige Zeit sehr detailliert beschrieben bekommenen und trotzdem bleiben die drei weiteren Perspektiven sehr nebulös, da wir sie nur ‚damals' genauer beschrieben bekommen und aus heutiger Sicht doch einiges offen bleibt.
Die Geschichte selbst empfand ich sehr vorhersehbar, wenngleich nicht alles wie gedacht ausging. Dennoch hat die Autorin eine spannungsgeladene Story erschaffen, denn aufgrund des super Schreibstils, kurzen Kapiteln und vielen Perspektiven konnte mich der Inhalt dennoch mitnehmen. Die große Überraschung blieb zwar aus, das hat der Lesefreude aber keinen Abbruch getan.
Rezensionen von spozal89:
Tolles Sachbuch für Erstleser
Wieso? Weshalb? Warum? Erstleser, Band 16 - Gefährliche Tiere von Karin Müller
„Das Buch war richtig, richtig toll und informativ. Es hat mir richtig gut gefallen!“ So die Worte meines siebenjährigen Sohnes, wie ich das Buch bewerten soll.
Auch ich kann mich dieser Meinung anschließen. Ich mag die Erstleser-Reihe von Wieso-Weshalb-Warum. Die Texte sind nicht zu lang, aber auch nicht zu kurz und enthalten trotzdem alle wichtigen Informationen rund um die Welt der gefährlichen Tiere.
Zwischendurch gibt es auch immer mal wieder Rätsel und Quizfragen, um zu testen, ob man das Gelesene verstanden hat. Auch die Illustrationen passen gut zum Inhalt. Das Buch ist in verschiedene Kapitel unterteilt, z.B wieso die Tiere so gefährlich sind oder welche Tiere das sind und wo sie auf der Welt zu finden sind. Ich finde das Buch sehr kompakt, aber auch sehr abwechslungsreich. Es eignet sich sicherlich auch gut als Geschenk.
Rezensionen von spozal89:
Malbuch zum Entspannen?
Disney - Malen nach Zahlen: Love Stories von
Ich bin hin und hergerissen, wie ich das Malbuch bewerten soll. Wie bereits angegeben ist es definitv nur für Erwachsene vorgesehen, aber ich persönlich fand die Zahlenkästchen schon echt extrem klein und fand das malen somit eher anstrengend auf Dauer und leider wenig entspannend. Die Motive an sich gefallen mir sehr gut und sind auch sehr abwechslungsreich.
Am Ende im Buch findet man nochmal eine Übersicht aller Motive. Das Papier des Buches ist von der Dicke her ok. Habe mit Hokzfarbstiften und mit Filzstiften gemalt. Bei größeren Flächen hat der Filzer leider hier und da durchgedrückt, was leider nicht so toll war. Wegen all der Punkte würde ich persönlich das Buch nicht weiter empfehlen und auch nicht verschenken. Ich glaube aber, dass es sicherlich einige gibt, denen dieser Stil besser gefällt und auch besser damit klar kommen, weshalb ich drei Sterne vergebe.
Rezensionen von liesmal:
Für immer?
Für immer von Maja Lunde
Was für eine Vorstellung! Als bliebe plötzlich die Welt stehen – doch nur für die Menschen! Die Pflanzen sprießen, wachsen, welken weiter, Tiere werden geboren und entwickeln sich. Bei den Menschen geht nichts mehr: Niemand stirbt, niemand wird geboren, Krankheiten kommen zum Stillstand…
Mich hat die Beschreibung des neuen Buches von Maja Lunde sehr neugierig gemacht, denn ich liebe und verschlinge ihre Romane.
Leider hat der Funke bei dieser Geschichte nicht bei mir gezündet. Zwar habe ich im Vorfeld schon viel über diese mögliche Situation nachgedacht, auch waren die beispielhaften Geschichten von Kranken, einer Hebamme, von einem Rentner-Ehepaar und einer Bestatterin gut und interessant geschrieben, aber emotional hat mich die Geschichte leider nicht so erreicht, wie ich es mir erhofft hatte. Vielleicht war die Vorstellung für mich zu abstrakt?
Es mag an mir oder an meiner momentanen Situation liegen, dass ich nichts anderes sagen kann, und es tut mir wirklich leid, weil ich die Autorin Maja Lunde sehr schätze. Aus diesem Grunde empfehle ich allen, das Buch zu lesen und sich selbst ein Bild zu machen.
Rezensionen von ReiShimura:
Kaum Zeit zum Verschnaufen
Wir finden Mörder von Richard Osman
Autor Richard Osman ist kein Unbekannter und sein Donnerstagsmordclub erfreut sich großer Beliebtheit. So jedenfalls habe ich es im Internet gelesen, denn bis dato kannte ich weder Richard Osman noch seine berühmten Bücher. Ich denke aber, dass sich das in Zukunft ändern wird. Denn eines gleich vorweg, mir gefällt der Stil des Autors sehr gut.
Das Tempo des Buches ist von Anfang an sehr hoch. Dies zeigt sich einerseits an einer Fülle von handelnden Personen, die innerhalb weniger Kapitel eingeführt werden. Und natürlich befindet sich so ziemlich jede Person an einem anderen Ort. Daher springt die Geschichte von Kapitel zu Kapitel von einem Ort zum nächsten. Zu Beginn war dies für mich sehr irritierend und auch die Masse an Namen hat mich fast ein wenig Erschlagen. Glücklicherweise konnte ich mich dann aber ziemlich schnell in den etwas ungewöhnlichen Erzählstil einlesen und den Überblick bewahren.
Neben dem großen Haupterzählstrang gibt es sehr viele Nebenstränge, die eine Zeit lang einfach, wie lose Fäden herumflattern. Erst nach und nach finden die Fäden zusammen und ergeben ein großes ganzes. Das Tempo bleibt fast das gesamte Buch über hoch. Nur im Mittelteil, wie bei so vielen Büchern, flacht die Spannungskurve ab.
Ausnahmsweise war ich gar nicht sonderlich böse darüber, denn es wurde weder besonders langatmig noch langweilig. Viel mehr konnte man diesen Teil nutzen, um ein wenig zu Verschnaufen und die Gedanken zu sortieren.
Das Dreiergespann, Personenschützerin Amy Wheeler, ihr Schwiegervater Steve Wheeler und Autorin Rosie D'Antonio habe ich mehr oder weniger sofort ins Herz geschlossen. Vor allem Steve und Rosie finde ich auf ihre skurrile und schrullige Art wirklich zum Schießen. Bei Amy bin ich mir noch nicht so ganz sicher. Sie ist nicht wirklich unsympathisch, aber für mich noch immer ein wenig unnahbar. Ich hoffe aber, dass sich dieses Gefühl bei den nächsten Büchern ein wenig mildern wird, wenn man vielleicht auch mehr über Amys Vergangenheit erfährt.
Wie bereits anfangs erwähnt, gefällt mir der etwas ungewöhnliche Erzählstil des Autors sehr gut. Sein Witz und seine Komik sind ein wenig gewöhnungsbedürftig und an manchen Stellen vielleicht unerwartet und ein klein wenig unpassend. Im Großen und Ganzen hat Richard Osman aber einen Nerv bei mir getroffen und ich habe mich sehr gut amüsiert.
Überraschend war für mich auch die hohe Anzahl an Kapiteln und den damit eingehenden ständigen Wechseln der Perspektive und des Ortes. Mehr als einmal habe ich mich gefragt, ob dies wirklich notwendig ist und auch bei diesem Punkt bin ich gespannt, ob sich das im Laufe der Serie ändern wird oder nicht. Andererseits finde ich die oft sehr kurzen Kapitel auch sehr angenehm, da ich ungern mitten in einem Kapitel zu lesen aufhöre.
Für mich ist das Buch ein sehr gelungener Auftakt einer neuen Reihe und ich freue mich schon darauf wieder mit Amy, Steve und Rosie auf Mörderjagd zu gehen.
Rezensionen von Nicole Koppandi:
Was für ein Debüt!
That's life in Dystopia von Johanna Grillmayer
Zehn Jahre nach dem „Ereignis“ leben die jungen Erwachsenen in einer Art Kommune im Sonnenhof, einem ehemaligen Hotel – die beiden Frauen haben Sex mit wechselnden Partnern, die Kinder haben unterschiedliche Väter oder sind miteinander gar nicht blutsverwandt. Alle tun alles, um zu überleben und dem Alltag einigermaßen Normalität abzugewinnen.
Normalität meint in diesem Roman, so zu leben wie vor dem „Ereignis“. Plötzlich verschwanden damals alle Menschen, nur einige sind übergeblieben – warum gerade sie und was eigentlich passiert ist, wissen sie nicht. Unter den Überlebenden ist Jola, aus deren Sicht hauptsächlich erzählt wird, wie die Arbeitsteilung und die Kinderbetreuung inkl Schule erfolgt, wie Essen beschaffen und gekocht wird, wie Garten und Felder bearbeitet werden und wie sie in umliegende Häuser und Geschäfte einbrechen, um sich Dinge zu beschaffen, die selbst nicht hergestellt werden können. Auch Zusammenhalten, sich abstimmen und vieles bereden ist ein wichtiger Aspekt dieser Gemeinschaft.
Die Autorin hat sich gut überlegt, wie sie das Leben von Jola und ihren Freunden darstellt – es ist so nachvollziehbar durchdacht, wie man eine neue Gemeinschaft organisieren könnte, was es zum Überleben braucht, wie Kinder gemeinsam versorgt werden könnten und wie es ist, wenn man unerwartet auf neue Gemeinschaften trifft. Die Spannung in dem Buch entsteht nicht durch dystopische Überlebenskämpfe, sondern durch die Entwicklung von Beziehungen, die Gestaltung des gemeinsamen Lebens und das Mitschwingen von Atmosphäre bei diesen Entwicklungen. Die Gruppe will aber nicht nur überleben: sie richtet sich auf eine Zukunft aus, denn schließlich leben auch Kinder in der Gemeinschaft und es werden immer weitere geboren.
Der Roman zeigt zunächst einmal das Leben zehn Jahre nach dem „Ereignis“, in Rückbelenden wird jedoch über das „Ereignis“ und die ersten Jahre danach tiefgründig sinniert. Ich habe so oft Klischees erwartet, die nie gekommen sind – wirklich beeindruckend.
Ich fand den Roman großartig, auf eine gewisse Weise außergewöhnlich, weil die Geschichte spannend und interessant ist, ohne den üblichen Spannungselementen. Chapeau! Tolles Debüt.
Rezensionen von Lilli33:
Leben im Stillstand
Für immer von Maja Lunde
Leben im Stillstand
Inhalt:
Es ist ein ganz normaler Tag im Juni. Zunächst bemerkt niemand etwas Außergewöhnliches. Erst als nach einigen Tagen alles immer noch auf demselben Stand ist, merkt man auf und sucht nach den Ursachen des Stillstands. Tatsache ist, die Menschen altern nicht mehr, sie sterben nicht und entwickeln sich nicht weiter.
Ist das nun gut oder schlecht?
Meine Meinung:
Ich habe dieses Buch gerne gelesen. Es hat Spaß gemacht, in die Leben so unterschiedlicher Menschen einzutauchen und den Stillstand aus verschiedenen Perspektiven zu erleben. Da ist zum Einen die Fotografin Jenny, der buchstäblich Lebenszeit geschenkt wird. Oder der Rentner Otto, der sich hingebungsvoll um seine Pflanzen kümmert. Die Krankenschwester Anne, die im Krankenhaus mit ansehen muss, wie schwerstkranke und -verletzte Menschen nicht sterben können oder Schwangere sich um ihr Baby sorgen, das im Bauch der Mutter einfach nicht weiterwächst. Oder Ellen, die in einem Beerdigungsinstitut angestellt ist und nun jede Menge Freizeit hat, da keiner stirbt. Durch die Augen all dieser Menschen zeigt Maja Lunde uns das Leben in seiner Vielfalt.
Durch die Anzahl der einzelnen Lebensgeschichten geht aber leider keine allzu sehr in die Tiefe. Sie laufen lange Zeit einfach nebeneinander her. Erst gegen Ende werden sie verknüpft. Und gerade diese Verknüpfung fand ich dann nicht wirklich gelungen.
Im Großen und Ganzen möchte ich diesen Roman aber gerne empfehlen, denn er gibt viele Anstöße, über das eigene Leben und das eigene Verhalten nachzudenken.










