Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Emmmbeee:
Missverständnisse in Schweden
Verliebt in Stockholm von Anna Lönnqvist
Der Roman „Verliebt in Stockholm“ erzählt von Liebes-Komplikationen im Leben der jungen und nicht mehr so jungen Mira. Da ist die Beziehung zum Stargeiger Alessandro, die keineswegs so gefestigt ist, wie sie sein könnte. Und immer wieder wird sie an ihre allererste Liebe, William, erinnert. Auch damals gab es Turbulenzen, die anscheinend in einem Unglück endeten und der Bursche aus Miras Leben verschwand und nun wieder auftaucht.
Der Leser erfährt erst am Schluss, was eigentlich geschehen ist, damals vor 14 Jahren. Denn in den 22 Kapiteln der Rückblenden wird immer nur angedeutet, in Mutmaßungen und unvollendeten Sätzen.
Es ist mir klar, dass Andeutungen ein beliebtes Mittel sind, die Spannung aufzubauen und zu halten. Aber wenn ich das unverblümt bemerken darf: Mich haben sie nach einer Weile sehr genervt. Ich las nur deshalb zu Ende, weil ich endlich wissen wollte, was denn um Himmelswillen passiert ist. Bis es so weit war, habe ich mir alles Mögliche ausgemalt, was letztlich total daneben lag. Es geht um eine Reihe von Missverständnissen, um das Nicht-miteinander-reden-können.
Die Sprache ist flüssig, farbenreich, lebhaft, die Figuren anschaulich gezeichnet. Der Roman liest sich leicht, hat mich aber nicht sonderlich begeistert. Ein Missgriff scheint mir der Titel zu sein, denn verheißt er nicht etwas ganz anderes als eine die Protagonisten hauptsächlich traurige, niederdrückende Handlung, die oft in eine enttäuschende Richtung läuft?
Wer gerne komplizierte Geschichten liest, die in Skandinavien spielen, dem gefällt das Buch bestimmt. Mich hat es in ständiger Anspannung gehalten.
Rezensionen von Eternal-Hope:
Tiefgründige Darstellung eines Milieus, in dem Narzissmus floriert
Der Einfluss der Fasane von Antje Rávik Strubel
Hervorragend geschriebene Bücher, solche von Autorinnen und Autoren, die Buchpreise gewinnen, zeichnen sich meist durch ihre Vielschichtigkeit aus. Sie wirken emotional und intellektuell noch länger nach, bieten Stoff für tiefgehende Diskussionen, bilden und regen zum Nachdenken an. Manchen dieser Bücher gelingt es dann auch noch, zusätzlich angenehm und unterhaltsam zu lesen zu sein.
"Der Einfluss der Fasane", das neue Buch der Gewinnerin des Deutschen Buchpreises 2021, Antje Rávik Strubel, ist so ein Buch. Vordergründig liest sich die Geschichte leicht, schnell und unterhaltsam, doch regt sie gleichzeitig tief zum Nachdenken und Diskutieren an.
Worum geht es? Hella Renata Karl hat beruflich im Leben viel erreicht, sie ist Feuilletonchefin einer großen Zeitung und bewegt sich souverän auf dem gesellschaftlichen Parkett. Bei einer lieblosen Mutter in schwierigen Verhältnissen aufgewachsen, hat sie den großen Aufstieg geschafft: eine intelligente, selbstbewusste und erfolgreiche Frau. Doch nun ist ihre Position bedroht: sie hat aufgedeckt, dass ein beliebter Theaterdirektor, Kai Hochwerth, seine Geliebte geschwängert hatte und diese zur Abtreibung drängen wollte, und darüber einen Artikel verfasst. Kurz darauf nimmt sich der Beschuldigte das Leben, und die Medienlandschaft und das Internet fallen über Hella her und meinen, in ihr die Schuldige für den Suizid gefunden zu haben. Sie bekommt anonyme Drohungen und wird beruflich von ihrem Posten erst einmal auf unbestimmte Zeit beurlaubt.
Soweit zur wichtigsten Rahmenhandlung. Wirklich interessant an diesem Buch finde ich aber die Psychogramme sowohl Hellas als auch des Verstorbenen und weiterer sich im beruflichen Umfeld zwischen Theater und Medien bewegender Menschen. Das Buch zeichnet ein deutliches Bild der Scheinwelt, die gerade in höheren gesellschaftlichen Kreisen herrscht: wie wichtig Status, Auftreten und der schöne Schein sind und wie schnell man nach einem scheinbar kleinen Fauxpas sehr tief fallen kann... das betrifft sowohl Hella als auch Hochwerth.
Überhaupt spiegeln sich beide sehr stark ineinander, Hochwerth ist ein offenkundiger Narzisst, der andere Menschen für seine Zwecke ausnützt, auch sexuell, und manipuliert, während sich Hellas narzisstische Tendenzen erst auf den zweiten Blick offenbaren. Doch erlebt man ihre Gedanken und Handlungsmotive mit, so wie wir das als Lesende des Buches können (denn das ganze Buch ist aus ihrer Innenperspektive geschrieben), so erleben wir sie als eine vom Wunsch nach Erfolg und Status Getriebene mit gleichzeitig instabilem Selbstwert, die mit anderen Menschen nur oberflächliche Beziehungen eingeht, zu wahrer Intimität kaum fähig ist, und ebenfalls dazu neigt, andere auf ihre Funktion für sich zu reduzieren. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die beiden sich durchaus sympathisch waren... zumindest bis zu Hellas Artikel über Kai Hochwerth.
Besonders interessant finde ich an dem Buch aber nicht nur die Frage, ob und in welchem Ausmaß diese beiden nun narzisstisch sind oder nicht, sondern die weitergehende Perspektive, inwieweit das Milieu, in dem sie sich bewegen, Narzissten regelrecht anzieht, heranzieht und fördert bzw. gewisse Persönlichkeitstendenzen in diese Richtung möglicherweise sogar erforderlich sind, um eine solche Karriere zu machen. Auch das wird in dem Buch sehr anschaulich dargestellt, wie ich finde. Somit regt es auch zur Reflexion über die Wechselwirkung zwischen individueller Persönlichkeitsentwicklung und dem jeweiligen Milieu an, genauso wie darüber, welche Werte wir in unserer medien- und darstellungszentrierten Gesellschaft fördern (möchten) und welche nicht.
Damit ist es insgesamt ein nicht nur angenehm lesbares und unterhaltsames, sondern auch sehr intelligentes und tiefgründiges Buch, das ich allen Interessierten sehr empfehlen kann.
Rezensionen von Mabla59 :
mein erstes Jahreshighlight
Maikäferjahre von Sarah Höflich
Um es gleich vorweg zu nehmen, "Maikäferjahre" von Sarah Höflich ist für mich schon jetzt ein Jahreshighlights.
Ein Buch, bei dem man immer wissen will, wie es weitergeht, gleichzeitig aber langsamer liest, damit es nicht so schnell endet
Angefangen mit dem wunderschönen, schlichten Cover, über den empathischen, mitreißenden Schreibstil der Autorin.
Es ist die Geschichte von Anni, ihrem Zwillingsbruder Tristan, dem Juden Adam und der englischen Krankenschwester Rosalie.
Die Geschichte spielt in den Jahren 1944-1947
Während Anni's Mann in Russland verschollen ist, muss sie mit ihrer neugeborenen Tochter und dem Protege ihres Vaters, dem Geiger Adam, aus dem brennenden Dresden fliehen.
Zu ihrem Bruder Tristan hat sie nur über Feldpostbriefe Kontakt.
Als Tristan über England abgeschossen wird, lernt er im Lazarett die Krankenschwester Rosalie kennen und lieben.
Eine Liebe, die in dieser Zeit verboten ist.
"Maikäferjahre" ist ein packender Roman, der wieder einmal deutlich macht, dass Menschlichkeit den Hass besiegen kann
Fünf Sterne!
Rezensionen von Streiflicht:
Anworten auf alle Fragen
LONELY PLANET Reiseführer Australien von LONELY PLANET Deutschland
Ich liebe diesen Kontinent. Seit ich Australien das erste Mal mit süßen 19 betreten habe, komme ich nicht mehr los von diesem Land. Als wäre es eine zweite Heimat, so fremd und faszinierend und doch so wohltuend für meine Seele. Obwohl ich schon dreimal für je drei Wochen in Australien war, lässt der Wunsch, wieder dorthin zu reisen, nicht nach.
Vielleicht auch, weil ich längst nicht alles gesehen habe, was mich interessieren würde …
Und dass es mehr zu sehen gibt, als man bei normalen Urlaubsreisen auch nur ansatzweise erkunden kann, zeigt dieses Buch ja ganz deutlich. Alleine die Dicke des lonely planets Australien beeindruckt, der Inhalt noch mehr. Mehr als 900 Seiten vollgepackt mit Bildern, Infos und Tipps, hier findet jeder Antworten auf alle seine Fragen zu diesem faszinierenden Land.
Eigentlich wollte ich nur mal kurz reinblättern, als ich das Buch zum ersten Mal in der Hand hatte. Dann aber habe ich mich sofort festgelesen und hierhin und dorthin geblättert, wieder gelesen und fasziniert immer weitergelesen. Die Gliederung in Reiseplanung, Reiseziele, Praktisches und Storybook gefällt mir gut. Hier findet man übersichtlich und auf einen Blick, was man gerade braucht oder sucht. Und wenn nicht, gibt es hinten im Buch noch ein praktisches Stichwortverzeichnis, das garantiert auf die richtige Seite führt. Super finde ich auch die vielen Karten im Buch, die helfen, die wichtigen Punkte und Orte, die man besuchen möchte, zu verorten.
Ein absolut toller Urlaubshelfer und -begleiter, von der Planung bis zur echten Reise! Einfach topp!
Rezensionen von Streiflicht:
Aufregend anders
Die Mündung von Tim Pieper
Da ich schon die Havelkrimis von Autor Tim Pieper kenne und sehr mag, war ich natürlich umso neugieriger auf das neue Werk. Dieses spielt in einer ganz anderen Umgebung, die mir aber ebenfalls gut gefällt und sehr stimmungsvoll ist. Vor allem immer dann, wenn das Wetter nicht so mitspielt, wie es soll, und die Atmosphäre in der Geschichte noch bedrohlicher, dichter und spannender macht.
Man liest erstmal los und ist dann nach nicht mal hundert Seiten regelrecht geschockt von der Wendung, die die Story nimmt. Ich war wirklich ahnungslos, daher mag ich hier auch nicht zu viel verraten, damit es anderen genauso geht. Denn das ist wirklich ein besonderer Clou an dieser spannenden Geschichte, die so aufregend anders ist.
Je mehr man liest, desto verwirrter wird man, desto weniger weiß man – genau wie auch die Hauptfigur Lena Funk – wem man trauen kann. Mich hat das Buch wirklich bis zuletzt richtig gut unterhalten und immer wieder auf das nächste Kapitel neugierig gemacht! So soll ein Thriller sein!
Der Klappentext hinten bringt es auf den Punkt: Ein atmosphärischer Thriller voller dunkler Geheimnisse und dramatischer Wendungen. Dem ist nichts hinzuzufügen – außer dem Rat, das Buch unbedingt zu lesen! Hat mich gefesselt wie lange keins mehr …
Rezensionen von Streiflicht:
Schön und lehrreich
Das Kamel Leon von Mathias Jeschke
Ich mag Bücher, bei denen man noch was lernen kann. Und bei Kinderbüchern finde ich das noch umso besser. Das Buch über das Kamel Leon vereint diese lehrreiche Seite mit einer schönen und unterhaltsamen Kindergeschichte. Schon der Blick aufs Cover macht gute Laune, wenn man das Kamel Leon mit seinem Freund Felix, der ein Chamäleon ist, sieht.
Leon hat eine kleine Krise, weil er einfach auch mal der Beste sein möchte. In was ist ihm egal, er will einfach mal Erster sein. Nachvollziehbar, oder? Gleichzeitig findet er aber alle anderen toll, nur sich selbst nicht. Zum Glück ist sein Freund Felix schlauer und kann Leon einfach und gewitzt helfen.
Ein wunderbares Buch, das die Kleinen begeistern wird, und die Großen schmunzeln lässt.
Rezensionen von Gaby 2707:
Wunderschöne Geschichten, die das Einschlafen erleichtern können
Wie kleine Tiere schlafen gehen. Das große Vorlesebuch von Anne-Kristin Zur Brügge
Wir kennen schon das wunderschöne Pappbilderbuch „Wie kleine Tiere schlafen gehen“ und die Jungs lieben es. Nun gibt es passend dazu ein Vorlesebuch für Kinder ab 3 Jahren mit wunderschönen fantasievollen Geschichten zum Vorlesen. Ich denke, unser Großer wird unserem Kleinen die ein oder andere Geschichte auch selbst vorlesen wollen.
Denn Vorlesen vor dem zu Bett gehen ist immer noch gefragt.
Schon das Cover mit dem großen ausgeschnittenen Herz macht Lust sich das Buch mal näher anzuschauen.
Mir persönlich gefällt die Vielfalt der Tierkinder, deren Geschichten von Autorin Anne-Kristin zur Brügge ich hier lese. Da lerne ich einem kleinen Löwen, eine Eule, eine Maus, ein Äffchen, einen Bären, kleine Katzen, Hunde und Füchse, einen Igel und sogar ein Nilpferd und einen Hummer kennen. Alle Geschichten sind ca. 4 Seiten lang, was ich für die Kinder ab 3 Jahren absolut passend finde. Alle sind durch die kurzen, leicht verständlichen und kindgerechten Sätze gut zu verstehen und zu begreifen. Jede Geschichte wird mit dem kleinen Bild des Tieres von dem wir dann lesen eingeleitet. Jede einzelne Geschichte ist mit wunderschönen, teils ganzseitigen Illustrationen von Marina Rachner vervollständigt. Allein die Bilder anzuschauen, macht schon großen Spaß. Und als letztes bekomme ich zu jeder Geschichte einen vierzeiligen Reim und ein doppelseitiges Bild, wo die kleinen Tiere friedlich schlafen.
Ein wunderschönes, zauberhaftes Gute-Nacht-Vorlesebuch, bei dem die Kinder mit diesem Einschlaf-Ritual sanft in den Schlaf begleitet werden.
Unsere beiden Jungs werden dieses Buch genau so lieben wie ich. Und in ca. ½ Jahr auch unser jüngster Enkel.
Rezensionen von katis zettelchen:
Virginia Woolf weiter geführt, unterhaltsam und inspirierend
Ein Raum zum Schreiben von Kristin Valla
Was ist es, was Virginia Woolf meint, wenn sie „A Room of One’s Own” fordert? Die Erzählerin des Romans ist etwas salopp gesagt, eine Schriftstellerin, die nach der Baby-/Kinderpause und einem festen Job, der regelmäßiges Gehalt einbringt, wieder zum kreativen Schreiben zurückfinden will. Sie nimmt uns mit auf ihre Suche nach einem Ort, an dem sie schreiben kann, doch ist es wirklich dieser Ort zum Schreiben, den sie sucht? Sie kauft ein heruntergekommenes Haus in Südfrankreich und wird besessen von Instandsetzung, Design, Erhaltung, Handwerkern, Innenarchitekten … Mit dem Lesen entsteht bei mir die Sehnsucht, auch einen Raum zu schaffen, ich überlege, was ich brauche, konkret und immateriell, so wie die Erzählerin.
Sie erzählt von ihrer Zeit in Frankreich und ihrer Zeit in Norwegen, alleine und mit ihrer Familie, vom Schreiben, vom Suchen und Finden und von vielen literarischen Frauen weltweit, die ihre Räume suchten, kreierten, hart dafür arbeiteten und oft fanden. Die Kreativität bezieht sich hier auf das Leben selbst, nicht nur auf das literarische Werk, Schriftstellerin zu werden und zu bleiben. Der Roman ist unterhaltsam und inspirierend, er macht Mut und Lust auf ganz viel Kreativität, den Ballast aufzuräumen, sich zu befreien, Plätze für sich und die Familie zu bauen und zu schreiben.
Rezensionen von FogandBooks:
Magie, Masken & ein Hauch von Skandal
A Fragile Enchantment von Allison Saft
Manchmal gibt es Bücher, die einen schon mit den ersten Seiten in eine wohlige Umarmung ziehen – A Fragile Enchantment ist genau so ein Buch. Allison Saft erschafft eine atmosphärische, fast schon magische Welt, die sich mit ihrem cozy Schreibstil anfühlt wie eine warme Decke an einem verregneten Tag.
Die Geschichte ist leicht, fesselnd und gleichzeitig voller Emotionen, sodass die Seiten nur so dahinfliegen.
Von Anfang an versprüht das Buch einen besonderen Charme, der stark an historische Romane erinnert. Opulente Bälle, gesellschaftliche Intrigen und eine subtile Spannung begleiten die Handlung, während man immer tiefer in die Welt eintaucht. Jede Figur bringt ihre eigenen Geheimnisse und Herausforderungen mit, wodurch sich eine komplexe und mitreißende Dynamik entwickelt.
Besonders die Protagonistin Niamh wächst einem schnell ans Herz. Ihre Wärme und ihr Mut machen sie zu einer außergewöhnlichen Heldin, doch ihre Reise ist nicht ohne Herausforderungen. Auch die anderen Charaktere sind vielschichtig und faszinierend – einige von ihnen überraschen mit ihrer Entwicklung, während andere ihre wahren Absichten erst nach und nach offenbaren.
Je weiter die Geschichte voranschreitet, desto intensiver wird die Atmosphäre. Emotionen, Spannung und Enthüllungen greifen perfekt ineinander und lassen die Seiten nur so dahinfliegen. Der finale Abschnitt bringt alles zu einem runden, zufriedenstellenden Abschluss, der sich genau richtig anfühlt.
A Fragile Enchantment ist ein zauberhaftes, emotionales und spannendes Leseerlebnis. Der cozy Schreibstil, die faszinierende Welt und die großartigen Charaktere haben mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Kleine Längen in der Mitte haben mich davon abgehalten, die volle Punktzahl zu geben, aber insgesamt war es eine wunderbare Geschichte, die ich jedem empfehlen kann, der sich nach einem magischen Regency-Roman mit viel Herz sehnt.
Rezensionen von MariasBooks:
Indisch inspirierte Fantasy
Der Jasmin-Thron (Die brennenden Reiche 1): Eine sapphische Romantasy World-Fantasy-Award-Gewinner und Booktok-Sensation! Collector's Edition mit Farbschnitt, Lesebändchen und Mini-Print von Tasha Suri
Zum Buch
Der Jasminthron ist der Auftakt der brennende-Reiche-Reihe aus der Feder von Tasha Suri. Die deutsche Übersetzung ist im Cross Cult Verlag erschienen.
Erwartung
Ich habe das Buch im englischsprachigen Booktok schon einige Male gesehen, und fand die Kombination aus indisch inspirierter Fantasy mit sapphic love sideplot sehr spannend, weshalb ich sehr neugierig auf dieses Buch war.
Gestaltung
Das Cover unterscheidet sich vom englischen Original und zeigt die Nähe zur indischen Kultur und der Protagonistin.
Auch die Kapielüberschriften wurden mit traditionellen Mehndi Mustern gestaltet, was mir persönlich sehr gut gefallen hat.
Besonders hervorheben möchte ich auch das Glossar am Ende des Buches. So ein Personenverzeichnis würde ich mir viel öfter wünschen.
Charactere und Welt
Das Worldbuilding in diesem Buch ist sehr detailreich. Es wurden sich viele Gedanken zu Religion, Kultur und Characteren gemacht und auch sehr umfangreich ausgearbeitet.
Das ist dann gleichzeitig mein größter Plus-, als auch Minuspunkt.
Ich liebe große, durchdachte Welten, aber das ganze Buch ist so voller namentlich genannten Orte, Charactere und Dinge, was mich persönlich beim Lesen sehr gefordert hat.
Das Glossar hat zwar geholfen, dennoch habe ich mir bei der großen Menge an Namen das ganze Buch über sehr schwer getan und bin deshalb auch nie so richtig ins Buch rein gekommen, weil ich oft Namen nachschlagen musste oder zu viel über die Zusammenhänge nachdenken musste.
Auch hätte man, meiner Meinung nach, einige Kapitel von Seitencharacteren streichen können und generell der ganze Mittelteil hätte einiges kürzer sein können.
Ein weiterer Pluspunkt hingegen ist die sapphic lovestory, welche zwar nur einen kleinen Seitenplot einnimmt, mir aber sehr gut gefallen hat.
Ich mochte die Dynamik der beiden, die sich vor allem in den Dialogen herauskristalisiert hat sehr gerne. Die Autorin es geschafft hat, dass man richtig gut sehen konnte, wir sich die Beziehung der beiden zueinander verändert hat.
Fazit:
Wer ein Fan von indischer Kultur und High Fantasy Büchern ist und sich von heavy worldbuilding und vielen Characteren nicht abschrecken lässt, wird mit diesem Buch nicht enttäuscht werden.
Für mich persönlich war es zu dem Zeitpunkt leider einfach nicht das wahre, weshalb ich mittelstarke 3-3,5 Sterne vergebe.
Ob ich die Reihe weiterlesen werde, kann ich deshalb noch nicht sagen.











