Kunden em pfehlungen
Rezensionen von peedee:
Ein absolutes Highlight!
Wie Risse in der Erde von Clare Leslie Hall
England, 1955. Als Siebzehnjährige verliebt sich Beth in Gabriel. Doch es trennen sie Welten: er aus dem Herrenhaus, sie aus einfachen Verhältnissen. Nach einem Sommer voller Leidenschaft endet ihre Beziehung abrupt – das Glück ist zerbrochen. Dreizehn Jahre später wohnt Beth mit ihrem Mann Frank auf der an das Herrenhaus angrenzenden Farm.
Zusammen mit Franks Familie kümmert sie sich um Haus und Hof. Gabriel kehrt mit seinem kleinen Sohn Leo ins Dorf zurück und reisst alte Wunden auf: Beth hat ihren Sohn verloren, seinerzeit in Leos Alter. Sie spürt zudem, dass ihre Gefühle für Gabriel nach wie vor da sind und mit aller Macht beachtet werden wollen. Sie fällt eine Entscheidung und tragische Dinge nehmen ihren Lauf…
Erster Eindruck: Das Cover des Schutzumschlages gefällt mir (obwohl ich keine Schutzumschläge mag); die Person, die unten über die Felder läuft habe ich erst etwa beim dritten Hinsehen entdeckt.
Die Geschichte wird auf verschiedenen Zeitebenen von 1955 – 1975 erzählt; der Wechsel ist jeweils gut angegeben. Gabriel wächst in einem Herrenhaus mit Eltern, die sich nicht gross kümmern, auf; Beth hingegen in einem einfachen, aber liebevollen Zuhause mit einem Lehrer-Elternpaar und einer Schwester. Die Startbedingungen für eine Beziehung sind da suboptimal. Doch die Liebe siegt – vorerst… Nach einem wunderbaren aber zu kurzen Sommer scheint alles bereits zu Ende zu sein. Keiner der beiden weiss um die Missverständnisse bzw. um die Zwietracht, die gesät wurde.
Den Leser:innen ist von vornherein bewusst, dass das Wiederaufeinandertreffen von Gabriel und Beth etwas ins Rollen bringt, was nicht mehr zu stoppen sein wird. Das Treffen steht unter einem ungünstigen Stern, denn Leos Hund ist ausgebüxt und greift die frischgeborenen Lämmer von Frank an. Leos Hund wird vor dessen Augen getötet – ein Trauma! Frank und Jimmy, dessen Bruder, sind nicht gut auf Gabriel zu sprechen, da sie selbstverständlich die Vorgeschichte kennen.
Es wird immer mal zwischendurch erwähnt, dass jemand getötet wurde und jemandem eine Gerichtsverhandlung bevorsteht. Es ist der Autorin jedoch ausgezeichnet gelungen, sehr lange im Dunkeln zu lassen, um welche Personen es geht. Und die Auflösung hat mich sehr überrascht – und noch mehr berührt! Um nicht zu spoilern, kann ich leider nicht weiter ins Detail gehen. Ein sehr intensiver Roman um Liebe und Schuld, der die 5 Sterne mehr als verdient hat!
Rezensionen von nessabo:
Eine schlau konstruierte Geschichte
Das Fest von Lucy Fricke
„Das Fest“ ist mein erstes Buch von Lucy Fricke und ich war sehr begeistert. Sie schafft es meisterinnenhaft, subtile Botschaften ohne viele Schnörkel zu vermitteln.
Überwiegend habe ich das Buch als Hörbuch gehört und fand es von Bettina Hoppe wirklich großartig eingesprochen. Sie gibt den Figuren Lebhaftigkeit und macht ihre Unterscheidung voneinander leichter.
Denn, und das wäre mein einziger Kritikpunkt, im Text selbst arbeitet Fricke zwar mit direkter Rede, jedoch ohne Anführungszeichen, was die Unterscheidung von Erzählstimme und Dialog nicht immer leicht macht.
Abgesehen von meiner formellen Kritik war ich jedoch vom Inhalt hin und weg! Jakob ist von seinem 50. Geburtstag alles andere als begeistert, blickt pessimistisch in die Zukunft und möchte dem Tag am liebsten keinerlei Aufmerksamkeit schenken. Seine Freundin Ellen sieht das jedoch anders und so reisen wir an Jakobs Seite in seine Vergangenheit ohne uns aus der Gegenwart wegzubewegen.
Die geschickte Erzählweise hat mir in ihrer Verschränkung von Vergangenem und Gegenwärtigem richtig gut gefallen. Die Sprache ist schörkellos und klar, transportiert jedoch subtil ganz viel. Während Jakobs Körper regelrecht tragikomisch innerhalb eines Tages rasant verfällt, wächst er auf mentaler und sozialer Ebene fast über sich hinaus. Die Handlung ist schlau konstruiert, alles wirkt organisch und doch manchmal auch auffällig schicksalhaft. Alle Figuren sind glaubhaft, vielschichtig und in ihrer Aufrichtigkeit herzerwärmend. Außerdem geht es in der Geschichte nicht nur um Jakob, was ich besonders am Ende einen schönen Twist fand.
Fricke schenkt uns hier eine sehr kurzweilige Geschichte rund um Vergebung, Zwischenmenschliches im Allgemeinen und Liebe im Speziellen. Der Roman ist auf seine besondere Art inspirierend, ohne dabei das Leben zu romantisieren. Er kommuniziert stattdessen ganz klar: Das Altern ist von Veränderungen geprägt, die Angst machen können, aber gemeinsam besser auszuhalten sind.
4,5 Sterne
Rezensionen von Mabla59 :
spannend bis zum Schluss
Die Nacht von Marc Raabe
"Die Nacht" ist der dritte Teil um die Ermittler Art Mayer und Nele Tschaikowsky.
Nachdem Art Mayer wegen der Vorkommnisse in Spanien aus Band zwei (Die Dämmerung) beurlaubt und Nele nach der Geburt von ihrem Sohn Lasse in Mutterschaftsurlaub ist, stoßen die beiden bei einem Waldbrand in einer stillgelegten Campinganlage auf eine übel zugerichteten Leiche.
Der Tote ist ein stadtbekannter Richter und die Ermittlungen ergeben, dass es eine Verbindung zu Dana Karrasch gibt, der Mutter der kleinen Milla, die mit ihrer dementen Oma im Haus von Art wohnt.
Mit Dana verbindet Art lediglich eine einzige Nacht, aber er hat Milla versprochen, nach ihrer Mutter zu suchen und ihr Verschwinden aufzuklären.
Marc Raabe erzählt die Handlung auf zwei Zeitebenen. Einmal aus der Sicht von Dana und ihrer Vergangenheit und in der Gegenwart aus Sicht von Art Mayer und Nele Tschaikowsky
Wer lügt, wer sagt die Wahrheit.
Nichts ist so wie es zu sein scheint
Wie gewohnt spannend und fesselnd.
Ich freue mich schon auf die Fortsetzung mit den sympathischen Ermittlern
Das Hörbuch wird von Peter Lontzek hervorragend gelesen.
Seine Stimme macht jede Person vor dem inneren Auge sichtbar
Rezensionen von Mabla59 :
erschütternd
Um jeden Preis von Hera Lind
Ich liebe die Tatsachenromane von Hera Lind, die alle an wahre Begebenheiten und Schicksale angeknüpft sind.
In "Um jeden Preis" erzählt sie die Geschichte von Lydia, die 1944 von den einmarschierenden Russen aus der Ukraine mit 16 Jahren in einen sibirischen Gulag verschleppt wird.
Mit ihrer Mutter und den vier Geschwistern muss sie dort ums Überleben kämpfen.
Sie selbst wird dort Mutter von acht Kindern.
Später versucht Lydia mit den Kindern nach Deutschland zu fliehen
In das Land, das sie als Heimat betrachtet, denn sie hat deutsche Wurzeln
Der Schreibstil dieses Buches ist etwas anders als von Hera Lind gewohnt.
Der größte Teil wird aus der Sicht von Lydia erzählt, während etwa im letzten Drittel auch Lydia's überlebende Kinder zu Wort kommen.
Nichts desto trotz ist auch dieses Buch packend und emotional aufwühlend.
Das ist sehr schwere Kost für zart besaitete Lesende.
Und manch einer wird bei den detaillierten Beschreibungen an die Grenzen des erträglichen kommen.
Trotzdem empfehle ich dieses Buch gerne weiter
Rezensionen von Normanfips:
Da wäre mehr drin gewesen
Death in Brachstedt von Tobias Wagner
‚Death in Brachstedt‘ gewährt uns einen Einblick in Leos Leben. Er lebt zusammen mit seinem Vater. Dieser leidet an einer schnell fortschreitenden Demenz, was sich in zunehmender Verwirrtheit und plötzlichem Verschwinden äußert. Nachdem Leos Vater erneut verschwindet und für Leo nicht erreichbar ist, wendet er sich an seinen Freund Henri.
Die unerwartet sturmfreie Bude animiert die beiden einen Film zu drehen und diesen dann auf einer Party in Leos Wohnung zu zeigen.
Sie fahren zu Henris Onkel, der in einem Hotel wohnt, das seine besten Tage bereits hinter sich hat. Während der Dreharbeiten und der Partyvorbereitungen ereignen sich skurrile Begebenheiten und über allem schwebt eine unsichere Zukunft aufgrund des Verschwindens und der Krankheit des Vaters.
Die Kapitel sind kurz gehalten, der Schreibstil flüssig und so liest sich das Buch leicht und schnell. Die Grundidee finde ich ansprechend und vor allem auch Henri als Figur interessant. Dennoch hätten dem Buch mehr Seiten gut getan. Zu vieles bleibt angerissen und damit an der Oberfläche. Leider wurde bei der Geschichte das Potenzial nicht genutzt. Da wäre mehr drin gewesen und somit bleibt der Roman durchschnittlich.
Rezensionen von Streiflicht:
Sehr realistisch
Mainblüte von Lou Sandberg
Da ich bereits das Vorgängerbuch „Strohtod“ gelesen hatte und mochte, war ich natürlich gespannt auf den neuen Fall von Kriminalhauptkommissar Sebastian Buck und seiner Kollegin Maike Lange. Und auch darauf, wie die beiden weiterhin zusammen zurechtkommen, wie sie sich entwickeln und welche Geheimnisse aus ihrer Vergangenheit noch zu Tage kommen.
Die Kurzbeschreibung fand ich sehr spannend, hat mich neugierig gemacht.
Ich mochte das Buch, es hat mich ziemlich mitgenommen – sowohl mitgerissen, als auch berührt. Tyras Leben und Sterben waren meiner Meinung nach sehr nach an der Realität und da musste ich immer mal wieder schlucken. Der Titel passt da richtig gut.
Leider muss ich einen Stern abziehen, weil es meiner Meinung nach weniger ein Krimi als ein Entwicklungs- oder Familienroman war. Auch wenn die Geschichte sehr packend und berührend war und auch spannend, weil die Dramatik immer weiter zugenommen hat, waren es zu wenig Krimielemente. Dennoch kann ich das Buch nur weiterempfehlen, weil es wirklich lesenswert ist und das Thema so wichtig. Ich bin gespannt, wie es mit Buck und Lange weitergeht und wie sie ihre ganz eigenen Dämonen in den Griff kriegen.
Rezensionen von Streiflicht:
Mörderisch gut
Winzerkrieg von Uwe Ittensohn
Nun also schon der siebte Fall von Uwe Ittensohn um das „Speyerer Kleeblatt“ und meiner Meinung nach auch der beste. Mich hat das Buch wirklich mitgerissen, sodass ich es geradezu verschlungen hab. Privatschnüffler André Sartorius wird hier wirklich richtig gefordert, nicht einfach für ihn. Er kriegt jede Menge Stress und Ärger um die Ohren gehauen, seine Freundschaft zu Kriminalhauptkommissar Achill steht auf der Kippe und die Liebe macht, was sie will.
Der Autor macht es seiner Figur nicht einfach, für die Leser ist es aber umso schöner. Der Winzerkrieg tobt und es ist bis zuletzt richtig spannend und wird immer rasanter. Wenn sich am Ende des Buchs drei Handlungsstränge immer weiter verdrehen, Cliffhanger auf Cliffhanger folgt und man einfach nur noch mitfiebert, ist klar, dass das Bett warten muss – egal wie müde man ist und wie die Konsequenzen sind, wenn am nächsten Morgen der Wecker früh klingelt. Dass André auf so eine geniale Lösung kommt, ist echt bemerkenswert und genial zugleich.
Klar, dass bei diesem Titel auch der Wein und die wunderschöne Pfalz eine wichtige Rolle spielen. Ich mag dieses Lokalkolorit sehr, umso mehr, weil ich die Gegend kenne und sehr schätze. Die Ortsbeschreibungen fügen sich wunderbar in das Geschehen ein und machen den Kriminalroman noch lesenswerter. Auch die Privatgeschichte, vor allem von André, hat mir gut gefallen und macht mich sooo neugierig auf den achten Fall. Mörderisch gut!
Rezensionen von Streiflicht:
So lernt man gerne
Zipfelmaus und die grandiose Gartenschule von Uwe Becker
Ich kannte die Zipfelmaus bereits vom Weihnachtsbuch und war schon damals begeistert. Jetzt also soll es eine Schule im Garten geben. Wie cool ist das denn? Zuerst sind auch alle voller Vorfreude und wollen unbedingt dabei sein, aber dann steht die arme, gestresste Zipfelmaus am ersten Schultag fast alleine da.
Dabei hat sie extra noch ein Plakat mit dem A gemalt …
Manche ihrer Schüler finden doch die Ferien wichtiger als die Schule und verstehen gar nicht, warum man nicht damit anfängt. Andere wollen lieber nur das A lernen, das reicht ja wohl. Wieso denn gleich 26 Buchstaben, ist doch viel zu viel. Wer braucht das schon und was soll man damit? Ja, gute Frage und die beantwortet Uwe Becker in seinem neuen Zipfelmaus-Buch so nett und gleichzeitig einleuchtend, dass alle Kinder lesen lernen wollen? Oder? Wetten …?
Auch wenn ich schon lange lesen kann – zum Glück, sonst könnte ich so nette Bücher ja gar nicht lesen – bin ich doch begeistert von diesem süßen Buch, das zugleich gute Laune macht und kindgerecht erklärt, warum es wichtig ist, dass man lesen kann. Und vor allem so praktisch und hilfreich.
Was dann ein netter Fuchs, fiese Katzen und ein kleines Schweinchen mit der Schule zu tun haben, tja, das weißt Du, wenn Du das Buch selbst liest! Und glaub mir, es lohnt sich!
Rezensionen von Dani:
Tolle Geschichten, die für Gesprächsstoff sorgen
Boys! Geschichten für die neue Generation von Jungs von Francesca Cavallo
Ich habe die ersten Geschichten mit meinem fünfjährigen Sohn gelesen und er war von den Geschichten begeistert. Was mir besonders gefällt ist, dass die Erzählungen tolle Anregungen für Gespräche bieten. In der ersten Geschichte könnte ich mit meinem Sohn darüber sprechen, dass Mädchen / Frauen genau gleich viel Wert sind wie Jungen / Männer.
Außerdem bot die Geschichte Anlass um über Güte und sinnvolle Nutzung von Ressourcen zu sprechen.
In der zweiten Geschichte wurde das Thema Grenzen toll kindgerecht aufgearbeitet. Gerade jetzt wo das Theman einvernehmliche Zustimmung in den Medien so präsent ist, ist es umso wichtiger, dass bereits Kinder Wissen, dass sie über ihren Körper bestimmen und, dass sie im Gegenzug ein "nein" von jemand anderem akzeptieren müssen.
Bis jetzt bin ich von den Geschichten und Themen sehr beeindruckt.
Teilen
Rezensionen von MarcoL:
Nepalesischer Geschichtsunterricht in einem packenden Roman rund um die Kindgöttin Kumari! Ein wunderbares Leseerlebnis!
Kumari von Philip Krömer
Was wissen wir alles über Nepal? Geschichte, Religion, Politik? Sehnsuchtsort für viele Menschen am Fuße des Daches der Welt.
Das Land stand 2001vor einem Bürgerkrieg. Maoisten wollten die Herrschaft des Königshauses stürzen. Ein Blick ins Geschichtsbuch zeigt, dass am 1. Juni 2001 der Kronprinz Dipendra sein Land von der Monarchie befreien wollte und metzelte neun Mitglieder des Königshaues, darunter Vater und Mutter, dahin und richtete sich selbst.
Soweit der historisch-politische Hintergrund. Warum es so kam, und was vielleicht dahinter steckte, erzählt uns der Autor in einem sehr spannenden, und hervorragend recherchierten Roman.
Die titelgebende Kumari ist die wiedergeborene Schutzgöttin Taleju. Sie sieht alles, hört alles, weiß alles. Als Kleinkind, wenn die 32 Merkmale passen, vom Hohepriester aus der Bevölkerung Kathmandus ausgesucht, hat das Mädchen dieses Amt bis zu ihrer ersten Regelblutung inne. Mehr oder weniger eingesperrt, verdammt jeden Tag die Rituale auszuüben, ohne Schulbildung, wird sie danach mit einer kleinen Rente abgespeist und aus dem Tempel geworfen (pervers in meinen Augen).
Aber sie beklagt sich nicht. Sie erzählt uns, was sie sieht. Über sich selber und die nepalesische Götterwelt, über das Herrscherhaus, über Dipendra und seine Beweggründe. Und über Rupa Rana – eine fünfzehnjährige Rebellin, glühende Maoistin. Sie und ihre Mitstreiter*innen wollen Nepal umkrempeln. Sie wollen, der Lehre von Mao Tse Tung folgend, das Land dem Volk geben.
All das spielt sich rund um das Dasain-Fest ab. Es ist ein äußerst blutiges Opferfest (TW: es bedarf eines guten Magens bei der Lektüre). Denn Blut bestimmt nicht nur das Schicksal der Kumari …
Der Roman liest sich spannend vom Anfang bis zum Ende wie ein historischer Schinken epochalen Ausmaßes. Philip Krömer versteht es hier perfekt, die harten Fakten mit Fiktion zu vermischen. Er lässt ein ziemlich umfassendes Bild über Nepal entstehen – und das mit wenigen Worten auf gerade mal 220 Seiten. Man erkennt auf unterhaltsame Weise, wie und warum Religion (oder Mythologie) und Staat derart eng miteinander verschränkt sind.
Das Buch regt stark zum Nachdenken an. Auf der einen Seit der religiöse Wahnsinn, auf der anderen Seite die bedingungslose Aufgabe des Individuums im Maoismus, und nebenbei das Festhalten an feudalen Strukturen zur Aufrechterhaltung der Ordnung und Unterdrückung. Und genau die „Macht“ ist Triebfeder für jedes Handeln, ohne Rücksicht auf den Einzelnen. Jede*r ist nur ein Zahnrad im Getriebe des Machterhalts, egal in welcher Maschinerie sich diese Räder drehen.
Im Falle der Kumari ist es ein unschuldiges Mädchen, welches die Rituale des Blutes aufrechterhalten muss, sowie ein armes Mädchen aus der Provinz, das für ein größeres Etwas eingespannt wird.
Für mich war die Geschichte komplettes Neuland – und umso tiefer bin ich zwischen die Zeilen gefallen.
Gerne gebe ich eine ganz große Leseempfehlung für diesen tief schürfenden und nachdenklich machenden Roman, gespickt mit spannender Fiktion und harten Tatsachen. Herrlich erzählt, ohne viele Ausschweifungen. Chapeau!











