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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von lesen=liebe:

Ein zweisprachiges Mutmachbuch

Brüll, kleiner Löwe - Roar, Little Lion von Ingo Blum

Brüll, kleiner Löwe! – das zweisprachige Kinderbuch war für uns Liebe auf den ersten Blick.

Das Buch macht sowohl optisch als auch inhaltlich einen hochwertigen Eindruck. Die Geschichte ist eine Mutmachgeschichte und vermittelt den Kindern, dass man so wie man ist, in Ordnung ist. Begleitet wird die Geschichte von wunderschönen, kindgerechten Illustrationen.

Und was sagt die junge Jury? Sie findet es ebenfalls ganz toll. Meine Kinder wollten die Geschichte anfangs abwechselnd auf Deutsch und Englisch hören. Jetzt lesen wir aber zuerst die komplette deutsche Geschichte und dann die englische. Das Highlight für meinen jüngeren Sohn ist das Scannen des QR-Codes, um schließlich das Lied zum Abschluss zu hören.

Das Lied ist ein richtiger Ohrwurm - man merkt, dass hier viel Herzblut investiert wurde.

Wenn man möchte, kann man sich die ganze Geschichte – abwechselnd in Deutsch und Englisch – auch vorlesen lassen. Dazu einfach wieder QR-Code scannen. Unserer Meinung gehören zweisprachige Kinderbücher in jedes Kinderzimmer, in jeden Kindergarten und in jede Schule.

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Rezensionen von Netti:

Trauerbewältigung und Neuanfang verpackt in einem wunderschönen Roman

Die Frau und der Fjord von Anette Strohmeyer

Das Buch handelt von Trauerbewältigung, Ausstieg aus dem Leben, Neuanfang in einem einsamen Haus im einsamen Fjord ohne Handy und Internet, Heilung, neuen Lebenssinn finde und das abenteuerliche Leben im norwegischem Fjord.

Dieses Buch ist absolut authentisch, wunderschön geschrieben und beinhaltet
soviele Gefühle und Gedankengänge aus dem Leben gegriffen, dass man sich selbst darin wieder finden kann.

Ich selbst habe beide Elternteile verloren und ich konnte die Hauptfigur Gro zu jedem Zeitpunkt im Buch verstehen und ihr nach empfinden. Aber auch für Leser, die noch nie einen lieben Menschen verloren haben, ist das Buch sehr zu empfehlen und lesenswert.

Gro, Mitte 40, verliert bei einem Autounfall ihren Ehemann. Nichts schafft sie wieder glücklich zu machen, auch die Zeit scheint die Wunde nicht zu heilen. So kündigt sie ihren Job und zieht in ein einsames Haus im einsamen Fjord in Norwegen. Die Natur und die Stille des Fjords sind so schön beschrieben, dass man die Stille selbst spürt.

Wer jetzt denkt das es sicher ein langweiliges Buch ist, irrt sich gewaltig. Es passieren viele unerwartete Dinge am Fjord und das Buch hat mich wirklich gefesselt. Gro muss sich vielen Dingen stellen und so ruhig wie sie es sich wünscht, ist es dann oftmals doch nicht. Die Entwicklung, die sie durchmacht bis zu Heilung und neuem Lebensglück ist wunderschön beschrieben. Dazu habe ich viel gelernt , zb. das man aus Birkensaft Lakritze machen kann.

Beim Lesen dachte ich oft, das die Autorin bestimmt selbst einen lieben Menschen verloren hat oder sehr gut recherchiert hat, denn sonst könnte sie das ganze nicht so gut auf den Punkt bringen. Am Ende des Buchs las ich, dass sie tatsächlich ihren Ehemann verloren hat, in das letzte Haus an den Rand einer ruhigen Insel in Dänemark gezogen ist. Besonders hat es mich gefreut, dass es den Fjord und das Haus in Norwegen wirklich gibt.

Das Buch ist wunderschön geschrieben und so eine tolle Geschichte, die mich absolut gefesselt und berührt hat. Ich kann das Buch auf alle Fälle weiter empfehlen.

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Rezensionen von Petra:

Spurensuche

Das Mädchen im gelben Tanzstundenkleid von Ruth Hörnlein

Wegen eines seltsamen Erbes begibt sich Henny und Daniel auf Spurensuche. Sie finden erste Informationen in einem kleinen Ort in Sachsen. Wer war Esther, was sind es für Geister aus der Vergangenheit die hier wieder auftauchen. Wieviel Vergangenheit ist in jedem von uns. Wieviel Einfluss hat die Vergangenheit auf unser jetziges Leben.

Und immer wieder die Frage wie hätten wir uns verhalten und war das Verhalten der damaligen Protaoonisten menschlich natürlich daher verständlich oder einfach nur verabscheuungswürdig. Wie lebt es sich mit einer Schuld die aus Neid und Eifersucht entstanden ist.
Fragen die die Autorin auf eher diffuse Art beantwortet, sie lässt ihre Charaktere aus dem Bauch heraus entscheiden., obwohl Henny als Historikerin eigentlich den Fakten verpflichtet ist. Sie begibt sich auf einer Suche die nur Schreckliches zutage fördern kann. Die Hilfe die sie von Daniel bekommt ist eigentlich eher Bestärkung und Unterstützung, warum er so handelt und sie begleitet geht für meinen Geschmack nicht deutlich aus der Geschichte hervor, er bleibt ein sehr schwacher fast durchsichtiger Charakter, der Beschreibung nach androgyn auch sein Wesen scheint sich nicht so richtig entscheiden zu können.
Die Auflösung ist wenig überraschend, denn eine andere Möglichkeit blieb nicht über, trotzdem hat sie sich nicht abgezeichnet, denn die Spuren waren sehr willkürlich gefunden worden.
Der Schreibstil war mir zu ungenau, es ging viel um Empfindungen in der Art wie "es lief ihr kalt den Rücken herunter".

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Rezensionen von Anndlich:

Ermüdende Zeitreise

Das Ministerium der Zeit von Kaliane Bradley

Das Ministerium der Zeit von Kaliane Bradley klang nach einem interessanten Roman zwischen historischen Ereignissen und fiktiven Zusammentreffen. Ich mochte die Grundidee, dass verschiedene Figuren aus der Vergangenheit in die Zukunft geholt werden und mit der Andersartigkeit „ihrer“ Welt klarkommen müssen.

Leider hat es für mich aber nur zu einer grandiosen Idee gereicht, die Umsetzung konnte mich nämlich nicht überzeugen. Dafür gibt es mehrere Gründe.

Einer ist die Ich-Erzählerin. Bis zum Schluss erfahren wir keinen Namen, weswegen die Namenlose für mich auch nicht greifbar wurde. Außerdem empfand ich trotz der Ich-Erzählweise die Geschichte sehr steril und emotionslos erzählt. Wir erfahren nichts über das Innenleben der Protagonisten, weshalb die Geschichte ziemlich kühl wirkte und mich nicht abholen konnte.

Schade fand ich auch, dass ich mir immer wieder dachte „Show, don‘t Tell“. Die Protagonistin berichtet immer wieder, wie ihr Expat Graham Gore in bestimmten Situationen reagierte, vergleichsweise selten erleben wir die Situationen mit. Das sorgt nicht nur für ein zähes Lesevergnügen, sondern auch dafür, dass ich absolut keine Nähe zu den Figuren aufbauen konnte.

Dabei gab es immer wieder Hoffnung, dass es doch noch spannend und interessant werden könnte, denn immer wenn wir Situationen miterleben durften, wurde die Geschichte auch besser und hatte phasenweise sogar einen gewissen Charme. Nur war das wirklich sehr selten der Fall, was sich auch auf meine Lesegeschwindigkeit auswirkte. Ich habe schon lange nicht mehr so viel Zeit benötigt, um ein Buch zu beenden.

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Rezensionen von Lesebienchen36:

Ein historischer und spannender Auftakt

Elbnächte. Die Lichter über St. Pauli von Henrike Engel

Nach Veröffentlichung von „Die Hafenärztin“ hat Henrike Engel nun ihr neustes Werk „Elbnächte – Die Lichter über St. Pauli“, dass im März 2025 im Ullstein Verlag erschienen ist, vorgelegt. Bereits ihre erste Buchreihe konnte mich rundherum begeistern und als ich von ihrem neuen Roman erfuhr, wollte ich mir diesen natürlich nicht entgehen lassen.

Sowohl der Klapptext als auch die dazugehörige Leseprobe konnten mich sofort in ihren Bann ziehen und so ging die Reise (buchtechnisch) nach Hamburg.

Wer schon das eine oder andere Buch der Autorin gelesen hat, weiß den leichten und flüssigen Schreibstil der Autorin mehr als nur zu schätzen. Bereits ab der ersten Seite tauchte ich in die Geschichte um Louise und Ella ein und ab. Dies war aber nicht nur dem Schreibstil zu verdanken. Der einzigartige und bildhafte Erzählstil trug eine Menge dazu bei. Während des Lesens entstand ein lebendiges Kopfkino. Spätestens hier spürt man, mit wieviel Herzblut die Autorin die Geschichte geschrieben hat. Dank der detaillierten Kulissenbeschreibung, die Hamburg um 1913 zeigt, schafft sie es, ihre Leserschaft auf eine einzigartige Zeitreise zu entführen. Während des Lesens merkte ich, wie mich die Geschichte immer mehr und mehr anzog, so dass ich dieses Buch kaum noch aus den Händen legen wollte. Zu jeden Zeitpunkt wollte ich wissen, wie es mit den zwei Freundinnen weitergehen wird. Ein weiterer Punkt, sind die authentischen und sehr lebendigen Charaktere, die meiner Meinung nach auch sehr realistisch dargestellt worden sind. P.S: Wer „Die Hafenärztin“ schon gelesen hat, wird auch einige ehemalige Person wiedertreffen, was ich persönlich sehr gut fand.

Nun aber zur Handlung, die erneut in Hamburg seinen Schauplatz gefunden hat.
Louise Dumont und ihr Mann Viktor leben in Saus und Braus. Die besten Hotels, exklusiver Schmuck, edle Kleidung und noble Partys. Louise liebt und genießt den Luxus. Ein anderes Leben kann sie sich beim besten Willen nicht mehr vorstellen, doch es kommt anders. Über Nacht verschwindet Viktor und alles was er ihr zurücklässt, sind Schulden. Was nun? Zeitgleich flieht die Prostituierte Ella aus dem Bordell. Sie will ein neues Leben anfangen. Ihr Weg führt sie in die Hansestadt Hamburg, wo sie, dank eines Zufalls, Louise, trifft. Relativ schnell freunden sich beide an und schmieden sogar gemeinsame Zukunftspläne. Als auf Sankt Pauli ein Verbrechen passiert und der mutmaßliche Täter flieht, verstecken Ella und Louise ihn. Sie glauben an seine Unschuld und wollen dies auch beweisen. Nur wie? Kurze Zeit später treffen sie auf Paul, der seit seinem schweren Unfall, den Polizeijob an den Nagel hängen musste. Obwohl er nicht mehr im Dienst ist, will er eine Band gewalttätiger Straßenkinder und deren Anführer schnappen. Gehört der Flüchtige ebenfalls dazu? Eine kriminalistische und spannende Ermittlungsjagd beginnt.

Mit „Elbnächte“ hat Henrike Engel erneut ihre Geschichte bildhaft und glaubwürdig in Szene gesetzt. Wie schon bei ihrer letzten Reihe „Die Hafenärztin“ hat auch dieser historische Romane eine kontinuierlichen Spannungsbogen, der den Leser an die Handlung fesseln lässt. Dieser sorgt dafür, dass es fast unmöglich ist, das Buch vor Beendigung aus den Händen legen zu wollen. Die immer abwechselnden Handlungsstränge sorgen zudem dafür, dass die Geschichte zu keinem Zeitpunkt langatmig oder gar langweilig wird. Eher das Gegenteil ist der Fall. Sie wirkt authentischer und lebendiger und ich hatte das Gefühl mitten im Geschehen zu sein. An jeder Ecke passiert irgendetwas und genau das ist es, was den Leser magisch anziehen lässt. Ein perfekter Einblick in das damalige Geschehen Hamburgs.

Für mich ist dieser historische und spannender Roman ein wahres Lesehighlight und jetzt warte ich schon sehnsüchtig auf den zweiten Band, der im November 2025 erscheinen soll.
5 von 5 Sternen

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Rezensionen von Bibibabby:

Ein tierisches Abenteuer mit Witz, Spannung und Wissen

Drei Wasserschweine wollen's wissen von Matthäus Bär

Dies ist bereits das zweite Buch der Reihe, aber man muss den ersten Band nicht gelesen haben, um hier einzusteigen. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen drei neugierige Wasserschweine, die sich nachts aus ihrem Gehege schleichen, um den Zoo zu erkunden und einen Fall zu ermitteln: Die Flamingos sind plötzlich verschwunden und es klingt fast so, als wären sie alle tot! Zum Glück löst sich das Rätsel später auf, aber dieser leicht gruselige Einstieg sorgt für eine spannende Atmosphäre.

Was das Buch besonders macht, sind das Sachwissen über Tiere. Die Geschichte bleibt durchweg unterhaltsam, und ganz nebenbei werden viele interessante Tierfakten vermittelt. Mein Kind hatte großen Spaß beim lesen und hat dabei einiges über Tiere gelernt. 

Was aber das Lesen etwas erschwert haben, sind die unterschiedlichen Sprachfehler, die bei einigen Tieren auftreten. Mein Leseanfänger musste ab und zu um Hilfe bitten.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Fußball – nein der BFC Dynamo Berlin ist ihr Leben

Auf die Fresse! von Jonas Christian Ulrich

Kalle, der im Rollstuhl sitzt, Althooligan und Ex-Boxer Lars mit seiner Freundin Uschi und Maik, der seinen neuen Job als Sozialarbeiter des BFC Dynamo Berlin schneller wieder los ist als er ihn bekommen hat, haben nach ihren letzten Ausschreitungen beim Pokalspiel gegen Union Berlin nun auch noch landesweites Stadionverbot.

Und das, wo doch ihr Verein in der nächsten Pokalrunde gegen den FC Bayern gelost wurde. Und in die Allianz Arena, da sind sie sich sicher, da wollen sie auf alle Fälle hin. Koste es was es wolle, Geld haben sie allerdings eh keins, und egal wie. Zusammen mit Dieter, der ein Auto, naja einen alten zusammengeflickten Trabbi hat und der sich undercover als Polizeispitzel bei den Vieren einschleimt, machen sie sich wirklich auf zum größten Spiel ihres Vereines nach der Wende. Immer in ihrem Rücken Hans, der Imagebeauftragte des BFC und die Polizei.
Was sie bei der Fahrt von Berlin nach München zur Allianz-Arena alles erleben und ob sie das Spiel dann doch noch anschauen können, das müsst ihr unbedingt selbst lesen. Es lohnt sich.

Es ist schier unglaublich, was sich Autor Jonas Christian Ulrich hier ausgedacht hat. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass einiges von dem, wie es sich hier abspielt, auch im wirklichen Leben passieren kann, wenn Ultra-Fans ihrem Verein bedingungslos folgen. Alles ein bisserl überspitzt und übertrieben. Aber total lesenswert.
Am besten gefallen hat mir hier Maik, der Sozialarbeiter, der immer wieder versucht seine neuen Kumpels auf Spur zu bringen, was ihm aber seltenst gelingt. Uschi hat für mich in dieser Geschichte eine tolle Wandlung vollzogen. Über Rollstuhlfahrer Kalle habe ich anfangs oft den Kopf geschüttelt. Ihm gehen die blöden Sprüche nie aus und er hat eine etwas großkotzige Art, mit der ich nicht so gut klar gekommen bin. Und Lars, der ist einfach ein glatzköpfiger Ultrafan, dem alles am A… vorbei geht. Hauptsache er hat seine Dose Bier in der Hand. Und trotzdem wachsen die Vier zusammen mit Dieter zu einer tollen Truppe zusammen, die mir auf ihrem Roadtrip viel gute Unterhaltung geliefert haben. Ein bisserl leid getan haben mir Kommissar Wehlert und der Imagebeauftragte Hans mit seinem Handlanger Wolli, die leider gar nichts gegen die Raffinesse der fünf Fußballnarrischen ausrichten können.
Ich erfahre auch einiges über den Werdegang des BFC Dynamo Berlin, einem Fußballverein aus dem Berliner Ortsteil Alt-Hohenschönhausen im Bezirk Lichtenberg, der seit 1954 mehr schlecht als recht Fußball spielte. Dann aber er war mit 10 Meistertiteln in Folge von 1979 bis 1988 einer der erfolgreichsten Fußballclubs der DDR und Rekordmeister der DDR-Oberliga.

Ein Roadtrip der Extraklasse, bei dem ich sehr gerne dabei war. Mit Fußballfans, die mir mit der Zeit immer sympathischer wurden. Und einer Gesamtgeschichte, die mich gut unterhalten hat.

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Rezensionen von dorli:

Ludwig der Fromme und seine Söhne

Das Erbe der Karolinger von Claudius Crönert

In seinem historischen Roman „Das Erbe der Karolinger“ entführt Claudius Crönert den Leser in die Jahre 817-840 in das fränkische Reich. Im Mittelpunkt stehen Ludwig der Fromme, seine Ordinatio Imperii und die immer wieder eskalierenden Streitigkeiten und Machtkämpfe zwischen ihm und seinen Söhnen.

Schon auf den ersten Seiten spüre ich, Ludwig hat es gerne beschaulich. Ihm steht der Sinn nach friedlichen Lösungen. Sein Sohn Lothar ist ganz anders eingestellt. Lothar wirkt oft launisch, ist fast krankhaft ehrgeizig und will jede Unruhe im Land und an den Grenzen mit kriegerischen Maßnahmen abwenden.

In einem zweiten Handlungsstrang lerne ich Judith kennen, älteste Tochter von Welf I., einem alemannischen Grafen. Judith wird im Verlauf des Geschehens eine wichtige Rolle spielen. Sie wird von dem im Jahr 818 verwitweten Ludwig bei einer Brautschau als seine zweite Ehefrau ausgewählt. Die willensstarke Judith weiß ihren Status als neue Kaiserin zu nutzen und beeinflusst nicht nur die Entscheidungen innerhalb der Familie, sondern auch die Entwicklung des gesamten Reiches.

Durch die Ordinatio Imperii sollte - entgegen der bisherigen Regelung, das Herrschaftsgebiet unter allen Söhnen gleichmäßig aufzuteilen - das Reich als Einheit bestehen bleiben und immer der älteste Sohn die Kaiserkrone erben. Entsprechend ernannte Ludwig seinen ältesten Sohn Lothar I. zum Mitkaiser und setzte seine jüngeren Söhne Pippin und Ludwig den Deutschen als Unterkönige in Aquitanien bzw. Bayern ein.

Doch statt Einheit erreicht Ludwig das Gegenteil - alle driften immer weiter auseinander. Da die beiden Kaiser unterschiedliche Vorstellungen über die Art und Weise hatten, wie das Reich regiert werden soll, gerät die gut gedachte Neuregelung schnell ins Wanken und droht gänzlich zu scheitern, als Ludwig in zweiter Ehe Vater eines weiteren Sohnes wird, denn plötzlich gibt es mit Karl dem Kahlen einen weiteren Bruder mit Erbansprüchen.

Claudius Crönert erzählt sehr anschaulich. Mit viel Liebe zum Detail zeichnet er ein umfassendes, facettenreiches und vor allen Dingen sehr glaubwürdiges Bild der damaligen Zeit und versteht es ausgezeichnet, die historischen Fakten durch abwechslungsreiche Schilderungen und schwungvolle Dialoge mit Leben zu füllen. Schon nach wenigen Seiten hat mich die Welt der Nachkommen Karls des Großen gefangen genommen und ich habe gespannt das Leben, Wirken und Streiten der karolingischen Herrscherfamilie verfolgt.

Historische Gegebenheiten, Politik und Regierungsgeschäfte bilden die Grundlage für diesen Roman, das Hauptaugenmerk liegt aber auf dem turbulenten Miteinander und Gegeneinander von Vater und Söhnen. Ich begegne streitlustigen Charakteren, von denen jeder Einzelne nur daran interessiert ist, seine persönliche Macht auszuweiten und seinen eigenen Besitz zu vergrößern. Wechselnde Perspektiven lassen mich dabei einen Blick auf ihre unterschiedlichen Eigenarten und Beweggründe werfen. Ich lerne die Stärken und Schwächen der Akteure kennen und kann an ihren unterschiedlichen Emotionen teilhaben. Es regieren Neid und Missgunst. Intrigen werden gesponnen, Verschwörungen ausgeheckt, Zwietracht gesät, Rebellionen angezettelt. Ich befinde mich mittendrin in einem frühmittelalterlichen Familienstreit, der sich auf die Zukunft des gesamten fränkischen Reiches auswirken wird.

Besonders gut gefallen hat mir, dass Claudius Crönert nicht nur die großen Herausforderungen der Zeit beleuchtet, sondern auch die vermeintlich kleinen Hindernisse hervorhebt. So erlebe ich zum Beispiel mit, wie schwierig Verhandlungen manchmal waren, weil es keine gemeinsame Sprache gab. Nachrichten brauchten oft mehrere Wochen, so dass der Inhalt der Botschaft bereits überholt sein konnte. Gefechte waren waghalsig, weil man nie genau wusste, wo das gegnerische Heer stand oder wie weit Verbündete vorgerückt waren.

Im Verlauf der Handlung wird immer wieder deutlich, dass die Karolinger nicht nur hochrangige Adelige waren, sondern auch Menschen, die gute und eben auch schlechte Tage hatten. Die falsche Entscheidungen getroffen haben. Die zwischen Größenwahn und Selbstzweifeln schwankten. Die fröhliche Momente erlebten, aber auch dunkle Zeiten und emotionale Krisen bewältigen mussten. Denen Erschöpfung, Schmerz, Trauer, Hunger und Unwetter zusetzten. Die wilde Tiere fürchteten oder mit ihrem Aberglauben zu kämpfen hatten. Es ist die ausgefeilte Mischung aus aristokratischen, menschlichen und alltäglichen Aspekten, die die gesamte Szenerie in diesem Roman so herrlich lebendig und glaubwürdig machen.

„Das Erbe der Karolinger“ hat mir sehr gut gefallen - eine mit vielen historischen Fakten verwobene Geschichte, die anschaulich und lebendig erzählt wird und dabei schnell einen Sog entwickelt, dem man sich als Leser nicht entziehen kann.

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Rezensionen von xxx:

Ich hatte mein Schwierigkeiten

Onyx Storm - Flammengeküsst von Rebecca Yarros

Ich habe mich total auf dieses Buch gefreut und die Tage bis zum Erscheinungsdatum gezählt.

Als ich es dann in den Händen hielt musste ich sofort loslegen und die ersten 100 Seiten waren auch kein Problem. Und dann fing es an mich zu verlieren, ich empfand die Geschichte als schleppend und kam mit dem lesen einfach nicht voran.

Ich habe es dann fast 2 Monate gar nicht mehr angerührt, es verstaubte und zwischenzeitlich habe ich dann 4 andere Bücher angefangen und beendet. Ehrlich gesagt ich habe Onyx Storm und somit die ganzen Folgebände die noch kommen werden in meinem Kopf schon als abgebrochene Reihe akzeptiert.

Nun hatte ich aber eine Woche Urlaub nichts mehr zu lesen und es war furchtbares Wetter also habe ich mir das Buch nochmals zur Hand genommen und wollte weiterlesen, doch nach kurzer Zeit hab ich es auch wieder weckgelegt und den TV angemacht. Ich habe mir dann schlussendlich dazu gezwungen es nochmals als Ebook zu kaufen und wer hätte es gedacht, Die Seiten flogen von 400 (wo ich stehen geblieben bin) bis ans Ende.

Der Mittelteil des Buches war für mich sehr schleppend und langweilig es passiert nicht wirklich viel und wenn ich an die Bände zuvor denke (die absolute Lesehighlights waren) jagt hier auch nicht ein Plottwist den nächsten.

ab den letzten 200 Seiten kommt die Spannung wirklich wieder auf und am Ende will mann es nicht mehr aus der Hand legen und muss weiterlesen. Genau so wie wir die Bucher von Rebecca Yarros kennen und lieben.

Mein Fazit ist also ich freu mich auf die nächsten Bücher mit hoffentlich nicht mehr so schleppenden Fasen und allem in allen bekommt das Buch von mir 3,5 von 5 Sternen

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Rezensionen von Lulu24:

Märchen für Erwachsene

Nur du weißt, wer du bist von Michaela Wiebusch

Michaela Wiebuschs neues Buch ist ein Wohlfühlroman, in welchem wir die Protagonistin Lena begleiten dürfen, wie sie sich mithilfe einer Agentur für Selbstwert nach einer schmerzlichen Trennung ihr Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein zurückholt. In einer Woche intensiver Betreuung arbeitet sie an den Themen Selbstbewusstsein, Selbstbild, Selbstliebe, Selbstverwirklichung, Selbstverantwortung, Selbstvertrauen und Selbstfürsorge, und ist am Ende imstande, ihrem Ex bei einer Begegnung standzuhalten.

Das Ganze ist eine Art Selbsthilfeprogramm in Romanform, an welchem sich betroffene Leser(innen) auch selbst orientieren können, zumal am Ende jedes Kapitels die wichtigsten Lerneinheiten zusammengefasst werden. Dies ist ein angenehmes Konzept, das den belehrenden Zeigefinger gut versteckt, aber es hat meiner Meinung nach etwas von einem Märchen für Erwachsene:

Die heilsame Entwicklung läuft so glatt und reibungslos. Quasi als deus ex machina steht die Agentur immer sofort bereit, die richtigen Erkenntnisse in Lena zu wecken, Irrtum ausgeschlossen, Glückseligkeit garantiert, Sorry, das ist mir zu glatt, zu sehr mit Puderzucker überstäubt, mir fehlt die Reibung, das Bittere im Loslassen, welches solch ein Prozess auch mit sich bringt! Ein bisschen mehr Realismus hätte der Glaubwürdigkeit gut getan und würde betroffenen Lesern mehr helfen als diese heile Welt! Außerdem stört mich, wie sich die Protagonistin nur um sich selbst dreht. Da ist kein Austausch mit Freunden, Tochter, Familie. Führt dieses Vorgehen zu echten Erkenntnissen oder nur zu einer Manipulation der Selbstwahrnehmung?!

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