Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lesendundspielenddurchsleben :
Großvater Wal von Aviaq Johnston
"Großvater Wal, erzähl mir eine Geschichte ..." Dieser Bitte des kleinen Grönlandwales Arvaaq (es bekommt im BIlderbuch den Namen auf Inuktitut für das Grönlandwalkalb, das noch gesäugt wird) kommt der Großvater gerne nach. Doch die Antwort fällt vermutlich anders aus als das Walkalb vermutlich gedacht hätte.
Der Großvater betont nämllich nicht seine vielen Erlebnisse (und von denen gab es einige, schließlich ist er schon als und Grönlandwale können schließlich 200 Jahre alt werden!), sondern setzt diese in Relation zu den Erlebnissen und Gefühlen zu seinem Enkelkind. So sagt er etwa: "Ich habe mich mit Belugawalen angefreundet, mit Narwalen und Saiblingen, aber die Freundschaft zu dir ist für immer." oder "sie sind nichts im Vergleich dazu, wie riesig zu in meinem Herzen gibst". Die kurzen und prägnanten Texte bleiben mir dabei ebenso in Erinnerung wie die in den unterschiedlichsten Blautönen gehaltenen Bilder, die ich als sehr stimmig empfand. Sie passen super zum Text und entschleunigen meines Empfindens nach. Ein wunderschönes Bilderbuch!
Rezensionen von Lesendundspielenddurchsleben :
Känguru Knickohr - Huhu, Känguru! Was hörst denn du? von Britta Sabbag
Ich hab das Buch mit meinem 5 Jahre alten Sohn gelesen und wir waren beide ziemlich begeistert, auch dem älteren Bruder hat das Buch noch gut gefallen. Es erzählt mit ein wenig Humor und ganz vielen farbenfrohen Seiten vom Tag eines Kängurus, das nicht immer das hört, was gesagt wird. Zumindest wir fanden uns in der einen oder anderen Situation durchaus wieder.
Wer möchte nicht statt zu hören, dass er aufstehen muss, die Zusage hören, dass er so lange schlafen darf, wie er mag? Auch das Ende fand ich persönlich sehr charmant gelöst und ich denke, viele Kinder werden sich in dieser Schilderung wiederfinden. Ich mochte den Schreibstil sehr. Die durch das falsch Verstandene entstanden Reime schufen eine besonders schöne sprahcliche Ebene, die mir persönlich gut gefällt und die einen sehr feinen Zugang zu Sprache, Sprachmelodien und Reime eröffnet. Auch die Illustrationen empfinde ich als sehr gelungen. Ein wunderschönes Bilderbuch!
Rezensionen von C. P.:
Actionreiches Finale zu Wasser, zu Lande und in der Luft
Last Line of Defense, Band 3 - Der Crash von Andreas Gruber
Die Last Line of Defense ist so geheim, dass nicht einmal der Britische Geheimdienst davon weiß. Im dritten Band der Trilogie geht der Kampf gegen die Terroristengruppe MOEBIUS in die finale Runde. Geplant ist ein Anschlag auf eine Ministerkonferenz in den USA, nur wie genau ist bisher unbekannt. Team Omega, bestehend aus Jayden, Lenny und Erik, wird daher undercover auf das britische Schlachtschiff HMS Apocalypse eingeschleust, welches kurz darauf von MOEBIUS-Söldnern angegriffen wird.
Hierbei entkommen die drei nur knapp tödlichen Anschlägen, bevor sie herausfinden, wie genau das Attentat ausgeführt werden soll. Von dem Moment an startet ein Kopf-an-Kopf-Rennen, welche Seite schneller am Zug ist: MOEBIUS oder die Last Line of Defense? Und über allem schwebt die Frage: Wer ist der Kopf hinter diesem Terror?
Ohne mehr zu verraten: Das Finale hat es nochmal so richtig in sich. Beide Seiten greifen gefühlt mit allem an, was sie zu bieten haben und das Abenteuer verlagert sich vom Schiff sowohl in die Luft als auch an Land. Zudem entpuppt sich so manch einer als Feind in den eigenen Reihen. Nebenbei lässt Jayden noch Nachforschungen zu seiner verstorbenen Mutter anstellen, da ihm dieses Rätsel keine Ruhe lässt.
Actionfans kommen mit dieser Trilogie voll auf ihre Kosten. Jeder Charakter kann hier seine Stärken voll ausspielen und als Team sind sie einfach unschlagbar. Eine sehr geniale Jugendthriller-Trilogie, welche durch alle Bände die Spannung halten kann.
Rezensionen von Doris :
Ein herzlicher, praxisnaher Begleiter für alle, die Kinder mit Achtsamkeit und natürlichen Mitteln unterstützen möchten
Hildegard von Bingen - das große Kinder-Gesundheitsbuch von Brigitte Pregenzer
Rezension zu "Das große Kinder-Gesundheitsbuch!" von Brigitte Pregenzer – nach Hildegard von Bingen
Ein wertvoller Ratgeber, der Hildegard von Bingens ganzheitlichen Ansatz theoretisch, als auch praxisnah umsetzt. Unter dem Motto „Zurück zum Ursprung, zurück zur Natur“ zeigt das Buch, wie man mit einfachen Mitteln Kindern in ihrem täglichen Alltag bzw.
ihrer Entwicklung etwas Gutes tun kann.
Brigitte Pregenzer vermittelt umfassendes Wissen rund um die „goldenen Lebensregeln“ Hildegards – mit Themen wie den vier Elementen, gesunder Schlaf, Bewegung und dem Stärken kindlicher Talente.
Besonders ausführlich widmet sie sich dem Kapitel zur Ernährung: Hildegards Regeln werden verständlich erklärt, ergänzt durch einfache, alltagstaugliche Rezepte - zum Nachmachen mit und ohne Kinder.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Naturapotheke mit vielen Tipps zur Herstellung von Hausmitteln – von einfachen Lebensmitteln über Salben und Wickel bis hin zu Gewürzen, Kräutern oder Tropfen . Alles liebevoll erklärt und leicht umzusetzen.
Neben den Entwicklungsphasen vom Kleinkindhalter bis zur Pubertät, werden auch die Themen Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit einfühlsam begleitet.
Das Buch beeinhaltet hilfreiche, natürliche Empfehlungen, Orientierungshilfen und Anregungen für viele Alltagssituationen, wovon wohl jede/r Erziehungsberechtigte mindestens eine davon miterleben darf ;-).
Als Kräuterpädagogin kann ich den Gedanken „Back to the Roots“ – im Einfachen liegt das Wertvolle voll und ganz unterstützen. Dieser Ratgeber verbindet traditionelle Heilkunst mit moderner Pädagogik – und begleitet Familien achtsam und alltagstauglich.
Fazit: Ein herzlicher, praxisnaher Begleiter für alle, die Kinder mit Achtsamkeit und natürlichen Mitteln unterstützen möchten – ideal für Eltern, Großeltern und alle, die Kinder lieben!
Rezensionen von nil_liest:
Gabriel Ward, der neue Sherlock Holmes, gelungen.
Der Tote in der Crown Row von Sally Smith
Mit Der Tote in der Crown Row entführt uns Sally Smith ins London des Jahres 1901, genauer gesagt in den traditionsreichen Temple-Bezirk, der als Zentrum der englischen Rechtswelt ein Ort der Gesetze, aber nicht des Verbrechens sein sollte – bis ein Mord die Grundfesten erschüttert.
Wer klassische Detektivgeschichten liebt, wird sich hier sofort heimisch fühlen.
Der Mord an Lordoberrichter Dunning sorgt für Aufruhr, und weil die Polizei im Temple-Bezirk keine Befugnisse hat, fällt die Aufklärung des Falls dem Anwalt Gabriel Ward zu. Als akribischer, analytischer Denker mit einer Prise Eigenbrötlertum erinnert Ward in seiner Herangehensweise an Sherlock Holmes – auch wenn er auf die legendäre Exzentrik verzichtet. Unterstützt wird er von einem Polizisten, mit dem er nicht immer einer Meinung ist, was für unterhaltsame Dynamik sorgt. Herrlich gut!
Die Ermittlungen sind klassisches Whodunit: Verdächtige gibt es reichlich, dunkle Geheimnisse schlummern hinter den ehrwürdigen Mauern, und die Leser;innen können wunderbar miträtseln. Sally Smith schafft es, Spannung aufzubauen, indem sie nach und nach Hinweise streut und dabei geschickt mit falschen Fährten arbeitet.
Ein Highlight ist das Setting. Smith gelingt es meisterhaft, das Flair des Temple-Bezirks einzufangen: altehrwürdige Bauten, verschlungene Gassen, eine von Regeln und Traditionen geprägte Gesellschaft. Ihre detailreiche Recherche zeigt sich nicht nur in der präzisen Beschreibung der Örtlichkeiten, sondern auch in der Darstellung der damaligen Zeit – von den sozialen Strukturen bis hin zu den Ermittlungspraktiken der Epoche, die noch weit entfernt von moderner Forensik sind.
Fazit: Der Tote in der Crown Row ist ein guter historischer Krimi mit klassischer Whodunit-Struktur, einem charismatischen Ermittler und einem wunderbar atmosphärischen Setting. Wer das Flair von Sherlock Holmes und das Miträtseln in einem gut konstruierten Fall liebt, wird hier bestens unterhalten. Hoffentlich bleibt es nicht der letzte Fall für Gabriel Ward!
Rezensionen von C. P.:
Das magische Abenteuer in Paris geht in die nächste Runde
Birds of Paris - Der verborgene Turm von Kathrin Tordasi
Kaum hat Lea mit ihren neuen Freunden, den Federsuchern von Paris, ihr erstes gemeinsames Abenteuer hinter sich, wartet die nächste Überraschung auf sie: Ihre Mutter arbeitet ausgerechnet für die Vogelfänger, die Gruppe Erwachsener, welche Jagd auf die Schimmervögel machen, um deren Magie für egoistische Zwecke nutzen zu können.
Natürlich stellen sie gegenüber Leas Mutter alles ganz anders dar, als wenn sie selbst die Helden und die Glanzwerker die Bösen seien. Zudem wollen sie, dass Lea bei ihnen in eine Art Sonderschule geht, um den Schimmersinn zu ihren Zwecken zu trainieren. Lea ist völlig fertig, doch die Kinder haben eine Idee: Lea wird beim Feind unerkannt spionieren. Doch dies entpuppt sich als gefährlicher, als zunächst vermutet.
Der zweite Band ist wieder wahnsinnig aufregend und diesmal aus dem Grund emotional so bewegend, dass Lea plötzlich nicht mehr weiß, inwieweit sie ihrer eigenen Mutter vertrauen kann. Zudem geht die Suche nach dem Markt der Wunder in die nächste Runde, auf welchem sich Alex die Phönixmaske erhofft, um ihren Schimmersinn nicht zu verlieren. Es gibt wieder einige echt gefährliche Situationen, neue magische Überraschungen und die Kinder können sich erneut beweisen, wie stark ihr Zusammenhalt ist. Die Taube Piou ist natürlich ebenfalls wieder mit dabei. Optisch wird das Ganze wunderschön aufgewertet durch die zauberhaften Illustrationen im Buch.
Rezensionen von peedee:
Wenn das Leben andere Pläne hat
Carillon Point – Wo das Glück dich findet von Susan Mallery
Ein Anruf verändert alles: Allison erfährt, dass ihr Mann Peter verhaftet wurde; sie ist hochschwanger mit dem zweiten Kind. Die 16-Jährige Summer, Allisons Stieftochter, will ihr beistehen, benötigt dabei aber die Hilfe ihrer Mutter Erica. Ausgerechnet Peters zickige Ex-Frau, die ihm übel mitgespielt hat! Erica ist von Summers Engagement überrumpelt.
Sie tut alles für Summer, aber das geht zu weit. Da Allison Obdachlosigkeit droht, willigt Erica ein und quartiert sie bei sich ein. Aus anfänglichem Misstrauen beiderseits wird langsam eine Freundschaft, die beide Frauen dringend benötigen…
Erster Eindruck: Ein sehr schönes, stimmungsvolles Cover.
Als ich den Klappentext gelesen hatte, war ich gleich auf die ungewöhnliche Konstellation gespannt: Zwei Frauen, deren scheinbar einzige Gemeinsamkeit die Verbindung mit Peter ist.
Erica ist eine erfolgreiche Unternehmerin, betreibt mehrere Frisiersalons mit Day-Spa, richtet Förderprogramme aus. Sie ist seit vier Jahren von Peter geschieden – er hat sie Knall auf Fall verlassen. Das hat sie sehr verletzt. Peter ist Buchhalter mit eigener Firma und mittlerweile mit Allison verheiratet. Ein Kind haben sie schon, das zweite ist unterwegs. Allison kennt Erica nicht, hat aber nur schlechte Dinge über sie gehört und ist daher nicht gut auf sie zu sprechen. Sie fragt sich, wie Summer, die sie liebt, bei einer so kratzbürstigen Mutter aufwachsen konnte.
Eine schlimme Vorstellung, wenn man via Telefon erfahren muss, dass der Partner verhaftet wurde und ihm diverse schwere Straftaten vorgeworfen werden. Allison fällt aus allen Wolken, und zwar ins Bodenlose, denn sie hat keine Familie oder Freunde, die ihr beistehen könnten. Auch Erica fällt aus allen Wolken, denn ihrer Nachfolgerin Obdach zu gewähren, stand nie auf ihrer Liste.
Vorurteile, Verletzungen, Ängste, Freundschaft, Familie und Liebe sind einige der behandelten Stichworte. Das Buch war wie immer im Nu ausgelesen. Es war mir eine grosse Freude, so liebenswürdige Frauen kennenzulernen: Erica, Mutter Mara, Tochter Summer, Allison. Und Killion – ein toller Mann! Von Peter war ich leider so gar nicht begeistert – die Leser:innen werden das wohl gleich nachvollziehen können. Ich würde gerne mehr darüber schreiben, aber dann würde ich leider spoilern. Von mir gibt es 5 Sterne.
Rezensionen von nil_liest:
Eine Hommage an Magdeburg und wie es hätte kommen können
Schwebende Lasten von Annett Gröschner
Annett Gröschners Schwebende Lasten ist ein Roman, der auf weniger als 300 Seiten eine enorme Tiefe entfaltet. Im Mittelpunkt steht Hanna Krause, eine Frau, die das 20. Jahrhundert in all seinen Umwälzungen erlebt hat. Von der Floristin zur Kranführerin, vom Kaiserreich bis zur Nachwendezeit — Hannas Lebensweg ist geprägt von Brüchen, Verlusten und dem ständigen Versuch, in einer Welt voller Extreme anständig zu bleiben.
Gröschner gelingt es, historische Ereignisse und persönliche Schicksale auf eine Art zu verweben, die weder belehrend noch sentimental wirkt. Ihre Sprache ist klar und präzise, ohne dabei die Emotionalität der Figuren aus den Augen zu verlieren. Besonders beeindruckt hat mich, wie Gröschner die Perspektive einer ostdeutschen Arbeiterin authentisch einfängt und dadurch eine Geschichte erzählt, die oft im Schatten der großen Narrative bleibt.
Hannas Blick vom Kran auf die Fabrikhalle wird zu einem Sinnbild: eine Frau, die gezwungen ist, von oben auf die Welt zu schauen, distanziert und doch zutiefst verwoben mit den Schicksalen unter ihr. Diese Metapher verdeutlicht Hannas Lebenshaltung — pragmatisch, zäh, beobachtend, und dennoch voller Mitgefühl.
Die Stärke des Romans liegt für mich besonders in der stillen, unaufdringlichen Art, mit der Gröschner ihre Hauptfigur zeichnet. Hanna ist keine Heldin im klassischen Sinne, aber genau das macht sie so stark. Ihr Credo, "anständig bleiben", ist keine naive Floskel, sondern eine Haltung, die sie durch Diktaturen, Kriege und Enttäuschungen trägt.
Schwebende Lasten ist ein Buch für alle, die sich für die oft übersehenen Geschichten des 20. Jahrhunderts interessieren — für diejenigen, die mehr über das Leben derjenigen erfahren möchten, deren Stimmen im historischen Diskurs oft zu leise sind. Es ist ein Roman, der zum Nachdenken anregt, lange nach der letzten Seite nachhallt und zeigt, dass auch das vermeintlich Unspektakuläre voller Kraft sein kann.
Rezensionen von C. P.:
Feinde unter den Lebenden und den Toten
Raiders von Nadine Erdmann
Der dritte Band der Trilogie fordert die Hunters und ihre Freunde erneut auf allen Ebenen. Die Raiders haben sich zu einem gefährlichen Gegner entwickelt und schrecken vor nichts mehr zurück, um ihre Ziele zu erreichen. Da hilft nur noch ein gewaltiger Gegenschlag, doch der ist nicht ohne, denn die Raiders wissen gewisse Gegebenheiten für sich zu nutzen.
Hier stellt sich die Mantik als besonders hilfreich heraus, welche Riley deswegen stärker trainiert. Doch zunächst gehen sie den Träumen von Henry näher auf den Grund: In seinen Träumen trifft er sich mit einem Jungen namens Finn, der verzweifelt um Hilfe ruft. Doch wo steckt dieser Junge, und wieso können die Kinder sich in ihrer Traumebene begegnen? Und leider ist die Bedrohung durch den giftigen Regen noch längst nicht vorbei.
Ein thematisch sehr umfangreiches Finale, hier kommen nochmal so einige Themen zusammen. Sowohl das Schicksal um den Jungen Finn als auch die aggressive Vorgehensweise der Raiders hat mich emotional ziemlich mitrissen. Natürlich gibt es zwischen all der Action und Gefahr wieder Heartwarming-Szenen, auch wenn mir die Lockdown-Zeit etwas zu gemüselastig ausfiel. Dafür war die Entwicklung der Mantik bei Riley und den Kids faszinierend und die zwischenmenschliche Entwicklung in der Freund-Familie-Konstellation auf der Insel sowieso.
Wer die ersten beiden Bände gelesen hat (für das Verständnis wäre dies auch besser), wird um den dritten Band nicht herumkommen wollen. Ein würdiges Ende voller Spannung und Emotionen.
Rezensionen von Claudia R.:
vielschichtiger Jugendthriller
Schnick, schnack, tot von Mel Wallis de Vries
Klappentext / Inhalt:
Zehn Schüler
Zehn Aussagen
Unzählige Lügen
Ein Mörder
Klassenfahrt! Alle freuen sich auf das verlängerte Wochenende auf der Insel Vlieland. Doch dann wird Kiki erwürgt in den Dünen aufgefunden. Ihre Mitschüler sind im Schockzustand.
Die Polizei fängt an zu ermitteln und schnell wird klar, dass fast jeder ein Motiv gehabt hätte.
Dann macht die Neuigkeit die Runde, dass niemand die Insel verlassen kann, weil ein Sturm aufgezogen ist und jeglicher Schiffsverkehr eingestellt wurde. Allen ist klar, dass der Mörder mitten unter ihnen ist. Langsam aber sicher wird der Aufenthalt auf der Insel zu einem wahren Höllentrip ...
Cover:
Die Symbolik von Schnick, Schnack, Schnuck mit Stein, Schere, Papier wird hier symbolisch veranschaulicht. Ein Foto eines jungen Mädchens ist im Hintergrund angedeutet und leicht erkennbar. Optisch und farblich ist es interessant umgesetzt.
Meinung:
Es handelt sich hierbei um eine Neuauflage mit Farbschnitt. Dieser setzt zusätzliche Akzente und passt gut zur Thematik. Zudem handelt es sich hier um den zweiten Band aus der Reihe, jedoch kann man diesen auch sehr gut unabhängig lesen, da die Fälle in sich geschlossen sind. Mir war Band 1 nicht bekannt und ich kam ohne Probleme und Vorkenntnisse schnell und gut hinein.
Inhaltlich möchte ich hier gar nicht weiter ins Detail gehen, da ich nicht Spoilern möchte und nicht zu viel verraten möchte.
Der Schreibstil ist packend und fesselnd umgesetzt. es lässt sich angenehm lesen und man kommt schnell in Geschehnisse und Charaktere hinein. Durch die unterschiedlichen Perspektiven ist das Ganze sehr spannend und mitreißend. Die verschiedenen Sichten jeweils aus der Ich-Perspektive machen das Ganze sehr nah spürbar und besonders in Gedanken und Emotionen findet man sich so sehr schnell hinein. Durch die kurzen Kapitel kommt schnell Spannung und auch Tempo hinein. Ein kurzweiliger und rasanter Lesefluss wird so ermöglicht.
Es handelt sich hier um einen YA-Thriller der durchaus für Jungen und Mädchen ab 14 Jahren lesbar ist. Für saichte Gemüter jedoch nicht zu empfehlen, sondern schon eher für junge und junggebliebene Thriller Fans, die Nervenkitzel lieben.
Die Charaktere haben ihre Stärken und Schwächen und dies ist sehr gut ausgearbeitet und ist mir sehr positiv aufgefallen. Es gibt hier nicht einfach nur schwarz und weiß, sondern viele Graustufen dazwischen und man merkt, dass sich viele Gedanken zum Ganzen gemacht wurden und auch die Ermittlungen und das Ganze drumherum ist sehr gut gemacht und durchdacht.
Der Aufbau und die Gestaltung, sowie die Gliederung haben mir gut gefallen. Es ist packend und spannend bis zum Schluss, wenn auch durchaus ein wenig vorhersehbar.
Fazit:
Vielschichtiger Jugendthriller aus mehreren Perspektiven erzählt und spannend umgesetzt.











