Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Anjulia :
Nox und Lux
Die Chroniken von Lunis - Wächterin des Lichts (Die Chroniken von Lunis 1) von Janelle McCurdy
Mia lebt in Nubis, eine Stadt die in ewige Dunkelheit getaucht ist. Umbras ( magische Wesen) und deren Zähmer beschützen die Stadt. Als Nubis von Anhängern des Königs der Finsternis angriffen wird und Mias Eltern gefangen genommen werden, muss Mia fliehen. In Mia steckt mehr als sie ahnt. Sie könnte die letzte Hoffnung im Kampf gegen die Finsternis sein.
Die Chroniken von Lunis – Wächterin des Lichts von Janelle McCurdy ist eine gut gelungene Geschichte aus dem Kinder- bzw. Jugendfantasy-Bereich. Der Schreibstil ist für die Zielgruppe altersgerecht, wobei ich den Begriff" Schleinschnecke" irgendwann nicht mehr lesen konnte. Das Worldbilding hat mir sehr gut gefallen, die Umbras sind auf jeden Fall ungewöhnlich. Hauptperson Mia ist mutig, man merkt aber, dass sie noch sehr jung und teilweise mit der Situation überfordert ist. Ich fand sie und ihre Freunde gut dargestellt. Nach den ersten Kapitel wird das Buch von Flucht- und Kampfsituation bestimmt. Auf jeden Fall sehr rasant und actionreich . Wenn man bereits mehrere Bücher aus diesem Grene gelesen hat, sind die Entwicklungen nicht überraschend. Insgesamt gut geschrieben und unterhaltsam.
Rezensionen von clematis:
Frau Professor Herzig
Die Trümmerschule – Zeit der Hoffnung von Beate Maly
Die Jüdin Stella Herzig muss während des Zweiten Weltkriegs Wien verlassen, sehnt sich aber ständig nach ihrer Heimat, weshalb sie 1945 aus London zurückkehrt. Erschrocken stellt sie auf der Zugfahrt zum Westbahnhof fest, wie sehr sich die Stadt verändert hat, Ruinen ragen in den Himmel, Schutt und Trümmer müssen weggeschaufelt werden.
Glücklicherweise findet die junge Lehrerin rasch eine Anstellung am renommierten Lindengymnasium, schafft sich mit ihren modernen und aufgeschlossenen Methoden aber nicht bei allen Kollegen Freunde, ganz im Gegenteil, so mancher Nazi tummelt sich noch in den Reihen der Lehrer.
Bildreich und mit einem geschulten Blick fürs Detail erzählt Beate Maly die Geschichte der jungen Frau Professor Herzig, die in der Wiener Lehrerin und Politikerin Stella Klein-Löw in groben Zügen eine Vorlage findet. Die überwiegende Handlung ist fiktiv, zeigt aber sehr eindrücklich, wie Wien in den Nachkriegsjahren ausgesehen hat und wie verbreitet antisemitisches Gedankengut immer noch war. Sehr deutlich zum Tragen kommen Traumata, mit welchen Erwachsene zu kämpfen haben, aber auch Stellas Schüler werden oft dazu gedrängt, Erlebtes totzuschweigen, zu gehorchen und die Wünsche und Erwartungen ihrer Eltern zu erfüllen. So verwundert es einen nicht, dass die Atmosphäre häufig angespannt ist, man nach wie vor nicht weiß, wem gegenüber man sich öffnen oder gar anvertrauen kann. Sowohl die Welt des gestrengen Gymnasiums als auch des Lebens unter unterschiedlichen Besatzern wird eindrucksvoll wiedergegeben, sodass die Geschichte vor den Augen des Lesers recht lebendig wird. Nicht überaus dramatisch, eher ruhig und einfühlsam schildert Maly die einzelnen Szenen, die Stella Herzig als Hauptfigur mutig und entschlossen darstellen. Da noch nicht alles auserzählt ist, Fragen offen bleiben, wird man sich bis zur Fortsetzung im Jänner 2026 gedulden müssen.
Ein leiser, realitätsnaher Roman, der erinnern möchte und zum Nachdenken mahnt. Empfehlenswert!
Rezensionen von *RC*:
Bonsai, Kugelfisch, Tattoo, Parfum
Genussvoller Tod am Tegernsee von Birgit Mayr
Bonsai, Kugelfisch, Tattoo, Parfum
Mit diesen Schlagwörtern möchte ich einfach Eure Neugier auf den zweiten Teil der Kräuterheiler-Krimi-Reihe wecken. Der erste Teil „Der Kräuterheiler vom Tegernsee“, der 2023 erschienen ist, hat mir sehr gut gefallen, so dass ich es kaum erwarten konnte, ein weiteres Krimi-Erlebnis in den Händen halten zu können.
Ja, und dieser Lokal-Krimi ist ein echtes Highlight!
Im Mittelpunkt des Krimis steht der teuerste Bonsai der Welt, der auf einer in einem Hotel am Tegernsee stattfindenden Bonsai-Ausstellung gestohlen wird. Nicht nur das! Der Besitzer, der mit dem Bäumchen extra aus Japan angereist ist und beim Kräuterheiler mit seinem Bodyguard untergebracht ist, bricht tot zusammen, nachdem er - wie auch andere Schausteller - ein in Deutschland verbotenes Kugelfisch-Gericht gegessen haben. Und dann verschwindet auch noch der Bodyguard.
Nun darf Hauptkommissarin Erna Salvermoser in diesem Fall ermitteln. Unterstützt wird sie durch ihren Kollegen Schorsch und Kollegen aus Rosenheim, die in ihren Augen eher „Magermilchbürschchen“ sind. So macht sie sich mit ihrem mopsigen, furzenden Polizeimops Ganghofer, der später auch noch gekidnappt wird, auf eigene Wege. Unterstützt wird sie dabei von ihrer Freundin Theres (Schwägerin von Anton), die heimlich und unerkannt spioniert und einen guten Riecher entwickelt.
Ist die Mafia, deren Mitglieder besondere Tatoos haben, hier kriminell zu Gange? Das dürft ihr selber lesen. Wie dem auch sei, beim Ermitteln und Lösen des Falls kommt glücklicherweise der ‚Kommissar Zufall‘ zu Hilfe!
Und nicht nur das Böse spielt im Roman eine Rolle, auch das schöne Verliebtsein von Babette (Enkelin von Anton) und ‚Weißkittel‘ Valentin, der einen etwas schweren Stand bei Anton hat, wird herzlich erzählt.
Birgit Mayr hat ein fantastisches Gespür, in ihren Krimis Spannung, Humor, Lokalkolorit und Wissen zu vermitteln. Spannung und Entspannung erlebt man in den 26 Kapiteln, die eine angenehme Seitenzahllänge haben, so dass man relaxt Kapitel für Kapitel lesen kann.
Da ja der Kräuterheiler Anton einer der wichtigsten Protagonisten ist und in jedem Kapitel präsent ist, passt auch, dass jedes Kapitel die Überschrift eines Heilkrauts hat. Was das Kraut kann / wofür es gut ist, seit wann seine Wirkung geschätzt wird, wird locker und leicht im Rahmen einer kleinen eigenen Geschichte erzählt. So lernte ich z.B. etwas über Mistel, Mönchspfeffer, Blutwurz, Lorbeer, Teufelskralle, Odermennig etc..
Wunderbar ist, dass im Roman Besonderheiten der japanischen Kultur - teilweise mit einem witzigen Augenzwinker - aufgezeigt werden. Man lernt was über Bonsai, Garten und Umgangsformen und dass es z.B.: Toiletten-Pantoffeln gibt (ups).
Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, mit Erna, Theres oder Anton sowie Babette unterwegs zu sein, da die Schauplätze toll beschrieben sind. Außerdem bekommt man beim Lesen Lust, verschiedene Sehenswürdigkeiten aufzusuchen und zu erleben.
Und Schleckermäuler kommen auch nicht zu kurz. Auf den letzten Seiten des Romans gibt es spezielle Köstlichkeiten zum ‚Nach-Kochen‘. Da hier Japan auf Bayern trifft, gibt es originelles „Tegernseer Sushi“.
Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit all den Protagonisten, die so wunderbar unterschiedliche und liebenswerte Charaktere habe. Da möchte ich am liebsten mal zum Klaslhof, um mit der Familie leckeren Rhabarber-Kuchen mit Holunderblütencreme zu genießen.
Ein Lokalkrimi der Lust und Laune macht, auf den Spuren der Protagonisten zu wandern.
Ein Schreibstil der einen den Alltag vergessen läßt, herzlich, locker und humorvoll.
Ich kann diesen Tegernsee-Krimi wärmstens empfehlen. Einfach TOLL!
Rezensionen von peedee:
Geit neet, gifft neet. Jo.
Herzfischer - Strandträume in Greetsiel von Anja Seefeld
Greetsiel, Band 1: Die Juristin Katharina arbeitet in einer Düsseldorfer Anwaltskanzlei und hofft auf den nächsten Karrieresprung. Sie will unbedingt zur Junior-Partnerin befördert werden. Vor dem Beförderungsentscheid soll Katharina noch einen Grundstücksverkauf an der Nordseeküste abwickeln. Sehr irritierend, da das bisher nicht zu ihren Aufgaben gehörte.
Und erst noch in Greetsiel – weit weg von Düsseldorf und ihrer Komfortzone. Sie trifft auf den wortkargen Krabbenfischer Jasper, der sich gleich in ihr Herz einschleicht. Als sie herausfindet, dass ausgerechnet er der Grundstückseigentümer ist, eskaliert die Situation…
Erster Eindruck: Vom Sujet her gefällt mir das Cover, aber die Elemente auf dem Steg sehen einfach „draufmontiert“ aus, ebenso der Krebs.
Katharinas Plan, einst Junior-Partnerin zu werden, steht schon seit vielen Jahren fest. Nur ist sie nicht die einzige Kandidatin in der Kanzlei, die mit dieser Beförderung liebäugelt. Und bei einem solchen Karriereschritt hört die Freundschaft – so sie denn vorher bestanden hat – gerne auf. Widerwillig muss sie den Grundstücksverkauf an der Nordseeküste abwickeln. Ich sah sie förmlich vor mir, einerseits in Düsseldorf, die Haare perfekt gestylt, ein Business-Outfit, hohe Schuhe, andererseits an der Nordseeküste, wo sie, schneller als ihr lieb war, einen schreiend gelben Ostfriesennerz und passende Gummistiefel ihr Eigen nennt.
Als Juristin ist man in Rhetorik bewandt, daher irritiert sie die Wortkargheit des sympathischen Fischers, für den „jo“ scheinbar bereits ein vollständiger Satz darstellt. Mir war übrigens nicht bewusst, welche ursprüngliche Bedeutung der Ohrring eines Fischers hat – das fand ich sehr interessant (aber auch traurig).
„Das Leben kommt, wie es kommt. Manchmal ist das schlimm und manchmal auch ein Glück.“
Mir hat die Geschichte ausgezeichnet gefallen und es war mir eine Freude, so liebenswerte Protagonisten zu treffen (mit Ausnahme von „Schleimer-Paul“, versteht sich von selbst!). Kathis Freundin Jule ist toll – so eine Freundin wünscht sich wohl jede Frau. Ich vergebe sehr gerne 5 Sterne und freue mich, in ein paar Monaten die Fortsetzung lesen zu können.
Rezensionen von Daggy:
Niedlich und frech
Das Übelchen zieht ein ... und aus und wieder ein von Jan Strathmann
Auf dem Cover saust das Übelchen auf einem Blatt durch den Garten von Mirandoline, die wir am Fenster sehen.
So ein Überlchen kennen wir alle, denn wie oft geht uns etwas schief und wir wissen gar nicht, wie es dazu gekommen ist. Aber normalerweise arbeiten die kleinen Wesen ganz im Geheimen, aber unser Übelchen ist vom Baum in die Teetasse von Mirandoline gefallen.
Deshalb kam es, dass das Übelchen bei Mirandoline einzog. Geflohen ist das Übelchen vor dem Horowitz, dem Hahn des unfreundlichen Nachbarn Herrn Mumitsch. Das Übelchen kann mit einem Schnippen den Menschen kleine Streiche spielen und immer, wenn er das tut, wächst er etwas, so dass er bald in sein viel zu große Jacke passt. Durch den engen Kontakt zu Mirandoline und ihre liebevolle Art dem Übelchen gegenüber lernt der kleine Kerl neue Werte kennen. Er hat ein Zuhause und mag Mirandoline sehr, sogar ihr Schnarchen gefällt ihm. Die beiden erleben einiges miteinander und das Übelchen lernt ganz neue Dinge, wie Schule oder Zirkus kennen.
Das Übelchen wächst uns schnell ans Herz, es macht Spaß mit ihm die Welt zu entdecken und ihn dabei zu beobachten, wie er Gefühle entwickelt und nicht wieder einsam sein möchte. Denn „So nett wie Mirandoline, war noch keine Mensch zu ihm gewesen.“
12 Kapitel und 123 Seiten hat das Buch, die Schrift ist etwas größer und es gibt viele bunte, schöne Bilder. Deshalb kann man das Buch sicher schon Fünfjährigen vorlesen zum Selberlesen würde ich schon die 3. Klasse empfehlen.
Rezensionen von stina23:
spannende Fantasy-Detektivgeschichte
Magic of Moon and Sea. Die Diebin der vielen Gesichter von Clare Harlow
Istas Vater ist verschwunden. Das Mädchen macht sich auf, um ihn zu suchen und zieht deshalb in die Stadt. Dort findet sie zwar keine Spuren von ihm, wird jedoch selbst in ein Abenteuer gezogen, das damit beginnt, dass sie nur durch die Hilfe eines zwielichtigen Mannes vor einem Monster gerettet werden kann.
Alexo raubt dem Kind seinen wertvollsten Schatz, die Klarinette ihres Vaters und erpresst sie damit. Ista besitzt eine besondere „Gezeitengabe“. Sie kann ihre Form wandeln und soll für Alexo wertvolle Gegenstände stehlen. Nachdem immer mehr Grilks auftauchen und Menschen verschwinden, freundet sich Ista mit Nat an, der als Sohn einer Reporterin ebenfalls aufklären möchte, was hinter den Angriffen steckt. Sie begeben sich in ein Abenteuer, in dem nicht alles so ist, wie es scheint.
Das Buch spielt in einem schön ausgearbeitetes Fantasy-Setting. Istas Welt wird von den Gezeiten bestimmt, die die Stärke der Magie beeinflussen. Mit dem Mond nimmt sie ab oder zu und es scheint, als ob die jüngere Generation insgesamt mit mehr Magie ausgestattet ist als ältere Menschen. Istas Gabe, verschieden Gestalten annehmen zu können, ist dazu noch eine sehr besondere Kraft. Sie ist ein absolut mutiges Mädchen, das beharrlich danach strebt ihren Vater zu finden und Geheimnisse aufzudecken und eine Protagonistin, die einem schnell ans Herz wächst. Auch zu den anderen Figuren findet man schnell Zugang und durch den leicht und flüssig zu lesenden Schreibstil der Autorin, schafft es die Geschichte den Leser oder die Leserin rasch in den Bann zu ziehen, zumindest ist es mir so ergangen. Ich konnte das Buch nur schwer zur Seite legen, denn die Spannung, die die aufzudeckenden Ereignisse mit sich bringen, fesselte mich.
Die Storyline ist wirklich gut ausgearbeitet und durchdacht, sodass auch ich als Erwachsene große Freude am Lesen hatte und das Buch aus ganzem Herzen weiterempfehlen kann.
Rezensionen von Daggy:
So unterschiedlich kann Mut sein
Mister O'Lui und das Mutigsein von Silke Siefert
Ein Sieb auf dem Kopf und eine Pfanne, die mit einem Kochlöffel zur Trommel wird, so sehen wir Mister O´Lui auf dem Cover, sein Freund Rupert sitzt ihm im Nacken und hinter dem Busch sehen wir ein Tier sitzen.
Zunächst werden uns Mister O´Lui und sein Freund Rupert vorgestellt. Mister O´Lui wohnt in einem kleinen Haus am Rande des Central Parks und er bezeichnet es als Glück, dass das kleinen Streifenschweinchen Rupert bei ihm eingezogen ist.
Die beiden verbringen die Tage gemeinsam und machen viele Päuschen. Doch dann müssen sie feststellen, dass alle Pusteblumen verschwunden sind. Da es auf der Wiese noch einige andere Blumen gibt, waren wir etwas irritiert und haben erst nach genauem Hinsehen den Stiel einer Pusteblume erkannt. Als die beiden von einem kleinen Abenteuer auf ihre Picknickdecke zurückkehren, ist die Brotdose leer und die Kakaokanne liegt am Boden. Als zu Hause auch noch alle Birnen vom Baum geerntet wurden, glaubt auch Mister O´Lui an ein Ungeheuer, nachdem er Rupert zunächst unterstellt hat, dass er das nur als Ausrede benutzt hat. Als dann auch noch Rupert verschwindet, macht sich Mister O´Lui, bewaffnet wie auf dem Cover, mutig auf dem Weg seinen Freund zu suchen.
Eine liebevolle Geschichte über Freundschaft und wie unterschiedlich Mut aussehen kann. Die Bilder sind sehr niedlich gestaltet und schön anzuschauen. Die Mimik von Mister O´Lui
Ist etwas sehr einfach gezeichnet. Mister O´Lui spricht mit Rupert, während er nur mit Grunzen antwortet, trotzdem funktioniert die Kommunikation der beiden sehr gut.
Rezensionen von Daggy:
Den Sommer entdecken
Sooo schön ist der Sommer von Pe Grigo
Diesmal zeigt uns die kleine Maus, die uns vom Cover herzuwinkt, den Sommer. Und schon sehen wir sie in ihrer gestreiften kurzen Hose auf einem Stein sitzend, die Sonne genießen. Genau wie die Maus, sollen auch die Kinder ihre Beine baumeln lassen. Danach werden wir aufgefordert die Maus mit Sonnencreme einzucremen damit sie keinen Sonnenbrand bekommt.
Mit einen „Tralala“ ist die Maus auf der Wiese unterwegs und wir singen mit. Danach wedeln wir ihr Luft zu, helfen wir die Fische zu verscheuchen, klopfen beim Igel an und halten die Katze mit dem Eismobil an. Am Ende winken wir wieder Maus und Igel zu, die genüsslich ihr Eis essen.
Schöne bunte Bilder, die sehr schön den Sommer abbilden und kurze Texte, die immer mit der Aufforderung mitzumachen enden, machen dieses Mitmachbuch sicher wieder zu einm viel gelesenen Buch.
Rezensionen von EvaLiest:
Tolles Coffee Table Buch
Schauplätze der Weltliteratur von John Sutherland
Schauplätze der Weltliteratur: Eine Reise zu berühmten Orten großer Werke ist ein wunderschönes Coffee Table Book, herausgegeben von John Sutherland und übersetzt von Andreas Schiffmann und Alan Tepper.
Das Buch ist unterteilt in vier Kapitel, die sich auf literarische Epochen bzw. Zeitabschnitte beziehen.
Von der Romantik bis zur Gegenwart werden einzelne Werke aufgegriffen und es wird aufgezeigt, wie diese den Ort der Handlung beschreiben, in die Geschichte mit einbeziehen, symbolisch aufladen, usw. Die Einträge werden unterstützt durch Zeichnungen, Karten, Bilder und Zitate. Zusätzlich gibt es zu allen Autor:innen eine kurze Information.
Geografisch ist hier mäßig gut gestreut worden. Es finden sich auch Werke aus Regionen, die oft weniger im Fokus stehen, grundsätzlich merkt man aber dennoch die westlich geprägte Sicht auf Literatur. Ähnlich sieht es beim Thema Geschlecht aus. Es gibt etwa doppelt so viele Bücher, die von Männern geschrieben wurden wie die aus der Feder von Frauen.
Optisch ist das Buch (abgesehen vom Cover) sehr ansprechend gestaltet und es macht viel Freude, es durchzublättern. Natürlich ist es kein Buch, das man von vorne bis hinten durchliest (wer das mag, kann das natürlich trotzdem tun), sondern eher eines, bei dem man immer mal wieder einen Eintrag liest. Ich habe als erstes die Beiträge zu den Büchern angeschaut, die ich selbst schon gelesen habe. Wissenschaftliche Tiefe findet man hier eher nicht, aber das ist auch nicht das, was das Buch bieten kann und will. Vielmehr sind es schöne Überblicke und Hintergrundinformationen zu Schauplätzen und deren (metaphorischer, historischer, individueller, …) Bedeutung.
Mir hat das Buch bis auf die erwähnten Punkte sehr gut gefallen und ich freue mich darauf, die ein oder andere Entdeckung zu machen. Gelungen finde ich übrigens auch das Vorwort, das sich auf Gertrude Stein und ihr Zitat „There’s no there there“ bezieht und die Thematik des literarischen Ortes einordnet.
Rezensionen von EvaLiest:
Tolles Sachbuch zu einem wichtigen Thema
Diskriminierung geht uns alle an von Josephine Apraku; Debora Antmann; Olenka Bordo Benavides; Luisa L'Audace; Yezenia León Mezu; Christopher A. Nixon; Monty Ott; Christelle Nkwendja-Ngnoubamdjum; Sinthujan Varatharajah; Emilene Wopana Mudimu
Diskriminierung geht uns alle an ist ein gut gestaltetes Sachbuch für Kinder und Jugendliche, in dem verschiedenste Formen der Diskriminierung erklärt werden und die Leserschaft für das Thema sensibilisiert werden soll.
Herausgegeben wurde das Buch von Josephine Apraku, mitgearbeitet haben aber ganz viele Menschen aus unterschiedlichen Bereichen und mit unterschiedlichen Diskriminierungserfahrungen.
Nach einem Einführungskapitel, in dem erst einmal der Begriff der Diskriminierung erklärt und auf die drei Ebenen (individuell, institutionell und strukturell) eingegangen wird, widmen sich die folgenden Kapitel jeweils einem Bereich der Diskriminierung (wobei auch hier darauf geachtet wird, auf Überschneidungen hinzuweisen – zudem gibt es ein eigenes Kapitel zur Intersektionalität). In möglichst zugänglicher Sprache werden auch komplexere Sachverhalte auf ein Niveau gebracht, dem Kinder bzw. Jugendliche durchaus folgen können (das Buch ist ab 12 empfohlen, individuell kann ich es mir eventuell auch schon früher vorstellen). Dabei ist die Aufmachung wunderbar bunt, mit vielen Illustrationen, Infoboxen, Erklärungen und auch Reflexionsfragen.
Diskriminierung ist ein Thema, mit dem man sich von klein auf beschäftigen sollte und dieses Buch bietet eine wunderbare Gelegenheit, mit Teenagern darüber zu sprechen. Vor allem das Eingehen auf die Lebensrealität junger Menschen, das Abholen auf Augenhöhe und die Fragen, die dazu anregen, über die eigene Situation und das eigene Verhalten nachzudenken, machen dieses Buch zu einer wertvollen Ressource.











