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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von gabiliest:

Böse Schwester

Die Inselschwimmerin von Lorraine Kelly

In ihrem neuesten Roman “Die Inselschwimmerin” behandelt die bekannte Autorin Lorraine Kelly ein schwieriges Thema. Kann gelebte Schuld ein ganzes weiteres Leben beeinflussen oder ist es möglich, sich selbst zu verzeihen und Vergebung von seinem Umfeld zu erhalten?

Schon auf dem gelungenen Hardcover dieses hochwertig ausgestatteten Buches sieht man Evie und ihren größten Schrecken- Wasser.

Denn als Kind wäre sie beinahe ertrunken Auch in ihrem weiteren jungen Leben spielt das Meer eine wichtige Rolle und hat Anteil an der Schuld, die ihr Leben zu zerstören droht.

Nach langen Jahren in London kehrt Evie auf die schottischen Orkneyinseln zurück, ihre Heimat, die sie vor zwanzig Jahren überstürzt verlassen hat. Ihr Vater liegt im Sterben und Evie hofft, rechtzeitig zu kommen. Doch dann ist alles anders: Evie erbt sein Haus. Bei der Testamentseröffnung trifft sie auf ihre Schwester Liv. Liv hasst Evie seit ihrer Kindheit und will nur eines von ihr: Geld. Denn sonst wird sie Evies Geheimnis verraten. Glücklicherweise wird Evie von der warmherzigen, großmütigen Freya unterstützt. Sie war die Einzige, die Evies Aufenthaltsort kannte. Jetzt möchte Freya, dass Evie bleibt. Doch Evie weiß: Wenn sie bleibt, muss sie reinen Tisch machen und ihr Geheimnis preisgeben. Dann kann Evie auch den letzten Wunsch ihres Vaters erfüllen, ihr Elternhaus renovieren und schwimmen lernen.

Mit” Die Inselschwimmerin” hat Lorraine Kelly ein Thema aufgegriffen, das die Frage stellt, ob man vor Schuld- sei sie tatsächlich oder eingebildet- davon laufen kann. Evie, die unter dem traumatischen Ereignis ihrer Jugend leidet, macht sich beständig Vorwürfe. Sie ist überzeugt, kein Glück zu verdienen und nimmt daher ein langweiliges Arbeitsleben und sogar eine toxische Beziehung in Kauf. So wird Evie das Opfer ihrer Vorstellung und ihrer hinterhältigen, boshaften und verkommenen Schwester Liv, die Evie erpresst und sie bedroht. Wird Evie genug Rückhalt finden, um aus der Opferrolle herauszutreten, sich selbst zu ermächtigen und ihr Leben wieder in die Hand zu nehmen?

Die Autorin hat Evie bemerkenswerte Protagonisten an die Seite gestellt. Freya, die ursprünglich Magnus hieß, ist ein liebvoller Mensch und eine wundervolle Freundin. Sie ermutigt Evie, zu bleiben und sich mit den Freunden ihrer Jugendjahre auszusöhnen. Besonders hat mich in diesem Buch die Großmut, Hilfsbereitschaft und selbstverständliche Toleranz beeindruckt, mit der die Inselbewohner miteinander umgehen. Trotzdem- Evie muss warten, bis ihre Freunde die Ereignisse, die vor zwanzig Jahren alles verändert haben, bewältigt haben. Und wenn sich herausstellt, dass doch alles ganz anders war?

Neben Evies schwieriger Familiengeschichte hat Lorraine Kelly noch eine zarte Liebesgeschichte in das Geschehen verwoben. Hier können alle Inselbewohner helfen, ein Paar glücklich zu machen, das vielleicht nicht mehr viel Zeit miteinander verbringen wird. Und jetzt erkennt auch Evie, wie wichtig es ist, jeden Augenblick im Leben zu genießen und die Vergangenheit ruhen zu lassen.

In klarer, manchmal tiefgründiger Sprache und flüssigem Erzählstil führt uns die Autorin auf wechselnden Zeitebenen durch das Leben von Evie und ihrer Familie, detailliert entsteht hier einerseits ein Bild von wunschlosem Unglück und Selbstverleugnung bei Evie, andererseits bleibt das eigentliche Rätsel um Vergangenes lange im Dunklen. Dadurch erhält dieser gut ausgearbeitete Roman die Spannung, denn letztlich erscheint das Geschehen in völlig neuem Licht.

“Die Inselschwimmerin” ist ein bemerkenswertes Buch, das dazu anregt, Schuld zu hinterfragen und mit gelebter Schuld abzuschließen. Lorraine Kelly, die als Sachbuchautorin bekannt ist, hat mit “Die Inselschwimmerin” eine bewegende Erzählung geschrieben, die im Jahr 2024 unter den Top 10 der Sunday Times Bestsellerliste war. Auch ich gebe für diesen Roman eine absolute Leseempfehlung ab und verdiente fünf Sterne.

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Rezensionen von Liddy:

Ein echtes Lieblingsbuch

Farben lernen mit dem Blätterdieb von Alice Hemming

Das Buch „Farben lernen mit dem Blätterdieb“ hat uns große Freude bereitet. Bereits auf dem farbenfrohen Cover lassen sich viele verschiedene Farben entdecken.

Eichhörnchen und sein Freund Vogel sind im Wald unterwegs. Hier finden sie zum Beispiel heraus, welche Farben die Bienen haben oder Vogels neuer Hut.

Die großen Illustrationen sind insgesamt sehr niedlich, absolut kindgerecht und haben für viel Begeisterung gesorgt. Die lustigen Klappen sind extragroß und ließen sich ganz leicht öffnen. Auch die Seiten haben eine angenehme Dicke und lassen sich gut von Kinderhänden umblättern.
Das Vorlesen, das gemeinsame Suchen und der Austausch mit dem Kind hat uns sehr viel Freude bereitet.

Wir greifen gerne zu diesem liebevoll gestalteten Buch - von uns gibt es eine klare Empfehlung!

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Rezensionen von Beavielleser:

Nicht ausgereift

Frühlingssonate von Stefan Radau

In diesem Buch geht es eigentlich nur um Musik. Die Personen sind Randfiguren, die man nicht richtig kennenlernt. Dabei wäre hier viel Potential gewesen.  Eleonore, die Freundin ihre Mutter. Der Vater,  der als Uhrmacher arbeitet. Thomas der Jugendfreund, der auf mehr hofft als Freundschaft.

Was war mit ihrer Mutter,  woran ist sie gestorben? All diese Lebensgeschichten werden nur kurz angerissen, aber nicht vertieft. Sehr schade.

Selbst Johanna bleibt Blass. Radau schildert zwar sehr gefühlvoll ihre Liebe und Bessenheit zur Musik,  aber sonst erfährt man nicht viel von ihr.

Die Wiederholung von Worten, Redewendungen und Begeisterungen hat dem Buch auch nicht gut getan. Ebensowenig die ewigen Zweifel, ob sie in dem Dorf bleiben soll oder in die große Welt gehen soll.

Vielleicht muss man mehr von Musik verstehen,  um von dieser Geschichte begeistert zu werden.

Meine Meinung: Die Idee zu diesem Buch ist gut.  Doch in der Ausarbeitung wäre noch viel Luft nach oben gewesen. Und die letzten Kapitel waren mit Pathos überhäuft, da wäre weniger, mehr gewesen.

Das Cover dagegen,  gefällt mir sehr gut. Es spiegelt die Verbindung von Musik und den Bergen sehr gut wieder.

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Rezensionen von BarbaraM:

Farben entdecken mit jedem Umblättern – ein Mitmachbuch für die Kleinen

Farben lernen mit dem Blätterdieb von Alice Hemming

Unser Kind liebt Bücher – aber „Farben lernen mit dem Blätterdieb“ ist derzeit der absolute Favorit! Schon beim ersten Durchblättern war die Begeisterung groß. Vor allem die großen Klappen haben es unserem Kleinen angetan – mit großer Neugier wird jede einzelne aufgeklappt, um zu entdecken, was sich dahinter verbirgt.

Die Geschichte rund um das Eichhörnchen und den Vogel ist charmant und liebevoll erzählt. Es geht darum, gemeinsam die Farben der Welt zu entdecken – und das auf eine sehr kindgerechte, spielerische Weise. Die Eichhörnchenfigur kennt unser Kind schon aus anderen Büchern, was sofort für einen Wiedererkennungswert und Freude gesorgt hat.
Besonders schön finden wir als Eltern, wie das Buch das Thema Farben in eine kleine Abenteuergeschichte verpackt. Ganz nebenbei wird gelernt, ohne dass es sich nach „Lernen“ anfühlt. Die Sätze sind sehr einfach und klar formuliert.
Ein echtes Highlight ist, dass das Eichhörnchen oder auch der Vogel immer wieder die Frage stellt: „Welche Farbe hat ...?“ Dadurch werden die kleinen Zuhörer aktiv mit einbezogen und zum Mitraten und Mitdenken angeregt. Unser Kind antwortet mittlerweile schon ganz stolz mit – das macht das gemeinsame Lesen noch lebendiger.
Auch die Illustrationen verdienen ein großes Lob: Sie sind klar, freundlich und auf das Wesentliche konzentriert. Genau richtig für kleine Kinder, die sich schnell von überladenen Bildern überfordert fühlen. Die Farben sind fröhlich und kontrastreich, aber eben nie zu wild.
Und am Abend wird das Buch oft nochmal hervorgeholt, denn die letzte Szene zeigt, wie der Vogel und das Eichhörnchen schlafen gehen – ein sehr schöner Abschluss, der prima zur Einschlafroutine passt.
Fazit:
Ein rundum gelungenes Pappbilderbuch, das bei unserem Kind für leuchtende Augen sorgt und bei uns Eltern für viele schöne Vorlesemomente. Besonders empfehlenswert für Kinder ab 2 Jahren – vor allem für kleine Entdecker, die Freude an Farben, Mitmach-Fragen und Klappen haben!

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Rezensionen von Petra:

Wohlfühlen in Tigliobianco

Erdbeersommer mit Aussicht von Anna Bonacina

Priscilla ist eine bekannte Schriftstellerin von Liebesromanen, leider hat sie eine Schreibblokade. Um diese zu überwinden fährt sie in den Urlaub in einen kleinen italienischen Ort weit weg von ihrer Heimatstadt Venedig. Sie will Ruhe und Abgeschiedenheit, aber das ist in diesem Dorf nicht so ohne weiteres möglich, denn die Dorfbewohner sind sehr eng miteinander und haben ein scharfes Auge auf Fremde.

Es ist ein freundliches Dorf mit sehr ausgefallenen Bewohnern. Es gibt verfeindete Nachbarinnen, einen Buchclub, eine Bar, einen Laden, Kirche und einen Arzt.

Jeder dieser einzelnen Charaktere ist sehr detailliert beschreiben und ein jeder ist ein Original. Selten hatte ich so viel Spaß diese einzelnen Personen kennen zu lernen. Meine liebste Figur war Agata, eine Zwölfjährige die in die Fußstapfen ihrer Namensvetterin treten will.

Auf jeder Seite hat man die Wärme des Sommers und die Zugehörigkeit zum Dorf gespürt. Der Wettkampf um den besten Erdbeerkuchen ist ansteckend.

Die einzelnen kleinen Geschichten um die Menschen waren lustig, emotional oder skurril.

Warmherzig erzählt und immer das Beste für alle Bewohner im Auge, wird sogar eine Liebespaar das auseinnder zu gehen droht mit Hilfe von einer besonderen Idee wieder gerettetDie Dialoge sind voller Wortwitz,, leicht ironisch wird das Genre Liebesromane auf die Schippe genommen.

Ich habe mich beim Lesen wohlgefühlt, als ob ich auch mitten in dem D.orf auch mal in die Arme genommen werde.

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Rezensionen von praja:

absolut herzzerreißend

Play of Hearts von Juli Dorne

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Ich liebe Romantasy einfach – und hier prallen Liebe und Magie aufeinander, und das in einem schon etwas düsteren Kontext.
Ich habe mich direkt mit der Protagonistin identifizieren können. Sie ist emotional, verletzlich und gleichzeitig unglaublich stark – und genau das spiegelt auch der ganze Schreibstil wider.

Ich weiß gar nicht, was ich noch sagen soll, ohne zu spoilern. Ich habe es wirklich geliebt!
Es war herzzerreißend!
Was ich auch besonders mochte, war die Atmosphäre. Das Spiegelkabinett, die alten Geheimnisse, die fast märchenhafte Welt, in der Magie real ist – das alles war so bildhaft beschrieben, dass ich beim Lesen manchmal das Gefühl hatte, selbst durch diese Welt zu wandeln.
Die Idee, dass ein Herzenswunsch einen so hohen Preis hat, fand ich einfach genial. Es geht nicht nur um Liebe, sondern auch um Verantwortung, Entscheidungen – und darum, was wir bereit sind aufzugeben für das, was wir uns am meisten wünschen.

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Rezensionen von C. P.:

Entführungen durch Zeit und Raum

Das Ministerium der Zeit von Kaliane Bradley

Eine Zeitreise-Technik, die zu Entführungen durch Zeit und Raum missbraucht wird? Mein Interesse am Buch war schnell geweckt. Also versuchte ich fortan, gemeinsam mit der Erzählerin hinter die Ziele des Ministeriums der Zeit zu kommen.
Dieser Frau wird gemeinsam mit einigen anderen Auserwählten ein Expat übergeben, eine aus der Vergangenheit entführte Person, die damals sowieso gestorben wäre.

So die lapidare Erklärung. In ihrem Fall handelt es sich um den Polarforscher Commander Graham Gore, über den bis auf wenige Briefe kaum etwas bekannt ist.
Neben den sich ergebenden Differenzen gesellschaftlicher Ideale, dem Erlernen fortschrittlicher Technik und einigem mehr plätschert die Handlung leider lange vor sich hin, bis eine Bedrohung aus der Zukunft auftaucht und man endlich ein paar mehr Details zu den Zeitreisen bzw. Zeitentführungen erfährt. Ich hatte mir mehr Spannung versprochen, mehr Reibereien, Komplikationen, irgendwas, was die Handlung unterhaltsamer gemacht hätte. Zumal die Idee und die Charaktere dies hergaben. Und, wie es in der Beschreibung so schön heißt, die Entwicklung zu mehr als nur tiefer Freundschaft zwischen der Erzählerin und ihrem Expat war mir einfach zu schnulzig, so wirklich was Knistern hab ich zwischen den beiden nicht gespürt, um eine derartige Entwicklung stimmig zu empfinden. Das wirkte mehr wie ein: Naja, er/sie war halt grad greifbar.
Kurz: Viel verschenktes Potential, zu viele Längen um spannend zu sein.

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Rezensionen von C. P.:

Anstrengender Charakter, Stil konnte mich emotional nicht mitreißen

Das Restaurant am Rande der Zeit von Yuta Takahashi

Japanische Feelgood bzw. Asian Health Romane lese ich sehr gern, daher hat mich die Beschreibung von Chibis Kitchen gereizt. Erwartet habe habe ich thematisch Gerichte, welche es den Lebenden erleichtern, die Verstorbenen endlich loslassen zu können, indem es einen letzten magischen Kontakt gibt. Nunja, im weiteren Sinne ist dies hier tatsächlich der Fall, doch das Drumherum hat mir überhaupt nicht zugesagt.

Woran liegt es? Tatsächlich bereitet der Koch des kleinen Lokals am Meer Gerichte zu, wodurch die Gäste solange ein letztes Mal eine verstorbene Person nochmal sprechen können, bis das Essen erkaltet ist. So können Fragen oder Missverständnisse nochmal geklärt werden. Wie ich es von anderen Büchern dieser Art kenne ist der Roman auch locker in Episoden aufgebaut. Nur leider beginnt gleich die erste Episode mit einer Frau, die sich regelrecht in Selbstmitleid suhlt, weil sie glaubt, den Tod ihres von allen geliebten Bruders verschuldet zu haben. Sie ist sich sicher, alle hätten es lieber, wäre sie gestorben stattdessen (um ihre Ichbezogenheit mal zu verdeutlichen). Und als sie von dem Restaurant hört behält sie diese Information für sich und fährt allein dorthin, ohne ihren Eltern diese Möglichkeit auch zu gönnen, obwohl sie zugleich betont, wie sehr ihre Eltern den Verlust des Sohnes doch betrauern. Das fällt ihr erst ein, als sie ihren Bruder bereits sieht. Diese Egozentrik und ich nenne es mal naive Dummheit empfand ich als fürchterlich für einen Bucheinstieg. Leider wurde es nicht besser, da ebendiese Person fortan die Rolle des Bindeglieds zwischen den Episoden übernehmen sollte, mir also weiterhin mit ihrer ich-bezogenen Art auf die Nerven ging. Das hat mir die anderen Episoden zu sehr ruiniert, weil dieser Charakter ab ungefähr der Hälfte des Buches alles zu sehr überstrahlte. Auch die zweite Episode konnte mich nicht überzeugen, die wirkte wie eine Aneinanderreihung irgendwelcher Geschehnisse im Schnelldurchlauf, emotional blieb die einfach auf der Strecke liegen. Das ist schade, da mir eine spätere Episode mit einem älteren Herrn und seinem Erdnussbaum zumindest von der Idee her gefallen hat.
Für einen Wohlfühlroman habe ich mich bei diesem Buch deutlich zu wenig wohl gefühlt, mich konnte es emotional nicht abholen dank der negativen Charakterzüge der Hauptperson sowie des wie auflistend wirkenden Erzähl-Stils früherer Ereignisse.

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Rezensionen von C. P.:

Holpriger Start in ein rasantes Abenteuer

Magic Island – Ruf der Seelentiere (Magic Island, Bd. 1) von Andreas Suchanek

Durch einen mysteriösen Anhänger gelangt Julian auf die Insel Elenum. Dort trifft er auf drei weitere Kinder, welche aus den unterschiedlichsten Ecken der Welt stammen und ebenfalls nicht wissen, wie sie auf die Insel gekommen sind. Zudem haben alle ein Seelentier, mit welchem sie verbunden sind, auch wenn das Rufen des Seelentiers nicht bei jedem so recht klappen will.

Nach und nach finden sie heraus, dass sie der Schlüssel zur Rettung der Insel sein sollen, aber wie und warum? Und dann gibt es natürlich auch welche, die genau dies verhindern wollen. Der Start in ein magisches Abenteuer wider Willen beginnt.
Julian ist der Typ Junge, mit dem man Hunde pflegen kann. Zumindest ist das eine seiner Aufgaben neben der Schule in Berlin. Da passt ein Husky als Seelentier einfach perfekt. Wobei ich den Drachen als Seelentier der Japanerin Aiko deutlich unterhaltsamer fand. Die beiden anderen Kinder kommen aus Hawaii und Afrika mit jeweils passenden Seelentieren. Schon die Idee der Seelentiere finde ich wunderschön und im Cover versteckt ist der Husky auch erkennbar.
Das Buch ist schon ziemlich abenteuerlich, einige humorvolle Details lockern es gekonnt auf. Allerdings geht es recht zügig voran ohne wirklichen Tiefgang, vieles bleibt zunächst oberflächlich, stellenweise fühlte ich mich wie durch die Handlung gehetzt. Auch den Charakteren blieb kaum Gelegenheit, die Dinge mal zu verarbeiten oder zu hinterfragen, gemeinsam Pläne zu schmieden oder aus Fehlern zu lernen. Es wirkte vielmehr so, als wenn sie das Magic Island und ihre Aufgabe, die Insel zu verteidigen, anstandslos annahmen. Ich hätte eher erwartet, dass sie sich dagegen auflehnen das zu tun, was irgendeine fremde Erwachsene von ihnen verlangt. Ebenso fiel mir wiederholt negativ auf, dass Julian bisher einfach kein Teamplayer ist, was bei einem Hauptcharakter für Abzug bei den Sympathiepunkten sorgt.
Die Idee ist spannend, das emotionale Abholen hat mir beim Lesen noch zu sehr gefehlt. Dafür gibt es am Ende eine ziemliche Überraschung, die neugierig auf mehr macht. Eine klasse Buch-Idee, in der Umsetzung noch mit Luft nach oben.

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Rezensionen von Tara:

Eine berührende Geschichte vor einem tollen Setting

Die Inselschwimmerin von Lorraine Kelly

„Die Inselschwimmerin“ ist das Debüt der Journalistin und Moderatorin Lorraine Kelly.

Vor zwanzig Jahren ist Evie über Nacht aus ihrer Heimat geflüchtet, ohne ihrer Familie oder Freunden zu verraten warum und wohin. Lediglich Freya, die ihr beim Verlassen der Insel geholfen hat, weiß, dass Evie nach London gegangen ist.

Nun hat sie einen Brief von Freya erhalten, in dem sie Evie mitteilt, dass ihr Vater Duncan schwer erkrankt ist. Aus diesem Grund kehrt Evie zurück auf die Orkneyinseln, wo sie sich ihrer Vergangenheit stellen muss.

Die Geschichte wird im Wechsel in der Gegenwart 2024 und unterschiedlichen Zeitebenen der Vergangenheit berichtet. Die Schauplätze sind die Orkneyinseln und London.
Obwohl ich das Gefühl hatte direkt in die Story einzutauchen, dauert es lange, bis es zu näheren Informationen über Evies Vergangenheit kommt.
Zunächst gibt es Einblicke in das Familienleben von Evie, ihren Eltern Duncan und Cara, sowie ihrer Schwester Liv. Dass dort etwas im Argen liegt, ist schnell zu merken. Liv ist ein schwieriger Charakter und auch Cara ist nicht einfach. Gleichzeitig habe ich auch ein gutes Bild von den Bewohnern der Insel erhalten, eine eingeschworene, hilfsbereite kleine Gemeinschaft, in der jeder jeden zu kennen scheint.
Durch die Ereignisse in der Vergangenheit wird Spannung aufgebaut und die Wechsel zwischen den Zeitebenen haben mich beim Lesen durchaus gefesselt. Gelöst wird dieses nach circa Zweidritteln des Buches und im Anschluß verliert sich das Buch in den Leben der Nebencharaktere. Das war durchaus interessant und sehr emotional, aber die Spannung war weg und die Handlung plätscherte, wenn auch angenehm, vor sich ihn.

Thematisch hat das Buch einiges zu bieten. Es geht um Trauma der Vergangenheit, Manipulation, Erpressung, Kinderwunsch, Alkohol, Fehlgeburten, Verlust, Tod, Krebs, Alzheimer, Liebe, Eifersucht, Familie und vieles mehr.
Neben dieser Themenvielfalt lebt das Buch von der wundervollen Landschaft der Orkneyinseln. Die Beschreibungen sind wirklich toll und rufen bei mir direkt die Sehnsucht hervor diese einmal vor Ort zu erleben.

Leider weichen sowohl der Klappentext als auch der Titel deutlich von der Geschichte ab. Davon losgelöst und mit einem etwas gestraffterem Ende hätte mir das Buch besser gefallen.
Trotz der Kritikpunkte habe ich das Buch gerne gelesen und das Leben von Evie und den anderen Inselbewohnern gerne verfolgt.

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