Kunden em pfehlungen
Rezensionen von C. P.:
Japanisches Feelgood-Buch über Kalligraphie und das Briefeschreiben
Hatokos wunderbarer Schreibwarenladen von Ito Ogawa
Auf poetische Art nimmt uns die Autorin in ihrem Buch mit in die Welt der japanischen Kalligraphie und den alten Beruf der Schreiberin. Sie erzählt von der 25-jährigen Hatoko, die kürzlich den Laden ihrer verstorbenen Großmutter in Kamakura übernommen hat.
Hierbei wendet die Autorin einen besonderen Kniff an: So, wie man beim Lesen die vier Jahreszeiten eines Jahres erlebt, verändert sich nach und nach auch das Leben der jungen Frau.
Das Buch beginnt im Sommer, die Welt ist träge und Hatoko funktioniert nur in ihrer Alltagsroutine statt wirklich zu leben. Auch sitzt das schlechte Verhältnis, welches sie zuletzt zu ihrer Großmutter hatte, noch tief. Im Herbst kommt Hatoko mehr aus sich heraus, alte Emotionen brechen sich Bahn. Nach dem Neuanfang im Winter folgt letztlich das neue (emotionale) Leben im Frühling.
Begleitet wird die Erzählung von mehreren Aufträgen, welche sie als Schreiberin übernimmt. Neben Details zu Kalligraphie, Tinte und Wortwahl in Briefen sind sowohl die sowohl die japanischen Texte als auch in Übersetzung die deutschen Texte abgebildet. Zudem erfährt man einiges über die alten Traditionen, welche Hatoko noch halbherzig lebt. Eine wichtige Rolle spielt auch die Nachbarin, eine sehr lebensfrohe Person, welche Hatoko nach und nach aus ihrem Schneckenhaus hervorholen kann. Und natürlich das Aufarbeiten der Vergangenheit mit der Großmutter, welche sie nun lernt, aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Ich habe es sehr gern gelesen, lediglich ein Punkt zum Ende hin wirkte mir ein wenig zu übereilt, den konnte ich emotional nicht nachvollziehen.
Ein wirklich schönes Wohlfühlbuch, tatsächlich mal ohne Katzen, dafür mit Briefen und Kalligraphie und einer jungen Frau, die endlich zu leben beginnt. Einfühlsam und detailverliebt, wenn auch stets mit einer gewissen Distanz geschrieben, welche man bei dem deutschen Titel evtl so nicht erwarten würde.
Rezensionen von nessabo:
Interessant und vielfältig kuratierte Anthologie
Brüste von Linus Giese; Miku Sophie Kühmel
Die von Linus Giese und Miku Sophie Kühmel herausgegebene Anthologie hat mir insgesamt sehr gut gefallen, weil ich sie vor allem gut zusammengestellt fand. „Brüste“ verstehen sich manchmal als ganz zentrales Thema der Beiträge und manchmal eher als Aufhänger für eine komplexere Betrachtung vergeschlechtlichter Körper.
Das Weiterdenken hat mich manches Mal überrascht, meistens aber im positiven Sinne.
Wie für Essaysammlungen üblich gefielen mir manche Texte mehr als andere, weshalb ich für Anthologien auch bislang noch nie 5 Sterne vergeben habe. Ich habe mir bereits bekannte Autor*innen noch einmal neu kennen und umso mehr lieben gelernt. Daniela Dröscher beginnt die Sammlung mit vielen für mich sehr anregenden, manchmal auch aufwühlenden Fragmenten. Miku Sophie Kühmels Beitrag konnte ich ebenso fast körperlich nachfühlen. Gemeinsam mit Linus Giese gehören sie auch zu den Autor*innen, von denen ich sowieso gern lese, was sich hier noch einmal verfestigt hat.
Dann wiederum fand ich es einfach toll, dass Menschen verschiedener Geschlechter hier geschrieben haben und so auch trans* sowie nicht-binäre Perspektiven sehr viel Raum einnehmen. Sasha (im Buch noch Kirsten) Achtelik verwebt für mich so zum Beispiel sehr aufschlussreich gender affirming care für cis und trans* Personen miteinander, wodurch gesellschaftliche Absurditäten und Diskriminierung mehr als deutlich werden.
Gerade die stilistisch etwas experimentelleren Beiträge waren nicht so mein Fall, weil ich klare und persönliche Texte auch ganz generell schlicht greifbarer finde. Doch auch diese tragen zu einem runden Eindruck der Anthologie bei und haben mir ein komplexes Bild eines gesellschaftlich enervierend aufgeladenen Körperteils vermittelt. Manchmal war mir die Verbindung zum Titelthema ein wenig zu weit hergeholt und doch bin ich insgesamt zufrieden.
Die Textsammlung empfehle ich gern für eine kurzweilige Lektüre, die aber auch einige Impulse setzt und in gewisser Hinsicht noch in mir nachwirken wird.
Rezensionen von Claudia R.:
Gestaltwandler unter uns ...
Military Secrets: Zwischen zwei Welten von Daniela Ball
Klappentext / Inhalt:
Um Ihre Identität zu verbergen und ihre Freiheit zu sichern, hat die junge Gestaltwandlerin Rica ein Geflecht aus Lügen und Täuschungen um sich errichtet. Doch ihr Geheimnis droht aufzufliegen, als sie entdeckt, dass der charmante Nachbarsjunge sein eigenes falsches Spiel zu spielen scheint.
Plötzlich steht Rica vor der Entscheidung: Lässt sie sich auf ein weiteres gefährliches Spiel ein, oder unterwirft sie sich ihrem Feind erneut?
Cover:
Bestialisch und angsteinflößend springt einem der schwarze Jaguar des Covers fast direkt an und die Stimmung ist hier schon fast zum zerreißen. Optisch und auch farblich ist das Ganze toll umgesetzt.
Meinung:
Fesselnde und mitreißende Gestaltwandler Erzählung, die geheimnisvoll und spannend umgesetzt wurde. Die junge Gestaltwandlerin Rica hatte in ihrer neuen Familie eine Zuflucht und ein Zuhause gefunden, aber dennoch schwang immer eine gewisse Angst um ihr Geheimnis mit. Als Isabelle bekommt sie in ihrem neuen Leben Zuneigung von ihrer Familie und findet auch Freunde, doch droht ihr Geheimnis aufzufliegen.
Ich möchte hier nicht zu viel erzählen und halte mich daher von weiteren Details und Informationen zurück.
Der Schreibstil ist bildlich, geheimnisvoll und packend. Anfangs muss man sich etwas sortieren, ad man gleich in Geschehen geworfen wird und so es zu Beginn etwas verwirrend ist, was sich aber schnell klärt. Durch die Ich-Perspketive findet man sich gut in Charaktere und Gedanken hinein und kann diesen sehr gut folgen.
Die Geschehnisse und Situationen werden gut vorstellbar beschrieben und so hat man teilweise die Situationen sehr gut vor Augen.
Die einzelnen Abschnitte und Kapitel haben eine gut und angenehme Länge. Die Anfänge sind deutlich und gut ersichtlich. Gestaltung und Gliederung haben mir gut gefallen.
Das Drumherum und auch die Hintergründe sind sehr gut durchdacht und erst nach und nach erklärt sich einem die Verwirrungen und Zusammenhänge. Man kommt mehr und mehr in das Ganze hinein und es erschließt sich einem immer weiter.
Die Erzählung ist spannend und emotionsreich umgesetzt. Man wird schnell an alles gefesselt und dieser Auftakt der Reihe ist sehr gut gelungen und weckt die Neugier auf mehr und den weiteren Verlauf.
Fazit:
Fesselnde und mitreißende Gestaltwandler Erzählung, die geheimnisvoll und spannend umgesetzt wurde.
Rezensionen von Claudia R.:
emotionsreicher Roadtrip
Knäckebrothelden von Judith Allert
Klappentext / Inhalt:
Wenn das Leben eine unschöne Wendung nimmt ... dann steig in den Bus und mach ein Abenteuer draus!
Nach Opas Tod spielt Samys Familie total verrückt. Mama denkt nur noch an die Arbeit, Papa ist so fröhlich, dass es wehtut, die Zwillinge nerven ohne Ende, und Oma sagt gar nichts mehr.
So kann es nicht weitergehen! Die Rettung klemmt in der Sofaritze: ein Zettel mit Opas letztem Wunsch, einer Reise ans Meer. Also machen sich die sechs auf den Weg – mit Opas Asche in einer Knäckebrotdose! Was als harmloser Trip beginnt, wird schnell zum chaotischen Abenteuer. Zwischen Pannen, Zoff und schrägen Begegnungen lernt die Familie, dass sie gemeinsam alles schaffen und wie kraftvoll Erinnerungen sind.
Eine witzige und hoffnungsvolle Geschichte über den Verlust eines geliebten Menschen, das Zulassen aller Gefühle und den Zusammenhalt der Familie. Für Jungen und Mädchen ab 10 Jahren.
Cover:
Das Cover ist klasse gestaltet. Auf dem Dach eines alten Bulli erkennt man den Großteil einer Familie mit dem Porträt des Opas. Optisch und farblich ist es klasse umgesetzt und macht neugierig auf diese Reise.
Meinung:
Emotionsreicher, chaotischer und turbulenter Roadtrip, nach dem Tod des Opas. Jeder geht anders mit dem Tod um und so auch Samy und die verschiedenen Mitglieder seiner Familie. Schnell lernt man diese kennen und bereits zu Beginn geht es emotionsreich und auch traurig zu. Aber auch Witz und sehr viele chaotische Momente machen dieses Familienabenteuer zu einer Lesebereicherung.
Inhaltlich möchte ich hier nicht zu vil verraten und halt mich daher mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.
Der Schreibstil ist locker und angenehm und lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Die einzelnen Abschnitte haben eine angenehme Länge und ermöglichen einen guten Lesefluss. Die Kapitelanfänge sind gut und deutlich erkennbar und auch die Überschriften sind passend gewählt, ohne dabei zu viel zu verraten.
Durch die Ich-Perspektive von Samy findet man sich schnell in ihn und seine Gedanken hinein und kann diese auch gut nachvollziehen. Die Emotionen kommen spürbar und nah herüber. Und auch wenn Humor und Chaos nicht zu kurz kommen, so würde ich das Buch wirklich erst ab 10 Jahren empfehlen, da es gerade zu Beginn sehr berührend und emotional zu geht und für jüngere eventuell etwas zu viel werden könnte.
Die Geschichte ist interessant, vielschichtig und auch tiefgründig umgesetzt. Der Humor kommt hier trotz des ernsten und traurigen Themas nicht zu kurz.
Ein turbulenter und emotionsreicher Roadtrip, der für gute Unterhaltung sorgt, aber auch nachdenklich stimmt.
Fazit:
Emotionsreicher, chaotischer und turbulenter Roadtrip.
Rezensionen von yams:
Ein Lichtblick am Fermament
52 wilde Fermente von Alexis Goertz; Jonas Grube
Das Buch begeistert auf Anhieb mit seiner Ausstattung. Das Rot ums Cover ist vielleicht Geschmackssache und sticht etwas hervor, aber die Haptik des Hardcovers ist toll, schön samtig. Und in gewisser Weise habe ich auch genau dieses Gefühl beim Lesen, ebenso wie die Ergebnisse aus den Fermentationsexperimenten aus dem Buch irgendwie samtig der Zunge schmeicheln.
Es ist eine ganz neue Erfahrung, wenn man die Dinge, die man vielleicht sonst als Konserven kauft und nicht mag, nun selbst macht und merkt, es muss gar nicht so mega sauer und beißend sein.
Der Aufbau des Buchs ist in meinen Augen sehr gelungen. Ich muss aber auch zugeben, dass ich mich bislang nicht allzu sehr mit der Fermentation von Lebensmitteln beschäftigt habe. Insofern war die lange Einleitung nicht nur interessant, sondern auch sehr lehrreich. Es mag aber sein, dass sich der eine oder andere bereits mit dem Thema beschäftigt hat und diesen Teil, der sich um die Entstehung und Hintergründe dreht, vielleicht etwas langatmig oder unnütz findet. Für mich gehört das aber zu einem solchen Buch mit Rundumschlag dazu, damit man eben nicht bei Bedarf noch extra ins Internet recherchieren muss. Dazu ist hier alles sehr gut beschrieben und es macht wirklich Spaß zu lesen.
Die Rezepte sind ebenso wie der Buchtitel es ankündigt teils recht wild. Hier muss ich aber sagen, dass im Gegensatz zu vielen anderen Rezeptbüchern, die dann eher hochtrabend sind, das meiste an Zutaten quasi direkt vor der Haustür gesammelt werden kann. Und da sind wir dann mitunter bei Vogelbeeren, Rinden und Eicheln. Angefangen habe ich dann aber doch lieber mit Rezepten, die ich mir eher vorstellen konnte mit geläufigeren Zutaten. Hier aber auch gleich ein weiteres Lob: Fürs Sammeln wird auch gut beschrieben, worauf man achten muss und wie man die jeweiligen Pflanzen erkennt. Dazu gibt es entsprechende Zeichnungen.
Also meiner Meinung nach ein wirklich spannendes Buch mit richtig viel Hintergrundwissen, das zum Experimentieren einlädt. Vieles findet man einfach in der Natur, was einen zusätzlich motiviert, quasi zur Kräuterhexe zu werden. Top!
Rezensionen von Claudia R.:
Pen&Paper Abenteuer für Erstleser
Abenteuer im Schattenwald von Lisa Feinbube
Klappentext / Inhalt:
Du hast es in der Hand: Begleite Eri, den Halbork Pookie und den Waldelfen Alfred auf ihre erste Reise in den Schattenwald. Grüne Kaktuswildschweine, ein merkwürdiger Fluch und fiese Gnome stellen sich ihnen in den Weg. Hilf den Dreien dabei dieses Abenteuer zu bestehen, indem du selbst Entscheidungen triffst und Handlungen auswürfelst.
Alles was du benötigst ist ein normaler sechsseitiger Würfel. Los geht‘s!
Cover:
Das Cover ist klasse gestaltet, man erkennt eine Gruppe Jugendlicher, bzw. bei genauerer Betrachtung einen Halbork, einen Mensch und seinen Waldelfen. Auch der Hintergrund und die Umgebung sind detailreich dargestellt und auch hier kann man bei genauerer Betrachtung die Schatten von zwei Gestalten erkennen. Das Cover weckt Abenteuerlust und die Umsetzung finde ich sehr gut gelungen.
Meinung:
Es handelt sich hier um eine Mischung aus Erzählung, Pen&Paper, Comic und kurzweiliger Geschichte. Hier wird das Prinzip des Pen&Paper vereinfacht in eine Geschichte eingebaut. Man hat an verschiedenen Stellen, die Möglichkeit sich zwischen zwei verschiedenen Varianten zu entscheiden und liest dann an entsprechender Stelle weiter. Manchmal kann man sich nicht einfach entscheiden, sondern dann kommen die Würfel ins Spiel und je nachdem wie man würfelt, liest man dann auf der entsprechenden Seite weiter. So entscheidet man also die Geschichte und den weiteren Verlauf mit.
Es geht hier um Eri, Pookie und Alfred, welche nach einem Brettspielabend am nächsten Morgen verschlafen haben und das Dorf wie leergefegt auffinden. Was es damit auf sich hat und was noch geschieht, das lest am Besten selbst. Denn mehr zum Inhalt wird hier noch nicht verraten.
Die Umsetzung ist klasse gemacht. Die Geschichte ist in Comic-Form erzählt und die wundervollen Zeichnungen runden das Ganze sehr gut ab. Die Szenen werden klasse dargestellt und die Handlungen sind gut verständlich.
Man kommt in die Erzählung und auch die Geschehnisse schnell hinein. Die Textblasen und auch das Text-Bild Verhältnis ist gut gewählt. Die Geschichte ist fantasievoll und kreativ umgesetzt. Die Aufforderungen zu den Entscheidungen machen es interaktiv und so hat man erste Kontakte in Richtung Rollenspiel bzw. Pen&Paper, wenn der Anteil auch hier noch recht gering ist. Aber für das empfohlene Alter von 6 Jahren ist es auf jeden Fall ein guter Anfang und Einstieg.
Die Geschichte ist klasse umgesetzt und für Leseanfänger wird hier auf jeden Fall sehr viel geboten. Spannung, Unterhaltung und Beschäftigung in eine fantasievolles Abenteuer versteckt. Der Comic Stil macht es modern, locker und kurzweilig lesbar.
Alles was man braucht: ein Würfel und ein wenig Fantasie bzw. Entscheidungsfreude.
Fazit:
Klasse Fantasy Abenteuer für Erstleser im Comic-Stil mit Pen&Paper Elementen.
Rezensionen von Cellissima:
Typisch irische Literatur
Der Junge aus dem Meer von Garrett Carr
Kulisse dieses Romans ist die irische Westküste. Die Handlung beginnt im Jahre 1973, als ein Baby in einem Fass an Land gespült wird, und lässt uns das Leben dieses Kindes und dieses Dorfes über zwanzig Jahre hinweg verfolgen.
Der Fischer Ambrose und seine Frau Christine adoptieren den Jungen, den sie Brendan nennen.
Der Junge fasziniert alle im Dorf. Alle sehen ihn als etwas Besonderes an. Doch letzlich ist auch Brendan nur ein normaler Junge, der ebenso wie alle anderen auch mit allerlei Widrigkeiten kämpfen muss: dem schwierigen und rauen Leben am Meer, der Fischerei, finanziellen Problemen, Declan, dem leiblichen Sohn von Ambrose und Christine, der Brendan hasst ...
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Für ein Debüt ist dieser Roman außerordentlich gut geschrieben. Es war auch der Schreibstil des Autors, der mich am meisten begeistert hat.
Es ist in der Tat ein kluger, warmherziger Roman, schön und emotional zugleich.
Die Figuren überzeugen, man kann wirklich eine Verbindung zu ihnen aufbauen.
Die Grundidee ist spannend und interessant und auch überwiegend gut umgesetzt. Ich habe diese Geschichte rund um diesen Jungen, der seine Herkunft nicht kennt und trotzdem irgendwie zu einer Persönlichkeit heranwachsen und herausfinden muss, wer und was er ist, diese Familie und dieses Dorf gerne gelesen. Er hat mich durch seine wunderbare Atmosphäre tatsächlich direkt an die irische Küste versetzt.
Mir wurde lediglich stellenweise die Fischerei zu detailliert und dominant, was ich als weniger interessant und langatmig empfand.
Auch fand ich es nicht wirklich überzeugend, dass Brendan so viele Dinge einfach so akzeptiert hat, er bspw. nie Nachforschungen angestellt hat oder auch nur anstellen wollte bzgl. der Frage, wer seine Mutter und/oder sein Vater sind, woher er stammen könnte, er sich nie auf die Suche begeben hat usw. Zumal das wohl ziemlich leicht herauszubekommen war. Solche Dinge erschienen mir nicht ganz realistisch.
Ansonsten aber ein schöner, typisch irischer Roman, den man Fans irischer Literatur empfehlen kann.
Rezensionen von manu63:
Isalie und Max
Pfotenglück und Sommerwellen von Petra Schier
Pfotenglück und Sommerwellen ist der achte Band der Lichterhaven Reihe der Autorin Petra Schier. Alle Bände der Reihe können auch einzeln gelesen werden, mir persönlich macht es mehr Freude solche Reihen in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da die Hauptcharaktere der Vorbände immer wieder charmante Nebenrollen in den Folgebänden spielen.
Dieses mal geht es um Max und seinen Bauernhof der in einer existentiellen Krise ist. Als seine Mutter auf die Idee kommt Isalie als Unternehmensberaterin zu engagieren ist Max erst einmal skeptisch. Was weißt solch eine Großstadtpflanze, die außerdem noch eine bekannte Influenzerin ist, schon vom Leben auf dem Bauernhof.
Die Geschichte wird lebendig und sympathisch erzählt. Die allmähliche Annäherung der beiden wird gut dar gestellt und die Nebencharaktere werden gut in die Geschichte eingebaut.
Durch die wechselnden Perspektiven von Isalie und Max konnte ich als Leserin die Entwicklung der be9den gut nach vollziehen.
Insgesamt eine schöne Liebesgeschichte die noch gewürzt wird durch Samson, einem großen Neufundländer der ausgesetzt wurde und seine Lebensglück wieder finden möchte.
Rezensionen von Chrissi:
Juliet & Luke
The Summer We Fell von Elizabeth O'Roark
The Summer We Fell ist der erste Band der The-Summer-Reihe von Elizabeth O'Roark.
Dieses Buch war ein auf und ab der Gefühle. Es gibt traurige, dramatische und auch einfach tragische Momente, das perfekte Buch für deinen Sad-Girl-Summer.
Das Cover ist mir sofort ins Auge gesprungen, ich liebe die Farben und die gesamte Aufmachung.
Auch der Schreibstil der Autorin ist einfach klasse, man fliegt super durch die Seiten und durch die spannende Szenen kommt man in einen richtigen Lesefluss.
Es ist richtig viel passiert, auch vieles was mich überrascht hat, auch wenn ich vieles schon vorhersehen konnte.
Manchmal hatte ich total Angst das es kein Happy End geben wird, es wurde jedoch dann doch noch alles gut.
Die Charaktere waren eine echt bunte Mischung, Green Flags, Red Flags und Charakter die sich einfach entwickeln.
Juliet habe ich total gerne gemocht, besonders durch ihre Vergangenheit hatte sie es nicht immer leicht. Hat jedoch trotzdem ihr verdientes Happy End bekommen. Sie ist eine sehr selbstlose und liebenswerte Person.
Besonders die Rückblicke in Juliets Vergangenheit haben mir sehr gut gefallen.
Ich habe jedoch nicht ganz verstanden was Cash für eine Rolle gespielt hat und habe ihn eher als „unnützen“ Charakter wahrgenommen.
Luke mochte ich auch sehr gerne, auch er hatte es nicht leicht. Hätte mir jedoch noch ein paar Kapitel aus seiner Sicht gewünscht, um ihn besser kennenzulernen.
Was mir etwas gefehlt hat, sind die tieferen Gespräche, ja man hat sehr viel über Juliet und Luke erfahren, jedoch habe sie sich nie so richtig unterhalten und ein Gespräch geführt.
Auch waren für mich die spicy Szenen an den gewählten Stellen eher unpassend, dort hätte ich mir gewünscht das sie reden und sich aussprechen.
Eine Charakterin die sich sehr entwickelt hat ist Donna, am Anfang mochte ich sie weniger, jedoch kam dann noch Szenen die mein Bild von ihr verändert haben und ich sie somit auch ins Herz geschlossen habe, vor allem das sie Juliet und Luke bei der Polizei unterstützt hat, hat mich sehr berührt. Ich glaube ohne den Pfarrer hätte sie sich komplett anders entwickelt und wäre eine sehr liebenswerte Person geworden, die vielleicht ihren Traum schon früher durchgezogen hätte.
Danny war für mich eine wandelnde Red Flag, jedoch glaube ich das da auch sein Umfeld und seine Erziehung eine große Rolle gespielt haben, besonders der Pfarrer hat sehr auf ihn abgefärbt. Sein Tod war jedoch trotzdem sehr tragisch und hat mich berührt.
Den Pfarrer habe ich als extrem unsympathisch und auch sehr toxisch wahrgenommen, ich fand jedoch auch Donnas Beziehung zu ihrem Mann sehr toxisch, wo ich glaube das die ganze Familie sich ohne den Pfarrer anders entwickelt hätte.
Dan gibt es noch Grady, er ist einfach nur ein A*schloch, ich habe jedoch auch Libby nie ganz verstanden wie sie das nicht sehen konnte und hoffe für sie das sie das irgendwann einsieht.
An manchen Stellen bleiben für mich jedoch noch Fragen offen und manche Ereignisse wurden für mich zu schnell abgehakt. Zum Beispiel haben ich den Grund für Dannys Tod nicht verstanden, er ist die Klippen runtergestürzt, war das Absicht oder was war der Grund das er sich da runter gestürzt hat? Eifersucht, ja klar, aber war es wirklich nur Eifersucht.
Insgesamt ein sehr bewegendes Buch, was mir. bis auf ein paar Kleinigkeiten, sehr gut gefallen hat.
Insgesamt würde ich das Buch nicht als traurig beschreiben sondern eher als dramatisch. Es passierten tragische Dinge, ich musste jedoch nicht weinen oder so. Von mir gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung und 4 Sterne.
Freue mich schon sehr auf die Folgebände.
Vielen Dank an Elizabeth O'Roark und den LYX Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars. Die geäußerte Meinung ist meine eigene.
Rezensionen von Claudia R.:
Selbstliebe
Und wenn ich es selbst wert bin von ANDREA WiLK; A. D. Wilk
Klappentext / Inhalt:
Was bleibt, wenn man sich selbst vergisst?
Marly ist Pflegerin aus Überzeugung, doch seit acht Jahren schluckt sie im Heim ihre Gefühle runter und macht es allen recht. Als sie der Frage begegnet, welchen Wert sie hat, wenn andere ihr keinen geben, gerät ihr Leben aus den Fugen.
Diese Frage löst eine Verwandlung aus, die sie zwingt, alles zu hinterfragen: ihre Arbeit, ihre Beziehungen zu ihrer Mutter und den anderen Menschen in ihrem Leben und ihr Selbstbild.
Sie lernt, auf ihre innere Stimme zu hören. Unterstützt wird sie dabei von außergewöhnlichen Menschen, deren Geschichten sie berühren und inspirieren.
Eine bewegende Erzählung über die Kunst, den eigenen Wert zu erkennen und das innere Licht endlich nach außen strahlen zu lassen. Eine Geschichte für alle, die spüren, dass in ihnen mehr steckt, als sie sich bisher zu leben erlauben.
Cover:
Das Cover ist wunderschön umgesetzt. Eine Frau mit vielen Blumen im Haar ist hier erkennbar, dies macht eine sehr warme und herzliche Atmosphäre aus und auch die Zeichnung ist sehr weich und herzerwärmend. Die blumige Umsetzung ist sehr gut gelungen und passt auch sehr gut zum Gesamten. Optisch und farblich sehr schön ausgewählt.
Meinung:
Eine emotionsreiche wertvolle Geschichte voller selbstbewusster und starker Entwicklungen. Marley ist ein herzensguter Mensch und gibt alles. Dabei ist sie sehr aufopferungsvoll und vergisst sich selbst dabei nur allzu oft. Doch was bleibt, wenn man sich selbst verliert? Ihre Entwicklung ist beeindruckend und die feinfühlige Umsetzung des Gesamten sehr gut gelungen. Ein mitfühlende, tiefgründige und bewegende Erzählung, die zum Nachdenken anregt.
Inhaltlich möchte ich hier nicht allzu viel verraten und halte mich mit weiteren Details dazu zurück.
Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Die kurzen Kapitel ermöglichen einen guten Lesefluss und wunderschöne Lesemomente werden hier auch geboten. Die Kapitelanfänge sind sehr schön gestaltet und durch die kleinen Verzierungen stechen diese zugleich heraus. Gliederung und Gestaltung haben mir sehr gut gefallen. Auch die kleinen Einschübe mit Aufforderungen und Achtsamkeit Ritualen oder anderen tiefgründigen Gedanken, haben es sehr gut abgerundet. Hier konnte man auch viel für sich selbst reflektierten und einiges mitnehmen. Es steckt viel Tiefe und wundervolle Botschaften in dieser Geschichte. Die Umsetzung ist wundervoll gelungen.
In die Charaktere findet man sich sehr schnell und gut hinein. Besonders Marley ist sehr sympathisch und auch sehr authentisch dargestellt. Durch die Ich-Perspektive fühlt man sich ihr sehr nah und kommt auch in ihre Gedanken und Emotionen sehr gut hinein. Schnell fühlt man mit ihr mit und möchte ihr am liebsten helfen. Umso schöner ist ihre Entwicklungen und dass sie selbst mehr und mehr an Stärke und Selbstwert gewinnt.
Wunderschön ist auch der blumige Farbschnitt, dieser ist ein richtiger Hingucker und wertet das Buch zusätzlich auf.
In der Geschichte steckt viel Stärke, Veränderungen, Selbstbewusstsein, aber auch Ängste und ein weiter Weg zur Selbstfindung. Diese berührt und bewegt gleichermaßen. Dies zeigt, wie wichtig Veränderungen, aber auch Selbstliebe und Selbstwert sind.
Fazit:
Feinfühlige Geschichte über Selbstliebe und Selbstwert, mit herzerwärmenden Veränderungen.











