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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von _Le4_:

Hochemotional und schockierend

Das Echo der Sommer von Elin Anna Labba

Der See hat einst das Dorf verschluckt. Und heute tut er dies wieder. Der See war einst Rávdnás Freund, doch seit die Firma einen Damm gebaut hat, verschluckt er immer und immer wieder Rávdnás Zuhause. Sie versucht ihrer Tochter Iŋgá und ihrer Schwester Ánne, ein echtes Zuhause zu schaffen, das nicht wieder verschlungen wird.

Leider stellen sich die Firma und die Behörden ihnen in den Weg. Ein lebenslanger Kampf beginnt.

Die Geschichte der Samen interessiert mich seit einiger Zeit, da ich es faszinierend finde, dass sie das einzige einheimische Volk Europas sind. Und genau wie die meisten einheimischen Völker, werden die Samen leider diskriminiert.
Dieses Buch beschäftigt sich damit. Es ist die fiktionalisierte Geschichte über die reale Stauung mehrerer Seen in Schweden. In unserem Buch ist es ein bestimmter See, der so angestaut wird, dass er die Dörfer der Samen flutet. Dabei können wir sehen, wie ihre Meinung außer Acht gelassen wird, wie ihrem Leben einfach wenig Bedeutung zugemessen wird und wie sie mehr oder weniger über den Tisch gezogen werden. Einfach nur weil sie nicht die dominante Bevölkerungsgruppe in ihrem Land sind. Ihnen wird vorgeschrieben, wie sie ihr Leben leben sollen, weil irgendwelche fälschlichen Annahmen über ihre Charaktere gemacht werden. Dabei können wir eine breite Palette der Auseinandersetzung mit ihrer Realität sehen. Wir sehen Leute, die sich in den Widerstand begeben, aber auch Leute, die sich klein machen und erschöpft und resigniert sind.
Die Beschreibungen im Buch sind dabei so aufwühlend und herzzerreißend, dass man sich wirklich fragt, wie nur irgend jemand so über andere Menschen denken kann.

Das Buch ist wirklich sehr emotional geschrieben und zeigt in seiner Spanne über fast ein ganzes Menschenleben sehr viele Ungerechtigkeiten auf, die die Samen über sich ergehen lassen mussten und die auch leider heutzutage noch geschehen.

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Rezensionen von _Le4_:

Besuch im Matriarchat

Urlaub vom Patriarchat von Friederike Oertel

Die Autorin dieses Buches braucht Urlaub. Urlaub vom Patriarchat, wie sie selbst sagt. Und wo kann man das besser als in einem der wenigen Matriarchate der Welt? Daher fliegt sie nach Juchitan, einer Stadt in Mexiko, die als Stadt der Frauen bezeichnet wird. Ob die Stadt wirklich ein Matriarchat ist und inwieweit sie sich vom Patriarchat unterscheidet, ist das Thema dieses Buches.

Ich habe inzwischen schon einige feministische Bücher gelesen und bin immer wieder auf der Suche nach einigen, die nicht nur generell über Feminismus sind, sondern einen konkreteren Fokus haben.
Und dieses Buch verspricht genau das. Es hält außerdem, was es verspricht. Das Buch beschäftigt sich vor allem mit dem Matriarchat in Juchitan und macht dabei aber immer wieder kleinere Ausflüge und erklärt uns, welche anderen Matriarchate es gibt, Studien zur Korrelation zwischen Frauenrechten und regressiven Idealen und wie Sprache die Wahrnehmung von Geschlechterverhältnissen beeinflusst.
Das Thema war unheimlich interessant. Es ist spannend zu sehen, was die Autorin über Juchitan herausgefunden hat. Die Dichotomie der Tatsache, dass Frauen “das Sagen” haben und trotzdem tief patriarchale Ideale in ihrer Kultur existieren.

Das Buch ist wirklich lesenswert für jeden, den das Thema interessiert. Alle die feministische Literatur suchen, die nicht immer dasselbe ist, finden hier ein großartiges Buch.

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Rezensionen von div:

Fortsetzung, die mich nicht fesseln konnte

Merci Agneta von Emma Hamberg

Fortsetzung, die mich nicht fesseln konnte

„Merci Agneta“ ist der zweite Band einer Romanreihe von Emma Hamberg.

Man sollte den ersten Teil unbedingt zuerst gelesen haben, in welchen Agneta in die Provence kommt, bevor man Band zwei startet. In der Fortsetzung setzt Agneta ihren Neuanfang fort – diesmal mit mehr Selbstbewusstsein und neuen Herausforderungen.

Die Geschichte dreht sich wieder um Protagonistin Agneta, aber auch die bereits bekannten Figuren aus dem ersten Teil trifft man wieder.
Emma Hambergs Schreibstil ist locker, charmant und humorvoll. Die Charaktere sind tiefgründig und authentisch gezeichnet, besonders Agneta, die sich von einer unsichtbaren Frau zu einer selbstbewussten Heldin entwickelt.

Einen schöne Fortsetzung, leider konnte mich dieser Teil aber nicht so richtig fesselnd. Nett für zwischendurch, natürlich will man nach Teil 1 wissen wie es weiter geht, aber ganz überzeugt bin ich leider nicht.

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Rezensionen von Amena25:

In Teufels Küche

Devil's Kitchen von Candice Fox


Candice Fox hat ein Händchen für besondere Figuren und die Handlung ihrer Thriller sind immer originell.
In ,Devil’s Kitchen“ geht es um die New Yorker Feuerwehrleute. Diese gelten nicht zuletzt seit 9/11 als wahre Helden der Nation. Allerdings gibt es offenbar eine verdächtige Eliteeinheit.

Die freiberufliche Ermittlerin Andy Nearland wird vom FBI undercover in diese Einheit, die ,,Engine 99“ eingeschleust. Sie soll herausfinden, was an den Gerüchten dran ist, dass die Gruppe die Brände löscht, die sie vorher selbst gelegt haben und während Chaos und Panik herrschen, Banken, Juweliergeschäfte usw. plündern. Dabei schrecken sie offenbar auch nicht vor Mord zurück. Innerhalb der Gruppe herrscht ein starres Machtgefüge und eine toxische ,,Kameradschaft“. Doch Andy Nearland schafft es mit viel Mühe, sich das Vertrauen der Männer zu erarbeiten, allerdings weiß sie, dass sie immer auf der Hut sein muss und der kleinste Fehler für sie tödlich sein kann. Doch dann entwickelt sie Sympathien für Ben, einen der Männer der Crew, dessen Frau und Kind vor einigen Monaten spurlos verschwunden sind. Doch Gefühle sind das Letzte, was sich eine undercover-Ermittlerin leisten kann.
Eine extrem spannende, brandheiße Geschichte. Allerdings hinterlassen die Schilderungen der Gewalt, der falschen Heldenattitüden und die Außenseiterfiguren auch einen bedrückenden Eindruck.

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Rezensionen von Amena25:

DI Wilkins im Doppelpack

Ein Mord im November - Ein Fall für DI Wilkins von Simon Mason


Nachdem er bei seiner letzten Stelle rausgeflogen ist, bekommt DI Ryan Wilkins eine zweite Chance. Frühmorgens wird er an die Universität Oxford gerufen, wo eine junge Frau im Arbeitszimmer des Prorektors tot aufgefunden wurde. Doch die altehrwürdigen Hallen Oxfords und Ryan Wilkins passen so gar nicht zusammen.

DI Ryan Wilkins ist milde gesagt unangepasst. Er wirkt wie ein Teenager mit seinen Jogginghosen und Basecap, niemand nimmt ihm ab, dass er ein Polizist ist, bevor er sich nicht ausweisen kann. Hinzu kommen seine rotzfrechen Sprüche, die er in keiner Situation für sich behalten kann. Ihm zur Seite gestellt wird sein Namensvetter Ray Wilkins, der aber nicht unterschiedlicher sein könnte. Smart, elegant und Spross einer wohlhabenden nigerianisch-britischen Familie und dazu noch Oxford-Absolvent kann Ray sich zunächst nur schwer mit seinem Kollegen abfinden. Nach Meinung ihrer Chefin erfordern die Ermittlungen in den höchsten akademischen Kreisen Takt und Fingerspitzengefühl, das Ray Wilkins durchaus vorweisen kann. Doch der verzwickte Fall lässt sich damit allein nicht lösen. Erst Ryans unkonventionelle Methoden und seine brillante Beobachtungsgabe bringen Fortschritte, führen allerdings auch dazu, dass er sich selbst in große Schwierigkeiten hineinmanövriert.
Die Namensvetter Wilkins sind ein herrliches Gespann, ihre Dialoge äußerst unterhaltsam. So wie Ray allmählich seinen unangepassten Kollegen schätzen lernt, lernt auch der Leser allmählich den Hintergrund Ryans kennen und versteht damit sein freches Gebaren besser.
Gerne mehr davon!

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Rezensionen von DoraLupin:

Beeindruckend geschrieben

Wie Blätter im Sturm von Anja Lehmann

Ich lese generell sehr gerne historische Romane über die Zeit des zweiten Weltkrie§s, aber dieser historische Roman konnte mich doch sehr überraschen und in seinen Bann ziehen. Die Geschichte geht ganz auf die individuellen Charakterzüge der verschiedenen Personen ein und zeigt nicht nur sympathische Personen, sondern sehr authentisch auch solche, die von einem Mensch zum Monster gemacht wurden.

Inhaltlich geht es um Viktor, einen jungen Mann aus Wien, dieser besucht eine Erziehungsanstalt in Deutschland. Weit weg von der Heimat erlebt er Schreckliches. Doch gleichzeitig verspricht die Karriere bei der Waffen-§§ genau das zu sein, was ihn seine „Verfehlungen“ vergessen lassen kann. Als er nach Wien zurückkommt, möchte er seine Jugendfreundin Alina heiraten. Doch die birgt ein Geheimnis, von dem Viktor auf keinen Fall erfahren darf. Die Spionin Katharina hingegen geht über Leichen, um der deutschen Abwehr von London aus brisante Informationen zu liefern. Frank, ein Wehrmachtsoldat und Claire, eine stolze Französin, lernen sich unter unglücklichen Umständen kennen. Eigentlich sind sie Feinde in dem irrsinnigen Krie§sgeschehen, doch mit der Zeit schaffen sie es, die unsichtbare Grenze, die man zwischen ihnen aufgebaut hat, zu überwinden und sich besser kennenzulernen. Weder die anderen S0ldaten, noch Claires Familie darf von der zarten Liebe erfahren, die sich langsam zwischen den beiden entwickelt.

Der Schreibstil war von Beginn an sehr mitreißend und sehr leicht zu lesen, daher sind die über 500 Seiten auch nur so dahin geflogen und ich hatte die Geschichte in wenigen Tagen gelesen. Die Autorin versteht es die Personen und Orte der damaligen Zeit wieder lebendig werden zu lassen und auch die unterschiedlichen Gedanken. Der Roman erzählt immer wieder von großer Liebe und Hoffnung in einer so dunklen Zeit, lässt aber auch die Gräueltaten und die schrecklichen Momente und Orte nicht aus. Die Kapitel sind immer wechselnd aus Sicht von Viktor, Katharina, Claire, Frank und Alina geschrieben, manchmal kommen auch mal Nebencharaktere zu Wort. Dies hat die Geschichte sehr abwechslungsreich und spannend gemacht. Ich kann das Buch wirklich nur weiterempfehlen, da es nicht nur von mutigen und empathischen Menschen erzählt, sondern auch von Schicksalsschlägen, Hoffnungslosigkeit und was sich daraus in einer so dunklen Zeit alles erwachsen kann. Diese Ehrlichkeit habe ich bei diesem Buch sehr geschätzt, ebenso wie die ausgezeichnete Recherchearbeit der Autorin. Man hat ihr in jedem Kapitel das Herzblut abgemerkt und ich kann den Roman nur weiterempfehlen. Ein echter Geheimtipp!

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Rezensionen von Danislesestube:

Ein solider Fantasy Roman der mich etwas ein RPG erinnerte

Der Spiegel des Drachen - Weltenwandel von April Wynter

Das war das erste Buch, welches ich bei der Buchmesse Leiga mitgenommen habe, weil es mir direkt aufgefallen ist. Und auch, weil es offensichtlich etwas mit einem Drachen zu tun hat. Mittlerweile habe ich „Der Spiegel des Drachen: Weltenwandel“ zu Ende gelesen und wurde nicht enttäuscht. Der grobe Aufbau erinnert mich, ähnlich wie bei „Die Legende der Nathril“, an ein Rollenspiel in Richtung Final Fantasy.

Hier wurde zusätzlich der Zufallsgenerator für die Charaktere gedrückt, eine epische Geschichte drumherum geschneidert und fertig ist ein episches Abenteuer voller Legenden, Magie und Naturkatastrophen.

Glücklicherweise beließ es April Wynter nicht dabei. Die Charaktere sind nicht einfach nur leere Hüllen, die von der Königin von A nach B entsandt werden, bloß um dann an den Anfang der Geschichte zurückzukehren und um sich einem großen Boss entgegenzustellen. Das mit dem „Zufallsgenerator“ war eine gute Idee. Die Charaktere könnten nicht unterschiedlicher sein. Es gibt einen Ritter mit einer unfassbaren Loyalität seiner Königin gegenüber, eine Assassine mit einer dunklen Vergangenheit und ausgezeichneten Fähigkeiten, eine „Freudendame“, die nicht nur einmal ihren Charme spielen lässt (Spoiler: Sie kann auch mehr. ???? und zu guter Letzt haben wir meinen liebsten Charakter, welcher super mit Tieren umgehen kann. Wie zuvor erwähnt, ein bunter Haufen, der jetzt WIE GENAU die Welt vor dem Untergang retten soll? Indem sie ein Portal finden, das irgendwo im Gebirge liegt, welches in eine andere Welt führt. Natürlich wäre es besser, wenn man die bestehende Welt, die sich langsam in Nirvana verabschiedet, retten könnte. Ist das für unsere Gruppe machbar?

Die Handlung fällt im wortwörtlichen Sinne direkt mit einer Katastrophe zusammen mit der Tür ins Haus. Nach dem Prolog werden uns die Charaktere nach und nach vorgestellt, bis sie sich etwas später vor der Königin versammeln, um anschließend die Welt zu retten. Ich mochte den bunten Haufen sehr gerne. Auf ihrer Reise ins Gebirge und zurück habe ich gerne ihren Zankereien und Entscheidungen gelauscht bzw. gelesen. Der Einzige, der weniger zum Lachen hatte, war der Ritter bzw. Leibwächter der Königin. Zugegeben, er hatte sich vorher offenbar noch nie mit dem Pöbel abgegeben. Da die Gruppe meistens am A… der Welt unterwegs war, gab es nicht so viel zum Sehen außer ein paar höchst interessante Kreaturen und Wesen. Der Drache war natürlich das Highlight. Eh klar.

Die Wendung gegen Ende der Handlung hat dem Gesamtbild sehr gut getan, welches manchmal etwas zu handzahm daher kam, dafür, dass die Welt vor dem Abgrund steht. Alles in allem ein grundsolider Fantasy-Roman.

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Rezensionen von peedee:

Sehr unterhaltsam und zauberhaft

Die Donovans 3. Das geheime Amulett von Nora Roberts

Die Donovans, Band 3: Anastasia lebt sehr zurückgezogen und arbeitet als Herbalistin, also als Fachfrau für Kräuterheilkunde. Doch ihre eigentliche Berufung ist das Heilen und Empfinden von Schmerzen – sie ist eine Hexe und gehört zu den Donovans. Als nebenan Boone und seine kleine Tochter Jessie einziehen, spürt Anastasia gleich eine Verbindung mit beiden.

Kurzum ist sie bis über beide Ohren in Boone verliebt. Doch wie wird er reagieren, wenn sie ihm ihr Geheimnis erzählt?

Erster Eindruck: Das Cover passt gut zu einem Liebesroman.

Dies ist Band 3 der Reihe um die Donovans. Dieses Mal ist Anastasia (Ana) die Hauptperson. Sie lebt etwas abseits vom Trubel, doch das macht ihr gar nichts aus, denn sie braucht Ruhe für sich und ihre Arbeit. Sie hat bereits gehört, dass nebenan neue Nachbarn eingezogen sind. Die kleine Jessie besucht sie in ihrem Garten und erzählt gleich von sich, ihrem Daddy und ihrer Mama, die nun ein Engel ist. Ein Wirbelwind, der Anas Herzen im Sturm erobert. Und der dazugehörige Vater Boone hat irgendetwas an sich, was Ana anzieht. Sie hat in der Liebe eine riesige Enttäuschung erlebt, an der sie lange zu knabbern hatte. Daher ist sie mit neuen Männerbekanntschaften sehr zurückhaltend. Doch wieso macht sie sich überhaupt Gedanken darum, bloss weil ein attraktiver Mann nebenan eingezogen ist? Boone, ein Märchenautor, fühlt sich von Ana angezogen, aber er kann nicht sagen, wovon genau. Er sucht doch weder eine Frau noch eine neue Mutter für seine Tochter…

Da ich die Reihe nicht in chronologischer Reihenfolge gelesen habe, war dies bereits mein letzter Band der Reihe. Und? Er war für mich auch mit Abstand der Beste! Die kleine Jessie war natürlich zuckersüss, zudem haben mir Boone und Anastasia gleich von Beginn an gefallen. Ich fand es zudem toll, dass der ganze Donovan-Clan vorkam – das Buch war viel lebendiger und unterhaltsamer als die anderen drei – einfach zauberhaft. Von mir gibt es 4 Sterne.

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Rezensionen von Jazz:

Negative Vibes durch und durch

Achtzehnter Stock von Sara Gmuer

Wanda, eine arbeitslose Schauspielerin im 18. Stock eines Plattenbaus in Berlin, lebt mit ihrer fünfjährigen Tochter. Ihr großes Ziel ist, aus dem Elend herauszukommen. Das klingt spannend, aber an der Umsetzung hapert es.

Es gibt durchweg kaum einen roten Faden, Wanda ist von vorn bis hinten unsympathisch.

Versucht sich als gute Mutter und versagt. Am Anfang dachte ich, sie ist eine rücksichtslose Mutter, am Ende bekam ich das Gefühl, sie ist eine latente Helikoptermutter.

Ihre besten Freundinnen leben im gleichen Bau und heißen Ming und Aylins Mutter. Durchweg hat diese Frau keinen Namen bekommen. Das hat mich so genervt. Wer macht das? Wer geht durchs Leben und hat mit einer Person täglich Kontakt, übergibt sein eigenes Kind in die Obhut der besten Freundin/Nachbarin und kennt den Namen nicht?

Das Ende konnte mich dann auch nicht überzeugen. Im Großen und Ganzen und der Roman eine Warnung an alle, die den falschen Partner und den falschen Karriereweg einschlagen wollen.

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Rezensionen von stina23:

More than meets the eye

Mystery Eye von Susann Blum

Dieses Jahr gestaltet sich das Feriencamp, auf das die fünfzehnjährige Tammy gezwungenermaßen mitfahren muss, anders als in den Jahren davor. Nicht nur fühlt sie sich zu alt dafür, sie trifft auch auf den gleichaltrigen Isaac und entdeckt, dass sie trotz aller Unterschiede eines teilen: sie können sich telepathisch miteinander unterhalten und sehen beide ein mysteriöses blaues Auge, wenn sie sich berühren.

Tammy, die der ganzen Sache auf den Grund gehen möchte, zieht den widerspenstigen Jungen mit in ein Abenteuer, mit dem beide so nicht gerechnet haben, bei dem sie aber auch auf Verbündete treffen und Freundschaften entstehen.
Mich hat die Geschichte von Anfang an gepackt. Der Einstieg erfolgt ohne viel Umschweife und der Schreibstil der Autorin Susann Blum ist äußerst angenehm und flüssig zu lesen. An der Verwendung einiger spezieller Ausdrücke kann man die schweizerische Herkunft der Autorin erkennen. Ich mag es sehr, wenn Sprache lebendig und örtlich geprägt ist.
Mir war Tammy, aus deren Sicht der Großteil der Story erzählt wird, sehr schnell sympathisch, da sie in ihren Gedanken und ihrer Haltung viel Humor mitbringt. Manches davon ist zum Augenrollen typisch „Teenie“, was von einer guten Beobachtungsgabe und einem guten Einfühlungsvermögen der Autorin in Menschen dieses Alters zeugt. Je mehr das Buch voranschreitet, umso mehr Platz nimmt der Fantasy-Aspekt ein. Die Jugendlichen müssen sich durch viele Schwierigkeiten kämpfen und dabei nimmt das Erzähltempo ordentlich an Fahrt auf. Tammys Hin- und Herspringen zwischen telepathischer und verbaler Kommunikation während der actionreichen Handlung war etwas herausfordernd zu lesen, für die Story jedoch wichtig.
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen! Es ist für Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen ansprechend geschrieben und eine gute Mischung aus Fantasy, actiongeladener Handlung und Zwischenmenschlichem. Ich kann es mit voller Überzeugung weiterempfehlen!

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