Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Gavroche:
Starker Anfang
A Fate Forged in Fire – Aus Flammen geboren von Hazel McBride
Das Beste an dem Buch war der unglaublich starke Anfang, als die Protagonistin Aemyra als Hebamme tätig wird, weil ihre Mutter nicht rechtzeitig zurück kommt. Von ihrer Mutter hat sie viel über Heilkunst gelernt, aber noch lieber arbeitet sie in der Schmiede ihres Vaters, da fühlt sie sich ihrer Feuermagie auch näher.
Als der Kronprinz und sein überheblicher Bruder zur Schmiede kommen, um ein repräsentatives, wenn auch nicht gut austariertes Schwert schmieden zu lassen, lernt man gut die Gegensätze kennen. Früher, als es noch mehr Drachen gab, vor allem weibliche Drachen, aber die hat man schon lange nicht mehr gesehen, doch dann stirbt der König und in Aemyra regt sich ihre Magie immer stärker und sie will als Nachfahrin der alten Königinnen das Volk anführen und die Magie wieder in den Fokus stellen. Der Anteil an Drachen ist nicht so groß wie ich dachte, aber da hoffe ich auf mehr in der Fortsetzung.
Die Geschichte braucht ein wenig, um nach dem starken Beginn wieder an Fahrt aufzunehmen und hat ab und zu einige Längen, zum Ende hin gibt es jedoch ein paar interessante Entwicklungen, die mich neugierig auf die Fortsetzung gemacht haben.
Die Sprecherin Lana Ghafoor kannte ich noch nicht, hat mir aber gut gefallen.
Rezensionen von Gavroche:
Das Sterben hat begonnen
Aschesommer von Benjamin Cors
Nach den superspannenden "Krähentagen" habe ich mich sehr auf einen neuen spannenden Fall der Sonderermittlungsgruppe 4 gefreut.
Es ist Sommer und einfach nur heiß. Da stoßen Mila und Jakob auf ein unterirdisches Kühlhaus und zwei Leichen, an der Wand steht mit Asche geschrieben: "Das Sterben hat begonnen".
Aber welches Sterben? Der Tote war Paläontologie-Professor und schon bald wird klar, dass es sich um Verweise auf erdgeschichtliches Sterben handelt - aber davon gab es fünf. Handelt es sich um einen Serienmord? Und was hat Bode damit zu tun, der in Sicherheitsverwahrung sitzt, weil er zwei Studenten und seine Frau ermordet hat? Aber alles weist auf den ehemaligen Paläontologie-Professor hin.
Dieses Mal sind die Hintergrundgeschichten von Mila und Jakob mehr im Hintergrund, werden mehr angerissen.
Unglaublich spannend geschrieben und mit einer genialen Auflösung am Ende. Mir hat das Buch spannende Lesestunden beschert und ich hoffe auf eine baldige Fortsetzung.
Rezensionen von EvaLiest:
Interessante Prämisse, langweilige Umsetzung
Stars von Katja Kullmann
Stars von Katja Kullmann besticht als erstes durch ein wunderschönes Cover, das mich gleich in seinen Bann gezogen hat. Leider konnte der Inhalt mich dann nicht so ganz überzeugen.
Die Protagonistin schlägt sich als Teilzeitkraft in einem öden Bürojob durchs Leben und betreibt nebenbei eine Webseite, auf der sie diverse astrologische Serviceleistungen anbietet.
Eines Tages fliegt ein Stein durch ihr Fenster und sie findet 10.000 Dollar vor ihrer Tür. Ihr Leben verändert sich daraufhin und sie steigt hauptberuflich ins Horoskop-Business ein.
Was zunächst vielversprechend klingt, zieht sich leider über weite Teile, und die Geschichte bleibt belanglos und plätschert so dahin. Zwischendrin wird uns ein bisschen Philosophie serviert, was sich für mich irgendwie mit den restlichen Inhalten gebissen hat. Ich weiß immer noch nicht, worauf der Roman eigentlich hinaus will und warum so viele Dinge offen gelassen werden und Erzählstränge nicht zu Ende erzählt werden.
Die letzten zwei Seiten fand ich die besten im ganzen Buch und somit bin ich froh, dass ich es nicht abgebrochen habe (ich habe durchaus darüber nachgedacht). Hier versteckt sich meiner Meinung nach auch die Botschaft des Buches, was aber leider insgesamt dann zu wenig ist.
Die Rezensionen, die ich bisher zu diesem Buch gelesen habe, gehen wirklich stark auseinander – lasst euch also von meiner eher mauen Erfahrung nicht davon abhalten, wenn ihr Interesse an dem Buch habt. Und falls ihr es lest (oder schon gelesen habt), lasst mich doch wissen, wie es euch gefallen hat und warum.
Rezensionen von Minangel:
Mit dem kleinen Igel und seinen Freunden durch die Jahreszeiten von M Christina Butler
Unsere Meinung: seit jeher lieben wir die Geschichten rund um den kleinen Igel, da sie geprägt sind von Werten der Freundschaft, der Nächstenliebe und der Freude am Alltag und seinen Wundern. Somit waren wir begeistert, als wir den kleinen Sammelordner entdeckt haben. Einzig die haptischen weichen Mützen und Glitzerelementen, wie es sie bei manch anderer großen Igelgeschichtenausgabe gibt, haben uns etwas gefehlt.
Dafür kann ich mich wiederholen mit der Schwärmerei hinsichtlich der ansprechenden Illustration und der gut formulierten Texte.
Vier Bücher umfasst der Sammelband der jeder Jahreszeit eine Geschichte vom kleinen Igel und seinen Freunden schenkt. Und apropos schenken: durch den netten kleinen Tragegriff an der Sammelbox ist es wahrlich ein tolles Geschenk für kleine und große Nachwuchs-Igel-Leser.
Fazit: Rundum gelungen, toller Einstieg auch in weitere Igelgeschichten und schön, dass wir nun durch die Jahreszeiten vom kleinen Igel begleitet werden. Von uns gibt es 5 Stachelfreundschaftssterne
Rezensionen von Minangel:
überraschend fesselnd
Die Cornwall-Saga von Nicola Vollkommer
Meine ehrliche Meinung: ich hatte wirklich Schwierigkeiten in die Geschichte hineinzukommen, da so eine zähe Schwere herrschte. Immer wieder habe ich das Buch zur Seite gelegt und dann einige Tage später wieder begonnen. Und ganz ehrlich: ich bin sehr froh, dass ich daran geblieben bin. Auf einmal hatte mich die Geschichte gepackt und ich konnte sie gefesselt zu Ende lesen.
Wir treffen Anfangs des 19. Jahrhunderts auf die Familie Greenwold, die über die Geburt ihrer schwächlichen Tochter entsetzt ist und diese weggibt, da sie nicht der erhofte männliche Erbe ist. Geprägt durch ihre Ziehmutter wächst Charlotte heran und wird wieder lieblos zurück ins Herrenhaus geholt. Sie droht fast an der Kälte ihrer Familie zu zerbrechen, hätte sie nicht liebe Menschen unter den Angestellten, die sie Auffangen. Ihr Erwachsen werden und schockierende Enthüllungen prägen den ersten Band. Im zweiten Band geht es weiter und eine Unbekannte und ein Verwandter erscheint auf der Bildfläche, der das Glück zu bedrohen droht…
Die Charaktere gewinnen an Tiefe und können durch positive Wandlungen überzeugen, wobei damit nur ein Teil gemeint ist. Andere Charaktere zeigen die volle Tiefe eines schlechten egoistischen erschreckenden Charakters. Somit ist man mit Kontroversen konfrontiert und hofft darauf, dass das Gute siegt. Gut gefallen hat mir, dass sowohl aus der Sicht der Angestellten wie auch der Lordschaft erzählt wird. Auch ist die Kluft nicht bei allen spürbar und durch echte Zuneigung und Freundschaft gekennzeichnet – das prägt den Hauptcharakter Lady Charlotte sehr zur ihrem Gunsten. Der Glauben findet Platz und prägt einzelne Sequenzen.
Fazit: wer daran bleibt, wird mit einer spannenden Geschichte belohnt und bekommt Einblicke in die damalige Zeit. Von mir gibt es 4 Sterne für das Gute in den Menschen.
Rezensionen von Streiflicht:
Wie die Vergangenheit ihre Spuren hinterlässt
Mainsturm von Anja Mäderer
Da ich bereits einige Bücher von Autorin Anja Mäderer kenne, war ich natürlich umso neugieriger auf ihr neues Werk. Die Thematik mit Tilman Riemenschneider fand ich superspannend. Ich kenne Würzburg recht gut und war auch schon auf der Spurensuche nach seinen Werken. Das macht das Ganze natürlich noch interessanter zu lesen.
Ich mochte die Spannung zwischen der Vergangenheit und dem aktuellen Geschehen sehr. Faszinierend, wie Taten und Werke aus der Vergangenheit, uns auch heute noch beeinflussen können. Das war richtig gut gemacht!
Toll fand ich auch die vielen falschen Fährten, die einem sehr lange gar nicht falsch vorkommen und brillant in die Irre führen. Mein Highlight war das alternative Ende, das mich so richtig begeistert hat.
Fazit: Ein wunderbares Buch, das sich für alle Fans der Stadt Würzburg besonders eignet, das aber auch gut ohne Vorkenntnisse zu lesen ist.
Rezensionen von Streiflicht:
Sehr atmosphärisch
Tief unter dem Schnee von David Seinsche
Da ich nordische Krimis sehr mag – seit ich den ersten Roman von Henning Mankell gelesen habe –, bin ich immer wieder gespannt und neugierig, neue Geschichten und Autoren aus dem hohen Norden zu entdecken. David Seinsche kannte ich noch nicht, die Kurzbeschreibung hat mich aber total neugierig gemacht.
Auch habe ich bisher noch nicht so viele Bücher gelesen, die in Finnland spielen – meistens sind die Romane ja eher in Schweden angesiedelt.
Das hat mir noch mehr Spaß gemacht und ich fand es toll, dass das Buch dann auch wirklich sehr atmosphärisch und düster ist. Man kann die Kälte spüren, den Schnee knirschen hören und den gefrierenden Atem vor den Gesichtern regelrecht sehen. Toll fand ich auch, dass ich mehr über die Kultur und Geschichte des Landes erfahren habe. Immer schön, wenn man bei der entspannten Lektüre noch etwas dazulernen kann.
Die Kriminalgeschichte an sich ist ebenfalls spannend und unterhaltsam. Ich mochte es, mit den beiden Ermittlern unterwegs zu sein und mich auf den Fall einzulassen. Gerade ihre Gegensätzlichkeit sorgt für Lesespaß. Ich mag Figuren mit Ecken und Kanten. Von diesem Duo würde ich gerne noch mehr lesen!
Na, neugierig geworden? Kann ich verstehen! Auf geht’s in den dunklen Wald!
Rezensionen von Anna625:
Nichts für mich
Nowhere Heart Land von Emily Marie Lara
Rosa kehrt nach langen Jahren in London in ihre kleine Heimatstadt in Deutschland zurück. Eigentlich will sie hier nur den Verkauf des Hauses ihrer Großmutter abwickeln und sich außerdem für eine Weile vor Kolleg*innen und Vorgesetzten verstecken, nachdem es in London zu einem kleinen Zwischenfall kam.
Dann jedoch spürt sie die immer stärker werdende Anziehungskraft ihrer alten Schule - einem Internat, das inzwischen abgerissen wurde -, sowie ihrer Mutter Conny, die viel zu früh schwanger wurde und viel zu früh gestorben ist. Schnell steckt Rosa mittendrin in der Suche nach Spuren ihrer Mutter und ihrer eigenen Kindheit und Jugend.
Anfangs kommt der Roman noch mit recht viel Schwung daher, verliert dann bald aber an Fahrt. Die Handlung stagniert ebenso wie Rosas Leben, was vielleicht funktioniert hätte, wäre sie als Protagonistin mir sympathischer gewesen. Statt eines spannenden Psychogramms oder eines handlungsreichen Romans verläuft sich die Geschichte für meinen Geschmack jedoch zu sehr in den endlosen, ziellosen Gedanken Rosas, die unentschlossen durch die Straßen der Stadt und gedanklich durch die Gänge des alten Internats streift; zwar mochte ich den nostalgisch-atmosphärischen Unterton des Romans sehr, wirklich packen konnte er mich aber zu keinem Zeitpunkt. Das Gefühl, dass da noch irgendetwas kommen muss, blieb bis zur letzten Seite, zahlreiche Möglichkeiten, die Geschichte zu einem runderen Ende zu führen, wurden nicht ergriffen.
Der Schreibstil der Autorin ist durchaus ansprechend und lässt auf zukünftige Romane hoffen; das Debüt "Nowhere Heart Land" hat mich jedoch nicht wirklich abholen können.
Rezensionen von Rinoa:
Spannender Jugend-Thriller
Seven Ways to Tell a Lie von Colin Hadler
Den Einstieg fand ich etwas holprig und von hinten durch die Brust, ich musste die Geschehnisse erst einmal kurz sortieren, bis sich ein Bild ergeben hat. Dann wurde es aber sofort echt spannend und der gut zu lesende Schreibstil tat sein Übriges, dass ich nur so durch die Seiten flog.
Jonah, der als Ich-Erzähler fungiert, ist 17, genau wie seine Freunde und dementsprechend würde ich die Zielgruppe des Buchs auch eher auf jüngere Erwachsene setzen.
Und obwohl ich dazu nicht mehr gehöre, tat das dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Mehr als einmal dachte ich, dass man aus der Geschichte auch gut eine Netflix-Serie drehen könnte.
Dass das Buch in den USA spielt hat mich zu Beginn etwas gewundert, der Autor kommt schließlich aus Österreich, und fand es auch etwas unauthentisch, allerdings gibt es das in anderen Genres ja häufiger. Letztendlich hätte die Geschichte wahrscheinlich überall angelegt werden können, denn obwohl die Stadt Wane und ihre Einwohner durchaus eine wichtige Rolle spielen, blieben sie für mich eher blass und schwer zu greifen.
Während der Lektüre hatte ich aber sowieso wenig Zeit, mir darüber Gedanken zu machen, dafür war ich zu gefesselt von den immer krasser werdenden Ereignissen. Diese fand ich dann am Ende fast ein wenig zu krass und auch ein bisschen unrealistisch, immerhin sind das alles Jugendliche. Zumindest in meinen Augen, aber da spricht vielleicht auch das Alter aus mir.
Alles in allem hat mir „Seven ways to tell a lie“ aber wirklich sehr gut gefallen, es war rasant, spannend und unterhaltsam. Klare Leseempfehlung!
Rezensionen von Streiflicht:
Wenn sich die Vergangenheit rächt
Die Friedhofsvilla von Britta Bendixen
Da ich bereits ein Buch der Autorin Britta Bendixen gerne gelesen hatte, war ich natürlich wieder neugierig auf ihr neues Werk. Umso neugieriger gemacht hat mich die Tatsache, dass das Buch in Flensburg spielt, woher die Familie meines Mannes stammt. Ich mag es, wenn ich die Gegend oder Stadt kenne, in der eine Geschichte angesiedelt ist.
Der Anfang hat mir gut gefallen, dann fand ich es ein bisschen zäh. Je mehr man sich aber in die Geschichte hineinfindet, desto mehr Sog entwickelt sie. Wie sich die Gegenwart und Vergangenheit miteinander verbinden, das fand ich schon echt gut gemacht. Man spürt, wie wichtig es manchmal ist, sich damit auseinander zu setzen, was war, wie es anders hätte sein können und was man nun tun kann. Deswegen fand ich das Ende der Geschichte auch so toll.
Insgesamt ein sehr spannendes Thema, das die Autorin teilweise sehr düster verpackt und beschreibt. Ein Buch, das noch lange zum Nachdenken anregt.











