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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von morlin:

Sechs Frauen, ein Ziel: Mutter werden

Hello Baby von Kim Eui-kyung

Sechs Frauen, ein Ziel: Mutter werden. Für viele Frauen kein leichtes Unterfangen. Und das führt Munjeong und ihren fünf Mitstreiterinnen in die Fruchtbarkeitsklinik in Seoul. Um sich gegenseitig aufzufangen, um zu lachen, zu streiten, zu trösten und für einander da sein, erstellen sie einen gemeinsamen Gruppenchat.

Nachdem sich Jeonghyo eigentlich schon aus der Gruppe verabschiedet und ihren Traum vom eigenen Kind verlorengegeben gegeben hatte, meldet sich sich überraschend mit einer großen Nachricht. Sie hat es geschafft und lädt nun die Frauen spontan zu einer kleinen Baby-Party ein. Jetzt beginnt das große Rätselraten, wie das denn sein kann.
Mich hat das Buch auf zwei Weisen überrascht. Zum einen werden viele Themen rund um die künstliche Befruchtung sehr detailliert und mit Fachbegriffen beschrieben. Stellenweise kam es mir schon fast wie ein Sachbuch vor.
Was mir auch neu war, war die Tatsache, dass Südkorea ein Land mit einer extrem niedrigen Geburtenquote ist. Noch deutlich niedriger als in Deutschland. Und das hängt wohl auch daran, dass es Müttern extrem schwer gemacht wird. Insbesondere in der Arbeitswelt. Das was die Frauen erleben hat mich teilweise echt schockiert.
Am Ende bin ich mir unsicher, was ich jetzt von diesem Buch halten soll. Es war auf jeden Fall interessant und schnell gelesen. Und doch war es mir irgendwie zu wenig. Daher für mich ein gutes Buch, das ich mit vier Sternen bewerte.

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Rezensionen von Immenhof:

Lokaler Krimi

Das Teufelshorn von Anna Nicholas


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Die hilfreichsten Bewertungen zuerst
Anonymbewertet am 21.05.2025
Lokaler Krimi
Der Kriminalfall ist spannend und unterhaltsam geschildert. Mir gefällt besonders, dass er hauptsächlich aus der Sichtweise einer Person geschildert ist, was bei vielen anderen Romanen nicht mehr der Fall ist.

So kann man sich gut in die Person hineinversetzen und der Geschichte folgen. Neben dem Kriminalfall wird auch die Insel und das Umfeld der Person geschildert. Dies geschieht jedoch auf eine unterhaltsame Weise, so dass es nicht langweilig wird. Wer jedoch nur über den Fall lesen möchte, findet dies eventuell zu langweilig. Ihr ungewöhnliches Haustier lockert aber meiner Meinung nach die Geschichte immer wieder auf. Fazit: Wer gerne eine sehr authentische, etwas unkonventionelle Ermittlerin kennen lernen möchte und auf die Welt Mallorcas eintauchen möchte, bekommt einen unterhaltsamen und spannenden Kriminalroman.

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Rezensionen von Lerchie:

Gerade noch lesenswert

Mord auf Westwater Manor von Henrietta Hamilton

Das Landgut der Familie Thaxton liegt zwischen den Hügeln der englischen Country Side. . Das Buchhändlerpaar Sally und Johnny entdecken dort in der Bibliothek fragwürdige Fälschungen von seltenen Erstausgaben. Der Gutsherr , sehr zum Leidwesen seiner Nachbarn, eine große Farm errichtet, den Fluss durch einen Damm gestaut und wird in eine hitzige Debatte verwickelt.

Dann wird Sir Mark leblos aufgefunden. Jemand hat ihn mit einem präzisen Schlag ermordet. Sally und Johnny entwirren in ihrem 2. Fall die Verstrickungen und kommen dem Mörder bedrohlich nahe. Er könnte noch auf Westwater Manor sein und ein zweites Mal zuschlagen.


Meine Meinung
Das Buch ließ sich nicht ganz so leicht lesen, denn die vielen Erklärungen, wer wann, was und wie getan hat, oder getan haben könnte, waren oft etwas verwirrend und chaotisch. Man kann sehr leicht den Überblick verlieren. Trotzdem war ich in der Schichte bald drinnen, auch wenn ich mich gefragt habe, war das jetzt wieder soll, wenn erneut eine seitenlange und langwierige Erklärung auftauchte. Unbedingt überrascht war ich von dem Ende nicht. Denn diese Person hatte ich im Visier. Sympathisch waren mir Sally und Johnny, die alles versuchten um zu helfen und den Mörder zu finden. Wie gesagt, war ich nicht sehr überrascht von diesem, fand das Buch jedoch trotzdem noch spannend, auch wenn mir der Überblick ab und zu abhandenkam. Es hat mich trotzdem etwas gefesselt und auch leidlich gut unterhalten. Wen solch ewiglangen Monologe über diese oder jene Person, die der Mörder sein könnte- oder auch nicht – nicht stören, dem empfehle ich es gern weiter. Von mir jedoch gerade noch 4 Sterne.

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Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:

Spannend und regt zum nachdenken an

Vorsehung von Liane Moriarty

Schon der Klappentext hat mich extrem neugierig gemacht – was für eine Vorstellung, jemand sage einem Lebenserwartung und Todesursache voraus klingt absolut verrückt. Was aber passiert, wenn einige dieser Vorsehungen eintreffen ?
Durch die kontroversen Diskussionen auf social media war ich wirklich gespannt – von „grottenschlecht“ bis „mega“ war alles dabei….

.und ich muss zugeben, dass der erste Leseabschnitt mich etwas überfordert hat. So viele Figuren, alle haben ihre eigene Geschichte und ich habe überhaupt nicht verstanden, warum man so viele Figuren auf einmal präsentiert. Ab dem zweiten Leseabschnitt wurde mir dann bewusst : das ist bewusst so gewählt und macht das Buch in der ganzen Geschichte so spannend und interessant.
Wer erhält welche Vorsehung und wie geht derjenige damit um ? Ich konnte es irgendwann nicht mehr erwarten weiterzulesen und mitzuerleben, wie es den Figuren ergeht und wie diese Vorsehungen ihr Leben beeinflussen.
Spannend war auch die Geschichte, der alten Lady, die die Vorsehungen verkündet : nach und nach löst sich das Rätsel um ihre Gestalt.
Ich war total gefesselt von dem Buch und konnte es irgendwann gar nicht mehr aus der Hand legen : für mich ein absolut spannendes Buch, das auch im Nachgang zum nachdenken anregt. Eine absolute Empfehlung von mir !

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Rezensionen von Gaby 2707:

Wie ein zauberhaftes Märchen

Glück ist wie eine Reise - Maja und der weiße Hirsch von Sven Schöler

Maja hat ihre letzten Prüfungen erfolgreich hinter sich gebracht. Nun ist sie mit dem Zug unterwegs zu ihren Großeltern, die im Sommer in einer kleinen Hütte in den Bergen leben. Schon bei der Zugfahrt denkt sie über viele Fragen nach, die ihr alle ungefiltert durch den Kopf gehen. Als sie durch eine Baustelle langsam in die Station "Waldbahnhof" einfahren, bemerkt Maja auf einem kleinen Abstellplatz zwischen den Bäumen ein Tier, das sich in einem Netz verfangen hat.

Wie sagt ihr Großvater immer: "Wir sind nicht nur für das verantwortlich, was wir getan haben, sondern auch für das, was wir nicht getan haben." Also stürmt sie los um dem großen weißen Tier mit dem spitzen Geweih zu helfen.
Schritt für Schritt begleite ich nun Maja und den nicht nur weißen, sondern auch weisen Hirsch Bailu auf ihrer gemeinsamen Reise durch die Berge zu Majas Großeltern.

Was für eine wundervolle Geschichte. Fast wie ein Märchen. Und ich liebe Märchen. Aber diese Geschichte beinhaltet so viel mehr. Weisheiten, die Maja von ihren Eltern und ihren Großeltern kennt, werden leicht in die Geschichte eingeflochten. Fragen des Lebens, die ihr der weise Bailu erklärt, die aber auch immer weitere Fragen aufwerfen und Maja – und auch mich – zum Nachdenken anregen.
Ich habe es so genossen, Maja und den weißen Hirsch zu begleiten. Mit ihr die beiden Hasen Elli und Eddi und die Shettlandponys Greta und Goldi kennenzulernen, bei Peter und seinen Großeltern einzukehren und das ein oder andere Abenteuer zu erleben. Ich habe nicht einfach nur gelesen, sondern immer wieder inne gehalten um auch in mir nachzuspüren, was die Weisheiten und die Gedanken von Maja und Bailu mit mir machen.

Sehr schön finde ich auch die Vorworte des Autors für Teenager und für dem Teeni-Alter Entwachsene, zu denen ich ja gehöre, vor Beginn der Geschichte. Sie haben mich neugierig gemacht auf das, was dann kommt.
Die wenigen schwarz-weiß Illustrationen fügen sich harmonisch in die Geschichte ein und bereichern sie gekonnt.

Ich habe die Reise in Majas Inneres mit ihren leisen Gedanken und intensiven Gefühlen sehr genossen. Ich habe mich sehr gerne in diese andere Welt entführen lassen und weiß jetzt, wie ich mein Denken und meine Gefühle lenken kann. Vor allem habe ich mich mit der Geschichte sehr gut unterhalten gefühlt.

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Rezensionen von ReiShimura:

Da bekommt man beim Durchblättern Hunger

Svens Perfect Match von Sven Teichmann

Über Sven Teichmann bin ich durch Zufall in den sozialen Medien gestolpert. Der sympathische, junge Deutsche und seine Liebe zu Pizza und dem Backen haben mir vom ersten Augenblick an gut gefallen und seine Leidenschaft ist definitiv ansteckend. Wobei ich dazu sagen muss, dass ich auch schon vorher sehr gerne gekocht und gebacken habe.

Genauso durch einen Zufall habe ich festgestellt, dass es von Sven Teichmann ein Kochbuch bzw. sogar schon mehrere Kochbücher gibt. Obwohl die Outdoorküche normalerweise nicht mein Metier ist, habe ich mich für dieses Kochbuch entschieden und ich kann gleich mal vorausschicken, dass ich es nicht bereut habe. Denn Sven Teichmann gibt zu den Rezepten auch immer eine Indoor-Option an. Perfekt, wenn man entweder nicht grillen mag oder das Wetter wieder einmal nicht mitspielt.
Bevor es zum eigentlich Rezeptteil geht, gibt es eine kleine Einführung. Diese umfasst sowohl die Grundlagen des Grillens als auch des Backens. Somit ist dieses Buch nicht nur für Fortgeschrittene in den beiden Bereichen geeignet, sondern auch Anfänger finden sich sehr gut zurecht. Die Knet- und Formtechniken, welche besonders wichtig sind, wenn man ein schmackhaftes und optisch ansprechendes Gebäck haben möchte, werden ausführlich und sehr anschaulich erklärt, sowohl in Wort als auch Bild.
Bild ist sowieso ein gutes Stichwort. Denn mit Bildern wird in diesem Buch nicht gegeizt. Jedes der Rezepte wird in einem äußerst ansehnlichen Bild dargestellt, so dass einem beim Durchblättern bereits das Wasser im Mund zusammenläuft. Die Rezepte selbst, also die Zutaten und Zubereitungen der verschiedenen Gerichte, sind sehr kompakt dargestellt, enthalten aber alle wichtigen Informationen, so dass das Nachkochen leichtfällt. Einziges Manko für alle denen auch die Nährwertangaben wichtig sind, diese sind nicht vorhanden, dies stört mich persönlich aber nicht.
Enthalten sind hierbei sowohl fleisch- und fischhaltige Rezepte, aber auch vegetarische und vegane. Wobei die meisten Rezepte natürlich, wie bei Sven Teichmann nicht anders zu erwarten, eine Brotkomponente enthalten. Er hat sich hierbei auch nicht auf eine bestimmte Küche spezialisiert, sondern vereint Rezepten aus mehreren Ländern und Kontinenten und manchmal werden diese auch miteinander kombiniert.
Fürs spontane Kochen sind die Rezepte eher weniger geeignet. Dies sollte aber jedem einleuchten, da die diversen Teige meistens lange Geh- und Ruhezeiten haben. Des Weiteren würde ich dieses Kochbuch nicht unbedingt für die Alltagsküche hernehmen. Denn mir persönlich sind die meisten Rezepte dafür zu zeitaufwändig. Allerdings hatte ich so etwas bereits im Vorfeld vermutet und sehe das nicht als Kritikpunkt an.
Der Titel verspricht meiner Meinung nach nicht zu viel. In diesem Buch passt einfach alles perfekt zusammen, wie die Faust aufs Auge. Mir bleibt gar nichts anders übrig, als dieses Buch weiterzuempfehlen.

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Rezensionen von wort8wege:

Ein vielversprechender Fantasy-Auftakt

Arasis von Marvin Bensi

Der Roman von Marvin Bensi entführt in eine Fantasy-Welt, in der sich die Erde aufgrund einer mit dem titelgebenden Element zusammenhängenden Katastrophe radikal gewandelt hat: Fliegende Inseln mit neuen Königreichen und Magie. Anfangs lernen wir durch Favon, einen jungen Rekruten, die Welt und einige zentrale Charaktere kennen.

Das alles wirkt sehr organisch und führt nahtlos in die Haupthandlung ein, ohne viel Info-Dumping. Die Geschichte erinnert teils an Avatar: Herr der Elemente, teils an die Hunger-Games-Reihe, hat aber durchaus "erwachsene" Elemente: Politische Intrigen, Erotik und stellenweiße fließt ganz schön viel Blut. Inhaltlich packend und ein vielversprechender Auftakt für Fortsetzungen!

Warum ich dem Roman lieber 3,5 - 4 Sterne gebe, hat vor allem mit dem Stil zu tun. Zwischen vielen gelungenen Passagen gibt es immer wieder Stellen, die gestreckt wirken, z.B. Wortwiederholungen, zu lange Beschreibungen oder ausgedehnte, teilweise unspezifische Beschreibungen, was die Charaktere in Dialogen beim Sprechen noch so machen. Hier hätte das Novum-Lektorat meiner Meinung nach gründlicher sein müssen. Auf inhaltlicher Ebene waren mir gegen Ende fast ein wenig zu viele Perspektivwechsel, deren Handlungsstränge großteils dem Aufbau einer Fortsetzung dienen. Lieber hätte ich mehr durch Favon erlebt, der als anfänglicher, sympathischer Protagonist gegen Ende etwas untergeht.

Trotz der gelegentlichen stilistischen Schnitzer habe ich das rund 500 Seiten starke Werk gerne gelesen. Viele Charaktere waren überzeugend und bleiben auch Wochen nach der Lektüre im Gedächtnis. Die Beschreibungen von Städten, Gebäuden und der Natur sind eindrücklich und zeichnen ein schönes Bild. Wer nach einer originellen Fantasy-Welt sucht, die den Charme von klassischen Elementen erfolgreich mit neuen Ideen kombiniert, dem kann ich dieses Buch herzlich empfehlen.

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Rezensionen von nil_liest:

Zwischen Türen und Tabus

Das Haus der Türen von Tan Twan Eng

Als jemand, der asiatische Literatur sehr schätzt, war Das Haus der Türen von Tan Twan Eng für mich eine rundum gelungene Lektüre. Der Roman überzeugt mit einer durchdachten Struktur, vielschichtigen Figuren und einer Sprache, die ruhig und atmosphärisch ist, ohne je ins Pathetische zu kippen. Wirklich gut!
Die Handlung spielt vor der Kulisse des kolonialen Malaysia der 1920er Jahre.

In den Mittelpunkt stellt der Autor Lesley Hamlyn, eine Frau der britischen Kolonialgesellschaft, deren Leben durch den Besuch des bekannten Schriftstellers W. Somerset Maugham eine unerwartete Wendung nimmt. Zwischen ihr und Maugham entsteht ein vorsichtiges Vertrauensverhältnis, in dem sie beginnt, über persönliche Erlebnisse und ihre Vergangenheit zu sprechen – darunter eine Beziehung die etwas heikel ist sowie eine Verwicklung in einen Mordfall (der wohl auf realen historischen Ereignissen basiert).
Tan Twan Eng gelingt es, historische Fakten, politische Umbrüche und persönliche Schicksale sehr präzise miteinander zu verknüpfen. Besonders interessant fand ich, wie das koloniale Machtgefüge, gesellschaftliche Rollenbilder und die eingeschränkten Handlungsspielräume von Frauen thematisiert werden. Geschichtlich spannend für mich.
Auch stilistisch hat der Roman überzeugt: Die Sprache ist klar, stellenweise poetisch, aber nie überladen. Die Beschreibungen der tropischen Landschaft, des Lichts, der Geräusche – all das schafft eine stimmige Atmosphäre, die sich gut mit der inneren Welt der Figuren verbindet. WOW! Lesley ist keine idealisierte Figur, sondern glaubwürdig gezeichnet – mit inneren Widersprüchen, Unsicherheiten und leisen Formen von Widerstand.
Erwähnenswert ist auch der literarische Kunstgriff, Somerset Maugham als Figur einzubauen. Er bleibt distanziert, aber aufmerksam, und dient gewissermaßen als Katalysator für die Erzählung – auch das sehr gelungen umgesetzt.
Nicht alle Handlungsstränge fand ich gleich spannend, manche Themen hätten für meinen Geschmack etwas gestraffter sein können. Dennoch überwiegt am Ende ein sehr positives Gesamtbild: ein Roman mit Tiefe, guter Beobachtungsgabe und einer historischen wie emotional glaubwürdigen Erzählweise.
Fazit: Das Haus der Türen ist ein ruhiger, intelligenter Roman mit gesellschaftlichem und politischem Hintergrund, gut eingebettet in eine persönliche Geschichte. Für Leserinnen und Leser mit Interesse an südostasiatischer Geschichte, britischer Kolonialzeit und fein erzählten Figurenbeziehungen absolut empfehlenswert.
Uneingeschränkte Empfehlung.

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Rezensionen von ReiShimura:

Zwischen Naivität und Intelligenz

Teddy von Emily Dunlay

Es gibt Bücher, von denen man sich ganz viel erwartet, entweder weil man schon viel zu lange auf ein neues Buch eines bestimmten Autors oder einer bestimmten Autorin wartet oder weil das Buch herausragende Kritiken bekommen hat. Und dann gibt es Bücher, von denen man nichts erwartet, nicht man vermutet, dass sie schlecht sind.

Sondern weil man sich einfach vor dem Lesen keinen Kopf gemacht hat. Das Buch klingt interessant und das lese ich jetzt, basta. Genau in diese Kategorie fiel "Teddy" für mich.
Gleich zu Beginn wird man mitten in die Geschichte hineinkatapultiert. Es gibt kein großes Vorgeplänkel, sondern man ist von Anfang an mittendrin statt nur dabei. Man erfährt, dass etwas schreckliches passiert sein muss, aber die genauen Details bleiben einem bis zum Schluss verborgen. Denn Teddy erzählt ihre Geschichte in äußerst ausführlicher Weise und dies nicht immer chronologisch. Wie es oft so ist, wenn man eine Geschichte erzählt, fällt einem während des Erzählens etwas ein, eine Begebenheit, die noch weiter in der Vergangenheit liegt, die aber für das Verständnis des Gesamtbildes wichtig ist.
Autorin Emily Dunlay verflechtet in ihrem Roman fiktive Ereignisse so wunderbar mit realen Begebenheiten, dass ich mehrmals während des Hörens des Buches zu Googlen begonnen habe, ob es sich bei Teddy nicht doch um eine reale Person gehandelt haben könnte. Außerdem nimmt sich die Autorin viel Zeit, um detaillierte Beschreibungen der Örtlichkeiten und der Mode zu liefern. Dies führt an manchen Stellen dazu, dass das Buch ein wenig langatmig wirken könnte. Mich persönlich hat dies allerdings überhaupt nicht gestört, da ich die Mode der 1960iger sehr faszinierend fand und die Fixierung von Teddy auf ihr äußeres Erscheinungsbild ein wichtiger Punkt ihrer Persönlichkeit ist.
Und Teddys Persönlichkeit und ihre Vielschichtigkeit ist es auch was dem Buch das gewisse Etwas verleiht. Auf den ersten Blick wirkt Teddy naiv und dumm, doch schaut man nur ein wenig hinter die Kulissen erkennt man eine durchaus intelligente und fortschrittliche Frau. Doch sie ist auch eine Zerrissene, ein Spielball der Männer. Emily Dunlay hat hier ein wunderbares und sehr realistisches Bild der Frauen der Zeit gezeichnet. Die damaligen Geschlechterrollen werden in diesem Buch sehr anschaulich erörtert und an manchen Stellen auch hinterfragt. Ebenso sieht man wie wichtig die gesellschaftliche Stellung in dieser Zeit war. Die Frage, ob Teddy eine sympathische Figur ist, kann ich auch nach Beendigung des Buches nicht beantworten. Wobei dies für mich persönlich auch keine große Rolle spielt. Was ich aber klar sagen kann ist, dass es sich um eine vielschichtige und teilweise auch widersprüchliche Heldin handelt.
Gesprochen wird das Hörbuch von Cathlen Gawlich, auch sie war für mich bis dato eine Unbekannte. Auch wenn es vielleicht komisch klingen mag, aber für mich hat ihre Stimme dem Buch noch eine extra Portion Glamour verpasst. Eigentlich bevorzuge ich ja Bücher gegenüber Hörbüchern, wobei ich letzteres immer mehr zu lieben beginne. Mittlerweile habe ich auch festgesellt, dass es Geschichten gibt, die als Hörbuch besser wirken und dank Cathlen Gawlich ist dies eines von diesen.
Für mich war "Teddy" definitiv eine positive Überraschung und ich hoffe, dass ich in Zukunft wieder einmal etwas von Emily Dunlay lesen darf.

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Renate Pfeiffer:

Drama, Drama, Drama

Wie Risse in der Erde von Clare Leslie Hall

Ein starker erster Satz, und sofort ist klar, da hat es eine Tragödie gegeben! Was passiert ist, erfährt man erst nach und nach, und auch nicht chronologisch. Es ist ein Roman mit überraschenden Wendungen, stellenweise recht spannend geschrieben, aber man kann es mit der Dramatik auch übertreiben.

Hohe Erwartungen, tiefe Enttäuschungen, eine große Liebe, noch eine große Liebe, schwere Schicksalsschläge, verdrängte Geheimnisse, nichts wird ausgelassen, und das ist dann irgendwann zu viel. Ein Glück, dass der Alltag dabei nicht stört, denn wenn die großen Gefühle ausbrechen, erledigt sich die Arbeit auf der Farm offenbar von alleine.

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