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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Tyrolia-Testleser:

Testleserin MARLENE, Tyrolia-Filiale Innsbruck (14 Jahre, Telfs)

Kiss of the Nightingale von Adi Denner

Testleserin MARLENE, Tyrolia-Filiale Innsbruck (14 Jahre, Telfs)

In dem Fantasyroman „Kiss of the Nightingale” geht es um Cleodora, die sich alleine um ihre kranke Schwester kümmern muss. In ihrer Welt dreht sich alles nur um Talente, die in Edelstein eingeschlossen wurden und besondere Eigenschaften in dem Träger des Steines erwecken.

Umso wertvoller das Talent, umso reicher und berühmter ist man. Da Cleodora kein Talent von ihren verstorbenen Eltern geerbt hat, muss sie ohne zurecht kommen. Als sie von Dahlia, einer jungen Frau, das Angebot bekommt, ein Talent zu bekommen und ihrer schwer kranken Schwester zu helfen, kann Cleo nicht nein sagen. Im Gegenzug muss sie allerdings Dahlia helfen, andere Talente zu stehlen… und verwickelt sich dabei in schwere Entscheidungen und Lügen.

Das Buch war sehr fantasievoll geschrieben, am Anfang kam ich nicht ganz mit, was diese „Talente“ seien, doch das gab sich schnell. Es war auf jeden Fall sehr spannend!

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Rezensionen von Tara:

Ein genialer Genre-Mix

Das Ministerium der Zeit von Kaliane Bradley

„Das Ministerium der Zeit“ ist das Debüt der in London lebenden Autorin Kaliane Bradley.

Dem Ministerium der Zeit ist es gelungen, Menschen aus der Vergangenheit in die Gegenwart zu transportieren. Diese bekommen jemanden - eine sogenannte „Brücke“ - zur Seite gestellt, der sie beim Einleben in der Gegenwart begleiten und unterstützen soll.

Eine durchgehend namenlose, junge Frau, die bisher als Übersetzerin gearbeitet hat, erhält den Auftrag Graham Gore in der Gegenwart zu begleiten. Der Polarforscher war Teilnehmer der Franklin-Expedition und ist im Jahr 1847 mit gerade einmal 37 Jahren bei einer Arktisexpedition verstorben.
Neben ihm werden vier weitere Personen aus der Vergangenheit in die Gegenwart gebracht.

Zunächst fand ich es total spannend wie Graham Gore auf die Veränderungen, die es von seinem Tod bis zum 21. Jahrhundert gegeben hat, reagiert. Dieser Kulturschock ist durchaus nachvollziehbar und teilweise ausgesprochen amüsant.
Durch Rückblenden in Graham Gores Leben vermittelt die Autorin historische Ereignisse der Franklin Expedition und hat diese gut mit der fiktiven Story verwoben.

Im Laufe der Jahrhunderte hat sich vieles verändert und die Sicht der Zeitreisenden, für die unsere Welt an vielen Stellen vollkommen neu und unfassbar ist, gibt eine interessante Sicht auf unsere Kultur und die Gesellschaft. Dadurch werden auch kritische Themen wie der Klimawandel, Technik, Rassismus, Macht, Kriege, Digitalisierung, Bürokratie, Feminismus und viele weitere Angelegenheiten in die Handlung gebracht. Zudem fließt auch noch eine Liebesgeschichte der Protagonisten mit ein. Für Abwechslung ist also bestens gesorgt.

Der Roman hat leider zwischenzeitlich einige Längen, ist aber dennoch ein gelungener Genre-Mix - spannend und vielschichtig - den ich gerne gelesen habe und der mich neugierig auf weitere Werke der Autorin warten lässt.

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Rezensionen von Lese:

Packend bis zur letzten Seite

Der dunkle Sommer von Vera Buck

Der Thriller „Der dunkle Sommer“ von Vera Buck hat mich von Anfang an gefesselt.
Erzählt wird aus mehreren Perspektiven, die Handlung spielt auf zwei Zeitebenen, in 1982 und in der Gegenwart. Das Setting, ein verlassenes Dorf auf Sardinien, ist bedrückend, bildhaft und atmosphärisch beschrieben.

Im Mittelpunkt steht die Architektin Tilda, die italienische Wurzeln hat. Nach einem traumatischen Erlebnis flieht sie vor ihrer Vergangenheit und kauft ein verfallenes Haus in einem sardischen Geisterdorf. Dort stößt sie nicht nur auf die Spuren eines lange zurückliegenden Massakers, sondern auch auf dunkle Wahrheiten über sich selbst und die Menschen in ihrem Umfeld.

Die Geschichte ist durchgehend spannend, mit überraschenden Wendungen und einer vielschichtigen Handlung. Auch die Figuren sind tiefgründig und facettenreich gezeichnet. Ein rundum gelungener Thriller!

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Rezensionen von bedard:

Gut konstruiert und wendungsreich

Ein ungezähmtes Tier von Joël Dicker

Der mittlerweile achte Roman von Joël Dicker ist ähnlich aufgebaut wie seine bisherigen Bücher. Im Mittelpunkt stehen zwei Paare: Sophie und Arped Braun, verheiratet, zwei Kinder, Anwältin und Banker. Karine und Greg Liegean, Verkäuferin und Polizist. Zwei Familien mit unterschiedlichen Lebensstilen, mit ihren jeweiligen Geheimnissen, die sich anfreunden.

Sophie feiert demnächst ihren vierzigsten Geburtstag und scheint alles zu haben, was als erstrebenswert gilt. Doch wie immer bei Joël Dicker ist nichts so, wie es auf den ersten Blick scheint.

Am 2. Juli 2022 findet ein minutiös geplanter, spektakulärer Raubüberfall auf einen Juwelier statt. Dieser Überfall ist der Zeitmesser in dem Roman.

In Zeitsprüngen nähert sich der Autor in teils sehr kurzen Kapiteln aus unterschiedlichen Blickwinkeln der Auflösung. Mal spielt die Handlung kurz vor dem Raub, mal danach und sie geht sogar um Jahre zurück in die Vergangenheit.
Nach bekanntem Muster hat Joël Dicker einen sehr spannenden, wendungsreichen Roman geschrieben, der sehr angenehm zu lesen ist.

Vielleicht nicht sein bestes Buch, aber trotzdem sehr clever konstruiert. Für mich verdient der Roman damit immer noch eine klare Leseempfehlung.

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Rezensionen von Ameland:

Deutsch-italienische Vergangenheit brillant erzählt

Zypressensommer von Teresa Simon

Bei den Büchern von Teresa Simon kann ich mir sicher sein, dass sie nicht nur ein Highlight sind, sondern ich in geschichtlicher Hinsicht auch immer etwas lernen werde. So war es auch hier.

Als erstes lerne ich Gianni kennen, dessen Geschichte hier stellvertretend für viele tausend italienische Militärinternierte (IMI) erzählt wird.

Nach dem Waffenstillstand zwischen Italien und den Alliierten im September 1943 wird er wie viele seiner Kameraden zwangsweise nach Deutschland verbracht, wo er als Zwangsarbeiter quasi ohne Rechte schuften muss.

Zur gleichen Zeit begegne ich in Italien Giulia, die während der Resistenza die Partisanen in ihrem Kampf gegen die Faschisten unterstützt.

Im dritten Strang, der im Jahr 1998 spielt, begibt sich Julia in Italien auf die Spuren ihres gerade verstorbenen Großvaters eben jenem Gianni.

Diese drei Charaktere sind jeder auf seine Weise starke Persönlichkeiten. Sie wurden so realistisch mit ihrem Fühlen und Denken beschrieben, dass ich mich ihnen ganz nah gefühlt habe. Ich habe mit ihnen die ganze Bandbreite der Emotionen durchlebt und beim Lesen manche Träne vergossen. Zum Glück wechselte sich die schwere Kost aus den vierziger Jahren immer wieder mit leichteren Passagen aus dem aktuelleren Strang ab. Hier konnte ich an der sich anbahnende Liebesbeziehung und dem italienischen Leben teilhaben. Gleichzeitig führte mir die Autorin die Schönheit und die Sehenswürdigkeiten der Toskana vor Augen und machte mir den Mund mit landestypischen Speisen wässrig.

Teresa Simon schreibt so anschaulich und fesselnd, dass ich sofort in ihre Geschichten eintauchen kann. Kern ihrer Erzählungen sind immer akribisch recherchierte historische Begebenheiten. In diesem Fall bekam ich eine grandiose Mischung aus Geschichtsunterricht, Familiengeheimnis, Romanze und Reiseführer.

Wenn ich könnte, würde ich diesen Roman zur Pflichtlektüre für einen Großteil der Bevölkerung machen, damit den Menschen die Gräueltaten und die furchtbaren Auswirkungen eines Krieges anschaulich vor Augen geführt werden. Denn diese Zeiten wie unter den Nazis dürfen niemals wiederkommen.

Ich kann gar nicht in Worte fassen wie sehr mich dieser Roman bewegt und berührt hat. Er ist einer von den Büchern, die mehr als fünf glänzende Sterne verdient hätten.

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Rezensionen von bedard:

Der Schein muss gewahrt werden

Bis die Sonne scheint von Christian Schünemann

1983 steht die Konfirmation des Erzählers Daniel Hormann bevor, außerdem freut er sich auf den anstehenden Schüleraustausch. Doch dann bekommt er zufällig mit, dass seine Eltern kurz vor der Pleite stehen und seine materiellen Wünsche wohl nicht erfüllbar sind.

Die Atmosphäre der 1980er Jahre in einer Kleinstadt in der BRD wird sehr authentisch anhand vieler kleiner Details vermittelt.

Die Musik, Fernsehshows, Autos und Kleidung und natürlich der Wunsch, nach außen den Schein zu wahren. Darin sind Daniels Eltern wahre Meister. Obwohl ihnen buchstäblich das Wasser bis zum Hals steht, ignorieren sie ihre finanzielle Situation hartnäckig. Selbst die Großmütter sollen nicht mitbekommen, wie es wirklich um sie steht. In einem weiten Bogen zurück in die Vergangenheit geht es auch um deren Geschichte, das Kennenlernen der Eltern und schließlich die unaufhaltsame Abwärtsspirale. Fern jeder Realität weigern sich Daniels Eltern aber, sich mit den Gegebenheiten abzufinden.

Anders als die mir bisher bekannten Kriminalromane des Autors handelt es sich hier um eine Familiengeschichte. Trotz der zeitlichen Sprünge lässt sich der autofiktionale Roman sehr gut lesen und weckt Erinnerungen an die 1980er Jahre. Insbesondere, dass um jeden Preis der Schein gewahrt werden musste und Wohlstandssymbole sehr wichtig waren.

„Bis die Sonne scheint“ ist kein Wohlfühlroman, aber eine durchaus realistische Familiengeschichte mit tragischen, aber auch humorvollen Elementen.

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Rezensionen von MarcoL:

Feine Sommerlektüre, aber relativ unspektakulärer Bornholmkrimi

Schatten über Sømarken von Michael Kobr

Das ist der dritte Fall für Lennart Ipsen, dem sympathischen Insel-Kripo-Chef von Bornholm. Es ist Sommer auf der Insel, die Luft heiß und schwer, und Ipsen hat Urlaub. Und just da passiert ein Mord, noch dazu im Restaurant seiner Freundin, der Sterneköchin Maren. Klar, dass er da sofort ermitteln will, um jeden Verdacht von Maren fernzuhalten.

Denn Gift und Küche kommen nicht so gut an. Nebenbei ist das Opfer Marens Ex, ein Unsympath wie er im Buche steht. Seine Kochshows waren legendär, seine verbalen Entgleisungen ebenfalls (erinnert mich jetzt schon sehr stark an einen gewissen DSDS-Moderator).
Allerdings darf Lennart nicht ermitteln, er habe ja Urlaub, außerdem sei er befangen. Er wird von seiner Mitarbeiterin Britta „ruhig“ gestellt, bekommt null Infos (die er sich dann bei seinem pensionierten Vorgänger Morten holen kann, denn da fließt der Informationsfluss ungehemmt).
Er ermittelt natürlich auf eigene Faust …
Die ersten beiden Fälle haben mir echt gut gefallen. Das Inselflair wurde super eingefangen – davon ist in diesem Band nicht viel bis gar nichts zu spüren. Auch die Ermittlungen laufen sehr schleppend dahin (und als erfahrener Krimileser würde man da vieles anders angehen), nebenbei ist einiges vorhersehbar.
Dominierend ist das Geplänkel zwischen Britta und Lennart, sein „Ruhigstellen“. Auch mit seiner Freundin Maren gibt es mehr Disharmonien als gepflegte Partnerschaft. Insgesamt werden die beiden Hauptprotagonistinnen diesmal sehr launenhaft dargestellt. Auch Lennarts Eifersucht kommt da nicht gerade hilfreich daher und macht einiges unglaubwürdig.
Wie auch immer, ab der Hälfte nehmen die ermittlungstechnischen Handlungen etwas mehr an Fahrt auf, die Spannung steigt zum Glück noch bis zum Showdown, der sich dann ziemlich plötzlich und kurz einstellt.
Irgendwie wirkt der Roman, der sicherlich auch seine Stärken hat, wie ein leises Geplätscher. Ich vermisse leider den wogenden Sturm und die knallharte Brandung.

Ich betitele den Krimi mal als leichte Sommerlektüre mit kriminalistischem Hintergrund und diversen Zwischenmenschlichkeiten.

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Rezensionen von Zisa:

Informativ

Baustellen der Nation von Philip Banse; Ulf Buermeyer

Rezensionen von Zisa:

Sehr informativ

Zehn wirklich wichtige Gespräche, die Kinder und Eltern wachsen lassen von Nicola Schmidt

Vermutlich sagt den meisten Leser*innen der Name Nicola Schmidt und ihr artgerecht Projekt bereits etwas, wenn man dieses Buch in den Händen hält.
In Ihrem Ratgeber nimmt Sie in ihrer bekannten und super angenehmen Art und Weise uns an die Hand, gibt Impulse und das immer fundiert und mit Quellenangaben.

Im ersten Teil geht es allgemein um Gesprächssituationen, Bedingungen, die hilfreich sind und Hintergründe. Dabei wird immer wieder auf verschiedene Altersphasen eingegangen und was Kinder in dieser Phase an Information aber auch Art und Weise des Gespräches brauchen. Im Anschluss geht die Autorin dann auf 10 spezielle Themen wie Umgang mit Medien, Liebe, Streit und Versöhnen oder auch den Tod ein. In allem ist sie offen und wenig dogmatisch, sodass man mit jedem Hintergrund oder Werteüberzeugung sich hier eine Menge mitnehmen kann. Meiner Meinung nach für alle Eltern eine absolute Leseempfehlung.

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Rezensionen von begine:

Schwierige Zeit

Eine Welt nur für uns von Claire Deya



Die Schriftstellerin Claire Deya führt uns in ihrem Roman, Eine Welt nur für uns, an die Cote
d´Azur 1945.
Die deutschen Besatzer sind entmachtet und leben in einem Lager. Da werden einige zur Minenentschärfung eingesetzt.
Da ist Vincent der aus einem deutschen Kriegsgefangenenlager fliehen konnte.

Er sucht seine Liebe Adriana, die verschwunden ist, seit sie am Geburtssteg des Kommandanten, an dem sie teilnehmen musste, verschwunden ist.
Vincent ist voller Groll und will durch die Minensucher aus dem Lager mehr erfahren und sie rächen.
Das liest sich gut, obwohl es in der Mitte etwas nachlässt, aber dann wird es ganz interessant. Das Ende ist anders als erwartet, aber realistisch.
Die Autorin hat Erzählungen der eigenen Familie eingeflochten. Dann hat sie noch viel recherchiert, um alles richtig aneinander zu fügen. Das ist ihr ganz gut gelungen.
Lesen wert.

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