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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Beavielleser:

Noch besser als der erste Teil

Aschesommer von Benjamin Cors

Auch in diesem Teil werden Mila Weiss, Jakob Krogh und die Gruppe 4 wieder richtig gefordert.
Durch eine mysteriöse Todesanzeige werden sie zu einem Tatort geführt, bei dem sie einen grauenhaften Fund machen. Zwei Tote, die in einer, extra dafür eingerichteten, Kältekammer erfroren sind.

Und das Morden geht weiter.  Schnell ist der Zusammenhang zu einem Verdächtigen hergestellt.  Doch dieser sitzt in einer psychiatrischen Anstalt, die er nie verlassen kann. Die Suche nach dem zweiten Mann erfordert das Können aller Teammitglieder und starke Nerven.

Obwohl man sehr früh weiß,  wer der Täter ist,  hält die Spannung bis zum Schluss an und dieser ist dann doch anderes als man erwartet.

Fazit: Ein sehr spannender Thriller auf hohem Niveau  mit einem sympathischen Ermittlerteam. Mir hat dieser Teil noch besser gefallen, als der Erste und ich freue mich schon auf Teil drei.

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Rezensionen von cosmea:

Die Welt muss neu geschaffen werden

Eine Welt nur für uns von Claire Deya

Claire Deyas Roman “Eine Welt nur für uns“ spielt im April 1945 in Hyères an der Côte d´Azur, kurz vor Deutschlands Kapitulation. Der Süden ist bereits wieder befreit. Vincent, ein französischer Arzt ist aus deutscher Kriegsgefangenschaft geflohen und schließt sich unter falschem Namen einem Minensuchtrupp an, zu dem auch eine Gruppe von deutschen Kriegsgefangenen gehört.

Vincent hofft, auf diese Weise Informationen zum Schicksal von Ariane, der Liebe seines Lebens zu gewinnen. In einem Schloss, wo die Kommandozentrale der Deutschen residierte, wurde sie zuletzt gesehen. Seit etwa zwei Jahren ist sie spurlos verschwunden. Der Leser verfolgt Vincents Recherchen sowie die gefährliche Tätigkeit der Minenräumer, die 13 Millionen Minen, die Hinterlassenschaft der Deutschen und der Alliierten unter Einsatz ihres Lebens beseitigen müssen, damit eine Rückkehr zur Normalität überhaupt erst möglich ist. Es geht auch um Saskia, die einzige Überlebende einer jüdischen Familie, die feststellen muss, dass fremde Leute im Haus ihrer Familie leben. Auf französischer Seite gab es Kollaborateure und Denunzianten, die Häuser und Besitz ihrer Landsleute an sich gebracht haben. Da die Briefe der Denunzianten im Schloss noch existieren, findet auch Saskia heraus, wer ihre Familie auf dem Gewissen hat.
Der Roman macht deutlich, wie schwer nach so viel Tod und Zerstörung die Annäherung der ehemaligen Feinde ist, wieviel Hass und Misstrauen überwunden werden muss, ehe eine Versöhnung möglich ist. Die Welt muss neu geschaffen werden, nachdem alles zu Bruch gegangen ist. Darauf weist ja auch der französischen Titel “Un monde à refaire“ hin. Diejenigen, die alles verloren haben, die wirklich gekämpft haben, finden sich schwer damit ab, dass Kriegsgewinnler und Denunzianten im Namen der nationalen Wiederversöhnung ungeschoren davonkommen.
Deyas Roman hat mir sehr gut gefallen, weil sie das, was damals geschehen ist, anhand einiger beispielhafter Schicksale sehr gut nachvollziehbar macht. Eine klare Empfehlung.

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Rezensionen von clematis:

Der perfekte Moment

Das Versprechen eines Sommertags von Elena Sonnberg

Isabelle wird von ihren Eltern zur Feier deren Goldenen Hochzeit eingeladen. Trotz Ehekrise spielen Isabelle und Stefan noch das vermeintliche Traumpaar, um niemanden das Fest zu verderben oder ihre Kinder zu verstören. Als aber Isabelles Bruder mit seinem besten Freund Ben auf Mallorca auftaucht, geraten die Gefühle der unglücklichen Ehefrau durcheinander, denn fünfzehn Jahre zuvor hat sie mit Ben einen unvergesslichen Roadtrip erlebt.

Mit witzigen und humorvollen Momenten aus einem ganz normalen Familienalltag beginnt dieser schöne Sommerroman in Hamburg, bevor es auf die bekannte Urlaubsinsel geht, wo Isabelles Eltern ihren Lebensabend verbringen. Mit malerischen Landschaftseindrücken des ruhigen Ortes Portocolom im Osten oder des Bergdorfes Fortnalutx im Nordwesten fühlt man sich sofort fern der Heimat und doch daheim bei den sympathischen Figuren des Romans. Ohne große Aufregung erzählt Elena Sonnberg aus dem Alltag einer Familie, beleuchtet das Hamsterrad, in dem wir uns nur allzu leicht verlieren und weist hin auf den rechten Moment, den wir nicht verpassen sollten, um unsere Wünsche und Träume in die Tat umzusetzen. Keineswegs handelt es sich aber hier um einen besserwisserischen Ratgeber, vielmehr fließen diese Gedanken ganz selbstverständlich ins Geschehen mit ein und lassen wunderbare Stunden für den Leser entstehen.

Der bildhafte, stets flüssige Schreibstil unterhält bestens, die Atmosphäre ist perfekt eingefangen, die Handlung kommt ohne einen speziellen Bösewicht aus, kurzum, ein gelungener Sommerroman, der für beste Stimmung sorgt.

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Rezensionen von peedee:

Ein schöner Reihenstart

Himmelsee - Über den Wellen leuchtet das Glück (Himmelsee 1) von Tanja Janz

Himmelsee, Band 1: Linna hat zwar gedanklich und auch räumlich eine Distanz zwischen ihrer alten Heimat Himmelsee an der Ostseeküste und ihrem Wohnort Düsseldorf geschaffen, doch die Erinnerungen an einen tragischen Unfall lassen sich nicht verdrängen. Als ihre Mutter ins Krankenhaus musste, kommt Linna mit Sohn Miko zurück, um im Familienhotel Kranichglück auszuhelfen.

In Himmelsee stürmen viele Emotionen auf sie ein…

Erster Eindruck: Das Cover gefällt mir sehr gut – vermittelt Urlaubsgefühle.

Da ich ja nur ganz-klein-wenig-fast-nicht-spürbar reihenanfällig bin, habe ich mich auf den Start dieser neuen Reihe sehr gefreut. Diese führt uns an die Ostseeküste.

Linnas Beziehung mit Ilja ist von Warten geprägt. Ilja ist nämlich Pilot und arbeitet sehr viel, so dass der fünfjährige Miko nicht viel von seinem Vater hat, und Linna auch nicht viel von ihrem Partner. Eine vorübergehende räumliche Trennung soll Klarheit schaffen. Als der Anruf von Linnas Schwester Jule kommt, nimmt sich Linna gleich unbezahlten Urlaub, um nach Himmelsee zu fahren. Sie packt im Familienhotel mit an, und sucht nach Lösungen, wie sie die ganze Arbeit stemmen sollen, wenn die Mutter ausfällt.
Nach und nach holen ihre Erinnerungen Linna ein: Der tragische Unfall seinerzeit ist noch nicht verarbeitet und sie will sich nun der Vergangenheit stellen. Und dann muss sie auch noch überlegen, wie es für Ilja und sie weitergehen soll: Gibt es für sie noch eine gemeinsame Zukunft?

Die Protagonisten waren mir gleich sympathisch – eine herzliche Atmosphäre. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen und im Nu war das Ende erreicht. Die Geschichte hat mir gut gefallen, nur habe ich mich gefragt, wie realistisch es ist, von jetzt auf gleich einen unbestimmt lange dauernden unbezahlten Urlaub zu bekommen, um anderweitig zu arbeiten. Oder auch die turboschnelle Realisierung eines Foodtrucks am Strand. Nun gut, diese Realitätseinbrüche musste ich dann beiseite schieben, um mich vollends auf die Geschichte einzulassen. Von mir gibt es 3 Sterne und ich freue mich auf die Fortsetzung.

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Rezensionen von Sheilo:

Wenn die Story zum echten Leben wird

Literally Love 3. Paperweight Hearts von Tarah Keys

Nolan und Chelsea setzten sehr viel auf ihr jeweiliges Bewerbungsgespräch, doch am Ende kann die Stelle nur einer haben. Sie wetten, und wer hätte gedacht, dass Wetten sie ab diesem Moment begleiten werden und manchmal Wendungen eintreten, mit denen man nie gerechnet hätte.

"Paperweight Hearts" ist der dritte Band der tollen "Literally Love"-Reihe, die dem Lesenden viele Einblicke in die Verlagswelt verschafft.

Die Besonderheit ist in diesem Band, dass sich Tarah Keys selbst als Autorin einfließen lässt und die Handlung das Schreiben des gleichnamigen Fake-Dating Romans "Paperweight Hearts" als Rahmenhandlung besitzt. Nolan und Chelsea stehen seit ihrem ersten Aufeinandertreffen vor ihren Vorstellungsgesprächen in einem geschäftlichen Verhältnis zueinander, welches vor allem durch ihre Wetten und Zurückhaltung von Emotionen geprägt ist.

Die Spannung im Buch hat mir sehr gut gefallen, da man mit allem rechnen musste. Die Wetten zwischen Chelsea und Nolan sind etwas ganz besonderes und sie vermitteln vor allem Chelsea viel Sicherheit und eine geschützte Umgebung. Der Schreibstil ist flüssig und ich mag die liebevollen Feindseligkeiten zwischen den Protagonisten sehr. Natürlich habe ich mich gefreut, dass die Figuren der beiden vorhergehenden Bände wieder dabei waren.

Chelsea liebt ihre Unabhängigkeit, da sie in ihrer letzten Beziehung sehr enttäuscht wurde und man kannte sie bisher als professionelle Vorgesetzte aus den Vorbänden. Nun zeigte sie ihre verletzlichen Seiten und sie merkt selbst, dass ihr einige Dinge im Leben sehr fehlen und sie genießt die Zeit mit Nolan sehr.
Auch Nolan wirkte in den anderen Teilen der Reihe oft unnahbar, aber in diesem Band änderte sich das für mich grundsätzlich. Er hat eine richtig tolle Familie und man spürt, dass er und Chelsea auf einer Wellenlänge liegen und noch dazu ein sehr großes Herz für Bücher besitzen.
Die Gefühle der Protagonisten durchleben eine große Achterbahnfahrt, aber können sie sich aufeinander einlassen mit allen Konsequenzen?

Ich selbst bin begeistert von der "Buch im Buch" Idee und fand es total spannend, wie sich die Geschichte entwickelt. Die handelnden Charakter sind für mich alle sehr authentisch und haben Ecken und Kanten, so wie es auch im wahren Leben ist.
Wer nach einem neuen Hingucker im Bücherregal sucht, denn das Cover und der Farbschnitt sind wunderschön, Rivals-to-Lovers liebt und noch dazu in die Verlagswelt hereinschnuppern möchte, dem kann ich "Paperweight Hearts" sehr empfehlen.

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Rezensionen von yellowdog:

Saras Wahl

Die Liebe sucht ein Zimmer,1 Audio-CD, 1 MP3 von David Safier

David Safier ist nach 28 Tage lang und Solange wir leben wieder ein ernsthafter, leidenschaftlicher Roman gelungen. Er spielt 1942 im Warschauer Ghetto und ist ganz ein Buch über das jüdische Theater.

Es gibt großartige Details über das Theater. Aber man vergisst nie, die Zeit, in der es sich abspielt.

Alle Juden sind sich der großen Gefahr allzeit bewusst.
David Safier schildert so einige Härten.

Die Handlung umfasst im Wesentlichen die Dauer eines Theaterstücks. Das Stück heißt Die Liebe sucht ein Zimmer und beinhaltete auch Gesangseinlagen.
Der Clou ist, dass zum einen das Stück präsentiert wird, aber nebenbei auch die Geschichte der Schauspieler. Da ist die Liebe zwischen den Schauspielern Sara und Edmund, aber auch die des Intendanten, der mit Sara aus dem Ghetto fliehen will. Dann auch noch die Nebenfiguren, die Rollen im Stück haben.
Das Ganze wird von der Sprecherin Katharina Thalbach zusammengehalten. Eine Meisterleistung!

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Rezensionen von Petra:

Ein liebenswertes Gespann

Krakadu von Britta Sabbag

Die etwas tollpatschige Krake Krakadu hat mit ihren acht Armen an manchen Tagen Schwierigkeiten sich zurecht zu finden. Da ist es gut das der Seestern ihn immer begleitet. Die beiden kabbeln sich scheinen aber trotzdem die besten Freunde zu sein, zusammen erleben sie Abenteuer im Meer und auch außerhalb.

Die Unterhaltungen der beiden sind voller Humor und Spitzfindigkeiten. Sie verwenden Sprichwörter auch manchmal nicht ganz passend das es immer wieder zum lachen ist.
Dazu gibt es viele passende Bilder die den Text wunderbar begleiten. Die verschiedenen Meeresbewohner haben so ihre Eigenheiten, sei es ihre Namen oder Gewohnheiten. Da haben mir die Seepferdchen besonders gut gefallen. Sie sind echte Influencer mit allem was dazu gehört. Auch die anderen Tiere sind lustig dargestellt, mal auf ganzen Seiten dann wieder nur eine Zeichnung im Text mal groß mal klein. Immer nahe an der Natur aber mit großen Augen oder übertriebenen Zähnen so das sie besonders liebenswert wirken. Die Krake aber mit ihrer Mütze und den auf ihr sitzenden Seestern sind ein absolutes Highlight im Bücherregal.
Ich kenne schon andere Bücher der Autorin, dieses hier ist aber noch einmal eine Steigerung ihres Können.

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Rezensionen von nessabo:

Eine schonungslose und unbequeme Erfahrung, die es sich lohnt zu machen

Hunchback von Saou Ichikawa

„Hunchback“ ist ein wilder Roman mit einer vulgären, extrem direkten Sprache. Das Buch ist mit seinen 90 Seiten eine einzige Erfahrung und ich halte es für ein forderndes, aber auch sehr wichtiges Stück internationaler Literatur.

Die Geschichte hat klare autobiografische Züge, die Autorin hat wie die Erzählerin selbst eine angeborene Behinderung.

Das Besondere für mich ist die Selbstbeobachtung beim Lesen: Warum irritiert es mich, wenn eine behinderte Person so roh und vulgär über ihr Leben und eben auch über Sexualität schreibt? Die Autorin schafft es also exzellent, ihren Finger in die ableistische Wunde zu legen - nicht zuletzt, weil ihre Figur Shaka eben eine Behinderung und auch körperliche Leiden hat ohne dem abwertenden Bild einer „gequälten, lebensmüden Behinderten“ zu entsprechen.

Stattdessen schreibt die Protagonistin selbst Sätze wie „Wie eine normale Menschenfrau ein Kind empfangen und abtreiben – das ist mein Traum“ ins Internet und wirft hier anhand eines polarisierenden Themas Fragen rund um Normalität auf. Das Selbstbestimmungsrecht sollte schließlich für alle gelten, gleichzeitig finden sich behinderte Menschen oft irgendwo zwischen Fetischisierung und Entsexualisierung wieder. Beim Schreiben wandert die Autorin auf einem Pfad voll triefendem Sarkasmus, zynischer Direktheit und offener Vulgarität - ich mochte das sehr gern, eben genau weil es so aufwühlt. Aber das vor dem Lesen für sich selbst einzuordnen ist sicher nicht verkehrt.

Ich mochte auch die ehrliche und unaufgeregte Darstellung des Lebens einer behinderten Person. Über die tägliche Schleimabsaugung inklusive technischer Details wird ebenso geschrieben wie über Pflegeheim-Routinen, Arbeit und Sexualität. Immer wieder lernen wir, wie ableistisch unsere Welt gestaltet ist - klugerweise wird z. B. auch auf die Barrieren der Buchwelt hingewiesen.

Die Protagonistin lebt trotzdem verhältnismäßig privilegiert, weil sie sehr wohlhabend ist. Das kann kritisiert werden, aber ich wüsste nicht, warum solche Figuren nicht auch in der Literatur stattfinden sollten. Außerdem ist Ableismus eine so tiefgreifende und noch wenig beachtete Diskriminierungsform, dass ich diese Kritik irgendwie ein wenig fehlgeleitet finde. Nichtsdestotrotz konnte ich auch nicht alle Handlungen Shakas nachvollziehen und erwartungsgemäß passiert auf den wenigen Seiten vieles recht schnell.

Mit dem Ende war ich völlig überfordert, keine Ahnung, was genau uns Saou Ichikawa da sagen wollte. Deshalb ziehe ich auch ein bisschen was von der Bewertung ab. Und doch empfehle ich diese sehr kurze, aufwühlende, grenzenauslotende Geschichte, weil sie eine Perspektive abbildet, die viel zu selten Raum bekommt. Lasst euch von diesem Stück japanischer Literatur herausfordern und bildet euch ein eigenes Urteil.

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Rezensionen von Danislesestube:

Ein würdiger Nachfolger mit noch viel mehr vom Guten

Die Legende der Nathril von Asna Chiron

Vor ein paar Monaten habe ich den ersten Teil der „Die Legende der Nathril“ Reihe gelesen und war begeistert, wie unkompliziert ein großes Abenteuer geschrieben werden kann. Mein Vergleich mit Rollenspielen findet bis heute Anklang. Und soll ich euch etwas sagen? Auch hier im zweiten Teil gibt es wieder sehr viele Verweise auf mein liebstes Genre im Gaming Bereich.

Nach den Ereignissen im ersten Teil ist die Geschichte der einzelnen Charaktere noch lange nicht auserzählt. Im Gegenteil, jetzt geht es erst so richtig los. Zu Beginn der Reihe wurde erst einmal darauf eingegangen, was ein Nathril ist, in welcher Welt die Handlung spielt, wer die Charaktere sind, welche Wesen es gibt und welchen Einfluss die verschiedenen Völker auf die gegenwärtige Lage haben. Daraus hat uns die Autorin eine wundervolle und spannende Geschichte gezaubert.

Aufgrund der Informationsflut wurden wir am Anfang der neuen Handlung an die Hand genommen und im Schnelldurchlauf durch die vergangenen Ereignisse geführt. Kurz danach landeten wir in der Gegenwart. Hier haben wir nicht nur einige verschiedene Perspektiven, aus denen die Geschichte stattfindet, sondern auch zahlreiche Ausflüge in die Vergangenheit, um gegenwärtige Ereignisse besser verstehen zu können. Was wir wieder bekommen haben, ist eine ordentliche Portion Charaktertiefe und Entwicklung. Das betrifft sowohl alte als auch neue Charaktere. Selbstverständlich durfte auch ein Löffelchen Liebe nicht fehlen. Die liebevollen Momente zwischendurch haben der Handlung sehr gut getan. Auch etwas Herzschmerz war mit dabei. Wohl dosiert. Immerhin ist das hier immer noch ein Fantasy-Roman. Die gut geschriebenen Kampfszenen bildeten einen tollen Gegensatz zu den liebevollen und freundschaftlichen Szenen. Die generelle Atmosphäre hat mir gut gefallen.

Der Abwechslungsreiche Schreibstil gepaart mit den spannenden Charakteren und der einfach gehaltenen Handlung sorgte dafür, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte und es innerhalb von zwei Abenden zu Ende gelesen habe. Optisch ist das Buch wieder ein Augenschmaus. Ich mag die einfache Farbpalette gepaart mit den schönen Zeichnungen sehr gerne. Bin schon so gespannt, was mich im dritten Teil erwartet.

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Rezensionen von Claudia R.:

schwedischer Krimi

Schwedenglut von Jesper Lund

Klappentext / Inhalt:

Ein nervenaufreibender Krimi in bester skandinavischer Tradition.
Südschweden ächzt unter einer Hitzewelle, als südlich von Helsingborg ein Hof abbrennt. Ein tragischer Unfall? Doch in den Trümmern finden sich Hinweise auf Brandbeschleuniger – und eine Leiche. Das Team der Mordkommission Malmö um Kommissar Niklas Zetterberg und Emma Steen nimmt die Ermittlungen auf.

Sie erfahren, dass der Hof einem rechtspopulistischen Politiker gehört, von dem jede Spur fehlt. Als ein weiterer Mord in Helsingborg verübt wird, droht die Lage zu eskalieren.

Cover:

der rötlicher verfärbte Himmel, der sich auch auf das Wasser niederlegt machte eine wunderschöne Atmosphäre aus. Das einsame Boot am Rand verspricht Idylle und im Gesamten ist das Cover wunderschön umgesetzt und besonders durch die Farbnuancen der verschiedenen Rottöne kommt hier eine ganz besondere Spannung hinein. Optisch und farblich finde ich es wunderschön umgesetzt.

Meinung:

Auch wenn dies bereits der dritte Band dieser Schweden Reihe ist, so kommt man hier auch sehr gut ohne Vorkenntnisse hinein, da die Fälle in sich geschlossen sind und so jeder Buch einzeln gelesen werden kann. Die vorherigen Bände waren mir hier nicht bekannt, aber ich denken, dass es sich lohnt dies nachzuholen.

Der Fall ist spannend und nervenaufreibend umgesetzt und schnell wird man hier vom Gesamten gefangen genommen.

Inhaltlich möchte ich hier gar nicht allzu viel verraten, da ich nicht Spoilern und keinesfalls zu viel verraten möchte. Weitere Details bleiben hier unter Verschluss. Lest ansonsten einfach selbst hinein.

Der Schreibstil ist locker leicht und lässt sich sehr angenehm und gut lesen. Man kommt schnell voran und sehr gut in alles hinein. Dei einzelnen Abschnitte und Kapitel sind recht kurz, so dass zusätzlich Spannung und Tempo aufgebaut wird. Die Kapitelanfänge sind gut erkennbar und die Überschriften sind passend gewählt, ohne dabei zu viel zu verraten.

Die Geschichte selbst ist sehr spannend umgesetzt. Der Fall ist nervenaufreibend und die Ermittlungen sind toll umgesetzt. Man kann dem Ganzen sehr gut folgen und wird dabei klasse unterhalten. Ein wundervoller Kriminalroman vor schwedischer Kulisse, welche bildlich sehr schön mit einfließt. Die detailreichen und auch bildlichen Beschreibungen lassen Bilder vor dem inneren Auge entstehen, so dass man sich alles sehr gut vorstellen kann.

Auch die Charaktere sind sehr gut gelungen und gut durchdacht. So einige überraschende Wendungen sorgen für zusätzliche Spannung.

Fazit:

Wundervoller schwedischer Kriminalroman, welcher nervenaufreibend und spannend umgesetzt wurde.

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